Buch-Tipp: Flying Bodywork Manual

Der Traum vom Fliegen Achtsamkeit, Klarheit, Spüren und Hingabe – das sind die vier Säulen, auf denen das entspannte Fliegen aufbaut. Unser Autor Tobias Frank, der erste zertifizierte AcroYoga-Lehrer in Deutschland, hat mit „Flying Bodywork“ seinen eigenen Stil entwickelt, den man im Rahmen von Workshops und Ausbildungen auch von ihm erlernen kann. Mit dem Handbuch hat er jetzt eine gut durchdachte Anleitung für Yoga-Lehrer und Bodyworker verfasst, die die Methode in ihren Einzelunterricht bzw. ihre Stunden integrieren möchten. Während beim Acro-Yoga das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund steht, geht es bei Flying Bodywork um Einzelanwendungen, die gezielt Behandlungsschwerpunkte setzen. Alle vorgestellten Haltungen und Sequenzen werden Schritt für Schritt erklärt und sind detailliert bebildert. Ergänzend finden sich Tipps, wie Thai-Yogamassage zur Einstimmung und zum Ausklang die Wirkung der Sitzung enorm verstärken kann, sowie Links zu acht Flying Bodywork-Videos vom Autor.

Fazit: Zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen!

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„Flying Bodywork Manual“ von Tobias Frank, erhältlich unter: www.flyingbodywork.de, ca. 25 Euro

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Montags-Mantra: Warum Grübeln?

Fernando Pessoa (Dichtungen, Ricardo Reis, Oden) wusste es bereits: „Dies ist die einzige Pflicht auf Erden: ein Wandel in Klarheit und ohne Grübeln.“ Denn was bringt es uns, Dinge oder Gefühle in Frage zu stellen? Warum sollten wir Zeit verschwenden und über Situationen oder Gesagtes grübeln? Oftmals sind diese Zweifel sowieso unbegründet und hindern uns daran, das Hier und Jetzt zu genießen. Wenn Zweifel in euch auftauchen, erinnert euch an dieses Zitat von Swami Vivekânanda: „In einem Zwiespalt zwischen dem Herzen und dem Verstand folge dem Herzen.“

Habt einen wundervollen Tag, ihr Lieben. Grübelt nicht so viel!


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Buch-Tipp: Faszientraining mit Yin-Yoga

FASZIEN IM TREND Bahnbrechende Forschungsergebnisse sprachen den Faszien, dem Bindegewebe, erst kürzlich eine herausragende Bedeutung für unser Wohlbefinden zu. Auch die beiden bekannten Hamburger Yogalehrer Andrea „Qbi“ Kubasch und Dirk Bennewitz setzen hier an: „Die neue Denkweise ist eine Anatomie der Kontinuität, in der alles mit allem in Verbindung steht. Und das Bindegewebe ist eben dieses verbindende Organ.“ In ihrem neuen Buch empfehlen sie Yin Yoga als essenziellen Ausgleich zu einer Yang-orientierten, dynamisch-hastigen Lebensweise. Die erste Hälfte des Buches erläutert anschaulich Hintergründe zur Faszienforschung, die physio- und psychologischen Wirkungsweisen des Yin Yoga und die Theorie von Yin und Yang. Immer wieder hört der Leser dabei die nachdrückliche Aufforderung, wirklich regelmäßig zu praktizieren, denn die eigene Erfahrung und Überzeugung der Autoren spricht aus jedem – bewusst locker formulierten – Wort. Die beste Voraussetzung für den Praxisteil, der neben den wichtigsten Yin-Yoga-Haltungen aus Selbstmassage-Tipps mit dem Foamroller, einer relativ harten Schaumstoffrolle, für verschiedene Körperbereiche besteht. Der eindeutige Höhepunkt kommt zum Schluss: maßgeschneiderte Sequenzen, die man je nach Zielsetzung oder Beschwerden und unbedingt mehrmals pro Woche üben sollte.

Faszientraining mit Yin-Yoga von Dirk Bennewitz

Fazit: Einfach, einfacher, am einfachsten: ganzheitliches Faszientraining für jeden Tag!

„Faszientraining mit Yin Yoga“ von Dirk Bennewitz und Andrea Kubasch, Lotos Verlag, ca.17 Euro.

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Die Antwort liegt dazwischen

Auch die Götter müssen eine Krise nach der anderen meistern, von denen so manche selbst im Himmel ausweglos erscheint. Aber es geht immer weiter …

Eigentlich ist es im indischen Götterhimmel wie in Comics: Die Bösen wollen die Weltherrschaft erlangen – und die Guten machen sich an die Arbeit, um deren Pläne zu vereiteln und um gerade zu rücken, was aus den Fugen geraten ist. Je dreister die Dämonen werden, desto phantasievoller müssen die Götter agieren, um die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Genauso müssen wir Menschen immer wieder Wege finden, mit schwierigen Situationen umzugehen, oder mit den Anteilen unserer Persönlichkeit zurechtzukommen, die uns selbst im Weg stehen.

Gerade wenn wir denken, das Schlimmste läge hinter uns, dauert es manchmal nicht lange, bis die nächste Krise ins Haus steht. Vishnu ging es da nicht anders. Kaum hatte er den Dämon Hiranyaksha besiegt, sann dessen jüngerer Bruder Hiranyakashipu auf Rache. Dabei bediente er sich Vishnus eigener Mittel. Bei den Göttern sind die Dinge nämlich oft sehr einfach gestrickt! Wer Askese praktiziert, darf sich beispielsweise eine besondere Gabe als Belohnung aussuchen. Nachdem Hiranyakashipu lange meditiert hatte, wünschte er sich von Göttervater Brahma nichts anderes als Unbesiegbarkeit.

Das konnte dieser natürlich nicht zulassen. Brahma antwortete Hiranyakashipu: „Das kann ich nicht gewähren. Du kannst dir aber die Bedingungen deines Todes aussuchen.“ Hiranyakashipu wählte clever: „Ich will weder von Mensch noch Tier besiegt werden, weder bei Tag noch Nacht sterben, nicht drinnen und nicht draußen, weder auf der Erde noch in der Luft.“ Dermaßen abgesichert dachte er, dass nichts mehr seinen Plan vereiteln könnte, Vishnu zu töten. In ähnlicher Weise versuchen wir selbst ja oft, uns vor Unwägbarkeiten abzusichern. Wie oft glauben wir, dass uns nichts mehr erschüttern kann, sobald wir unsere Schäfchen im Trockenen haben?

Doch genau wie bei uns zu Hause wurden auch bei den Göttern die Dinge komplizierter. Kayadhu, die Frau des Damöns, gebar einen Sohn namens Prahlada. Und da dieser schon im Bauch von den himmlischen Mächten geschützt wurde, die nicht gegen Hiranyakashipus unschuldige Frau kämpfen wollten, entwickelte er eine natürliche Liebe und Hingabe zu Vishnu. Das gefiel seinem Vater nun gar nicht und er versuchte, seinen Sohn zu töten. Doch jeder seiner Versuche scheiterte, da Prahlada unter Vishnus persönlichem Schutz stand.

„Du und dein Vishnu!“, herrschte Hiranyakashipu seinen Sohn schließlich wütend an. Wenn er wirklich so allmächtig ist, warum ist er dann nicht hier im Haus, zum Beispiel in dieser Säule?“ „Er war hier, ist hier und wird immer hier sein“, antwortete Prahlada, in dem Wissen, dass die Bestimmtheit seiner Liebe ihm ein Schild gegen alle Angriffe war. Das musste sein Vater dann auch auf schmerzliche Weise lernen. Denn als er vor Zorn mit seiner Axt die Säule zerschmetterte, erhob sich Vishnu aus den Trümmern. „Wer bist du, dass du dich mir entgegenstellen willst?“, rief Hiranyakashipu. „Ich bin unbesiegbar, das wirst du gleich spüren.“ Doch Vishnu hatte seine Form als Narasimha angenommen, halb Mensch, halb Löwe. Wie es sich begab, war es gerade weder Tag noch Nacht sondern die Zeit der Dämmerung. So trug er den Dämon zur Türschwelle, zerrte ihn auf seinen Schoß und Hiranyakashipu fand sein Ende weder am Boden noch in der Luft.

In dieser zunächst brutal klingenden Geschichte sind viele Bilder versteckt, die Mut machen. Prahlada hatte keine Angst vor den Drohungen seines Vaters, weil er wusste, dass schützende Kräfte ihn umgaben. Diese Kräfte sind – das ist zumindest meine Überzeugung – auch immer um uns herum. Es mag in dunklen Zeiten bisweilen sehr schwierig sein, sie auf den ersten Blick zu erkennen. Doch wir finden immer wieder Hilfe und Unterstützung, oft aus dem scheinbaren Nichts. Und das müssen nicht immer Götter sein. Oft tauchen Menschen auf und reichen uns die Hand, von denen wir es nicht erwartet hätten. Es gibt so viel, wofür wir dankbar sein können.

Ebenso wie die Götter in den Geschichten unsere inneren Stärken symbolisieren, stehen die Dämonen für unsere quälenden Gedanken, unsere tiefsten Ängste, die wir oft selbst nicht ergründen können. Sie stehen auch für Vorstellungen, die wir davon haben, wie die Dinge sein müssten. Hiranyakashipu wollte alles richtig machen, um sich endlich seiner perfekten Welt sicher sein zu können. Doch das Leben hatte anderes vor. Der Clou der Geschichte ist nämlich: Hiranyakashipu war nicht von Natur aus böse. Er und sein Bruder waren ursprünglich die Wächter von Vishnus Himmelreich. Und dorthin kehrten sie auch zurück, nachdem sie erlebt hatten, dass das Leben immer wieder eine neue Alternative birgt. Auch in scheinbar aussichtslosen Situationen.

Wenn etwas unmöglich und alternativlos erscheint, liegt die Lösung meist dazwischen. Wir müssen keinem bestimmten Bild entsprechen. Vishnu hat es Prahlada gezeigt: Er ist immer da.


 

Ralf Sturm, Yoga-, Meditationslehrer und Beziehungscoach, lebt in Berlin.

www.ralfsturm.de

Jasmin Kirstein

Als Schülerin von Dinah Rodriguez und durch langjährige intensive Recherche zu den Themen Yoga, Ayurveda, Meditation und Stressmanagement hat Jasmin Kirstein ihr eigenes bewährtes Programm zum Thema Hormonyoga entwickelt.

Vor über 30 Jahren gründete Jasmin eines der ersten Fitness-Studios für Frauen in Deutschland. Seither stehen Frauen, deren spezifische Bedürfnisse und Wohlergehen im Zentrum ihres Interesses: Workout bis Bodyshaping mit vielen verschiedenen Yogakursen, von Babybetreuung über Rückbildungsgymnastik mit Hebamme, spezielle Energiearbeit, Rückentraining, Wellness und Workshops – für jede weibliche Lebensphase ist etwas dabei.

Mit Gründung der ersten Kochschule im Fitness-Studio „Koch Dich Glücklich by My Sportlady“ ergänzte sie Fitness mit ausgewogener Ernährung zum ganzheitlichem Wohlbefinden. Ihre Workshops “Hormonyoga und Meditation” sowie “Ayurveda und Yoga für jeden Tag” bieten kleine Oasen der Ruhe und Kraft und vermitteln, wie diese leicht und effektiv in den Alltag zu integrieren sind. Ihr erklärtes Ziel ist es, Neugier auf ein gesünderes Leben zu wecken und die Menschen dabei zu unterstützen.

Mit ihren Vorträgen und Kursen bei Yoga Messen und Veranstaltungen auch international, z.B. März 2011 in USA „Successfully Attracting Women By Exceeding Their Expectations“ spricht sie ein großes Publikum an. Von der IHRSA, dem „International Health, Racquet and Sportsclub Association“, dem weltweit größten Fitness-Verband, wurde sie 2010 für ihre hervorragenden und wertvollen Leistungen in der Fitness-Branche sowie ihren Mut, ihr Durchhaltevermögen und ihre Professionalität ausgezeichnet und für das Leitungsgremium des Verbandes nominiert. Von der Zeitschrift Myself wurde sie im September 2010 von den Lesern als besondere Persönlichkeit gewählt und erhielt einen Award.

Mit ihrer Stiftung My Sportlady e. V. setzt sie sich für Frauen und Kinder in schwierigen Lebensverhältnissen ein.

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8 Himmlische Hüftöffner im Thai Yoga

Thai Yoga ist eine alternative Methode, um Flexibilität in unsere Hüften zu bringen. Diese sanfte Form von passivem Yoga ermöglicht ein Loslassen auf einer tiefen Ebene. Das Beste daran: Thai Yoga Bodywork ist sowohl für den Gebenden als auch Für den Empfangenden mit keinerlei Anstrengung verbunden.

Welcher Yogi kennt es nicht, das wunderbare Gefühl nach einer hüftöffnenden Übungspraxis? In diesem Teil unseres Körpers speichern wir viele alte Spannungen und unverarbeitete Emotionen. Darum liebt man sie entweder oder man fürchtet sie: Hüftöffnende Haltungen können körperlich und emotional sehr intensiv sein und zählen eher zu den fortgeschrittenen Positionen.

Wenn wir von hüftöffnenden Übungen sprechen, denken die meisten von uns an die Außenrotation des Oberschenkels, wie etwa in der Taubenhaltung. Doch das ist nur eine Variante. Da die Hüfte ein
Kugelgelenk ist, sind vielfältige Bewegungen möglich. Für den Bewegungsapparat genauso wichtig sind Innenrotation und Flexibilität in den Hüftbeugemuskeln (zum Beispiel Psoas major).

Säße man – wie noch heute viele Menschen in Asien – häufig auf dem Boden, dann hätte man im Alter wahrscheinlich weniger Hüftprobleme. Doch überwiegend sitzende Tätigkeiten und mangelnder Gebrauch des komplexen Bewegungsapparates der Hüfte führen dazu, dass viele Menschen im Westen in diesem Bereich verspannt und muskulär verkürzt sind. Dies kann zu Schmerzen – beispielsweise im Bereich des unteren Rückens – führen. Auf energetischer Ebene entsteht durch Spannungen in der Hüfte eine Blockade. Wir fühlen uns vielleicht einfach nicht im Fluss, Kreativität und Sexualität (die Hüften stehen in Verbindung mit dem zweiten Chakra) werden begrenzt und der eingeschränkte Bewegungsspielraum verursacht ein allgemeines Unwohlsein.

Die folgende Übungssequenz kann uns dabei helfen, das angenehme Gefühl frei beweglicher Hüften wiederzuerlangen. Das Hüftgelenk wird mobilisiert und die dazugehörigen Muskeln und Rotatoren werden in die wichtigsten Bewegungsrichtungen gedehnt. Das löst Spannungen, verbessert die Durchblutung und hat positive Auswirkungen auf Schlaf und Verdauung.

TIPP: Die Übungen können einzeln oder auch als Sequenz geübt werden. Selbstverständlich haben Yogalehrer die Möglichkeit, sie in den Einzel- oder Gruppenunterricht zu integrieren. Vor einem professionellen Einsatz empfiehlt es sich jedoch, die entsprechenden Techniken erst einmal für sich zu üben. In jedem Fall sollten die angegebenen Kontraindikationen beachtet werden.

 

INFO

Ursprung und Wirkung der Yoga-Thaimassage 

Yoga ist eine der drei Wurzeln der Yoga-Thaimassage (neben Ayurveda und der Tradionellen Chinesischen Medizin). Diese uralte Heil- und Berührungskunst kommt nicht – wie man annehmen könnte – aus Thailand, sondern aus Indien. Der Legende nach wurde sie 500 Jahre vor Christus vom Leibarzt des Buddha, Dr. Shivago Komarpaja, begründet und gelangte erst später über Umwege nach Thailand.

Thai Yoga wirkt auf unterschiedlichen Ebenen: Es bewegt und mobilisiert nahezu alle Gelenke und beeinflusst Atmung, Lymphsystem und Durchblutung positiv. Der Klient wird in eine Tiefenentspannung gebracht, die die Selbstheilungskräfte aktiviert und dazu führt, dass das vegetative Nervensystem vom sympathischen Modus (Handlungszustand) in den parasympathischen Modus (Ruhezustand) schaltet.

Voraussetzung dafür, dass dieser Entspannungszustand eintreten und Berührung wirken kann, ist ein geschützter Raum, der durch Achtsamkeit und die geistige Haltung des Praktizierenden entsteht. So ist es wichtig, bei allen Berührungen präsent zu sein und sich mit der Qualität von liebendem Mitgefühl (thailändisch: Metta) zu verbinden. Man richtet sich vollkommen auf das Wohlergehen des anderen Menschen aus und stellt alle Eigeninteressen zurück. Das spürt der Klient und kann sich entspannen.

Grundprinzipien der Yoga-Thaimassage

1. Achtsamkeit:

Kommen Sie zuerst bei sich selbst an. Finden Sie mit geschlossenen Augen einen Moment der Stille und den Wunsch, Ihrem Partner etwas Gutes zu tun. Diese Intention ist mindestens so wichtig wie die eigentliche Technik. Bleiben Sie während der Massage in Kontakt mit dem Empfangenden.

2. Druckintensität langsam steigern:

Alle Techniken sollten langsam und bewusst ausgeführt werden. Zunächst mit einem sanften Druck oder Stretch beginnen; bei mehreren Wiederholungen wird die Druck- oder Stretch-Intensität behutsam gesteigert.

3. Körpermechanik:

Nutzen Sie Ihr Körpergewicht, nicht Ihre Muskelkraft! Für eine optimale Kraftübertragung sind die Arme bei den meisten Techniken gestreckt.

 

Bildschirmfoto 2015-07-07 um 09.40.551 Baumposition

Bringen Sie ein Knie des Empfangenden in die Baumposition. Beginnen Sie bei Männern mit dem rechten Bein, bei Frauen mit dem linken. Wichtig: Um das Kniegelenk zu schützen, polstern Sie das Bein von unten mit einem Kissen – insbesondere bei Menschen, die nicht so flexibel sind. Legen Sie die Handballen zusammen und lehnen Sie vorsichtig Ihr Gewicht hinein. Wandern Sie von der Hüfte zum Knie (hier sind Hebel und Stretch am größten) und zurück.

Wirkung: Dehnt die Adduktoren, komprimiert die Abduktoren, öffnet die Hüfte nach außen.

 

2. Dehnung nach innen2 Hüftdehnung nach Innen

Stellen Sie den Fuß des Empfangenden auf. Drehen Sie sich zur Seite und fixieren Sie mit Ihrem Fuß den Fuß Ihres Partners. Der Fuß des Partners bleibt die ganze Zeit am Boden (kein liegender Twist). Sie halten eine Hand am Knie des Partners. Die andere Hand drückt mit dem Handballen auf das aufgestellte Bein und schiebt es so zum gegenüberliegenden Oberschenkel, dabei wandern Sie mit Handballendruck vom Knie zur Hüfte und wieder zurück.

Wirkung: Löst Spannungen auf der Außenseite des Oberschenkels, fördert Beweglichkeit in der Lendenwirbelsäule, lindert Ischiasbeschwerden.

Kontraindikationen: Schwangerschaft.

 

3. Bauch- und Psoas-Stretch3 Bauch- und Psoasdehnung

Fixieren Sie mit Ihren Knien das Fußgelenk des Empfangenden und verschränken Sie Ihre Finger über seinem Knie. Mit der Ausatmung des Partners lehnen Sie sich mit geraden Armen nach hinten und nutzen dabei Ihr Körpergewicht. Mit der Einatmung lösen Sie den Stretch. Mit der Ausatmung wiederholen Sie die Bewegung und vertiefen sie eventuell sanft. Drei bis viermal wiederholen.

Wirkung: Dehnt den Hüftbeuger und den Bauchraum, verbessert die
Verdauung.

 

4. Hüftstretch4 Hüftdehnung nach vorne

Kommen Sie in einen Ausfallschritt und platzieren Sie den Fuß des Partners in Ihrer Leiste. Während der Ausatmung des Empfangenden sinken Sie tiefer in den Ausfallschritt und dehnen das gebeugte Bein des Partners mit dem Knie Richtung Achselhöhle. Die Hand kann das Knie des Partners führen, doch der Druck geht vom eigenen Becken aus. Drei bis vier Wiederholungen.

Wirkung: Dehnt Beugemuskeln in Knie und Hüfte, fördert die Flexibilität im Hüftgelenk, dehnt leicht die Adduktoren, wirkt einem Hohlkreuz entgegen.

Kontraindikationen: Schwangerschaft, akute Knieschmerzen.

 

5. Helikopter5 Helikopter

Eine Hand hält den Fuß, die andere Hand unterstützt die Kniekehle. Damit führen Sie das Knie abwechselnd nach außen und innen, um die Hüfte zu mobilisieren und zu lockern. Bei dieser Technik passiert es leicht, dass der Partner versucht, mitzuhelfen. Laden Sie den Empfangenden ein, komplett passiv zu sein.

Wirkung: Mobilisiert den Bewegungsapparat, Gegenposition zur Hüftdehnung, unterstützt die Fähigkeit, sich hinzugeben und loszulassen.
Anschließend die Techniken 1 bis 5 am anderen Bein wiederholen.

 

6. Beinstreckung6 Beinstreckung

Kommen Sie zum Stehen und halten Sie beide Fersen des Empfangenden. Die eigenen Arme dürfen dabei ganz entspannt und locker nach unten hängen. Mit Ihrer Ausatmung lehnen Sie sich mit Ihrem Körpergewicht zurück und bringen damit die Beine des Partners in die Streckung, mit Ihrer Einatmung verlagern Sie Ihr Gewicht zurück zur Mitte. Drei bis viermal wiederholen.

Wirkung: Streckt Beine und Wirbelsäule, der Partner wird mittig in seiner Körperachse ausgerichtet.

 

7. Schmetterling7 Schmetterling

Aus Übung 6 grätschen Sie die Beine des Empfangenden und stellen Ihre Füße an seinen Rumpf. Heben Sie das Becken durch Zug an den Füßen an und beugen die Knie, so dass die Fußsohlen des Partners zueinander kommen. Mit der Ausatmung des Empfangenden lehnen Sie vorsichtig Ihr Gewicht nach unten und dehnen damit die Füße Richtung hinter den Kopf. Mit der Einatmung halten Sie die Dehnung, mit der Ausatmung vertiefen Sie sie. Der Empfänger entscheidet, wie intensiv die Dehnung maximal sein darf. Drei bis viermal wiederholen.

Wirkung: Dehnt die Adduktoren und den großen Gesäßmuskel, öffnet die Hüfte nach außen, aktiviert die Verdauung und stimuliert die inneren Organe.

Kontraindikationen: Schwangerschaft, Bluthochdruck, Herzprobleme.

 

8. Busfahrer a)8 Busfahrer

Halten Sie weiterhin die Füße des Empfangenden, treten Sie einen Schritt zurück und beugen Sie die Knie des Partners nach außen. In dieser Position schwingen Sie mit dem eigenen Becken nach links und rechts und lockern dadurch die Hüften Ihres Partners.

Wirkung: Mobilisiert und lockert die Hüftgelenke, Gegenposition zu den zuvor teilweise intensiven Dehnungen.

 

Bildschirmfoto 2015-07-07 um 10.04.35Abschluss

Setzen Sie sich ans Kopfende hinter den Partner, halten Sie für einen Moment seinen Hinterkopf in Ihren Händen und kommen Sie zur Ruhe. Geben Sie dem Empfangenden das wunderbare Gefühl, unterstützt und getragen zu sein! Wenn es sich richtig anfühlt,
lösen Sie nach einiger Zeit den Kontakt. Indem Sie die Hände vor Ihrem Herzen aneinanderlegen, beenden Sie die Sitzung und bedanken sich bei Ihrem Partner.

 


Der Autor Tobias Frank ist Thai-Yogapraktizierender und bietet Thai-Yoga-ausbildungen in ganz Deutschland an. Mehr Informationen über ihn und seine Arbeit unter: www.thaiyoga.de

Buch-Tipp: Brauchst du einen Guru?

Vom Suchen und Finden eines Gurus. Wer den Wunsch hat, das Beste aus dem eigenen Leben zu machen, voranzukommen und möglicherweise sogar erfolgreich zu sein, ist mit einem Mentor gut beraten, der einen an die Hand nimmt, neue Impulse gibt, kritisiert und motiviert. Ähnlich verhält es sich mit Gurus – auch sie tun all das mit ihren Schülern. Der Unterschied? Viele Menschen haben Angst davor, möglicherweise ihre Autonomie oder gar sich selbst ganz und gar aufgeben zu müssen, wenn sie sich auf die spirituelle Lehrer-Schüler-Beziehung einlassen. Deswegen plädiert die Amerikanerin Mariana Caplan auch für die „bewusste Schülerschaft“, bei der der Suchende stets selbstverantwortlich und unterscheidungsfähig bleibt.

Die Professorin für Yoga und Transpersonale Psychologie beschreitet gemeinsam mit dem Leser noch einmal den Weg ihrer eigenen Sinnsuche, schildert mit hintergründigem Humor Krisen, Enttäuschungen, den Umgang mit Scharlatanen und bewusstseinserweiternden Drogen ebenso schonungslos, wie sie über erhellende Glücksmomente und ihren eigenen Lehrer berichtet. Im Anhang lässt die Autorin spirituelle Größen wie Georg Feuerstein, Ram Dass oder Jai Uttal über das Thema des Buches sprechen. Sehr erhellend.

cover-guru_10-pfad.inddFazit: Brauchst du einen Guru? Lies – und entscheide selbst.

„Brauchst du einen Guru? Fluch und Segen einer spirituellen Schüler/Lehrer-Beziehung“ von Mariana Caplan, Advaitamedia Verlag, ca. 15 Euro.

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Montags-Mantra: Nimm dich selbst an

… und zwar so, wie du bist. Sich selbst anzunehmen, fällt einigen von uns schwer. Wieso? Weil wir danach streben perfekt zu sein. Aber weshalb danach streben, wenn wir es doch schon sind? Perfekt! So wie wir sind – von Kopf bis Fuß, mit dem Lächeln im Gesicht, mit der Stimme, der Art zu Lachen und zu Weinen. Du bist perfekt. Nimm dich selbst an und mach dich zu deinem besten Freund – heute, morgen und jeden anderen Tag.

„Das Öffnen des Herzens ist nicht etwas, das man tun kann, sondern etwas, das geschieht. Der Schlüssel dazu ist Bereitschaft. Sobald Sie bereit sind, etwas anzunehmen, öffnen sich die Türen Ihres Herzens, und zwar so weit, wie Ihre Bereitschaft reicht.“ – Safi Nidiaye, Das Tao des Herzens


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