Die Vielfalt macht Yoga so besonders

Jelena Lieberberg lebt in Berlin und ist Yogalehrerin, Autorin, Heilpraktikerin, Sängerin und Vollzeit-Mom. Im Exklusiv – Interview mit Zalando verrät sie alles über ihre Leidenschaft zum Yoga.

– Advertorial –

 

Was hat Dich dazu bewogen, mit Yoga anzufangen?

Lieberberg: Mit Yoga habe ich Anfang 20 nach der Geburt meines ersten Kindes begonnen. Ich dachte natürlich zunächst dass Yoga üben gleichzusetzen ist mit einem super entspannten Lifestyle in Leinenhosen, wo man wenig schwitzt und eigentlich nur faul herum liegt und Sektenartig in fremden Sprachen singen muss.

Wie war deine erste Begegnung mit Yoga?

Lieberberg: Zum Glück hab‘ ich dann meine Klischee-Vorstellung runter geschluckt und bin einfachzum nächsten Studio gegangen wo Yoga mehr nebenbei angeboten wurde. Das war ein kleiner Raum, als Nebenzimmer einer Massagepraxis und dort saßen wir, Matte an Matte und haben die ersten Sonnengrüße geturnt und irgendwie hat mich das so gefesselt, dass ich dran geblieben bin. Mittlerweile gibt es so viele, große Yogaschulen, dass man sich täglich aussuchen kann, zu welcher Uhrzeit man in welches Studio gehen möchte.

Was hast du gemacht, bevor Yoga zu deinem Beruf wurde?

Lieberberg: Hauptberuflich war ich Moderatorin und Sängerin. Ich habe als VJane bei Viva gearbeitet, das ist jetzt auch schon fast 13 Jahre her und hab‘ danach etwas gesucht, was mich auf mehr als nur der geistigen Ebene fordert.

Welchen Rat würdest Du einem Yoga-Anfänger geben?

Lieberberg: Ein wichtiger Punkt, gerade am Anfang, ist das Ganze mit Leichtigkeit zu nehmen und nicht zu streng zu sich zu sein. Lieber kleine Einheiten in Regelmäßigkeit einplanen, als sich zu viel vorzunehmen und dann enttäuscht aufzugeben. Der Atem fällt den Meisten zu Beginn auch schwerer, aber keine Sorge, so haben alle angefangen.

Was ist dein Lieblingsmantra?

Lieberberg: Das Gayatri Mantra. Das ist eines der ältesten Mantren und soll auch das Stärkste sein. Ich mag den Klang und dieses Gefühl der Sicherheit das durch die Wiederholung entsteht.

Wie hast Du Yoga gelernt, in einem Studio oder autodidaktisch?

Lieberberg: Ich habe mit 10 Jahren angefangen Yoga autodidaktisch mit einem Buch meiner Mutter, welches auf Kroatisch war, zu lernen. Danach kam eine 10 jährige Pause und ab da bin ich dann regelmäßig in Studios gegangen bevor ich das was ich dort gelernt hatte auch wieder allein zuhause üben konnte.

Welche Art von Yoga ist dir die liebste?

Lieberberg: Meine liebsten Yogastile momentan sind Vinyasa Flow und Ashtanga. Ich mag die Präzision und Genauigkeit des Ashtanga und fließe aber auch manchmal für mich gern so, wie mein Körper es verlangt.

Was ist deiner Meinung nach die beste Tageszeit, um Yoga zu praktizieren?

Lieberberg: Klassisch gesehen ist der Morgen, vor oder zum Sonnenaufgang die beste Zeit, um aufzustehen und sich zu bewegen. Wir sind aber alle so verschieden und leben auch meist nicht in einem Land, in dem man morgens üben müsste, weil es über den Tag sonst zu heiß werden würde. Deswegen glaube ich dass jeder für sich herausfinden muss, was ihm wann gut bekommt. Auch die Jahreszeiten spielen da eine Rolle. Der Körper ist im Winter weniger geschmeidig als im Sommer, daran kann man seine Praxis auch orientieren.

Ist Yoga für jedermann geeignet?

Lieberberg: Auf jeden Fall. Die Vielfalt ist eben auch das was Yoga so besonders macht. Es gibt so viele schöne, unterschiedliche Yogastile, ruhigere und eben wildere, so dass es wirklich für jeden, egal in welchem Alter, das passende Yoga gibt.

Wie können Menschen in einem hektischen Alltag die Motivation finden, Yoga zu betreiben?

Lieberberg: Die beste Motivation geben Freunde, Familie oder Idole. Da gibt es jede Menge Inspirationen im Netz und diversen Social Media Apps. Was mir immer wieder hilft, auf Reisen oder wenn ich wenig Zeit habe, mir meine Yogainseln wirklich in den Terminkalender einzutragen oder über online Yogaplattformen mit meinen Lieblingslehrern aus aller Welt zu üben.

Wie entwickelt sich Yoga in Deutschland?

Lieberberg: Was die Entwicklung und die Standards angehen, hängen wir vielleicht den USA um ein paar Jahre hinter her- was die Lockerheit und die Integration von Yoga in den Alltag betrifft angeht. Aber auch hier wächst die Szene, es gibt immer mehr Festivals und Möglichkeiten die Lehrer zu treffen auch wenn man nicht in der gleichen Stadt wohnt. Ich gebe regelmäßig Workshops in Deutschland und Europaweit in verschiedenen Städten und auch auf Conferences, so dass der Austausch auch zwischen den Lehrern unter sich wunderbar klappt.

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