Das Herzchakra aktivieren

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Im Energiekörper gibt es sieben wichtige Knotenpunkte, die so genannten Chakras. Man kann sie sich bildlich als Energiewirbel vorstellen. Sobald Prana (so wird im Yoga und Ayurveda die Lebensenergie genannt) in einem dieser Zentren blockiert ist, hat das Auswirkungen auf das gesamte Körpersystem. Symptome wie Angst, Lethargie oder schlechte Verdauung sind die Folge. Eine gut ausgewählte und bewusst geführte Yogapraxis kann die Energie wieder in Fluss bringen und dieses wunderbare Wohlbefinden herstellen, für das Yoga so bekannt ist. Mit etwas mehr Übung lernen Sie vielleicht sogar, wie Sie die Energie der Chakras anzapfen und in die Richtung strömen lassen können, in der sie gebraucht wird.

Üben mit den Chakras

Um die Balance in den Chakras wiederherzustellen, empfiehlt es sich, erst einmal in sich zu gehen und nachzuspüren, ob eines der Chakras gerade nicht im Gleichgewicht ist. Fühlt man sich zum Beispiel schlapp und antriebslos, dann könnte das Nabelchakra im Ungleichgewicht sein. Asanas mit Ausrichtung auf dieses Chakra können dann helfen, das innere Feuer wieder anzufachen.

 


Anahata – Herzchakra 

Thema: Hier befindet sich unser Zentrum für Mitgefühl, Vergebung und Akzeptanz. Wenn das Herzchakra blockiert ist, drückt sich das in Habgier, Abhängigkeiten und dysfunktionalen Beziehungen aus. Es kann außerdem sein, dass man sich aus Angst, zurückgewiesen zu werden, von anderen isoliert. Wenn die Energie des Anahata-Chakras angekurbelt wird, heilen alte Wunden und das Herz öffnet sich. So kann sich bedingungslose Liebe entfalten und Sie sind besser in der Lage, gesunde Beziehungen zu führen.

Position: auf Höhe des Herzens an der Wirbelsäule

Element: Luft, Farbe: Grün, Silbe: Yam


Ushtrasana [Kamel]

Kamel_Chakra_Yogajournal

Sie beginnen im Fersensitz. Legen Sie Ihre Hände vor dem Herzen aneinander, stellen Sie die Zehen auf und heben Sie das Becken, so dass die Hüften senkrecht über den Knien stehen. Dabei achten Sie darauf, dass Knie und Zehen hüftbreit aufgestellt sind. Platzieren Sie Ihre Handflächen auf dem Kreuzbein und ziehen Sie das Steißbein sanft nach unten, während die Beckenkämme sich etwas heben. Halten Sie das Kinn zunächst dicht bei der Brust, wenn Sie sich nun vorsichtig zurücklehnen und die Schulterblätter zueinander ziehen. Diese schonende Variante kann für Sie genau richtig sein. Nur wenn Sie die Haltung noch intensivieren möchten, greifen Sie mit den Händen nach Ihren Fersen. Wenn es sich gut anfühlt, können Sie nun langsam den Kopf in den Nacken legen. Nach ein paar Atemzügen stützen Sie die Hände wieder aufs Kreuzbein und setzten Sie sich behutsam zurück auf die Fersen. Legen Sie die Hände vor der Brust zusammen und beugen Sie Ihren Kopf zu den Fingerspitzen. Das Kamel weitet die Herzgegend. Bevor Sie sich nach hinten lehnen, überlegen Sie, ob Sie die Haltung jemandem widmen möchten.

Wirkung: Verstärkt Freude, Liebe und Empathie.


Den vollständigen Artikel zur „Kraft der Chakras“ lesen Sie in Heft 05/2015