8 Schätze der Natur: Kleine Kräuterkunde

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Wer durch unseren Artikel „Alles im grünen Bereich“ auf den Geschmack gekommen ist und sich nun einen eigenen Kräutergarten anlegen will, für den haben wir hier genau die richtigen Kräuter zusammengestellt. Petersilie, Minze und andere Kräuter sind echte Schätze: Schönmacher, Heilmittel und natürliche Geschmacksverstärker in einem. Unsere Favoriten:

Dill

Passt gut zu:
Gurkengerichten, Salaten und frischem Fisch.
Heilwirkung:
Ihm wird eine nervenberuhigende Wirkung nachgesagt. Außerdem soll er den Appetit anregen, gegen Schlaflosigkeit helfen und Verdauungsbeschwerden lindern.
Spezial-Tipp:
Dillsamen kann man als Tee oder in Wein gekocht gegen Blähungen, Magenkrämpfe und bei Müttern, die stillen, zur Milchförderung einsetzen. Ein traditionelles Einschlafmittel für Erwachsene ist Dillwein: Einen Esslöffel grob zerstoßene Dillsamen in einen Teefilter geben, mit einer Tasse heißem Weißwein übergießen, kurz ziehen lassen und vor dem Einschlafen trinken.

Koriander

Passt gut zu:
asiatischen Gerichten, indischen Gerichten, Geflügel und hellem Fisch.
Heilwirkung:
Das ätherische Öl von Koriander (Koriander-Öl) hilft bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden. Dazu einfach einen Teelöffel gemahlenen Koriander-Samen zehn Minuten in einer Tasse heißem Wasser ziehen lassen und trinken.
Spezial-Tipp:
Ein Tee aus Koriandersamen duftet wunderbar, schmeckt gut und bringt Linderung bei leichten Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl oder Blähungen.

Minze

Passt gut zu:
fruchtigen Desserts, Salaten, orientalischen Gerichten.
Heilwirkung:
Die Blätter der Minzen enthalten neben ätherischen Ölen und Menthol auch Gerb- und Bitterstoffe sowie Peperinsäure. Sie wirken desinfizierend, beruhigend, kühlend und krampflösend.
Spezial-Tipp:
Ein ungesüsster Tee aus Minzblättern tut gut bei Übelkeit oder Blähungen im Magen-Darm-Bereich. Außerdem lindert er Krämpfe der Verdauungsorgane, wirkt anregend auf die Verdauungssäfte und besonders auf die Galle. Sehr gut tut ein Dampfbad mit Pfefferminztee bei Schnupfen, Rachen- und Bronchialkatarrh.

Rosmarin

Passt gut zu:
Ofenkartoffeln, Ratatouille, Fisch und zum Aromatisieren von Olivenöl.
Heilwirkung:
Rosmarin hilft gegen niedrigen Blutdruck und Kopfschmerzen, stärkt das Verdauungs- und Nervensystem und kann Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden lindern.
Spezial-Tipp:
Als Gewürz fördert Rosmarin die Verdauungstätigkeit. Außerdem regt er die Durchblutung an, darum ist Rosmarintee ein wirksames Mittel bei Kopfschmerzen, Abgespanntheit und Konzentrationsschwäche. Wegen seiner antiseptischen Wirkung kann Rosmarintee zum Gurgeln bei Hals- und Zahnfleischentzündungen angewendet werden.

Thymian

Passt gut zu:
mediterraner Küche, Eintöpfen, Hülsenfrüchten, Auberginen, Tomaten.
Heilwirkung:
Wegen seines hohen Gehalts an ätherischen Ölen wirkt Thymian anregend auf die Verdauung und hilft, schwere, deftige Gerichte bekömmlicher zu machen.
Spezial-Tipp:
Thymiantee lindert Verdauungsbeschwerden, hilft bei Husten und kann auch als Gurgellösung bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum angewandt werden. Ein Thymianbad lindert Gelenkschmerzen, die oft mit einer aufkommenden Erkältung einhergehen. Wegen seiner antiseptischen Wirkung eignet sich Thymian außerdem für Gesichtsdampfbäder bei unreiner Haut.

Salbei

Passt gut zu:
geschmortem Gemüse, Pilzgerichte, Geflügel und Nudeln.
Heilwirkung:
Als Würzkraut erleichtert Salbei die Verdauung fetter Speisen. Außerdem wirkt er desinfizierend, weshalb er bei Halsentzündungen aller Art die erste Wahl ist.
Spezial-Tipp:
Im Tee kommen die antiseptischen Inhaltsstoffe des Salbei besonders zum Tragen: Er lindert Blähungen, bekämpft Erkältungen und ist ein bewährtes Gurgelmittel bei Halsschmerzen. Als traditionelles Frauenkraut wird er auch empfohlen, um bei stillenden Müttern den Milchfluss anzuregen und hormonell bedingte Schweißausbrüche zu regulieren.

Zitronenmelisse

Passt gut zu:
jungem Gemüse und frischem Obst.
Heilwirkung:
In der Medizin werden Wirkstoffe aus Melisse gegen Depressionen eingesetzt.
Spezial-Tipp:
Ein Becher beruhigender Melissentee mit etwas Honig ist ein bewährtes Rezept gegen stressbedingte Anspannung und Einschlafschwierigkeiten. Weil Melisse Gerb- und Bitterstoffe enthält, beugt sie auch Magenbeschwerden vor.

Petersilie

Passt gut zu:
Quark, Tomatensalat, milden Eiergerichten.
Heilwirkung:
Wie alle Zwiebelgewächse besitzt der Schnittlauch antiseptische Wirkung, darum wurde er schon vor Jahrtausenden als „Gegengift“ eingesetzt. Er enthält ätherische Öle, die den Blutdruck und die Verdauung günstig beeinflussen. Eine besonders ausgeprägte Wirkung hat die Petersilie auch auf die Fortpflanzungsorgane der Frauen. Sie fördert die Menstruation, lindert Menstruationsbeschwerden und kann auch bei der Geburt hilfreich zur Seite stehen.
Spezial-Tipp:
Petersilie ist eine echte Vitamin C-Bombe und sehr hilfreich, wenn das Immunsystem schwächelt oder man mit Frühjahrsmüdigkeit zu kämpfen hat.