Plastisch elastisch – Yoga im Museum

Mit ihrem Projekt „GuckGut“ bereichert Gabi Damianakis in München die Yogaszene um eine tolle Idee. Sie bietet in diversen Museen Yogastunden an, in denen man sich mit sich selbst und der ausgestellten Kunst beschäftigt.

Gabi, wie kamst du auf die Idee, Yoga im Museum anzubieten?
Inspiriert hat mich die Geschichte des Minotaurus, der, halb Mensch, halb Tier, eingeschlossen in einem Labyrinth lebt. Die komplexe Geschichte seiner langen Gefangenschaft und der Befreiung, die er mit dem Leben bezahlt, haben Parallelen zu unserem Leben. Er weiß nicht, wohin er gehört, er leidet. Könnte er anders leben? Könnte er die Geschichte ändern, wenn er seine Wahrnehmung ändert? Die griechische Mythologie ist eine wahre Schatzkiste für Yogis! Die Idee, in Museen Yoga zu machen, kam wie ein Frühlingsschauer, der alles gedeihen lässt. Es gab keinen konkreten Moment. Ich glaube, die Ideen schwirren im Universum herum und warten nur darauf, von jemandem
empfangen zu werden. Vielleicht war ich gerade spazieren, als ein solcher Ideenschauer unterwegs war. Den Regenschirm vergesse ich sowieso immer. „GuckGut“ heißt: Wände öffnen, sich befreien, gut hingucken, aufmerksam sein, Grenzen überwinden und frei werden. Wir werden durch unsere Kultur in unserem Denken und Verhalten geprägt. Das schließt auch die Nutzung der Museen ein. Wenn wir ein Bild von der Wand nehmen, beenden wir eine Geschichte. Wir sehen nur eine Wand. Ende. Hängen wir ein Bild auf, so öffnet sich der Raum und eine Reise beginnt. Das gleiche macht Yoga. Wir reisen in unser Innerstes und öffnen immer wieder neue Räume, wir werden an neue Grenzen geführt, die wir überwinden müssen, um frei zu werden.

Wie kann ich mir eine solche Stunde bei dir vorstellen?
Erst mal kommen wir an. Wir schließen die Augen und werden uns bewusst, wo wir sind. Durch den Atem beruhigen wir unsere Gedanken und entspannen den Körper. Das ist ein wichtiger Teil meiner Führung, die sanft vom Alltag und der Umgebung weg führt. Wie beim Tauchen verlassen wir eine Welt und begeben uns in eine neue Atmosphäre, still und konzentriert. Ich erzähle Einiges über den Künstler oder die Skulpturen und stelle dabei eine Verbindung zu uns und unserem Leben her. Vor verschiedenen Werken machen wir Asanas, die uns tiefer in das Werk hinein führen. Die Führung ist ein Experiment, ein Spiel, das inspiriert. Wir selbst werden zu einem Kunstwerk im Museum. Zum Abschluss meditieren wir und lassen das Erlebte nachwirken. Selbst wenn andere Museumsbesucher unterwegs sind, werden diese ganz still, weil sich eine sehr intensive Stimmung entwickelt.

Wohin soll die Reise gehen? Kannst du dir auch vorstellen, im Museum „geschlossene Stunden“ auf der Matte zu geben?
Die Villa Stuck öffnet exklusiv für uns Yogis. Wir haben die Räume für uns allein. Die Atmosphäre ist dort sehr elegant und extravagant. Es ist eine ganz besondere Gelegenheit und große Freude für mich, in solchen Räumen ein so experimentelles Projekt realisieren zu können. Die Matten werden vielleicht auch mal dabei sein, aber es geht besonders um Wahrnehmung. Dafür braucht man eigentlich keine Matte. Prinzipiell würde ich überall Yogasessions halten, am Hauptbahnhof genauso wie im Supermarkt! Wichtig ist für mich, eine Verbindung zum Ort und der Geschichte herzustellen.

Für wen sind die Yogastunden im Museum gedacht?
„GuckGut“ ist für jeden gedacht. Ob alt oder jung, die Haltungen sind nicht schwierig und jeder geht, soweit er kann, wie in jeder Yogastunde. Mitbringen sollte man Freude am Experimentieren – und auch mentale Flexibilität und ein guter Schuss Humor schaden sicher nicht. Die größte Freiheit ist es schließlich, wenn man über sich selbst lachen
kann.


gabi_yoga_museumGabi Damianakis wurde als Tochter einer deutschen Mutter und eines griechischen Vaters in Ost-Berlin geboren, kam als Kind in den Westen und hat über 20 Jahre in Italien gelebt. Heute wohnt sie in München, wo sie ihrer Kreativität freien Lauf lässt. Mehr Infos zu Gabis Projekten und die nächsten „GuckGut“-Termine unter:
www.gabi-damianakis.de

Noeli Naima

Als Teenanger besuchte Noeli während ihrer Tanzausbildung in ihrer Heimat Brasilien besuchte Körperbewusstseinsstunden, die auf Hatha Yoga basierten und sie tief beeindruckten. Nach diesen Stunden erlebte sie eine tiefe Entspannung und Frieden mit sich selbst und mit ihrem Körper – das war sehr erlösend und schön. Damit war ihre Liebe zu Yoga entfacht und Noeli wagte nach langen Jahren als Yogaschülerin (sie arbeitete als Eventmanagerin) den Sprung auf die andere Seite und ist nun nicht nur Yogalehrer für u.a. Sivananda Yoga, Prana Flow Yoga und Liquid Asana Vinyasa Yoga, sondern auch Ausbilderin für Prana Flow Yoga sowie Heilpraktikerin, weil das in ihren Augen untrennbar miteinander verknüpft ist.

 

Julia Deka

Julia ist zertifizierte Yogalehrerin, AcroYoga-Lehrerin und AY-Fit Trainerin (Akrobatik Fitness). 

Sie wuchs mit Yoga und Meditation auf. Während und nach ihrem Studium (Sanskrit und Ethnologie) verbrachte sie insgesamt drei Jahre in Indien, Thailand und Burma und beschäftigt sich seither intensiv mit Yoga, Akrobatik und Thai-Yoga-Massage. Seit 2011 lebt sie (wieder) in Freiburg und unterrichtet leidenschaftlich AcroYoga, Akrobatik, Yoga, Flying Bodywork, Kinderyoga, Family- / Eltern-Kind Yoga. 

Webseite: www.yolaya.de

Rosenberg

Im Rosenberg Ayurveda Gesundheits- und Kurzentrum wird Ayurveda als fachkundige Medizin praktiziert. Unter einem Dach mit der Europäischen Akademie für Ayurveda angesiedelt, profitiert das Zentrum von der wissenschaftlichen Kompetenz internationaler Ayurveda-Ärzte und -Therapeuten.

Inmitten des idyllischen Vogelsbergs genießen die Kurgäste eine persönliche Atmosphäre sowie eine bio-zertifizierte Ayurveda-Küche bei authentischen Panchakarma- und Regenerationskuren.

www.rosenberg-ayurveda.de

 

HHP

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Nepalaya

Nepalaya ist ein Familienunternehmen mit Großhandelssitz in Teningen  bei Freiburg und einer  Manufaktur in Kathmandu/Nepal. Basu Tiwari, der zusammen mit Hilke Tiwari das Unternehmen gründete, stammt selbst aus Nepal und kennt die schlechte  Arbeitssituation für die Menschen im Land.