Juwel für Frauen

Ihre Erscheinung und ihre Methode sind das Gegenteil der bekannten, vorzugsweise kalifornischen Vinyasa-Elfen. Ihre Biografie ebenfalls: Gita S. Iyengar übte ihre ersten Asanas in einer Zeit, in der Yoga in Indien nicht einmal für Männer gängige Praxis war. Ihr Guru war B.K.S. Iyengar, ihr eigener und der (Über)Vater des modernen Yoga. 1961 begann sie selbst zu unterrichten. Streng, robust, präzise und respekteinflößend trägt sie die Lehre ihres Vaters bis heute weiter. Durch intensive Studien in Yoga, Philosophie und Ayurveda hat sie sich ihr unabhängiges Renommee geschaffen. In ihrem Unterricht wendet sie sich besonders an Frauen. 1995 erschien ihr Buch „Yoga: A Gem For Women“ (wörtlich: „Ein Juwel für Frauen“), das auch unter dem deutschen Titel „Yoga für die Frau“ bald zum Klassiker avancierte und jetzt in einer neuen Auflage vorliegt.

Ästhetisch ist es kein Wunderwerk. Seine absolute Sachlichkeit und die praktische Illustration haben beim Lesen allerdings bald entspannendere Wirkung als ein Großteil der von Sonnenuntergängen und Wasserfällen durchtränkten Übungsliteratur. Gitas Methodik und ihr Schreibstil gehen keine Kompromisse ein: „So und nicht anders“ lesen sich viele Anleitungen, was „Yoga für die Frau“ ähnlich wie B.K.S. Iyengars „Licht auf Yoga“ zum zuverlässigen Nachschlagewerk macht.

Die Gender-Ausrichtung ihres Buches bezieht Gita Iyengar hauptsächlich auf die weibliche Biologie. Sie beschreibt geeignete Asanas, Pranayama und Meditationstechniken während der Menstruation, als Geburtsvorbereitung und während der Wechseljahre als „Weg zu Gesundheit, Entspannung und innerer Kraft.“ Philosophisch sieht sie im Yoga jedoch keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern, wie sie vor zwei Jahren in einem Interview mit YOGA JOURNAL betonte: „Was Patanjali gesagt hat, gilt für Frauen und Männer gleichermaßen.“

Fazit: Ihrer eigenen Aussage nach stand Gita Iyengar nie im Schatten ihres Vaters, „sondern in seinem Licht“. Ihr Klassiker für Yoga in allen Phasen des Frauenlebens, mit dem sie vollends ihre Eigenständigkeit bewies, beweist auch in der Neuauflage seine Relevanz.

„Yoga für die Frau“ von Gita S. Iyengar (O.W. Barth, ca. 23 Euro)

Interview |Bernd Rößler

Bernd Rößler

„Das Horoskop ist ein Spiegel des Lebens“

Der 47-jährige Wahl-Detmolder Bernd Rößler hat sich vor drei Jahren als vedischer Astrologe selbstständig gemacht – ein erfolgreicher, aber lebensverändernder Schritt. Aus astrologischer Sicht musste es so kommen, so das Fazit des gelernten Physiotherapeuten und Osteopathen. Zum Gespräch über die vedische Astrologie Jyotisha trafen wir Bernd Rößler in einem Garten zwischen Detmold und Paderborn.

YOGA JOURNAL: Vor elf Jahren hatten noch Sie zwei erfolgreiche Physiotherapie-Praxen in München und mit Astrologie wenig am Hut. Was ist passiert?

Bernd Rößler: Lange Zeit war ich mit Leib und Seele Physiotherapeut und Osteopath. Ich konnte meinen Patienten helfen. Mit der Zeit fühlte ich aber, dass es tiefer gehende Hilfe geben muss. Gleichzeitig stieß ich immer häufiger auf esoterische Themen und landete schließlich bei der vedischen Astrologie.

Eine ganz ordentliche Kehrtwende.

Für mich war es keine Kehrtwende, eher die logische Weiterentwicklung meines Wunsches, Menschen zu helfen. Und zwar auf eine wirklich ganzheitliche Weise. Ich traf Hart deFouw [bekannter vedischer Astrologe; Anm. d. Red.]. Das war für mich die entscheidende Begegnung, durch die ich mit der alten vedischen Tradition in Kontakt gekommen bin. Er repräsentiert und lehrt wie kein anderer in unserer westlichen Welt das astrologische Wissen der Seher alter Zeiten. Durch seinen Unterricht wurde mir klar: Das ist der Weg, den ich konsequent weiter gehen muss.

Konnten Sie Hart deFouw denn so einfach kontaktieren?

Ja, so erstaunlich das klingt: Damals konnte man einfach seine Seminare belegen. Das habe ich einige Jahre getan. Mehrere Monate im Jahr habe ich dafür in San Francisco gelebt, wo Hart deFouw seinen Unterricht gab. Dann hatte ich das unwahrscheinliche Glück, dass Hart mich zum Einzelunterricht eingeladen hat. Eine Zeit, die ich einfach nur als Geschenk beschreiben kann.

Wie haben Sie diese Ausbildung finanziert?

Meine Praxen in München liefen ja unverändert weiter. Erst später habe ich die Praxen dann verkauft.

Sie sagten, Sie helfen den Menschen jetzt in ganzheitlicher Weise…

Als Physiotherapeut und Osteopath habe ich Menschen mit körperlichen Beschwerden therapiert. Als vedischer Astrologe ist es mir möglich, mit Hilfe von Horoskopen die gesamte Lebenssituation eines Menschen zu erfassen. Ich kann sehen, mit welcher Vorgeschichte ein Klient in seine gegenwärtige Situation gekommen ist und welche Möglichkeiten ihm zukünftig offen stehen. Das ist natürlich ein ganz anderer Zugang, um das Leben eines Menschen bereichern zu können, bringt aber auch viel Verantwortung mit sich.

Inwiefern?

Es ist eine besondere Gunst, mit Hilfe von Horoskopen am Leben eines Menschen teilhaben zu können. Jeder Klient schenkt mir sein Vertrauen, dass ich verantwortungsvoll mit den Informationen umgehe, die ein Horoskop mir offenbart. Die Höhen und Tiefen im Lebensverlauf muss ich so vermitteln, dass der Klient gestärkt aus der Beratung herausgeht. Die Beratung soll helfen, persönliche Erfolge auszubauen und Enttäuschungen abzufedern. Der Klient soll wissen, wie er sein Leben gestalten kann.

Was genau wird beispielsweise im Horoskop repräsentiert?

Das Horoskop ist ein Spiegel des Lebens. Das ganze Leben wird im Horoskop repräsentiert: Elternhaus, Kindheit, Schule, Lehrzeit, Beruf, Partnerschaft, aber auch Gesundheit, Spiritualität und Lebensglück. Kein Thema bleibt ausgegrenzt.

Und das funktioniert?

Ja.

Wie konkret können Sie Menschen helfen, ihr Leben zu gestalten?

Sehr konkret. Es gibt Menschen, die vor einer Geschäftsentscheidung zu mir kommen und mich fragen, wie sie sich in einer konkreten Vertragsangelegenheit verhalten sollen. Andere haben Fragen zu ihrer Familie oder zur Vergangenheitsbewältigung. Wieder andere benötigen Entscheidungshilfen für Beziehungsprobleme. Je gezielter gefragt wird, desto konkreter die Antworten. Was aber nicht heißt, dass es nicht auch viele Klienten gibt, die zunächst einmal einen allgemeinen Überblick über ihr Leben haben wollen. Oft rufen mich dann genau diese Klienten später bei konkreten Anlässen wieder an.

Wofür kann man die vedische Astrologie noch nutzen?

Ein klassischer Anwendungsbereich für Jyotisha ist Muhurta. Das ist das Festlegen von Zeitpunkten für wichtige Handlungen. Zum Beispiel um zu heiraten, ein Haus zu kaufen, eine Reise zu starten oder ein Geschäft zu eröffnen. Ein weiterer Bereich ist Prashna, die Fragen-Astrologie. Mit speziellen Horoskopen finden sich damit Antworten auf jede erdenkliche Frage, völlig unabhängig vom Geburtshoroskop.

Was benötigen Sie für eine astrologische Beratung?

Meistens lasse ich mir vor der Beratung das Geburtsdatum, den Geburtsort und die Geburtszeit des Klienten geben. Mit diesen Daten wird das so genannte Geburtshoroskop erstellt. Das analysiere ich, bevor der Klient zu seinem Termin erscheint. Bevor wir beginnen, nehme ich noch Handabdrücke mit Tinte auf Papier. Das Handlesen ist traditionell Teil der vedischen Astrologie. Hände und Horoskop gemeinsam ergeben einen umfassenden Einblick.

Wie viel können Sie denn konkret in einer Sitzung erzählen?

In jedem Fall so viel, dass der Klient nach der Sitzung zunächst keine offenen Fragen mehr hat.

Was sind denn die beliebtesten Fragen?

Fragen zum Thema Partnerschaft werden am häufigsten gestellt. Jeder Mensch strebt Partnerschaft an. Das liegt in unserer Natur. Und wir erleben dort alles, von Anerkennung bis Ablehnung. In Partnerschaft liegt unser größtes Potenzial, um uns persönlich weiter zu entwickeln. Gleichzeitig aber auch unsere größte Chance, an unsere Grenzen zu stoßen. Kein Wunder also, dass sich so viele Fragen um Partnerschaft drehen. An zweiter Stelle rangieren Fragen zum Thema Beruf und Karriere. Jeder benötigt eine Aufgabe und möchte wissen, wie er diese erfolgreich bewältigen kann. Partnerschaft und Beruf sind die beiden wichtigen Anker für ein stabiles Leben. Aber gerade diese beiden Lebensbereiche stehen in unserer Gesellschaft enorm unter Stress. Noch nie hat es so viele Singles und Scheidungen gegeben. Und noch nie gab es so viele Berufe und Spezialisierungen.

Gibt es bei den Fragen Unterschiede zwischen Männern und Frauen?

Frauen tun sich offensichtlich sehr viel leichter, ihr Leben mit Hilfe der Astrologie zu hinterfragen. Die deutliche Mehrzahl meiner Klienten sind Frauen. Ihr Hauptanliegen ist meistens Partnerschaft und Familie. Erst in zweiter Linie Beruf und Finanzen. Männer sind eher an Beruf und Finanzen interessiert, bevor sie das Thema Beziehung und Familie ansprechen.

Wollen die Menschen eigentlich primär nur Gutes hören?

Die Menschen, die zu einer Beratung kommen, möchten etwas über ihr Leben erfahren. Niemand geht davon aus, dass alles immer nur gut und erfolgreich verläuft. Es gehört auch zu einer Beratung, schwierige Lebensbereiche anzusprechen. Die meisten Klienten kommen ja gerade zu mir, weil sie sich vor eine Herausforderung gestellt sehen. Sie möchten vor allem eine realistische Perspektive und eine Lösung für ihre Probleme.

Was passiert, wenn Sie etwas Negatives sehen?

Ich spreche es an, damit mein Klient sich darauf einstellen kann und entsprechend handelt.

Können Sie ein paar Beispiel geben?

Jemand ist seit Jahren beruflich erfolgreich und plant einen Hausbau. Dafür möchte er einen Kredit aufnehmen. Im Horoskop ist deutlich zu sehen, dass die kommenden zwei Jahre mit beruflichen und finanziellen Schwierigkeiten einhergehen. Danach stabilisiert sich die Situation wieder. Ich rate dazu, den Hausbau und die Kreditaufnahme zwei Jahre zu verschieben, damit die entstehenden finanziellen Probleme nicht unnötig vergrößert werden. In einem anderen Fall ist zu sehen, dass sich die Gesundheit binnen eines Jahres deutlich verschlechtern wird. Meine Empfehlung wird dann sein, ab sofort regelmäßig ärztliche Check-up Untersuchungen durchführen zu lassen. So besteht die Möglichkeit Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu handeln. Jyotisha gibt jedem die Chance jederzeit das Beste in gegebenen Situationen zu erkennen und adäquat zu handeln.

Inwieweit steht Jyotisha, also vedische Astrologie, denn dem freien Willen entgegen? Ich meine, wenn ich das mit dem Finanzproblem weiß und mich entscheide, trotzdem zwei Jahre vorher den Kredit aufzunehmen…

Jyotisha steht dem freien Willen nicht entgegen. Jyotisha spiegelt wider, was passiert, und gibt den Menschen die Möglichkeit, ihren freien Willen sinnvoll einzusetzen.

Was halten sie von vedischen Horoskopen, die von Computerprogrammen ausgearbeitet wurden?

Computerprogramme arbeiten hundertprozentig exakt. Die reinen Daten stimmen also. Aber erst dann beginnt die eigentliche Astrologie, nämlich die Interpretation der Daten. Wichtiger als die Fakten ist in der Astrologie der inspirierte Umgang mit ihnen. Das kann ein Computer nicht. Die nötige Inspiration für die richtige Interpretation eines Horoskops stellt sich ein, wenn ein geeigneter Lehrer sein Wissen im Sinne der Tradition weitergibt. Dazu gehört neben der Vermittlung von Theorie auch die Einweisung in bestimmte spirituelle Praktiken, Sadhana. Selbst ein Astrologe, der nur über eine Handvoll von Regeln und Gesetzmäßigkeiten seiner Tradition verfügt, diese aber versteht, inspiriert einzusetzen, ist in der Lage, einem Horoskop erstaunliche Wahrheiten zu entlocken. Wahrheiten, die ein Computer niemals erkennen könnte, obwohl er bei seinen Berechnungen viel mehr astrologische Regeln und Gesetzmäßigkeiten zur Anwendung bringt. Was fehlt, ist die Inspiration. Ohne Inspiration keine Astrologie.

Haben Ihre Aussagen denn immer gestimmt?

Ich kann nicht für mich in Anspruch nehmen, zu jeder Sekunde hundertprozentig inspiriert zu sein. Wer kann das schon. Dann kann es zu ungenauen Aussagen bezüglich ganz konkreter Fragestellungen kommen. Manchmal ist auch einfach die Geburtszeit nicht korrekt dokumentiert worden. Dann kommt es aufgrund der falschen Daten eventuell zu falschen Schlussfolgerungen. Sagt mir der Klient, dass er sich in meinen Aussagen nicht wiederfindet, kann ich sehr schnell Rückschlüsse auf die korrekte Geburtszeit ziehen. Und dann ist das Horoskop wieder stimmig und lässt richtige Schlussfolgerungen zu.

Zeitungshoroskope werden von PCs ausgespuckt und trotzdem werden sie von vielen gelesen…

Sogar von sehr vielen. Zeitungshoroskope haben einen Unterhaltungswert. Die Inhalte sind unverbindlich und verheißen weder einen Millionengewinn noch ein Jammertal. Niemand wird sein Leben danach ausrichten.

Richten Sie Ihr Leben eigentlich nach Ihrem eigenen Horoskop aus?

Das Horoskop repräsentiert mein Leben. Es macht mir klar, welche Aufgaben für mich anstehen und welche Themen auf mich zukommen. Für mich ist das enorm hilfreich. Wenn ich wichtige Entscheidungen treffen muss, setze ich regelmäßig Prashna ein. Und bevor ich etwas Neues starte, nutze ich auf jeden Fall Muhurta. Horoskope sind auch für mich persönlich immer wieder erstaunliche Hilfsmittel, um zu verdeutlichen, was möglich und was unvermeidbar ist. Jyotisha zeigt, wo es lang geht.

Geben Sie Ihr Wissen auch weiter?

Ich gebe in verschiedenen Städten in Deutschland Workshops zu unterschiedlichen Themen. Außerdem biete ich regelmäßig Seminare für vedische Astrologie und das vedische Handlesen an.

Sagen Sie uns zum Abschluss noch, was uns im neuen Jahr erwartet?

Jyotisha ist eine sehr individuelle Sache. Pauschale Aussagen sind viel zu oberflächlich und werden den Möglichkeiten der vedischen Astrologie nicht gerecht. Es gilt die persönlichen Erfolgsmöglichkeiten und auch die Probleme eines Menschen wirklich ernst zu nehmen. Der richtige Rahmen dafür ist die Einzelberatung. Aber unabhängig davon wünsche ich Ihnen und allen Ihren Lesern von Herzen alles Gute für das kommende Jahr.

Von Jennifer Bligh

Kinotipp: Der Atmende Gott

Reise zum Ursprung des Yoga

 

Aus Yoga kann viel erwachsen – auch ein Film, der dem Ursprung des Yoga auf dem Grund geht. Wie im Falle von Regisseur Jan Schmidt-Garre, der bisher vor allem Dokumentationen über Musiker und Komponisten drehte. Er ist dem Yoga verfallen – und begab sich auf die Spuren von Iyengar und Co. Er hat eine entzaubernde Wirkung, sein Film „Der Atmende Gott – Eine Reise zum Ursprung des modernen Yoga“. Glaubt man doch, die Asanas seien mit ihrer magischen Wirkung direkt Shivas Tempel entsprungen. Tatsächlich aber formte Krishnamacharya auf Wunsch des Maharadschas von Mysore aus einzelnen, alten Übungen ein königliches Fitnessprogramm für Geist und Körper. Wie daraus eine Kür wurde, die Menschen auf der ganzen Welt zu einem bewussten Leben führt, erzählt Garre. Beeindruckend sind vor allem die historischen Aufnahmen, in denen sich die maßgeblichen Erfinder des modernen Yoga derart schlangenhaft verbiegen, dass sich die menschlichen Grenzen nur erahnen lassen.

Laura Hirch

Fazit: Jan Schmidt-Garre vermittelt mit seiner wunderbaren Dokumentation Wissen und Liebe für den Ursprung des modernen Yoga. Yoga zu üben macht nach dem Film noch mehr Sinn.

 

In unserer  Ausgabe Januar/ Februar 2012 finden Sie zudem ein ausführliches Interview mit Jan Schmidt-Garre!

Yin Yoga – So richtig loslassen

Immer öfter hört man in letzter Zeit von Power-Yoginis, die neuerdings auf Yin Yoga schwören. Sie bräuchten jetzt zur Abwechslung einmal etwas wirklich Sanftes, eher Chi als Chaturanga. Yin Yoga – was ist das nun schon wieder? Um das herauszufinden, musste man bislang englische Bücher lesen oder Workshops besuchen. Nun gibt es aber auch ein deutsches Buch über diesen Yogastil, der durch den US-Amerikaner Paul Grilley bekannt wurde. Im Grunde ist Yin Yoga nicht wirklich neu, schreibt Autorin Stefanie Arend. Schon in der Hatha Yoga Pradipika seien rund die Hälfte der Übungen Yin-orientiert. Das bedeutet, dass sie passiv, ohne jede Anstrengung ausgeführt werden. Außerdem werden sie mehrere Minuten lang gehalten: Anfänger sollten es laut Buch mit drei bis fünf Minuten versuchen, für Fortgeschrittene gibt es keine Grenze. Yin Yoga will den Ausgleich zu kraftvollen, Muskel-aufbauenden und damit „Yang“-orientierten Yoga-Stilen schaffen. Viel Wert wird auf eine Ausführung gelegt, die dem einzelnen Menschen und seinen individuellen Möglichkeiten gerecht wird. Deswegen haben die Asanas zum Teil andere Namen: Aus der Taube (Eka Pada Raja Kapotanasana) wird der „Schlafende Schwan“, aus dem Kuhgesicht (Gomukhasana) ein „Schnürsenkel“. An die jeweils angegebene Wirkung auf die einzelnen Meridiane und an den Ausgleich des Chi muss man glauben – oder es einfach genießen, beim Yoga einmal von Anfang bis zum Ende so richtig, richtig loslassen zu dürfen.

Fazit: Mit liebevoll arrangierten Fotos und guten graphischen Darstellungen führt das Buch in die Denkweise des Yin Yoga ein. Wer mehr über seinen Gallenblasenmeridian erfahren will, kommt ebenso auf seine Kosten wie alle, die das Spektrum der Yin Yoga-Positionen kennenlernen und nachmachen wollen.

„Yin Yoga – Der sanfte Weg zur inneren Mitte“ von Stefanie Arend (Schirner Verlag, ca. 15 Euro)

Interview | Amrit Stein

„Gesang ist ein Ausdruck von Hingabe und Freude“

Die Iyengar Yoga-Lehrerin und Tänzerin Amrit Stein hat in einem zweiten Musikprojekt Gesänge der Yogis, Dakinis (weibliche Geistwesen) und spirituellen Meister Tibets vertont und gesungen. „Tibetische Weisheits-Gesänge von Liebe und Mitgefühl“, heißt der viel versprechende Titel der CD, die mehr ist als eine Inspiration auf dem yogischen Weg. Gesänge „wirbeln Weisheit auf“, wie die Tibeter sagen, sie lassen „negative Pranawinde im Körper versiegen und bringen uns in die richtige Schwingung“. Im YOGA JOURNAL erzählt Amrit Stein, wie ihre erste Begegnung mit Sri B.K.S. Iyengar verlief, wie sie mit tantrischem Buddhismus in Berührung kam und wie sie Asanas und buddhistische Prinzipien vereint.

YOGA JOURNAL: Amrit, wie war deine erste Begegnung mit Shri B.K.S.Iyengar?

Amrit Stein: Ich stand im Türrahmen seines Instituts in Puna und sah Guruji üben. Es war meine erste Begegnung mit Yoga überhaupt. Shri B.K.S.Iyengar wirkte völlig selbstvergessen. Er war von einer nahezu archaischen Schönheit, in seinen Bewegungen lag eine rohe Kraft, die schon im nächsten Moment in mühelose Perfektion und Anmut überging. Seine körperliche Präsenz füllte den Raum. Es war atemberaubend, ihm einfach so zuzusehen.

Viele Tänzer in Indien schwärmen von Iyengars Yogastil. Was macht sein Yoga so attraktiv?

Ich glaube, Tänzer fasziniert die körperliche Präsenz und Ausdruckskraft des Iyengar-Stils. Tänzer lieben intensive Körperarbeit, sie wollen sich spüren. Im indischen Tanz ist der Ausdruck sehr wichtig. Damit meine ich nicht nur den Körper, sondern das subtile Zusammenspiel von Gestik und Mimik. Durch Gurujis detaillierte Technik wird der innere Raum des Körpers bewusst, ein dynamischer „Tanz der Energien“ entsteht. Das ist das yogische Feuer! Es reinigt die Wahrnehmung, lässt sie intensiver und subtiler werden. Bhava, die Ausdruckskraft oder Verkörperung emotionaler Energie, die im Tanz so wichtig ist, wird dadurch kultiviert. Der Tänzer gewinnt dadurch mehr Bühnenpräsenz und größere Ausdruckskraft. Als Tänzer bist du immer auf dein Publikum ausgerichtet, du bewegst dich nach außen. Der Körper erschöpft sich schnell und dazu kommt oft ein einseitiges Bewegungsrepertoire. All das gleicht die Iyengar-Technik aus.

Du bist bereits in den 80er Jahren nach Indien gekommen, nach Shantiniketan, dem berühmten Zentrum von Tagore in Bengalen…

Ich besuchte dort einen Freund, der bei einem tibetischen Lama namens Chimed Rigdzin Rinpoche lebte. Rinpoche lehrte nach seiner Flucht aus Tibet in Santiniketan Tibetologie. Er war ein mächtiger Yogi. Ohne es zu ahnen, fand ich mich mitten im Tantrischen Buddhismus Tibets wieder. Ich nahm an Ritualen und Pujas teil, fuhr mit der Fahrrad-Riksha nach Bolpur, um Ghee für das Butterlampenopfer zu besorgen und besuchte mit Rinpoche die umliegenden Verbrennungsstätten. Ich war total unbefangen und Rinpoche war sehr weise. Eines Tages verabredete er sich mit Amubi Singh, einem Tanzmeister aus Manipur, der in Santiniketan unterrichtete. Anschließend trug er mir auf bei Amubi Singh Tanzunterricht zu nehmen. Und von da an tanzte ich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Tanz war meine Puja (hinduistisches Ritual zur Verehrung des Göttlichen, Anm. d. Red.), ich war vollkommen glücklich. Erst viel später habe ich die unglaubliche Voraussicht Rinpoches verstanden. Er konnte damals schon meine Bestimmung sehen. Er wusste, der richtige Zeitpunkt für meine spirituelle Praxis war noch nicht gekommen. Nach meinem Aufenthalt in Santiniketan ging ich dann nach Puna um dort eine traditionelle Tanz-Ausbildung im Kathak zu machen. Dort begegnete ich Shri B.K.S.Iyengar und wurde seine Schülerin. Alles war unglaublich aufregend.

Wie setzt du die geistigen Grundsätze des Yoga und des tibetischen Buddhismus in deinem Alltag um?

“Der tibetische Buddhismus hat mein Verständnis von Ahimsa sehr vertieft: Mir wurde klar, dass sich alles im Universum gegenseitig bedingt, dass die Trennung in „Ich und andere“ sehr viel Schmerz bereitet.”

Ein Grundprinzip der Yogalehre ist Ahimsa, die Freiheit von Gewalt. Ahimsa bestimmt die Art, wie wir mit uns selbst und anderen umgehen. Die Grundlage des tibetischen Buddhismus ist Mitgefühl für sich und alle fühlenden Wesen zu entwickeln. Der tibetische Buddhismus hat mein Verständnis von Ahimsa sehr vertieft: Mir wurde klar, dass sich alles im Universum gegenseitig bedingt, dass die Trennung in „Ich und andere“ sehr viel Schmerz bereitet. Jedes Lebewesen möchte einfach nur glücklich sein, die Verkäuferin von nebenan genauso wie der muffige Typ in der U-Bahn oder die winzigste Kreatur. Dadurch, dass wir unser Ich, diese Festung der Selbstgefälligkeit, immer vom Anderen trennen, bleiben wir in uns gefangen. Und genau an diesem Punkt kommt der buddhistische Gedanke der Leerheit ins Spiel. Wer ist dieses Selbst eigentlich, diese Person? Haben wir einmal die Tatsache des Voneinander-Abhängigen-Entstehens erkannt und haben wir darüber hinaus einen Geschmack von Leerheit, der Grundnatur unseres Geistes erlangt, dann werden wir ganz von selbst mitfühlender. Die Befreiung zum Wohl aller fühlenden Wesen anzustreben, das ist für mich eine große Vision, eine nie versiegende Hoffnung, die mich in meinem Alltag immer wieder herausfordert und an meine Grenzen bringt.

Sollten wir mittels Yoga in unseren Körper hineingehen oder eher den materiellen Körper transzendieren?

Wir sollten tiefer in den Körper, in seine verschiedenen Schichten oder Koshas, hineingehen. Wenn die Bewusstheit zunimmt, entsteht auch im Körper ein Gefühl von Leichtigkeit, Klarheit und Transparenz. Wir müssen den Körper, das scheinbar Feste und Materielle, nicht unbedingt transzendieren, sondern das Zusammenspiel von Körper, Energie und Geist entschlüsseln. Dann bekommt der Körper die Bedeutung, die ihm zusteht und wird zu einem kostbaren Gefäß unserer subtilen Energien und zur Stütze unserer geistigen Entwicklung. Shri B.K.S.Iyengar hat gesagt: „Der Körper ist dein Tempel“. Er ist kein gewöhnliches Haus.

Du hast viele Jahre Tibetisch gelernt und dich mit tibetischer Musik beschäftigt. Magst Du etwas darüber erzählen?

Mein tibetischer Meister, Lama Tharchin Rinpoche entstammt einer Linie tibetischer Yogis. Er ist ein toller Sänger und tanzt auch die sakralen Lama-Tänze. Gesang, Tanz und Ritual sind ein lebendiger Teil des tantrischen Pfades und Lama Tharchin Rinpoche hat mich darin bestärkt, diese traditionellen Lieder, Gebete und Mantras zu singen. Er singt übrigens selbst ein Lied auf meiner neuen CD – einen yogischen Gesang der Anrufung seines Meisters. Sein Lied habe ich später in Kathmandu mit Pferdekopfgeige vertont. Es ist sehr schön geworden. Auf meinen zahlreichen Reisen in den Himalaya habe ich immer wieder verschiedene Gesänge aufgenommen: in Klöstern, Höhlen und auch Lieder der älteren Tibeter und Tibeterinnen, die vor ihrer Flucht noch lange Zeit in Tibet verbracht haben. So ist mein Gesangsprojekt im Lauf der Jahre gewachsen. Und die Sprache? Die Tibeter sprechen verschiedene Dialekte. Sie verstehen sich manchmal untereinander kaum. Es ist wirklich schwer, sich sprachlich zurecht zu finden. Ich habe mich auf das Übersetzen alter Texte konzentriert und lerne die Sprache einfach nebenbei über die Jahre weiter.

Im Yoga, im Hinduismus und im tibetischen Buddhismus ist das Singen ein wichtiger Übungsweg. Was macht deiner Erfahrung nach das Singen so wichtig?

Bei den Asanas oder in der Meditation üben wir uns in Stille und “Selbstabsorption”. Gesang aber ist ein Ausdruck von Hingabe und Freude. Im Tibetischen heißt es, dass durch das Singen von Mantras und spirituellen Liedern Weisheit aufgewirbelt wird, und dass negative Energie- oder Pranawinde im Körper versiegen. Wir fühlen uns wach und lebendig und kommen in die richtige Schwingung.

Auf welche Weise bereichern Mantras und gesungene Texte den Yoga-Weg?

Nehmen wir das Mantra Sarasvatis, der Gottheit der Künste und des vollendeten Wortes, die auch in Tibet hoch verehrt wird. Ich habe ihr Mantra Om Sarasiddhi Hrim Hrim für meine CD aufgenommen. Sarasvatis Keimsilbe ist Hrim und es heißt, dass in diesem Klang die 84,000 Lehren Buddhas mitschwingen. Oder das Mantra der Gottheit Tara: es verleiht Schutz und befreit den Rezitierenden von Ängsten. Ein Mantra versetzt uns in die richtige Schwingung, seine Rezitation fokussiert den rastlosen Geist und löst direkt negative Emotionen auf. Mantras sind auch eine Art von Pranayama, vor allem wenn die Atmung dabei tief und rhythmisch wird. Außerdem lehren die gesungenen Texte oder Lieder die rechte Handlung, Sicht und Meditation. Sie wurden von großen Meistern wie dem tibetischen Yogi Milarepa verfasst. Es kann also für den eigenen Yogaweg sehr inspirierend sein, sie zu lesen.

Wie entstand deine CD „Tibetische Weisheit-Gesänge von Liebe und Mitgefühl“, die gerade erschienen ist?

Einigen Meistern und Gelehrten gefiel meine erste CD „Klangjuwelen der Großen Freude“ und sie übertrugen mir daraufhin teils sehr seltene Gesangstexte. Dru-gu Chögyal Rinpoche, ein großer Maler und Dichter, verfasste das Lied Samsara für mich und schrieb es nach altem Brauch mit rotem Sindurpulver, Lapislazuli und Gold auf Reispapier. Ich habe solche kostbaren Texte gesammelt und übersetzt. Dann habe ich sie zu überlieferten oder selbst komponierten Melodien gesungen. Der schwierigste Teil ist die Vertonung – ich bin extra nach Kathmandu geflogen, um mit authentischen Musikern zusammen zu arbeiten und habe dort Pferdekopfgeige, Bambusflöte, Hackbrett und Gesang aufgenommen. Lieder und Mantras, die von Indien nach Tibet kamen, habe ich mit Sitar vertont und Dru-gu Chögyal Rinpoches Lied Samsara sogar in München mit Cello.

Hast du eine Empfehlung für deine Zuhörer, wie sie sich der Welt dieser Klänge nähern sollen?

Am besten ist es, sich einfach Zeit zum Zuhören zu nehmen. Das entspannt. Man kann nebenbei auch mal über die Texte reflektieren. Ich habe jedes Lied oder Mantra erläutert und mit Begebenheiten aus dem Leben der großen Meister und Meisterinnen des tibetischen Buddhismus versehen. Wer mag, kann die Mantras auch mitsingen. Ich finde, jeder kann sich auf seine Art von der Musik inspirieren lassen.

Von R.Sriram

Amrit Stein ist Co-Direktorin des Iyengar-Yoga-Instituts in München. Seit 1990 praktiziert sie tibetischen Buddhismus. Ihre Vorliebe gilt den tiefgründigen und poetischen Weisheits-Gesängen Tibets: Ihr erstes Album “Klangjuwelen der Großen Freude” wurde bei den „Tibetan Music Awards“ 2007 in Dharamsala/Indien nominierte.

R.Sriram ist Yogagelehrter und unterrichtet in der Tradition von T.K.V. Desikachar. Er ist mit der Tänzerin und Schriftstellerin Anjali Sriram verheiratet.

Yoga around the clock – Yoga-Anleitungsvideos

Wieder eine Stunde im Studio verpasst? Morgens zu spät aufgestanden? Yoga-DVD verliehen? Oder fehlte am Ende des Monats schlicht das Geld? Auf Yoga wollen Sie aber natürlich dennoch nicht verzichten. Zuhause ohne Anleitung zu üben stellt jedoch oft eine Herausforderung dar.

Im Internet gibt es jede Menge Portale, die sich auf Yogavideos spezialisiert haben. Für einen monatlichen Beitrag, eine Spende oder sogar umsonst können Sie sich durch verschiedene Sequenzen klicken, den Schwierigkeitsgrad individuell festlegen oder Ihre Praxis einem Schwerpunkt (z.B. Umkehrhaltungen) widmen.

Wir haben fünf Websites für Sie zusammengestellt:

Übrigens: Für unsere Sonderausgabe „Yoga at home II“ haben wir gemeinsam mit Jelena Liebermann eine Übungs-DVD erstellt. Sie können uns jederzeit eine Mail an nachbestellungen@yogajournal.de schicken und das Heft mit Übungs-DVD nachbestellen.

DEUTSCH:

www.yogamour.de:  Mit viel Sorgfalt sind die Yogamour-Videos oft vor besonderen Kulissen gedreht worden. In den 20-minütigen Anleitungen können sie aus den Übungsleveln „Einfach“, „Mittel“ und „Schwer“ wählen und sich dann einem ausgewählten Thema wie etwa „Kopf- und Unterarmstand“ widmen.

www. mein.yoga-vidya.de:  Beim Portal von Yoga Vidya warten über 1.800 Anleitungen auf Sie. Sie können sogar einen mehrwöchigen Kurs mitmachen, aber auch Vorträge und Satsangs stehen zum Anklicken bereit.

ENGLISCH:

www.myyogaonline.com: Für 9,95 $ im Monat kann man sich aus einem großen Repertoire verschiedenster Videos zu den Themen Yoga, Meditation, Pilates, Anatomie, Tanz und Kampfkunstvariationen bedienen.

www.yogajournal.com: Die amerikanische Ausgabe des YOGA JOURNAL bietet in der Kategorie „Videos“ zahlreiche Anleitungsfilme, die in drei Kategorien geordnet sind: Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittene.

Kinotipp: Pachakútec

Pachakútec – so nennen die Inkas die Zeit des Wandels, in der wir, unser gesamter Planet uns derzeit befinden. 2007 begann der Inka-Sonnenpriester Ñaupany Puma einen Pilgerweg um die Erde; die Regisseurin Anya Schmidt begleitete ihn dabei. Sie durfte kraftvolle Zeremonien und Zusammenkünfte filmen und es gelang ihr, gemeinsam mit Ñaupany Puma, aus den Aufnahmen einen hoch intensiven, berührenden Film zu destillieren. Die Aufnahmen gehen direkt ins Herz, der Film öffnet uns und bringt uns wieder in Kontakt mit der Natur, mit „Mutter Erde“ und „Vater Sonne“; mit uns selbst.

In ausgewählten Kinos waren Ñaupany Puma und Anya Schmidt selbst anwesend, während der Film gezeigt wurde. Alle Infos hierzu und zum Film „Pachakútec – Zeit des Wandels“ unter www.pachakutec.com

In der Januar / Februar 2012 Ausgabe des YOGA JOURNAL haben wir ein Interview mit Regisseurin Anya Schmidt veröffentlicht.

Yogawoman

Die Zukunft des Yoga ist weiblich

Bill Clintons berühmter Wahlslogan, mit dem er deutlich machen wollte, was der grundlegende Unterschied seiner Amtszeit im Vergleich zu der Zeit von Bush sen. Sein würde, lautete: It’s the economy, stupid. Stellt man heute die Frage, was Yoga in den vergangenen Jahren verändert hat, muss die Antwort eindeutig heißen: It’s the woman, stupid. Wenn man sich vor Augen hält, das Yoga einst nur Männern vorbehalten war und Frauen lange Zeit keinen Zugang zu den yogischen Lehren hatte, kommt folgender Fakt einer Revolution gleich: Heute sind 85 Prozent der Übenden und einige der bekanntesten Yoga-Gurus Frauen. Die Regisseure Kate Clere gehen in ihrem Dokumentarfilm „Yogawoman“ diesem Phänomen nach – und holen die augenblicklich wichtigsten Yogalehrerinnen und Gesundheitsfachfrauen vor die Kamera. Es sind diese Frauen, die Yoga in alle Bereiche des täglichen Lebens hineintragen, sei es zur Stärkung der eigenen Gesundheit, des Selbstbewusstseins oder der Gemeinschaft. Der Film identifiziert ein Dutzend Gebiete, von der Gesundheit und Krebsbehandlung über die Stärkung von jungen Mädchen und Teenagern im Jugendstrafvollzug, Schwangerschaft, Yoga für Ältere, bis hin zu gemeinnützigen Projekten, die auf den yogischen Grundsätzen basieren.  Yogalehrerrinnen wie Angela Farmer, Indra Mohan, Menaka Desikachar, Sharon Gannon, Patricia Walden oder die Yoga-Aktivistin Seane Corn sprechen darüber, wie Yoga in ihr Leben kam und es grundlegend veränderte. Die weibliche Seele ist mannigfaltig, ihre Weisheit tief, und jede dieser Frauen deckt mit ihrer Yogapraxis einen anderen Anspruch ab.

Fazit: Diese Doku ist ein inspirierender, sehenswerter und lehrreicher Film – nicht nur für Frauen!