Atmung des Herzens: Peter Hoeg im Interview

Foto: Isolde Ohlbaum (Ausgabe 2/ 2016)
Foto: Isolde Ohlbaum

Mit „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ ist der dänische Bestseller-Autor Peter Høeg weltberühmt geworden. Seine letzten beiden Bücher „Die Kinder der Elefantenhüter“ (2010) und „Der Susan-Effekt“ (2015) spiegeln sein langjähriges Interesse an Spiritualität. Ein Gespräch über Körperarbeit, Empathie und Bücher als geschriebene Träume.

YJ: Peter, dein Roman „Die Kinder der Elefantenhüter“ steht auf meiner persönlichen Liste sehr weit oben. Ich erinnere mich beim Lesen an eine besondere Wahrnehmung: Ich habe immer etwas anderes erwartet als das, was am Ende passierte – und das sogar innerhalb einzelner Sätze. Spiegelt das deine besondere Art zu denken?
PH: Das war auf jeden Fall meine Ambition bei dieser Arbeit. Ich betrachte Schreiben als Meditation, als Akt der Achtsamkeit und Erwachtheit, in der solche Sätze entstehen können. Man fängt an einer bestimmten Stelle auf gewisse Weise an und beobachtet dann, was sich verändert.

Ich habe den Roman immer langsamer gelesen. Bei anderen Büchern drängt es mich gegen Ende zur Lösung, hier war bereits der Weg voll davon. Jede Figur und jede Handlung transformiert sich: Harmonie entsteht, Personen erkennen das Positive im Unglück, inneres Wachstum wird unterstützt… für mich eine Herzmeditation.
Das ist für mich die genaueste Beschreibung, die ich bisher von „Die Kinder der Elefanten­hüter“ erhalten habe und mein tiefster Wunsch für das Buch. Ich selbst habe es nie so bezeichnet, weil ich „Herzmeditation“ als großes Wort empfinde. Ich will es anderen überlassen, es eventuell zu erspüren. Am Anfang des Projekts stand mein Freund Michael Krüger, der frühere Chef des Hanser Verlags. Er sagte: „Ich habe Hans Magnus Enzensberger zu einem Kinderbuch über Mathematik überredet, Per Olov Enquist zu einem Werk über das Wandern mit seinen Enkeln. Du hast dich dein ganzes Leben mit Meditation beschäftigt, jetzt schreibe du bitte für Kinder über Spiritualität.“ Ich habe also zum ersten Mal in meinem Leben etwas auf Bestellung geschrieben. Ich wollte auf jeden Fall altersübergreifend schreiben und träumte von einem Buch, das in der Familie vorgelesen werden sollte. Es sollte eine Qualität der Herzlichkeit spiegeln, das Wegfallen von Vorurteilen und die Möglichkeit, Erlebnisse in Harmonie zu verwandeln.

Dadurch, dass sich hier Teenager mit Spiritualität beschäftigen, erhält die oft strapazierte esoterische Terminologie eine andere Frische. Es entsteht ein anderer Blickwinkel, der vielen Menschen in der so genannten „Szene“ gut tun würde. Welchen Zusammenhang gibt es zu deiner aktuellen Arbeit?
Mit meinem Freund und Lehrer Jesper Juul, der Psychologin Helle Jensen, dem Meditationslehrer Jes Bertelsen und anderen habe ich in Dänemark die „Gesellschaft zur Förderung der Lebensweisheit von Kindern“ gegründet. Mit ihr bieten wir in Deutschland auf Basis der Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (MBSR) ein Empathie-Training für Pädagogen an. In Dänemark wird die Ausbildung staatlich unterstützt und bereits erfolgreich in der Lehrerausbildung eingesetzt. Wir empfehlen bereits Lehramtsstudenten 20 Minuten Meditation am Tag.

Was bedeutet für dich „Spiritualität“?
Mich interessiert, wie man im Westen eine nicht-religiöse, undogmatische Spiritualität etablieren kann. Ich wohne in einer gleichzeitig meditativen und weltoffenen Gemeinschaft, die vom tibetischen Buddhismus inspiriert ist. Ich bin kein Buddhist, aber praktiziere Dzogchen. Diesen Weg der Selbstbefreiung kann man meiner Meinung nach sehr gut ohne religiöse Zugehörigkeit üben, da er fast ohne Glaubensvorstellung funktioniert. Ich bin kein Glaubensmensch, sondern sehe mich als Praktiker und Freidenker. In meiner Arbeit versuche ich, gemeinsame Gesetze aller großen spirituellen Traditionen in einen Zusammenhang von Empathie und Achtsamkeit zu bringen und in modernen, nicht doktrinären Formen an der Schule anzuwenden. Dazu haben wir ein Ausbildungsprogramm mit viel Körperarbeit, Meditation und Yoga entwickelt.

Liest du deinen vier Kindern regelmäßig vor?
Ja, aber nicht meine eigenen Bücher, gerne Astrid Lindgren. Oft erzähle ich ihnen auch spontane Geschichten, zu denen sie mir Stichpunkte geben.

In deinem aktuellen Roman „Der Susan-Effekt“ geht es um eine Figur, die durch ihre bloße Gegenwart andere zu absoluter Aufrichtigkeit inspiriert. Dabei ist sie vollkommen von Empathie durchdrungen. Es drängt sich der Gedanke auf, dass man Empathie anderen nicht entgegenbringen kann, wenn man nicht bei sich selbst sein kann.
Susan ist wie alle Menschen ein komplexes Gebilde: Sie hat sehr liebevolle und warmherzige Qualitäten, aber auch traumatisierende Gewalt erlebt. Vollkommene Empathie und konstante Herzöffnung der Welt gegenüber sind selten, eher können wir unser Herz gemäß seiner natürlichen Atmung teilweise öffnen.
Man sollte ein Buch also nicht mit der Wirklichkeit verwechseln. Wenn ich selbst versuche, Empathie zu üben, wähle ich nicht den Weg des Schreibens, sondern den Kontakt zu Menschen. Da dort aber die Gesetze von Freundlichkeit und einer gewissen Normalität zu respektieren sind, wähle ich Bücher, um spielerischer, extremer agieren zu können.

Und in welcher Weise hast du das im „Susan-Effekt“ getan?
Den „Susan-Effekt“ sehe ich als Form von Meditation, noch tiefer als die bei „Die Kinder der Elefantenhüter“. Eigentlich möchte ich in meinen Büchern keine Einzelpersonen mehr sehen, sondern eine bestimmte Stimmung, einen Sprachton, so dass die Geschichte insgesamt wie ein Traum ist – genau wie wir als Menschen nicht nur Träume haben, sondern alles sind, was in diesen Träumen vorkommt.

Bietest du also mit jedem Buch einen Traum an, den man mit dir träumen kann?
Für mich sind Bücher für die Gesellschaft das, was Träume für den Einzelnen sind.

Also ein Produkt des Unbewussten? Oder der schöpferischen Fantasie?
Im Gegenteil. Viele glauben, dass Bücher nur mit Gedanken, Intellekt und Intution geschrieben sind. Für mich ist der Entstehungsprozess eines Buches aber an erster Stelle sehr körperlich. Deshalb ist Körperarbeit – Sport, Tanz, Yoga – auch ein großer Teil meines Lebens.

In deinen Geschichten gibt es oft Menschen, deren Fähigkeiten über das Normale hinausgehen. Ist das ein Stilmittel für deine Buchträume? Der Wegfall von Alltäglichkeit kann auch Distanz schaffen.
Für mich geht es immer um den Kontakt zwischen Buch und Leser, der verschiedene Gefühle auslösen kann. Die Frage lautet: Was ist mein persönlicher Teil davon und was bleibt beim Buch? Der Autor ist für den Inhalt verantwortlich, der Leser für seine Reaktion. Es gibt eigentlich kein „Buch“, nur Lesarten. Wenn ich selbst lese, brauche ich nicht unbedingt die Identifikation mit einer Figur, ich will ins Buch und mit dem Buch leben. Daher lebe ich gerne in Shakespeares Welt, wo es fast ausschließlich Narren, Könige und Schurken gibt, aber auch im grauen deutschen Alltag in Margarethe von Trottas Filmen. Bücher bieten Möglichkeiten an, sprachliche Welten zu leben. Ich verwende gerne Archetypen und Extreme, aber ich versuche immer, sie so menschlich wie möglich darzustellen. Fräulein Smilla und Susan sind traumatisierte Frauen mit Alltagsproblemen und außergewöhnlichen Talenten. Ich bin überzeugt, dass die Alltagswelt mit weitaus mehr Extremen ausgerüstet ist, als man denkt.

Peter Høegs Romane „Die Kinder der Elefantenhüter” und „Der Susan-Effekt” sind im Hanser Verlag erschienen. Unter anderem mit dem international beliebten und anerkannten Familientherapeuten Jesper Juul hat er im Beltz Verlag den Ratgeber „Miteinander: Wie Empathie Kinder stark macht” veröffentlicht. Ihr internationales Empathie-Training für pädagogische Fachkräfte und Interessierte wird über das Deutsch-Dänische Institut für Familientherapie in Brandenburg angeboten. Mehr unter www.ddif.de

 

Gastautor Berthold Henseler arbeitet als Yoga- und Meditationslehrer sowie Bodyworker. Mit Patrick Broome ist er Autor des im Ullstein Verlag erschienen Buches „Mit Yoga leben“.

 

 


Titelfoto: Isolde Ohlbaum

NEUE WEGE

Yoga auf Reisen

Ein idyllischer Ort, nette Mitmenschen und entspannte Yogastunden – NEUE WEGE verbindet „Urlaub mit Üben“ und schafft dafür einzigartige Plätze in Europa und Asien. Mit einem wachen Auge auf die Qualität und ein harmonisches Miteinander finden sich die unterschiedlichsten Menschen auf den Yogareisen zusammen und werden durch das gemeinsame Yoga-Üben vereint. Im Laufe der Jahre ist das Portfolio an verschiedenen Yoga-Stilen kontinuierlich gewachsen und könnte größer nicht sein. Lassen Sie sich überraschen, welchen Yoga-Stil wir Ihnen heute auf die YogaWorld nach Stuttgart mitgebracht haben!

 

 

Der Darm als Sitz unserer Gesundheit

In der Rush-Hour ist auf der Überholspur zur Gesundheit – unserem Darm – einiges los. Hier tummelt sich alles, was Rang und Namen hat: Mikroben, „gute“ Bakterien, „schlechte“ Bakterien, „namenlose“ Bakterien. Doch eins ist sicher: Der Darm freut sich gerade beim Thema Entgiftung über tatkräftige Unterstützung.

Der Darm ist eines der komplexesten und sagenumwobensten Organe in unserem Körper: Zwei Drittel des Immunsystems werden vom Darm gebildet, er spaltet Nahrung auf und produziert mehr als 20 Hormone. Er bietet uns so viel Fläche wie nur möglich auf kleinstem Raum, damit wir Nahrung extrem verkleinern können, so dass sie verwertbar und zu einem Teil von uns wird. Riesige Stücke Eiweiß, Fett und Kohlen­hydrate werden hier aufgelöst. Durch die Darmwand gelangen abermilliarden energiereicher Moleküle in unser Blut.

Frühjahrsputz im Darm stärkt das Immunsystem

Ist der Darm zum Beispiel verschlackt, werden Nährstoffe nicht richtig aufgenommen. Dadurch können trotz einer ausgewogenen und gesunden Ernährung Mangelerscheinungen auftreten. Wenn die gesunde Darmflora geschädigt ist, wie es zum Beispiel durch eine Antibiotikaeinnahme leicht passieren kann, machen sich Pilze und Bakterien breit, die für Angstzustände, Depressionen und Übergewicht verantwortlich sein können. Der Einfluss des Darms auf das Gehirn ist ein relativ neuer Forschungszweig mit spannenden Ergebnissen. Eins ist klar: Ein gesunder Darm unterstützt unser Immunsystem und unser Wohlbefinden – den Darm zu pflegen ist also ein sinnvolle wenn nicht sogar notwendige Angelegenehit. Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung genauso wie die Darmreinigung. Basti, der traditionell ayurvedische Einlauf, Darmspülung und Colon-Hydro-Therapie sind nur einige der Möglichkeiten, die dem Darm helfen, seine guten Funktionenen aufrecht zu erhalten.


Foto: www.pixabay.com

Asana ausführlich: das Kamel

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Mehr Herz als Verstand: Im Kamel darf man den Kopf ruhig ausschalten und sich zu Herzlichkeit inspirieren lassen – das Gefühlszentrum öffnet sich in dieser knienden Rückwärtsbeuge fast von alleine. 

Wer das Kamel übt, der kniet (wie es der Namens­geber der Pose manchmal tut) auf den Schienbeinen am Boden. Das Brustbein wird zum Himmel gehoben, die empfindsame Vorderseite des Körpers vertrauensvoll geöffnet. Anstatt mit beiden Füßen fest auf der Erde zu stehen und zuversichtlich nach vorne zu schauen, entscheiden wir uns, in die Knie zu gehen und den Kopf in den Nacken zu legen. Nicht wissend, was uns erwartet. Um ein kraftvolles, leidenschaftliches Kamel zu praktizieren, braucht es etwas von allem: Neugier und Mut, Selbstvertrauen, Entschlossenheit, Hingabe, Achtsamkeit, dazu äußere Anspannung und innere Einkehr, manchmal ein bisschen Kühnheit, immer jedoch die Bereitschaft, (wenn auch nur kurz) das Herz über den Verstand siegen zu lassen.

Bringt Vorder- und Rückseite des Körpers ins Gleichgwicht

Als symmetrisch ausgeführte Übung ermöglicht es das Kamel, sich auf den Körper als Ganzes zu konzentrieren. Beide Körperhälften werden gleichermaßen gedehnt, gekräftigt und beansprucht. Als Rückwärtsbeuge kann die Asana Abhilfe schaffen bei einem Ungleichgewicht zwischen Körpervorder- und -rückseite. Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, oft auf sein Mobiltelefon schaut, oder sich ständig vornüberbeugt, der braucht mit Sicherheit die herz-, schulter- und brustöffnende Wirkung.

Das Kamel bietet für Fortgeschrittene genau so viele Herausforderungen wie für Anfänger. Zu Beginn fordert es dazu auf, sich zu erden, ohne dafür die Füße oder Sitzknochen nutzen zu können. Im Knien fühlt man kaum den Untergrund, aber trotzdem setzt ein starkes Kamel eine standfeste Basis voraus. Dazu kommt: Im Kamel versuchen wir, das Herz dem Himmel anzunähern, dürfen aber nicht auf unsere gesamte Körpergröße zurückgreifen. Nach hinten, dort wohin die Reise geht, können wir nicht sehen. Man begibt sich also ein bisschen ins Ungewisse – und genau das macht das Kamel so spannend. Es verlangt den Übenden einiges ab, gibt aber dann zurück, was wir dringend brauchen: ein offenes Herz, einen freien Geist, tiefen Atem und die Erkenntnis, dass es auch rückwärts vorangehen kann.

In unserem Asanafinder finden Sie viele weitere Yoga-Haltungen – ausführlich erklärt und mit Inspirationen für Ihre eigene Sequenz zu Hause.

Gastautorin Katja HolzeiKATJA HOLZHEI unterrichtet Yoga und schreibt darüber. Seit 2006 in Werbung und Journalismus tätig, entdeckte sie im selben Jahr Yoga für sich. Die „Klassiker“ brachten sie in ihre erste Klasse: Rückenprobleme, ein bisschen Neugier und die Empfehlung einer Freundin. Nach ein paar Stunden stand für sie fest, dass sie selber unterrichten möchte. Ihr erstes Training im Herbst 2007 zertifizierte sie zur Bikram-Yogalehrerin. 2008 und 2009 folgten Ausbildungen bei Spirit Yoga Berlin und schließlich 2014 ein Training zur Thai-Yoga-Therapeutin in Kanada, wo Katja inzwischen lebt und Vollzeit als Yogalehrerin und Yogalehrer-Coach arbeitet. www.neuland-yoga.com

Den Affenzirkus im Kopf bändigen

Yoga Travel, Yogabija, Portugal, Westalgarve, Fun,Yvonne Schmedemann

Sobald der „Monkey Mind“ aus dem Winterschlaf erwacht, gibt man ihm am besten Sonne, Meer und jede Menge Sandkörner, die er in Ruhe zählen kann. Ein Yogaretreat im Naturpark Costa Vicentina, dem südlichen Alentejo in Portugal, scheint da genau das Richtige zu sein.

Hier beginnt der Tag mit dem Rauschen des Ozeans. Das Haus am Meer, in dem Daniel und Annette von yogabija ihre Ashtanga Yoga und SuperWholefood-Retreats anbieten, liegt inmitten von Zistrosen und Korkeichen. Schon der Weg zum Haus ist ein kleines Abenteuer und verspricht absolute Abgeschiedenheit. “Bija” bedeutet auf Sanskrit “Samen”; den kann man an diesem Ort ganz wunderbar in sich pflanzen und in der Stille der Yogapraxis beobachten, was daraus entsteht. In Annettes Unterricht fühlt man sich jederzeit aufgehoben. Einfühlsam bietet sie durch sanfte Hands-on-Adjustments und ihre mehr als 16-jährigen Unterrichtserfahrung gerade Ashtanga-Neulingen die Möglichkeit, sich auf den Mysore-Stil einzulassen. Da verschwinden im Nu alle Bedenken, die man vielleicht als Anfänger der Ashtanga-Praxis entgegenbringt.

Das Schöne ist, dass Schüler jedes Levels hier ihre persönliche Herausforderung finden. Daniel bereichert die Stunden mit seinem Hintergrundwissen der Yogaphilosophie und seiner Ausbildung in der Yogatradition von T. Krishnamacharya. Nach der morgendlichen Yogastunde und dem SuperWholefood-Frühstück kann man es sich dann auch noch mal richtig gutgehen lassen und eine Massage vom ausgebildeten Massagetherapeuten Daniel genießen. Erstaunlich ist auch, dass das reichhaltige Superfood-Frühstück trotz der fordernden Yogapraxis am Morgen und der theoretischen Einheit am Nachmittag bis zum Abendessen vollkommen ausreicht. Bei langen Spaziergängen am Meer und entlang der einsamen Bucht kann man super die Zeit vergessen und alles auf sich wirken lassen. Da hat der „Monkey Mind“ dann einfach mal Sendepause.

Yogabija: www.yogabija.eu

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Termine 2017

15.-21. April, Yoga & Mindfulness Retreat
13.-19. Mai, Ashtanga Yoga & SuperWholefoods Retreat
20.-26. Mai, Ashtanga Yoga & SuperWholefoods Retreat
03.-09. Juni, Ashtanga Yoga & SuperWholefoods Retreat
10.-16. Juni, Ashtanga Yoga & SuperWholefoods Retreat

Hier gibt es weitere Termine.


Fotos: Yvonne Schmedemann

Jürgen Laske

Jürgen ‚Adarsh Singh‘ Laske ist seit 1999 Kundalini-Yogalehrer, hat 20 Jahre in Asien gelebt und viele Jahre in Shanghai und Hong Kong unterrichtet. Er arbeitet als Geschäftsführer der Bausinger Yogamanufaktur und schlägt die Brücke als Yogalehrer mit einem ganz pragmatischen Leben als Familienvater, Firmeninhaber und Weltreisender.

Vortrag: „Moderne Nachhaltigkeit nach GWÖ – Gemeinwohl-Ökonomie“

Gemeinwohl-Ökonomie ist in aller Munde, doch worum geht es da genau? Im Laufe des Vortrages wird der Bogen geschlagen von aktuellen Problemen unserer Erde über die Gesellschaftstheorien von Aristoteles hin zur Gemeinwohl-Bilanz als machtvolles und ganzheitliches Werkzeug für nachhaltig agierende Selbstständige, Unternehmen, Gemeinden und Konzerne.

Mehr zu Jürgen auf bausinger.de , facebook.com/bausinger.de oder auf Instagram @bausingeryogamanufaktur


Jürgen Laske auf der YogaWorld 2025 in Stuttgart:

Sonntag, 27. April  // 16:00 – 16:30 Uhr // Vortrag: Moderne Nachhaltigkeit nach GWÖ – Gemeinwohl-Ökonomie // Vortragsbühne


Jürgen Laske war auch in unserem YogaWorld Podcast zu Gast. Höre dir hier die Folge an:

Nico Rittenau

Niko Rittenau ist studierter Ernährungsberater mit dem Fokus auf pflanzliche Ernährung aus Berlin. Er kombiniert seine Fähigkeiten als ausgebildeter Koch mit dem Ernährungswissen seiner akademischen Laufbahn um Innovationen zu kreieren, bei denen guter Geschmack auf Gesundheitsbewusstsein und nachhaltigen Konsum trifft. Er zeigt in Vorträgen und Seminaren seine Version von bedarfsgerechter Ernährung für eine wachsende Weltbevölkerung und fördert die Achtsamkeit gegenüber hochwertigen Lebensmitteln. Als Ernährungsberater motiviert er zu gesundem, pflanzenbetontem Essverhalten, indem er Fachwissen lebendig und praxisnah vermittelt.

In seinen beiden Vorträgen auf der YogaWorld gibt er einen Einblick in das große Feld der Ernährungswissenschaft und klärt Mythen und falsche Ernährungstrends auf. Am Samstag klärt er im gleichnamigen Vortrag zu seinem kommenden Buch „Vegan-Klischee ade!“ die häufigsten Irrtümer über vegane Ernährung wissenschaftlich auf. Er widmet sich kritischen Nährstoffen wie Vitamin B12, Eisen, Calcium, Jod und weiteren und zeigt, wie man diese einfach rein pflanzlich deckt. Am Sonntag widmet er sich aktuellen Ernährungstrends und nimmt diese kritisch unter die Lupe. Ist es sinnvoll, dem Vorbild der Steinzeiternährung zu folgen oder im Rahmen einer „Low Carb-Ernährung sämtliche Kohlenhydrate zu reduzieren und ist „Low Fat“ wirklich der Weg zum Idealgewicht? Diese und weitere spannende Themen erklärt Niko in seinen beiden Vorträgen.


Nico Rittenau auf der YogaWorld 2019 in München:

coming soon…


 

Montags-Mantra: Authentizität und Fasching

Helau, Alaaf und überhaupt – wir sind am Höhepunkt der Karnevalszeit. Einmal im Jahr tauschen viele ihre normalen Klamotten und Rollen und lassen es ordentlich krachen mit ihrem kostümierten Ich. Nach dem Kater kehrt dann wieder der Alltag ein. Bei vielen Menschen geht es darin nahtlos mit dem Fasching weiter: Job, Partner, Freizeitunterhaltung – für die eigenen Vorstellungen von Leben und Erfolg müssen sie sich verstellen. Häufig ist das Leben davon geleitet, vermeintliche Ansprüche zu erfüllen, Schwierigkeiten auszuweichen und in Ängsten zu verharren. Das ist ein schweres Kostüm! Dann vielleicht doch lieber ab und an bewusst die Rolle wechseln und danach wieder zu sich selbst zurückkehren! Denn:

Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht. Dass ich aber, sobald ich lebe, wirklich lebe, das hängt von mir ab – Seneca

Eine schöne Faschings-Woche an alle!