Wenn es im Yoga um Verbindung und Ganzheitlichkeit geht, warum lassen wir dann beim Üben das Gesicht außer Acht? Und umgekehrt: Warum bleibt Face Yoga so häufig bei straffender Gesichtsgymnastik stehen? Es geht auch anders: Unsere Faszienyoga-Expertin Amiena Zylla verbindet Face-Übungen mit Asanas zu einer ganzheitlichen Praxis.
Fotos: Johannes Rodach
Vielleicht erinnerst du dich an Amienas Praxisstrecke zu Body Face Yoga im YOGAWORLD JOURNAL 02/2024. Daran angelehnt hat Amiena nun für unsere Praxisreihe im „YogaWorld Podcast“ eine Body Face Yogasequenz eingesprochen.
Dieser Artikel ersetzt natürlich nicht das Hören des Podcasts. Aber um die einzelnen Übungen vielleicht ein bisschen besser nachvollziehen zu können, findest du hier die Sequenz in Bildern. Viel Freude beim Mitpraktizieren!
So übst du Body Face Yoga
Nimm immer zuerst bewusst deine Körperposition ein und dann die Face-Yoga-Übung dazu. Alle Übungen werden zwischen 30 Sekunden und einer Minute ruhig atmend gehalten. Ausnahmen sind die Augen- und Stirnübungen, die du dynamisch ausführst.
Übung 1: Hals
Übung 2: Kinn
Übung 3: Lippen und Wangen
Übung 4: Augen
Übung 5: Wangen
Übung 6: Stirn
Amiena Zylla ist Yogalehrerin und Buchautorin und gilt als eine der wichtigsten Pionierinnen und Expertinnen für Faszienyoga – aber als passionierte Yogaforscherin bleibt sie dabei nicht stehen: Mit Body Face Yoga hat sie erneut Neuland erobert. Mehr über Amiena auf amienazylla.com oder auf Insta @amienazylla
Wenn Verzicht in Zeiten des Überflusses den Blick auf das Wesentliche schult
In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ laden wir dich zur Redaktionssitzung ein. Wie der Name schon sagt, sitzen hier Mitglieder der YogaWorld-Redaktion zusammen und reden über Yogathemen. Du kannst Mäuschen spielen, uns dabei ein bisschen besser kennenlernen und mit uns reflektieren.
Unter anderem sprechen wir über die Fragen: Was ist für dich Fülle? Was ist für dich Askese? Ist Askese etwas Zeitgemäßes oder nur etwas für die alten Yogis in der Höhle im Himalaya? Wie gehe ich mit den Vorstellungen anderer Menschen zum Thema Fülle um, die mir nicht entsprechen? Wieso herrscht in unserer heutigen Gesellschaft so ein starkes Mangeldenken vor? Kann Askese dabei helfen Fülle zu empfinden?
Die Idee für die Redaktionssitzung kam uns tatsächlich in einem Meeting, als Kolleg*innen von Printmagazin, Messe, Website, Social Media und Podcast beisammen saßen. Da wurde uns wieder einmal klar, wie wichtig so ein Austausch untereinander ist – und vor allem wie inspirierend und auch lustig. An diesem Miteinander wollen wir euch teilhaben lassen. Wir hatten großen Spaß beim Aufzeichnen der Folge und möchten wissen, ob du mehr davon hören willst. Schreibe uns dein Feedback gerne an podcast@yogaworld.de, via Instagram oder kommentiere gleich hier.
Auf der Suche nach einer yogischen Herausforderung? Dann probiere doch mal Armbalancen aus. Sie erfordern viel Übung, Kraft und jede Menge Geduld. Aber sie machen auch Spaß, schenken dir Mut – und die Arbeit an ihnen kräftigt wichtige Muskeln, die die Wirbelsäule stabilisieren. Steffi Rohr zeigt dir hier in zwei Videos die Technik der fliegenden Taube und des kleinen Grashüpfers.
Videos: Stefanie Rohr / Titelbild: Elli Becker
Höre bei allen Übungen genau auf deinen Körper. Gehe nur soweit, wie du dich wohlfühlst, bleib geduldig und übe frei nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel!“. Wichtig: Bevor du dich an die Armbalancen wagst, solltest du die vorbereitenden Übungen problemlos umsetzen können. Vergiss nicht, deinen Körper und vor allem deine Handgelenke immer gründlich aufzuwärmen.
Technik der fliegenden Taube
Gut zu wissen: Armbalancen kräftigen nicht nur Schultern, Arme und Handgelenke, mit diesen Übungen trainierst du die gesamte Rumpfmuskulatur – und die ist ausschlaggebend für die Gesundheit der Wirbelsäule. Zudem verbessert sich dein Gleichgewicht.
Technik des kleinen Grashüpfers
Kraft und Balance sind die wichtigsten Themen in Stefanie Rohrs Arbeit als Yogalehrerin. Ihre Expertise hat sie bereits gemeinsam mit Max Kert in ihrem Yoga-Bestseller „Power meets Balance“ unter Beweis gestellt. Im neuen YOGAWORLD JOURNAL führt dich Steffi durch verschiedene Armbalancen – mit Warm-up, Step-by-step-Anleitung, Wirkungen der einzelnen Asanas und zahlreichen Tipps. Bestelle dir die aktuelle Ausgabe ab 31.8. im Online Shop!
Das neue YOGAWORLD JOURNAL ist ab sofort im Handel und als Online-Ausgabe erhältlich – ganz einfach, ohne Papier, ohne langes Warten und ohne Versandkosten. Diese Themen erwarten euch im neuen Heft…
Titelthema „Fülle erleben“
Wie kommt es, dass seit einiger Zeit so viel von „Fülle“ die Rede ist? In Ratgebern, Seminaren und Workshops werden wir ermuntert, „mehr Fülle in unser Leben einzuladen“. Dabei predigt zum Beispiel das Yogasutra doch ausdrücklich Santosha, Genügsamkeit. Es gibt sogar radikal asketische Traditionen im Yoga. Ein Widerspruch? Nicht unbedingt, wie du in dieser Ausgabe erfahren wirst.
„Durch Reichtum ist der Mensch nicht froh zu machen“, heißt es in der Katha Upanishad. Aber worin besteht überhaupt Reichtum? Was brauchen wir wirklich, um die Fülle des Lebens auszukosten und uns er-füllt zu fühlen? In der Titelgeschichte geht Redakteurin Carmen Schnitzer diesen Fragen auf den Grund. Plus: Fünf Übungen für mehr Erfüllung.
Mitten ins Leben: Cover-Model Dr. Ronald Steiner erklärt, warum Produktivität und Spiritualität kein Widerspruch sind – und wie mehr Yoga Bliss in den Alltag kommt
Gesundheit: Zu hoher oder zu niedriger Blutdruck? Was aus yogischer Perspektive dahinter steckt – und was hilft
… und vieles mehr
EINE Yogawelt
Ist dir was aufgefallen? Das Wort „Journal“ ist von unserem Titel verschwunden und stattdessen stehen da jetzt fünf neue Buchstaben: „World“. Eigentlich war diese kleine Veränderung schon lange fällig, denn anders als vor 14 Jahren, als das YOGA JOURNAL im deutschsprachigen Raum startete, machen wir ja inzwischen viel mehr als nur eine Zeitschrift. Diese Website hier heißt ja seit jeher YOGAWORLD. Genau wie unsere Mitmach-Messen und der Podcast. Und weil das immer wieder mal für Verwirrung gesorgt hat, kommen wir jetzt alle unter einem Markendach zusammen: Das Journal, die Website, die Messe und unsere Social-Media-Kanäle (yogaworld108) bilden jetzt auch dem Namen nach eine gemeinsame Yogawelt – die YOGAWORLD eben.
Ändert sich sonst was? Nö. Dieselben Menschen machen für euch auch weiterhin ein Heft, eine Messe und verschiedene Online-Angebote rund um unser aller Lieblingspraxis. Im Journal zeigen wir dir auch in Zukunft inspirierende Sequenzen für zu Hause, erklären Asanas und anatomische Hintergründe, berichten über Meditation, Philosophie, Spiritualität und porträtieren spannende Yogi*nis.
Was uns dabei ganz wichtig ist: Wir wollen dich nicht nur auf deinem individuellen Yogaweg begleiten und inspirieren, sondern immer wieder auch kritisch auf diese unglaublich vielfältige moderne Yogawelt blicken. Denn wir finden: Yoga ist so viel mehr als Üben, um die Haltung zu verbessern. Es bedeutet auch eine Haltung im Leben – und zu der gehört unbedingt das Nachdenken: über das Eigene und das große Ganze, Trends und Traditionen, das Ewige und das Flüchtige – eben über all das, was uns selbst und unsere (Yoga-)Welt ausmacht.
Wir wünschen dir eine erfüllende Lektüre mit deinem neuen, alten YOGAWORLD JOURNAL!
Deine Redaktion
Die YOGAWORLD JOURNAL Online Ausgabe
Das neue YOGAWORLD JOURNAL gibt es auch als Online-Ausgabe. Ganz einfach, ohne Papier, ohne langes Warten und ohne Versandkosten, direkt in unserem Online Shop. Lade dir einfach und bequem deine Wunsch-Ausgabe herunter – egal ob alt oder neu:
Alle kennen Haferflocken. Doch Haferkörner? Die sind beinahe in Vergessenheit geraten. Dass sich das ändern sollte, weiß der Diabetologe und Bestsellerautor Dr. med. Winfried Keuthage. In seinem neuen „Das große Haferkorn-Kochbuch“ stellt er 60 innovative Rezepte vor, in denen dieses leckere und gesundheitsfördernde Wunderkorn die Hauptrolle spielt. Wir stellen euch heute daraus eine vegane Sushi-Variante mit dem heimischen Superfood vor – plus Step-by-step-Anleitung für die perfekte Sushi-Rolle!
Was den Hafer so gesund macht, liegt im Wesentlichen an seinem hohen Gehalt an Beta-Glucanen, was bereits durch zahlreiche Studien belegt wurde. Vielseitig in der Küche einsetzbar, hilfreich beim Abnehmen, mit blutzuckerregulierender, cholesterinsenkender und darmstärkender Wirkung, verwandeln Haferkörner jede Mahlzeit in ein gesundes Genussgericht.
Haferkorn statt Reis beim Sushi
Beim Maki-Sushi wird die Reisrolle von Norialgenblättern umhüllt. Norialgenblätter sind fettarm und reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Magnesium, Kalzium, Zink, Natrium und Jod. Zudem enthalten sie viele Omega-3-Fettsäuren. Neben Reis kommen frische Zutaten wie frischer Fisch und rohes oder gekochtes Gemüse hinzu. Ergänzt wird mit scharfer Wasabipaste, fermentierten Ingwerscheiben und Sojasauce. Der eingelegte Ingwer und die scharfe Wasabipaste fördern die Verdauung und sind probiotisch, was den guten Bakterien im Darm zugutekommt.
Das alles macht Sushi zu einer nahezu perfekten Mahlzeit. Wäre da nicht der Reis. Weißer Sushireis ist üblicherweise geschält und poliert und besteht größtenteils aus leicht verwertbaren Kohlenhydraten, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen. Doch den weißen Sushireis kannst du problemlos durch Haferkörner oder auch Haferreis ersetzen. So wird Sushi zu einer vollwertigen und ballaststoffreichen Mahlzeit.
Zutaten für das Haferkorn-Sushi mit Avocado
Was du in dein Sushi einrollst, bleibt grundsätzlich dir überlassen. Neben Fisch ist Gemüse, zum Beispiel Gurke oder Paprika, genauso lecker und gesund. Avocado eignet sich besonders gut.
TIPP: Wenn du keine Sushimatte hast, kannst du auch nur Frischhaltefolie verwenden. Dies erfordert allerdings ein wenig mehr Übung.
Step by step zur Haferkorn-Sushi-Rolle
1. Vorgegarte Haferkörner mit 1 EL Wasser beträufeln und erwärmen. Reisessig, Zucker und Salz mischen und unter die Haferkörner heben. Abkühlen lassen.
4. Die Hälfte der Hafermischung in der Form eines Rechteckes auf dem Noriblatt verteilen, dabei an einer Längsseite einen ca. 2 cm breiten Rand frei lassen. Im unteren Drittel der Sushimatte die Avocadostreifen auf einem ca. 2 cm breiten Streifen platzieren.
6. Eine weitere Rolle auf die gleiche Weise formen und die Rollen mindestens eine Stunde im Kühlschrank lagern. Die Rollen aus dem Kühlschrank nehmen, mit der Naht nach unten auf ein Brett legen und mit einem scharfen Messer in 1,5 cm dicke Stücke schneiden. Sushi mit Sojasauce, Wasabipaste und eingelegtem Ingwer servieren.
Nährwerte pro Portion:
235 kcal | 9 g F (1,9 g GFS) | 28 g KH | 8 g Z | 6 g BST | 6 g E | 1,7 g Hafer-Beta-Glucan
Dr. med. Winfried Keuthage ist Ernährungsmediziner und Diabetologe. In seiner zertifizierten Schwerpunktpraxis für Diabetes und Ernährungsmedizin in Münster/Westfalen behandelt er täglich Menschen mit Diabetes und Übergewicht, denen er eine gesunde, vollwertige Ernährung in Kombination mit regelmäßigen Hafertagen bzw. Haferkorntagen empfiehlt.
In seinem neuen Buch „Das große Haferkorn-Kochbuch“ (GU Verlag)geht Dr. med. Keuthage ausführlich auf die im Haferkorn enthaltenen Nährstoffe ein, erklärt das Prinzip der Hafer(korn)tage für Diabetiker*innen und geht auch auf weitere unterschätzte Getreidesorten wie Gerste, Dinkel und Hirse ein. Das Herzstück des Buches bilden 60 alltagstaugliche, preiswerte und innovative Rezepte für Hauptgerichte, Beilagen und Desserts, von herzhaft bis süß: Ob Haferkornbowl, Haferkornrisotto mit Gorgonzola, Birne und Walnüssen oder Rüblitorte mit Haferkorn.
Klimawandel, Artensterben, Fridays for Future – selten war das Thema Ökologie so präsent wie in den vergangenen Jahren. Wie gehen wir als Yogi*nis damit um? Kann uns die Praxis helfen, in dieser Krise zu bestehen? Oder reden wir uns unsere Naturverbundenheit in Wirklichkeit nur ein?
Lange Zeit hatte ich ein ganz gutes Gefühl: Ich esse kein Fleisch, bin Stammkundin im Bioladen, trenne gewissenhaft meinen Müll, meide Plastik und kaufe auch nicht tütenweise Billigklamotten bei Primark. Wie viele Yogi*nis zählte ich mich insgeheim zur Fraktion der Gutmenschen: Wir sind überzeugt, schon deshalb auf der richtigen Seite zu stehen, weil wir kein dickes Auto brauchen, sondern einen nachhaltigen Green-Lifestyle pflegen. Weil wir uns mit Spiritualität, Ethik und Achtsamkeit befassen, anstatt uns nur zu amüsieren und zu konsumieren. Weil wir uns informieren und diskutieren, vielleicht ein bisschen engagieren und gerne auch mal empören, wie grundlegend falsch vieles läuft. Trotzdem war es auch für mich so, wie es Jonathan Safran Foer in seinem neuen Buch „Wir sind das Klima“ beschreibt: „Obwohl wir die Umweltkrise alle miterleben, kommt sie uns nicht vor wie ein Ereignis, an dem wir teilnehmen.“
Yogis unter Palmen
Foto: Susanne Schramke
Die traurige Wirklichkeit ist allerdings: Anders als etwa bei 9/11 sind wir nicht nur Zeitzeug*innen, wir nehmen an diesem Geschehen tatsächlich teil. Wir alle tragen dazu bei, dass sich die Erde immer weiter erwärmt, dass Arten aussterben und sich die globale Ungerechtigkeit verschärft: Die meisten von uns heizen ihr Zuhause auf sommerliche 22 Grad, essen das ganze Jahr über frisches Obst und Gemüse, kleiden sich in schöne Stoffe, die von sehr weit her kommen, und hängen ihre Handys, Flatscreens, LED-Lampen und Server an ein prächtig funktionierendes Stromnetz. Dieser persönliche Beitrag mag auf Milliarden von Menschen gerechnet klein sein, aber er ist doch massiver, als wir uns gerne eingestehen.
Das beginnt schon damit, dass wir in Deutschland leben, wo die Industrie brummt, wo wir vergleichsweise gut bezahlte Jobs haben und all jene Annehmlichkeiten genießen, die dazu beitragen, dass wir pro Kopf und Jahr unglaubliche 9000 Kilo Kohlendioxid ausstoßen. In der Schweiz oder Österreich, wo nicht ganz so viele Fabriken stehen, mag dieser Wert etwas geringer ausfallen, aber auch hier genießt man einen Komfort und Lebensstandard, den unsere Urgroßmütter sich nicht hätten träumen lassen – ganz zu schweigen von unseren heutigen Mitmenschen in Indien (1570 Kilo) oder Äthiopien (100 Kilo).
Diese Verwicklung in etwas, wovon zwar alle irgendwie profitieren, das aber niemand in seiner Tragweite so gewollt hat, ist schwer erträglich, es kommt aber noch schlimmer: Mit einiger Wahrscheinlichkeit liegt der ökologische Footprint von Yogi*nis sogar noch über dem Schnitt – und das aus völlig freien Stücken. Der Berliner Ashtanga-Yogalehrer Grischa Steffin berichtet: „Wir sind jetzt bestimmt kein Schickimicki-Studio, aber selbst bei uns hat eine kleine Umfrage gezeigt: Bei den geflogenen Meilen liegen wir Yogi*nis weit über dem sowieso schon sehr hohen deutschen Durchschnitt.“
Foto: Susanne Schramke
Wer in den kalten Monaten häufiger mal auf Instagram geguckt hat, konnte sich davon überzeugen: Eine Menge unserer Lieblingsyogis und -yoginis waren da unter Palmen zu sehen: zum Workshop auf Bali, beim Retreat in Thailand, für ein Intensive in Costa Rica. Yoga und Urlaub zu verbinden (oder im Fall von Yogalehrenden mit Arbeit in fernen Ländern), ist wunderschön – wer würde das bestreiten? Das Seltsame ist nur, dass der Widerspruch offenbar so wenig auffällt. Natürlich kann man argumentieren, dass ein ansonsten tadellos ökologischer, womöglich veganer Lebensstil die ein oder andere Flugreise kompensiert (auch wenn die wissenschaftlichen Fakten das vermutlich bestreiten). Aber kann man auch von seinem Reiseglück schwärmen und sich zwei Posts später ausweinen über den wochenlang brennenden Amazonas? In der einen Woche einen Spendenaufruf zur Rettung der verkokelten Koalas teilen und in der nächsten zum Teacher Training nach Bali einladen? Da scheinen dann doch Verdrängungsmechanismen im Spiel zu sein, die man sich – gerade als Yogi*ni – mal genauer anschauen müsste. Genau wie den eigentlichen Ernst der Lage.
Je weiter du dein Ich transzendierst, desto freier wirst du
Während es in der letzten Folge über Buddhismus eher darum ging, die Grundgedanken der Philosophie zu verstehen wird es im zweiten Teil praktischer. Experte Timo Wahl bezieht sich im Gespräch mit Susanne auf seine vorherigen Ausführungen und schlägt zunächst wieder die Brücke zwischen Buddhismus und Yoga, indem er grundlegende Begriffe miteinander vergleicht und Parallelen aufzeigt. Dann erklärt er den Begriff von Karma anhand einer logischen und leicht verständlichen Interpretation.
Danach wird es praktisch: Timo beschreibt Schritt für Schritt einen möglichen Weg zur Selbstverwirklichung, der sowohl im Yoga als auch im Buddhismus empfohlen wird. Weiter spricht er darüber, was der Buddhismus über das Ego sagt und verrät, wie er persönlich den Herausforderungen des Egos im Alltag und in seiner spirituellen Praxis begegnet. Außerdem erfährst du mehr über die drei wichtigsten Meditationstechniken im Buddhismus. Willst du wissen, warum Timo in einem Buddhistischen Kloster mit fremden Männern Tango getanzt hat oder sich stundenlang gegenseitig beleidigt hat?
Diese Folge YogaWorld Podcast lebt von zahlreichen Tipps für eine buddhistische Lebensführung und der Integration dieser Grundgedanken ins Leben und in die Praxis. Ganz am Ende hat Timo noch einen wertvollen Ratschlag für die Entwicklung deiner eigenen spirituellen Praxis in den Worten Buddhas.
Bei diesen Temperaturen geht einfach nichts über ein fruchtiges Eis. Und das kann man so einfach selbst machen. In Sachen Erfrischung ist dieses Melonen-Sorbet mit Minze und Ingwer nicht zu schlagen. Wir haben Foodbloggerin und Köchin Tess Masters das Rezept entlocken können und geben es direkt mal an euch weiter…
Das brauchst du für 8 Portionen:
1 Tasse Zucker
½ Tasse frischer Limettensaft
8 Tassen gewürfelte Honigmelone (etwa 2 kleine Melonen)
1 TL geriebener Ingwer
1 Prise Salz
1 Bund Minze, grob gehackt
½ TL geriebene Schale einer unbehandelten Limette (zum Garnieren)
Und so geht’s:
Gebe eine Tasse Wasser in einen Kochtopf und füge den Zucker unter Rühren hinzu. Bringe die Flüssigkeit zum Kochen.
Nehme anschließend den Topf vom Herd und rühre gelegentlich um, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
Gebe das Zuckerwasser, den Limettensaft, die Melone, den Ingwer und das Salz in einen Mixer und vermenge alles zu einer glatten Masse. Fülle diese in eine Schüssel und hebe die gehackte Minze unter.
Nun kann die Masse in einer Eismaschine zu einem leckerem Sorbet verarbeitet werden. Du besitzt keine Eismaschine? Macht nichts, denn du kannst das Sorbet auch einfach tiefkühlen und alle 20–30 Minuten mit einer Gabel durchrühren um Eiskristalle zu vermeiden.
Forme mit Hilfe eines Eisportionierers 8 große Kugeln und platziere diese jeweils in eine Schale. Wenn du möchtest kannst du die Nachspeise noch mit Minzblättern garnieren und eine Prise geriebener Limettenschale drüber geben: Et voilà – fertig ist das Sommer-Dessert!
Das Rezept für dieses sommerliche Melonen Sorbet kommt von der gebürtige Australierin Tess Masters, die heute im sonnigen Kalifornien lebt. Sie ist Foodbloggerin , Köchin, Autorin und Schauspielerin. Am liebsten verbringt sie Zeit in der Natur und kauft beim lokalen Bauernmarkt saisonale Zutaten ein, um frische Mahlzeiten zuzubereiten.