Rajesh Chaudhary

Rajesh Chaudhary hails from the motherland of Yoga. As a student of Dr. Nirmala Shrivastava (Shri Mataji Nirmala Devi) he follows the tradition of Kundalini awakening and Sahaja Yoga Meditation. He is expert in “Kundalini-Jagruti” and vibrational Chakra clearing. Meditation Instructor and lecturer of Sahaja Yoga with 18 years experience, Software & IT Engineer near Munich.

Can the awakening of Kundalini Energy cause negative side effects? Are there any risks?
By the authorised method of Sahaja Yoga the Evolutionary Power “Kundalini” rises spontaneously in our Central Channel (Sushumna Nadi) and puts us into mental silence / thoughtless awareness. This is the actual definition of “Yoga” described in Yoga Sutras of Patanjali written ~300 BC. The authentic Kundalini diagnoses our blockages in the Chakras (psychosomatic energy centers), clears it, unfolds their qualities and awakens the Spirit (True Self, Atma) in our heart. In the light of Kundalini and Spirit, by devotion and introspection, our Self Realisation develops and we can achieve our Yoga Samadhi.

Rajesh Chaudhary auf der YogaWorld 2017 in München:
Freitag, 20. Januar 2017 // 16:45 -17:30 Uhr // THE TRUTH ABOUT KUNDALINI & HOW TO ACHIEVE YOGA-SAMADHI (Lecture and guided Meditation in English.)

www.sahaja.eu
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Karoline Herfurth über Liebe, Loslassen und Yoga

Karoline Herfurth im Interview

Wir kennen sie aus Filmen wie „Das Parfum“, „Vincent will Meer“ und „Fuck Ju Göhte“: Die Schauspielerin Karoline Herfurth. Im vergangenen Herbst gab sie mit „SMS für Dich“ ihr Regiedebut in Spielfilmlänge. Mit dem YOGAJOURNAL sprach die Neu-Regisseurin über ihren Film, Yoga, Liebe, das Leben und alles Mögilche.

YJ: Wieso haben Sie sich bei Ihrem Regiedebüt für dieses ­Genre entschieden?
KH: Ich liebe dieses Genre persönlich sehr. Ich glaube, um uns wirklich anzupieksen, zum Lachen und zum ­Weinen zu bringen, braucht ein Film ein Grundthema, das uns alle beschäftigt und umtreibt. Und das Weiterleben­müssen, -können und -wollen, nachdem wir einen ­geliebten ­Menschen verloren haben, werden wir alle in irgendeiner Form erleben. Allerdings war es mir sehr wichtig, diese Geschichte mit Leichtigkeit zu erzählen. Ich gehe einfach gerne mit Hoffnung aus dem Kino. „SMS für dich“ hatte für mich all das: Tiefe, Romantik, Komödie, Herzschmerz.

YJ: Was verstehen Sie persönlich unter Romantik?
KH: Puh. Wenn ich mir diesen Film so anschaue, bin ich ­offensichtlich sehr viel romantischer, als ich dachte … Allerdings kann ich mit Dingen, die allgemein in diese Kategorie fallen, nicht so wahnsinnig viel anfangen: ­Rosenblätter auf dem Hotelbett oder in Champagner baden … ich hasse baden. Ich finde, dass sich Romantik aus der gemeinsamen Geschichte ergibt. Alte Städte ­finde ich romantisch. Kopfsteinpflaster in der Nacht, Sommernächte mit Pizza auf dem Brunnenrand. Alles kann ­romantisch sein, wenn der Richtige dabei ist.

YJ: Ist sie Ihrer Meinung nach ein idealistisches oder realistisches Konzept – und wo liegen die Grenzen?
KH: Wieso denn idealistisch? Entweder ist etwas romantisch oder nicht. Für mich hat das nichts mit Idealisieren zu tun, sondern mit Träumen, Phantasie, Hingebung, Sehnsucht, Liebe und allem Möglichen, das sowohl zu sehr realistischen Beziehungsanfängen führt als auch dazu, lange Beziehungen aufrechtzuerhalten. Ich glaube nicht, dass Realismus das ist, was Liebe am Leben hält. Oder besser gesagt: Oft wird Realismus in diesem Zusammenhang mit Zynismus verwechselt.

YJ: Von zufällig fallengelassenen Taschentüchern und ­parfümierten Liebesbriefen zu Dating-Portalen und Kurznachrichten: Ohne zu viel von „SMS für dich“ zu verraten – welche Chance hat Romantik in unserer Zeit?
KH: Ich glaube, dass all diese Dinge romantisch sein können. Es gibt ja keine vorgeschriebene Form, ab wann etwas romantisch ist oder nicht. Das ist meiner Meinung nach ein sehr individuelles Empfinden. Romantik wird heiß und hoch gehandelt, und das wird auch so bleiben.

Manchmal ist das Leben klüger als man selbst

YJ: Als Idee gilt sie vielen Menschen zu „weich“, gefolgt wird eher dem Leistungsprinzip. Brauchen wir mehr Vertrauen ins Leben und in vermeintliche „Zufälle“?
KH: Ich bin überzeugt davon, dass das Leben manchmal ­klüger ist als man selbst. Manchmal passieren mir ­Dinge, die ich nicht erwartet hätte, die mich wütend machen oder verzweifeln lassen. Wenn ich dem Ganzen etwas Zeit gebe, stellt sich meistens heraus, wofür es gut war. Oder dass etwas anderes, Gutes kommt. Ich glaube nicht, dass man die Zügel abgeben sollte. Aber ich glaube, dass es gut ist, manchmal „in den Himmel“ zu hören, um die Richtung zu entscheiden, die man einschlägt.

YJ: Die Sehnsucht nach etwas, das über die Planbarkeit des Lebens und seine reine Funktionalität hinausgeht, kann Menschen zum Yoga bringen. Haben Sie ähnliche Erfahrungen mit der Praxis gemacht?
KH: In dieser Form habe ich Yoga noch nicht kennengelernt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es Menschen ­helfen kann, ein Gespür für sich selbst zu entwickeln und dadurch sicherer zu werden.

YJ: Ein etwas weniger philosophischer Grund ist für viele, beweglicher zu werden. Das scheint bei Ihnen nicht zuzutreffen: „Früher habe ich im Spagat Bücher gelesen“, war von Ihnen zu lesen. Was motiviert Sie zum Yoga?
KH: Ich probiere gerne immer wieder neue Sachen aus. Dadurch habe ich mir einige Yoga-Formen angeschaut. Jivamukti Yoga war bisher das, was mich am meisten angesprochen hat, als Nächstes würde ich gerne mal Anti-Gravity ausprobieren. Grundsätzlich ist es bei mir bisher allerdings eher die sportliche als die meditative Motivation.

An allem was Yoga mit sich bringt, kann nichts schlecht sein

YJ: Ihre Hauptfigur Clara und deren Mitbewohnerin ­Katja gehen in „SMS für dich“ gerne auf die Matte, was Sie sehr cool und spielerisch inszenieren. Tatsächlich ­gehört Yoga inzwischen fest zum Alltag eines ­kreativen, meist urbanen Umfelds. Wie nehmen Sie diese „Yogaszene“ wahr?
KH: Solange man nichts übertreibt, ist das ein wunderbarer Trend. An allem, was Yoga mit sich bringt, kann nichts schlecht sein.

YJ: Ganz gegensätzlich ist im Film die Schlagersängerin „Henriette Boot“, verkörpert von Katja Riemann, angelegt: eine Esoterikerin, wie sie im Buche steht, aber entscheidend für die Entwicklung der ­Liebesgeschichte. Wie stehen Sie zu Edelsteinmystik, Schamanismus und Aura-Energien?
KH: Hm. Ich kenne mich nicht genug aus, um dazu fundiert etwas sagen zu können. Ich glaube daran, dass Dinge unterschiedliche Energien haben und somit etwas mit uns machen. Ich denke, die Dinge, von denen Henriette Boot spricht, gibt es in allen möglichen ­Glaubensrichtungen, nur unter verschiedenen Namen.

YJ: Im Yoga spricht man bei gewissen Übungen von „Herz­öffnern“. Sind wir eine verschlossene Gesellschaft, die Sensation sucht, aber (Be-)Rührung verlernt hat? In „SMS für dich“ heißt es: „Wer berühren will, muss sich auch berühren lassen.“
KH: Dabei ging es um den männlichen Protagonisten, Mark Zimmermann, der lernen muss, sein Herz zu öffnen, um „sein“ Leben zu finden, statt ein Leben einfach „mitzuleben“. Ich weiß nicht, ob wir eine verschlossene Gesellschaft sind. Eher sind wir stark davon geprägt, was wir glauben, sein und wollen zu müssen. Dabei übersehen wir häufig, wer wir eigentlich wirklich sind.

YJ: Umgekehrt ist Berührung elementar mit Loslassen ­verbunden. Dafür steht Clara, die nicht über den Tod ihres Verlobten hinwegkommt und weiterhin mit ihm kommunizieren möchte. Welche Art von Verbundenheit kann nach radikaler Trennung immer noch möglich sein?
KH: Loslassen gehört bestimmt zu den schwierigsten Aufgaben im Leben, besonders im Falle eines ­Todes. Während der Arbeit an diesem Film habe ich mir ­immer gedacht, dass man für „seinen Toten“ einen Platz braucht. Ein solches Erlebnis bewirkt wahrscheinlich ein starkes Vorher und Nachher. Um weiterzuleben, braucht man wahrscheinlich einen Ort, wo dieser Tote sein ­kann – weil er sonst überall ist. Was das für ein Ort ist – eine Bilderwand, eine Kette mit einem Amulett oder eben ein einseitiges Zwiegespräch über SMS –, ist vermutlich sehr individuell.

YJ: Beruflich haben Sie mit Ihrer ersten Regiearbeit einen Schritt in Richtung mehr „Kontrolle“ getan. Wie war das Gefühl, mehr Gestaltungsspielraum, aber auch für andere verantwortlich zu sein?
KH: Das war großartig. Überwältigend, manchmal beängstigend, sehr erfüllend, sehr herausfordernd, sehr intensiv. Ich habe es geliebt. Ich hatte Schauspieler, die ­eisern an meiner Seite standen, und ein absolutes Luxusteam hinter der Kamera. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als auf diese Weise und mit diesen Leuten zu arbeiten.

YJ: Wie leicht oder schwer empfanden Sie es, sich selbst zu inszenieren? Ist auch das eventuell – wie Yoga – ein Spiel zwischen Kontrolle und Loslassen?
KH: Es war nicht immer einfach, in den Funktionen zu wechseln, besonders in sehr emotionalen Szenen. Aber auch beim Anspielen meiner Filmpartner musste ich mich manchmal daran erinnern, mitzuspielen und nicht nur zuzusehen. Ehrlich gesagt ist alles irgendwie eine ­Balance zwischen Kontrolle und Loslassen, oder?

YJ: Allerdings. Und wie Ihr Film berührend erzählt, bedeutet loszulassen keineswegs aufzugeben …
KH: Das könnte man so sagen, ja.

 

Karoline Herfurth: Zu ihren ersten Filmauftritten gehören „Crazy“ (2000) und „Mädchen, Mädchen“ (2001). International bekannt wurde sie 2006 durch die Rolle des Mirabellenmädchens in Tom Tykwers Großproduktion „Das Parfum“. 2008 war sie an der Seite von Kate Winslet und ­Ralph ­Fiennes in der Bernhard-Schlink-Verfilmung „Der Vorleser“ zu sehen. Für ihre Rolle in Caroline Links Drama „Im Winter ein Jahr“ erhielt sie 2009 den Bayerischen Filmpreis. Zu ihren weiteren Arbeiten gehören „Vincent will Meer“ (2010), die sensationell erfolgreichen „Fack Ju Göhte“-Filme (2013, 2015) sowie die Familienfilme rund um „Rico und Oscar“ (2015/2016).  „SMS für dich“ ist nach dem Kurzfilm „Mittelkleiner Mensch“ (2012) ihre zweite Regiearbeit.


Foto: Warner Bros.

Volle Kraft voraus: YOGA JOURNAL und YogaWorld vertiefen Zusammenarbeit

Yogaklasse auf der YogaWorld

Von Anfang an war das YogaJournal bei der beliebten Mitmach-Yogamesse YogaWorld dabei. Von nun an vertiefen wir unsere Zusammenarbeit mit der beliebten Messe, die dieses Jahr in München, Stuttgart und Düsseldorf stattfindet.

Dabei inspirieren uns die Grundgedanken von Yoga – Spaß am Miteinander, Zusammenhalt und die Bereitschaft, zu wachsen und sich zu verändern. Das macht sich künftig auf unserer Website bemerkbar: Das YogaJournal kümmert sich ab sofort um den Online-Auftritt der YogaWorld. Auf yogajournal.de werden wir Ihnen nicht nur von der Praxis und den Trends der Szene berichten, sondern Sie auch mit den neuesten Infos zur Messe versorgen. Als kleines Goodie haben wir zum Anlass dieses Neustarts auch an tollen Tools für die Website gebastelt – mehr dazu im nächsten Heft.

Vorsätze wie eine tiefere Praxis und eine acht­same Ernährung lassen sich schon im Januar in die Tat umsetzen, wenn die YogaWorld nach München kommt. Diesmal in einer neuen Location, dem Münchner Postpalast, treffen vom 20. bis 22. Januar 2017 wieder bekannte Yogalehrer, Aussteller,
Ayurveda-Experten und andere Größen aus der
Yogalandschaft aufeinander. Ein schöner Anlass, die Theorie in die Praxis umzu­setzen und Teil der Community zu werden!

Ob Neuling oder erfahrener Yogi – ein umfangreiches Programm an kostenlosen Yogastunden, Vorträgen und Workshops bringt allen die vielfältige Welt des Yoga näher. Dabei geht es natürlich nicht nur um Informieren, sondern vor allem ums Teilnehmen und Kennenlernen – das hautnahe Erleben neuer oder schon bekannter Yogalehrer, das Ausprobieren vieler verschiedener Yogastile und der Austausch mit Gleichgesinnten machen diese drei Tage aus.

Zwischendurch können Sie über den bunten Marktplatz bummeln: Dort warten neue Produkte rund um Yoga und Ayurveda sowie leckere vegane Köstlichkeiten unseres Caterings auf Sie. Wir sind gespannt auf eine Menge neuer Inspirationen, in diesem Sinne: Ganz egal, was Sie machen – machen Sie mit!

Nächster YogaWorld-Termin // 20.–22. Januar 2017
Location // Postpalast München
Infos und Tickets // www.dev2.yogaworld.de


Foto: Stefanie Kissner// YogaWorld München 2016

Hans H. Rhyner

Hans H. Rhyner MD (AM) PhD (AM) ist international anerkannter Experte und Pionier des Ayurveda in Europa. 30 Jahre klinische Erfahrung, insbesondere Diagnostik, Panchakarma und Heilmittelkunde. Er unterhält Praxen in Deutschland und der Schweiz sowie eine Ayurveda-Manufaktur in Österreich. Er ist erfolgreicher Autor von vielen Ayurveda- und Yogabüchern, die in 7 Sprachen übersetzt wurden.
 
Mehr zu Hans H. Rhyner: www.ayurveda-rhyner.com

Cornelia Ruff

Cornelia Ruff ist Diplom-Ernährungstrainerin sowie Ayurveda-Ernährungstherapeutin und -Köchin (Europäische Akademie für Ayurveda). Seit 2007 betreibt sie eine eigene Praxis für Gesundheits- und Vitalberatung in München. Sie bringt ihre Leidenschaft für gute Ernährung, Bewegung, Pflanzen, Kräuter und Gewürze mit Ayurveda in Einklang. Ihr Unterrichtsstil ist besonders anschaulich, so dass das vermittelte Wissen direkt in die Praxis umgesetzt werden kann.
Mehr zu Cornelia Ruff unter: www.clever-ayur.com
Cornelia Ruff auf der Yogaworld 2017 in München:
Freitag, 20. Januar 2017 // 15:15 -16:00 Uhr // Vata, Pitta, Kapha – wer oder was bin ich? // Lakshmi Vortragsraum

Montags-Mantra: (Zu) Frieden (heit)

Buddha_Baum_Zufriedenheit_Montagsmantra

Weihnachten und Silvester liegen hinter uns – bei den Meisten war richtig viel los in den letzten Wochen. Mittlerweile haben wir uns wieder erholt und jetzt nehmen wir den Alltag wieder auf. Es kehrt Routine ein. Für die einen ist es schön, für die anderen langweilig. Egal, welche Gangart für Sie die richtige ist: Diese Zitat von Buddha gilt.

Selig ist der Mensch, der mit sich in Frieden lebt. Es gibt auf Erden kein größeres Glück – Buddha

 

Dr. Jeevan E.P.

Mehr zu Dr. Jeevan E.P.:

–       Ausbildung am „International Institute of Ayurveda“ in Coimbatore, Indien

–       langjährige, tiefgreifende Erfahrung in der Therapie unterschiedlichster Erkrankungen

–       In den späten 1980ern vom medizinischen Zentralrat der indischen Regierung als
        „Ayurveda Acharya“ ( Meister, Gelehrter) ausgezeichnet.

–       Bachelor of Ayurvedic Medicine and Surgery

–       Ayurveda-Kenntnisse seit mehr als 35 Jahren

–       29 Jahre klinische Erfahrung

–       Lehrer/Ausbilder und Akademiemitglied seit 27 Jahren

–       lehrt und praktiziert seit 24 Jahren in Deutschland


Dr. Jeevan E.P. auf der YogaWorld 2020 in München:
Samstag, 18. Januar // 13:00 – 13:45 Uhr // Prakruti-Constitution in Ayurveda // Lakshmi Vortragsraum

Dies.Das.Asanas. – Freier Kopfstand

Dies Das Asana_Freier Kopfstand von Jelena Lieberberg_Foto: Richard Pilnick

Als unsere Asana-Kolumnistin Jelena Lieberberg diese Yogahaltung das erste Mal auf einem Foto sah, war sie sprachlos. Kann man so eine verrückte Position mehrere Atemzüge lang halten, noch dazu auf einer harten Unterlage? Für uns hat sie das Rätsel gelöst – und rät davon ab, diese Asana daheim  auszuprobieren!

Das Foto, auf dem ich diese mysteriöse Haltung zum ersten Mal sah, zeigt einen kleinen
Mann in wallenden Leinenhosen: Dharma Mittra. Viele werden ihn kennen, ohne es zu wissen: Dharma Mittra ist der unglaublich starke und gleichzeitig flexible Mann auf dem grauen Poster mit den 908 Asanavariationen. Es entstand 1975 und hängt bis heute in Yogastudios rings um den Globus. Bevor der gebürtige Brasilianer Schüler von Yogi Gupta wurde, war er Bodybuilder und Powerlifter. Heute praktiziert der 76-Jährige schon seit über 50 Jahren Yoga, er hat eine Schule in New York und begeistert immer noch mit seiner „Signature Pose“, dem freien Kopfstand.

Dass er den so besonders gut kann, hat vermutlich einen einfachen Grund: Ich nehme an, dass Dharma Mittra einen sehr flachen Schädel hat. Nur so kann er wie auf dem berühmten Foto mit dem Kopf auf einem Gullideckel balancieren. Die Form des Schädeldachs ist beim Kopfstand generell ausschlaggebend: Je spitzer es nach oben hin zuläuft, desto unwahrscheinlicher ist ein schmerzfreier Kopfstand. Zum Glück gibt es ja zahlreiche Varianten, die Druck von Schädel und Halswirbeln nehmen, allen voran den Klassiker mit V-förmig aufgestützten Unterarmen und verschränkten Händen. Aber reicht ein flaches Schädeldach, um womöglich minutenlang frei auf dem Kopf zu balancieren? Natürlich nicht. Durch Zufall habe ich Sri Dharma Mittra vor einigen Jahren in Berlin bei einem Workshop beobachten können, als er die Asana für ein Foto einnahm. Und siehe da: Selbst er konnte sich nur einen kurzen Augenblick lang in der Balance halten! Aber immerhin so lange, dass er die Hände vor dem Herzen falten und der Fotograf das Bild scharf stellen konnte. Und: er lächelt dabei. Ich habe mich für unser Foto so darauf konzentriert, schnell beide Arme und Beine zu strecken, dass ich etwas ernst dreinschaue.

Muss ich das können? Nein! Überhaupt nicht. Iyengar hat sehr richtig gesagt, dass Schulterstand und Kopfstand König und Königin des Yoga seien. Die heilsamen Effekte der Umkehrhaltungen entstehen ganz unabhängig davon, ob man sich abstützt oder nicht – und sie entstehen erst dann, wenn man die Positionen längere Zeit, also über einige
Minuten, hält. Da das beim freien Kopfstand nie der Fall ist, kann man auch nicht von einer nährenden Position sprechen.

Ist das gefährlich? Ja. Der Druck auf Schädeldach und Halswirbel ist erheblich, außerdem besteht die Gefahr, zu stürzen. Kurzum: Die Haltung ist alles andere als eine nette Spielerei, deswegen verzichte ich hier auch ausnahmsweise auf eine Anleitung.


Foto: Richard Pilnick Location: Hotel Catalonia Berlin Mitte