10 Quick Tips: Den Kopf entrümpeln

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Bei dem Begriff Minimalismus denkt man erst einmal an das Reduzieren greifbarer Besitztümer. Aber man kann noch weitergehen und dieselbe Philosophie auf den Geist ausdehnen. Wenn Ihr Kopf durch zu viele Gedanken und äußere Einflüsse überfordert ist, ist es Zeit zu vereinfachen und zu organisieren. Lisa Tselebidis ist zertifizierte KonMari Beraterin, Organisationsexpertin und Minimalistin. Für YOGA JOURNAL hat sie 10 Möglichkeiten zusammengefasst, wie wir den Kopf entrümpeln und so Platz für die wichtigen Dinge im Leben schaffen können. 

1. Entrümpeln

Ja, ich weiß, ich spreche in diesem Beitrag darüber wie man seinen Verstand aufräumen kann. Aber eine Voraussetzung für einen klaren Kopf ist ein Zuhause ohne Ballast. Weniger Dinge zu besitzen bedeutet, dass Sie sich um weniger Sachen kümmern müssen und allgemein weniger Gedanken an sie verschwenden. Nur die Dinge zu haben, die Sie brauchen und die Ihnen Freude bereiten, geben dem Gehirn Freiraum. Eine Wohnung ohne überflüssige Besitztümer ist Voraussetzung für einen „geordneten“ Verstand. Ich empfehle die KonMari Methode™ um Ihr Zuhause ein für allemal zu entrümpeln und zu organisieren. Ihre kostenlose KonMari-Checkliste (englische Version) können Sie hier anfordern und direkt loslegen.  

2. Den Stecker ziehen

Tragen Sie ständig Kopfhörer, hören Musik oder schauen ständig auf Ihr Handy? Das bedeutet, dass Ihr Geist andauernd unter dem Einfluss von Außengeräuschen steht. Gönnen Sie Ihrem Verstand ab und zu eine Pause, indem Sie externe Einflüsse abschalten. Wie wäre es mit einem Tag pro Woche, an dem Sie die regelmäßig konsumierten digitalen Medien abschalten und einfach mal beobachten wie Sie sich dabei fühlen? Ich glaube Ihr Kopf wird es Ihnen danken.

3. Meditieren 

Meditation kann Ihnen helfen, sich zu fokussieren und neue Energie zu tanken. Falls Ihnen Meditieren nicht einfach fällt, lassen Sie sich nicht entmutigen und bleiben Sie dran. Nur wenn Sie eine regelmäßige Praxis haben, können Sie die Vorteile daraus ziehen. Haben Sie zum Beispiel Schwierigkeiten, weil Ihre Gedanken ziellos wandern? Dies ist tatsächlich Teil des Meditationsprozesses. Manchmal wandern die Gedanken mehr und manchmal weniger. Entwickeln Sie eine Meditationsroutine und Sie werden sehen, dass es den Geist beruhigt und den Kopf klarer macht.

4. Mehr Gespräche führen 

Sich mit jemandem darüber zu unterhalten was Ihnen auf dem Herzen liegt, kann schwierig sein. Doch manchmal kann es eine Erleichterung sein, Ihre Gedanken mit einem Partner, Freund, Therapeuten oder vielleicht sogar einem Fremden zu teilen. Probieren Sie es und Sie werden feststellen, dass die im Kopf schwirrenden Gedanken weniger werden. Oftmals muss derjenige, mit dem man seine Geschichte teilt, nur ein guter Zuhörer sein. Zu anderen Zeiten kann die Objektivität der anderen Person helfen, Ihnen eine neue Perspektive zu geben und so Ihren Geist aus dem Hamsterrad befreien.

5. Tagebuch schreiben

Eine Tagebuchpraxis kann verschiedenste Formen annehmen. Manche Leute profitieren von täglichem Tagebuch schreiben, bei dem sie ihre Gedanken morgens und/oder abends zu Papier bringen. Andere nutzen das Tagebuch nur unter bestimmten Umständen, wie z.B. in stressigen Zeiten am Arbeitsplatz oder emotional anspruchsvollen Lebensphasen. Welche Art von Tagebuch schreiben Sie praktizieren möchten liegt ganz bei Ihnen. Alle Formen können helfen, Ihren Kopf zu entrümpeln. 

6. Notizen machen 

Ein Notizbuch bei sich zu haben, kann eine gute Idee sein, wenn Ihr Kopf ständig voller Gedanken ist. Manchmal denken Sie über Dinge nach, die Sie am nächsten Tag erledigen müssen oder Sie haben Ideen, die Sie näher erforschen möchten. Anstatt diese Gedanken immer wieder zu denken, um sie nicht zu vergessen, schreiben Sie sie in ein Notizbuch. Dies schafft sofortige Erleichterung im Kopf. Der Grund dafür ist, dass Ihr Gehirn eigentlich nicht dazu bestimmt ist, viele Informationen zu speichern, sondern vielmehr für kreatives Denken. 

7. Nach “weniger” streben 

Eine weitere Möglichkeit den Geist zu entrümpeln: Setzen Sie weniger Aufgaben auf die tägliche To-Do Liste. Versuchen Sie, nur 1-3 Dinge pro Tag zu erledigen wobei Sie mit dem wichtigsten Vorhaben beginnen. Wenn Sie das erledigt und noch etwas Zeit übrig haben – toll! Falls nicht, klopfen Sie sich trotzdem auf die Schulter und machen Sie am nächsten Tag weiter. Wenn Sie die gesetzten Aufgaben erledigt haben, können Sie sich immer noch etwas Neuem widmen.

8. Nach dem “Batching”-Prinzip arbeiten

Arbeiten nach dem “Batching”-Prinzip bedeutet gleichartige Aufgaben zu bündeln und auf einmal abzuarbeiten. Diese Arbeitsweise hat den Vorteil, dass Sie nicht ständig zwischen verschiedenen Aufgaben hin- und herspringen müssen und hat daher einen beruhigenden Effekt auf den Verstand. Noch dazu spart diese Methode Zeit. Sie können beispielsweise versuchen, alle Ihre E-Mails nur ein- bis zweimal täglich zu bearbeiten oder alle wichtige Telefonate auf nur einen bestimmten Tag in der Woche zu legen. Sie verschwenden viel Zeit und sind generell gestresster, wenn Sie andauernd zwischen verschiedenen Aufgaben wechseln. Arbeiten nach dem “Batching”-Prinzip ist eine gute Methode um Stress abzubauen und den Kopf frei zu halten. 

9. Eine Routine erstellen

Falls Sie Schwierigkeiten haben, neue Dinge in Ihren Alltag zu integrieren (z.B. mehr Yoga machen, gesünder essen), versuchen Sie eine Routine zu erstellen. Generell gilt, dass es etwa 10 bis 30 Tage dauert, um eine neue Gewohnheit in den Alltag aufzunehmen. Überlegen Sie sich eine Routine und schreiben Sie genau auf was Sie tun möchten (z.B., jeden Montag und Donnerstag zum Yoga zu gehen oder jeden Tag Obst zum Frühstück essen) und versuchen Sie, sich ein paar Wochen lang daran zu halten. Sobald Sie eine Routine haben, müssen Sie nicht mehr ständig überlegen was Sie in Ihrem Leben ändern und verbessern wollen, sondern machen Nägel mit Köpfen! Ein positiver Nebeneffekt ist ein weniger überforderter Verstand.

10. Bewegen

Yoga ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, um Stress abzubauen. Körperlich aktiv zu werden, hilft dabei den Kopf zu entrümpeln und neu zu ordnen. Yoga ist eine Möglichkeit, aber jede Art von Bewegung ist förderlich. Sie müssen nur eine Aktivität finden, die Ihnen Spaß macht. Ich persönlich laufe auch gerne und gehe zum Boxen. Laufen (ohne Musik dabei zu hören) hilft mir, meine Gedanken aktiv zu verarbeiten. Anschließend fühlt sich mein Kopf immer wie befreit an. Beim Boxen ist es ein bisschen anders. Man muss während des Trainings sehr konzentriert sein und hat keine Chance an irgendetwas anderes zu denken. Am Ende fühlt man sich erfrischt und viel klarer.


Dieser Beitrag wurde von Lisa Tselebidis, einer zertifizierten KonMari Consultant, Organisationsexpertin und Minimalistin, verfasst. Sie hilft Menschen ein Zuhause und einen Lebensstil zu schaffen, der ihnen Freude bereitet und sie glücklich macht. Folgen Sie Lisa auf Instagram @lisatselebidis für tägliche Organisationstipps und Inspirationen zum Thema Minimalismus, Design und Aesthetik.

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