Rauf, runter, Hochs und Tiefs – es ist ein ewiger Kreislauf!

Halbmond Pixabay_Mond als Symbol für Kreislauf

Es scheint immer wieder von vorne zu beginnen: Je mehr Fortschritte wir machen, desto stärker scheint das Leben zurückzuschlagen.

Es gibt vielleicht nur wenige Übungswege, in denen man so schnell erste Fortschritte und fast lebensverändernde Erfahrungen machen kann wie im Hatha-Yoga oder in der Meditation. Man bekommt sehr schnell Elan, sein Leben ganz neu in die Hand zu nehmen. Und ist dann oft umso enttäuschter, wenn es auf einmal so scheint, als hätte man überhaupt nichts gelernt, oder gar keine Fortschritte gemacht: Wir streiten uns immer noch mit den Nachbarn oder essen zu viel Schokolade. Und fragen uns, ob es überhaupt noch Sinn macht, weiterzuüben.

Shiva – der gutmütige Herr des Universums

In der indischen Mythologie gibt es die Geschichte von Daksha, einem der Urväter der Menschheit. Er gab seine 27 Töchter zur Heirat an Chandra, den Gott des Mondes. Dieser verbrachte jedoch die meiste Zeit nur mit einer von ihnen und darüber beschwerten sich die anderen 26 bei ihrem Vater. Daksha wurde sehr zornig, und verfluchte Chandra: Er solle an der schrecklichen Krankheit des Schwundes leiden. Jeden Tag würde er etwas mehr abnehmen und schließlich für immer verschwinden. Chandra bekam Angst vor seiner Auslöschung und lief zu Indra, dem König der Götter. Doch selbst der konnte Dakshas Fluch nicht zurücknehmen. Eines riet er ihm jedoch: „Wende dich an Shiva selbst, den gutmütigen Herrn des Universums.“

Chandra suchte Shiva in seiner Meditation auf. Der saß unbewegt, in tiefe Konzentration versunken. Der ängstliche Chandra erklärte seine Geschichte und seine Not. Shiva öffnete seine Augen und sah den zitternden, zu einem Häufchen Elend zusammengeschrumpften Mond. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, nahm er ihn und setzte ihn sich auf seine Stirn, über seine rechte Augenbraue. Langsam begann der Mond wieder zu wachsen. Daksha hatte Chandra seine Kraft entzogen. Shiva hatte sie ihm wiedergegeben. So wie dem Mond geht es auch uns Menschen immer wieder. Wir versuchen alles, um in für alle Mal aus dem Spiel des Leids auszusteigen. Wir üben unsere Asanas, setzen uns zur Meditation aufs Kissen und ernähren uns nur von dem, was weder uns noch anderen schadet. Mit etwas Glück schaffen wir es sogar, uns eine Zeit lang kerngesund zu fühlen. Bis irgendwann
der nächste Schlag von außen kommt. Oder es sind innere Prozesse, die lange darauf gewartet haben, dass man sich ihnen stellen kann. Wir scheinen so oft Spielball zu sein, von Dingen, die wir nicht kontrollieren können. Und dann scheinen alle Bemühungen umsonst gewesen zu sein, weil man offenbar immer wieder von vorne anfangen muss.

Vor- und Rückschritt? Oder der normale Lauf der Dinge?

Vielleicht hilft es da, wenn man sich daran erinnert, dass man – auch wenn es wieder einmal nicht „rund“ läuft – keinen Rückschlag einstecken muss, sondern im ganz normalen Kreislauf der Natur steckt. Selbst Shiva konnte den Fluch Dakshas nicht vollständig von Chandra nehmen. Aber er ist immer wieder bereit, ihm neue Kraft zu spenden. Und wenn die Anstrengungen auf der Matte oder dem Meditationskissen einmal nicht mehr zu helfen scheinen, dann hilft es vielleicht, trotzdem sitzen zu bleiben und davon auszugehen, dass wir immer noch auf Shivas rechter Augenbraue sitzen. Und dass sich unsere Praxis auch immer wieder auszahlen wird.


Bild: Pexels/ Pixabay

Dr. Engelbert Oman

Dr. Engelbert Oman

Dr. Med. Univ. Engelbert Oman, M.D. (Wien) wurde 1960 in Wien geboren und machte 1992 seinen Abschluss an der medizinischen Fakultät der Universität Wien. Zusätzlich ist er in klassischer Homöopathie sowie in Ayurvedischer und Chinesischer Medizin ausgebildet.

Bereits seit seiner Jugend interessierte Dr. Oman sich für meditative Techniken und alternative Medizin, bildete sich auf seinen vielen Reisen weiter, die ihn u.a. auch nach Indien führten. Die Gewissheit, dass der Mensch nicht nur aus physischem, emotionalem und mentalem Körper besteht, veranlasste ihn zu einer Suche in vielen verschiedenen Bereichen der Medizin, wobei hauptsächlich die spirituellen Aspekte sein Interesse fanden. 1982 lernte er dann in Indien seine spirituelle Meisterin Shri Mataji kennen, die ihm die tatsächliche Bewusstseinserfahrung des höheren Selbst durch die Erweckung der Kundalini-Energie ermöglichte.

Mehr Info auf www.meditationmuenchen.org und www.facebook.com/sahajayoga.munchen/


Vortrag: Samstag, 14. Oktober, 15:30 – 16:15 Uhr

Durch die authentische Kundalini-Energie zum gedankenfreien Bewusstsein und Yoga-Samadhi (Impulsvortrag mit Kundalini-Erweckung & Meditation)

Vergesst bitte alles, was ihr bisher über Kundalini gehört oder gelesen habt. Die authentische Kundalini ist die urmütterliche Evolutionskraft, die uns nie schaden wird. Beim praktischen Teil werden durch eine geleitete Meditation und die Anwendung von heilenden Affirmationen, Blockaden in den Chakren gelöst, um den Fluss der Kundalini-Energie bis zum Kronenchakra zu ermöglichen. Durch diesen spürbaren Vorgang wird in uns ein Prozess eingeleitet, der uns zum höheren Selbst und zur Selbstverwirklichung (Yoga-Samadhi) führt.

Dr. Engelbert Oman auf der YogaWorld 2023 in München:

Samstag, 14. Oktober// 15:30 – 16:15 Uhr // „Impulsvortrag mit Kundalini-Erweckung & Meditation“ // Yamuna Vortragsraum


Kundalini-Workshop: Sonntag, 15. Oktober, 14.45 – 15.30 Uhr

Mit Initiations-Meditation und Live Musik zur Selbstverwirklichung in gedanken-freiem Bewusstsein

Solange wir in der Meditation nicht gedankenfrei werden, können wir nicht tiefer gehen in unserer Selbstverwirklichung und unserem Yoga-Samadhi. Die eingebaute Lösung ist die Erweckung der urmütterlichen Evolutionskraft, unserer authentischen Kundalini-Energie, die unser inneres Chakrensystem nährt, balanciert und alle Potentiale des höheren Selbst entfaltet (Selbstverwirklichung).

Durch die geleitete Meditation und indische Live-Musik können sich Blockaden in den Chakren lösen, die Kundalini steigt auf, öffnet das Kronen-Chakra, befreit uns von unerwünschten Gedanken und entfesselt in uns die bedingungslose Freude des Spirits.

Dr. Engelbert Oman auf der YogaWorld 2023 in München

Sonntag, 15. Oktober// 14:45 – 15:30 Uhr // „Kundalini-Workshop mit Initiations-Meditation und Live Musik“ // Ganesha Yogaspace


Michael Geißdörfer

Michael Geißdörfer stellt auf der YogaWorld 2017 in München die BKK Provita vor, eine Krankenkasse mit Fokus auf alternative Mehrleistungen wie Osteopathie, Anthroposophischer Medizin und pflanzliche Arzneimittel (z.B. Globuli u. Schüßler Salze). Besonders am Herzen liegen uns außerdem die Themen Achtsamkeit und pflanzliche Ernährung.

Mehr zur BKK Provita gibt es hier:
www.bkk-provita.de
www.facebook.com/bkkprovita

Michael Geißdörfer auf der YogaWorld 2017 in München:
Freitag, 20. Januar 2017 // Vorstellung der BKK Provita //17:45 – 18:30 Uhr // Yamuna Vortragsraum

Dranbleiben, aushalten – Liebe leben!

Buchtipp_Bereit fuer die Liebe_

Geben wir Beziehungen zu schnell auf? Ist die Liebe in Gefahr? Katharina Middendorf und Ralf Sturm nähern sich in ihrem Buch „Bereit für die Liebe“ der  Liebe als Haltung an – und inspirieren zur Zusammenarbeit und eigenen Entwicklung im yogischen Sinne. Yogajournal hat sich mit dem (Autoren-) Paar unterhalten.

YJ: Zu Beginn eures Buches „Bereit für die Liebe“ schreibt ihr Beunruhigendes: „Die Liebe ist in Gefahr“! Was droht da? Was gefährdet hier welches ­Gefühl?
RS: Die Liebe ist als Haltung in Gefahr. Nicht als romantisches Gefühl – das kann man im Zeitalter der sozialen Medien immer wieder neu ausleben. Wir meinen Liebe als Einstellung, die uns durchdringt und aus der wir in die Welt gehen.
KM: Und die Auseinandersetzung miteinander, die Tatsache, dass man sich und einander aushält. Wegen der vielen Möglichkeiten der schnellen Bedürfnisbefriedigung schwindet dazu die Bereitschaft. Dabei kann Bleiben große Qualität haben und muss keinesfalls der Individualität im Weg stehen.

YJ: „Aushalten“ klingt tendenziell mühsam und passiv. Wo liegt die Grenze zu Zurückstecken und Selbst­verleugnung?
K: Das wird tatsächlich oft damit verbunden. Dann kommt der meist wohlmeinende Ratschlag „Achte auf dich! Der Andere will dich einschränken, schau, dass du deine ­individuelle Entwicklung nicht hinten anstellst.“ Dabei findet die ja genau im Aus­halten statt.
R: Es kann zwei Formen annehmen: Man hält pathologisch etwas aus – aus Angst, verlassen zu werden, weil man sich selber nicht mag und denkt, man müsse bleiben. Zum anderen kann ein Denkfehler vorliegen: Man hält ­etwas aus, was aus anderer Perspektive auch anders gesehen werden kann. Im Buch wollen wir darauf hinaus, dass wir oft unter etwas leiden, das bei näherer Betrachtung gar kein Leiden ist.

YJ: Habt ihr einen Beziehungsratgeber geschrieben?
K: Natürlich können wir uns nicht ganz davon distanzieren. „Bereit für die Liebe“ kann anregen, alle möglichen Beziehungsmuster ehrlich und mitfühlend anzuschauen und Einblicke zu gewinnen, mit denen man weitergehen kann. Was wir nicht geschrieben haben, ist ein „Schritt für Schritt“-Programm à la „In 7 Schritten zur glücklichen Partnerschaft“. Das nutzt keinem. Wie soll man eine ­Haltung in einem Raster erlernen?

YJ: Ein Plädoyer für Perspektivenwechsel und das Ändern von Mustern?
R: Wenn wir nicht mehr hinter dem Schleier der Gedanken agieren, sondern aus einer liebevollen Haltung heraus, kann das Herz wirklich aufgehen.
Was wäre das Gegenteil?
K: Resignation. In einer Beziehung geht es aber nicht um Stillstand, sondern darum, die Stellung zu halten, um sich innerhalb des Systems zu entwickeln, nicht außerhalb.

YJ: Was kann die Yogaphilosophie, die ja vor allem individuelles Wachstum beschreibt, zu dieser Entwicklung beitragen und wie ergänzt sie sich mit Erkenntnissen aus der westlichen Psychologie?
K: Neben Verhaltenstherapie und Chakren-System hat uns die Yogaphilosophie besonders interessiert. Spiritualität und Transzendenz spielten bei vielen westlichen Psychologie-Ansätzen nicht automatisch eine Rolle. Im Yoga fehlt wiederum oft der pragmatische Ansatz, zum Beispiel: „Wie komme ich mit meiner Situation zurecht?“ Stattdessen wird so eine Frage schnell mit Sätzen wie „Alles ist eins“ abgetan. Die westliche Philosophie vernachlässigt hingegen den spirituellen Kern, der uns allen innewohnt, oder ordnet ihn maximal dem individuellen Glauben zu.
R: Ich vermisse beim Yoga oft die Erkenntnis, wie wichtig der menschliche Kontakt untereinander ist. Wir wissen inzwischen viel über das heilende Potenzial von Gemeinschaft, und die Zweierbeziehung ist nun mal die kleinste Form einer menschlichen Verbindung, in der man lernen und heilen kann.

YJ: In den Yamas und Niyamas spielt sie eine gewisse ­Rolle.
K: Stimmt, aber ist unser Verhalten anderen gegenüber erst einmal erklärt, geht es nur noch um die eigene ­innere Entwicklung – als zwei getrennt erfolgende Schritte. Dass man von der Gemeinschaft etwas widergespiegelt bekommt, habe ich dort noch nicht gelesen – vielmehr, dass ich meine Sinne so schnell wie möglich zurückziehe. Dabei ist es so spannend, was auf den weiteren Entwicklungsstufen passiert.

YJ: Ein Modewort unserer Zeit ist „beziehungs­un­fähig“. Kann man das überhaupt sein? Vielleicht eher „­beziehungsunlustig“ oder „beziehungsunwillig“?
K: „Abgrenzung“ ist auch so ein Modewort und wird
generell positiv begrüßt, nur weiß keiner so richtig, was damit gemeint ist. Wenn es sich nicht um ein pathologisches Niveau handelt, um jemanden, der nicht an Verbindung glaubt, weil er sie nie erfahren hat, dann steckt in Beziehung das größte Potenzial zur eigenen Entfaltung. Es geht um die Bereitschaft dazu. Der Vorwurf oder die Selbstdia­gnose „beziehungsunfähig“ dient eher als Ausrede.

YJ: Yoga ist ein Trendthema – kann man es auch hier mit missverstandenem Individualismus zu tun haben?
K: Als Yogi lernt man ja, sich neben sich und über die Dinge zu stellen. Auf einmal ist man nicht nur der ­Experte für sich, sondern auch Beziehung. Wenn ich mir eine solche Rolle zuweise, wird Beziehung natürlich schwerer.
R: Ein Problem im Yoga ist spiritueller Hochmut. Das Gegen­mittel ist, auch mal seinen eigenen Standpunkt infrage zu stellen. Das ist „Demut“, obwohl das gar nicht gut klingt. „Hingabe“ ist schöner.
K: Auch diesen Ausdruck würde ich eher als innere Haltung sehen. In Streits finde ich es zum Beispiel wichtig, dass man sich manchmal regelrecht in den Staub wirft, nach dem Motto „Ich hab Mist gebaut und hatte meine Gründe, aber erstmal sorry.“ Das heißt nicht, sich aufzugeben, man entscheidet sich ja bewusst dafür, es zu tun. Man kann so sehr daran wachsen, wenn es gelingt, endlich mit dem Mist aufzuhören, mit dem man sich jahre­lang vor sich selbst ­gerechtfertigt hat, und die falsch aufgebaute Vorstellung von sich abzulegen.

YJ: Wie schafft man es, bei all dieser „Beziehungsarbeit“ – allein das Wort klingt anstrengend – Leichtigkeit zu bewahren? Im Yoga heißt es: „Die Haltung soll mühelos und stabil sein“ …
K: Indem man die Dinge feiert, die es zu feiern gibt. Stichwort Sexualität: Hier kann das Spielerische sehr großen Raum bekommen.
R: Und zwar die Sexualität, in der echte Verbindung entsteht. Wenn man sich wirklich begegnet, ist Beziehungsarbeit herausfordernd, aber nicht anstrengend.
K: Wir müssen dem Genuss an schönen Dingen Platz einräumen. Wenn wir uns beschweren, dass in der ­Beziehung etwas nicht mehr stattfindet, findet es meistens bei uns selbst nicht mehr statt. Ich finde es wichtig, dass wir pendeln: zwischen Konfrontation, Leichtigkeit, Ruhe, Aktivität, Lachen, Ernst … Das lernt man beim Yoga im Wechsel zwischen den unterschiedlichen Haltungen, Übungen und Energien. Diese Flexibilität sollte man auch in der Beziehung bewahren.

YJ: Wann ist doch der Punkt für die Trennung ­gekommen?
R: Wenn man merkt, dass diese „Arbeit“ einen nicht mehr auf eine neue Stufe hebt. Man muss aber genau unterscheiden, ob man sich vom Partner oder von einem unhaltbaren ­Zustand trennen will! Wenn ich klar sage, dass ich etwas so nicht mehr erleben möchte, hat der Partner die Chance, damit aufzuhören oder es anders zu machen. Er kann sagen:„Bevor du abhaust, ändere ich mich mit dir.“ Trennung ist dann unausweichlich, wenn der andere nicht mitgehen will.
K: Im Therapie-Setting kann man es bemerken, wenn alles ganz still wird…

YJ: Wie habt ihr eigene Erfahrungen als Paar eingebracht?
R: Auch wir waren schon einmal in einem unhaltbaren Zustand angekommen und wollten so nicht mehr weitermachen. Es ist ­geglückt, weil uns beiden die Beziehung wichtig war und wir uns aufeinander zubewegt haben, anstatt nur zu verhandeln.

YJ: Ihr seid nicht in der „Komfortzone des Kompromisses“, wie ihr es nennt, verharrt, sondern habt den „gnadenlos schweren Schritt der Hingabe ohne Selbstaufgabe“ unternommen. Worin besteht dieser „Deal“?
R: In wirklicher Freiheit. Die im Grunde infantile Vorstellung von Freiheit, in der mir keiner sagt, was ich zu tun und zu lassen habe, erschwert Verbindung sehr. ­Auf der anderen Seite will natürlich niemand mit jemandem leben, nach dessen Pfeife er tanzen soll. Wenn ich eine Haltung der Liebe entwickle, kann ich verbunden UND frei sein – weil ich mich dafür entschieden habe. Alle Verbindungen zu lösen, bedeutet eher Isolation als Freiheit.
K: Die gute Nachricht ist: Sich in dieser Hinsicht „neu zu programmieren“ ist keine Lebensaufgabe. Hingabe eröffnet eine neue Straße im Gehirn, die im Lauf der Zeit immer breiter und einfacher zu beschreiten sein wird.

YJ: Ihr sprecht im Buch von Bhakti Yoga und Raja Yoga.
Vereinfacht gefragt: Welches Zusammenspiel von „Denk-“ und „Herzyoga“ ist für Beziehungen ideal?
K: Hier hilft eine Übung: Man kann eine Decke als Dreieck falten. Je eine Spitze repräsentiert Herz, Kopf und Körper. Man kann sich auf jede Spitze stellen und von dort eine Entscheidung treffen, die anderen bleiben dennoch im Blickfeld. Wenn man die Spitzen in der Mitte aufeinander legt und sich draufstellt, ist man in der vierten Dimension, dem Ziel des Yoga. Es handelt sich um die gleiche Ausrichtung auf verschiedenen Wegen. Wohin wir gehen, ist unsere persönliche Entscheidung. Die Möglichkeiten wirken nicht gegensätzlich, sondern komplementär.
R: Wir brauchen alle Wege, die wir konkret beschreiten können. In unserem Buch wollen wir das mit den „Spielfeldern“, also den Chakren, verdeutlichen. Beziehung findet ja nicht nur durch Hingabe, im Herzen oder durch „Slow Sex“ oder „Soul Sex“ statt, entwickelt sich nicht nur im zweiten Chakra oder aus Denkfehlern heraus. Es gibt zum Beispiel auch ganz konkrete wirtschaftliche Elemente.

YJ: Könnt ihr als, nun ja, „Ratgeberautoren“ abschließend doch einen Tipp geben?
R: Sich als Doppelteam von „Reiseführern“ zu ­sehen und die Stationen, die sich auf der Reise ergeben, durch zwei Objektive aufzunehmen: die Yoga- und die Psychologiekamera. Die Bilder, die dabei entstehen, sind garantiert ­spannend. //

Das Buch „Bereit für die Liebe – Wenn du denkst es ist vorbei, fängt es eigentlich erst an“ von Katharina Middendorf und Ralf Sturm ist bei Kamphausen erschienen und kostet 19,95 Euro.

In seinem Artikel die Kraft der Liebe fragt Ralf Sturm  was passieren kabnn, wenn wir uns wirklich entscheiden, zu bleiben.


Bild:Janrickers.com/  Buchcover „Bereit für die Liebe“

Dies.Das.Asanas. – Der dreibeinige Hund

Asana_dreibeiniger Hund_Jelena Lieberberg

Auf der Basis eines kraftvollen und zugleich ruhigen herabschauenden Hundes kann Spielraum für etwas Neues entstehen. In diesem Fall für Eka Pada Adho Mukha Shvanasana – oder ganz einfach: den dreibeinigen Hund.

Der dreibeinige Hund

Ein Mensch braucht jeden Tag Futter – und das auf ganz verschiedenen Ebenen: Zu den „Lebensmitteln“ zählen neben Essen, geistiger und sozialer Nahrung auch Möglichkeiten, sich in unterschiedlichen Bewegungsformen zu entfalten. „Downdog“ ist dabei mein bester Freund unter den Asanas: Er zeigt mir, sobald ich mich über ­mei­ne­ Hände nach hinten schiebe, wie es um ­meine posteriore Faszienkette steht, ob sich Blockaden entlang der Wirbelsäule bemerkbar machen und inwieweit ­meine Praxis heute eher Yin- oder Yang-lastig sein ­sollte. An manchen Tagen geben mir fünf stille Atemzüge im schlicht gehaltenen Downdog schon alles. An anderen Tagen merke ich, wie die Haltung meine Abenteuerlust weckt, und ich versuche, jeden Winkel meines Körpers zu erforschen. Der hier gezeigte verbundene dreibeinige Hund kombiniert den aktiven, starken Rücken der klassischen Variante mit einer Rückbeuge, die die Oberschenkel­vorderseite und die gegenüberliegende Schulter mobilisiert. Gleichzeitig kann man Weite und Raum in den Hüftgelenken erzeugen. Nicht umsonst wird die Asana auch als „geladener Skorpion“ bezeichnet: Sie bringt Spaß und frischen Wind, wenn es mal ein bisschen mehr sein darf.

Macht das Spass?

Ja! Falls Rückbeugen allerdings herausfordernd für Sie sind, reicht es, den Fuß zum Gesäß zu ziehen, anstatt ihn nach hinten weg zu schieben.

Muss ich das können?

Nein. Diese Asana bietet sich erst an, sobald sich Ihre Fersen im herabschauenden Hund schon dem Boden annähern.

Was muss ich dafür tun?

Ein paar Sonnengrüße helfen, die Rückseite des Körpers und die Brustwirbelsäule vorzubereiten. Wenn Sie mögen, können Sie zusätzlich Oberschenkel und Schultern mobilisieren, zum Beispiel mit dem Bogen (Dhanurasana).

Schritt für Schritt

  1. Beginnen Sie im herabschauenden Hund (Adho Mukha Shvanasana). Stabilisieren Sie Schultern und Rumpf und heben Sie das rechte Bein gerade nach hinten. Die Hände bleiben fest geerdet, während Sie eine Weile mit der Position spielen: Zuerst beugen Sie den Fuß und schieben die Ferse in Richtung Decke, dann strecken Sie das rechte Bein höher und weiten die Leiste, ohne dabei die Position Ihrer rechten Schulter zu verändern.
  2. Von hier aus verlagern Sie Ihr Gewicht auf die rechte Hand, um die linke vom Boden lösen zu können. Spielen Sie zunächst ein bisschen mit dem Gleichgewicht. Erst wenn Sie sich stabil in der Haltung fühlen, ­beugen Sie Ihr rechtes Bein und greifen den Fuß mit der linken Hand.
  3. Entweder ziehen Sie den Fuß nur zum Gesäß und schmiegen Ihre linke Schulter dichter an den ­Rücken oder Sie vertiefen die Rück­­beu­ge, indem Sie den Fuß ähnlich wie beim Bogen (Dhanurasana) vom Körper weg ziehen. Dabei initiieren Sie die Rückbeuge möglichst deutlich von der Brustwirbelsäule her.
  4. Bleiben Sie etwa fünf Atemzüge lang in der Haltung. Danach setzen Sie Hand und Fuß wieder achtsam am Boden ab. Bei Bedarf geben Sie Handgelenken und Schultern zunächst eine kurze Pause und schütteln Ihre Beine aus. ­Anschließend wiederholen Sie das Ganze auf der anderen Seite.

Wo wir gerade beim Hund sind: Der dreibienige Hund ist nicht zu verwechseln mit der energetischen Rückbeuge, dem Wilden Hund!


Foto: Henryk Berlet; www.oooyeah.de

Das liebe Geld!

Sparschwein als Symbol für Geld-Fabian Blank Unsplash.com

Selbständig sein, gut über die Runden kommen und Yoga leben – wie passt das alles zusammen? Aus dem Leben einer New Yorker Yogalehrerin.

Sadie Nardini ist ein typisches Beispiel für viele ­Yogalehrende: Noch vor einigen Jahren hetzte sie durch ihre Heimatstadt New York, unterrichtete mehr als ein Dutzend Yogaklassen pro Woche und kam kaum über die Runden. Wenn sie nach dem Preis für Privatstunden gefragt wurde, wollte sie eigentlich „125 Dollar“ sagen, aber statt dessen murmelte sie schüchtern: „50?“. „Ich glaube, ich habe das Thema Geld genauso vermieden wie die gebundene Dreieckshaltung“, gesteht Sadie. Bis sie irgendwann einsah, dass es an der Zeit war, ein wichtiges Prinzip ihrer Yogapraxis auch im Alltag anzuwenden: „Asanas sind kraftvoll, aber nicht immer nur angenehm“, erklärt Sadie. „Aber erst wenn man bereit ist, sich auch den unangenehmen Herausforderungen zu stellen, bekommt man Gelegenheit, zu wachsen.“

Sie setzte sich mit einer Tasse Chai in ihr Lieblingscafé und schrieb alles auf, was ihr zum Thema einfiel: Zuhause hatte der Vater die Familienfinanzen verwaltet, sie bekam erst spät eigenes Geld und fühlte sich lange davon überfordert. Als frisch gebackene Yogalehrerin hatte sie das Gefühl, sie dürfe kein Geld annehmen für etwas, das sie so gerne tat. Müsste sich Geldverdienen nicht mehr nach harter Arbeit anfühlen? Auch eine gewisse Scham spielte eine Rolle: Verrate ich die Ideale des Yoga, wenn ich finanziellen Profit daraus schlage? Dahinter steckte aber noch mehr: „Ich konnte nie so viel verlangen wie meine Freunde, weil ich tief in meinem Inneren auch ein Problem mit meinem Selbstwertgefühl hatte“, gesteht Sadie. An dem Nachmittag im Café nahm sie sich vor, nicht länger in diesen alten Mustern hängenzubleiben: Sie begann, ihre Gedanken, Gefühle und ­Verhaltensmuster zum Thema Geld ganz bewusst zu beobachten. Sie ging strategischer an die Frage heran, wann und wo sie unter­richtete, um nicht unnötig Energien zu verpulvern. Sie verlangte tatsächlich 125 Dollar für Privatstunden – und bekam sie auch. Nicht, dass all das immer ganz einfach und mühelos gewesen wäre. Aber jedes Mal, wenn sie beklemmende Gefühle und Widerstände bei sich wahrnahm, tat Sadie genau das Gleiche wie in der gebundenen Dreieckshaltung: Sie atmete tief, lenkte die Atmung an die Stellen, wo es sich besonders unangenehm anfühlte, und übte sich in Geduld und Hingabe.

Ein gesundes Verhältnis zum Thema Geld entwickeln

Sadie hat ein paar schwierige Schritte zu einem ­entspannteren, gesünderen Verhältnis zum Geld gemeistert, findet Brent Kessel. Er ist Buchautor, Yogi und Mitbegründer einer großen amerikanischen Firma für nachhaltige Investments. „Viele Menschen machen Geld für alle Übel der Welt verantwortlich, vermeiden es aber, sich ihr eigenes Verhältnis dazu wirklich klar vor Augen zu führen,“ meint Kessel. „Dabei kann Geld ein spiri­tueller Lehrer sein, wenn man bereit ist, ihm mit demselben Grad an Bewusstheit und klarer Intention zu ­begegnen wie anderen spirituellen Praktiken.“

Aber wie kann etwas so Uninspirierendes wie der eigene Kontoauszug eine ähnlich transformierende Wirkung entfalten wie ein*e großartige*r Yogalehrer*in? Zunächst einmal, indem er einem die eigenen Muster spiegelt, meint Kessel. Summiert sich mein Hang zu Green-Smoothies im Trend-Café allmählich zum eher unbekömmlichen ­Posten im Monatsbudget? Oder könnte ich mir nicht längst mal wieder einen schönen Urlaub gönnen, anstatt die Euros auf dem Sparkonto vergammeln zu lassen? „Ich denke, jeder handelt ganz selbstverständlich in einer Weise, von der er annimmt, dass sie das eigene Glück fördert und Leid verhindert“, meint Kessel. „Erst wenn wir uns ­fragen, warum wir uns auf diese bestimmte ­Wei­se ­verhalten und welche Schmerzen es sind, die wir dadurch vermeiden möchten, können wir unter Umständen zu ­einer anderen Schlussfolgerung gelangen.“

Der Vorteil der Yogi*nis

Dazu gehört es ganz wesentlich, sich den eigenen ­Ängsten und Widerständen bewusst auszusetzen. Yogi*nis haben dabei dank ihrer Asana-Praxis einen entscheidenden Lernvorsprung: Im Yoga verbessern wir ständig unsere Fähigkeit, unangenehme körperliche Empfindungen zu analysieren und bis zu einem gewissen Grad auszuhalten. Erinnere dich zum Beispiel daran, wie in Pashchimottanasana deine Beinrückseiten manchmal gespannt haben, wie du innerlich aufbegehrt hast und am liebsten sofort aufgesprungen und davon­gelaufen wärst. Trotzdem bist du sitzen geblieben, hast ­mithilfe der Atmung die Ruhe bewahrt und dich selbst in deiner Auflehnung freundlich zu beobachten ­gelernt.

„Genau diese Technik kannst du auch anwenden, wenn es darum geht, alte Verhaltensmuster zu erkennen und zu überwinden“, meint Kessel. Das Gute daran: Ein entspannter, vernünftiger Umgang mit Geld nimmt eine Menge Stress aus dem Alltag. Oder wie die Meditationslehrerin und frühere Wall-Street-Brokerin Claire Kinsella Holtje sagt: „Niemand wird je Samadhi (den Zustand spiritueller Erleuchtung) erreichen, während er sich Sorgen um seinen Kontostand macht.“


 

Autorin und Yogalehrerin Meghan Rabbit zum Thema Geld

Die Autorin Meghan Rabbitt hat als freiberufliche Journalistin selbst lernen müssen, mit einer gewissen finanziellen Unsicherheit leben zu müssen – auch wenn sie fast jeden Monat mit Artikeln in amerikanischen Gesundheits-, Mode- und Lifestyle-Magazinen vertreten ist: Wer weiß, was nächsten Monat kommt?

 

Anschlag auf das Ego

Foto: Misterqm / Photocase.de

Anschläge, Amokläufe und Terror: Es scheint, als sei brutale Gewalt in den vergangenen Jahren immer präsenter geworden und näher gekommen. Was könnte eine angemessene yogische Antwort auf diese Ereignisse sein?

Zu jedem aktuellen Terroranschlag oder Gewaltausbruch gibt es eine Vielzahl von Analysen. Meist werden nacheinander politische, soziologische und psychologische Erklärungen geliefert. Am Ende geht es um angemessene Reaktionen, um Schuldzuweisungen und Verantwortliche. Nur ganz selten ist etwas zu lesen, was als offene und intensive Selbstreflektion gelten könnte. Die yogische Antwort wäre aber genau das: eine kritische, individuelle Reflektion, eine persönliche, stille Selbstbefragung. Nicht dass das die einzige Reaktion sein sollte, andere Schritte sind sicher auch nötig, aber der Blick auf das eigene Leben und Handeln verspricht noch einmal ganz andere Einsichten.

Gewalttätige Beziehungen

Wir leben in Gesellschaften, die mit Gewalt verschiedenster Arten einhergehen: Wir herrschen mit rücksichts-und gedankenloser Gewalt über die Natur. Unser Lebensstil sorgt in anderen Weltgegenden für bittere Armut, Abhängigkeit und Leid. Unsere rigorose
ökonomische Herrschaft sorgt zum Beispiel für aberwitzige Bedingungen bei der Herstellung von Handys und Kleidung in Asien, für die brutale Ausbeutung von Rohstoffen
in Afrika, für die rücksichtslose Förderung von Öl auf der ganzen Welt oder eben auch für
das katastrophale Klimageschehen aufgrund unserer CO2-Bilanz. Aus einer yogischen Perspektive ist diese Art von gewalttätigen Beziehung zur Natur, unseren Mitmenschen
und allen anderen Geschöpfen ungesund und falsch, nicht nur für die Mitwelt, sondern
auch für unser eigenes (spirituelles) Fortkommen. Eine ehrliche, kritische Selbstreflektion
gibt über das eigene Leben und seine Folgen Auskunft. Vor allem bei Wertungen, Urteilen und Verurteilungen lernen wir, genauer hinzuschauen. Und dabei geht es eben nicht nur
um die Allerweltsaussage „alles hängt irgendwie mit allem zusammen“, sondern um die genauen Ursache-Wirkung-Zusammenhänge und exakte Beschreibungen der Wirklichkeit, wie wir sie durch unser Handeln erst generieren.

„Wir-Gefühl“ durch Yoga

Neulich hat mir ein sehr netter und sehr reicher, in Dubai lebender Inder erzählt, dass es für ihn und seine Freunde dort nun zu unsicher wird, weswegen er nach München umziehen will. Was macht die Lage so bedrohlich? Aufgrund des verfallenden Erdölpreises haben die Inder Angst vor einem Aufstand der pakistanischen Gastarbeiter, die ausgebeutet werden und in prekären Verhältnissen leben. In seiner Analyse ist das Verhältnis zu den Pakistanis nur abhängig von der Entwicklung des Ölpreises auf den internationalen Märkten. Aber warum sollten Fairness und Gerechtigkeit nur von so einem abstrakten Wert abhängen?

Ein Yogi sucht sein Heil nicht zuerst in der nach außen gerichteten Suche nach Ursachen und Verantwortlichkeiten. Und er macht sich umgekehrt nicht zu sehr von äußeren Ereignissen abhängig. Auch den Analysen zur allgegenwärtigen Gewalt fehlt diese Art von Rückschluss zum eigenen Lebensstil, der möglicherweise ursächlich für das Leid anderer und bewusst oder unbewusst, gewalttätig ist. Gewaltlose Beziehungen sind die Basis und das Ziel im Yoga und sie gründen in tiefem innerem Frieden, der aus der Yogapraxis selbst kommt. Dieser erzeugt im besten Fall die innere Unabhängigkeit und Freiheit, um wirklich gewaltfrei zu leben. Die jahrtausendealte Erfahrung auf dem Yogaweg ist, dass Frieden oder Gewalt um uns herum nicht ausschließlich schicksalhaft und zufällig über uns hereinbrechen, sondern von uns gemacht werden. Die ganze Yogaidee ist, dass wir in täglicher Arbeit Einfluss auf den Lauf der Dinge nehmen. Allgemeiner gesagt: Wir sind mit unserer Mitwelt, den Mitmenschen oder Mitgeschöpfen, verbunden. Es gibt sozusagen immer nur ein „Wir“, das im Yoga ohne Einschränkungen gedacht wird. Der Spiegel-Autor Sebastian Hammelehle konstatiert einen grassierenden „kollektiven Egoismus“ und ein „verkrüppeltes Wir einer Ich-Gesellschaft, die nur noch mit denjenigen Solidarität empfinden kann, in denen sie ihr eigenes Spiegelbild erkennt“. Yoga hat das Potenzial, aus einem beschränktem „Ich“ ein echtes, umfassendes „Wir“ zu machen.


Bild: Misterqm / Photocase.de

Montags-Mantra: Sei da!

Goldene Buddha Statuen in einer Reihe; Bild: Alexandre Chambon

Das heutige Mantra ist ein Zitat. Kurz, knapp. Nicht mehr und nicht weniger:

 

Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden. (Buddha)

 

Auf den ersten Blick wirkt das Zitat simpel. Auf den zweiten Blick, entpuppt es sich als kniffelige Alltags-Aufgabe. Fast allen von uns fällt es bisweilen schwer, die Verabredung mit dem Leben einzuhalten: Allzu oft vergessen wir den Treffpunkt! Wenn viele Termine anstehen, unterschiedliche Verabredungen warten und wir dazwischen noch dies und das erledigen, eilen wir in Gedanken oft so weit voraus, dass wir irgendwo sind – außer dort, wo wir uns gerade befinden. Das Zitat Buddhas erinnert uns ans Wesentliche, an unsere Verabredung mit dem Leben.

Also, kommt gut durch die Woche und denkt an eure Verabredung!


Bild: Alexandre Chambon/ unsplash.com