Mit Entspannungstechniken durch die Erkältungszeit

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Verschaffen Sie Ihren Sinnen öfter mal eine Pause. Gerade in den Wintermonaten ist es wichtig, Körper und Geist viel Ruhe zu gönnen, um im Frühjahr gut gestärkt und erholt ins Leben starten zu können. Dazu empfiehlt es sich, weniger Zeit vor dem Bildschirm und mehr Zeit in der Stille oder mit Entspannungstechniken wie Yoga Nidra, regenerativem Yoga oder Autogenem Training zu verbringen. Die verschiedenen Entspannungstechniken helfen nicht nur, Stress abzubauen, sie stärken auch nachhaltig das Immunsystem. Der Geist wird tiefgreifend entspannt und regeneriert.

Zur Ruhe kommen

Mit Yoga Nidra gelangt man in den sogenannten „Yogi-Schlaf“, bei dem unser Gehirn zwischen Alpha- und Theta-Wellen hin und her pendelt, wobei man besonders gut entspannen kann. Die eigene Kreativität entfaltet sich und eine Brücke zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein entsteht.Yoga Nidra ist schon sehr alt, war aber lange Zeit nur wenig bekannt. Seit einigen Jahren wird die moderne Interpretation von Yoga Nidra immer beliebter, sowohl als Meditationstechnik, wie auch als ganzheitliche Geist-Körper-Therapie. Die systematische, geführte Entspannung dauert meist 35 bis 40 Minuten. Schon bald stellt sich eine wohltuende Wirkung ein: Stress wird abgebaut, Sie können nachts besser schlafen und viele Yogis berichten, Yoga Nidra habe das Potenzial, seelische Wunden zu heilen. Eine Meditationsanleitung in 10 Schritten für Yoga Nidra finden Sie hier.

Mit einfachen Yoga – Übungen regenerieren

In Bewegung und zugleich zur Ruhe kommt man mit regenerativem Yoga. Diese bewusste Art der Yogapraxis ist geeignet für Menschen mit und ohne Yogavorkenntnissen. Die Selbstheilungskräfte aktivieren sich und das zentrale Nervensystem entspannt sich. Geübt werden Atem- und Körperübungen, Tiefenentspannung und Meditation. Gegen Müdigkeit und Unruhe hilft diese Mini Practice im Handumdrehen.

Im Genuss der Tiefenentspannung

Eine weitere sehr effektive und bewährte Methode ist das Autogene Training nach Johannes Heinrich Schultz. Das beliebte Entspannungsverfahren beruht auf Autosuggestion und wird in verschiedene Stufen eingeteilt. In der Grundstufe beruhigen sich Puls und Atmung, es entsteht ein Wärmegefühl im Sonnengeflecht (Solar Plexus) und eine Kühle der Stirn. Es empfiehlt sich, zu Beginn einen Kurs bei einem ausgebildeten Lehrer zu besuchen. Geben Sie sich Zeit, autogenes Training richtig zu lernen, damit Sie voll und ganz in den Genuss der Tiefenentspannung gelangen. Sobald Sie die Abläufe erlernt haben, können Sie Autogenes Training an jedem beliebigen Ort durchführen und in Eigenregie weiterbilden, zum Beispiel mit dieser Anleitung für Anfänger.

Bei allen vorgestellten Entspannungsübungen, ergeben die unterschiedlichen Elemente in Kombination und bei regelmäßiger Praxis ein hoch entwickeltes System von Werkzeugen für Körper und Geist. So können Yoga Nidra, regeneratives Yoga und Autogenes Training dem Übenden eine wertvolle Stütze in schwierigen Lebensphasen sein – oder auch nur eine leicht zugängliche Meditationsform für das tägliche Wohlbefinden.

Viel Freude beim Entspannen!