Brombeer-Grapefruit-Granita

© Erin Kunkel

In diesem leichten Eisdessert verbinden sich fruchtig-nährstoffreiche Grapefruitstückchen und Brombeeren mit einem Hauch frischer Minze.

➳ 7 Portionen // vegan

Zutaten

  • 1 kleinere Bio-Grapefruit
  • 3 Tassen Brombeeren
  • ½ Tasse Rohrohrzucker
  • 3–4 EL frisch gehackte Minze
  • einige Minzeblättchen zum Garnieren

Zubereitung

1 Schrubben Sie die Grapefruit gründlich, bevor Sie mit einem Zestenreißer feine Streifen (Zesten) aus der Schale ziehen. Dann schälen Sie die Grapefruit mit einem scharfen Messer und schneiden das Fruchtfleisch in Würfel.

2 Geben Sie Grapefruit-Würfel und Brombeeren mit 1 Tasse Wasser in einen Hochleistungsmixer und pürieren Sie das Ganze zu einer glatten Masse. Streichen Sie die Masse mit einem Holzlöffel durch ein Sieb. Dabei fangen Sie Saft und zarten Brei auf.

3 Rühren Sie die Zesten, Zucker, Minze und 1 Prise Salz unter das Fruchtmus und gießen Sie es in eine etwa 20 x 30 Zentimeter große Backform. Stellen Sie die Form ins Gefrierfach. Nach etwa 30 Minuten ziehen Sie mit einer Gabel durch die halbgefrorene Masse und geben sie zurück ins Eisfach. Diesen Vorgang wiederholen Sie noch drei bis vier Mal, bis die Masse locker und körnig gefroren ist.

4 Zum Servieren verteilen Sie die Granita auf sieben Martinigläser oder Dessertschalen und garnieren sie mit frischer Minze.


Foto: Erin Kunkel

Kindhaltung ist Champions League – Interview mit Gil Ofarim

Gerade tanzt sich Gil Ofarim in der RTL-Show „Let’s Dance“ die Seele aus dem Leib. Aber auch in Sachen Erdung ist er mittlerweile Experte. Denn sein Gespräch mit YOGA JOURNAL beginnt mit einem echten Bekenntnis: „Durch Yoga habe ich mich noch nie besser gefühlt.“

Gil, welche Rolle spielt Yoga in deinem Leben?

Was mir in den 90 Minuten einer Yogastunde passiert, kann ich nicht beschreiben – ich liebe es einfach. Für alle, die diese Erfahrung nicht kennen, hört es sich vielleicht bescheuert an, aber da gibt es regelmäßig diesen Klick im Kopf, diese Momente von Erkenntnis. „Sag mal, was hast du denn geraucht?“ fragen mich dann manche. Aber das ist es nicht. Durch Yoga bin ich naturstoned. Naturhappy.

Würdest du für uns einen neuen Erklärungsversuch starten? Was genau könnte da klicken?

Ich kann es nicht anders erklären, als dass ich, wie jeder andere wohl auch, mein Leben lang auf der Suche war und immer noch bin – nach innerem Glück, Bestätigung, dem Sinn des Lebens und vielem mehr. Als Kleinkind habe ich schon Musik gemacht, meinen Vater Abi Ofarim begleitet, mit 14 mein erstes Album aufgenommen und die nächsten Jahre hauptsächlich auf der Bühne und im Flugzeug verbracht. Teenie-Star zu sein macht einsam. Dazu wollte ich altersentsprechend gut aussehen, immer fit sein und die Mädels mit Muskeln beeindrucken. Was für ein Blödsinn! Durch das exzessive Krafttraining habe ich mir den Rücken und die Schulter kaputt gemacht, durch das Joggen die Knie. Ich neige zu viel Adrenalin und Selbstüberschätzung: Als Rocker will ich in meiner Show Energie rüberbringen, springe über die Bühne und klettere die Traversen hoch. Im Yoga habe ich mir durch zuviel Enthusiasmus die Beinrückseite gezerrt und spätestens dann gelernt, meine Kraft einzuteilen.

Wie bist du zum Yoga gekommen?

Oswin Ottl, mit dem ich meine Band „Acht“ gegründet habe, hat mir eines Tages seinen guten Freund Petros Kontos vorgestellt, heute Bassist bei „Acht“. Konti ist ein wilder, lauter Kerl und feierfreudiger Gastronom. Dazu ist er superfit und sehr gelassen. Als ich ihn nach dem Grund fragte, antwortete er einfach nur „Yoga“. Er und seine Frau Martina, eine meiner wichtigsten Lehrerinnen, sind der Grund, warum ich heute happy bin. In ihrem Haus am Chiemsee hatte ich meine erste Yogastunde, an deren Ende ich mich heute noch erinnere: Am Ende der Session standen beide zu wunderbar friedlicher Musik im Kopfstand, durch die Fenster sah man die Berge, in der Ecke den Buddha, und auf einmal hat sich für mich alles verdichtet.

Feiernde, wilde Männer können also auch ernsthafte Yogis sein?

Na klar (lacht). In meinem Studio, dem Munich Moksha Yogaloft in Schwabing, hat sich dann auch ein Kreis für mich geschlossen: In den Räumen war früher unser Lieblings-Gitarrenladen. Dort üben einige Männer, man kennt sich, grüßt sich und trinkt unter Umständen danach ein Bier miteinander. Es regiert der gesunde Mittelweg, wo auch ich mich angekommen fühle.

Dein Stil, das Jivamukti Yoga, ist dafür bekannt, viele Kreative anzuziehen.

Ja, wir sind alle gaga. Ich schätze an der Methode, dass es ein flexibler Weg ist, auf dem dir nichts aufgedrückt wird. Ich habe schon immer ein wenig mit Yoga geflirtet, aber ein paar abschreckende Beispiele erlebt. An Sting, dessen Musik ich sehr klar und auf den Punkt gebracht finde, habe ich mir ein Beispiel genommen und sehe Yoga nicht als Sport, sondern Lebenseinstellung, als Atemtechnik mit Bewegung. Und weil es als Nebeneffekt offenbar eine Superfigur gibt, dachte ich, das muss ich probieren.

Hat sich seither spürbar etwas verändert?

Ich bin an einem Punkt, an dem es mir echt gut geht. Das alles habe ich durch Yoga noch mehr zu schätzen gelernt. Ob ich jemals 90 Minuten in konstanter Meditation verbringen werde, weiß ich nicht. Ich bin schon stolz, wenn ich 10 Sekunden im Moment bleiben kann und nur meinen Atem und den Fluss meines Blutes spüre. Ich sehe mich immer noch nicht als Hippie, den der Sonnenaufgang zum Weinen bringt, aber mein Ziel ist es, bewusst zu leben. Auch auf Tour, beim Feiern und aktuell beim Tanzen, denn ich glaube, dass alles miteinander zu tun hat.

Was hält dein Vater Abi Ofarim von deiner Yoga-Begeisterung? Er ist ja ein Kind der Jahrzehnte, in denen Bewusstseinserforschung großes Thema war…

… oh ja, und zwar auf mehreren Ebenen. Erst hat er mich gewarnt und war besorgt, dass ich einem falschen Guru anheim falle und bald nur noch Bäume umarme. Dann hat er allerdings erzählt, dass sie früher auch meditiert und Yoga geübt hätten, gerne im Musikstudio und mit Untersützung gewisser Substanzen.

Eine verlockende Zeit?

Sicher eine coole Zeit, diese Generation hat viel für uns erreicht. So manche Party hätte ich gerne mitgefeiert: Mein Vater war mit den Beatles und Jimi Hendrix unterwegs, wurde von der Queen geehrt, und alle waren – Stichwort „freie Liebe“ – noch mehr auf der Suche als heute. Dennoch bin ich froh, heute zu leben. Noch stolzer als auf die Karriere und die Musik meines Vaters bin ich übrigens auf das Projekt, das er in München aufgebaut hat: Den Verein „Kinder von Gestern“, ein „Jugendzentrum für Senioren“, das hilft, Alterseinsamkeit und -armut vorzubeugen.

Ein Star, der auf der Erde gelandet ist, statt abzuheben: Diese Gefahr gibt es ja auch bei Yogalehrern, die von Schülern regelrecht auf ein Podest gestellt werden.

Auf der Bühne ist die Gefahr abzuheben sicher groß. Zum Glück bin ich es gewohnt, ebenerdig mit meinen Yogalehrern zu üben. Aber auch ohne Podest ähneln manche Stunden durchaus einem Backstreet Boys-Konzert, in dem die Mädchen dahinschmelzen. Ich persönlich sehe sie nie als erhaben an, sondern erlebe Menschen, die diesen Weg schon ein paar Sommer länger gehen und ihn jetzt teilen.

Projektion und Ehrgeiz: Übertragen wir diese Dinge nicht allzu oft auch auf die Yogapraxis?

Beim Kopfstand dachte ich lange: „Oh je, das ist Akrobatik, das habe ich ja noch nie gemacht…“ und habe mich ziemlich unter Druck gesetzt, ihn zu schaffen. Jetzt kann ich ihn, aber weiß, dass es gar nicht sein muss. Im Yoga bist du eher der Profi und der Chef, wenn du deine Grenzen kennst. Die, die sagen können: „Ich mache eine Pause und gehe in die Kindhaltung“ – das sind meine Heroes.

Das kann man nicht laut genug sagen. Viele verbinden es jedoch mit Aufgeben.

Auf keinen Fall. Kindhaltung ist nicht Aufgeben, sondern Champions League, genau wie Shavasana: Nicht denken, nicht bewegen, nur sein, atmen und sich von der Außenwelt nicht ablenken lassen. Beim Hund kommen irgendwann einmal die Fersen auf den Boden, der Krieger wird auch schöner, aber wirklich ruhiges Shavasana ist Kunst.

Übst du auch zuhause?

Eher nicht, denn auch der Weg zum Yogastudio ist für mich Praxis. Ich liebe die Gruppenenergie mit Singen und Shavasana und vor allem das Gefühl, offener und größer nach Hause zu gehen.

Könntest du dir vorstellen, als Musiker Kirtans zu leiten?

Noch nicht, aber ich mag das Singen in der Yogastunde. Als professioneller Sänger habe ich es mir allerdings etwas schwer gemacht, kannte die Melodien und die Wörter nicht und habe am Schluss nur abgelesen. Ich wollte es richtig machen statt einfach nur machen… Für die Zukunft kann ich mir eine Jam Session mit Kirtan-Künstlern schon vorstellen.

Hat die Praxis Einfluss auf deine Kreativität?

Auf jeden Fall, allein dadurch, dass ich besser schlafe und das Gefühl habe, besser im Fluss zu sein. Durch Yoga bin ich einfach nicht mehr so im Außen, sondern bei mir, mit mir und erfahre vieles von mir. Das will ich immer weiter verfeinern und nicht einbrechen lassen.

Nun passiert Kunst zu einem wichtigen Teil im Außen, denn normalerweise soll sie ja andere erreichen. Wie hältst du dies mit deiner eigenen Authentizität in Balance?

Alles, was ich heute produziere, kommt direkt von mir. Die Haltung, anderen um jeden Preis gefallen zu wollen, habe ich schon vor Jahren abgelegt. Ich will die Leute nicht zwingen, mich zu lieben, indem ich nur das mache, was sie vermeintlich verlangen.

Gründet dies auf deinen Erfahrungen als Teenie-Star?

Das lief nach dem Motto „So ist es, das machst du jetzt“, und ich konnte zwei bis drei Jahre voll dazu stehen. Dann habe ich mich weiter entwickelt, menschlich und musikalisch, und wollte nicht mehr der Waschlappen sein, den die Musikindustrie gnadenlos auswringt. Das war ein langer Prozess, hin und wieder auch ein Kampf. Heute will ich vor allem ausdrücken, wer ich bin und was ich will.

Und begleitest auch deine zwei Kinder auf ihrem Weg.

Eine wunderbare Wahnsinnsaufgabe. Ein Kind zeigt dir, wo’s langgeht und vor allem, wo du stehst. Bevor ich Vater wurde, wusste ich nichts von dieser bedingungslose Liebe, die heute mein Leben dominiert. Ich erinnere mich gut an ein Erlebnis kurz vor der Geburt meines Sohnes: Meine Frau und ich waren bei einer Untersuchung – ein hochemotionales Erlebnis, auch für einen Rocker. Da machte der Kleine im Bauch eine perfekte Vorwärtsbeuge und die Ärztin, die nichts von meiner Yogapraxis wusste, sagte: „Oh, ein kleiner Yogi.“ Da kamen mir endgültig die Tränen: Mein ungeborener Sohn sagte mir durch die Blume, dass ich auf dem richtigen Weg bin…


Gil Ofarim, Sohn des Sängers Abi Ofarim, der in den 1960er Jahren als Teil des Duos Esther & Abi Ofarim erfolgreich war, startete 1997 seine musikalische Karriere, erreichte als Teenie-Star Chartsplatzierungen („Round’n’Round“) und verkaufte weltweit rund fünf Millionen Alben.

Heute ist er Schauspieler, Mitglied der Rockband „Acht“ und mit Tanzpartnerin Ekaterina Leonova Finalist bei „Let’s Dance“.

Wie der Yoga-Urlaub in den Bergen zum unvergesslichen Erlebnis wird

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Die vierte Auflage von „Yogafrühling Gastein – Atme die Berge“ lockt vom 24. Mai bis 5. Juni 2017 mit hochklassigen Yogakursen zahlreicher renommierter Lehrender aus Österreich und Deutschland. Sie sind das erste Mal dabei und fragen sich, was Sie erwartet? Mit diesen 5 Tipps sind Sie optimal für Ihren Yoga Urlaub in den Bergen vorbereitet – egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener.

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Seien Sie offen für Neues

Bei den Yogatagen in Gastein können Teilnehmer aus über 350 Yogaeinheiten ihr eigenes Programm zusammenstellen. Dabei reicht die Programmvielfalt vom klassischen Hatha-Yoga über Aerial Yoga (fliegendes Yoga), meditatives Wandern bis hin zu Atemübungen und Meditation, um nur ein paar Highlights zu nennen. Eine tolle Möglichkeit bisher unbekannte Stile und Yoga-Themen kennenzulernen, denn Yoga ist viel mehr als nur Asanas (die körperlichen Übungen).

„Yoga“ heißt übersetzt „Verbindung oder Vereinigung“. So ist es ein kontinuierlicher Prozess mit der Verbindung zu unserem Selbst. Dieses „Selbst“ wollen wir durch das Yoga erkennen, erleben und entfalten, um schließlich zu verstehen, dass alles Eins ist. Die Asanapraxis ist nur ein Element des Yogas, denn Atemübungen (Pranayama), Meditation (Dhyana), Entspannung und im weiteren Sinne auch die richtige Ernährung sowie eine positive Denkweise gehören genauso dazu. Seien Sie daher offen für Neues und erfahren Sie, wie heilsam eine Meditation sein kann, lassen Sie sich beim Chanten (Singen) emotional berühren oder entdecken Sie die ayurvedische Ernährung für sich.

Bleiben Sie bei sich und setzen Sie einen Fokus

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Im Yoga geht es unter anderem darum, wieder zur eigenen Körperwahrnehmung zurück zu finden und die eigenen Grenzen zu respektieren. Es hilft uns zu spüren, was gut für uns ist und was nicht. Das gilt für die Asanapraxis genauso wie für das Alltagsleben. Bleiben Sie daher ganz bei sich und lassen Sie sich nicht davon irritieren, was Ihr Mattennachbar macht. Es wird immer jemanden geben, der beweglicher und gelenkiger ist. Yoga machen Sie in erster Linie für sich selbst. Wer in Versuchung gerät, sich von anderen Übenden ablenken zu lassen, verliert seine Konzentration und seinen Fokus. Eine Asana wird nur dann richtig ausgeführt, wenn der Yogi die Asana seinen Fähigkeiten entsprechend ausübt. Der einzig wertvolle Vergleich ist daher ausschließlich der eigene Fortschritt.

Setzen Sie sich Ihre eigene Intention, indem Sie sich überlegen, warum Sie an den Gasteiner Yogatagen teilnehmen und Yoga üben. Nutzen Sie dies als Wegweiser für den Urlaub und Ihre Praxis. Vielleicht suchen Sie einfach nach innerer Ruhe und Entspannung, vielleicht möchten Sie mit Yoga aber auch körperliche Beschwerden überwinden. Egal in welche Richtung Ihr Fokus geht, definieren Sie ihn so genau wie möglich und machen Sie sich diesen in Ihrer täglichen Praxis bewusst.

Genießen Sie die ICH-Zeit

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Die Weite der Gasteiner Bergwelt, die Ruhe einer unberührten Naturlandschaft in Verbindung mit Yoga, Atemübungen und Meditation – gibt es eine bessere Gelegenheit, Zeit mit sich selbst zu verbringen? So ein Yoga Urlaub in den Bergen eignet sich hervorragend, um einfach mal alleine loszufahren. Auf diese Weise lassen Sie sich bewusst auf neue Menschen ein und treffen auf Gleichgesinnte, die Ihre Interessen teilen. Und das Beste: So lassen Sie den Alltag komplett hinter sich und können ganz in sich gehen. Schalten Sie das Handy am besten aus oder machen Sie es nur zu einem festen Zeitpunkt an, falls Sie nicht ganz darauf verzichten möchten. Das ist Entspannung pur und kann wahre Wunder bewirken.

 

Eine yogische Ernährung – Ernährungsworkshops in Gastein

Damit Sie genügend Energie für ihren Yoga-Urlaub in den Bergen haben und Körper und Geist sich kraftvoll und vital fühlen, nun noch eine kleine Anleitung für eine Yogi-freundliche Ernährung. Grundsätzlich gilt, viel zu trinken, am besten bis zu drei Liter Wasser oder Kräutertee (ungesüßt) am Tag. Wenn Sie eine Mahlzeit zu sich nehmen, essen Sie langsam und entspannt und kauen Sie richtig. Idealerweise empfiehlt es sich, Yoga auf leeren Magen zu üben, d.h. bis zu zwei Stunden vor dem Yoga-Unterricht nichts mehr zu essen, da im Yoga mit Druckveränderungen gearbeitet wird. Weil Sie aber weder hungrig noch unterzuckert in eine Yogastunde gehen sollten, eignet sich bei Bedarf leichte Kost wie etwa eine Banane oder ein Smoothie. Dies betrifft besonders die Yogastunde am Morgen.

Zu guter Letzt sollten Nahrungsmittel verspeist werden, die möglichst naturbelassen und frisch sind. Diese beinhalten wertvolle Nährstoffe für den Körper, geben Energie und lassen den Geist klar und friedvoll werden. In Gastein haben Sie die Möglichkeit, aus einer bunten Auswahl regionaler frischer Produkte wie Milch, Käse, Bauernbrote, Fleisch, Eier sowie verschiedener Bergkräuter zu wählen. Wer mehr zum Thema yogische Ernährung erfahren möchte, sollte nicht verpassen, an einem Workshop zum Thema ayurvedische Ernährung teilzunehmen oder bei einer Kräuterwanderung alles über Alpenkräuter zu erfahren.

Tipp: Die Packliste für den Yoga-Urlaub in Gastein

Besonders im Yoga Urlaub wollen wir den Ballast des Alltags hinter uns lassen und Raum für Neues schaffen. Deshalb ein letzter Rat für Ihre gelungene Yoga Reise: Beginnen Sie schon vor dem Urlaub mit dem Loslassen und fangen Sie bereits beim Packen mit der Leichtigkeit an. Hier ein paar Tipps, was Sie unbedingt dabei haben sollten:

  • Genügend Yogahosen, T-Shirts oder Tops sowie Sport BHs für Ihre Praxis
  • Einen bequemen Kapuzenpulli oder eine kuschelige Jacke zum Drüberziehen
  • Langärmelige und kurze bequeme Oberteile
  • Hosen/Shorts für die Abende
  • Badesachen für die Therme und den Gasteiner Heilstollen
  • Flip Flops
  • Eine Regenjacke
  • Turnschuhe für Wanderungen und Outdoor Yoga
  • Kleiner Rucksack für Ausflüge
  • Sonnenbrille
  • Sonnencreme
  • Die eigene Yogamatte (wenn vorhanden)
  • Ein Notizbuch (um Gedanken und Erinnerungen festzuhalten)
  • Eine Wasserflasche zum Auffüllen

Beim Yoga-Urlaub in den Bergen ist es generell wichtig, dass Sie ein paar warme Sachen, wie dicke Socken, Pullover usw. für die kalten Morgen- bzw. Abendstunden, sowie kurze Sachen für die Praxis am Tag dabei haben.

Montags-Mantra: Wende dein Gesicht zur Sonne

Die Sonnenblume macht es vor: sie weigert sich im Schatten zu verweilen und wandert mit ihrem Blütenkopf den ganzen Tag den Sonnenstrahlen entgegen. Sie sucht in jeder Situation nach dem Licht und kehrt der Dunkelheit den Rücken zu.

Am Wochenende konnten auch wir eine Menge Sonnenschein aufsaugen. Lassen wir uns die Sonne ins Gesicht scheinen, wenden wir unser Wesen dem Licht, der Energiequelle unseres Lebens, zu. Was hinter uns fällt, ist lediglich eine schwarzen Silhouette unserer Vergangenheit. Für einige sind diese Schattenseiten des Lebens beängstigend – und doch sind sie ein unvermeidlicher Teil von uns. Wollen wir Sonnenseiten im Leben, werden wir immer einen Schatten werfen. Anstatt diesen als Finsternis zu sehen und zu fürchten, sollten wir ihn als geschehen und unveränderbar hinnehmen. Denn richten wir uns immer dem Licht entgegen, werden uns die Schattenseiten nie im Weg stehen.

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

Dies.Das.Asanas. – Der liegende Adler

Ein „Überraschungsei“ nennt Jelena Lieberberg diese Asana. Unsere Spezialistin für ungewöhnliche Yogahaltungen lässt einen Adler aus dem Ei schlüpfen, der auf ziemlich erstaunliche Art verschiedene Effekte miteinander kombiniert.

Manche Dinge brauchen Zeit. So kann es sein, dass eine knifflige Asana wie zum Beispiel der herabschauende Hund erst nach Jahren wirklich mit Körper, Geist und Seele richtig verstanden und gefühlt wird. Umgekehrt kann man sich aber auch immer wieder neue Welten erschließen, indem man Elemente bekannter Positionen anders kombiniert. So ist es auch bei dieser Variante der Adlerhaltung, bei der man die bekannte Arm- und Beinhaltung nicht im Stehen, sondern im Liegen ausführt. Der Name Supta Garudasana, also liegender Adler, suggeriert zwar, dass der Vogel müde ist, aber genau das Gegenteil trifft zu: Er ist ausgesprochen wach und kombiniert Rückbeuge, Hüft- und Schultermobilisierung mit einer aktiven Rumpfmuskulatur – ein Überraschungsei unter den modernen Yogahaltungen! Ein intensives Bauchmuskeltraining wird daraus, wenn Sie die Rückbeuge weglassen und dynamisch im Atemrhythmus üben: Ausatmend führen Sie Ellenbogen und Knie zusammen, einatmend senken Sie beides wieder.

Macht das Spaß?

Ja! Neues auszuprobieren, erweitert den Horizont, es bringt frischen Wind in die Praxis – oder es zeigt, dass die eigene Praxis genau die richtige ist.

Muss ich das können?

Nein. Der Trick liegt darin, kontrolliert Gewicht über den Kopf zu tragen. Für manche ist das ein No go – vor allem wenn der Nacken empfindlich ist. Dann bietet sich Supta Garudasana mit abgelegtem Rücken an – und die Kombination mit der Bauchmuskelübung.

Was muss ich dafür tun?

Zu einer sinnvollen Vorbereitung gehören Sonnengrüße, Garudasana im Stand, der Fisch in Rückenlage, Brücke und Rad.

Schritt für Schritt

1 Beginnen Sie in Rückenlage und kreuzen zunächst den rechten Oberschenkel über den linken. Wenn möglich, winden Sie zusätzlich den rechten Fuß hinter den linken Unterschenkel. Stellen Sie sich vor, dass sich Ihre Beine ineinander verschlingen wie die Wurzeln einer Eiche. Das hilft Ihnen, Mulabandha zu setzen, den Wurzelverschluss, bei dem die unterste Schicht des Beckenbodens aktiv wird.

2 Kreuzen Sie den linken Oberarm über den rechten. Auch hier verwinden Sie, wenn möglich, zusätzlich die Hände und legen die Handflächen aneinander, ansonsten sind es die Handrücken.

3 Lassen Sie zunächst den Rücken auf der Matte liegen. Atmen Sie ein und schieben Sie dabei die Arme über den Kopf und die Beine nach vorne. Mit der Ausatmung ziehen Sie Knie und Ellenbogen zueinander hin. Diese dynamische Folge wiederholen Sie zehn bis fünfzehn Atemzüge lang.

4 Um nun zusätzlich die abgebildete Rückbeuge zu üben, heben Sie mit einer Einatmung den Brustkorb vom Boden ab und ziehen den Kopf so weit wie möglich auf die Schädeldecke. Kopf, Becken und Zehenspitzen bieten nun den Halt. Atmen Sie gleichmäßig und aktivieren Sie die Bauchmuskeln, um möglichst viel Gewicht in der Körpermitte zu halten.

5 Nach einigen tiefen, gleichmäßigen Atemzügen legen Sie den Rücken wieder ab und „entknoten“ sich achtsam. Gönnen Sie Ihren Schultern eine kleine Pause und schütteln Sie die Beine aus, bevor Sie die Übung seitenverkehrt wiederholen.


Anregungen oder Fragen? Dann schauen Sie auf www.facebook.com/kickassyoga oder bei www.instagram.com/kickassyoga vorbei.

Wanderlust 108 – A Mindful Triathlon

It’s happening again: Nach dem großen Erfolg 2016 geht das „Wanderlust 108“-Yogafestival in die zweite Runde. Dieses Jahr findet die ungewöhnliche Mischung aus 5-km-Lauf, Yoga, Meditation und Live-Musik in sieben Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt.

– Advertorial –

Auch beim zweiten, erneut vom legendären amerikanischen „Wanderlust“-Festivals inspirierten Event ist der Weg das Ziel, und zwar auf besonders lässige Weise. Statt Wettkampf und Performance steht beim „Triathlon der Achtsamkeit“ der Spaß im Vordergrund – das vermitteln unter anderem die Berliner Yogalehrerin Nina Heitmann (Ex-Deichkind), Rapper Curse, der einige Meditationssessions leitet, sowie YouTube-Yogastar Mady Morrison. Und wer nach dem Hauptprogramm noch genug Energie hat, erlebt beim Acro oder Aerial Yoga neue Höhen oder testet die Fitness beim Funktionellen Training. Für das kulinarische Angebot sorgt der„Kula Markt“: Hier kann der Tag bei einem leckeren Smoothie entspannt ausklingen.


Termine: Hamburg – 24.06.17/ München – 16.07.17/ Köln – 13.08.17/ Wien – 20.08.17/ Zürich – 27.08.17/ Berlin – 03.09.17/ Frankfurt – 10.09.17;  Early Bird Tickets: 29 Euro (39 CHF)

www.wanderlust.com/de/108s/


Foto: Diana Gerstacker

Mini Practice: Ruhe im Chaos

Gegen das Chaos im Außen hilft manchmal nur Balance im Inneren! Gerade wenn die Welt schon morgens Kopf steht, nehmen Sie sich etwas Zeit und üben Sie unsere kurze und einfache Mini Practice, um Ihre innere Mitte (wieder) zu finden.

Sicher kennen Sie das: Schon am Frühstückstisch herrscht Trubel, die Mitbewohner/Kinder besetzen das Bad, im Kalender stehen viel zu viele Termine, der Stadtverkehr kostet Nerven, Sie kommen zu spät zum Meeting, am Arbeitsplatz türmen sich Stapel, ständig klingelt das Telefon – die Liste ist endlos! Puh… Genau an einem solchen Tag empfehlen wir Ihnen dringend, sich ein paar Minuten für sich zu nehmen. Atmen Sie tief durch und üben Sie diese einfache Sequenz aus unseren Asanafinder gleich morgens oder zwischendurch – ommmmmm!

Sequenz:

1) Schneidersitz

Sitzen sie bequem und, wenn Sie mögen, auf einer gefalteten Decke oder einem Block. Schließen Sie die Augen und kommen Sie bei sich an. Lassen Sie Ihren Atem natürlich durch die Nase fließen und beobachten Sie ihn. Wie fühlt er sich an? Wie lang sind Ihre Atemzüge? Wohin fließt der Atem?
Versuchen sie nun, gleichmäßig lang ein- und auszuatmen: Sie können bis drei, fünf, acht zählen, während sie einatmen und dieselbe Zahl für die Ausatmung verwenden.

2) Katze / Kuh

Üben Sie dynamisch Katze und Kuh im Wechsel, um die Wirbelsäule zu mobilisieren und Stress zu lindern.
Atmen Sie ein und üben Sie die Kuh, atmen Sie aus und runden Sie den Rücken fließend Wirbel für Wirbel in die Katze.

3) Herabschauender Hund

Heben Sie aus dem Vierfüßlerstand die Knie, schieben Sie beide Händen gleichmäßig fest in die Matte, die Sitzknochen nach hinten und gleiten Sie in den herabschauenden Hund.

Der herabschauende Hund wirkt insgesamt beruhigend und bereitet den Körper auf die nachfolgenden Haltungen vor.

4) Hoher Ausfallschritt, Variation

Stellen Sie aus dem Hund ein Bein nach vorne zwischen die Hände, lassen Sie das Knie gebeugt und richten Sie den Rumpf auf. Strecken Sie die Arme lang neben den Ohren nach oben.

Diese Variation des hohen Ausfallschritts kräftigt nicht nur die Beine und den Rücken, durch die gehobenen Arme fordert sie zudem Ihr Gleichgewicht heraus.

5) Brett

Setzen Sie den vorderen Fuß zurück neben den hinteren und halten Sie den Körper in einer diagonalen Linie.

Das Brett kräftigt beinahe den gesamten Körper und lenkt die Aufmerksamkeit auf den Bereich, um den es in dieser Sequenz dreht: die Körpermitte.

Üben Sie anschließend den hohen Ausfallschritt auf der zweiten Seite und treten Sie dann wieder ins Brett zurück.

6) Brett auf den Unterarmen

Setzen Sie aus dem klassischen Brett die Unterarme auf den Boden, die Ellbogen befinden sich unterhalb der Schultern. Die Finger sind ineinander verschränkt.

Diese Variante des Bretts wirkt zusätzlich beruhigend und kann Ihren Stresslevel senken.

7) Seitliches Brett

Vom klassischen Brett aus folgen Sie der Anleitung für das seitliche Brett auf beiden Körperseiten. Versuchen Sie, beide Füße übereinander zu stapeln und die Hüften hoch zu halten.

Dadurch stärken Sie die tief liegende Rumpfmuskulatur und verbessern Ihr Gleichgewicht.

8) Balasana

Genießen Sie eine kurze Auszeit in Balasana, der Stellung des Kindes, und bringen Sie die Aufmerksamkeit zu Ihrem Atem zurück. Beobachten Sie, wie er ruhiger wird.

Die Kindeshaltung ist wie ein Rückzugsort – beruhigend und regenerierend.

9) Tadasana

Üben Sie die Berghaltung nach der Anleitung, um Ihre Haltung zu verbessern und Ihre Standfestigkeit zu schulen. Nehmen Sie wahr, ob Ihr Gewicht gleichmäßig auf den Fußsohlen verteilt ist und ob Sie sich in dieser Haltung zugleich stabil und leicht fühlen können.

Um sich ein wenig mehr zu fordern, schließen Sie die Augen. Diese Variation schult Ihre Balance zusätzlich.

10) Baum

Als letzte Haltung dieser Sequenz nehmen Sie den Baum auf beiden Seiten ein. Vrikshasana fördert nicht nur das Gleichgewicht, diese Asana ist auch wie ein Spiegel: Hier können Sie beobachten, wie es um Ihren Gleichmut steht, sollte es wackelig werden.
Wenn Sie wackeln und vielleicht sogar aus der Haltung kommen müssen, fragen Sie sich: Kann ich trotzdem innerlich ruhig bleiben? Eine wunderbare Übung für den Alltag!

 

Mein erstes Mal: Sonnengruß auf 2000 Metern in Gastein

Ausgestattet mit Bergschuhen, Sonnencreme, Yogamatte und einer Fließjacke spaziere ich mit einem leicht nervösen Kribbeln im Bauch zu meiner ersten Yoga-Stunde auf 2000 Metern Höhe. Dieses besondere Erlebnis, mitten in der Natur und in der frischen Bergluft Yoga zu machen, wird im Rahmen des Yogafrühlings in Gastein angeboten.

– Advertorial –

Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und habe mich gleich dazu angemeldet. Noch etwas fröstelnd komme ich schließlich um kurz vor 9 Uhr am vereinbarten Treffpunkt – der Talstation Schlossalmbahn – an. Dort erwarten mich noch etwas verschlafene, aber freundliche Gesichter.

Namasté auf der Schlossalm

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde fahren wir gemeinsam mit unserem Yoga-Lehrer Young-Ho Kim mit der Seilbahn auf die Bergstation „Kleine Scharte“. Auf 2000 Metern Höhe angekommen, küssen erste Sonnenstrahlen mein Gesicht und die frische Bergluft lässt meine Morgenmüdigkeit rasch vergehen. Umgeben von einer beeindruckenden Bergkulisse durchströmt mich ein Gefühl von Energie und zugleich Ruhe. Andere Teilnehmer atmen die Gasteiner Bergluft tief ein und strecken sich in der Sonne – bereit für unsere kleine Wanderung zum Schlossalmsee, wo unsere Yogaeinheit stattfinden wird.

Wanderung zum Schlossalmsee

Die Bergstation Schlossalmbahn, oder auch „Kleine Scharte“ genannt, ist ein beliebter Ausgangspunkt für viele Wanderungen, erklärt uns Young-Ho Kim. Ein straßenbreiter Wanderweg führt uns südwärts in Richtung Schlossalmsee. Der künstlich angelegte Speichersee ist eine Neuheit auf der Schlossalm und liefert im Winter Wasser für die Beschneiung der Skipisten. Im Sommer fügt er sich idyllisch in das Landschaftsbild ein und bietet ein herrliches Panorama über die Hohen Tauern mit dem Stubnerkogel, Zittrauertisch, Silberpfennig und dahinter das Schareck.

Ruheoase in den Gasteiner Bergen

Am Schlossalmsee angekommen, erwartet uns eine glitzernde Oase mitten in der schönen Gasteiner Bergwelt. Der Ort strahlt eine ganz besondere Kraft aus und berauscht alle meine Sinne. Frische Bergluft, duftende Bergkräuter und warme Sonnenstrahlen geben mir sofort Kraft und Energie. Erste Atemübungen lassen mich tief durchatmen und geben mir ein befreiendes Gefühl. Es wird Zeit, diesen magischen Ort mit dem Sonnengruß zu begrüßen.

Indische Tradition in Gastein

Ich habe mich im Vorhinein ein wenig schlau gemacht und konnte erfahren, dass der Sonnengruß oder auch Surya Namaskar, die Mutter aller Yoga Asanas ist. Surya ist der Name des Sonnengottes und der Sonnengruß war und ist noch immer ein Gebet an die Sonne. Früher wurde er in Indien morgens mit dem Blick in Richtung Sonne praktiziert. Der Sonnengruß eignet sich besonders als morgendliches Wake-up Programm, da er sich langsam beginnen lässt, allmählich steigert und den Körper sanft aus seiner morgendlichen Steifheit erweckt. Die haben wir inzwischen durch unsere kleine Morgenwanderung zwar schon abgelegt, wir können es jedoch kaum erwarten mit unserer Einheit unter freiem, strahlend blauen Himmel zu beginnen.

Einführung Sonnengruß

Bevor wir loslegen, erhalten wir eine kurze theoretische Einführung. Ich erfahre, dass der klassische Sonnengruß aus zwölf Yogastellungen (Asanas) besteht, deren Abfolge ineinander fließt. In der Regel wird das Ganze zwölf Mal wiederholt oder ein Vielfaches davon. Dabei ist es wichtig, dass die Abfolge der Positionen entweder im Fluss des eigenen Atmens erfolgt oder für fünf Atemzüge gehalten wird. Deshalb machen wir zu Beginn einige
Atemübungen. Das klingt zwar einfach, ist jedoch für Anfänger wie mich gar nicht so leicht. Denn seinen eigenen Atemrhythmus zu finden oder ihn zu halten und zugleich seinen Körper und Geist in Einklang zu bringen, bedarf einiges an Konzentration und bewusster Selbstwahrnehmung.

Wir begrüßen die Gasteiner Bergwelt

Nachdem wir die Atemübungen abgeschlossen haben, startet unser Yoga-Lehrer mit der ersten Position, dem aufrechten Stand oder auch Tadasana genannt. Mein Atem muss tief sein und ich muss dabei gerade und gespannt stehen. Darauf folgt die zweite Position, bei der meine Handflächen über den Kopf zueinander schauen und mein Blick gegen den blauen Himmel gerichtet ist. Dabei spüre ich, wie sich Brustkorb und Kehle öffnen und Energie durch meinen Körper fließt.

Danach folgen Pada Hastasana (die stehende Vorwärtsbeuge), die Sprinter-Stellung und der nach unten schauende Hund oder auch Adho Mukha Svanasana genannt. Schnell merke ich, wie sich meine Muskeln lockern und meine Bänder sanft gedehnt werden.

Die sechste Position, die Bretthaltung, fordert mich besonders heraus. Sie ist auch bekannt als schiefe Ebene, dabei liegt der Fokus vor allem auf der Körperspannung. Zugleich soll ich tief einatmen und den Atem anhalten. Die Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu finden, fällt mir gar nicht so leicht. Dafür kommt mein Herz-und Kreislaufsystem so langsam richtig in Schwung. Bei der siebten Position atme ich aus und lege meine Knie, Brust und Stirn sanft auf den Boden ab, bevor ich mich in die achte Position, die Kobra, begebe. Nun lege ich auch mein Becken ab, spanne mein Gesäß an und richte meinen Rumpf leicht auf. Dabei ist mein Blick auf den Schlossalmsee gerichtet, in dem sich die Berge Gasteins wunderschön spiegeln.

Innerliche Ruhe macht sich in mir breit. Anschließend folgen Position neun, zehn und elf, die identisch zu den Übungen fünf, vier und drei sind. Bei der zwölften und zugleich abschließenden Position kehre ich wieder in den geraden Stand zurück.

Meditation und Reflexion

Wir wiederholen das Ganze insgesamt zwölfmal. Eine Abfolge der Positionen, sprich ein Sonnengruß, dauert ca. drei Minuten. Nach der Zeit fällt es mir leichter, die Übungen im Fluss meines Atmens zu machen und die ständige Wiederholung des Sonnengrußes versetzt mich in einen angenehmen, meditativen Zustand. Mein Körper ist trotz der körperlichen Anstrengung entspannt. Nach der Yogaeinheit fühle ich mich ausgeglichen und zugleich voller Energie.

Harmonie in atemberaubender Kulisse

Es ist ein besonderes Gefühl, den Sonnengruß in den Gasteiner Bergen, wo man der Sonne wohl am nächsten ist, zu praktizieren. Yoga unter freiem Himmel, auf 2000 Metern zu machen, begeistert nicht nur Anfänger wie mich, sondern auch richtige Yogis. Es ist ein intensives und einzigartiges Erlebnis, das sich Besucher der Gasteiner Yogatage nicht entgehen lassen sollten.

Tipp: Wer danach noch einmal bewusst die bezaubernde Bergkulisse von Gastein bestaunen oder die frische Luft einatmen möchte, hat die Möglichkeit, im Bergrestaurant „Kleine Scharte“ eine große Tasse Tee oder Kaffee auf der herrlichen Sonnenterrasse, die einen traumhaften Panoramablick bietet, zu genießen.