6 Übungen für gute Augen

Jetzt darfst du ruhig die Augen verdrehen. Denn wenn du mit den Augen rollst, tust du damit automatisch etwas für deinen emotionalen Ausgleich. Wir sehen nicht nur mit ihnen, sondern beeinflussen auch unser ganzes Nervensystem. Leg los mit diesen einfachen Übungen für die Augen. 

Die Augen als Spiegel der Seele

Unsere Augen geben Auskunft über unsere Stimmungslage. Umgekehrt können wir über sie aber auch unser Empfinden beeinflussen. Die Augen haben ein natürliches Bedürfnis nach Bewegung und leben durch die Abwechslung verschiedener Eindrücke auf. Beim Arbeiten am Computer wird die Belastung jedoch einseitig, zudem produziert das Auge weniger Tränenflüssigkeit. Als Abwehrreaktion spannt sich die Muskulatur an. Schultern und Nacken verhärten sich, und es kann zu Kopfschmerzen kommen

Übrigens: Dr. Ronald Steiner erklärt hier, wie du mit Yogatherapie Verspannungen im Nacken lösen kannst.

Augenübungen aus dem Yoga können auf der körperlichen Ebene nicht nur helfen, die Sehkraft zu erhalten und zu verbessern – sie helfen auch, weitere Verspannungen zu lösen. Durch die Augenbewegungen wird das parasympathische Nervensystem aktiviert, das Erholungsprogramm des Körpers wird eingeschaltet. Der Kreislauf fährt herunter, die Muskeln entspannen, der Puls wird langsamer. Bewegt man die Augen hin und her, erlebt man eine deutliche Entlastung von Ängsten und depressiven Gedanken. Das abwechselnde Aktivieren von linker und rechter Gehirnhälfte beschleunigt die natürliche Verarbeitung von Stress.

Mit anderen Augen sehen

Wir benötigen etwa 25 Prozent unserer Gesamtenergie allein für das Sehen. Mit müden Augen sind wir also auf der ganzen Linie weniger leistungsfähig. Entspannung der Augen bedeutet also, gut mit unseren Kräften umzugehen. Wenn wir uns im stressigen Alltag zwischendurch kurz Zeit nehmen, die Augen für einen Moment zu schließen, verändert sich automatisch der Blickwinkel der Augen. Dadurch wird der Entspannungsreflex auch für den ganzen Körper ausgelöst. Anschließend können wir die Welt dann wieder aktiv “mit anderen Augen” sehen.

Die Welt aus einer anderen Perspektive sehen – dazu braucht es also nicht unbedingt den Kopfstand. Wir fangen mit diesen einfachen Übungen an und führen anschließend eine Übung aus dem Hatha Yoga Pradipika durch.

How to: Einfache Übungen für die Augen

Finde einen entspannten Sitz mit aufrechter Wirbelsäule und schließe die Augen. Decke sie mit deinen Handflächen ab. Spüre die Wärme, atme vielleicht sogar bewusst in die Augen, so dass sich ermüdete Augen und die Nerven beruhigen können. Schließe jede der folgenden Übungen mit dieser gezielten Atmung in die geschlossenen Augen ab.

Übung 1: Bewegung nach rechts und links

Augen öffnen. Nach rechts schauen. Dann nach links schauen, etwa vier bis acht Mal auf jeder Seite.

Übung 2: Bewegung nach oben und unten

Augen öffnen. Etwa vier bis acht Mal nach oben und unten schauen.

Übung 3: Aktivierung der Augenwinkel

Schau nach rechts oben, dann nach links unten, anschließend auf umgekehrte Weise. Wiederhole auch diese Übung vier bis acht Mal.

Übung 4: Augenkreisen

Nach oben schauen. Mit den Augen einen weiten Kreis nach rechts und nach unten drehen. Anschließend nach links und nach oben wiederholen, vier bis fünf Mal in jede Richtung.

Übung 5: Augenkreisen in Richtung einer liegenden 8

Rechts oben, rechts unten, Mitte, links oben, links unten, Mitte. Dann in die umgekehrte Richtung, alles vier bis fünf Mal. Anschließend reibst du deine Hände, bedeckst deine Augen damit und entspannst für einige Atemzüge.

Übung 6: Trataka – Die Lichtmeditation

Hierzu braucht es etwas mehr Zeit und einen ruhigen Ort. Stelle im Abstand von 1-2 Metern eine Kerze vor dir auf. Sitze entspannt und atme ruhig. Dann schaust du für eine Minute mit geöffneten Augen in die Flamme. Versuche während dieser Zeit nicht zu blinzeln. Dann schließt du die Augen und siehst das innere Bild des Lichts vor deinem inneren Auge. Diese Übung hilft auch, dich zu sammeln und die Konzentration zu stärken.

Besonders in der dunklen Jahreszeit solltest du auf die Gesundheit deines Sehorgans achten. Führe die einfachen Übungen für Augen regelmäßig durch.

Das Neueste

Entlastung der Halswirbelsäule: 4 stabilisierende Übungen

Jalandhara Bandha, das aktive Verschließen der Kehle, kennst du vermutlich nur aus der Atempraxis. Eigentlich schade, findet unser Therapie-Experte...

Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel?

Brauche ich sie und wenn ja, welche? Worauf sollte man bei Kauf und Dosierung achten? Die wichtigsten Fragen und...

8 Techniken, die Ängste und Stress lösen und keine Atem-Übungen sind

Fragt man Therapeuten und Experten für mentale Gesundheit nach direkten Anwendungen gegen Ängste und Stress, gehen die ersten Tipps...

Pincha Mayurasana Variation: Die verbogene Feder

"Bend, don’t break" lautet das Motto bei dieser ziemlich fortgeschrittenen Variante der Pfauenfeder Pincha Mayurasana – aber träumen darf...

Blindfold-Yoga: vertrauen, spüren, konzentrieren

Beim Üben die Augen schließen, nach innen lauschen und dabei immer mehr in die Tiefe gehen – das kennst...

Tipps für Meditationsanfänger: Entspannter im Alltag

Regelmäßige Meditation sorgt dafür, dass du im Alltag ausgeglichener und glücklicher bist. Jedoch stellt sich die Frage: Wie fängst...
- Werbung -

Pflichtlektüre

Entlastung der Halswirbelsäule: 4 stabilisierende Übungen

Jalandhara Bandha, das aktive Verschließen der Kehle, kennst du...

“Namasté”: Was bedeutet das eigentlich?

Die Geste Namasté steht für die Überzeugung, dass sich in jedem Menschen ein göttlicher Funke befindet - und zwar im Herz-Chakra. Wenn wir sie ausüben, würdigt unsere eigene Seele damit die Seele unseres Gegenübers.
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallenEmpfohlen
Unsere Tipps