Inspiration zum Ende der Rauhnächte

Habt ihr fleißig euer Traumtagebuch geführt? Haben euch das Dankbarkeits- oder Wunschritual zwölf Tage vom 26.12. bis zum 6.1. begleitet? Ihr habt reflektiert, euch mit euren Sehnsüchten und Wünschen verbunden und die Magie von vergangenen Zeiten in euren Alltag gebracht. Zum Abschluss ein Gedicht der Traumforscherin Ortrud Grön.

In ihren Büchern erklärt Grön die Grundelemente des Lebens, zum Beispiel steht Wasser bildhaft für Gefühle, Luft für das Geistige. In der Natur reinigt sich Wasser im Kreislauf zwischen Luft und Erde. Ebenso klären sich unsere Gefühle dadurch, dass wir sie mit dem Denken und dem Tun verbinden. Der Himmelsraum ist ein Bild für Freiheit. Für die Traumforscherin Ortrud Grön war eins sicher: “Im Leben geht es darum: Was wünsche ich, und wie will ich es verwirklichen?” Dazu hat sie ein wunderbares Gedicht verfasst, mit dem wir euch zum letzten Tag der Rauhnächte inspirieren wollen:

Ich bin die Wünsche, die ich verwirkliche.
Es ist kein Wunsch im Herzen des Menschen, der nicht den Weg weist in das Glück.
Glück ist die Liebe zum Leben,
ist das befreite Leben.
Ich suche einen Wunsch, der mir Leben gibt.
Leben in einer Weise, wie Kinder: Ohne Angst vor den Wünschen, die in ihrem Herzen sind.
Das Herz weiß im Geheimen immer, was ich brauche, um Mich frei fühlen zu können:
Hätte ich doch einen Tag, an dem ich alles tun kann, was ich möchte.
Hätte ich doch den Mut, nicht tun zu müssen, was man von mir erwartet,
sondern zu tun, was sich mein Herz wünscht.
Hätte ich doch die Liebe zu mir, mir einen Wunsch zu erfüllen, der mein Herz befriedigt.
Ich bin der Wunsch, den ich verwirkliche.
Wünsche sind Leben – sie sind der Samen, ich bin der Gärtner.
Ich bin der Gärtner meiner Wünsche.
Meine Wünsche sind die Blumen, die mit ihren Farben und mit ihrem Duft werben, von einem anderen wahrgenommen zu werden.

Ortrud Grön

Das Gedicht ist aus dem folgenden Buch – mit freundlicher Genehmigung des EHP-Verlags.

Ortrud Grön LEBEN IST EINE KUH, DIE DAUERND IHR EUTER FÜLLT Weisheiten aus Träumen, EHP-Verlag Andreas Kohlhage, 2008.


Titelbild: Christopher Campbell via Unsplash

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