Yoga: Eine lebendige Tradition

Mysore ist das Mekka des modernen Yoga in Südindien. Die Stadt hat viele großartige Lehrer wie S.K. Patthabi Jois, B.N.S. Iyengar, Desikachar und B.K.S. Iyengar hervorgebracht, die mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten die erste Generation von Lehrern sind, die sich alle auf Sri T. Krishnamachacharya berufen. Ashtanga Vinyasa Yoga entwickelt sich als eine lebendige Tradition weiter und mittlerweile gibt es viele erfahrene Lehrer der zweiten und dritten Generation, die ihr fundiertes Wissen weitergeben.

Während meines Aufenthalts in Mysore durfte ich fünf Wochen lang intensiv mit Chidananda und seinem Vater Sri S.V. Venkateshaiah Asanas und Pranayama üben. Beide sind Schüler von B.N.S. Iyengar und unterrichten sowohl Inder als auch Westler in ihrer kleinen Shala im Stadtteil Gokulam.

Interview_JanoschJanosch: Wie lange übt ihr bereits Yoga?
Venkateshaiah: Ich habe die letzten 30 Jahre Yoga praktiziert. Ich habe 18 Jahre lang bei meinem Lehrer B.N.S. Iyengar 18 Jahre gelernt, bevor ich seinen Segen bekam, selbst unterrichten zu dürfen.
Chidananda: Ich habe mit 8 Jahren angefangen, Ashtanga Yoga zu üben. Es hat mich immer fasziniert, meinen Vater üben zu sehen und ich wollte das auch lernen. Es war eine schöne Zeit, als ich mit meinem Vater und seinen Freunden unter den wachsamen Augen unseres Lehrers B.N.S. Iyengar lernen durfte. Mittlerweile bin ich seit über 25 Jahren dabei.

Venkateshaiah, übst Du immer noch? Wie sieht deine Yogapraxis aus?
Venkateshaiah: Natürlich übe ich noch jeden Tag. Ich mache zwar nicht mehr so viele Asanas wie früher, aber dafür übe ich mehr Pranayama und meditiere. Asanas üben ist wie Gemüse waschen. Irgendwann muss es doch auch schnippeln und sich was Leckeres zu essen machen. Also darf man nicht nur auf den Asanas hängen bleiben, weil diese einen nicht zur letzten Stufe des Yoga bringen werden. Die höheren Glieder des Yoga müssen auch praktiziert werden. Die Haltungen sind nur ein kleiner Teil davon.
Chidananda: Auch ich praktiziere jeden Tag. Früher habe ich oft länger als drei Stunden geübt – aber jetzt bin ich Familienvater und Lehrer. Das braucht auch eine gewisse Aufmerksamkeit (lacht).

Wie wichtig ist eine eigene unabhängige Praxis für einen Lehrer?
Venkateshaiah: Wenn man nicht selbständig übt, hat man wenig Referenzen, um fundiert zu unterrichten. Das Üben lässt den Menschen besser werden. Wer nicht übt, wird schnell lethargisch und hat seinen Körper nicht mehr unter Kontrolle. Wenn der Geist in keinem guten Zustand ist, wird der Körper nicht mitmachen und umgekehrt. Es gibt hier eine voneinander abhängige Beziehung. Wenn der Geist bedrückt ist, wird der Körper folgen. Egal, was deinem Geist passiert: Es wird sich in deinem Körper zeigen.

Ihr seid Vater und Sohn – wie ergänzt ihr euch in der Shala?
Chidananda: Ich bin nur sein Schüler. B.N.S. Iyengar war mein erster Lehrer. Mein Vater ist mein zweiter Lehrer. Es gibt immer noch so viele Dinge, die ich von ihm lernen kann. Wenn ich mir unsicher bin, kann ich ihn immer fragen, weil er über ein breites Wissen verfügt.

Sollte man täglich üben? Und wenn ja: Warum? Und was?
Venkateshaiah: Es ist besser, wenn man täglich übt, um den Körper und das Mentale in gutem Zustand zu halten. Wenn man aufhört zu üben, wird man faul und träge. Es ist die Magie der Wiederholung, die das System so wirksam macht.

Wie wichtig ist Tradition?
Venkateshaiah: Welche Tradition? Es gibt viele Traditionen. Ashtanga Yoga kommt von den alten Rshis. Patanjali hat Yoga reformiert und es in Form der Yoga Sutras in die Welt gegeben. Deswegen nennen ihn auch manche den „Vater des Yoga“.
Chidananda: Tradition ist mir sehr wichtig. Yoga ist nicht nur für die Gesundheit. Zuerst sind da die Yamas und Niyamas – die Grundprinzipien, die man verinnerlichen muss und versuchen sollte, nach ihnen zu leben. Dann wird man verstehen, was Yoga ist. Yoga ist die Wissenschaft über das Leben selbst. Es gibt so viel zu lernen.

Wie wichtig sind Modifikationen?
Venkateshaiah: Der Lehrer sollte die Haltungen individuell an den Zustand des Schülers anpassen. Deswegen ist ein großes Wissen über die einzelnen Dynamiken im Körper so wichtig. Ohne diese kann man eigentlich gar keine Haltungen unterrichten.
Chidananda: Der Prozess sollte sehr langsam vonstatten gehen. Zuerst muss man eine Grundlage schaffen und diese sauber lernen: das Verständnis der Atmung und der korrekten Bewegung, die daraus hervorgeht. Alles spielt eine Rolle. Es ist oft besser, weniger zu üben. Wenn man zu viel macht, wird es eher eine Reihe von Dehnübungen, als eine Yogapraxis. Wenn der Prozess langsam ist, dann wird man sich auch nicht verletzen.

Wann sollte man mit Pranayama beginnen?
Venkateshaiah: Eine gewisse Perfektion in den Haltungen ist vorausgesetzt, weil man ja für eine längere Zeit ruhig sitzen muss. Außerdem ist es gut, den Kopfstand und den Schulterstand länger halten zu können. Es ist jedoch so, dass es ohne die Implementierung von Yama und Niyama keinen Sinn macht, überhaupt Asana, Pranayama und Meditation zu üben. Das ist dann sinnlos.

Was ist der Unterschied zwischen Primary Pranayama und Advanced Pranayama?
Venkateshaiah: Anfänger beginnen mit Primary Pranayama. Es ist therapeutisch sehr gut, weil es einen hohen gesundheitlichen Nutzen hat. Fortgeschrittenes Pranayama beinhaltet das Zählen und Halten des Atems. Es eignet sich nicht für Anfänger. Das Üben von Pranayama bringt dich dem endgültigen Ziel des Yoga näher. Pranayama ist die Vorbereitung. Es führt zur Meditation. Während man übt, meditiert man zwar in einer gewissen Hinsicht, aber es ist eigentlich keine Meditation.

Wie sollte man seine Yogapraxis am besten ins Leben integrieren?
Chidananda: Am besten übt man früh morgens, wenn man noch nicht gestört werden kann. Das Wichtigste ist jedoch, dass man nach moralischen Grundsätzen lebt.

Wie findet ihr es, dass Yoga so populär wird?
Chidananda: Das macht mich sehr glücklich. Menschen achten mehr auf ihre körperliche und mentale Gesundheit. Es sind die richtige Werte, die hier verstanden werden können. So kann man viel im Leben erreichen. Aber leider wird auch zu viel Augenmerk auf das Körperliche gelegt. Die moralischen Grundsätze machen den großen Unterschied.

Was kann der Westen von Indien lernen? Und was kann Indien vom Westen lernen?
Chidananda: Man kann von jeder Kultur etwas Gutes lernen. Menschen können versuchen, sich an einer Tradition zu orientieren, die ein über lange Zeit getestetes System ist. Was mir an westlichen Studenten sehr gefällt, ist der Enthusiasmus, mit dem sie neues Wissen aufsaugen. Die Leute, die hierher kommen, haben ein so gutes Gesundheitsbewusstsein.

Was erwartet Schüler, die mit deinem Vater und dir hier in Mysore üben?
Chidananda: Die Schüler erwartet ein traditioneller und ganzheitlicher Ansatz zu allen Gliedern des Yoga. Wir fangen mit fundierten Basics an und gehen langsam Schritt für Schritt vor – so, wie wir es selber gelernt haben.


Janosch_SteinhauerJanosch Steinhauers Yogaweg begann ganz plötzlich mit einem Kletterunfall und einem gebrochenen Ellbogen. Was erst als Experiment zur schnelleren Heilung gedacht war, entwickelte sich in eine ganz andere Richtung. Durch Ron Steiner kam Janosch mit Yoga in Berührung. Rons Modifikationen und sein Verständnis von balancierenden Dynamiken, die auf seinem profunden Wissen als Sportmediziner basieren, gaben Janosch ein solides Fundament für seine eigene Yogapraxis. Außerdem ist Janosch stark inspiriert von David Regelins organischem Ansatz und er wendet dieses Wissen in seiner eigenen Praxis sowie im Unterricht an. Janoschs Unterricht zeichnet sich durch individuelle Adjustments und sinnvolle Modifikationen aus, die es den Übenden erlauben, nach ihren Fähigkeiten in ihrer eigenen Geschwindigkeit weiter zu kommen. Mehr Infos zum Autor: www.janoschs-turnstunde.com; Infos zu Chidananda: www.myashtangayoga.com

Volle Kraft voraus: Die vollständige Bootshaltung

Paripurna Navasana

paripurna = vollständig, komplett; nava = Boot; Asana = Haltung

Vermutlich haben Sie schon einmal gehört, dass Paripurna Navasana (vollständige Bootshaltung) ausgezeichnet geeignet ist, um unsere Körpermitte zu kräftigen. Dieses „Zentrum“, oder auch englisch „Core“, schließt weit mehr ein als nur die Bauchmuskulatur. Laut B.K.S. Iyengar führt uns die Praxis auf eine Reise nach innen – und zwar von der Peripherie des Körpers bis zum Zentrum oder Kern unseres Selbst. Navasana stärkt die Bauchmuskulatur, um den unteren Rücken zu unterstützen. Zudem lehrt uns die Koordination der Aktion von Armen, Beinen und Oberkörper wichtige Lektionen in Bezug auf unsere Aufmerksamkeitsspanne, Gefühle und wahre Natur. Ja, selbst eine verhältnismäßig einfache Haltung wie Navasana kann über den Weg der Muskeln, Nerven, Knochen und Organe unser wahres Selbst berühren – unseren tiefsten, innersten Kern.
Navasana ist eine kompakte Haltung, die alle Aktionen zur Körpermitte hin ausrichtet: Der untere Bauch zieht zur Wirbelsäule, die Wirbelsäule bewegt sich nach vorne, um die Vorderseite des Oberkörpers zu unterstützen, die Schulterblätter schieben nach unten und vorne in Richtung Brust, während diese sich weitet. Die Arme und Beine bleiben aktiv. Die Integration des ganzen Körpers verleiht uns ein Gefühl von physischer Stärke und Geschmeidigkeit, sowie emotionaler Ausgeglichenheit. Sobald der Geist unaufmerksam wird und die Gedanken zu wandern beginnen, schwindet diese innere Stabilität. Eine solche mentale Unausgeglichenheit äußert sich sofort in einem Mangel an Balance. Um eine gute Verbindung mit dem inneren Zentrum herzustellen und Stabilität in der  Asana zu erlangen entspannen Sie Ihr Gesicht und den Atemfluss. Der Gedanke dahinter ist: Wenn unser Geist verkrampft und unsere Augen hervortreten, verlagert sich unser Fokus nach außen. Sobald wir unsere Gesichtshaut entspannen, verlagert sich unsere Aufmerksamkeit nach innen, und wir erreichen echte Stabilität.

Wirkungen:
Stärkt die Bauch und Rückenmuskulatur
Gegenanzeigen:
– Schwangerschaft
– Menstruation

Auch wenn Navasana unsere Bauchmuskulatur trainiert, ist diese Haltung alles andere als ein direkter Verwandter des klassischen Sit-up aus dem Fitnesstraining. Anstatt die Brust so nahe wie möglich in Richtung Hüften zu bewegen und dabei die Vorderseite des Oberkörpers zu verkürzen, ziehen Sie in Navasana den Brustkorb vom unteren Bauch weg nach oben, um die Brust zu heben – während Sie auf Ihrem Gesäß balancieren. Dabei wird die Bauchregion zugleich angespannt und gedehnt. Die Körpervorderseite auf diese Weise verlängern zu können, ist eine Grundvoraussetzung für viele andere Asanas und zahlreiche Pranayama-Techniken. Dadurch wird die Brustkorbweitung gefördert (im Gegensatz zu einer verspannten, verkürzten Körpervorderseite, die Druck auf Lungen, innere Organe und den unteren Rücken ausübt). Ein gleichmäßiger und effizienter Atemfluss während der Praxis und im Alltag wird so unterstützt.

Bootshaltung_gebeugte_Knie_abb1Die vollständige Bootshaltung ist die Balance-Variante von Dandasana (Stabhaltung). Sollte es Ihnen also schwer fallen, aufgrund verkürzter Beinrückseiten in Dandasana aufrecht zu sitzen, dann werden Sie in Navasana Probleme haben, die gestreckten Beine mit geradem Rücken und gehobener Brust in Richtung Torso zu bewegen. In diesem Fall sollten Sie die Knie beugen (Abbildung 1), um die Haltung mit geradem Rücken zu üben.

 

Bootshaltung_Hände_UnterstützenFalls Ihre Bauch-, Rücken- oder Oberschenkelmuskulatur schwach trainiert ist, beginnen Sie mit der in Abbildung 2 gezeigten Variation. Beide Vorstufen der Asana ermöglichen eine graduelle Annäherung an die Endposition und schulen zugleich das essenzielle Zusammenspiel von Rücken, Beinen und Bauch. Für die Variante mit gebeugten Beinen beginnen Sie in Dandasana. Setzen Sie dann Ihre Handflächen rechts und links vom Becken auf den Boden. Pressen Sie die Oberschenkel nach unten und schieben Sie die Fersen von der Hüfte weg, um die Beine vollständig auszustrecken. Bewegen Sie den Oberkörper vom Boden weg und öffnen Sie den Brustraum. Ihr Rücken sollte sich anfühlen, als ob er sich nach vorne, in Richtung Oberkörpervorderseite schieben würde. Nun heben Sie die Körpervorderseite an – und zwar vom Beckenboden bis zum obersten Punkt des Brustkorbs. Um etwas Raum zwischen dem Oberkörper und den Beinen zu schaffen, pressen Sie die Spitzen Ihrer Oberschenkelknochen in den Boden und heben Sie die untere Bauchmuskulatur nach oben und von den Oberschenkeln weg, ohne das Gewicht auf den hinteren beziehungsweise oberen Teil des Gesäßes zu verlagern. Heben Sie den Brustkorb nach oben – vom Abdominalbereich weg – und rollen Sie die Schultern nach hinten. Als nächstes beugen Sie die Beine und setzen Ihre Füße auf den Boden. Greifen Sie die Knie mit den Händen und ziehen Sie sich leicht nach oben, indem Sie das Brustbein anheben. Heben Sie die Füße, bis die Schienbeine parallel zum Boden ausgerichtet sind, und flexen Sie dann die Füße. Die Innenseiten der Beine berühren sich. Mit immer noch gebeugten Beinen führen Sie nun die Oberschenkel näher zur Brust, während Sie diese weiter anheben.

Bootshaltung_fehler
So nicht: Vermeiden Sie einen Rundrücken und das Einfallen der Brust.

Sobald Sie stabil auf den Gesäßhälften balancieren, achten Sie darauf, den Rücken nicht rund werden zu lassen. Schieben Sie die Wirbelsäule in Richtung Körpervorderseite. Greifen Sie erneut die gebeugten Beine, um die Brust noch weiter anzuheben, und vergrößern Sie den Abstand zwischen Brustbein und Nabel. Ohne den Brustraum einsinken zu lassen, strecken Sie nun die Arme nach vorne auf eine Höhe mit den Unterschenkeln und parallel zum Boden. Die Handflächen zeigen zueinander. Nehmen Sie wahr, dass Ihre Bauchmuskulatur arbeitet, wenn Sie Ihre Oberschenkel in Richtung Oberkörper ziehen. Halten Sie den Rücken gerade, und versuchen Sie, die Oberkörpervorderseite noch stärker zu verlängern. Auch wenn Sie die Arme nach vorne strecken, ziehen Sie die Schultern zurück, und bewegen Sie die Schulterblätter nach unten und innen, in Richtung Brust. Zugegeben, gleichzeitig die Abdominalregion zu aktivieren und zu verlängern ist herausfordernd – dieser Vorgang dient jedoch der mentalen Fokussierung, indem die Aufmerksamkeit nach innen verlagert wird, hin zum Ursprung der Bewegungen. Lassen Sie den Atem ganz natürlich fließen, entspannen Sie die Kehle, und richten Sie den Blick gerade nach vorne. Halten Sie die Pose zwischen mindestens 30 Sekunden und einer Minute. Anschließend setzen Sie Ihre Füße mit einer Ausatmung zurück auf den Boden und kommen Sie zurück in Dandasana.

In der zweiten Variation (Bild s. oben) balancieren Sie in Navasana mit gestreckten Beinen, während Sie sich mit den Händen abstützen. Beginnen Sie auch hier in Dandasana. Lehnen Sie sich leicht zurück und platzieren Sie die Hände einige Zentimeter hinter dem Becken. Heben Sie die Brust an, beugen Sie die Beine, und bringen Sie die Beine so weit nach oben, bis die Unterschenkel parallel zum Boden ausgerichtet sind. Führen Sie die Oberschenkel näher zum Oberkörper, und bewegen Sie die hinteren Rippen und die Schulterblätter nach vorne. Mit einer Ausatmung strecken Sie die Beine aus, ohne den Rücken rund werden zu lassen. Beginnen Sie bei den Waden über die Fersen, bis Ihre Zehen schließlich die Höhe Ihres Kopfes erreichen. Während Sie die Leistung der Bauchmuskulatur deutlich wahrnehmen, achten Sie darauf, die Körpervorderseite nicht zu verkürzen. Stattdessen heben Sie den Nabel in Richtung Brust und die Rippen weg vom unteren Bauch. Rollen Sie die Schultern nach hinten und richten Sie den Blick geradeaus. Sie werden schnell merken, dass die Beine hart arbeiten müssen, damit Sie gerade und aufgerichtet in der Position verweilen können. Genau wie in Dandasana pressen Sie auch hier die Oberschenkelvorderseiten in Richtung Beinrückseiten, und strecken Sie die Waden in Richtung Fersen. Verlängern Sie die Beine durch die Innenseiten der Fersen und verbreitern Sie die Fußsohlen. Nutzen Sie die Hände, um im Gleichgewicht zu bleiben, ohne nach hinten zu kippen. Atmen Sie gleichmäßig, und entspannen Sie Gesicht und Kehle. Meistern Sie die Anstrengung aus der Kraft Ihres inneren Zentrums heraus, ohne äußerliche Anspannung, so dass der Geist ruhig bleiben kann. Anschließend setzen Sie die Füße mit einer Ausatmung wieder auf dem Boden ab.
Bootshaltung_richtigWenn diese Vorstufen kein Problem (mehr) für Sie darstellen, sind Sie bereit für die Endhaltung. Wenn Sie merken, dass Ihr Rücken und Ihre Beine doch noch nicht stark genug sind, um die Position mit geradem Rücken zu bewältigen, dann stützen Sie die Fersen an einer Wand oder auf einem hohen Stuhl ab. Beginnen Sie in Dandasana und stützen Sie sich hinter dem Rücken auf den Händen ab. Heben und strecken Sie die Beine – wie zuvor in Variante 2. Kommen Sie nun auf die Fingerspitzen und heben Sie den unteren Rücken, so dass sich Ihre gesamte Wirbelsäule anfühlt, als ob sie sich in Richtung Körpervorderseite schieben würde. Heben Sie die Arme und strecken Sie sie parallel zum Boden nach vorne aus. Die geöffneten Handflächen zeigen zueinander. Strecken Sie die Finger nach vorne aus, rollen Sie die Schultern nach hinten und unten, während Sie das Brustbein anheben. Behalten Sie die stabile Streckung der Kniegelenke bei, während Sie die Beininnenseiten in Richtung Ferseninnenseite verlängern. Spreizen Sie die Zehenballen – vom Großzeh bis zum Kleinzeh. Ohne die Knie zu beugen, heben Sie die Beine höher, bis die Zehen den Kopf überragen. Heben Sie die Brust, halten Sie Ihr Kinn horizontal zum Boden und entspannen Sie die Kehle. Blicken Sie geradeaus oder zu Ihren Füßen, und halten Sie die Pose zwischen 30 Sekunden und einer Minute. Dann setzen Sie Ihre Füße mit einer Ausatmung wieder zurück auf den Boden. Kommen Sie in die Rückenlage und lassen Sie den Körper mit gebeugten Beinen zur Ruhe kommen. Entspannen Sie die Bauchmuskulatur, indem Sie sie nach unten in Richtung Rücken sinken lassen. Erlauben Sie auch Ihrem Rücken, auf der Erde anzukommen. Sich in Paripurna Navasana aufrecht zu halten und Arme, Beine, Bauch und Brustbereich zu verlängern, dient auch dazu, die körperliche, geistige und emotionale Ebene zu verbinden. Diese Konzentration auf unser inneres Zentrum ähnelt einem Ruhepol inmitten eines Sturms. Trotz der vielen körperlichen Aspekte dieser Asana führt uns deren Resultat auf direktem Wege zu unserer tiefsten Quelle ruhiger Gelassenheit.


„Die Kraft der Präzision“: Unter diesem Motto unterrichtet Jason Crandell, Yogalehrer aus Francisco, Autor des amerikanischen YOGA JOURNAL, „Star“ diverser YOGA JOURNAL-DVDs und Model dieses Artikels diverse Workshops (auch in Deutschland).

 

Leserfotos: Alles neu macht der …

Mai… In Zukunft wollen wir unseren Leserfotos etwas mehr Platz im YOGA JOURNAL einräumen – und dabei auch die Geschichten hinter den Bildern erzählen.

Immer wieder freuen wir uns über die vielen spannenden, inspirierenden Bilder unserer Leserinnen und Leser. Und oft haben wir uns schon gefragt, welche Geschichte wohl dahintersteckt: Wo war das? Wie entstand die Idee, hier Yoga zu machen? Warum gerade diese Asana? Und was geschah dabei vielleicht, das auf dem Bild gar nicht zu sehen ist?

Wenn Sie dabei sein möchten, dann senden Sie uns Ihr Lieblingsbild und einen kurzen Text (maximal 1000 Zeichen) an: redaktion@yogajournal.de

Wir sind gespannt! Ihre YOGA JOURNAL-Redaktion

Sind Sie sich Ihrer inneren Flamme bewusst?

Yoga Sutra I.36
In jedem von uns gibt es ein Licht, das vollkommen frei ist von Sorge und Trauer, egal, wie viel Leid wir erfahren mögen.

Die Symptome verringern, die unvermeidbar durch die verschiedenen Hindernisse und Herausforderungen des Lebens entstehen: Hierzu schlägt Patanjali im ersten Kapitel der Yoga-Sutras praktische Lösungen vor. Eine meiner Lieblingsstellen darin ist Sutra I.36: Visoka va jyotismati. Es lehrt uns, dass es, was uns auch immer in unserem Leben zustoßen mag, einen inneren Platz der Ruhe und des Friedens gibt, der völlig frei von Sorge und Leid ist. Diesen Zufluchtsort vergleicht Patanjali mit einem hellen Leuchten, das nicht bedrohlich ist und universelle Qualität hat. Es ist beruhigend zu wissen, dass dieses Licht – auch wenn es nur ein kleiner Funke ist – in jedem von uns scheint. Ein Funke, der Licht in die Dunkelheit und Klarheit in scheinbar ausweglose Situationen bringen kann. Durch Atmung, Meditation, einfache Bewegung oder stille Reflexion können wir uns jederzeit dieser leisen, subtilen, aber dennoch starken Kraftressource in uns selbst bewusst werden.


Illustration: Annick Poirier

Thomas D: Ein geniales Prinzip

Du bist nicht gerade als Yogi bekannt, hast aber die Schirmherrschaft des 6. Yoga Vidya Musikfestivals übernommen. Wie kam diese Kooperation zustande?
Das war keine große Sache – ich wurde angefragt und habe zugesagt. Ich finde das Festival unterstützungswert, da ich die Kombination aus Musik und Yoga als spannende Mischung empfinde. Und klar war es bis jetzt nicht so, dass ich meine Freude am Yoga so deutlich nach außen getragen habe. Das liegt daran, dass meine Begeisterung für Yoga noch recht jung ist.

Seit wann spielt Yoga eine Rolle in deinem Leben?
In der Theorie kenne ich Yoga natürlich schon sehr lange. Und wenn man sich ein wenig mit der Jahrtausende alten Philosophie auseinander setzt, wird schnell klar, dass es ein geniales Prinzip ist. Mich fasziniert an diesem System der Gesunderhaltung, dass es nicht nur die Körper- und Atemübungen umfasst, sondern auch die komplette Schule der Ernährung.

Bist Du über den Vegetarismus zum Yoga gekommen?
Dieser Aspekt hat eine Rolle gespielt, aber ich bin eher aus generellem Interesse an der Frage ‚Was ist gut für mich als Mensch?‘ auf Yoga gestoßen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich noch keine regelmäßige Yogapraxis kultiviert habe. Aber meine Frau gibt mir seit neuestem Hatha-Yoga-Stunden.

Wie sah dein Sportprogramm bisher aus?
Während meiner Pubertät wollte ich unbedingt zunehmen, weil ich so ein Leichtgewicht war. Das lief damals ganz klassisch über Bodybuilding. An die Stelle der Muckibude trat aber im Laufe der Zeit – und vielleicht auch mit dem Wachsen der Vernunft- ein Gesundheitsbewusstsein. Mittlerweile liegt der Fokus eher auf Stärkung der Ausdauer. Ich laufe regelmäßig. Demnächst werde ich an diesem wahninnigen Braveheart Battle in der Rhön teilnehmen – ein 20 Kilometerlauf mit krassen Hindernissen. Aber so etwas muss ich mir ab und zu geben, damit ich auch einen Grund habe zu trainieren.

Und Dich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen?
Ja, wobei ich bemerke, dass es mir verstärkt um Flexibilität geht – gerade in meinem hohen Alter (lacht). Es ist mir wichtig, dass alles im Fluß ist. Im Gegensatz zu meinem früheren Ziel, härter und kräftiger zu werden, ist es jetzt mein Wunsch, eher weicher, geschmeidiger, gelenkiger und flexibler zu sein.

Womit hängt dieser Wandel zusammen?
Früher ging es darum sich querzustellen, unangepasst und hart zu sein oder sogar zu blockieren. Vielleicht ist es eine Frage der eigenen persönlichen Reife, jedenfalls habe ich irgendwann realisiert, dass mir diese Blockaden nicht gut tun. Es geht vielmehr darum, mit sich ins Reine zu kommen und dadurch zu einer weicheren Form der Körperbewegung und Körperwahrnehmung überzugehen. Das mag nach außen hin nicht so cool sein, aber vielleicht kommt das ja noch.

Ist Laufen eine Form von Meditation für Dich?
Auf jeden Fall. Sport allgemein ist für mich eine Form von Meditation, die sich mir sehr gut erschließt. Ich habe einen umtriebigen Geist und mache mir gern Gedanken. Und da Worte mein Handwerkszeug sind, denke ich natürlich sehr viel über Texte und neue Ideen nach. Aber es ist ja auch bekannt, dass allem die Stille des Nicht-Denkens zugrunde liegt – die Pause zwischen den Gedanken. Und die weitet sich bei mir besser in Bewegung als im stillen Sitzen aus.

Das Laufen hilft Dir, ein Gedankenloch zu schaffen, um danach kreativ zu werden?
Je länger ich laufe, desto weniger Gedanken kommen auf und am Ende ist es dann nur noch eine Konzentration auf den nächsten Schritt, auf das nächste Atmen. Laufen führt mich zurück zu diesem Moment, zu diesem einen Augenblick, in dem wir uns alle befinden, der durch unsere Gedanken und unseren Verstand allerdings die meiste Zeit als unrealistisch oder uninteressant deklariert wird. Tatsächlich ist er die Essenz, die Wahrheit, in der wir uns alle befinden. Dieser Gedanke ist das ewige Jetzt – dem kommt man im Sport sehr nahe, vielleicht auch beim Sex, sicherlich auch im Yoga oder der Mediation.

Nutzt Du das Laufen, um auf Tour abschalten zu können?
Nein, es ist eher eine Vorbereitung auf eine Tour oder Festivals, um fit zu bleiben. Die Tour ist die Zeit, auf die wir hinarbeiten, es ist die Zeit zu ernten. Wenn wir auf der Bühne stehen und mit der Band abrocken ist das fast wie ein Rausch. Es ist ein ekstatischer Zustand, der soviel Endorphine freisetzt, die ich womöglich mit einer Runde Joggen vor dem Konzert alle schon vorher abbauen würde. Wäre ja schade drum.

Welche Rolle spielt die Energie des Publikums?
Diese enorme Beanspruchung wäre ohne deren Energie und das Momentum auf der Bühne nicht möglich.

Das Momentum auf der Bühne?
Wenn jeder von uns und der Band zur richtigen Zeit seinen Teil dazu gibt, entwickelt sich ein bestimmtes Ganzes. Wobei wir eigentlich nichts erschaffen. Musik ist ja keine Materie in dem Sinne, sondern es sind Töne und Schwingungen, die wieder verschwunden sind, sobald der letzte Ton verklungen ist. Aber wenn wir richtig gut waren, dann schwingt beim Publikum etwas nach und das nehmen sie mit nach Hause. Erst dann haben wir etwas geleistet, was tatsächlich Bestand hat und den Moment überlegt. Das hat etwas Magisches.

Wieviel Thomas D steckt im neuen Fanta 4 Album „Für Dich Immer Noch Fanta Sie“?Thomas D ©BorisBreuer
Ich glaube jeder gibt 100 Prozent, wenngleich Fanta 4 verlangt, sich manchmal zurück zu nehmen. Seinen Willen nicht immer durchsetzen zu können und auch mal anderen Platz lassen, das mussten wir über die Jahre erst lernen. Wenn die vier Fantas mehr als die Summe der einzelnen Teile sein wollen, muss man sich auch mal zurücknehmen oder still halten können.

Sich auch mal zurücknehmen – ist diese Haltung auch eine logische Konsequenz deines Vaterseins?
Ja auf jeden Fall, bei zwei Kindern – Lya ist jetzt sieben und Max zwei Jahre alt. Aber den anderen Jungs geht es ähnlich. Smudo hat gestern sein neuestes Kind bekommen. Andi ist vor einem halben Jahr Vater von Zwillingen geworden. Allein wegen des Nachwuchses war es nicht immer für alle möglich, am Start zu sein. Aber trotz dieser wilden Bedingungen ist das Ergebnis ein grandioses Album.

Was zeichnet Euer achtes Studioalbum aus – neben väterlichen Glücksvibes?
Ich glaube, der entspannte Umgang miteinander, mit der Musik und natürlich ist auch das, was wir in den letzen zwanzig Jahren gelernt haben, darauf zu finden. Das kann natürlich auch nach hinten los gehen, weil Erfahrung betriebsblind machen kann. Oder man steckt in einer ‚ich will nichts mehr Neues, weil das Alte gut ist‘-Schleife fest. Aber so war es Gott sei Dank noch nie. Wir haben immer versucht einen neuen Schritt zu machen, eine neue Richtung einzuschlagen oder zumindest für uns eine Weiterentwicklung zu finden. Das ist uns auch bei diesem Album gelungen.

Hattest Du noch nie das Gefühl, dass du dich im Kreis drehst und sich alles wiederholt?
Natürlich kommt jeder Künstler irgendwann an einen Punkt, an dem er sich sagen müsste: Ich habe genug Texte geschrieben oder genug Lieder gemacht. Ich hab meinen Love-Song, ich hab meinen Hass-Song, ich hab meinen Song für etwas und gegen etwas. Es gibt Emotionen, über die schon Millionen Lieder geschrieben wurden. Dann fragt man sich: Wer braucht jetzt noch ein Liebeslied? Aber dann kommt ein Musikstück um die Ecke oder ein Gefühl verändert sich, weil man sich als Mensch verändert. Dann hast du plötzlich wieder einen Grund für einen Lovesong, der sich dann nicht anhört wie der letzte, weil er aus einer anderen Perspektive geschrieben ist oder eine andere Herangehensweise beinhaltet. Es geht nicht immer darum, den neuesten ultimativen Supersong zu schreiben. Manchmal geht es nur um ein schönes einfaches Lied, das dir ein gutes Gefühl gibt. Ich hab mich ein bischen entspannt in dem Punkt, das nächste große Monsterding erfinden zu müssen.

Inwieweit beinflusst Deine Lebensweise auf dem M.A.R.S. (Moderne Anstalt Rigoroser Spakker) auf dem Land diese Einstellung? Das erklärte Ziel deiner Land-Kommune ist die Entfernung vom Stadtleben, um eine gewisse Entschleunigung zu kultivieren. Allerdings habt ihr auf dem Bauernhof ein Plattenlabel, ein Film- und Tonstudio und einen Musikverlag. Wie trennst Du Leben und Arbeiten?
Die Idee der Kommune war nicht, aus der Gesellschaft auszusteigen. Vielmehr wollen wir als Teil der Gesellschaft ein alternatives Lebensmodell präsentieren. Das funktioniert mal mehr und mal weniger. Es ist ein täglicher Versuch, indem wir hier Firmen aufbauen und in der Entschleunigung trotzdem noch gesellschaftlich und wirtschaftlich tätig sind. Es ist die Herausforderung, Kunst und Kommerz zu verbinden.

Das funktioniert?
Es ist natürlich nicht einfach, aber es bereichert mich sehr, weil wir doch mehr der Kunst folgen als dem Kommerz. Und wie gesagt, es klappt mal mehr und mal weniger. Ich bin ein Landei, ich liebe das Leben hier draußen. Und gleichzeitig lebe ich gern mit anderen zusammen. Was dazu führt, dass es hier eine eigene Familie neben meiner wirklichen Familie gibt. Ich bin dauerhaft von Freunden und Gleichgesinnten umgeben.

Altersmäßig seid ihr gemischt…
Wir sind neun Erwachsene und drei Kinder. Und von jedem einzelnen kann ich unheimlich viel lernen. Mir ist früh klar geworden, die eigenen Erfahrungen und Werte nicht als die alleinige Wahrheit aufzufassen und zu glauben, alle anderen müssten auch so funktionieren. Meistens hat es mehr Sinn offen zu bleiben und Menschen die eigenen Fehler machen zu lassen. Und so lerne ich lieber von den anderen, und schaue, wie die das machen anstatt ihnen zu erklären, wie sie es machen sollen.

Thomas D ©Carsten ThonackIhr beschreibt die Lebensweise auf dem M.A.R.S. als friedlich-spirituell orientiert. Inwiefern lebt ihr spirituell?
Wir verstehen darunter einen bewussten Umgang miteinander und mit den Ressourcen. Wir leben nachhaltig, das fängt bei Hybridautos an, geht über unsere Solaranlage, eine Pelletsheizung bis hin zu veganer oder vegetarischer Ernährung. Das sind Eckpunkte, bei denen wir uns einig sind. Und in dieser Art und Weise versuchen wir, in Harmonie miteinander zu leben.

Laut Website bietet der M.A.R.S. Fastenwochen, Schweigetage und Mantren Singen mit Hare Krishna Mönchen. Habt ihr diese Aktionen wirklich durchgeführt?
Jaja (lacht), das haben wir alles gemacht. Wir sind sehr offen für solche Experimente. Wir finden es spannend, einfach mal zu schauen, was passiert. Beim Fasten etwa empfand ich es unglaublich faszinierend, wie schnell man innerhalb einer Woche extremste Erfahrungen machen kann, die von ‚Oh mein Gott, ich habe Hunger!‘ bis hin zu ‚Wahnsinn, ich brauche nur noch vier Stunden Schlaf‘ reichten.

Und die Mantren-Sessions?
Eines Tages tauchten hier einige Hare Krishna Anhänger auf, mit denen wir gesprochen und Musik gemacht haben. Ich wurde auch schon von einem Pfarrer aus Mittelbiberach zu einem Kirchentag eingeladen und mit dem Flyer, „Kirche und Thomas D – Glaube And More“ (lacht) angekündigt. Da musste ich einfach hingehen. Lektionen in Demut mit Thomas D in der Kirche.

Bist Du eigentlich mittlweile Veganer?
Nein, ich war Veganer, bin aber mittlerweile wieder Vegetarier. Ich kann nicht ohne Eier leben. Jetzt beziehe ich meine Eier- und Milchprodukte direkt vom Bauern gegenüber. Ich kenne die Hühner mit Namen und weiß auch, wo und wie sie leben. Die Milch ist Rohmilch und nicht ultrahocherhitzt. Wobei ich bis zu dieser Milch auch keine Milch getrunken hatte. Milch ist mir irgendwie nicht so sympathisch. Außerdem war es unheimlich schwer, sich außerhalb von Zuhause vegan zu ernähren.

Zur Zeit stehst Du auf Rohkost.
Ja, ich bin total begeistert davon. Rohkost ist eine sehr energetische Nahrung.

Leben die beiden Schweine noch bei Euch?
Ja, Erika und Schnute. Erika wird vielleicht mal die älteste Sau Deutschlands – sie ist bereits zwölf Jahre alt.

Ernähren Du und Deine Frau Eure Kinder auch vegetarisch?
Ja, völlig klar. Später können sie machen, was sie wollen. Ich werde nichts unternehmen können, wenn sie ihren ersten Klassenausflug zu McDonalds machen. Meine Frau und ich sorgen allerdings dafür, Lya und Max aufzuklären und ihnen zu vermitteln, woraus Wurst gemacht wird.

Das Schizophrene in unserer Gesellschaft ist ja die Doppelmoral, die totes Fleisch auf dem Teller nicht mehr mit Lebewesen assoziiert. Dann hört man ‚Ach was für ein süßes Häschen‘ und zu Ostern gibt es dasselbe dann zum Mittagessen. Ich glaube, wenn Kinder wirklich wissen würden, aus was die Wurst besteht, die sie essen, würden viele freiwillig damit aufhören.

Über Vegetarismus stößt man unmittelbar auf das Karma-Prinzip. Glaubst Du an das Ursache-Wirkung-Konzept?
Auf jeden Fall. Vielleicht ist es die Hoffnung auf eine größere Gerechtigkeit, um sich selbst einfach besser zu fühlen. Aber wenn man die Einheit sieht, aus der die Vielfalt entspringt, und die Einheit als Ursprung der Dualität erkennt, dann kann das eigentlich nur bedeuten, dass deine Taten einen Effekt haben, der auf dich zurückfällt. Ich kann nicht sagen, ob das in diesem oder in einem nächsten Leben geschieht, aber ich glaube daran. Ich finde, es ist eine extrem eingeschränkte Sicht- und Handlungsweise, die Umwelt zu verpesten und zu denken ‚Nach mir die Sintflut‘. Diese Sintflut werden erleben und zwar in vollem Umfang – davon bin ich überzeugt.


Thomas D wurde Anfang der neunziger Jahre mit der Hip-Hop Band „Die fantastischen Vier“ bekannt und katapultierte mit dem Track „Die Da“ den deutschen Rap Richtung Mainstream. Seit 1997 ist er auch solo unterwegs. Der 41-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Thomas Dürr heißt, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Mehr Infos: www.thomasd.net, www.diefantastischenvier.de

Auf ein Rendezvous mit Sanskrit

In diese Sprache muss man sich einfach verlieben. Das ist die Botschaft, die Manorama während ihres Sanskritseminars verbreitet. Die bekannte Lehrerin erklärt, dass Sanskrit-Lernen nach den gleichen Regeln funktioniert wie Dating. So sollen sich die Teilnehmer dieses Seminars unvoreingenommen auf ein Rendezvous mit Sanskrit einlassen…

Obwohl Manorama ruhig und anmutig vor der Klasse sitzt, sprühen ihre leuchtenden Augen nur so vor Energie und Charisma. Ihr vorrangiges Dosha ist Pitta. Das hätte sie bei ihrer Vorstellung gar nicht erst erwähnen brauchen. Ihr Unterricht ist ansteckend, feurig und voller Leidenschaft. Schnell sind alle in ihren Bann gezogen und davon überzeugt, dass Sanskrit nicht nur als eine Sprache anzusehen ist, die es aus einem Buch zu erlernen gilt, um einen Zugang zu alten Schriften zu erlangen. Sie möchte, dass man die Seele der Sprache kennen und aufrichtig lieben lernt. Zugleich soll man verstehen, dass Sanskrit als ein „Stück des Yogakuchens“ in mehrere Facetten zu gliedern ist und dass es eine Sprache der Befreiung sowie Kultur des Verständnisses ist. Mit YOGA JOURNAL sprach Manorama nach dem kurzweiligen und vielversprechenden Rendezvous über ihren Werdegang und die Schönheit der Sprache.

Manorama, was bedeutet dein Name?
Ich habe meinen spirituellen Namen „Manorama” von Guruji (Shri Brahmananda Sarasvati, Anm.d.Red.) erhalten. Eigentlich heiße ich Thea D’Alvia. „Mano” bedeutet „Geist“ und „Herz“, „Rama” „liebreizend“. In seiner vollen Pracht bedeutet der Name soviel wie „Liebreizend für das Herz, bezaubernd für den Geist”.

Du hast Guru kennengelernt, als du noch sehr jung warst. Hat er dir geraten, Sanskrit-Lehrerin zu werden?
Als ich ihm das erste Mal begegnete, war ich 13 Jahre alt. Zwischen 16 und 22 sagte er mir, ich würde einmal Tausende von Menschen unterrichten. Aber erst sollte ich vernünftig Sanskrit studieren. Er war eine extrem liebenswürdige Person, aber auch ein strenger Vormund. Er wollte wirklich, dass ich ein erfülltes Leben habe und er wusste, dass Sanskrit mein Pfad dorthin sein sollte. Zuerst lehrte er mich und später brachte er mich dazu, selbst zu lehren. Nach seinem Tod dauerte es eine Weile, bis ich Fuß gefasst hatte, aber nach und nach wuchs meine Schülerzahl. Sharon Gannon bat mich irgendwann, bei der Jivamukti Yoga School zu unterrichten. Jetzt bin ich dort und für weitere Yogaschulen während der Yogalehrerausbildungen die Hauptlehrerin für den Sanskrit-Unterricht.

Wie können Menschen aus Europa an deinen Kursen teilnehmen?
Ich unterrichte mein Luminous Shabda, also Sanskrit, Meditation und in verschiedenen Yogazentren in New York. Außerdem bin ich häufig in Florida, Texas und Mexiko unterwegs. Seit einigen Jahren toure ich auch durch Europa. Europäische Schüler haben zudem die Möglichkeit, mit mir online mittels eines Teleclass-Formats Sanskrit, Mantren und die yogischen Lehren zu lernen. Gerade eben hat ein neuer Kurs begonnen, der sich „Fundamentals Of Yoga Club TM” nennt. Man kann sich dafür ganz leicht per Skype einwählen. Letztes Jahr gab es zum Beispiel den Kurs „The Year of Living Gita TM”, in dem Schüler das Prinzip des Luminous Shabda und der Bhagavad Gita erlernen konnten. 2013 stehen weitere Kurse auf dem Programm. Deutsche sind übrigens sehr gut im Sanskritunterricht! Ihr habt Endungen und zusammengesetzte Wörter, den Wunsch, das Sanskritsystem zu verstehen und die Gabe, gut strukturieren zu können und organisiert zu sein.

Wie sieht ein typischer Sanskritunterricht bei dir aus?
Zuerst erkläre ich die innere Haltung, mit der der Sprache am besten begegnet werden sollte. Ich lehre Sanskrit nämlich durch die Prinzipien des Luminous Shabda. Man sollte zum Beispiel immer an einem Punkt des gegenseitigen Respekts starten. Dann erkläre ich sehr spezifisch, was Sanskrit ist, was nicht und welchen Platz es im Leben eines modernen Westlers und Inders hat und lehre spezifische Mantren. Wichtig ist dabei vor allem, dass jeder einzelne der Sanskrit-Klänge ordentlich und korrekt betont wird. Dann geht es los mit dem Büffeln von Vokabeln und Grammatik. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst tun.

Was bedeutet denn “Luminous Shabda“?
Ich habe den Terminus immer als „Sprache der Vibration“ verstanden und erklärt. Aber nach einigen Jahren verstehe ich „luminous“ (deutsch: leuchtend; Anm.d.Red.) als die Bewegung des Lichts auf dem Gaumen und im ganzen Körper. „Shabda“ wiederum ist der Klang. Für mich ist das dann „Klang aus Licht“. Übrigens sind die Wörter Gott und Göttin auf der Wurzel „div“ (Englisch „divine“: göttlich; Anm.d.Red.) aufgebaut. Das bedeutet „glänzen“ oder „scheinen“. Aus „div“ wird Deva, was dann mit „Gott“ oder „von Licht erfüllt“ übersetzt werden kann. Das hört sich sehr abstrakt an, aber eigentlich geht es nur darum, wie man sein eigenes Selbst besser wahrnehmen kann, indem man Sprache und Vibration gezielt einsetzt. Durch Luminous Shabda lehre ich aber nicht nur Sanskrit, sondern auch wie man die Prinzipien des Yoga in sein Leben integrieren kann. Da gibt es zum Beispiel die Santosha Meditation TM (Zufriedenheit) und das korrekte Rezitieren von Mantren. Für mich ist jedes Mantra wie ein Mini-Guru. Wenn man sich länger mit der jeweiligen Bedeutung auseinandersetzt, wird man irgendwann Antworten erhalten. Immerhin kommen die Mantren von den Rishis, den Sehern, also erleuchteten Wesen.

Im Unterricht hast du behauptet, jede Sprache hätte seine eigene Schönheit. Welche Schönheit hat Sanskrit für dich?
Für mich ist es immer wieder faszinierend, wie Menschen grundlegende Heilung erfahren, wenn sie nur den Klang dieser Sprache sprechen oder hören. Der Klang des Sanskrit ist magisch! Für mich ist er wie ein Durchgang, der mich in einen anderen Raum führt. Dennoch ist es schön, auf diesem Weg geführt zu werden. Sanskrit zu lernen passiert nicht einfach nur, wenn man Vokabeln und Grammatik lernt. Als Teil des Prozesses brauchst du zur Unterstützung einen Guru. Oder wenn man das Wort Guru nicht mag: Jeder benötigt einfach einen Lehrer, der ein tiefes Verständnis für den spirituellen Aspekt der Sprache hat. Deswegen nenne ich es auch Luminous Shabda, weil es eben nicht stures Lernen einer Sprache ist. Es geht darum, die Sprache deines eigenen Selbst zu erlernen – und dafür brauchst du Anleitung.

Also würdest du nicht empfehlen, aus einem Buch zu lernen?
Viele Leute lernen Sanskrit aus einem Buch und das ist auch in Ordnung. Aber es ist nicht das gleiche. Ich habe mit meinen Guruji studiert und habe genau in der Art und Weise weitergemacht, wie es mir beigebracht wurde. Die Lehren des Yoga werden nun mal am allerbesten von einem Guru überliefert. Und das ist eine wunderschöne Tradition. Heutzutage fragt man sich oft, ob es richtig, falsch oder überhaupt notwendig ist, einen Guru zu haben. Aber in seiner reinen Form ist dies eine wunderbare Sache. Guru wird mit „Wachstum“ übersetzt, Wachstum von der Dunkelheit hinein in die Helligkeit. Genau das ist die Absicht des Sanskrit: uns zu helfen, aus der Dunkelheit ins Licht zu wachsen, wo wir uns zwar schon befinden, es aber noch nicht erkennen können.

Ist es deiner Meinung nach für Yogapraktizierende wichtig, Sanskrit zu lernen?
Wenn du Zugang zu Sanskrit hast, hast du auch Zugang zu den Tiefen der Lehre des Yoga, da ja auch alle alten Schriften in Sanskrit verfasst sind. In mir persönlich baut Sanskrit Liebe und Sanftheit auf.

In deinem Unterricht hast du gesagt, ein Mantra müsse immer korrekt betont und ausgesprochen werden, um richtig wirken zu können. Aber was ist, wenn ich zwar eine gute innere Intention habe, das Mantra aber dennoch falsch ausspreche? Hat dies nicht denselben Effekt wie eine korrekte Aussprache?
Sanskrit korrekt auszusprechen und Mantren ordentlich zu chanten ist noch einmal eine viel reichere und komplett andere Erfahrung. Wenn du die Mantren in korrekter Ausrichtung der Mundpositionen sprichst, in ordentlichem Rhythmus, Tempo, Atem und der dazugehörigen Intention, wirst du große Heilung erfahren. Trotzdem sollte man sich als Anfänger dadurch bitte nicht entmutigen lassen! Etwas Neues anzufangen bedeutet auch immer eine gewisse Bereitschaft zum Fall. Scheitere also, mach’ Fehler, aber bleib’ am Ball und bemühe dich weiter nach einem tieferen Verständnis. Am Anfang kommt einem Sanskrit sehr entgegen, wenn man sich Mühe gibt, aber ab einem gewissen Punkt liegt es an einem selbst, das Erlernte zu verfeinern. Jede Phase des Lernens erfordert ein neues Bewusstsein und stellt darüber hinaus eine neue Herausforderung dar. Yoga lehrt uns, dass das Leben nie eine Einbahnstraße ist. Der Prozess ist immer ein Dialog.

Wie einst Hebräisch soll nun auch Sanskrit wiederbelebt werden. Im Rahmen dieses Programms werden neue Wörter für neuartige Gegenstände erfunden und Radio- und Fernsehsendungen in Sanskrit ausgestrahlt. Könntest du verstehen, was dort geredet wird?
Ja, ich denke schon, aber ich müsste mich natürlich mit den neuen Worten auseinandersetzen. Ich finde diese Bewegung sehr gut, die von einigen Hindu-Gruppen ins Leben gerufen worden ist. Ich bin glücklich, dass Sanskrit gefördert wird. Ich persönlich halte mich aber an das Motto der International Sanskrit Community: „Vasudhaiva kutumbakam.” Das bedeutet „alles eine Familie“. Die Idee dahinter ist, dass wir durch das Studium einer Ursprungsphase mit unserer eigenen, uns innewohnenden Einheit in Kontakt zu treten. Von diesem Punkt aus wird alles und jeder zu unserer eigenen Familie und wir fühlen diese Einheit.


Manorama ist weltweit als Lehrerin für Sanskrit und Yogaphilosophie bekannt. Sie unterrichtet unter anderem auf Yoga Teacher Trainings bei Jivamukti Yoga, tourt durch Europa und bietet Online-Sanskrit-Unterricht an. Mehr Informationen unter www.sanskritstudies.org

Jupiter, das 5. Haus und Helmut Schmidt

Universum Astrologie Milchstraße
Foto von Aviv Perets von Pexels

Der Wunsch nach Fortschritt dominiert das Leben. Unabhängig von Kultur und Epoche hegt jeder Mensch von Geburt an den Wunsch, zu lernen und sich zu entwickeln. Dabei ergeben sich im Laufe des Lebens ganz eigene Bedürfnisse und Ziele, denen man folgt. In der vedischen Weisheitstradition war es von jeher die Aufgabe der Astrologie, zu überprüfen, ob und wann diese individuellen Bestrebungen Aussicht auf Erfolg haben. Dies geschieht mit der Interpretation von Horoskopen. Die Bedeutung der Planeten und ihre Positionen in den Sternzeichen spielen dabei die entscheidende Rolle.
Jupiter zum Beispiel ist der große Helfer und Gönner unter den Planeten. Diejenigen Bereiche im Horoskop, die von Jupiter beeinflusst werden, stehen unter seinem Schutz. In einem Horoskop kann das der Bereich von Bildung und Studium sein, in einem anderen der des Beziehungslebens. Der Sanskrit-Name für Jupiter ist „Brihaspati“ oder „Guru“, beides Ausdrücke für den traditionellen Lehrer. Dementsprechend steht Jupiter unter anderem für Weisheit, Ethik und Moral sowie für guten Rat in allen möglichen Belangen.
Brihaspati ist in der Mythologie der Lehrer der Götter. Immer wieder unterstützt er sie mit seiner Weisheit in ihrem ewigen Kampf gegen die Dämonen und deren Lehrer Shukra. Eines Tages beschloss Shukra, sich für spirituelle Praktiken zurückzuziehen. Diese Chance ließ sich Brihaspati nicht entgehen. Kurzerhand nahm der die Form Shukras an und trat unerkannt vor die Dämonen. Diese glaubten, ihr Lehrer sei bereits zurückgekehrt. Brihaspati lehrte sie Rücksichtnahme und gutes Benehmen, was dazu führte, dass sie für lange Zeit keine Gefahr mehr darstellten. Wie in der Mythologie Jupiters guter Einfluss selbst bei den Dämonen Wirkung zeigt, so steht auch im Horoskop alles, was Jupiter berührt, „unter einem guten Stern“.

helmut_schmidt_vedische_astrologieIm abgebildeten Horoskop von Helmut Schmidt ist Jupiter (roter Pfeil) sehr hell und somit kraftvoll, weil er der Sonne genau gegenüber steht. Jupiter schaut direkt in sein eigenes Sternzeichen Schütze im 5. Haus (blauer Rahmen). Eine hervorragende Position, die das 5. Haus stärkt und zum Dreh- und Angelpunkt des Horoskops macht. Das 5. Haus steht unter anderem für Intelligenz, Politik und Veröffentlichungen. Kombiniert mit Jupiters Eigenschaften als weiser Ratgeber sind damit die Voraussetzungen für eine politische Laufbahn gegeben. Helmut Schmidt genießt also nicht ohne Grund große Anerkennung im In- und Ausland. Dank seiner erstaunlichen Intelligenz und Bildung ist er auch nach seiner aktiven Zeit als Politiker ein gefragter Berater für Politik und Wirtschaft. Auch als erfolgreicher Buchautor und Mitherausgeber einer großen deutschen Wochenzeitungen wird er seinem brillanten 5. Haus mehr als gerecht. Helmut Schmidt ist bekannt für sein philosophisches Interesse und Verständnis. Jetzt, im Alter von 96 Jahren, ist er geradezu eine moralische Instanz. In jedem Horoskop ist Jupiter präsent und manifestiert seine Gunst ganz individuell. Den einen trägt diese Gunst weit nach oben, wie im Fall von Helmut Schmidt, den anderen bewahrt sie
vor einem Absturz.

Jyotisha-Beratungen unter www.bernd-roessler.com.

Meditationsbank: Somewhere over the Ombow

Alternativ zum Meditationskissen oder -bänkchen dient der „Ombow“ als geschwungene Brücke ins Reich des ruhigen Geistes: Aus einem einzigen Stück Holz gebogen, unterstützt er durch die besondere Wölbung und leichte Neigung die physiologische Körperhaltung. Die Wirbelsäule richtet sich automatisch auf, Knie und Fußgelenke werden entlastet. Das ist besonders für Menschen mit Einschränkung der Hüftbeweglichkeit ideal, denen es schwer fällt, die Hüften beim Meditieren zu öffnen. Die Sitzhaltung ist sowohl entspannt als auch aktiv, die Rückenmuskulatur wird gestärkt, der Atem befreit und die Konzentration gefördert. Der Meditationsbogen wird aus langsam wachsenden Harthölzern heimischer Wälder ökologisch, nachhaltig und in mehreren Größen produziert. Man kann den Ombow übrigens unverbindlich für einen zweiwöchigen Test bestellen. Ein tolles Angebot, um herauszufinden, ob einem die zunächst ungewohnte Art des Sitzens zusagt und ob die bestellte Größe auch passt. Informationen und Bestellungen unter: www.ombow.de

Fotoquelle: Ombow