Montags-Mantra: Ich muss nicht perfekt sein

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Ich würde gern alles richtig machen. Alles richtig sagen. Jedes Problem richtig angehen und lösen.

Ich wäre gern eine perfekte Freundin, eine perfekte Tochter, eine gute Schwester, Kollegin, Mitbewohnerin, Nachbarin, Enkelin… Ich wäre gern jemand mit stets offenen Ohr,  immer einen Rat parat, immer freundlich, in jeder Situation ruhig, gelassen, einfühlsam, nie mürrisch, sondern flexibel, schlagfertig und strapazierbar – und dabei immer lustig und mit einem Grinsen auf dem Gesicht.

Aber so bin ich nicht. Ich bin nicht perfekt und das ist auch nicht nötig. Niemand ist perfekt. Niemand kann alles richtig machen und niemand ist nur umgeben von strahlendem Sonnenschein und wohligen Gefühlen.

Mensch sein heißt menschlich sein. Und dazu gehört Perfektionismus (leider) nicht dazu. Perfektionismus entspricht nicht dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen, seinen Hürden, Fehlern und Makeln. Perfektionismus ist nur eine hübsche oder weniger hübsche Illusion.

Um das ständige Vergleichen mit anderen, die perfekt wirken, es jedoch nicht sind, loslassen zu können, hilft folgendes Mantra:

„Ich lasse die anderen besser sein. Denn es wird immer jemanden geben, der in irgendwelchen Dingen besser ist als ich. Und Das ist völlig OK.“

Wenn man sich also wieder mal dabei erwischt, wie man sich selbst klein und andere größer macht als sie wirklich sind, hilft es sich zu fragen: Muss ich das wirklich besser können? Und wenn ja – Warum eigentlich?

Eine hilfreiche Erklärung für das Vergleich-Phänomen hat Dr. Eckart von Hirschhausen in seinem Buch “Glück kommt selten allein”:

“Wir halten uns vor allem deshalb für schlechter als die anderen, weil wir von uns selbst mehr wissen, als von den anderen.”

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