Mona – My Yogaboard

Was ist MyYogaboard?

Das Yogaboard ist ein Balanceboard, das durch die geschwungene Unterseite das
Training intensiviert. Das Balancieren und Trainieren auf dem Yogaboard stärkt die Sinne
für Gleichgewicht und bringt die Körperkontrolle auf ein neues Level.
Je nach Untergrund und Stärke der Unterlage (verschiedene Matten) wirkt der Balanceeffekt stärker oder schwächer und ist somit ideal für alle Yogapraktizierenden und Fitnessbegeisterte, egal ob Anfänger oder Profi. Bei der Produktion des zum Patent angemeldeten Yogaboard setzen wir auf langlebige und umweltfreundliche Rohstoffe, um echte Qualität „made in Germany“ zu garantieren.

Die Entstehung
2016 wird der erste Prototyp des Yogaboards von Dominic Strobel in Kapstadt, Südafrika

entwickelt. Inspirationsquelle für das Design und die Konstruktionslösung waren die
Wooden Surfboards. Der Prototyp aus Südafrika wurde erstmals im Januar 2017 auf der

Yogaworld in München vorgestellt.

Das Yogaboard wird ISPO AWARD GOLD WINNER 2017/2018 im Segment Health &
Fitness. Das Jury-Statement von Max Barth, Health and Beaty, Editor -in-Chief, zum
Yogaboard: „Eine hochspannende Innovation mit dem Potenzial, sich schnell in der breiten
Masse durchzusetzen. Einsteiger wie fortgeschrittene Yogis profitieren davon
gleichermaßen.“

Das Grandiose
Mona (My Yogaboard Trainerin) kommt am Samstag & Sonntag mit jeweils 25 Yogaboards zur Yoga World Düsseldorf. Es darf also freudig getestet werden.

 


Probier eine Schnupperstunde mit dem Yogaboard auf der Yoga World in Düsseldorf 2017:

Samstag, 14. Oktober 2017 // 12:15 – 13:00 Uhr // Yoga auf dem Yogaboard // Ganesha Yogaspace
Sonntag, 15. Oktober 2017 // 16:15 – 17:00 Uhr // Yoga auf dem Yogaboard // Ganesha Yogaspace


Weltoffen & menschlich

Heute will Michi Kern seine Kolumne „Lernen von den Menschen“ auf wenige Sätze zuspitzen: Yoga ist weltoffen und welthaltig. Yoga ist von Menschen erfunden und überliefert, es ist keine Erlösungslehre und zielt nicht auf höhere Einsichten, sondern auf die Menschlichkeit jedes Einzelnen.

Der Yogaweg, wie ich ihn verstehe, ist seinem Wesen nach plural, empirisch, kommunikativ, dynamisch, veränderlich und konsequent auf das Diesseits ausgerichtet – alles geht mit rechten Dingen zu, wir suchen keine Wunder. So etwas wie eine „Hinterwelt“, eine „wirkliche Welt“ hinter einem Schleier, also die Verdoppelung der Wirklichkeit, gibt es nach meinem Verständnis im Yoga nicht. Yoga ist kein Glaube und keine Religion. Fluchten aller Art (esoterisch, religiös oder metaphysisch) werden zwar toleriert, sind aber nicht nötig. Yoga, wie ich es auffasse, ist auf den handelnden Menschen ausgerichtet, weil Menschen immer handeln und handeln müssen, solange sie leben. Und somit ist es das Ziel der Praxis, den Handlungen „technische“ yogische Qualitäten wie Achtsamkeit, Behutsamkeit, Präsenz, Fokussierung und Reflektion zu verleihen, aber vor allem auch inhaltliche yogische Qualitäten wie Gewaltlosigkeit, Mitgefühl, Rücksichtnahme und Toleranz. Denn als Handelnder ist der Mensch immer mit anderen Menschen, Tieren und Pflanzen verbunden und vernetzt. Sich die Konsequenzen des eigenen Handelns immer wieder und wieder bewusst zu machen – das ist die Idee des Yogasutra: Klärung, Selbstreflexion, Erkennen der eigenen Grenzen.

Sensibilisierung, Mobilisierung, Harmonisierung

Insofern gibt es drei große Projekte für den Yogaübenden: Sensibilisierung, Mobilisierung und Harmonisierung. Als groß angelegte Gegenbewegung zu Gedankenlosigkeiten und Gleichgültigkeiten aller Art üben wir im Yoga eine durchgreifende und auch moralische Sensibilisierung, die Ausweitung der Wahrnehmung für andere, das Entwickeln von Mitgefühl. Der intensiven Innenschau stellt der Yogi sich selbst aber immer auch als ein soziales Wesen gegenüber, das von sich selbst absehen kann. Die nachhaltige Mobilisierung, die Yoga will, zielt im umfassendsten Sinn auf Körper, Atem und Geist. Der achtgliedrige Yogapfad aus dem Sutra will uns vor allem handlungsfähig machen und erhalten. Es ist das erklärte Ziel, Tatenlosigkeit, Trägheit, Bequemlichkeit, aber auch Krankheiten zu überwinden, um zu handeln. Die vielbeschworene Harmonie im Yoga ist meiner Meinung nach kein Endpunkt, sondern kann als ständiger, unabschließbarer Prozess der unterschiedlichsten Harmonisierungen gedacht werden – Körper, Geist, Atem, Innenwelt, Außenwelt, Denken, Tun, Rede. Diese Harmonisierung umfasst vor allem auch das Bemühen um ein gesundes Verhältnis zu anderen, faire und nachhaltige Beziehungen, keine Gewalt gegen oder Ausbeutung von anderen. Dieses harmonische Wechselspiel ist vielstimmig gedacht und will keine homogene, spannungslose Einheit erzeugen, sondern ein dynamisches und lebendiges Beziehungsgeflecht.

Alle drei Aspekte spiegeln sich sowohl in der körperlichen Praxis der Asanas als auch in der Atempraxis des Pranayama und natürlich in der Meditation. Das alles – der sensibilisierte, mobilisierte und harmonisierte Yogi – wird uns aber wenig nützen, wenn es keinen Platz mehr für Irrtum, Zweifel, das Spielerische und vor allem Humor gibt. Das ganze Programm muss sich selbst irgendwie noch in Frage stellen können und wir selbst sollten schon über die Vergeblichkeit der Mühen lachen dürfen. Dann wird’s nicht zu heilig, zu ernst, erst dann gibt es keine erstarrten Dogmen – und es wird auch viel leichter, die Verbindung zwischen Selbstbild, Rede und dem wirklich gelebten Leben aufrecht zu halten, ohne sich zu belügen.

Der jüdische Literaturprofessor George Steiner ist gefragt worden, was es für ihn bedeutet, Jude zu sein, wo er doch gar nicht an Gott glaubt. Er antworte: „Es bedeutet, mit Ihnen hier in diesem Zimmer zu sitzen, inmitten all dieser Bücher, dieser CDs, jeden Tag in meiner Lektüre mehrere Sprachen zu handhaben, jeden Morgen etwas zu lernen. Für mich bedeutet jüdisch zu sein, Schüler zu bleiben, zu lernen, mich dem Aberglauben, dem Irrationalen zu verweigern; bedeutet mich zu weigern, die Astrologen aufzusuchen, um etwas über mein Schicksal zu erfahren. Es ist eine intellektuelle, moralische, geistige Vision; es bedeutet vor allem, sich zu weigern, den anderen zu demütigen oder zu foltern, ihm durch meine Existenz Leiden aufzuerlegen.“

„Du musst es entstehen lassen“ – Interview mit Petros Haffenrichter

© Marcus Schäfer

Petros Haffenrichter ist Yogalehrer und Musiker – und in beiden Disziplinen stellt sich immer wieder die Frage: Wie viel feste Form muss sein, wie viel kreative Freiheit darf sein? Ein Gespräch über Kreativität und Handwerk, über Intuition und die Magie des Moments.

Du giltst als besonders kreativer Yogalehrer. Wie viel ist Intuition und wie viel Handwerk?

So generell kann man das, glaube ich, nicht sagen. Das hängt immer auch vom Anlass ab. Aber wie bei jeder anderen Disziplin erübst du dir auch im Yoga eine bestimmte Art von Virtuosität – und mit der kannst du dann umgehen und etwas gestalten.

Da klingt der Musiker durch, der du ja auch bist …

Bei uns wurde sehr viel musiziert. Da war für mich von klein auf ganz klar, dass es so etwas gibt wie das Üben: Man konzentriert sich eine Zeit lang auf etwas, wo man all seine Aufmerksamkeit hinbringt. Natürlich konnte ich mir mit 6 Jahren, als ich Fingerübungen auf dem Klavier machen musste, nicht vorstellen, was mir das bringt. Ich fand’s furchtbar, aber ich hab dann zum Beispiel in der Schule gemerkt, dass ich gut von dieser Art der Konzentration profitieren konnte.

Das wäre dann der technische Bereich, das Handwerk …

Genau. Das eine ist ein intuitives Moment, das manchen mehr und manchen weniger zugänglich ist. Das andere ist das Repertoire an Möglichkeiten, die du dir erübt hast. So ist zum Beispiel jeder gute Jazz-Pianist deshalb ein guter Pianist, weil er ein großes Portfolio hat an individuellen Zugangsmöglichkeiten zur Musik.

Was heißt das bezogen auf deine Arbeit als Yogalehrer?

Ich glaube, da kommt ein bisschen zusammen, dass ich zum einen sehr viel geübt habe, aber auch weiß, dass im Moment immer das Beste entsteht, wenn ich Raum lasse, damit die Dinge sich entfalten.

Das heißt, das Üben, das Handwerk, gibt die Struktur und aus dieser Struktur entsteht die Freiheit des Gestaltens?

Genau. Im Idealfall hast du Struktur gelernt und kannst deswegen in einem vermeintlich chaotischen, nicht definierten oder noch nicht beschrittenen Raum mit dieser Struktur flexibel umgehen. Wenn du aber von Grund auf nur chaotisch bist, keine Struktur findest für die wirren Gedanken und Ideen, die wir ja alle haben, wenn wir unsere Kraft und unsere Kreativität also nicht in eine bestimmte Richtung kanalisieren können, dann haben wir keine Ausdrucksmöglichkeit.

Bezogen auf Asana gibt es ja Regeln und Strukturen, die machen wirklich Sinn, und manche Spielereien, die machen wenig Sinn …

Ich glaube, wörtlich genommen macht alles erst mal „Sinn“: Es ist eine Sinneserfahrung. Du kannst auch unaufgewärmt Hanumanasana (Spagat) versuchen, das ist garantiert eine Sinneserfahrung – ob das gesund ist, ist die andere Frage. Aber Kreativität besteht ja darin, dass man grundsätzlich erst mal alles zulassen kann: Alles ist eine Erfahrung. Ich bin nicht so darauf gepolt, dass es etwas gibt, das per se falsch ist. Vieles ist aber auch nicht hilfreich. Um das zu unterscheiden, muss man manchmal erst eine Erfahrung machen.

Also weg mit den Regeln?

Ich habe den Eindruck, dass wir gerade in Deutschland nur ungern falsch liegen. Wir wollen es gerne richtig machen, die Regeln kennen und anwenden. Damit nehmen wir uns aber die Möglichkeit, dass es eine Erfahrung geben könnte, die jenseits dieser Regel, dieser vorgefertigten Form liegt. Dabei entsteht genau da die Magie.

Als Jivamukti-Lehrer bist du aber zunächst mal an eine bestimmte Form gebunden.

Stimmt. Jivamukti Yoga ist sehr definiert, sehr klar. Ich unterrichte relativ frei, aber doch im Kontext der Vorgabe. Das ist, finde ich, genau das Interessante: Du kannst Virtuosität und Kreativität auch da entfalten, wo du innerhalb der Form bleibst. Im Yoga geht das noch viel weiter: Der radikale Freiraum, den wir im Yoga betreten, ist ja nicht der physische, sondern der mentale. Letzten Endes sollten wir die Erfahrung machen, dass all das, was in uns an kreativer Kraft veranlagt ist, einen Ausdruck finden kann, in dem wir uns wiederfinden.

Das klingt sehr viel einfacher, als es ist.

Der tantrische Ansatz ist: Du musst es entstehen lassen. Wenn du da hinwillst, kommst du nie an. Auch als Yogi kennt man das sehr gut: Du kommst irgendwann, vielleicht in Shavasana, in einen Zustand, der ist so großartig, allumfassend und befreiend, dass du das am nächsten Tag unbedingt wiederhaben möchtest. Aber das kriegst du auf keinen Fall hin. Die Magie passiert, wenn man so geübt ist, dass man sich zu hundert Prozent einbringt, und dann loslässt. Da sind wir komplett im Yogathema: Abhyasa – Vairagya, Üben – Loslassen. Schaffe die Grundstruktur, Freiheit bist du ja. Und nicht so viel nachdenken, was Yoga eigentlich sein soll. Du bist ja schon in deinem Yoga. Das Nachdenken und Optimieren-Wollen ist nicht zuträglich für das Vertrauen in die eigene Kreativität: Kreativität will sich ausdrücken. So wie Liebe lieben will und Leben leben will. Es geht gar nicht anders.

Patanjali und Familie: Stephanie Schönberger im Interview

© Armin Schönberger

Mit Patanjali gegen den Wahnsinn: In ihrem Buch „Das Karma, meine Familie und ich“ beschreibt Yogalehrerin Stephanie Schönberger Gedanken und Methoden aus dem Yoga-Sutra, die den Familienalltag entspannen können – und gibt nebenbei eine kurze, lebenspraktische Einführung in die Yogaphilosophie.

Stephanie, die Elternrolle wird heute so intensiv wie vielleicht niemals zuvor reflektiert – ein eigentlich begrüßenswertes Phänomen, das jedoch oft in „Helikopter“-Verhalten mündet. Auch hier ist überall die Rede von „Optimierung“.
Ich finde diesen Optimierungswahn befremdlich. Wer definiert, was optimal ist, und vor allem, wer hat das Recht dazu? Der neuseeländische Yogalehrer Mark Whitwell erklärt gerne, jeglicher Optimierungsversuch sei letztlich eine Beleidigung der Intelligenz des Lebens.

Wie kann uns Yoga als Jahrtausende alte Lehre im Wahnsinn moderner Familienorganisation unterstützen?
Die alten Weisheitstexte geben zwar keine konkreten Erziehungstipps, aber sie können uns inspirieren, wie wir mit unseren Kindern umgehen könnten. Unsere Aufgabe, unser sogenanntes Svadharma, als Eltern ist es, dafür zu sorgen, dass unsere Töchter und Söhne ihr Talent entwickeln, ausleben und als bewusste Menschen in die Welt bringen können. Auch in der Idee von Ishvara Pranidhana, eines höheren Prinzips, dem wir absolut vertrauen können, geht es um liebevolle Akzeptanz und Begleitung, nicht um Dauerbespaßung oder Rund-um-die-Uhr-Betreuung.

Das Elternsein stellt alles, was man vorher im Yoga erkannt und geübt hat, auf die ultimative Probe – ist das auch deine Erfahrung?
Ich habe erstmal ganz praktisch erfahren, was Avidya, die Unwissenheit, bedeutet: Vor der Geburt meiner Tochter habe ich ernsthaft geglaubt, dass die Welt mit Kind rosarot sein würde, so wie das in den Medien (für die ich übrigens jahrelang gearbeitet hatte) gerne dargestellt wird. Ebenso war ich überzeugt, dass sich Beruf und Kind mit links vereinbaren ließen, obwohl ich erlebt habe, wie Mütter aus den Redaktionen von Frauenzeitschriften gedrängt wurden. Die Landung in der Realität war für mich hart.

Also keine rosa Wolken …
Dafür schlaflose Nächte, eine zunehmende Entfremdung vom Vater meines Kindes, dazu der Verlust der bisher gekannten Selbstbestimmung und der finanziellen Sicher- und Freiheiten, die ich zuvor als Ressortleiterin hatte. In der Schwangerschaft habe ich meine erste Yogastunde besucht, nach der Geburt machte ich weiter. Bald dreimal die Woche, das waren meine Fluchten von zuhause.

Hat das deinen Alltag entspannt?
Erstmal gar nicht, auch nicht die vierjährige Yogalehrer-Ausbildung. In meinen Stunden habe ich Gelassenheit gepredigt, aber zuhause habe ich es nicht hinbekommen. Das hat dazu geführt, dass wir kurz vor dem familiären Burnout standen. Vom Zustand des Yoga, der dynamischen Stille der Gedanken und Gefühle, war ich teilweise meilenweit entfernt. Dafür konnte ich sehr gut die Nerven verlieren. Ich habe einen Weckruf gebraucht, es war ein verzweifelter Brief meiner Tochter, um endlich genau hinzuschauen, was da eigentlich schief läuft bei uns.

Was hat den Hebel umgelegt?
Dass ich meinen Fokus von den Asanas zur Yogaphilosophie gerichtet habe. Auf der Matte üben wir unter Idealbedingungen, alles ist friedlich, alles ist Om. Die Herausforderung, zumindest war es bei mir so, beginnt, wenn wir unsere kleine Auszeit beendet haben und wieder mit dem Alltagstrubel konfrontiert werden. Wie klappt es dann mit der Gelassenheit, mit Ahimsa? Die philosophischen, psychologischen und spirituellen Gedanken und Ansätze des Yoga, besonders die des Yoga-Sutra, zeigen uns, finde ich, einen sehr gangbaren Weg, wie wir den friedlichen Zustand, den wir auf der Matte hoffentlich erfahren haben, auch dauerhaft im Alltag erleben können.

Achtsamkeit und Gelassenheit kursieren gerade auch außerhalb der Yogawelt als Zauberwörter für funktionierende Gemeinschaften. Haben wir es unter Umständen mit einer Idealisierung dieser Begriffe zu tun, die wiederum Stress erzeugen kann („Ich MUSS mich entspannen, ich MUSS zum Meditations-Seminar, ich MUSS auf die Matte“)?
Mir geht es tatsächlich manchmal so, dass ich die Begriffe Achtsamkeit und Gelassenheit gar nicht mehr hören und benutzen mag. Weil man, wie du es ja ansprichst, das Gefühl hat, mit seinem Karma-Konto ordentlich in den Miesen zu landen, wenn man das Pausenbrot des Kindes nicht mit größter Achtsamkeit schmiert oder zwischenzeitlich die Fassung verliert, weil man das Chaos, das die Familie in der Wohnung hinterlassen hat, mal wieder ganz alleine aufräumen muss. Aber alles, was Gefahr läuft, zwanghaft zu werden, hat das Potenzial Duhkha, also Leid, zu erzeugen. Und das ist das Gegenteil von Sukha, der Weite, dem inneren Meeresstrand, dem guten Gefühl, nach dem wir uns alle sehnen.

Patanjalis Yoga-Sutra – vielleicht der beste Elternratgeber auf dem Markt?
Ein guter Lebensratgeber auf jeden Fall. Weil er uns erklärt, wie wir ticken, warum wir manchmal austicken und wie wir unseren inneren Frieden finden können. Der weise bayerische Komiker Karl Valentin sagte den schönen Satz: „Wir brauchen unsere Kinder nicht zu erziehen, sie machen uns sowieso alles nach.“ Patanjali kann uns helfen, ihnen etwas Gutes vorzumachen.

Dies.Das.Asanas: Spagat, mal anders!

© Henryk Berlet, oooyeah.de

Ich liebe Yogafotos, die stutzig machen. Wie bei einem „Brain Teaser“ (zu Deutsch: einer besonders kniffligen Knobelaufgabe): Man muss noch ein zweites und drittes Mal hinsehen, bis es klick macht und man seinen Augen trauen darf. Ein Paradebeispiel dafür ist diese Variante von Urdhva Prasarita Eka Padasana.

Als herausfordernde Haltung bietet der gebundene stehende Spagat viel „Spiel-Raum“ für fortgeschrittene Yogis. Mithilfe von Gurten kann man sie prinzipiell aber auch für Anfänger zugänglich zu machen. Hier spielen ganz verschiedene Elemente ineinander und es gibt einiges zu entdecken und erforschen: Die Vorwärtsbeuge wird kombiniert mit der Dehnung des Oberschenkels und einer gebundenen Rückbeuge (wie zum Beispiel auch in der Königstaube). Das Ganze sieht für Außenstehende vielleicht ulkig aus, da Gesicht und Hintern (vielmehr eine Hälfte davon) in die gleiche Richtung blicken. Für den Praktizierenden ist die Perspektive natürlich eine andere. Die Balance ist wegen der Drehung anspruchsvoller als beim einfachen stehenden Spagat, zugleich intensiviert die Verbindung von Hand und Fuß die Dehnung der Oberschenkelvorderseite. Je nachdem welches Ziel man verfolgt, wird man den Fokus darauf legen, die Balance zu spüren. Man wird versuchen, die Atmung in der Vorwärtsbeuge zu beruhigen und zu vertiefen oder daran arbeiten, die Leisten zu mobilisieren – bis eventuell beide Beine in komplett unterschiedliche Richtungen zeigen.

MACHT DAS SPASS?
Ja! So verrückt es auch aussieht, fühlt sich dieser gebundene Spagat doch ganz wunderbar an, wenn auf körperlicher Ebene verstanden wird, wohin die Reise geht.

MUSS ICH DAS KÖNNEN?
Nein. Diese Asana bietet sich besonders dann an, wenn Uttanasana (Vorwärtsbeuge im Stand mit geschlossenen Beinen) und stehender Spagat schon leicht fallen. Die Vorteile der gebundenen Variante sind zahlreich: Das Gehirn beruhigt sich, Leber und Nieren werden stimuliert, außerdem dehnt und kräftigt sie Beinrückseiten, Waden, Oberschenkel, Knie und Fußgelenke.

WAS MUSS ICH DAFÜR TUN?
Für diese Haltung ist ein gutes Warm-up notwendig, unter anderem mit folgenden Asanas: Uttanasana (Vorwärtsbeuge aus dem Stand), Prasarita Padottanasana (Vorwärtsbeuge aus der stehenden Grätsche), Padangushthasana (Hand-Großzeh-Haltung), Adho Mukha Shvanasana (herabschauender Hund), Janu Shirshasana (Kopf-Knie-Haltung), Pashchimottanasana (Vorwärtsbeuge im Sitzen) und jegliche Übungen, die die Oberschenkelvorderseiten dehnen.

SCHRITT FÜR SCHRITT

© Henryk Berlet, oooyeah.de

1 Beginnend in Uttanasana (Vorwärtsbeuge aus dem Stand) stützen Sie sich auf die Fingerspitzen und strecken Ihr rechtes Bein nach hinten (ähnlich wie für Krieger 3). Beugen Sie Ihr Standbein, um Ihre linke Schulter so weit wie möglich hinter den linken Unterschenkel zu schieben.

2 Drehen Sie die rechte Hüfte möglichst weit auf, indem Sie die Zehenspitzen Richtung Decke schicken. Ihre rechte Hand ist Ihr Anker für die Balance. Sie können sich über die Handfläche oder die Fingerspitzen unterstützen.

3 Beugen Sie Ihr rechtes Knie, greifen Sie mit der linken Hand Ihren rechten Fuß und gleiten Sie allmählich tiefer in den Hüftöffner, mit der Idee, das rechte Knie zur Decke schauen zu lassen.

4 Entspannen Sie den Nacken. Bleiben Sie 5 bis 10 Atemzüge lang in der Haltung. Anschließend wiederholen Sie das Ganze auf der anderen Seite.

Variante mit Gurt: Falls Sie den rechten Fuß nicht greifen können, fangen Sie ihn mithilfe eines Yogagurts oder Bademantelgürtels wie mit einem Lasso ein.

Detox Tag 4 – Yummy Detox

Heute folgt das letzte Smoothie-Rezept unserer Detox Woche. Das Rezept ergibt 4 Portionen und ist vegan. Super einfach und in nur 10 Minuten zubereitet!

Zutaten

200–400 ml Wasser
100 ml Aloe-Vera-Saft
½ Ananas
2 Kiwis
2 Handvoll junge Spinatblätter
1 TL Matcha-Pulver

Zubereitung

Schneiden Sie die Ananas (mit Strunk) in Stücke. Danach schälen Sie die Kiwis und vierteln jede einzelne. Die Früchte kommen mit allen übrigen Zutaten in den Mixer und werden bis zur gewünschten Konsistenz gemixt. Gegebenenfalls mit einer Banane und/oder 1–3 Datteln abschmecken und erneut kurz auf höchster Stufe mixen.

Detox Tag 3 – Beauty-Beere

Der heutige Smoothie glänzt in einem fruchtigen rot. Das Rezept ergibt 4 Portionen, ist vegan und dauert nur ca. 10 Minuten.

Zutaten

100–300 ml Wasser
100–200 ml Mandelmilch
1 Avocado
1 Vanilleschote
5 Feigen
2 Handvoll Beeren
(nach Verfügbarkeit)
2 Handvoll
Mangoldblätter
1 Handvoll Goji Beeren

Zubereitung

Halbieren und entkernen Sie die Avocado und lösen Sie das Fleisch mit einem Löffel aus der Schale. Schneiden Sie nun die Vanilleschote der Länge nach auf und kratzen Sie das Mark mit dem Rücken der Messerspitze heraus. Geben Sie alles mit den übrigen Zutaten in den Mixer und mixen Sie alles bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Detox Tag 2 – Simple Relax

Heute gibt es das zweite Detox-Rezept unsere Herbstkur. Das Rezept ergibt 4 Portionen, ist vegan und kann in ca. 10 Minuten zubereitet werden.

Zutaten

100–300 ml Wasser
100–200 ml Kokoswasser
1 Mango
½ Papaya (mit Kernen!)
1 Orange
1 Limette
1 Stück Ingwer (ca. daumendick)
2 Handvoll Kohlblätter

Zubereitung

Schälen Sie die Mango und lösen Sie das Fruchtfleisch vom Kern. Schälen Sie danach auch die Papaya, die Orange und die Limette und schneiden Sie alles in Stücke.  Der Ingwer wird ebenfalls von der Schale befreit und fein gehackt. Alle Zutaten kommen in den Mixer und werden bis zur gewünschten Konsistenz gemixt. Gegebenenfalls mit einer Banane und/oder 1–3 Datteln abschmecken und erneut kurz auf höchster Stufe mixen.