Montags-Montra: Das ist mein Tanzbereich

Wer von Euch denkt bei der Überschrift nicht an „Dirty Dancing“? Beim Tanzen ist es wie auch im Alltag: Jeder hat seinen Raum und darf seinen Raum erobern. Doch wie oft passiert es, dass einem jemand im Alltag bewusst oder unbewusst zu nahe kommt, oder man selbst nichts ahnend die Grenzen anderer überrennt?

Wir möchten Euch in dieser Woche dazu einladen, einmal besonders achtsam auf den Raum, den ihr einnehmt und den ihr braucht zu achten. Und das Ganze spielerisch, eben wie beim Tanzen.

Kritisch wird es immer dann, wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, z. B. in einer vollen U-Bahn oder bei einem Konzert. Klar, dass man da nicht immer den benötigten Raum einfordern kann. Aber auch hier, könnt ihr euch durch das Mantra „Das ist mein Tanzbereich“ eine unsichtbare Schutzhülle um euch herum denken. Das hilft, Euch mental abzugrenzen und in der Masse dennoch präsent zu sein.


 

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Gita S. Iyengar: Yoga für die Frau

Mit zehn Jahren übte Gita S. Iyengar ihre ersten Asanas in einer Zeit, in der Yoga in Indien nicht einmal für Männer üblich war. Ihr Guru war B.K.S. Iyengar, ihr eigener und der (Über)Vater des modernen Yoga. 1961 begann sie selbst zu unterrichten.

1995 erschien ihr Buch „Yoga: A Gem For Women“ (Ein Juwel für Frauen), das auch unter dem deutschen Titel „Yoga für die Frau“ bald zum Klassiker avancierte und jetzt in einer Neuauflage vorliegt. Darin konzentriert sich Gita hauptsächlich auf den weiblichen Körper. Sie empfiehlt Asanas, Pranayama und Meditationstechniken während Menstruation, Schwangerschaft und Wechseljahren. Philosophisch sieht sie im Yoga keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern: „Was Patanjali gesagt hat, gilt für Frauen und Männer gleichermaßen.“ Gitas präzise Methodik und ihr Schreibstil gehen keine Kompromisse ein: „So und nicht anders“ lesen sich viele Anleitungen, was „Yoga für die Frau“ zum zuverlässigen Fundament einer individuellen Praxis macht.

Fazit: Der Klassiker für Yoga in allen Phasen des Frauenlebens, mit dem Gita Iyengar sich vollends von ihrem Vater und Guru emanzipierte, beweist auch in der Neuauflage seine Relevanz.

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„Yoga für die Frau“ von Gita S. Iyengar (O.W. Barth, ca. 23 Euro)

Alternative Heilmethoden: Autogenes Training Interview

Wir sprachen mit Dr. med. Günter R. Clausen über die Vorzüge des Autogenen Trainings.

Woher kommt Autogenes Training?

Johann Heinrich Schultz hat fußend auf den klassischen Hypnose-­Erfahrungen des deutschen Hirn- und Hypnoseforschers Oscar von 1920 bis 1932 aus der „Mutter“ Hypnose (ein passiv-autohypnoides Verfahren) die „Tochter“ Selbsthypnose (ein aktiv-autohypnoides Verfahren), also das Autogene Training (AT) entwickelt. Hypnose und Autogenes Training sind heute aus meiner Sicht Geschwister geworden. Jede Hypnose wird mit dem AT zur Selbsthypnose, die Zweipersonenzuwendung wird zur Einpersonen-/Selbstzuwendung. Der Psychotherapeut begleitet den Patienten bei der Selbstentwicklung methodisch in der Anleitung der Eigenzuwendung.

Wie wirkt Autogenes Training?

Mit den sechs Grundübungen wird über ein hinleitendes Denken, beginnend im rechten Arm mit der Vorstellung von angenehmer Schwere, ein spürendes Wahrnehmen erreicht. Durch rhythmisches Wiederholen bahnen sich neue Wege auch im Netzwerk des Unbewussten – der Sympathikus wird gedämpft, der Parasympathikus aktiviert. Es kommt zu einer Balancierung der unwillkürlich und unabhängig arbeitenden Systeme.

Was sind die Möglichkeiten und Grenzen des -Autogenen Trainings?

Das Autogene Training ist heute als wirkungsvolle Entspannungstechnik zum Stressabbau bekannt. Es kann im psychischen, psychosomatischen und somatischen Bereich therapeutisch eingesetzt werden. Als Heilmethode bei Krankheiten sollte es nur von einem Arzt oder Therapeuten angewandt werden. Bei vielen Krankheiten kann das Training die Therapie unterstützen, etwa bei Bluthochdruck, Asthma bronchiale, Verdauungsstörungen, ­Depressionen oder Schlaf- oder Angststörungen.

Für wen ist es geeignet?

Jeder, der sich konzentrieren kann, ist geeignet, das Autogene Training als Entspannungstechnik unter Anleitung zu erlernen. Der Meister führt den Schüler, der dann über das Können und Erleben selbst zum Meister wird.

In welchem Zusammenhang steht Autogenes -Training mit der Yogapraxis?

Wie mit den Yoga-Übungen über die quergestreifte Muskulatur wird auch beim AT die innere Mitte des Körpers angestrebt und dem Körper mehr ­Beachtung, Zuwendung und Sympathie autosuggestiv entgegengebracht. Bei beiden werden über das eigene Motivationszentrum mit genügend Übungserleben die Belohnungssysteme aktiviert – mit der Ausschüttung von „Glückshormonen“ wie Dopamin, Beta-Endomorphin und Oxytoxin.


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Montags-Mantra: Fasten, Verzicht oder Freiheit?

Kein Fleisch essen, keinen Kaffee trinken, auf Milchprodukte verzichten, nicht rauchen, keinen Alkohol trinken … wie weit gehen Sie für die eigene Gesundheit und die Moral? Und wo bleibt da der Spaß?

Es kommt wie immer ganz auf die Einstellung und das Ziel an, das beim Verzicht gesetzt wird. Wenn der Verzicht nur des Verzichtes wegen ausgeübt wird, kann so eine Abstinenz oder eine Fastenzeit ganz schön hart sein. Es sollte aber vielmehr im yogischen Sinne darum gehen, sich selbst einmal ganz genau zu beobachten, Automatismen zu entlarven, Verhaltensmuster aufzuklären und nicht mehr zu nehmen, als benötigt.


„Jemand der sich auf das beschränken kann, was er braucht und was ihm zusteht, fühlt sich sicher. Ein solcher Mensch findet Zeit zum Nachdenken und Meditieren und wird so vollkommenes Verständnis von sich selbst gewinnen.“

Patanjali, Yoga Sutra 2.39


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Musik-Tipp: Début – kunterbunte Power-Musik

Gebündelte Power von Liedern mit schamanischen Anklängen über moderne Mantra-Adaptionen bis hin zu klassisch-jüdischen Stücken und Harfenklängen – „Début“ ist ein kunterbuntes Album, das auch Elemente von Soul, Funk, Rock und klassische indische Ragas integriert. Die Vielzahl der Einflüsse fügt sich zu einem großen Ganzen zusammen. Sitar- Klänge und die Stimmen der Künstler, die von einem neuen Weg singen, wirken beruhigend. Die fünfzehn Tracks sind ein schöner Wegbegleiter durch einen hektischen Tag, immer wieder fühlt man sich geerdet und zentriert. Ein Teil des Erlöses vom Verkauf der CD fließt dem Brahma Vidya Hilfswerk zu und unterstützt damit in Not geratene Kinder sowie hilfsbedürftige Menschen in Indien. So bekommt das Motto der Gemeinschaft „Ein neues Wir entsteht“ gleich noch mehr Gewicht.

FAZIT // Aus musikalischer und menschlicher Vielfalt entsteht eine stimmige Einheit.


Début //Yogi Town Records //www.yogitownrecords.de //Preis: ca. 20 Euro

Ayurveda-Rezept: Feine Mung-Dal Suppe

Im Winter brauchen wir nach der Ayurveda-Lehre wärmende und kräftigende Speisen sowie anregende Gewürze. Was liegt da näher als eine kräftige Gemüsesuppe mit Ingwer? Wir verwenden als Basis Mung Dal (geschälte Mungbohnen),  da es besonders nahrhaft und reich an Vitaminen und Mineralien ist.

ZUTATEN:

1 Tasse Mung-Dal
5 Tassen Wasser
1 TL Ingwer
1 TL braune Senfsamen
1 Tl Koriander
1 Tl Cumin
1/2 TL Fenchel
1/2 TL Methi-Samen (Bockshornklee)
4 Curryblätter
1 Karotte
1/8 Sellerie
1/2 Lauch
1 TL Kurkuma

Für den Sud:

1 TL Ghee
1/2 TL Cuminsamen
1/2 TL Koriandersamen
1/4 TL Hing (Asafoedita)
1 TL Salz
2 TL Zitrone
2 EL frischer Koriander

ZUBEREITUNG

Koriander-, Cumin, – Fenchel und Methi-Samen fein mörsern. Den Ingwer fein hacken, Gemüse raspeln oder fein würfeln.

Das Ghee erhitzen. Die Senfsamen zuerst anbraten, die gemörserten Gewürze hinzugeben. Ingwer, Curryblätter und kurz danach das Gemüse und Mung Dal in den Gewürzsud geben und kurz anrösten.

Kurkuma unterrühren und den Dal mit Wasser auffüllen, aufkochen lassen.

Kurz vor Schluss in einem kleinen Extra-Topf nochmals etwas Ghee erhitzen, die ganzen Koriander- und Cuminsamen hineingeben und kurz anrösten. Den Dal hinzugeben und mit Salz und Zitronensaft abschmecken.


Das Rezept stammt von Kerstin Rosenberg, international bekannte und renommierte Ayurveda-Spezialistin, Seminarleiterin und Buchautorin.


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Ingeborg Piel

Kriyavati Flow – SeinsEntfaltung
Kriyavati ist die Erfahrung spontaner Bewegung.
Im SoMaTra-Yoga, das aus meiner eigenen inneren Erfahrung entstanden ist, gibst du dir Raum, dich selbst neu zu erfahren und zu erforschen. Die eigenen Töne, Klang und die Kevali Atmung, die Dich ins Sein führt, verbinden Dich mit Deinem inneren Raum und unterstützen Dich, dass Du Dich vom Wollen lösen kannst und Dich absichtslos und vertrauensvoll hingibst und geschehen lässt. Alles entfaltet sich auf natürliche und ungezwungene Weise im eigenen Rhythmus von Atem und Bewegung, so dass durch die tiefe Entspannung natürliche Atempausen entstehen, in denen auch die Bewegung weiterfließt und der spontane Fluss taucht in dir auf. ES bewegt Dich und berührt Dich. Neugierig geworden – Ich freu mich auf Dich!

Webseite: www.somatra-yoga.de

Sujata També (HP)

Gesunde Haut – Schutzschild und Sinnesorgan

Die Haut stellt die Grenze von der Aussenwelt zu unserem Inneren dar – daher ist wichtig, die Haut nicht nur als Organ zu sehen. Im Ayurveda wird der Haut eine große Aufmerksamkeit geschenkt, welche Frau També in den verschieden Aspekten erläutern wird.

Frau Sujata També ist gebürtige Inderin mit Studium in Humanmedizin (M.B.B.S.) und Ayurveda an der Universität Pune. Seit 1997 ist sie Fachärztin für Ayurveda, seit 2003 ausgebildete Heilpraktikerin. Seit 1999 lebt und arbeitet sie in Deutschland.

Webseite: www.santulan.de
Facebook: https://www.facebook.com/groups/352066298180737/?fref=ts