Montags-Mantra: Head vs. Heart

940

Entscheidungen: Manche blicken ihnen mit Wagemut und Zuversicht entgegen und fassen schnell einen Entschluss. Andere quälen sich durch schlaflose Nächte, schreiben für jede Option eine Pro-Contra-Liste und leiden an chronischem Aufschiebeverhalten. Jeder trifft Entscheidungen unterschiedlich und bezieht Intuition und Logik in verschiedenem Maße mit ein. Die Qual der Wahl beginnt somit häufig mit einem innerlichen Kampf zwischen Herz und Kopf.

Warum eine Entscheidung aus dem Bauch heraus getroffen wurde, ist meist schwer in Worte zu fassen. Es fühlt sich einfach richtig an. Ab und an mischt sich an diesem Punkt der Verstand ein, zieht die Notbremse und prüft den Entschluss auf Vernunft. Lassen wir uns zu sehr von Emotionen leiten, kann es passieren, dass wir komplett gegen die Wand laufen. Doch auch reine Kopfentscheidungen sind durch Angst, Zweifel und äußere Einflüsse manipulierbar und verleiten dazu, uns an Sicherheit und Kontrolle festzuklammern. Aber müssen wir überhaupt entscheiden, ob wir eher Kopf- oder Gefühlsmensch sind?

Die Natur hat uns ein wertvolles System für solche Zweifel geschenkt: Wir alle sind mit Herz und Kopf gesegnet – wieso nicht beide in ein Team stecken? Auf sein Herz zu hören, heißt nicht, dass wir es von unserem Verstand abkoppeln. Lassen wir rationales Denken und Intuition zusammenfließen, entsteht eine unschlagbare Kombination.

Die gute Nachricht: Entscheidungsfreude können wir wie Muskeln trainieren. Bereiten wir der Unentschlossenheit ein Ende und schalten erst den Kopf ein, erkunden die Logik und setzen uns über Hürden wie äußere Einflüsse und Ängste hinweg. Danach geben wir die Info ans Herz weiter und überlassen ihm die Entscheidung. Das schafft Balance zwischen Gefühl und Ratio.

Problematisch ist häufig, dass wir in einem stressigen Alltag keinen Zugang zu unserer Gefühlswelt finden. Wie viel Zeit verbringen wir bewusst mit uns selbst? Nur wer sich hin und wieder eine Auszeit gönnt, kann sich verstärkt auf sein Herz zu konzentrieren. Wo bin ich, wo will ich hin? Was macht mich aus und was treibt mich an? Für all diese Fragen brauchen wir einen Moment der Stille, um in uns hineinzuhorchen. Und wenn es doch mal schief geht: Lieber lernen wir aus Fehlentscheidungen, als keine zu treffen und ewig an einer Stelle zu verweilen ohne uns weiterzuentwickeln.

Wieso widmen wir die nächste Yogastunde nicht uns selbst und fühlen die herzöffnenden Asanas ganz bewusst? Dann steht der nächsten Entscheidung nichts mehr im Wege.

Think with your heart,
feel with your mind!


Foto: Joshua Earle via Unsplash

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here