Save the Banana – Gutes tun mit Bananenbrot

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Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Was nicht passt, wird nicht unbedingt passend gemacht. Bevor wir überhaupt zu denken anfangen, um Lösungen für Probleme, Makel und Flecken zu finden – wie etwa für vermeintlich unkonforme, braun gescheckte Bananen – wird das Problem meist schon vorher „entsorgt“. Weggeworfen. Denn das geht schneller und ist zudem wirtschaftlicher.

Meist schieben wir die moralische Schuld dieser Lebensmittelverschwendung auf die Großhändler und Supermarktketten. Doch auch private Haushalte tragen ihren Teil dazu bei. Einer Studie der Universität Stuttgart zufolge, zeigte 2012, dass 60 Prozent des Lebensmittelmülls in Deutschland von privaten Haushalten ausgeht. Jeweils 17 Prozent lassen sich Industrie und Großverbraucher zu Schulden kommen und nur fünf Prozent fallen auf den Handel zurück.

So landen fast 30 Prozent der weit gereisten Bananen in der Tonne.

„Dass Bananen nicht schon vor ihrem Verkauf im Müll landen, ist wichtig.“ finden die Düsseldorfer, Lars Peters und Tim Gudelj, und haben aus einem gesellschaftlichen sowie kulinarischen Protest heraus ihr Start-Up „BeBananas“ gegründet. Schon oft haben sie die Berge von aussortierten Bananen auf Großmärkten gesehen und dann gemeinsam beschlossen, etwas dagegen zu tun. Seitdem kaufen die Bananen-Retter den Händlern die vermeintlich schlechten, braunen Bananen, die geschmacklich jedoch perfekt und reif sogar noch gesünder sind*, zu einem reduzierten Preis ab und versuchen so einen Beitrag für eine nachhaltige Welt zu leisten.

Was sie dann mit den reifen Bananen anfangen, haben sie auf einer Reise in Australien gelernt: Bananenbrot backen. „In Australien gibt es das an jeder Ecke. Die Australier essen andauernd Bananenbrot, in den verrücktesten Sorten: Von weißer Schokolade bis Süßkartoffel-Cranberry. So kamen wir auf den Geschmack“, sagt Lars.

Und da für die Zubereitung von Bananenbrot möglichst überreife Bananen benötigt werden, geht die Idee auf und das Motto sowie die Unternehmens-Philosophie lautet: Ofen statt Tonne und Bananen für die Rettung von Lebensmitteln.

Mittlerweile produziert „BeBananas“ fast 7.000 Brote im Monat und retten damit 8.000 bis 10.000 Bananen vor der Mülltonne. Verkauft werden sie in einigen Bäckereien im Rhein-Sieg-Kreis und online, in vielen verschiedenen Sorten – von Apfel-Zimt bis Weiße Schoko/ Macadamia und auch in der zuckerfreien Variante.

Wenn eine Blume nicht blüht, so verändert man nichts an der Blume selbst. Man schafft andere Bedingungen, bessere, fruchtbarere Umgebungen damit sie wieder blüht.

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Veganes Bananenbrot Rezept:

  • 2 Tassen Mehl (Dinkel-Vollkorn, Mandelmehl oder ein anderes glutenfreies Mehl deiner Wahl – kann auch gerne gemischt werden)
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 2 TL Leinsamen
  • 1-2 TL Zimt
  • 3-4 überreife Bananen
  • 8-10 Datteln, zerkleinert
  • 2 EL Kokosöl, erhitzt

Heizen Sie den Backofen auf 150°C vor (Ober-und Unterhitze). Mischen Sie zunächst alle trockenen Zutaten, das Mehl, Backpulver, Leinsamen, Zimt und eine Prise Salz zusammen. Pürieren Sie in einer anderen Schüssel die Bananen und geben Sie die Datteln und Kokosöl hinzu. Nun können Sie das Mehlgeschmisch mit dem feuchten Bananen-Mousse zu einem glatten Teig vermengen und auf einer mit Kokosfett ausgestrichenen Backform verteilen. Das ganze etwa 45 – 55 Minuten backen. Fertig!

Am besten schmeckt das Bananenbrot warm oder getoastet/angebraten mit etwas Kokosöl.

Viel Spaß beim Bananen retten!

* Reife Bananen wirken basenbildend und aktivieren Immunzellen (Neutrophilien und Makrophasen, je brauner die Banane desto mehr Abwehrzellen enthält sie). Sie beinhalten  pflanzliche Stärke, eine wichtige Energiezufuhr, die viele Sportler zum schnellen Wiederaufbau nutzen, statt energetische Getränke einzunehmen. Sie versorgen uns mit wichtigen Mineralien wie Kalium und Magnesium, sind reich an Vitamin A, C und K und an Zink, Kalzium, Natrium und Eisen und machen uns damit stressfest, fit und glücklich.


www.bebananas.de

Titelbild via unsplash.com // Henry Doe