Kurze Meditation für Kreativität und innere Klarheit

Yogis haben es gut: „Als Praktizierende von Yoga und Meditation lernen wir, bewusst eine Zeit und einen Raum zu schaffen, innerhalb derer wir Grenzen auflösen und zu unserer kreativen Inspiration vordringen können“, meint die Yogalehrerin und frühere Designerin Elena Brower. Hier stellt sie uns dazu eine geführte Meditation vor: „Es geht darum, einen Zugang zum zentralen Körperkanal zu erforschen. Von dort aus können Kreativität und innere Klarheit aufsteigen.“ 

➳Nehmen Sie eine bequeme Sitzhaltung ein, bei der die Knie niedriger lagern als die Hüften. Atmen Sie durch beide Nasenlöcher ein und lassen Sie den Atem bis tief hinab ins Becken fließen. Versuchen Sie, diese Bewegung mit einem sanften Gefühl des Sinken zu verbinden. Dann atmen Sie aus den Tiefen des Beckens wieder durch die Nasenlöcher aus und verbinden das in der Vorstellung mit einem Gefühl des Aufsteigens.

➳Nachdem Sie sich eine Weile in diese Atemführung vertieft haben, fügen Sie mit Hilfe eines Mudras ein Element der Empfänglichkeit hinzu: Legen Sie die Hände in Höhe des Herzens zu einer Schale geformt aneinander. Dabei zeigen die Handflächen nach oben und die kleinen Finger berühren sich.

➳Atmen Sie weiterhin durch die Nasenlöcher tief ins Becken und nehmen Sie wahr, wie Sie sich über Ihre Hände und Ihren Atem öffnen und empfänglich machen. Laden Sie die Quelle Ihrer Kreativität in Ihren physischen Körper ein und beobachten Sie, welche Gedanken oder Empfindungen dabei aufsteigen.

➳Heißen Sie jeden Atemzug willkommen und nehmen Sie wahr, wie der Atem mit jeder Ein- und Ausatmung länger, regelmäßiger und geduldiger wird. Mit der wachsenden Stabilität, die Sie in Ihrem Atem und Ihrem Körper finden, schaffen Sie einen fruchtbaren Boden für die Samen Ihrer Kreativität.

➳Bevor Sie nach 3 bis 11 Minuten die Meditation beenden, stellen Sie sich vor, dass Sie mit einer tiefen Einatmung Licht bis in die Tiefe Ihres Beckens fließen lassen. Dabei legen die Hände vor dem Herzen im Anjali Mudra aneinander. Dann atmen Sie wieder durch die Nasenlöcher aus und ziehen den Nabel nach hinten zur Wirbelsäule. Dabei stellen Sie sich vor, wie das Licht aus dem Becken in Ihnen aufsteigt, Ihr gesamtes Wesen erfüllt und um Sie herum ausstrahlt.

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