Elena Lustig: Warum das Älterwerden ein Re-Branding braucht

Verrätst du mir, welche das sind?

1. Kein Zucker, oder so wenig wie möglich. Weder in Gebäck, noch in Getränken, noch in Fertiggerichten. Leider sind die Alternativen oft auch nicht viel besser. Aber lieber mal etwas Honig oder Ahornsirup oder Agavensirup, als raffinierter Zucker.

2. Kein Alkohol. Alkohol schädigt nicht nur die Leber, er sorgt auch für schlechten Schlaf und Schlaf ist einer unserer wichtigsten Verbündeten für guten Stoffwechsel, ein starkes Immunsystem und unsere kognitiven Fähigkeiten. 

3. Weißes Mehl würde ich auch weglassen – das sind tote Kohlehydrate. Es wird vom Körper sofort zu „Zucker“ verstoffwechselt, macht nicht nachhaltig satt und deswegen dick, weil wir zu oft und zu viel davon essen. 

Und wer abnehmen möchte: ich kann die 16:8 Methode sehr empfehlen. Nach der letzten Abendmahlzeit 16 Stunden nichts essen und in den übrigen 8 Stunden reichlich, aber gesund!

Elena Lustig
„Wichtig ist, dass wir mit einer guten Ausrichtung arbeiten, uns auch mental und energetisch der neuen Lebensphase öffnen und nicht dagegen ankämpfen.“ – Elena Lustig

Okay, versuche ich zu beherzigen. Mein größtes Problem ist ausreichend Schlaf. Welche Regeln gelten denn dann in Bezug auf Yoga wenn wir älter werden? Was ist besonders wichtig?

1. Gute körperliche Ausrichtung. Ich bin Anusara-Yogalehrerin und achte sehr darauf, dass meine Schüler*innen nach den Ausrichtungsprinzipien des Anusara-Yoga üben. Es ist fast therapeutisches Yoga, weswegen diese Prinzipien auch Teil meiner ProAgeYogalehrer-Ausbildung sind. Damit schaffen wir eine gute und sichere Basis, egal, ob wir starke körperliche Einschränkungen haben, oder nicht. 

2. Unsere Grenzen respektieren und so üben, dass das Yoga uns dient und nicht umgekehrt.

3. Regelmäßig auf die Matte gehen. Lieber nur 10 Minuten am Tag, als 1 mal in der Woche 90 Minuten.

Wenn ich ehrlich bin, schaffe ich es nicht immer die Veränderungen meines Körpers zu akzeptieren. Hilft uns Yoga und Meditation dabei unser Mindset in Richtung „ich nehme mein Älterwerden an“ zu verändern? 

Für mich ist Yoga DAS Mittel, um diese Veränderungen anzunehmen. Durch Yoga können wir körperlich gut für uns selbst sorgen. Wir behalten unsere muskuläre Kraft und unsere Flexibilität und sorgen so für eine hohe Lebensqualität. Deswegen kann sich das Älterwerden noch lange sehr gut anfühlen. Aber ich möchte den Begriff Yoga auch auf seine ursprüngliche Bedeutung ausdehnen: vor allem geht es im Yoga darum, den eigenen Geist zu meistern und unter anderem Gelassenheit zu entwickeln. Und das ist das Wundermittel. 

Das heißt, es verändert sich etwas IN UNS, wenn wir unser Älterwerden gelassen annehmen.

Wenn wir uns nicht mehr im Kampf gegen uns selbst befinden, was passiert dann? Dann finden wir Frieden, wir nehmen an, was ist. Das klingt super einfach, ist aber tatsächlich sehr schwer. Denn grundsätzlich wollen wir ja bestimmte Dinge behalten, die wir lieben und andere Dinge loswerden, die wir schlecht finden. Wir befinden uns also permanent in einem Wechselspiel von Anhaftung und Abneigung. Der Raum dazwischen ist Frieden. 

Und den zu erreichen sollte unser aller Ziel sein. Wenn ich dich ansehe, wie du strahlst und wie gelassen du wirkst, denke ich wirklich, dass das machbar ist. Verrätst du uns zum Abschluss deine 3 schönsten Dinge am Älterwerden?

1. Mehr Lebenserfahrung.

2. Nicht mehr anderen alles Recht machen wollen.

3. Mich so zu lieben, wie ich bin. 


Elena Lustig ist überzeugt: Im Älterwerden liegt viel Positives. In ihrem Buch „Pro Age Life. Das Yoga-Praxisbuch für gesundes Älterwerden“ erklärt die Berliner Yogalehrerin, wie wir mit einer Pro-Age-Einstellung dem Jugendwahn entkommen und entspannt nach vorne blicken. Ein Ratgeber vollgepackt mit Einsichten, Hintergründen und Tipps zu Bewegung, Ernährung und innerer Haltung.

Mehr Infos zu Elena und ihrem Online-Yogaprogramm findest du auf: www.elenalustigyoga.com

Schon gewusst? Elena Lustig ist auch Teil unserer YogaWorld Academy. Ihr ProAgeYoga Teacher Training kannst du direkt buchen auf yogaworld.de/academy



1 Kommentar

Das Neueste

So bringst du deine Chakras in Erfahrung – mit Daniela Mühlbauer

Chakra-Arbeit bedeutet zu spüren, statt zu analysieren. Zu lauschen, statt zu kontrollieren. Je individueller und offener du die Erkundung...

Tanz der Energien – ein neuer Blick auf die Chakras

Bücher, Workshops und immer neue Anwendungen: Die Chakras sind im modernen Yoga allgegenwärtig. Aber was bedeutet die Lehre für...

Frühling im Topf – so gelingen selbst gezogene Microgreens und Kräuter

Frisch geerntet schmeckt’s gleich doppelt so gut! Warum? Ganz einfach: In selbst gezogenen Microgreens, Kräutern und Gemüse stecken nicht...

Neumondkalender 2026: So wirkt der April-Neumond im Zeichen Widder

Wann ist Neumond? Den nächsten Neumond erwarten wir am 17. April 2026. Nachts um 13:52 Uhr steht er im Zeichen...

Ein neues Bett im Fluss der Zeit – Interview mit Anna Trökes

Welche Bedeutung hat Zeit in der Yogaphilosophie? Warum fühlen wir uns oft so rastlos? Und was hat es mit...

Test: Was macht mich glücklich?

Glück ist immer ein Zusammenspiel unterschiedlichster Faktoren. Welche sind für dich besonders wichtig und was kannst du tun, um...

Pflichtlektüre

Das könnte dir auch gefallen
Unsere Tipps