4 Tipps wie Sie Thai Yoga in Ihre Praxis integrieren können

Bodywork hat nichts mit Yoga zu tun? Das habe ich vor vielen Jahren auch einmal gedacht. Thai Yoga ist die perfekte Ergänzung für Ihre Yoga-Praxis. Diese passive Form von Yoga ist nicht nur äußerst entspannend. Sie können durch Thai Yoga Dinge lernen, die Ihnen allein auf der Matte entgehen würden. Unser Gastautor Tobias Frank gibt Ihnen heute 4 Tipps, wie Sie Partner-Yoga perfekt in Ihre persönliche Praxis integrieren können.

  1. Vom Nichts-Tun profitieren
    Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Entspannung ist immer da für Sie. Sie müssen nichts leisten, um sie zu bekommen. Noch nicht einmal Ihre Yogamatte ausrollen und sich durch eine anstrengende Asana-Praxis quälen. Für mich persönlich war das eine wichtige Lernerfahrung.
    Irgendwann Anfang Zwanzig merkte ich vor lauter Stress, dass ich niemals gelernt hatte, mich zu entspannen. Yoga war DIE Erlösung, weil sie meinem Körper und Geist Wohlbefinden verschaffte. Ich war so begeistert, dass ich bald jeden Tag in eine Yogastunde ging.
    Erst im Laufe der Jahre realisierte ich, dass auch die im Yoga praktizierten Asanas nur Hilfsmittel sind. Im Grunde genommen muss ich nichts tun, um mich zu entspannen –  nur loszulassen. Genauso wie bei einer Thai Yoga Session. Diese Form der Körperarbeit zu geben und zu unterrichten ist deshalb so wertvoll für mich, weil ich viele Menschen sehe, die wie ich damals im Modus der Aktivität und im Tun sind – im Job, in der Beziehung, in der Familie. Wir haben nicht gelernt, nichts zu tun. Denn unsere Gesellschaft ist eine Handlungs- und Leistungsgesellschaft.
  2. Spüren lernen
    Während meiner Yogalehrer-Ausbildung hatte ich gelernt, meinen Yogaschülern zu assistieren. Doch manchmal war ich unsicher: „Wie intensiv darf diese oder jene Hilfestellung sein?“ Die Wahrheit ist: Es gibt keine allgemeingültige Antwort. Die Wahrheit liegt in Ihren Händen, in Ihrer Fähigkeit zu spüren.
    Wenn Sie anfangen Körperarbeit zu praktizieren, lernen Sie, mit Ihren Händen zu hören und zu sehen. Durch Ihre Fähigkeit zu fühlen, treten Sie ein in den stillen Dialog von Körper zu Körper. Sie sind in der Lage Antworten auf die Fragen zu finden, die Ihr Verstand nicht beantworten kann, wenn er darüber nachdenkt – auch über sich selbst. Im Laufe der letzten Jahre bin ich wesentlich intuitiver geworden. Ich habe gelernt, meinem Gefühl zu vertrauen, was mein Leben insgesamt leichter und glücklicher gemacht hat.
  3. Magische Berührungen erfahren
    Die Wirkung von achtsamer Berührung ist für mich magisch. Ihre Heilkraft ist sogar wissenschaftlich erwiesen: Angenehme Berührungen lassen die Hormone tanzen und sorgen unter anderem dafür, dass Oxytocin ausgeschüttet wird – ein Botenstoff der die Auswirkungen von Stress reduziert. Das Glückshormon Serotonin kennen Sie vielleicht schon von kleinen Naschereien – es wird zum Beispiel beim Essen von Schokolade ausgeschüttet. Berührung ist ein noch besserer Weg, sich einen ähnlichen Glückskick zu verschaffen. Und: Ihre Figur wird es Ihnen danken!
  4. Das Glück, glücklich zu machen
    Fragen Sie sich in Ihrem Leben und in Ihrem Job häufiger mal: „Wozu das Ganze?“ Wenn Sie eine Thai Yoga Session gegeben haben und in das glückliche Gesicht Ihres Empfängers blicken, erledigt sich solch eine Frage.
    Meiner Meinung nach ist es ein tiefes menschliches Bedürfnis, andere Menschen glücklich zu machen. „Lokah Samastah Sukhino Bhavantu“ (Übersetzung: „Mögen allen Lebewesen glücklich und frei sein und mögen meine Taten, Worte und Gedanken dazu beitragen“) heißt ein bekanntes Mantra. Thai Yoga ist die praktische Umsetzung dieses Mantras. Durch Ihre Hände können Sie dazu beitragen, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Anstatt über das Loslassen des Egos zu philosophieren, setzen Sie es in einer einfachen Handlung in die Tat um. In der Berührung hören „Ich“ und „Du“ auf zu existieren. Vielleicht kennen Sie diesen Zustand aus der Meditation oder nach einer ausgedehnten Yoga-Praxis. Das  Schöne daran: Sie können dieses Gefühl teilen und dadurch noch mehr davon in die Welt bringen – Karma-Yoga in Aktion sozusagen.

tobias_frank_yogaTobias Frank ist Thai Yoga Praktizierender und Lehrer für Thai Yoga Bodywork. Er bietet Thai Yoga Workshops und Ausbildungen in ganz Deutschland an. Mehr Informationen und den kostenlosen Thai Yoga Video-Kurs „Magie der Berührung“ gibt es auf www.thaiyoga.de.

Yoga & Musik: Die Magie des Zuhörens

Der Musiker und Yogalehrer Andreas Loh hatte seine intensivsten spirituellen Erfahrungen mit Musik. Deswegen setzt er sich für seine Schüler nach der Asana-Praxis ans Klavier und schenkt ihnen so ein Shavasana der besonderen Art.

„Für mich haben Musik und Yoga eine große Gemeinsamkeit: Wenn man wirklich zuhört, dann kann eine Einheit entstehen. Bei der Yogapraxis höre ich meinem Atem zu, bei der Musik der Struktur des Klangs.“ Während Andreas Loh Ashtanga Yoga unterrichtet oder selbst übt, läuft daher bewusst keine Musik, die vom Hören auf den Atem und den Geist von der Praxis und vom Spüren nach innen ablenken könnte. Umso intensiver könne dann nach dem Üben die Musik bei der Endentspannung erfahren werden, findet der 36-jährige studierte Pianist und Schlagzeuger. „Oft erzählen mir die Leute nach der Stunde, dass sie immer noch Gänsehaut haben. Auch verheulte Augen sind nicht selten.“

Für den Wahlberliner selbst war Musik lange Zeit das Wichtigste in seinem Leben. Er spielte hauptberuflich in Rock- und Jazzbands und übte jeden Tag stundenlang Schlagzeug. Als ihn diese einseitige körperliche Belastung an seine Grenzen brachte, empfahl seine Heilpraktikerin – nachdem Physiotherapie und Co. nicht helfen konnten – Yoga. Schon die erste Asthanga-Yogastunde zog Andreas Loh in den Bann. Er blieb dabei, praktizierte schon bald täglich im Studio oder zu Hause und machte schließlich eine Asthanga-Lehrerausbildung in England bei John Scott. Seine Musik profitierte von der neuen Leidenschaft: „Yoga brachte mir nicht nur körperliche Gesundheit, sondern auch Geistesklarheit und Stabilität. Konnte ich mich früher kaum länger als eine Stunde konzentrieren, waren nun ausdauerndes und intensives Spielen möglich.“ Doch im Gegenzug nahm Yoga immer mehr Zeit in Anspruch. Die letzten Jahre betrieb der Vater zweier Kinder sein eigenes Yogastudio in Berlin, das er jedoch kürzlich wieder aufgab, um wieder zu seinen musikalischen Wurzeln zurückzukehren und als Komponist zu arbeiten. Darüber hinaus gibt er in ganz Deutschland Workshops, Konzerte und Retreats, um sein Wissen über Yoga und Musik weiterzugeben.

Dabei können die Teilnehmer, nachdem sie beim Üben aufmerksam und ohne Ablenkung ihrem Atem zuhören konnten, im Sitzen oder Liegen meditieren und sich ganz der Musik hingeben. Und wenn sie Glück haben, erleben sie dann den wunderbaren Moment des Verschmelzens zu einer Einheit. Denn Yoga beginnt mit dem Zuhören.

Andreas, was ist Tala Yoga und warum hast du dieses Übungskonzept entwickelt?
Shri K. Pattabhi Jois sagt: „If breathcontrol is correct, mindcontrol is possible“. Daher begann ich vor 10 Jahren, mit einem Metronom Yoga zu üben. Dabei erkannte ich, dass die Qualität der Atmung besonders von zwei Faktoren abhängt: vom Schwierigkeitsgrad der Position und von der Länge der auszuführenden Bewegung. Basierend auf dieser Erkenntnis reifte die Idee zu Tala Yoga. Der Begriff „Tala“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „Rhythmus, rhythmisches Muster“ oder „musikalische Zeit“. Die Praxis ist so konzipiert, dass es möglich ist, stets ruhig und gleichmäßig zu atmen – unabhängig davon, ob eine lange oder kurze Bewegung bzw. eine leichte oder schwere Position ausgeführt wird.

Was ist das Besondere an Tala Yoga?
Die Tala-Yogapraxis wird zu einer eigens von mir komponierten Musik ausgeführt. Sie ist die Grundlage für eine gleichmäßige Atmung. Durch die achtsame Beobachtung des Atems kann der Übende ganz im Moment ankommen und es entstehen innere Ruhe und Gelassenheit. Es geht nicht darum, welche Haltungen geübt werden, sondern einzig und allein darum, wie sie geübt werden. Daher sind die Asana-Serien so aufgebaut, dass die Atmung gleichmäßig fließen kann. Wenn der Fokus auf die Atmung gerichtet ist, entsteht Achtsamkeit. Diese Achtsamkeit ist die Grundlage für die Qualität einer jeden Asana.

Warum werden Körper, Atmung und Geist durch deine Musik besonders effektiv beruhigt?
Die Musik ist im Tempo des natürlichen Ruhepulses des Menschen komponiert. Diesen Puls nehmen wir als ersten Höreindruck als Fötus im Mutterleib wahr. Der Atem und die Bewegung werden beim Tala Yoga immer harmonisch in diesem Puls ausgeführt. Das fördert die Aufmerksamkeit und führt zu einer wachen, klaren inneren Ruhe. Es ist erwiesen, dass Musik in diesem Tempo das Entstehen von
Thetawellen im Gehirn fördert. Im Bereich der Thetawellen können Entspannung, Meditation und Kreativität besonders gut gedeihen.

Du begleitest auch Yogastunden anderer LehrerInnen live am Klavier. Was reizt dich daran?
Musik ist weit mehr als nur gut organisierter Klang, sie kann als spirituelles Instrument genutzt werden. Daher möchte ich durch meine Musik die Yogaübenden darin unterstützen, nach innen zu lauschen. Auch liebe ich die Interaktion, die zwischen mir, dem Lehrer und den Übenden entsteht. Im Zusammenspiel meiner Musik und der Bewegung der Gruppe entstehen magische Momente. Die Welt erscheint uns oft chaotisch. Doch ich bin davon überzeugt, dass alles Sein aus einer Harmonie, einem Einklang entstammt und selbst wenn es mal unharmonisch und chaotisch ist, alles immer wieder zur Harmonie hinstrebt.


Mehr Infos und Termine für die Workshops und Retreats von Andreas Loh unter talayoga.

Presse Akkreditierung

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Die Yoga Journal Story

„Yoga, das Herz und der Atem“: Die 40jährige Geschichte des Yoga Journal erzählt eine amerikanische Erfolgsgeschichte über Gemeinschaft, kreatives Unternehmertum und die moderne Faszination einer uralten Lehre

Im Epizentrum der Hippie-Bewegung manifestierte sich 1975 eine Vision: Während einer Vorstandssitzung der California Yoga Teachers Association im Wohnzimmer der Iyengar-Lehrerin Judith Lasater und ihres Ehemanns Ike entstand die Idee, der allmählich wachsenden Yoga-Community in San Francisco Lesestoff zu geben. Das Resultat waren zehn kopierte, puristisch gestaltete Schreibmaschinen-Seiten zum fairen Preis von 75 Cent – die erste Ausgabe des Yoga Journal. Die Finanzierung erfolgte über den privaten 500 Dollar-Kreditrahmen eines Redaktionsmitglieds.

„Unsere Absicht ist es, die Essenz des klassischen Yoga mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu kombinieren“, schrieb die vierköpfige Redaktion im ersten Editorial. Themen wie „Yoga, das Herz und der Atem“ waren essentiell, der Ton nüchtern. Spannende Dinge ereigneten sich vor allem im Vertrieb: So konnte „Business and Advertising Director“ Ike Lasater in der gesamten San Francisco Bay Area nur einen einzigen Vertrieb für die Auslieferung der 300 Exemplare gewinnen. Dieser war auf „Special Interest“-Produkte spezialisiert – darunter homosexuellen Porno.

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Cover der ersten Yoga Journal Ausgabe von vor 40 Jahren

Als ähnlich weird galt vielerorts auch die Yoga Community. „Die Leute fragten immer, ob wir über Nägel gehen könnten“, erinnert sich Judith Lasater, Yoga Journal-Gründungsmitglied und noch heute eine international gefragte Lehrerin. „Wir waren Teil der alternativen Bewegung und vertraten merkwürdige Dinge wie vegetarische Ernährung. Um den Vorurteilen entgegen zu wirken, wählten wir im Yoga Journal Themen wie „Yoga gegen Rückenschmerzen.“ Die 70er und 80er Jahre bezeichnet Lasater als „Zeit der Unschuld“: „Weil jeder jeden kannte und weil der Yoga-Lebensstil abseits des gesellschaftlichen Konsens stattfand, war das Netzwerk eng und die Unterstützung immens.“ Ein eindrucksvolles Beispiel lieferte 1984 die erste International Iyengar Yoga Convention in San Francisco. Das Yoga Journal steckte in ernsthaften finanziellen Engpässen. Als kurzfristig ein Redner ausfiel, nahm Judith Lasater ihren ganzen Mut zusammen, stieg auf die Konferenzbühne und schilderte der Iyengar-Gemeinschaft die Situation. Spontan zog ein Spendenhut seine Kreise, Tausende von Dollar wurden eingenommen und die nächsten Yoga Journal-Ausgaben sichergestellt.

Die Zeiten, Yoga und das Yoga Journal haben sich geändert. Die traditionell exklusiv zwischen Lehrer und Schüler vermittelte Lehre hat sich von der Alternative zur Lebenseinstellung entwickelt, die vor allem in den Großstädten Mainstream ist.

In ähnlicher Weise verläuft der Kontakt zwischen Yoga und der Community nicht mehr ausschließlich direkt, sondern in einem global funktionierenden (Medien)geflecht. Heute hat das amerikanische Yoga Journal über eine Million Leser, veranstaltet Konferenzen, produziert DVDs, Bücher, eine trendsetzende Website und versorgt mit seinen zwölf internationalen Ausgaben zusätzliche 28 Länder mit Yoga-Informationen.

Die Zielgruppe ist nach wie vor passioniert, allerdings unter anderen Bedingungen als 1975: „Heute ist Yoga vollkommen akzeptiert und es ist wunderbar einfach, weltweit im Kontakt zu sein“, so Gründungsmitglied Judith Lasater. „Die Konsequenz sind aber auch Lehrer, die noch nie etwas von den Yoga-Sutren gehört haben.“ Kein Workout, sondern ein radikaler Weg zur persönlichen Veränderung: An dieser Überzeugung hält die Expertin für „Restorative Yoga“ bis heute fest. Und für die Yoga Journal-Pioniere aus San Francisco hat sich die Vision aus dem Editorial vom Mai 1975 erfüllt: „Mit einem breit angelegten Yoga Journal wollen wir unseren Kreis und hoffentlich unser Bewusstsein erweitern.“


judithlasaterJudith Hanson Lasater unterrichtet seit 1971. Ausgebildet im Iyengar Yoga liegt ihr heutiger Schwerpunkt im restorativen und therapeutischen Yoga. Die Präsidentin der California Yoga Teachers Association schreibt regelmäßig Beiträge für das YOGA JOURNAL und andere Magazine. Als Buchautorin veröffentlichte sie unter anderem „Relax and Renew“, das Standardwerk zum Restorative Yoga, sowie unter anderem „Living Your Yoga“, „30 Essential Yoga Poses“, „Yoga for Pregnancy“ und „Yogabody“.

Jason Mraz: „Yoga beflügelt mich“

Aus dem Kopf und mitten ins Herz: Jason Mraz übt seit sechs Jahren Vinyasa Yoga. Der erfolgreiche Musiker („I’m yours“) und zweifache Grammy-Preisträger ist überzeugt, dass die Praxis seine Karriere massgeblich beeinflusst hat. Mit YOGA JOURNAL sprach der Kalifornier über…

… Texten & Komponieren
Durch meine Yogapraxis habe ich gelernt, in jedem Moment und für jede Aufgabe präsent zu sein. Wenn ich früher an einem Song arbeitete, sagte ich immer ziemlich bald: „Okay, alles gut, das war’s.“ Heute weiß ich, dass ich die Dinge nicht so hektisch erledigen muss. Ich erlaube mir mehr Zeit für Details und die Entwicklung und ich kann manches sogar halbfertig eine Weile ruhen lassen.

… Transformation
Vor etwa sechs Jahren war mein Song „I’m Yours“ ungeheuer erfolgreich. Wir gingen weltweit auf Tour, und mein musikalischer Partner Toca Rivera und ich spielten jede Nacht für bis zu 15.000 Menschen. Gleichzeitig begannen wir, unmittelbar vor den Konzerten mit meiner Lehrerin Tricia Huffman Yoga zu üben. Sie half uns, jeden Tag eine individuelle Intention zu finden, und ich habe mich in dieser Zeit sehr verändert. Meine Persönlichkeit wurde stärker, ich wurde insgesamt aktiver, was sich zunehmend auch auf mein Essverhalten auswirkte. Mein Bewusstsein für das, was wir zu uns nehmen, wuchs, auch meine Gedanken erhielten eine andere Qualität. All das beeinflusste meine Kreativität enorm, denn wir können nur aus dem schaffen, was wir denken. Gemeinsam mit mir transformierte sich also auch meine Musik.

… Selbst-Bewusstsein
Auf Tour fühle ich mich manchmal sehr getrennt von allen anderen und weit weg von dem, was ich liebe. Deshalb brauche ich eine Praxis, über die ich mich mit dem allgegenwärtigen Göttlichen verbinden kann und durch die ich merke: „Oh, es ist ja alles da, genau jetzt und genau hier.“ Eine Praxis, die mich daran erinnert, wer und wie ich wirklich bin, schenkt mir unglaublich viel Kreativität.

… Kreativität
Yoga hilft mir, im Fluss zu sein und mich wieder wie ein Kind zu bewegen und zu tanzen – ohne Bedenken, wie die Gesellschaft darüber denken könnte. Yoga macht mich im wahrsten Sinne locker und fördert meine spielerische Seite. Die Praxis bringt mich aus dem Kopf und mitten ins Herz.

… Lebensträume
Meine Eltern und Lehrer haben mir die Möglichkeiten und den Mut gegeben, meinen Traum von einem Leben als Musiker zu verwirklichen. Innerhalb dieses Traums gibt es jedoch viele verschiedene Wege und Ausdrucksformen – eine Auswahl, die mich manchmal verwirrt. Dank meiner Yogapraxis habe ich größeres Vertrauen in mich selbst. Heute stehe ich stärker in der Öffentlichkeit als früher und es wäre oft einfacher, mich auf die Meinung anderer zu verlassen. Echte Wahrheit gibt es aber nur im eigenen Inneren. Yoga weist mir den Weg dorthin.


Interview: Shanon Sexton
Mit seinem fünften Album „Yes!“ befindet sich Jason Mraz, der mit seinem optimistischen, seelenvollen Folk-Pop-Sound über 7 Millionen Alben und 48 Millionen Singles verkauft hat, derzeit erneut auf Welttournee. Der überzeugte Veganer lebt in der Nähe von San Diego, besitzt eine Avocado- Farm und engagiert sich mit seiner Jason Mraz Foundation für die Künste
und den Umweltschutz.

Frühlingscouscous mit Haselnuss-Minzpesto

Sebastian Copien zaubert uns heute sein Frühlingscouscous auf den Teller – mit einem Haselnuss-Minzpesto. Mhhh!

Saisonale Zutaten (für 2 Personen):

  • 150g Karotte (1 mittelgroße)
  • 4 Stangen Spargel
  • 200g Couscous (bevorzugt Dinkelcouscous)
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 10 Mandeln
  • 4 EL gemahlene Haselnüsse
  • 6 kleine getrocknete Datteln
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • ca. 20 Blätter frische Minze
  • natürliches-unraffiniertes Salz (Meersalz, Steinsalz)
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Blütenhonig
  • natives Olivenöl
  • 0,5 Liter frische Gemüsebrühe
  • Mark einer 1/3 Vanilleschote

Zubereitung

Gemüsebrühe aufkochen. Couscous in hitzefeste Ofenform geben, Brühe darüber gießen. Für 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Karotten in 2cm lange Stifte, Zwiebel in Würfelchen, Knoblauch in Scheiben und den Spargel in Stücke schneiden. Von der Zitrone ca. 1 TL Zesten abziehen. Dieses in dünne Streifen schneiden. Den Saft einer halben Zitrone auspressen. 3 El natives Olivenöl zusammen mit 1 El Zitronensaft und einer Prise Zitronenzeste zum Couscous geben, alles vermengen und weiter zugedeckt ziehen lassen. Datteln in dünne Streifen und Mandeln der Länge nach in dünne Mandelsplitter schneiden. In einer Pfanne ca. 3 El Bratöl erhitzen und die Zwiebelwürfel plus Knoblauch darin für ca. 3 Minuten anschwitzen. Jetzt Datteln, Karotten und den Spargel dazugeben, kurz mit rösten und dann das Ganze mit 0,1 Liter Gemüsebrühe angießen. Hitze reduzieren und alles für ca. 10 Minuten sanft köcheln lassen. In einer anderen heißen Pfanne  Mandelsplitter für ca. 3 Minuten anrösten und danach auf einen Teller geben. Dann das Haselnussmehl  anrösten und in einen Messbecher geben. Jetzt die Minzblätter, den Honig, den Rest vom Zitronensaft, eine Prise Salz und Pfeffer, das Vanillemark und 4 El Olivenöl hinzugeben und alles mit einem Stabmixer zu einer Paste verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Gemüse in der Pfanne abschmecken, es sollte noch leicht bissfest sein. Das fertige Couscous  mit dem Gemüse in der Pfanne vermengen. Die Mandeln dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Minzpesto auf einem Teller anrichten.


Sebastian_Copien_Rezept_KochenNoch vor zehn Jahren sah Sebastians Leben ganz anders aus. Nachdem er als Wellenreitlehrer auf Weltreise war, begann für ihn eine erfolgreiche Karriere in der Finanzbranche. Doch das dauerhaft hohe Arbeitspensum und der Stress hatten ihren Preis: Burn-Out und sogar eine Krebserkrankung waren die Folge. „Die Krankheiten haben alles verändert, dafür bin ich heute sehr dankbar“, erzählt der 30-jährige. Denn er stieg aus dem Hamsterrad aus, besann sich darauf, wieder gesund zu werden und auf das, was ihm wirklich Freude macht – das Kochen. Seit einigen Jahren hat sich Copien auf Ernährungstrainings, biologische Kochkurse (ausschließlich vegan) und Teamkochen spezialisiert. „Kochen und Ernähren haben eine unglaubliche Kraft. Trotzdem steht es bei Vielen eher an hinterer Stelle. Ich habe selbst erlebt, wie wichtig es ist, auf sich aufzupassen und welche tragende Rolle die Ernährung dabei spielt. Auch hat Kochen – ähnlich wie Yoga – etwas sehr Meditatives. All das möchte ich gerne weitergeben“. Sein Buch „Die vegane Kochschule“ erschien im Christian Verlag, mit über 200 saisonalen Rezepten. www.sebastian-copien.de

(All-)Heilmittel: Grapefruit

Grapefruitkern-Extrakt zeigt bei hunderten Bakterien-, Viren- und Pilzstämmen Wirkung und ist damit ein natürliches Wundermittel. Schon gewusst?

Äußerlich kann Grapefruitkern-Extrakt für Mund und Lippen, Zähne und Zahnfleisch, Nase, Hals und Rachen, Ohren und Gesichtsreinigung, Haut, Haar und Kopfhaut, Füße und Fingernägel verwendet werden. Wichtig: den Extrakt immer mit Wasser oder Öl (Mandel-, Avocado- oder Jojobaöl) verdünnen. Doch auch bei Erkältungen und Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt kann Grapefruitkernextrakt viel Gutes leisten. Und sogar als Haushaltshilfe – etwa beim Geschirrspülen per Hand oder beim Reinigen von Möbeln oder Böden haben sich die wertvollen Tropfen bewährt.

Info: Grapefruitkern-Extrakt gibt es in Apotheken und Reformhäusern


Fotoquelle: Pexels

 

Bücher: Das Geheimnis der Asanas

Das Handbuch „The Heart of Asana“ von Dr. Kausthub Desikachar ist bereits ein Klassiker. Auf über 500 Seiten werden 234 Asanas und 575 Vinyasa-Kramas präsentiert. Dabei konzentriert sich der Text auf das Nötigste: Jeder Asana ist eine Doppelseite gewidmet. Auf der einen Seite werden ihre Klassifikation, Variationen und Herkunft in einem einfachen Schema dargestellt, überschrieben mit ihrem Namen auf Sanskrit und in vier weiteren Sprachen. Auf der anderen Seite wird jede Asana als Ziel einer dynamischen Übungsreihe in eleganten Tuschezeichnungen skizziert. Diese reduzierte Ästhetik sticht ins Auge: Die Darstellungen strahlen eine meditative Ruhe aus, öffnen sich dem Betrachter durch ihre Einfachheit und lassen Platz für Inspiration. Unverfälscht und klar wird die Idee einer jahrhundertealten Tradition weitergegeben: die Auf- und Ausrichtung der Wirbelsäule und das Wissen um den richtigen Abstand der inneren Organe zueinander. Yoga wird als Zustand des Seins verstanden – umfassend, übergreifend und bereichernd. 

das_geheimnis_der_asanasFazit: Das Buch ist weit mehr als eine Praxisanleitung für alle Übenden; es ist ein Leitfaden mit einem geistig zentrierten Ansatz, der Raum für Kontemplation lässt.

„The Heart of Asana“ von Dr. Kausthub Desikachar, Media Garuda, ca. 37 Euro

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