Ein Quäntchen Glück: Chancen besser nutzen

Wissen, Talent und Fähigkeiten sind wichtige Bestand­teile, mit deren Hilfe ein Mensch seine Chancen nutzen kann. Kommt dann die passende Gelegenheit, hilft eine gute Portion Willenskraft, die eigenen Bestrebungen zum Erfolg zu führen. Die indische Astrologie führt beide Seiten zusammen und erkennt, wann die richtigen Voraussetzungen und persönliches Engagement zusammentreffen … und eben auch, wann nicht.

Dirk Nowitzki zum Beispiel ist einer der ganzen großen Stars im Basketball. Er konnte so erfolgreich werden, weil er die entsprechenden physischen Voraussetzungen mitbrachte und zur richtigen Zeit seinen Mentor und Manager traf. Danny DeVito dagegen hätte beim besten Willen in dieser Sportart keinen Erfolg gehabt. DeVito ist mit 152 Zentimetern der kleinste Schauspieler Hollywoods. Er wiederum teilte während seiner Schauspielausbildung in New York sein Zimmer mit Michael Douglas, der ihm später zu der Rolle verhalf, mit der ihm sein großer Durchbruch gelang.
Was auch immer uns im Leben begegnet – es ist ein Resultat aus dem, was vorher war. Was auch immer wir im Leben tun, hat Auswirkungen auf unsere Zukunft. Handlungen, die das natürliche Gleichgewicht fördern, führen zu Punya, also wünschenswerten Effekten, wohingegen Handlungen, die das natürliche Gleichgewicht destabilisieren, Paapa (nachteilige Effekte) mit sich bringen. Je mehr Punya das Leben eines Menschen begleitet, desto mehr Glück wird ihm zuteil. In der indischen Astrologie wird das 9. Haus als Bhagya-Bhava bezeichnet. Bhagya ist Glück, Bhava der Zustand. Dementsprechend zeigt das 9. Haus im Horoskop an, wie es um das Glück in unserem Leben bestellt ist. Mit anderen Worten: wieviel Punya und Paapa wir in dieses Leben mitgebracht haben.
Dirk Nowitzki stand genug Punya zur Verfügung, um als Jugendlicher zur richtigen Zeit und am richtigen Ort auf seinen Förderer und Coach zu treffen. Doch das alleine reichte nicht. Weiteres Punya war nötig, um bis zum heutigen Tag eine derartige Karriere aufbauen zu können und dies physisch auch durchzuhalten. Andere Gleichaltrige mögen dasselbe Talent mitgebracht haben, trafen aber nicht auf die richtigen Menschen und ein so anhaltend förderliches Umfeld; sie hatten dafür nicht genug Punya. Astrologisch betrachtet zog Danny DeVito mit Michael Douglas ein Punya-Ass aus dem Karma-Ärmel, das das Blatt seiner schauspielerischen Laufbahn nachhaltig wendete. Auf dieser Portion Glück (Bhagya) ließ sich seine Karriere in Hollywood aufbauen. Seine Bestrebungen, seine Fähigkeiten und der notwendige Ehrgeiz trafen zur richtigen Zeit auf die richtigen Gegebenheiten.

Wenn Jupiter, Venus, Merkur oder ein voller Mond das 9. Haus im Horoskop beeinflussen, steht ein Mensch öfter auf der Sonnenseite des Lebens. Je stärker diese Planeten sind, je mehr von ihnen gleichzeitig Einfluss nehmen und je weniger sie durch andere Einflüsse im Horoskop nachteilig irritiert werden, desto ausgeprägter und nachhaltiger fördern glückliche Umstände die Bestrebungen eines Menschen.

Glück zu haben ist eine Sache, sich aber Glück zu verdienen eine ganz andere. Und so bringt es wenig, sich auf sein derzeitiges Glück zu berufen oder dieses womöglich Stolz mit Fähigkeit oder Talent zu verwechseln. Die Voraussetzungen, auf die wir heute treffen, stammen schließlich aus längst vergangenen Zeiten.
Wenn der Glückliche (und auch der weniger Glückliche) sein Punya dafür nutzt, sein Umfeld zu unterstützen und damit das natürliche Gleichgewicht zu fördern, generiert er auch für zukünftiges Karma gute Resultate. Genießt er hingegen sein Glück auf Kosten seiner Umgebung, stört er das natürliche Gleichgewicht, leert sein karmisches Punya-Konto und verursacht für die Zukunft nachteilige Effekte.
Für unser zukünftiges Glück stehen wir also alle vor derselben Aufgabe, egal ob wir fantastisch Basketball spielen, als Filmstar brillieren oder einfach als Yogi/ni unterwegs sind. Das hat doch was.


Autor: Bernd Rößler

Yoga und Essstörung: Im Kontakt mit dem eigenen Körper

Anika Leititis ist Yogalehrerin und Hörspielsprecherin. Außerdem engagiert sie sich in Siegen (Nordrhein-Westfalen) für den gemeinnützigen Verein „La Vie“. Dort werden Mädchen mit Essstörungen in Wohngruppen oder ambulant betreut – und Yoga ist fester Bestandteil des Therapieplans.

Anika, wie kam es dazu, dass du heute Yoga für Mädchen mit Essstörungen unterrichtest?
Eine langjährige Yogaschülerin von mir, Frau Hamel-Weber, leitet einen Verein für essgestörte Mädchen. Sie hatte die Vision, neben der herkömmlichen psychologischen Betreuung die Mädchen auch körperorientiert und künstlerisch auf dem Weg der Gesundung zu begleiten. Ihre Begeisterung war ansteckend und ich bin sehr dankbar, dass ich mich in dieses Projekt aktiv mit einbringen kann. Essstörungen sind weit verbreitet und Yoga ist eine tolle Möglichkeit, in Kontakt mit dem eigenen Körper zu kommen.

Wie sieht dein Unterricht aus? Auf welche Elemente legst du gesteigerten Wert?
Bei den Mädchen geht es vor allem darum, sich selbst wieder besser zu spüren und wertzuschätzen. Dafür eignet sich Yoga hervorragend: Indem man seinen Körper bewegt und den Atem wahrnimmt, bekommt man erneut Zugang zu sich. Eine Essstörung bedeutet sowohl körperlich als auch psychisch eine starke Beanspruchung: Dem Geist und dem Körper werden keine Pausen gegönnt, alles dreht sich ums Thema „Essen und Leistung“.
Mit den jungen Mädchen, die zwischen 14 und 25 Jahre alt sind, arbeite ich viel über ihre Körperwahrnehmung: Wie kann eine äußere Haltung die innere beeinflussen – und andersrum? Wie fühlt sich Entspannung an? Weshalb bemerke ich erst in der Ruhe, dass mein Körper eigentlich total müde und ausgebrannt ist?
Meinen Unterricht baue ich sehr unterschiedlich auf. Wichtig ist mir, auf verschiedene Arten zu zeigen, wie man sich um seinen Körper kümmern kann und welche Möglichkeiten Yoga bietet, das ständige Kreisen und Bewerten im Kopf auszuschalten.

Worin siehst du deine Aufgabe als Yogalehrerin?
Ich möchte dazu motivieren, gut für sich zu sorgen. Und ich möchte die Mädchen dazu inspirieren, mutig ihren eigenen Weg zu gehen. Denn ich sehe in der Essstörung eine große Chance: Diese jungen Menschen setzen sich mit sich selbst auseinander, etwas, was viele Erwachsene erst zu einem viel späteren Zeitpunkt tun. Wenn sie diese schwierige Phase gut bewältigen, besitzen sie unglaubliches Potenzial und Erfahrungen für ihr zukünftiges Leben.

Wie stehst du generell zu der Verbindung zwischen Yoga und Engagement für andere?
Ich finde, der einzige Grund, warum man sich mit Spiritua­­lität beschäftigen sollte, ist, um ein Geschenk für andere Menschen zu sein. Durch Yoga möchte ich teilen, was mir im Leben alles Gutes widerfährt.

Welche Veränderungen konntest du bei deinen Teilnehmerinnen wahrnehmen?
Das Tolle ist, ich arbeite jetzt schon einige Jahre für „La Vie” und kann dadurch die Mädchen über einen langen Zeitraum begleiten. Erst kürzlich ist ein Mädchen zum Studieren in eine andere Stadt gezogen. Als sie sich von mir verabschiedete, bekam ich Gänsehaut: Was für eine Entwicklung von einem mageren, unsicheren Häufchen Mensch zu einer strahlenden, gesunden Persönlichkeit!
Natürlich gibt es auch andere Fälle, aber ich bin so stolz auf meine Mädels, als wären es meine eigenen Töchter. Vor dem, was die Mädchen in ihren jungen Jahren schon bewältigen, ziehe ich meinen Hut.

Auf welche Schwierigkeiten bist du beim Umgang mit den Mädchen gestoßen?
Ich mache mir keine Illusionen, dass ich mit meiner Arbeit irgendjemanden retten könnte, ich möchte begleiten und Impulse geben. Als ich vor einigen Jahren begann, die ersten magersüchtigen Mädchen zu unterrichten, musste ich mich bei einigen Untergewichtigen richtig überwinden, sie anzufassen. Oft wirken sie so zerbrechlich und bei starker Abmagerung hat es mich am Anfang etwas gegruselt. Dann wurde mir klar: Wenn ich ihnen nicht wie jedem anderen Schüler begegne, wie sollen sie dann lernen, sich selbst anzunehmen? Als sie dann Fragen zu den einzelnen Übungen hatten und nach Korrekturen fragten, ging mir das Herz auf, weil sie eine wichtige Lektion des Lebens auf der Matte lernten: Bedürfnisse zu äußern.

Gemeinsam habt ihr ein professionelles Hörspiel mit dem Titel „Zuhause“ aufgenommen. Schon Hermann Hesse sprach davon, dass ein Zuhause nur im Inneren entstehen kann …
Auf dieses Projekt, das ich in den Sommerferien zusammen mit einem Schauspieler und einem Musiker verwirklicht habe, bin ich besonders stolz. Wir haben die Mädchen dabei unterstützt, ein eigenes Kurzhörspiel zu produzieren. Doch sie haben alles selbst gestaltet, vom Thema über die Musik und das Cover. Am Ende haben sie sich damit sogar beim ARD-Hörspielpreis beworben. Eine Teilnehmerin äußerte sich zu dem Thema: „Wir tragen alle unser eigenes Zuhause in uns.“ Diese Aussage beschreibt für mich Yoga!


AnikaLeititis 1Anika Leititis ist Yogalehrerin und Gründerin von „Kianayoga“ mit Studios in Siegen, Bruchsal und Karlsruhe.

Asana im Fokus: Bakasana

Herleitung: Bakasana → Baka = Kranich,  Asana = Haltung

Häufig ist es die Angst vor Versagen, die einen daran hindert, etwas zu wagen. Im Kranich könnte Versagen bedeuten, im wahrsten Sinne des Wortes auf die Nase zu fallen. Allzu sicher mit den Füßen am Boden üben oder sich kopflos ins Risiko stürzen? Es gibt auch einen guten Mittelweg: Wenn man achtsam, aber entschlossen vorgeht und Schritt für Schritt Kraft und Selbstvertrauen aufbaut, kann man früher oder später erleben, wie toll es sich anfühlt, wenn man seine bisherigen Grenzen verschiebt. Verlässt man nämlich erst einmal die vertraute Komfortzone, wird man sehr häufig erkennen, dass man mehr Potenzial hat als gedacht. Spielerisch an der Kippe zwischen Bewegungslosigkeit und freiem Fall balancierend kann man sich womöglich auch etwas besser kennenlernen. Das kann nicht nur eine Inspiration für mehr Mut zu Veränderungen im Leben sein, es motiviert auch andere, Ängste und selbst verordnete Beschränkungen zu überwinden.

Bakasana_Kranich_Yoga_Journal
Der untere Bauch ist nach oben und innen gezogen. Die Knie sind dicht an die Achseln geschoben. Die Arme sind gestreckt.

Der Kranich gilt in Asien als ein Symbol für Jugend und Glück. In China steht er zudem für ein langes Leben. Bakasana, die Kranichhaltung, verkörpert diese drei Begriffe gleichermaßen: Die Haltung einzunehmen, erfordert spielerischen, jugendlichen Schwung und Selbstvertrauen. Wenn man dann erst einmal sicher im Gleichgewicht auf den Händen balanciert, wird man ein Gefühl von glücklicher Leichtigkeit empfinden. Und der außergewöhnliche Spaßfaktor der Haltung erhält Sie sicher noch lange jung.
Die klassische Variante des Kranich wird mit gestreckten Armen und an die Achseln geschobenen Knien geübt, dabei steht das Gesäß möglichst weit oben. Verbreiteter ist eine etwas einfachere Variante, Kakasana, die Krähe, bei der die Arme gebeugt bleiben und die Knie an der Außenseite der Oberarme liegen. Wir werden uns hier dem Kranich widmen.

Der erste Trick, um diese dynamische armgestützte Gleich­gewichtshaltung zu meistern, ist der Atem: Mit ihm begegnet man der unwillkürlichen Angst, aufs Gesicht zu fallen – und überwindet sie. Zweitens muss man eine kräftige und verlässliche Bauchmuskulatur aufbauen. Sie ermöglicht es, die Knie bis hoch zu den Achseln zu ziehen, sie erzeugt Auftrieb, nimmt Druck von den Handgelenken und macht die Haltung schwerelos. Dazu übt man regelmäßig entspre­chende Asanas wie die Bretthaltung, das seitliche Brett und Navasana (Boot). Der dritte Faktor sind starke Schultern, Arme und Hände, denn sie tragen hier das gesamte Körpergewicht. Kraft in Armen und Schultern baut man auf mit Übungen wie Virabhadrasana I und II (Kriegerhaltung I und II), wo man die Arme statisch halten muss, oder mit Chaturanga Dandasana (Vier-Glieder-Haltung).

Während Sie daran arbeiten, diese Kraft aufzubauen, können Sie schon mit den in Schritt 1 und 2 gezeigten vorbereitenden Haltungen beginnen. Sie mobilisieren die Hüftgelenke und gewöhnen Sie körperlich und mental allmählich daran, sich kontrolliert nach vorne und oben in Bakasana abzustoßen.

Malasana_Variation_Yoga_Journal Die erste vorbereitende Haltung ist eine Variation von Malasana (Girlande), eine tiefe Hocke, die die Gesäßmuskeln dehnt und mit der Zeit eine vollständige Beugung in den Hüftgelenken erzeugt. Denn um die Knie bis an die Achseln ziehen zu können, braucht man nicht nur einen starken Bauch, sondern auch bewegliche Hüftgelenke.

 

Bakasana_Variation_Yoga_JournalSobald Sie sich mit den Knien nahe der Achseln wohlfühlen, beginnen Sie mit dem zweiten Schritt, einer Variante des Kranichs, bei der die Füße noch am Boden bleiben. Hier gewöhnen Sie sich an die Vorstellung, nach vorne zu kippen und auf Händen und Armen zu balancieren. Ein auf die breite oder schmale Seite gestellter Block stützt den Kopf, während Sie sich vorsichtig nach vorne lehnen und abwechselnd die Füße vom Boden lösen. Mit etwas Übung brauchen Sie den Block dann immer weniger und können sich aus der Kraft von Bauch und Armen selbst im Kranich halten.

Nicht vergessen: Achtsame, kontrollierte Bewegung ist der Schlüssel. Man kann sich nicht einfach nach vorne werfen und hoffen, in der Haltung dann irgendwie ins Gleichgewicht zu finden. Statt dessen muss auch der gesamte Übergang schon in der Balance gehalten sein. Der Block hilft dabei, diesen Übergang einzuüben, ohne dem Impuls nachzugeben, mit Schwung zu arbeiten und dann womöglich vornüber zu kippen.

Wenn Sie dann mit dem klassischen Kranich beginnen, sollten Sie sich vergegenwärtigen, dass Fallen nicht schlimm ist. Der Boden ist nicht weit und fast niemand schafft die volle Haltung gleich beim ersten Anlauf. Geben Sie einfach Ihr Bestes und üben Sie weiter.


Die Autorin Beryl Bender-Birch hat verschiedene Yogabücher verfasst. Auf Deutsch erhältlich sind „Power Yoga“ (Knaur 1999) und „Power Yoga. Fit für das Leben von heute“ (Scherz 1996). Sie unterrichtet seit fast 40 Jahren Yoga und Meditation.

Rezept-Tipp: Brokkoli-Salat mit Limetten und Cotija-Käse

Das ist das perfekte Gericht für den Herbst: Brokkoli-Salat mit Limetten und Cotija-Käse

Zutaten:

Blätter und Strünke von 3 Brokkoli
1 TL Olivenöl extra vergine
1 1⁄2 TL frisch gepresster Limettensaft
Koscher-Salz
frisch gemahlener Pfeffer
1⁄4 Tasse zerkrümelter Cotija (ein bröckeliger mexikanischer Kuhmilchkäse, ersatzweise Feta)

Zubereitung:
1. Schälen Sie den Boden und die holzige äußere Schicht von den Brokkolistrünken. Den Rest schneiden Sie mit einem scharfen Gemüseschäler oder Hobel in hauchzarte Streifen.

2. Vermengen Sie Brokkolistücke und -blättchen in einer Schüssel mit Olivenöl und Limettensaft und schmecken Sie den Salat mit Salz und Pfeffer ab. Heben Sie den Käse unter und servieren Sie den Salat sofort.

Tipp:
Verwenden Sie für dieses Rezept nur ganz frischen Brokkoli.

DVD-Tipp: Unendlich Jetzt

Zeitvertreib

Wir kennen es einfach nicht anders: Von Kindheit an ersetzen die Vorgaben der Industriegesellschaft unsere innere Uhr, unsere Taktung erfolgt nach den Vorgaben eines weitgehend abstrakten und angepassten Leistungsdenkens. Diesem für die meisten Menschen nachvollziehbaren Ausgangspunkt für diese Dokumentation haben sich ihre Protagonisten weitgehend entzogen: Zu Wort kommen Aussteiger, Weltenwanderer, Schamanen, Kulturhistoriker und Therapeuten, die für eine neue „Grenzenlosigkeit“ und die Rückkehr der Intuition als Orientierung plädieren. Dass sie dabei nicht immer ganz entspannt wirken, ist Teil dieser filmischen Reflektion. „Wer erkennt, wer er ist, wird nicht störungsfrei funktionieren“, sagt der Theologe und Psychotherapeut Eugen Drewermann: „Der Weg nach innen ist revolutionär.“ Mit viel Gespür für den „richtigen“ Moment passten die österreichischen Regisseure Roman Pachernegg und Jasmine Wagner ihre ruhige Filmsprache dem Thema an. Ohne starre Konzepte und Drehpläne realisiert, zeigt „Unendlich Jetzt“ Möglichkeiten für einen radikal neuen, weil individuell angepassten Umgang mit der Zeit.

Fazit: Empfehlenswerter, kluger Film über die Kraft der Gegenwart, die Hingabe an den Moment und das Vertrauen in die Zukunft.


dvd_unendlich-jetztUnendlich jetzt // Roman Pachernegg und Jasmine Wagner // Ascot Elite // Preis: ca. 11 Euro

Die Redaktion testet: Aerial Yoga – fast wie verlieben!

Loslassen, etwas riskieren, Vertrauen fassen und sich schwerelos fühlen… Ja, ich bin verliebt – in Aerial Yoga. Wie ich mich bei meinem ersten Date mit Aerial Yoga gefühlt habe, will ich Ihnen nicht länger vorenthalten.

Test: Aerial Yoga // Redakteurin: Laya Kreuzer

Freitag Abend, 20:00 Uhr, München. Ich bin ausgepowert, müde und gestresst von der Woche. Eigentlich ist nicht mehr viel Kraft bzw. Motivation da, mich in etwas Neues und Unbekanntes zu stürzen. Aber der Termin steht. Ich bin im Aerial Yoga Studio und nehme am Einsteiger-Workshop teil.

Nach einer kurzen, allgemeinen Einweisung darf sich jeder ein Tuch aussuchen und dieses im Raum an die dafür vorgesehene Anbringung hängen. Mit einem speziellen Knoten wird das Aerial-Tuch an den sogenannten O-Slings fixiert. Diese werden mit Hilfe eines Karabiners an einem Schlaufenband befestigt, mit dem sich das Tuch individuell auf die Körpergröße einstellen lässt. Wir üben in hüfthoher Einstellung. Das WoYo Studio verwendet übrigens sehr sicheres und haltbares Material aus dem Profiklettersport – diese Information hat mir persönlich gleich ein bisschen mehr Sicherheit gegeben.

Links: Handstand im Tuch // Oben rechts: Warrior 2 // Unten rechts: Redakteurin Laya nach der Praxis
Links: Handstand im Tuch // Oben rechts: Warrior 2 // Unten rechts: Redakteurin Laya nach der Praxis

Nachdem uns die Lehrerin erklärt hatte, welche verschiedenen Positionen wir einnehmen können und wie das Tuch korrekt gefaltet wird, stieg meine Neugier. Ich konnte es gar nicht mehr erwarten und wollte am liebsten sofort ins Tuch springen und wild drauf losyogieren. Aber, wie es sich auch bei „echten“ Dates schon oft als zielführender herausgestellt hat, lohnt es sich, geduldig zu sein: Das Kribbeln hält länger an und die Vorfreude auf ein zweites oder drittes Date ist einfach größer! Gut Ding will Weile haben…

Um uns also langsam an das Tuch zu gewöhnen und Vertrauen zu fassen, fingen wir mit behutsamen Übungen an: Vom klassischen Schaukelsitz fanden wir unseren Weg über den John-Wayne-Sitz (Reitersitz) in den Floating Tailors Seat (Schneidersitz). Ober- und Unterschenkel konnten sich hierbei wunderbar entspannen. Als die Füße erst mal den Bodenkontakt verloren hatten, stellte sich sofort ein Gefühl der Schwerelosigkeit und Leichtigkeit ein. Wir verweilten einige Atemzüge in den Sitzpositionen. In der anschließenden Cocooning-Übung, bei der wir uns wie eine Raupe sitzend in das Tuch einwickelten, ließen alle Anstrengungen der Woche nach. Ich fühlte mich ruhig, ausgeglichen und frei.

Fliegen und sich dabei fallen lassen? Ein Widerspruch?
Nein, nicht im Aerial Yoga. Spätestens bei den Umkehrhaltungen hat es jeden der Teilnehmer des Einsteiger-Workshops gepackt: Die Hip Wrap Inversion war eine sehr intensive, aber positive Körpererfahrung. Ich konnte alles loslassen – besonders die Streckung der Wirbelsäule empfand ich als sehr angenehm. Im Handstand konnte ich spielerisch meine eigene Mitte finden und mithilfe des Tuchs das Gleichgewicht leichter halten. Der Gute-Laune-Faktor wurde noch verstärkt als wir alle kopfüber hin- und her schaukelten. Lachend hingen wir da und schwangen in unserem eigenen Rhythmus vor und zurück. Ein bisschen fühlte ich mich in dem Moment in den Sportunterricht während meiner Schulzeit zurück versetzt – an den Ringen zu turnen hatte mir immer sehr viel Spaß gemacht.

Nach der Stunde war ich gut gelaunt – es war nichts mehr von der Anspannung und der Freitag-Abend-Müdigkeit zu spüren. Sogar ein Gefühl von Stolz stellte sich ein. Stolz darauf, dass ich mich getraut habe abzuheben. Die Leichtigkeit und Freiheit blieb mir noch ein paar Tage erhalten. Am nächsten Tag hatte ich einen leichten Muskelkater, da im Aerial Yoga Muskelpartien beansprucht werden, die in anderen Yoga-Stilen, geschweige denn im Alltag, nicht trainiert werden.

Mein Fazit: Was bleibt, ist die Erinnerung an ein wahrhaft schönes „Date“ – und ich bin mir sicher, dass es nicht unser letztes Rendezvous war! Aerial Yoga eignet sich hervorragend für alle, die ihre Praxis spielerisch ausbauen möchten und Abwechslung suchen. Vor der Teilnahme an einer normalen Übungsstunde empfiehlt es sich, einen Anfänger-Workshop zu besuchen. Wenn man bereit ist, sich fallen zu lassen, kommt das Glücksgefühl von ganz alleine. Nicht nur im Yoga…


Mit freundlicher Unterstützung von WOYO-Yoga München // Wer noch tiefer in Aerial Yoga einsteigen möchte, sollte sich das praktische Übungsbuch „Aerial Yoga – Schwerelos glücklich“ von Wolfgang Mießner und Peter Schlösser besorgen.

 

Montags-Mantra: Das Beste ist noch nicht vorbei!

„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“

Als heutiges Montags-Mantra haben wir einen besonderen Song-Text für euch herausgesucht, der diesen Satz auf eine andere Art rüberbringt: „Das Beste ist noch nicht vorbei“ von Fiva.

Mach die Augen auf, denn heute regnets nicht.
Niemand ist perfekt und um Perfektsein geht es nicht.

Schieb die Wolken weg und dann bewegst du dich,
soweit dich deine Füsse tragen, wenn auch nur zum Nebentisch.

Balsam auf die Seele und die Sorgen legen sich
heute Nacht wenn du allein bist, sicher nicht mehr neben dich.

Zeig‘ mal das Gesicht das gute Zeiten kennt.
Wenn man nicht schnell vergisst,
hilft es wenn man kurz verdrängt.

Du bist nicht der Typ,
der still steht wenn er flieht.
Du bist Superman und der Stillstand Kryptonit.
Weg von dem Platz an dem ich deine Träume platzen seh.
Heut gibts keine Fehler, höchstens eine Schnapsidee.

Und wenn du rennst und denkst es geht nicht
weiter auf dem Weg den du gerade gehst.
Schick ich dir Wind und Schauer trägt dich, solang‘ dir dein Atem fehlt.

Das Beste ist noch nicht vorbei,
das Beste ist noch nicht vorbei,
gib mir die Hand und wir springen zusammen bei 1, 2, 3
Das Beste ist noch nicht vorbei,
das Beste ist noch nicht vorbei,
gib mir die Hand und wir rennen zusammen bei 1, 2, 3

Und wenn du wirklich von mir wissen willst wie’s geht,
ich kanns dir nicht sagen.
Ich weiss nur, es ist manchmal leichter schnell zu rennen
als leise schwer zu tragen.

Und es ist manchmal leichter laut zu sein
als leise nichts zu sagen.
Also müsste es doch leicht sein, leicht zu sein
anstatt es immer schwer zu haben.

Doch das ist Theorie, was ist mit Praxis?
Wirf dich zurück ins Leben und erobere ’ne Galaxis.
Kein Weg zu weit, für den Heimweg gibt es Taxis.
Wenn ne Chance kommt, hinterher und schnapp sie.

Und wenn du bremst und denkst es geht nicht
weiter auf dem Weg, den du gerade wählst.

Schick ich dir Wind und Schauer trägt dich,
solang‘ dir der Atem fehlt.

Das Beste ist noch nicht vorbei,
das Beste ist noch nicht vorbei,
gib mir die Hand und wir springen zusammen bei 1, 2, 3
Das Beste ist noch nicht vorbei,
das Beste ist noch nicht vorbei,
gib mir die Hand und wir rennen zusammen bei 1, 2, 3

Und wenn du rennst und denkst es geht nicht
weiter auf dem Weg den du gerade gehst.

Schick ich dir Wind und Schauer trägt dich,
solang‘ dir dein Atem fehlt
und wenn du bremst, sag ich: beweg dich
weiter auf dem Weg, den du gerade wählst.

Schick ich dir Wind und Schauer trägt dich,
solang‘ dir dein Atem fehlt.

Das Beste ist noch nicht vorbei,
das Beste ist noch nicht vorbei,
gib mir die Hand und wir springen zusammen bei 1, 2, 3
Das Beste ist noch nicht vorbei,
das Beste ist noch nicht vorbei,
gib mir die Hand und wir rennen zusammen bei 1, 2, 3

Und wenn du rennst und denkst es geht nicht
weiter auf dem Weg, den du grad wählst.

Schick ich dir Wind und Schauer trägt dich,
solang‘ dir dein Atem dafür fehlt.


Wir wünschen euch eine schöne Woche! Das Video zum Song könnt ihr euch hier anschauen: Das Beste ist noch nicht vorbei – Fiva

Buch-Tipp: Easy Detox Yoga

(K)eine Wunderkur.

Sie essen zu ungesund, bewegen sich zu wenig und fühlen sich rundum irgendwie nicht richtig wohl? Dann könnten Sie mal das „Rundum-Sorglos-Paket“ von Kate Hall ausprobieren, das aus einem Büchlein, einer DVD und zwei CDs besteht. Im Grunde hat sie das Programm für sich selbst entwickelt, da auch sie jahrelang einen ungesunden Lebensstil pflegte: „Die meiste Zeit war ich voller Ängste, innerlicher und äußerlicher Konflikte, hatte Konzentrationsprobleme und litt unter Müdigkeit. Wenn ich etwas gegessen habe, waren es meistens ,tote‘, ,leere‘ Sachen. In dieser Zeit war ich körperlich ermüdet und seelisch leer. Heute bin ich dankbar, dass ich mich für einen gesunden Lebensstil entschieden habe. Ich lasse mich nicht mehr vergiften. Gesund und glücklich sein, fängt im Bauch an.“ Mit den präsentierten Yoga-Einheiten, Kochvideos und der im Buch beschriebenen Detox-Kur für eine Woche ist es durchaus möglich, einen Grundstein für ein positiveres Lebensgefühl zu legen.

Fazit: Wie immer gilt aber auch für dieses Programm: nur wer dran bleibt, hat eine dauerhafte Chance auf Erfolg.


Easy Detox Yoga // Der Weg zu einem gesunden Ich von Kate Hall // Edel Motion // Preis ca. 35 Euro