Kochen mit: Dominik Behringer

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Mungbohnensuppe

Zutaten für 4 Personen:

200g geschälte, halbierte Mungbohnen (Mungdal)
1 kleine Karotte, geschält und fein gewürfelt
1 EL Ghee oder Pflanzenöl
1-2 EL geriebener frischer Ingwer
1 TL Kumin
1 TL Kurkuma
1 TL Korianderpulver
1/8 TL Asafötida (Teufelsdreck)
3-4 cm Zimtstange
1,5 l Wasser
1 TL Salz
frische Kräuter nach Wahl

Zubereitung:

Den Dal waschen, über Nacht einweichen und am nächsten Tag abgießen.

In einem mittleren Topf den Dal zusammen mit dem Wasser, der Zimtstange und den Karottenwürfeln aufsetzen und zum Kochen bringen. Auf kleinere Flamme stellen, weiterköcheln und von Zeit zu Zeit den Schaum von der Oberfläche abschöpfen.

Wenn der Dal nach ca. 25-30 Minuten anfängt zu zerfallen, nimmt man ein kleines Pfännchen und erhitzt das Ghee, gibt nacheinander die gemahlenen Gewürze hinein und brät sie kurz an. Zum Schluss den geriebenen Ingwer dazugeben und alles zusammen in die Suppe geben. 1-2 Minuten weiterkochen, salzen und mit frischen Kräutern garnieren.

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[item title=“Mehr über Dominik Behringer“]

Bildschirmfoto 2013-12-26 um 15.06.48Dominik Behringer (geb. 1976) begann nach seiner Ausbildung zum Restaurantfachmann professionell zu kochen und kam dabei zu der Erkenntnis, dass die Schulküche Europas alles andere als gesund ist. Durch Aufenthalte in vedischen Klöstern in Europa bekam er tiefere Einblicke in die ayurvedische Küche, was ihn dazu veranlasste, für ein Jahr nach Indien zu gehen. Aus erster Hand lernte er dort den Ansatz von Nahrungsaufnahme als Therapiemöglichkeit kennen: Essen als Medizin. Seit Januar 2010 arbeitet er als Koch und Ernährungsberater in der Triguna-Küche in Badenweiler.

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Ayurvedische Frühjahrsentschlackung

Viele nutzen den Frühling, um sich vom „Winterspeck“ zu befreien und unliebsame Schlacken loszuwerden. Auch im klassischen Ayurveda gilt die Empfehlung, zu den Jahreszeitenwechseln Sommer/Herbst (Vata-Zeit) bzw. Winter/Frühling (Kapha-Zeit) zu fasten, da der Organismus

in diesen Zeiten den Stoffwechsel umstellt. Im Ayurveda ist die Kenntnis der eigenen Prakruti (Körperkonstitution nach Doshas) das kleine Einmaleins, um das Fasten für den eigenen Körper am effektivsten und auch am zuträglichsten zu gestalten. Die Empfehlung geht sogar dahin, je nach Konstitution mehr als nur zwei Mal im Jahr zu fasten: In Intervallen von ein bis zwei Monaten kann man je nach Körpertyp ein bis fünf Tage fasten, um den Stoffwechsel zu optimieren und somit neuer „Verschlackung“ vorzubeugen. Für welche Form des Fastens man sich letztendlich entscheidet, sollte man von verschiedenen Kriterien abhängig machen: Prakruti (individuelle Körperkonstitution nach Doshas), Varna (Lebensstand), tägliche Belastung (wer auf der Baustelle schuftet, tut sich mit fünf Fastentagen keinen Gefallen), Jahreszeit und Vikruti (momentane gesundheitliche Verfassung). Ausschlaggebend für einen bleibenden Erfolg des Entschlackens ist die Art und Weise, wie man das Fasten bricht! Eine klassische Aufbaumethode des Verdauungstraktes, die in den klassischen Schriften empfohlen und sich in unserer Praxis bewährt hat, ist ein Aufbau über zwei Tage. Dabei sollen die Magenschleimhäute langsam wieder ohne Überforderung aktiviert und zugleich die Gewebeschichten wieder nährend versorgt werden.

Hier ein Beispiel für Aufbautage

1.Tag: morgens nur Heißwasser oder Tee, mittags eine dünne Reissuppe und abends eine dicke Reissuppe

2. Tag: morgens lauwarmes Honigwasser, mittags eine Mungbohnensuppe (siehe Rezept) und abends eine leichte klare Gemüse- oder Getreidesuppe

Gemeinsam mit Alexander Pollozek hat Dominik Behringer das Buch „Die zeitlose Ayurveda-Küche. Heilkraft unserer Nahrung“ verfasst. (Narayana 39 Euro).