Ischias: Schmerz lass nach!

Jeder, der schon mal mit dem Ischias-Syndrom zu kämpfen hatte, weiß: Gereizte Ischias-Nerven sind nicht gerade zimperlich, wenn es darum geht, Ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Diese Nervenbahnen, die sich vom unteren Rückgrat bis zur Rückseite ihrer Beine erstrecken, lösen manchmal einen plötzlichen, stechenden Schmerz aus, manchmal auch ein leichteres Kribbeln vom unteren Rücken abwärts zu den Waden, das sich durch ein banales Hatschi verstärken kann.

Ischias-Schmerzen können verschiedene Gründe haben, und durch Yoga lässt sich herausfinden, welche dabei individuell eine Rolle spielen, so Dina Amsterdam, Gründerin von InnerYoga in San Francisco: „Yoga ist dabei sehr hilfreich, denn der Übende lernt dadurch, auf seinen eigenen Körper zu hören.“
Die Ischias-Nerven sind die längsten Nerven in Ihrem Körper, also kann es durchaus schwer fallen, die Quelle des Schmerzes genau zu lokalisieren. Die Muskeln rund um das Iliosakralgelenk – der Punkt, an dem das Kreuzbein und das Becken miteinander verbunden sind – kann eine tragende Rolle beim Ischias-Syndrom spielen, so Amsterdam. Der Schlüssel liegt darin, durch das Ausprobieren verschiedener Haltungen herauszufinden, welche die meiste Entlastung mit sich bringt.
Denjenigen, die an Ischiasschmerzen leiden oder zukünftige Probleme vermeiden wollen, empfiehlt Amsterdam die hier abgebildete Übungssequenz, die die hinteren Oberschenkelmuskeln und äußeren Hüftrotatoren dehnt und somit Raum im Iliosakralgelenk schafft. Besonderes Augenmerk sollte man dabei auf den Atem richten, man sollte bewusst üben und sich selbst gegenüber Güte walten lassen: „Viele Probleme des unteren Rückens lassen sich auf Stress zurückführen“, sagt die Expertin. „Wenn sich der Stress löst, entspannt sich auch der untere Rücken.“

Zeit für Veränderungen

Beginnen Sie diese Praxis auf dem Rücken, die Waden auf dem Sitz eines Stuhles, die Hände auf Ihrem Bauch. Bleiben Sie für einige Minuten in dieser Haltung und nehmen Sie ein paar tiefe, ruhige Atemzüge. Beobachten Sie, wie sich Ihr unterer Rücken und Ihrer Hüften anfühlen. Spüren Sie dabei heftige Ischias-Schmerzen, dann tasten Sie sich vorsichtig an die Haltungen heran und gönnen Sie sich Pausen, um wahrzunehmen, wie es Ihnen geht. Üben Sie die abgebildeten Haltungen für fünf bis zehn Atemzüge auf jeder Seite. Zum Schluss entspannen Sie wieder mit Ihren Waden auf dem Stuhl. Beobachten Sie, was sich durch die Praxis verändert hat.

I. Apanasana
(Knie-zur-Brust-Haltung)

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II. Sucirandhrasana
(Nadelöhr-Haltung)

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III. Supta Padangusthasana
(liegende Hand-zum-Zah-Haltung)

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IV. Eka Pada Rajakapotasana
(einbeinige Taubenhaltung)

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