Natürlich gesund – Teil 2

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Zu schlapp oder angekränkelt für die Yogastunde? Lassen Sie sich nicht gleich entmutigen! Gut möglich, dass Sie in Ihrer Küche einige Mittelchen finden, die Ihnen schnelle Linderung verschaffen.

Husten, Antriebslosigkeit oder Nackenschmerzen: Bei kleinen Wehwehchen rennt man nur ungern gleich zum Arzt. In einer Umfrage der US-Ausgabe des YOGA JOURNAL gaben 75 Prozent der Leserinnen und Leser an, dass sie erst einmal die Hausapotheke durchstöbern. 98 Prozent würden gerne mehr darüber erfahren, welche Hausmittel es als erste Helfer gibt. Gemeinsam mit Ärzten, Naturheilkundlern, Yogalehrern und Meditationsexperten, haben wir Ihnen pünktlich zum Beginn der kalten Jahreszeit die einfachsten Heilmethoden für die häufigsten Beschwerden zusammengestellt. In den kommenden Tagen geben wir ihnen jeden Tag ein paar Anregungen für Ihren persönlichen Erste-Hilfe-Kasten.

ANTRIEBSLOSIGKEIT

Kleiner Energieschub gefällig? Sharon Salzberg, amerikanische Autorin, Buddhistin und Meditationslehrerin, empfiehlt eine einfache Meditationsübung, die den Körper belebt und ihm ein wenig Aufmerksamkeit schenkt. Stehen Sie aufrecht, nehmen Sie wahr, was Sie sehen, was Sie hören und richten Sie den Fokus auf Ihre Haltung. Atmen Sie zwei- bis dreimal bewusst ein und aus und wiederholen Sie den Wahrnehmungsprozess. „Indem Sie sich einer Vielfalt an Objekten um Sie herum hingeben, füllen Sie Ihre Energiereserven auf”, so Salzberg.

SCHLAFSTÖRUNGEN

Schlaflose Nächte gehen an die Reserven und können den Alltag zur Qual machen. In der Metta-Meditation geht es darum, eine wohlwollende, mitfühlende Haltung sich selbst und allen fühlenden Lebewesen gegenüber zu entwickeln. Übersetzt bedeutet der Be- griff „Metta” so viel wie „Freundschaft”. Sharon Salzberg hat dieser Methode ein ganzes Buch gewidmet: „Metta-Meditation: Buddhas revolutionärer Weg zum Glück“. Um Schlafstörungen in den Griff zu bekommen, empfiehlt sie, vor dem Schlafengehen mehrere Male im Stillen zu wiederholen: „Mögest du glücklich sein. Mögest du dich wohlfühlen.” Richten Sie diese Wünsche an alle schlaflosen Menschen (sich selbst eingeschlossen), aber auch an schlafende Personen (etwa den Partner oder die Kinder). So verordnen Sie Verstand und Gedanken eine Pause, beruhigen die Atmung und bannen die Angst, die ganze Nacht wach zu liegen.

TRAURIGKEIT

Eine melancholische, bedrückte Stimmung kann man mit Atemtechnik aufhellen. Einer einfache Übung wirkt dem flachen Atem in der oberen Brusthälfte entgegen und lenkt Sauerstoff in den Blutkreislauf: Dazu stehen Sie aufrecht, die Knie leicht gebeugt. Atmen Sie tief durch die Nase ein, während Sie die Arme vor dem Körper langsam mit nach oben weisenden Handflächen bis auf Schulterhöhe heben und von dort weiter über die Seiten bis über den Kopf. Hier sind die Handflächen einander zugewendet. An- schließend atmen Sie mit geöffnetem Mund und einem hörbaren „Lum“ (einem erdenden, energievollen Laut) wieder aus, während die Arme nach hinten-unten schwingen und Sie die Knie in eine Variante der Stuhlhaltung beugen. Diese Übung wiederholen Sie bis zu zehnmal.

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