Ayur-Wintertipps

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Draußen ist es bitterkalt, drinnen ist es warm und die Luft trocken: Im Winter sind wir meist anfälliger für Erkältungen, Infekte und Grippe. Unsere ayurvedischen Wintertipps unterstützen das Immunsystem und tragen zum guten Wohlbefinden bei. Gesund und fit können wir auch die schönen Seiten des Winters besser genießen!

Öl-Massage

Gegen trockene Haut helfen regelmäßige „Schmierungen“ mit nährenden, aufbauenden und wärmenden Ölen. Nehmen Sie sich zwei bis drei Mal pro Woche eine Stunde Zeit für eine Selbstmassage mit typgerechten regulierenden Ayurvedaölen. Wichtig: Vor allem Kopf und Gesicht nicht vergessen. Am besten eignet sich der frühe Abend, denn so können Sie sich danach genügend Ruhe gönnen.

Massage-Anleitung: Setzen Sie sich in einen gut geheizten Raum, wärmen Sie das Öl im Wasserbad auf ca. 40 Grad und schmieren Sie sich von Kopf bis Fuß damit ein. Dann massieren Sie genüsslich mit streichenden, reibenden, knetenden Bewegungen den ganzen Körper. Die Massage sollte mindestens 30 Minuten dauern, damit der aufbauende Effekt der Öle tief wirken kann. Danach muss das Öl gut abgewaschen werden, am besten mit einem speziellen Antiöl-Shampoo oder einer entfettenden Seife.

Tipp für Eilige: Bei einer Ölmassage auf die Schnelle wird das angewärmte Öl vor dem Duschen aufgetragen, kurz einmassiert und nach etwa 10 Minuten wieder abgeduscht – nach der Devise: Besser ein bisschen ölen als gar nicht.

Öl ziehen

Eine wirklich tolle Immunisierungsmaßnahme in der kalten Jahreszeit ist Gandusha, die ayurvedische Ölmundspülung. Damit beugen Sie Erkältungen im gesamten HNO-Bereich vor, sorgen für eine klare Stimme und straffen zudem noch die Fältchen im Mundbereich.

Anleitung: Nehmen Sie 1 bis 2 Esslöffel Gandushaöl (am besten leicht angewärmt) in den Mund und ziehen Sie das Öl kräftig zwischen den Zähnen hin und her. Meist dauert es 5 bis
10 Minuten, bis sich die Flüssigkeit im Mund nicht mehr ölig anfühlt. Dann können Sie das Öl ausspucken und den Mund mit lauwarmem Wasser oder einem leichten Salbei-Pfefferminztee nachspülen.

Kraftmus schlecken

Dem wertvollen Amla-Kräutermus, Chyavanprash, werden fast magische vitalisierende und verjüngende Effekte nachgesagt. Ein alter Yogi konnte sich damit angeblich so stark regenerieren, dass er sogar eine junge, schöne Königstochter heiraten und glücklich machen konnte. Das Mus wird nach einer Jahrtausende alten Ayurvedarezeptur hergestellt.

Ayurveda-Kräutergarten

Mutter Erde schenkt uns für die Winterzeit zur Kräftigung und Stärkung der Immunkräfte folgende Ayurveda-Kräuter, die Sie als Tee, Elixier oder Extraktpulver einnehmen können. (Am besten lassen Sie sich von einem Ayurveda- Experten dazu beraten.)

  • Ashwaghanda (indische Schlafbeere, „Die Kraft von 100 Pferden“): Aufbau, Stärkung, Kraft
  • Pippali (langer Pfeffer): Tonikum für Hals und Stimmbänder
  • Trikatu („Die drei scharfen Kräuter“, Ingwerwurzel, schwarzer Pfeffer, Pippali): regt Agni (Verdauungsfeuer) an

Schutz und Wärme

Auch wenn sich diese Empfehlungen sehr simpel anhören, sie entsprechen ganz der ayurvedischen Lehre:

  • Tragen Sie warme Kleidung aus natürlichen Materialien. Mützen, Schals, warme Schuhe, Handschuhe, dicke Jacken, erdende Farben.
  • Nehmen Sie warme Vollbäder mit Ölkräuterzusätzen, gehen Sie in die Dampfsauna oder setzen sich in eine Infrarotkabine.
  • Umhüllen Sie sich mit wärmendem Kerzenlicht und riechen Sie erdende Düfte.
  • Der Winter ist wie geschaffen, um sinnliche  Sexualität zu genießen.
  • Tragen Sie Goldschmuck und Kleider in warmen, erdenden Farben, beziehen Sie auch Bettwäsche, Handtücher usw. mit ein.
  • Vergessen Sie nicht, sich auch im Winter regelmäßig zu bewegen und verlagern Sie Ihre Yoga­übungen oder anderes Körpertraining in warme, angenehme Räume.

Ruhe durch Asanas und Pranayama

Gönnen Sie sich Ruhe und Beschaulichkeit. Die Winterzeit bietet sich dazu an, mehr in sich hineinzuhören (Pratyahara, Rückzug der Sinne). Tägliche Asanas und Pranayama helfen Ihnen dabei. Freuen Sie sich auf kuschelige Wintertage – aber gehen Sie auch an die frische Luft, das belebt die Sinne.

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