Susanne Klaus

Susanne Klaus, geb. 1969 in Köln

Ist Lach-Yoga Lehrerin und Lach-Yoga Business Trainerin, Yoga-Lehrerin und im Ursprung gelernte Betriebswirtin. Sie gründete im Mai 2004 die Stuttgarter Lachschule.

Sie praktiziert somit seit über zehn Jahren Lach-Yoga und ist überall dort in der Region Stuttgart zu finden, wenn es um das Thema Lachen und Gesundheit sowie das Erleben von positiven Emotionen im Alltag und Berufsleben geht.

Ihren ursprünglichen Beruf als Betriebswirtin in Führungspositionen der Bereiche Personal und Finanzen hat sie letztendlich vom Lach-Virus infiziert Mitte 2011 komplett an den Nagel gehängt.

Ihr Angebot finden Sie unter www.stuttgarter-lachschule.de

Facebook: www.facebook.com/susanne.klaus.39

Marc Fenner

YogiCoach Marc Fenner wurde das erste Mal im Jahr 2006 von Swami Prakashananda durch Yoga Nidra geführt. Seitdem ist Yoga Nidra und sein persönliches Sankalpa ein fester Bestandteil seines Lebens und persönlichen Entwicklung auf dem Yogaweg geworden. So bietet Marc seit vielen Jahren Yoga Nidra Workshops, aber auch Yoga Nidra Aus- und Weiterbildungen an.

Weitere Infos unter: www.YogaNidraAusbildung.de und www.yoganidraacademy.de

Yoga Nidra – die Expedition nach innen, zu Dir!

Erlebe Yoga Nidra, die alte tantrische Tiefen-Entspannung und Meditation kennen, welche sich an den 8 Stufen von Patanjali orientiert. Finde Dein Sankalpa, und lasse Dich mit Yoga Nidra von dem äußeren Yoga Weg hin zum inneren Yoga Weg führen. Nach einer Runde Yoga Nidra fühlst Du Dich dann bestimmt wieder voller Kraft und Energie für den weiteren Tag auf der Yoga World! 


Marc Fenner auf der Yoga- und VeganWorld 2024 in Stuttgart:

Freitag, 5. April // 11:15 – 12:00 Uhr // Erlebe Yoga Nidra auf dem Pfad von Patanjali // Vishnu Yogaspace

Samstag, 6. April // 14:15 – 15:00 Uhr // Finde Dein Sankalpa mit Yoga Nidra // Vishnu Yogaspace

Sonntag, 7. April // 13:15 – 14:00 Uhr // Yoga Nidra – die Expedition nach innen – zu Dir // Vishnu Yogaspace



Yoga besteht nicht nur aus Yoga

Der Schein trügt: Yoga findet nicht im luftleeren Raum statt und es erschöpft sich nicht in einer privaten Nabelschau, meint unser Autor Michi Kern.

Ist Yoga Selbstzweck oder Werkzeug zum Erreichen persönlicher Ziele?
Geht es um die eigene Gesundheit und das große Glück oder stehen Erleuchtung und die Verbindung zu Gott am Ende des Weges? Oder ist Yoga gar ein holistischer Ansatz, der eine gesellschaftliche Dimension hat? Zehn Jahre nach seinem Durchbruch ist Yoga zwar in der Mitte der Gesellschaft angekommen, doch es scheint noch nicht klar zu sein, wohin die Reise geht.

Gesundheit und Glück als Selbstzweck
Nicht zu leugnen ist, dass die stetig wachsende Yogabewegung vom Überfluss und Überdruss in den westlichen Gesellschaften profitiert. Wohin mit unserer Zeit, mit dem Geld, dem Frust und uns selbst? Es droht ein Sinnvakuum. Dabei ist es natürlich und legitim, gewonnene Freiheiten und Freizeiten und auch den Wohlstand zu nutzen, um sich neu zu orientieren. Der verräterische Originalton von einer  Münchener Cocktailparty dazu lautete: „Mein Yogalehrer ist mir inzwischen genauso wichtig wie mein Friseur.“ Wenn wir dann gesund und zufrieden, ruhig und ausgeglichen sind, unseren Körper, Geist und Atem unter Kontrolle haben, stellt sich die Frage erneut: Was soll ich tun? Man könnte auch  provozierend fragen: Wozu die Gesundheit und das ganze Glück?

Yoga als Werkzeug
Es gibt Schüler, die kommen nur ins Studio, wenn es ihnen emotional oder körperlich schlecht geht. Sobald die Situation (mit oder ohne Yoga) bereinigt ist, verschwinden sie wieder für die nächsten
zwei Jahre. Eine Schülerin sagte zu uns: „Warum Yoga? Ich hab‘ doch jetzt einen Freund.“ Dieser Pragmatismus ist erfrischend. Hier ist Yoga also ganz klar ein Werkzeug. Auch viele traditionellere Yogis würden das unterschreiben. Ihre hehren Ziele sind zwar Selbsterkenntnis oder tiefe Gotteserfahrung; trotzdem bleibt Yoga in beiden Fällen Mittel zum Zweck.

Im besten Fall wird Yoga demnach die Kapazitäten und Fähigkeiten schaffen, um die Dinge zu tun, die man wirklich tun will. Zufriedenheit und Gesundheit versetzen uns in die Lage, besonders unbeschwert zu handeln. Das persönliche „Glück“ ist jedoch nicht der Endpunkt der Bemühungen, sondern der Ausgangspunkt, von dem aus wir durchstarten – nicht das Ende einer irgendwie verunglückten Vergangenheit, sondern der Beginn einer sinnerfüllten Zukunft. Nach allem, was wir über die Verbreitung des Yoga wissen, ging es den großen Lehrern der Neuzeit, die ihre Schüler in den Westen geschickt haben, nicht darum, uns eine weltentrückte Askese näherzubringen. Sie verstanden Yoga im Gegenteil als Möglichkeit, den Einzelnen zu „heilen“, um gesellschaftlich und gemeinschaftlich zu wirken – ja eigentlich um die Welt zu retten, die schon den Alten als extrem gefährdet galt. Nur deswegen hat man Yoga vom Status einer Geheimlehre befreit und wollte es allgemein zugänglich machen.

Dieses Yoga erschöpft sich bei weitem nicht in der privaten Nabelschau. Die Kritik an der eigenen Lebensführung ist hier die Voraussetzung einer neuen Autonomie, mit der der Yogi nicht isoliert
in einem heilen, esoterisch verbrämten Paralleluniversum leben möchte, sondern ganz ausdrücklich mit der Wirklichkeit in Berührung stehen will. Das führt fast zwangsläufig zu Einmischungen und Einsprüchen, zu einem irgendwie gearteten Engagement, egal ob das nun sehr öffentlich oder auf einen kleineren Kreis beschränkt ist. Dabei rückt vieles von dem, was bisher wichtig und dringend war, in den Hintergrund, die Prioritäten verschieben sich.

Empathisch Leben
Offenbar ist Yoga kein gänzlich neutrales Werkzeug, sondern es fördert eine bestimmte Lebensweise, unsere Empathie, das Interesse und die Behutsamkeit gegenüber anderen. Anders gesagt: Man kann Yoga nicht von seinen Grundideen, wie zum Beispiel einer gewaltfreien Lebensform, zurückhaltendem Konsum oder sozialem Interesse abkoppeln. Unsere Asana-Praxis hat sich jedoch verselbstständigt. Sie existiert immer stärker isoliert von einem weiteren Erkenntnisinteresse oder den gesellschaftlichen Zielen von Yoga. Gesundheit und persönliches Glück haben ihren Wert in sich. Aber wirklichen Sinn ergeben sie erst in einem weiteren Kontext, in dem auch andere vorkommen. Insofern besteht Yoga nicht nur aus unserem Yoga im engeren Sinn, sondern vor allem auch in seiner Anwendung und Wirkung auf die Mitwelt im allerweitesten Sinn, den wir uns nur vorstellen können.


Der Autor Michi Kern lebt und unterrichtet als Jivamukti-Yoga-Aktivist in München. Neben Yogastudios betreibt er diverse Clubs sowie Restaurants und studiert Philosophie.

Montags-Mantra: Erfahrungsweg vs. Glücksratgeber

Unser heutiges Montags-Mantra widmen wir dem individuellen Erfahrungsweg. Denn:

„Es ist besser, sich von Erfahrungen als von Zielen leiten zu lassen.“

Martin Walser


In der Yoga-Journal-Redaktion bekommen wir immer wieder die neuesten Ratgeber zum Thema „Glück“ und „Erleuchtung“. Da erhält man jede Menge Tipps für ein „wunderbares Leben“. In nur wenigen Schritten gelangen wir damit angeblich zum Ziel – dorthin, wo wir unbeschwert, zufrieden und glücklich im Einklang mit allem leben können. Seufz! Wenn das so einfach wäre. Zum Glück sind wir alle so unterschiedlich, dass es gar kein Patent-Rezept geben kann – und Glücks-Ratgeber eher als Erfahrungsberichte gelesen werden können.

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DVD-Tipp: Achtsamkeit für mehr Gelassenheit im Leben

Stress ade, Ruhe ahoi! Der Alltag steckt voller Tücken, die einen schnell aus dem Gleichgewicht bringen können. Da ist es von Vorteil, einige Methoden zu kennen, die Balance und Stabilität aufbauen, um sich für Herausforderungen zu wappnen. Die Zusammenstellung Stress reduzierender Yoga- und Meditationssequenzen mit den Yogagrößen Anna Trökes, Petra Orzech, Kim Steeb, Kathleen Kloss und Veronika Freitag macht die DVD „Achtsamkeit für mehr Gelassenheit im Leben“ regelrecht zu einer Burnout-Prävention. Je nach Bedürfnis kann man zwischen drei ca. 30-minütigen Yogasequenzen wählen, die sich alle mit der Reduzierung von Stress beschäftigen – und damit, „die eigene Mitte“ zu finden.

Im Video „Yoga für innere Balance“ mit Veronika Freitag liegt der Fokus auf dem Gleichgewicht zwischen Anspannung und Loslassen. Mit einem leichten Flow und tiefem Atem landet man am Ende in einer schönen sanften Entspannung. Kathleen Kloss hilft einem dabei, beim „Anti-Stress-Yoga“ mit der Wechselatmung runterzufahren und gleichzeitig die Sonnenenergie zu aktivieren. Den Stress ausatmen und neue Kraft einatmen, sich dabei nicht fordern, sondern weich werden – das ist die Devise.

Anna Trökes‘ „Atem-Yoga“ schließt als dritte Sequenz mit einfachen Übungen an, durch die die Wahrnehmung für die Atmung geschärft wird. So entsteht mehr Raum. Mit sanfter Stimme geführte Meditationen runden die Komplett-Entspannung ab. Das Bonusmaterial bietet außerdem kleine praktische Tipps, wie man in kürzester Zeit ganz einfach und überall das eigene Stresslevel reduzieren kann.

FAZIT: Mit einem tiefen Seufzer wünscht man sich, es wäre schon Feierabend, um mit diesen tollen Übungen durchzuatmen, zur Ruhe zu kommen und sich nur noch um sich selbst zu kümmern.


Achtsamkeit für mehr Gelassenheit im Leben //Yoga Easy // WVG Medien

Rezept-Tipp: Fava-Bohnen-Dip

Dieser Dip eignet sich als Beilage zu mediterranen Gerichten, zu herzhaften Salaten und knursprigem Fladenbrot:

ZUTATEN

  • 3 EL plus 1 TL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 Dose (425 g) Fava-Bohnen, gespült und abgetropft
  • ½ TL Kreuzkümmelpulver
  • ¼ Tasse frisch gepresster Zitronensaft
  • ½ Tasse grob gehackte Tomaten
  • 1 Schalotte, grob gewürfelt
  • 1 Poblano-Chili, Kerne entfernt, grob gehackt
  • ca. 1 EL Harissa
  • ½ Tasse grob gehackte Petersilie

ZUBEREITUNG

1. Erhitzen Sie 3 EL Olivenöl in einem mittelgroßen Topf und braten Sie den Knoblauch darin 2 Minuten lang sanft an. Geben Sie Bohnen, Kreuzkümmel und ¼ Tasse Wasser dazu. Bringen Sie alles zum Kochen und lassen Sie es 4 Minuten schwach köcheln.

2. Pürieren Sie die abgekühlten Bohnen mit den übrigen Zutaten und etwas Salz im Mixer zu einer stückigen Masse.

3. Füllen Sie den Dip in eine Schüssel und stellen Sie ihn mindestens 15 Minuten lang kalt. Zum Servieren träufeln Sie
1 TL Öl und etwas zusätzliche Harissa darüber. Neben Fladenbrot können Sie in Streifen geschnittene Rettiche und Karotten zum Dippen servieren.

Klimawandel und Verantwortung

Der Astrophysiker und Naturphilosoph Harald Lesch vergleicht den Einfluss des Menschen auf die Umwelt mit den Folgen eines Meteoriteneinschlags: Die Natur wird irreversibel zerstört, viele Arten sterben aus und das Klima wandelt sich drastisch. Gleicht menschliches Handeln den schlimmsten Naturkatastrophen?

Als Harald Lesch neulich an der Uni gefragt wurde, ob der Klimawandel nicht als natürliches Schwanken zwischen Warm- und Kaltperioden auf der Erde einzuordnen sei, erlebten seine Studenten einen mühsam beherrschten Wutanfall; gefolgt von einem halbstündigen Vortrag, den Lesch mit harten Fakten untermauerte. Die Daten der letzten 200 Jahre sind eindeutig: Die Konzentration klimawirksamer Gase in der Atmosphäre nimmt immer weiter zu; alle Graphiken dazu zeigen exponenziell ansteigende Kurven. Das eigentliche Problem aber ist, dass wir uns zur Zeit sogenannten „tipping points“ nähern – Momenten, an denen bestimmte Entwicklungen umschlagen und nicht mehr rückgängig zu machen sind. Sind die Gletscher einmal abgeschmolzen, werden sie nicht mehr zurückkommen. Dasselbe gilt natürlich für ausgestorbene Tierarten, auch gerodete Urwälder können nicht einfach wieder aufgeforstet werden. An all diesen Phänomenen soll der Mensch unbeteiligt sein? Lesch schlussfolgert, dass es diesbezüglich kein Wissensproblem, wohl aber ein riesiges Handlungsproblem gäbe.

Radikalaufklärung für die Zukunft
Nach wie vor leugnen wir unsere Verantwortung oder weichen ihr aus. Wir verdrängen die Probleme und versuchen, sie wegzudiskutieren. Im Grunde brauchen wir eine zweite große Aufklärung. Wie vor 200 Jahren müsste eine ähnlich grundsätzliche Denkbewegung die Menschheit aus ihrer „selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Kant) führen. Erneut sind alle unsere Traditionen in Frage zu stellen. Die Traditionskritik richtet sich gegen den angewöhnten, bedenkenlosen Konsum, den Ausverkauf überlebenswichtiger Ressourcen und die Zerstörung und Ausbeutung der gesamten Tierwelt. Ein weiterer wichtiger Aspekt der ersten Aufklärung war die Selbstkritik, die das eigene Denken in Frage stellt. Deswegen heißen die Anfänge dieser philosophischen Anstrengung heute zu Recht Radikalaufklärung.

Kalaa = Das eigene Verhalten konsequent hinterfragen
Yoga kennt wichtige Werkzeuge, um mit gedankenlosen Routinen und schädlichen Gewohnheiten zu brechen. Die deutschen Anusara-Lehrer Lalla und Vilas Turske etwa arbeiten dafür mit dem aus dem kaschmirischen Shivaismus stammenden Begriff „Kalaa”: Gemeint ist die Fähigkeit, unser Verhalten bewusst zu verändern und radikal zu hinterfragen, bis tief in unsere Sozialisation, unsere kulturelle Prägung und die Formung unserer Wahrnehmung hinein. Gleiches meint das Yogasutra, wenn es von „Klärung, Selbsterforschung und dem Erkennen der eigenen Grenzen“ spricht (Sutra 2.1). Als jemand, der Yoga übt, lernt man innezuhalten – um sich zu unterbrechen und um zur Ruhe zu kommen. Will man Raum für ein Handeln schaffen, das nicht mehr nur egoistisch und kurzsichtig ist, ist ein wenig Gelassenheit und Nachdenken nötig. Lalla und Vilas beschreiben dieses Handeln als „slowly, steady and systematically“.

Es scheitert an der Umsetzung
Dennoch haben Yogis in der westlichen Welt ganz offensichtlich ein Handlungsproblem. Denn auch wir machen munter mit, unsere Umwelt zu zerstören, Tiere auszubeuten, zu töten und die Luft zu verpesten, die wir atmen. Yoga beruht zwar auf denkbar einfachen ethischen Prinzipien, die auf die Gesamtheit aller Wesen ausgerichtet und leicht verständlich sind; wir müssten sie aber auch umsetzen …

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen …
Wer hat den Mut und die Kraft, sich gegen den politischen und gesellschaftlichen Mainstream zu stellen? Das bedeutet bisweilen, auch seinen Freunden zu widersprechen, bei vielen Dingen nicht mitzumachen und sich im Zweifel zu isolieren. Die Protagonisten der Aufklärung vor 200 Jahren haben lange im Untergrund gewirkt, ihre Schriften wurden zunächst nur im Geheimen verbreitet – es war ein steiniger Weg. Am Ende war die Aufklärung eine großartige Befreiung des Denkens. Immanuel Kant antwortet auf die Frage, warum wir solange zögern mitzumachen, mit drei Begriffen, aus denen wir auch heute noch frei wählen können: Faulheit, Feigheit oder Dummheit.


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Alternative Heilmethoden: Feldenkrais

Wir sprachen mit Feldenkrais-Therapeutin Tanja Leis über die Feldenkrais-Methode.

Woher kommt die Feldenkrais-Methode?
Der Physiker Moshé Feldenkrais (1904–1984) studierte die Zusammenhänge zwischen Bewegung, Wahrnehmung, Denken und Fühlen. Seine Methode basiert auf der Erkenntnis ihrer engen Wechselwirkungen und der natürlichen Lernfähigkeit des menschlichen Nervensystems. Dessen Fähigkeit, neue Verknüpfungen im Gehirn aufzubauen, ist elementarer Bestandteil jeder echten Veränderung. Als Feldenkrais nach einer Sportverletzung lange ans Bett gefesselt war, experimentierte er mit kleinsten Bewegungen, um seine kinästehtische Wahrnehmung systematisch zu verfeinern.

Wie wirkt es?
Es ist ein Verfahren somatischen Lernens. Die Klienten erleben eine scheinbare Veränderung ihrer Körperstruktur. Wir nutzen zwei gleichberechtigte Anwendungsformen: Bei „Bewusstheit durch Bewegung“ (ATM – Awareness through Movement) werden verbale Bewegungsanweisungen gegeben und Fragen zur Wahrnehmung gestellt. So schulen die Klient*innen ihr Unterscheidungsvermögen, entdecken mehr Möglichkeiten, ein und dieselbe Sache zu tun.

Die „Funktionale Integration“ (FI) kommt in der Einzelarbeit zum Einsatz. Auch hier werden Bewegungen, Muster und Gewohnheiten erforscht. Der Practitioner führt fast ohne Worte, nur mit sanften, klaren Berührungen durch verschiedene Bewegungen. Dabei kommt der Art der Berührung eine zentrale Rolle zu. Das Nervensystem der Feldenkrais-Practitioner ist geschult, selbst kleinste Unterschiede wahrzunehmen und äußerst fein abgestufte Bewegungen zu produzieren.

Was sind die Möglichkeiten und Grenzen der Feldenkrais-Methode?
Sie ist ein Schlüssel zu verbesserter Beweglichkeit, erhöhter Leistungsfähigkeit und Ausdauer. Sie baut Stress und Verspannungen ab, bringt funktionale Verbesserung bei Schmerz und Bewegungseinschränkungen, ist gut für Haltung und Koordination und verbessert die Performance nicht nur bei Sportlern. Auch Lernfähigkeit und Kreativität werden erhöht. Feldenkrais-Practitioner verstehen sich als komplementärer Berater*innen in Fragen des körperlichen und seelischen Wohlbefindens. Die Feldenkrais-Methode kann weder Diagnose noch Behandlung durch Ärzte und Therapeuten ersetzen.

Für wen ist Feldenkrais geeignet?
Für alle, die offen sind, sich auf neue Erfahrungen einzulassen und ihre Entwicklungsfähigkeit zu entdecken. Kinder, Senior*innen, Leistungssportler*innen, Menschen mit chronischen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen – alle können profitieren.

In welchem Zusammenhang steht Feldenkrais mit Yoga?
Es geht immer um eine Schulung der Achtsamkeit für den eigenen Körper, dazu leisten Yoga wie Feldenkrais einen wertvollen Beitrag.

Weitere Infos unter www. feldenkrais.de


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