Metal Yoga – setze Energien frei und wecke deine Emotionen

Metal Yoga

Schon mal von Metal Yoga gehört? Yogalehrerin Annette rockt auf Metal-Festivals die Musikbühne und bringt mit ihrem energetischen Metal Yoga die verschiedensten Leute auf die Matte.

Als einer meiner lieben Kollegen vor Kurzem auf dem „Summer Breeze“-Festival unterwegs war, bekam ich einen begeisterten Anruf: „Hier macht eine Yogalehrerin Metal Yoga, das ist der Hammer!“ Metal Yoga? Das klang für mich erstmal wie ein Widerspruch in sich und genau deswegen richtig spannend. Also entschieden wir uns, die Yogalehrerin zu kontaktieren und direkt bei ihr nachzuhaken, was es damit auf sich hat. Eines schon mal vorneweg – Ruhe und Stille suchst du beim Metal Yoga vergebens. Dafür bekommst du etwas ganz anderes: Eine neue Perspektive auf deine Praxis, ein Gemeinschaftsgefühl der besonderen Art, den Extra-Kick Energie und natürlich darf auch das „Devil Mudra“ nicht fehlen.

Wieso Metal Yoga?

Metal Yoga

Inspiriert wurde Yogalehrerin Annette vom Metal Yoga auf dem bekannten Metal-Festival „Wacken“: „Mein Mann kam vor Jahren vom Festival zurück und meinte: ‚Das wäre doch was für dich‘. Vorher hatte ich noch nie darüber nachgedacht, meine zwei Leidenschaften Musik und Yoga zusammenzubringen.“ Ein paar Wochen später veranstaltete Annette im Studio ihren ersten Metal-Yogakurs (als Samstagabend-Special) und es kam direkt großartig an. Und wenn wir bedenken, was Yoga mit uns macht, gar kein so großes Wunder: „Yoga setzt Energie frei und weckt Emotionen. Genau das macht Metal auch! In der Verbindung von beidem können wir tiefer in uns hineinsehen.“

Genau darin liegt für Annette auch die Besonderheit von Metal Yoga. Es sind keine stillen, ruhigen Yogaklassen, es ist laut und wild. „Hier werden all unsere Gedanken übertönt und wir kommen so leichter in einen meditativen Zustand,“ erzählt sie. „Die Musik ist laut! Ich habe ein Headset auf, damit mich auch alle verstehen. Die Metal Yoga-Einheit ist eher sportlich als „yogisch“, meine Ansagen sind rauh, „herrisch“, war Feedback eines Teilnehmers. Ich verwende keine Sanskritbegriffe und sage auch nicht den Atem an. Der darf frei fließen, wie der Schweiß auch.“ Ansonsten ist Metal Yoga aufgebaut wie eine klassische Yogastunde: Anfangsentspannung, Mobilisation, Hauptteil, Cool Down, Shavasana.

Musik, die deine Emotionen rausbringt

Metal Yoga

Die Setliste, in die Annette gerne die Musikwünsche der Teilnehmenden einbaut, ist dementsprechend zusammengestellt. „Die 60 Minuten Metal Yoga auf dem Summer Breeze haben immer ein Metal- oder Festival-Thema, sowohl musikalisch als auch inhaltlich. Dieses Jahr war es zum Beispiel „Fit for the Pit“, mit vielen Standhaltungen und Erdung. Und auch „Alles gute für den Rücken“ weil die Teilnehmenden schon ein paar Nächte kurzen und harten Festivalschlaf hinter sich haben.“ Außerdem versucht Annette immer Songs von den anwesenden Bands in die Setliste aufzunehmen. „Die Übungen sind auf die Songs abgestimmt. Das Üben ist dann mal flowiger oder auch kraftvoll statisch. Alle Positionen verbinden wir mit dem „Devil Mudra“ und ich baue auch mal Luftgitarren ein. Manchmal schreien wir oder strecken die Zunge rausImmer ist auch ein Mantra dabei, da gibt es viele gute Bands, die diese im Metal Style arrangieren.

Neugierig geworden? Hier geht’s zur „Summer Breeze“-Playlist von Annette.

Metal Yoga

Okay, klingt interessant soweit. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich sehr gerne Neues im Yoga ausprobiere und weniger dogmatisch an die Sache rangehe. Tatsächlich gehöre ich den Yogi*nis, die gerne dynamisch üben und mit Musik experimentieren. Nur logisch also, dass ich auch Metal Yoga ausprobieren möchte. Ich rolle meine Matte aus und übe mit Annettes Playlist. Und YES – das ist definitiv ein besonderer Kick. Zunächst wirklich gewöhnungsbedürftig für mich, aber dann lasse ich mich darauf ein und spüre wie sich zum Beispiel im Krieger mit Devil Mudra die Gefühle mächtig aufladen. Das geht so weiter, bis zur Endentspannung: „In Shavasana läuft immer der gleiche Song, „Winter“, bei dem kann man gaaanz tief in seine Seele hineinsinken.“ Und ja, bei dem viereinhalb Minuten langen Stück der Band „Celtic Frost“ bekomme ich richtig Gänsehaut. Hier kommen die Energie, die wilden Emotionen zur Ruhe und ich bin wieder ganz bei mir.

Yoga auf dem Metal-Festival – vom Moshpit auf die Matte

Metal Yoga

Alleine auf der Metal-Matte ist das eine… Aber wie ist es wohl, während eines Festivals auf der großen Bühne mit Menschen zu üben, die vorher vielleicht noch keine Berührung mit Yoga hatten? Mit Festivalbesucher*innen, die gerade noch im Moshpit waren und jetzt gemeinsam Asanas üben, während die nächste Band sich startklar macht? „Also auf einer Festival-Bühne Yoga zu machen ist schon sehr aufregend. Nicht weil ich bzw. wir „Vorturner“ sind, sondern weil ich mir Sorgen mache, dass niemand kommt und dann sind es plötzlich doch Hunderte von Teilnehmenden. Erstaunlicherweise sind bei Metal Yoga auf dem Summer Breeze viele erfahrene Yogis dabei, die bereits vor der Stunde z.B. den nach oben schauenden Hund üben. Auch die Leute, die noch nie Yoga gemacht haben sind voll motiviert und haben ihren Spaß. Natürlich kann ich nicht darauf achten, dass jeder die Übungen „sauber“ ausführt, aber ich weise immer wieder darauf hin auf sich aufzupassen und vor allem genug Wasser zu trinken.

Metal Yoga

Dabei gibt es viele Bilder und Begegnungen, die Annette im Gedächtnis bleiben: „In der ersten Reihe die Hardcore-Yogis und Yogamädels, die meine Metalleggings mit Patches feiern, die Jungs mit nacktem Oberkörper, mit Bierdosen an die Hände getaped, weiter hinten diejenigen, die einfach nur zuschauen und die Musik genießen. Es gibt Dinosaurier, Leute in pinkfarbenen Klamotten, Schnapstrinkende und völlig Erstaunte, dass Yoga doch so anstrengend und so wohltuend ist.

Festival-Fotos: Markus Werner


Annette praktiziert seit 1999 Yoga, wie bei so vielen aus einer Lebenskrise heraus. 10 Jahre lang hatte sie sich zum Iyengar Yoga hingezogen gefühlt, dann später ihre Freude am dynamischen Üben entdeckt. Seit 2008 unterrichtet sie, noch bevor sie ihre Ausbildung(en) zur Yogalehrerin begann. „Ich durfte bei verschiedenen Lehrenden und Instituten meine Yogaliebe vertiefen. 2011 habe ich mich dann selbstständig gemacht und mein erstes Yogastudio eröffnet. Treffen kann man mich jederzeit im Studio in Bietigheim-Bissingen: Yogannette Studio & Akademie. Unser nächster Metal Yoga wird im November an einem Samstag Abend sein. Wir hoffen natürlich, nächstes Jahr wieder auf dem Summer Breeze sein zu dürfen, vielleicht dann sogar an drei Tagen. Wir sind offen für weitere Anfragen, denn: Wir lieben Metal & Yoga!

In Annettes Studio findet der Metal Yoga viermal im Jahr, aktuell in der historischen Kelter in Bietigheim statt.

Tickets und Info auf yogannette.com und auf @yogannette_yogastudio

#69 Gesund durch Detox: So entgiftest du ganzheitlich – mit Martina Hiltl

Befreie deinen Körper effektiv von schädlichen Toxinen

Die Entgiftung des Körpers ist auch bekannt als Detox und hat in den letzten Jahren zunehmend an Popularität gewonnen. In unserer modernen Welt sind wir einer Vielzahl von Toxinen ausgesetzt, sei es durch die Umweltverschmutzung, den Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln oder auch durch Stress. Detox verspricht, den Körper von schädlichen Substanzen zu befreien und ihn auf natürliche Weise zu reinigen. Doch was verbirgt sich hinter diesem Trend? Ist Detox wirklich effektiv und sicher? Und wie gehe ich am besten vor? Das und vieles mehr, erklärt Yogalehrerin Martina Hiltl im Gespräch mit Susanne.

Martina erläutert was Entgiften mit einer ganzheitlichen Yogapraxis zu tun hat. Sie zählt auf, welche Giftstoffe in unserer Umwelt am häufigsten vorkommen und wie sie den Körper beeinflussen können. Außerdem verrät Martina wie man erkennen kann, ob der Körper eine Detox-Kur tatsächlich braucht und welche Möglichkeiten es gibt. Darüber hinaus zeigt sie Wege auf, wie du im Alltag deine natürlichen Entgiftungsmechanismen stärken kannst. Dabei beschreibt sie ausführlich die Rolle von Wildkräutern, Detoxyoga und Fasten bei der Entgiftung.

Hier hat Martina die wichtigsten Fakten über das Entgiften für dich aufgelistet: Kompaktwissen Detox.

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Kompaktwissen Detox: Das sind die wichtigsten Fakten zum Entgiften

MartinaHiltl

Detox-Yoga Expertin Martina Hiltl gibt dir wichtige Detox-Infos, wenn du mit dem Gedanken spielst, dich ganzheitlich zu entgiften: für dich, dein Leben und deine Gesundheit.

(Diese Detox-Infos sind eine Ergänzung zum Podcast, der Text ersetzt nicht das Anhören der YogaWorld Podcastfolge #69 mit Martina Hiltl „Gesund durch Detox: So entgiftest du ganzheitlich“)

Ganzheitliches Entgiften kann nicht nur für mehr Wohlbefinden sorgen, sondern auch deine allgemeine Gesundheit und die Immunkraft von Körper, Geist, Seele fördern – für ein längeres und gesünderes Leben.

Wichtige Anzeichen, dass Detox dir guttun würde

Hast du öfter leichte Bauchbeschwerden und Blähungen? Ist deine Haut immer mal wieder gerötet, oder leidest du an Akne? Deine Beine sind geschwollen? Leidest du an chronischer Müdigkeit und Verstopfung ist bei dir an der Tagesordnung? Wenn du nach einer ganzheitlichen, wirkungsvollen und langanhaltenden Alternative suchst, könnte eine Detox-Kur in Verbindung mit Detox-Yoga die Antwort sein.

Grundsätzlich solltest du dir folgende Fragen stellen, bevor du dich für eine Detox-Kur entscheidest:

  • Was sagt mein Bauchgefühl?
  • Wieviel Zeit habe ich für Detox oder wieviel Zeit möchte ich mir dafür nehmen?
  • Warum möchte ich entgiften?
  • Was möchte ich erreichen?
  • Möchte ich Detox-Yoga zu Hause durchführen?

Welche Detox-Möglichkeit für dich am besten wäre, findest du grundsätzlich durch Ausprobieren heraus, gerne auch mit medizinischer Anleitung.

Martina weiß, wovon sie spricht, denn schon als Kind und auch als Krankenschwester und besonders als Purser (Chefstewardess) war sie mit Entzündungen und Krankheiten geplagt. Später, als zertifizierte Yogalehrerin (auch von den Krankenkassen), suchte sie nach Alternativen zur Gesundwerdung und entwickelte zusammen mit Dr. Switzer und dem Bio Landgut Tiefleiten Detox-Yoga. Gerne schickt Martina ihre Teilnehmer*innen auch zu ausgesuchten Kuren, Ärzt*innen oder Heilpraktiker*innen weiter. Für sie heißt Yoga zusammenfügen und zusammenschirren, wie eine Kutsche mit Ross und Reiter. Dazu braucht es nicht nur Körperübungen, sondern eben auch Reinigung, in Sanskrit Shatkarma genannt.

YogaWorld Podcast Folge mit Martina: „Gesund durch Detox: So entgiftest du ganzheitlich“

In Folge #69 des YogaWorld-Podcast „Gesund durch Detox: So entgiftest du ganzheitlich“ geht Expertin Martina auf Detox-Yoga ein und schildert dir viele Detox-Yoga-Möglichkeiten. Im Folgenden hat sie dir hier eine Auflistung zum Nachlesen bereitgestellt.

Wodurch können wir Gifte in unserem Körper aufnehmen?

  • Ungefiltertes Wasser
  • Atemluft (besonders in der Stadt)
  • Beim Fliegen durch die Kabinenluft
  • Beim Fliegen durch die unsichtbaren Strahlungen
  • Medikamente und Impfungen
  • Zahnfüllungen
  • Ernährung, etwa ungewaschenes Obst und Gemüse
  • Kosmetika und Körperpflegemittel
  • Kleidung, Wohntextilien
  • Wasch- und Putzmittel
  • Tattoofarben
  • Mikroplastik
  • Baustoffe, Farben, Klebestoffe, Bodenbeläge etc.

Welche Gifte können wir in unserem Körper haben, die uns nicht guttun?

  • Schwermetalle und metallische Giftstoffe
  • Leichtmetalle wie z.B. Aluminium
  • Formaldehyd
  • Auto- und Fliegerabgase
  • Nanopartikel
  • Plastik und Mikroplastik
  • Chemikalien
  • Antibiotika und Kortison
  • Pilze, Parasiten, Viren und Bakterien, die leider auch Giftstoffe ausschütten

Welche Organe sind Entgiftungsorgane und wie ist die Reihenfolge?

  1. Darm
  2. Lunge
  3. Leber
  4. Nieren
  5. Lymphe
  6. Haut

Wie stelle ich die Giftstoffe im Körper fest?

Am besten du gehst zu einem*einer gut ausgesuchten Arzt oder Ärztin oder Heilpraktiker*in, der*die sich mit Entgiftung auskennt. Folgende Tests können mit deren Hilfe und gemeinsam mit ausgewählten Laboren durchgeführt werden:

  • Bluttest
  • Urintest
  • Stuhluntersuchung
  • Haaranalyse
  • Dunkelfeld
  • Speicheltest
  • Hauttest
  • Frequenztest

Welche Möglichkeiten für erfolgreiche Detox-Kuren gibt es?

  • Ayurveda-Kuren wie Panchakarma
  • Heilfasten-Wochen
  • Basenfasten-Wochen
  • Smoothiefasten-Wochen
  • Saftfasten-Wochen
  • Leberreinigungen
  • TCM
  • FX Mayr Kuren
  • Buchinger Fasten

Welche Möglichkeiten bieten ausgesuchte und speziell ausgebildete Heilpraktiker*innen und Ärzt*innen?

  • Colon-Hydro-Therapie
  • Infusionen mit Alpha-Liponsäure und Vitamin C-Infusionen
  • Lichttherapie
  • Biofrequenztherapie
  • Magnetfeld- und Bio Frequenz Matten
  • Aminosäurentherapie
  • Basen – Vitamine – Mineralstoffe auffüllen
  • Ozontherapie
  • Eigenbluttherapie
  • Basen-Infusionen
  • Frequenztherapie mit Magnetfeld und Frequenzen

Welche Detox-Möglichkeiten kann man gut zu Hause durchführen?

GANZ WICHTIG: Bitte sprich alles mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, Heilpraktiker*in oder Therapeut*in ab!

  • Blutgruppen-Ernährung nach Dr. Peter J. D‘ Adamo
  • Intervallfasten (8 Stunden essen – 16 Stunden Fasten)
  • Vulkan-Pulver 
  • Heilerde
  • Chlorella-Algen in Bioqualität; besonders für Menschen ab 50 geeignet, dass die Schleimhäute im Darm nicht austrocknen
  • Spirulina in Bioqualität
  • Flohsamenschalen (mindestens 15 Minuten in Wasser quellen lassen)
  • Vegane Ernährung; immer hilfreich, um Entzündungen zu vermeiden
  • Basen & Mineralstoffe mit guten Nahrungsergänzungen auffüllen
  • L-Lysin Aminosäuren
  • Vitamin C in Acerola oder Ester C Form, kann vom Körper besser aufgenommen werden
  • Natron mit Zitrone 1 TL Natron – 200 ml Wasser und eine ausgepresste Zitrone
  • Obst und Gemüse in Natron waschen
  • Emotionen zulassen und ausleben
  • Einläufe mit lauwarmen Wasser
  • Zungenreinigung
  • Mundspülung mit Triphala und Zahnölen
  • Sauna
  • Infrarotlicht
  • Haut bürsten
  • Sport treiben
  • regelmäßig entspannen
  • Basen-Vollbäder
  • Basen-Fußbäder
  • Gefiltertes Wasser trinken: 30 ml pro KG Körpergewicht (Wasser entgiftet, Tee heilt)
  • Detox-Körperübungen
  • Detox-Atemübungen
  • Detox-Meditationen

Diese Wildkräuter helfen ebenso beim Entgiften:

  • Löwenzahn zum Entgiften der Leber
  • Giersch zum Entgiften der Gelenke
  • Brennnessel zum Entgiften des ganzen Körpers
  • Frauenmantel zum Entgiften der Hormondrüsen

Welche Detox-Yoga Übungen sind gut, um erfolgreich zu entgiften?

  • Atemübungen: Wechselatmung, Quadratatmung, 4-7-11-Atmung, 4–8-Atmung
  • Meditationen
  • Körper-Hatha-Detox-Yogaübungen, wie etwa Drehübungen, Schraubübungen im Liegen, Sitzen oder Stehen (Marichyasana, Makarasana und Trikonasana)

Die 5 E’s der Detox-Yoga-Methode nach Martina Hiltl

Auch Martinas ganzheitlicher Augenyoga-Ansatz basiert auf ihrem selbstentwickelten Konzept der 5 E’s:

  1. Ernährung: Vitalstoffreiche Kost, angereichert mit Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren sind besonders wichtig und werden in Martinas Detox-Yoga Wochen vorgestellt. Besonders Blaubeeren und Wildkräuter wie Löwenzahn helfen dabei, Schlacken abzuführen. Basische Ernährung, blutgruppenspezifische Ernährung, ayurvedische Kost und Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin C und Hyaluronsäure ergänzen das Ernährungskonzept. Wasser ist ein Lebenselixier und beim Entgiften nicht wegzudenken, achte auf gut gefiltertes und sauberes Wasser.
  2. Entspannung: Leichte Atemübungen, Meditationen.
  3. Entgiften: Detox für Augen und Körper führt zu mehr Klarheit, Reinheit und besserem Sehen, fördert das Wohlbefinden und stärkt die Gesundheit. Es gibt viele einfache Methoden, die beim Entgiften und Reinigen der Augen helfen.
  4. Emotionen: Oft bleiben in unserem Sehsystem und auch besonders im limbischen Gehirn Traumata und Emotionen stecken, wenn sie nicht gelöst werden. Als ausgebildete Traumatherapeutin hat Martina Hiltl auch hier Methoden entwickelt, die helfen.
  5. Exercises: Eine ausreichende Blutversorgung ist sehr wichtig für unseren Darm. Diese wird durch hilfreiche, für dich speziell ausgesuchte Atemübungen, Körper- und Augenyoga-Übungen erreicht. Außerdem zeigt Martina hilfreiche Drehübungen, die in einer speziell entwickelten Reihenfolge für dich leicht entgiftend wirken. Der Toilettengang ist dir am nächsten Tag sicher….

Disclaimer: Egal ob du nur ein wenig Unterstützung für deinen Körper zum Entgiften brauchst oder ob du auf der Suche nach einer ganzheitlichen Alternative für deine Gesundheit bist, das ganzheitliche Detox-Yoga nach der Methode von Martina Hiltl könnte eine Möglichkeit für dich sein. Probiere es aus und erlebe selbst, wie es dein Leben in Richtung Gesundheit verbessern kann. Bitte beachte, dass bei allen Körpersymptomen oder Erkrankungen immer auch ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden sollte. Die von Martina Hiltl dargestellten Methoden und Übungen sind alternative Ansätze zur Unterstützung für deinen Körper, Geist, Seele und deine Augen.


Martina Hiltl lebt und unterrichtet in München Yoga mit einem ganzheitlichen medizinischen Ansatz, geprägt von Herzlichkeit, Ruhe und Leichtigkeit. Als zertifizierte Yogalehrerin, Krankenschwester und Sehtrainerin unterstützt sie Menschen mit verschiedenen Körper- und Augenproblemen. Ihr Angebot umfasst Detox Yoga – Hatha Yoga – Augen Yoga – und Hormon Yoga in Präsenz und auch Online. Martina Hiltl und ihr Yoga-Kurse und Seminare schätzen Privatpersonen, Hotels, Unternehmen, Yogastudios und auch Bildungsinstitute. Im Bio Landgut Tiefleiten bei Passau bietet Martina Hiltl regelmäßig Detox Yoga Wochen an.

Mehr Infos auf martinahiltl.de und Instagram


Die Redaktion testet: Online-Yoga mit YogaMeHome

Spätestens seit den Lockdowns ist Online-Yogaunterricht nicht mehr aus der Yogawelt wegzudenken. Viele haben dadurch Online-Yoga erst kennen und lieben gelernt. Für manche war das in dieser Zeit auch der allererste Kontakt zu Yoga. Zum Glück gibt es inzwischen tolle Online-Yoga-Plattformen wie YogaMeHome, die dafür die perfekte „Infrastruktur“ geschaffen haben, sowohl für Anfänger*innen als auch Fortgeschrittene. Ich durfte YogaMeHome sieben Tage lang testen. Meinen Erfahrungsbericht liest du hier… //anzeige

Der Auftrag für den Redaktionstest kam für mich genau zum richtigen Zeitpunkt. Gerade als ich mir – mal wieder – zum Ziel gesetzt habe, „jetzt aber wirklich“ wieder täglich zu praktizieren. Meine eigene Yogapraxis hatte sehr gelitten in den letzten Wochen und ich könnte mich darüber grün und blau ärgern, denn ich weiß doch eigentlich, wie gut mir das tun würde. Side Fact: Nein, auch wir Yogalehrer*innen springen nicht jeden Morgen um 6 Uhr hochmotiviert auf unsere Matte und legen 20 Sonnengrüße aufs Parkett.

In den Phasen, in denen ich eine beständige Yogapraxis habe, übe ich zu Hause für mich allein und sehr intuitiv. Es ist aber gerade während solcher Durststrecken sehr schön, sich mit Hilfe von Online-Plattformen wie YogaMeHome etwas an die Hand nehmen zu lassen, sich von anderen Lehrer*innen inspirieren zu lassen und neue Stile auszuprobieren. Los geht’s!

Tag 1: Shake it off

Ich finde mich nach meiner Anmeldung sehr schnell auf yogamehome.org zurecht. Als allererstes verschaffe ich mir mit einem Klick auf „Lehrer“ einen Überblick: Sofort fallen mir Namen wie Helga Baumgartner, Britta Kimpel, Satya Sing, Robert Ehrenbrand, Remo Rittiner und Elena Lustig ins Auge. Andere Lehrer*innen kenne ich jedoch noch nicht. Was mir auffällt: Es gibt auch eine Vielzahl von Ärzt*innen und Yogatherapeut*innen. Es liegt bei YogaMeHome offenbar ein großer Schwerpunkt auf Yogatherapie, was ich sehr spannend finde.

YogaMeHome LehrerInnen und TherapeutInnen
Ich scrolle mich durch die Übersicht der Lehrer*innen und Therapeut*innen…

Natürlich halte ich bei der Lehrer*innensuche gleichzeitig Ausschau nach meinen bevorzugten Stilen und Philosophien. Letztendlich entscheide ich mich für die mir sehr sympathische Danja Lutz, die in der Tradition des Tantra unterrichtet. In der Zwischenzeit gesellt sich sogar mein Freund neben mich auf seine Yogamatte. Auch er möchte sich zum Tagesausklang etwas Gutes tun. Der Titel des 30-minütigen Videos „Verspannungen lösen: schütteln & frei werden“ klingt für uns beide in diesem Moment genau richtig. Mir gefällt die Einheit sehr gut: von zunächst intuitiven Bewegungen leitet Danja uns durch ein ausgiebiges Schütteln des ganzen Körpers und anschließend durch einige Haltungen, in denen wir die somatische Technik des neurogenen Zitterns anwenden. Ich liebe es, Neues auszuprobieren. Der Start meiner YogaMeHome-Reise: absolut gelungen.

Tag 2: Erst Yang, dann Yin

Noch recht verschlafen stolpere ich morgens auf meine Yogamatte. Diesmal ist mir nach einem Vinyasa Flow, um mich zu energetisieren und aufzuwecken. Ich klicke auf „Alle Videos“ und wähle beim Reiter „Themen“ die Rubrik „Yoga am Morgen“ aus. Dabei bin ich fasziniert, wie viele unterschiedliche Themen zur Auswahl stehen, zum Beispiel „Angst“, „Beckenboden“, „Yoga am Stuhl“, „Skoliose“ und viele mehr. Beim Regler für die Dauer des Videos stelle ich 20-30 Minuten ein. Aus der immer noch großen Auswahl entscheide ich mich für eine Morgenpraxis von Bettina Schuler. Tatsächlich ist mir danach richtig warm, ich bin wach und bereit für meinen Arbeitstag!

Wir spulen einige Stunden vor: der Tag ist langsam am Ausklingen und ich wünsche mir vor dem Abendessen noch etwas Me-Time. Eine kurze Yin-Yogaeinheit wäre jetzt fein. Ich durchsuche erneut die Video-Datenback von YogaMeHome und werde schnell fündig. Meine Wahl fällt auf Helga Baumgartner und ihre 25-minütige Praxis „All You Need Is Yin“.

All I need is Yin!

Ich genieße die Praxis sehr und bin ganz verzaubert von Helga. Ich klicke auf ihr Profil und sehe mir das Interview mit ihr an. Sie spricht mir aus der Seele als sie sagt, dass das Üben zu Hause eine besonders schöne Tiefe hat und ermöglicht, zu einer sehr authentischen eigenen Praxis zu finden.

Tag 3 und 4: Kurze Sequenzen für den Alltag

An den kommenden beiden Tagen schaffe ich jeweils nur abends eine Praxis. Ich bleibe auf jeden Fall dran und bin richtig stolz darauf. Inzwischen hat sich ja herumgesprochen, dass der Effekt von Yoga viel nachhaltiger ist, wenn wir täglich, aber dafür kurz praktizieren, als einmal die Woche für 90 Minuten. 20-30 Minuten lassen sich auch viel einfacher in den Alltag integrieren, vor allem wenn man in den eigenen vier Wänden bleiben kann. An Tag 3 gehe ich mit Britta Kimpel durch einen knackigen Flow mit tricky Übergängen, an Tag 4 gönne ich mir „Yoga gegen Bürobuckel“ mit Barbi Krippner, eine überraschend intensive Praxis an der Wand, für den perfekten Übergang von der Arbeitswoche ins Wochenende.

Es gibt eine Auswahl von über 1000 Übungsvideos und es kommen jeden Monat sechs neue dazu. Doch obwohl die Auswahl so riesig ist, fällt es mir durch die verschiedenen Suchfilter sehr leicht, eine für meine jeweilige Tagesform passende Sequenz zu finden:

YogaMeHome Auswahlmöglichkeiten

So kann man zusätzlich auswählen, ob man lieber mit oder ohne Musik praktizieren möchte. Besonders toll finde ich die Auswahl-Buttons links mit dem Herz- und dem Navasana-Symbol. Das Herz steht für „Herz&Inspiration“ und Navasana steht für „Körper&Fitness“. Der Gedanke dahinter: Manchmal hat man einfach Lust, ins Schwitzen zu kommen und an anderen Tagen ist man offener für spirituelle und emotionale Themen. Einige Yogi*nis haben hier sicherlich ohnehin eine Grundtendenz und dieser Filter fängt das sehr gut auf.

Tag 5 und 6: Theorie und Praxis

Es ist Wochenende und ich habe schön viel Zeit, mich noch intensiver mit dem Angebot auf YogaMeHome zu befassen. Es gibt die Möglichkeit, den Test „Welcher Yoga-Typ bist du?“ zu machen. Als Ergebnis bekommt man zehn individuell passende Videos vorgeschlagen. Auch toll finde ich die Funktion „Überrasche mich“. Hier gibt man nur die gewünschte Dauer und Intensität der Praxis an, im Anschluss werden drei passende Videos vorgeschlagen. Super, wenn man sich etwas uninspiriert fühlt oder keine Zeit hat, sich durch die Datenbank zu klicken.

Als nächstes durchstöbere ich die Auswahl an mehrtägigen Übungsprogrammen auf YogaMeHome:

YogaMeHome Programme Übersicht

Hier gibt es zum Beispiel Yoga für den Rücken, eine Einführung in Ashtanga Yoga, Qigong, Yoga fürs Gesicht, Hormonyoga und viele mehr. Ich sehe mir eine fünfteilige Videotutorial-Reihe von Dr. Peter Poeckh zum Thema „Gesünder praktizieren“ an, in denen er wertvolle Tipps zu Fehlhaltungen im Yoga gibt. Danach schnuppere ich in die Einführung in Thai Yoga Massage von Kai Ribéreau hinein – auch super interessant! Für noch mehr Theorie gibt es einen Blog mit vielen spannenden Artikeln rund um Yoga, Achtsamkeit und Spiritualität.

Nach all der Theorie gehe ich hochmotiviert zurück auf meine Matte und praktiziere zum zweiten Mal mit Danja Lutz. Diesmal suche ich mir einen ruhigen, aber kraftvollen, 45-minütigen Kali-Flow für Mut und Klarheit aus. I love it!

Tag 7: Entspannter Start in den Tag

Es ist der letzte Tag meines Testzeitraums. Natürlich gibt es noch so viel mehr zu entdecken, aber da ich mir inzwischen sicher bin, dass ich noch länger mit YogaMeHome praktizieren werde, picke ich mir für heute eine meiner neu entdeckten „Rosinen“ heraus. So starte ich in den Montagmorgen mit einer 30-minüten Yin-Yogapraxis bei Helga Baumgartner. Ich bin es gewohnt, Yin Yoga eigentlich nur abends zu üben, doch gerade für einen Montag finde ich die Praxis perfekt, da Helga mich unglaublich sanft vom Liegen zu Beginn der Praxis zum Stehen am Ende der Praxis führt.

Yin Yoga mit Helga Baumgartner YogaMeHome

Mein Fazit

Ich bin sehr dankbar, dass ich dank YogaMeHome wieder zu meiner täglichen Praxis zurückgefunden habe. Ich finde, die Plattform ist eine super Möglichkeit, Yoga in den Alltag zu integrieren. Vor allem die mehrtägigen Programme verleiten dazu, regelmäßig an der eigenen Praxis dranzubleiben. Für Yoganeulinge eignet sich die Plattform wunderbar, um einen ersten Überblick zu bekommen und verschiedene Stile und Lehrer*innen auszuprobieren. Natürlich kann und soll Online-Yoga keinen Präsenzunterricht ersetzen. Das sehen sicherlich auch die Macher von YogaMeHome so. Doch es ist eine wundervolle Ergänzung. Außerdem: Für alle, die behaupten, „ich habe doch keine Zeit für Yoga“, gibt es keine Ausreden mehr: Ohne den Weg zum Yogastudio auf sich nehmen zu müssen, kann man sich noch vor der Arbeit von professionellen Lehrer*innen durch einen kurzen Flow leiten lassen – und muss dazu lediglich den Laptop aufklappen.


YogaMeHome wurde 2012 von Yogalehrer Philipp Strohm gegründet und ist ein Video-Portal von Yogi*nis für Yogi*nis und alle, die es noch werden wollen. Teste auch du YogaMeHome!

Exklusiv für unsere YogaWorld Community: 14 Tage YogaMeHome unverbindlich gratis testen mit dem Gutschein-Code: Yoga-Journal

Online Yoga Goodboy Picture Company via Canva

Titelbild: Goodboy Picture Company via Canva

Vegan und herrlich nussig: Pistazien-Mandel-Baklava

Die ultimative Bestätigung, dass dieses Baklava fantastisch schmeckt: Nach dem Fotoshooting hat sich die Crew um die Reste gerissen und innerhalb weniger Minuten waren alle Stücke verputzt. Dieses Rezept von den Profiköchinnen Jessica Wolf und Kristina Mohr stammt aus ihrem Kochbuch „Gemüse feiern! Genial zubereitet – grandios serviert.“

Zutaten Pistazien-Mandel-Baklava mit süßer Kürbiscreme und Berberitzen

Für 8–10 Personen | Zubereitungszeit: 1 Std., Backzeit: 25 Min., Kühlzeit: mind. 30 Min | Auflaufform (ca. 25 × 35 cm)

Für das Pistazien-Mandel-Baklava:

200 g vegane Margarine
100 g Pistazienkerne
100 g Mandeln
50 g Zucker
230 g Filo- oder Yufkateig

Für den Zuckersirup:

200 g Zucker

Für die süße Kürbisceme:

350 g Hokkaidokürbis
2 EL vegane Margarine
2 EL Zucker
300 ml Orangensaft
2 EL Cashewmus
6 EL Ahornsirup

Außerdem 4 EL getrocknete Berberitzen

Zubereitung

Gräfe und Unzer / Lars Walther

Schritt 1

Die vegane Margarine in einem Topf schmelzen lassen. Pistazien und Mandeln sehr fein hacken, dabei 2–3 EL gehackte Pistazien beiseitestellen. Pistazien und Mandeln mit dem Zucker und 2–3 EL flüssiger Margarine verrühren. Die Filoteigblätter in der Größe der Auflaufform zuschneiden. Den Backofen auf 180° vorheizen.

Ein Teigblatt in die Form legen, mit flüssiger Margarine bepinseln, ein weiteres Teigblatt darauflegen, wieder mit Margarine bestreichen und noch ein Teigblatt darauflegen. Ein Drittel der Pistazien-Mandel-Mischung auf dem Teig verteilen. Wieder fünf mit Margarine bestrichene Teigblätter darauflegen, mit einem Drittel der Pistazien-Mandel-Mischung bestreichen und erneut fünf mit Margarine bestrichene Teigblätter darauflegen. Mit der restlichen Pistazien-Mandel-Mischung bestreichen und mit zwei mit Margarine bestrichenen Filoteigblättern bedecken. Die Schichten in kleine rautenförmige Stücke schneiden und mit der übrigen Margarine bestreichen.

Die Baklava im Ofen (Mitte) in 20–25 Min. goldbraun backen

Zuckersirup
Inzwischen den Zucker mit 150 ml Wasser in einem Topf aufkochen und in ca. 15 Min. sirupartig einköcheln lassen.

Süße Kürbiscreme
Den Kürbis waschen, die Kerne entfernen und das Kürbisfleisch in grobe Stücke schneiden. 1 EL vegane Margarine in einem Topf schmelzen lassen, den Kürbis darin andünsten. Mit Zucker bestreuen, karamellisieren lassen und mit Orangensaft ablöschen. Den Kürbis weich köcheln lassen. Das Cashewmus und den Ahornsirup untermischen und alles mit dem Stabmixer fein pürieren.

Schritt 2:

Die Baklava aus dem Ofen nehmen und den heißen oder warmen Zuckersirup daraufgießen. Mit den übrigen gehackten Pistazien bestreuen und abkühlen lassen.

Anrichten

Die Kürbiscreme mit einem Löffel wild auf Desserteller verteilen. Jeweils zwei Baklavastücke darauf anrichten und mit Berberitzen und Pistazien bestreuen.


Über die Autorinnen

Gräfe und Unzer / Lars Walther

Jessica Wolf, vegane Unternehmerin und leidenschaftliche Köchin, gründete 2019 mit Kristina Mohr das vegane Restaurantkonzept „die FETTE BEETE“, das 2020 zu den Gewinnern des deutschen Gastro-Gründerpreises zählte. Kristina Mohr lebt vegan und ist leidenschaftliche Köchin. Gemeinsam mit Jessica Wolf beweist sie in ihrem Restaurant „die FETTE BEETE“ jeden Tag, wie kreativ pflanzliche Küche sein kann. In der angeschlossenen Kochschule geben die beiden Gastronominnen ihr Wissen weiter.


Vegane Rezepte aus der kreativen Profiküche, die auch Nicht-Veganer*innen überzeugen und begeistern – das und vieles mehr gibt es im aktuellen Kochbuch „Gemüse feiern!“ mit dem die Profiköchinnen mit geschmacklichen Highlights durch das ganze Jahr begleiten. Ob Gourmet-Abend mit Freunden, After-Work- oder Candlelight-Dinner: In „Gemüse feiern!“ werfen sich die Zutaten in Schale und treten in den aufregendsten Kombis auf, ob Süßkartoffel-Bruschetta mit Grünkohltopping oder Frittierter Rosenkohl mit Whiskeykaramell.

„Gemüse feiern!“ (240 Seiten), erschienen im GU Verlag


Probiere auch dieses leckere Rezept aus Kristinas und Jessicas Buch „Gemüse feiern!“:

Das Line-up für die Special Workshops auf der YogaWorld Messe 2023

YogaWorld Messe München 2023

Wir präsentieren: Unser Line-up für die acht Special Workshops auf der YogaWorld Mitmachmesse 2023! Hol dir DEIN Ticket und erlebe eine ganz besondere Yogastunde mit diesen tollen Yogalehrer*innen.

Bald ist es soweit. Am 14. und 15. Oktober findet unsere YogaWorld Mitmachmesse in München statt und wir freuen uns schon riesig, denn wir haben wieder ein richtig tolles Line-up für dich zusammengestellt: Yogalehrer*innen wie Dr. Patrick Broome, Gabriela Bozic, Kunal Joseph, Jessica O’Connell, Antje Gruber, Tanja Seehofer & Yann Kuhlmann, Martina Hiltl, Cherryl Duncan, Ute Albrecht-Mayr, The Sat Nam Sessions, Christian Knott, Nadine Gerhardt und Jeannine Rieckhoff bieten in den Yogaspaces offene Stunden für alle Messebesucher*innen an. Infos dazu findest du auf unserer Messe-Seite. Zusätzlich finden auch in diesem Jahr wieder acht ganz besondere Special Workshops statt. Hier kannst du richtig tief in die Praxis eintauchen und Yoga auch mal neu für dich entdecken. Die Plätze sind begrenzt, also sichere dir am besten schnell DEIN Ticket!

Amiena Zylla: Face & Body Yoga

Amiena Zylla ist ausgebildete und studierte Yoga- und Pilateslehrerin, Tanz- und Sportpädagogin. Ihr Herz gehört dem Schreiben, der Bewegung und ihrer Familie. Seit 30 Jahren unterrichtet sie Menschen in Bewegung und bildet sie darin aus. Fast genauso lange ist sie als Autorin tätig. Siebzehn Jahre lang war sie Inhaberin von mehreren Yoga-, Pilates-, Barre- und Faszien-Studios in München, bis sie mit 47 Jahren erkannt hat, dass Dinos und Haie im Badeschaum ihrer Tochter zu entdecken wichtiger ist als nur körperlich anwesend und in Wirklichkeit mit ihren Gedanken bei der Arbeit zu sein. Für Amiena ist Monotasking der Schlüssel zu mehr Gelassenheit!

Amiena wird euch durch eine Face & Body Yoga Praxis führen. Genieße eine wundervolle Session, die unter die Haut geht und auf einzigartige Weise das körpereigene Kollagen & Hyualuron anregt und stimuliert. Erlebe dabei, dass es bei Face Yoga um mehr als nur ein äußeres Erscheinungsbild geht. Es geht um Bewusstsein und die Liebe zum eigenen Spiegelbild.

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Samstag, 14. Oktober// 10:30 – 12:00 Uhr // Lotus Yogaspace


Robert Ehrenbrand: BECOMINGME Yoga

BECOMINGME YOGA stellt eine wilde, freie, effektive und zielführende Verbindung zum Aufbau von innerer Stärke, Dynamik und neuer Energie dar. Das Konzept geht also weit über reine Körperarbeit hinaus. Das erklärte Ziel ist es, eine umfassende Praxis zu etablieren, die der “inneren Lehrpersönlichkeit” folgt, also einen kraftgebenden Rahmen ermöglicht, in dem sich die jeweilige Person ganz frei entfalten und erleben kann. BECOMINGME YOGA ermöglicht dir ein zielgerichtetes Erwecken deiner physischen und mentalen Stärke. Mehr DU SELBST inmitten von unruhigen, fordernden und unsicheren Zeiten!

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Samstag, 14. Oktober// 12:30 – 14:00 Uhr // Lotus Yogaspace

Zum Einstimmen auf den Workshop hat dir Robert eine tolle Playlist zusammengestellt…

Ranja Weis: Yin Yoga & Yoga Nidra

Yin Yoga & Yoga Nidra: Erwecke Deine Seelenkräfte: Du übst eine runde Yin Yoga Sequenz, die das Nervensystem nachhaltig beruhigt und alle Hauptmeridiane anspricht. Dabei liegt der Fokus auf dem Lebermeridian. Das Lebensthema dieses Meridians ist u.a. der eigene Lebenstraum. Die Frage, um die es hier geht, ist: Traue ich mich groß und kühn zu träumen, und kann ich diese Träume und Visionen auch kreativ umsetzen und meiner Schaffenskraft freien Lauf lassen? Um den Lebenstraum zu finden, ist es wichtig, mit der eigenen Seele in Kontakt zu kommen. Daher beschäftigst du dich auch mit dem Konzept des HUN, der Wanderseele. HUN steht teilweise für unser Unterbewusstsein und speichert alles Erlebte, auch das aus früheren Leben, in Bildern und Gefühlen ab, die uns maßgeblich beeinflussen. Wenn HUN von hemmenden Altlasten befreit wird, kann sich der große Lebenstraum oder auch unsere ureigene Bestimmung offenbaren. Am Ende der Sequenz sorgt eine lange Tiefenentspannung im Yoga Nidra dafür, dass Körper, Geist und Gefühlsebene einen Reset bekommen, du Altes loslassen und dich innerlich neu ausrichten kannst.

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Samstag, 14. Oktober// 14:30 – 16:00 Uhr // Lotus Yogaspace


LYLA Soul Yoga Flow (Silent Yoga Disco)

LYLA Silent Disco

LYLA Soul Yoga Flow ist ein Vinyasa Flow, der von Flow with Jodie unterrichtet und von Deep House DJ Sounds von LYLA untermalt wird. Das Ganze findet als Silent Disco Yoga statt und du hörst die Musik während des Flows durch Kopfhörer. Vom fließenden Yoga zum ekstatischen Tanz und einem glückseligen Shavasana, wird diese Session dich Schritt für Schritt dazu bringen, in eine dynamische, Kraft aufbauende Sequenz einzutauchen, die Balance zwischen Ruhe und Kraft zu finden, Grenzen loszulassen und in einen tieferen Zustand der Intuition zu gelangen.

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Samstag, 14. Oktober // 16:30 – 18:00 Uhr // Lotus Yogaspace


Kosta Heiko Wemuth: Shamanic WhiteSound Meditation

Kosta Heiko Wemuth

Entdecke dein inneres Universum mit Kostas schamanischem Gong in Kombination mit Kundalini Yoga. Erfahre die Intensität und Vielfalt des “White Sounds”, eine tiefgründige Erfahrung, die dein Herz berührt und dein Bewusstsein erweitert. Für manche ist es das intensivste, unkonventionellste und “space-igste” Erlebnis, das sie je hatten. Andere wiederum entdecken die Stimme ihres Herzens aufs Neue. Für viele ist es eine der besten Methoden, den Alltag hinter sich zu lassen und in die faszinierende, berührende Klangwelt des Gongs einzutauchen. Mach mit und fühle die Kraft! Nach einem speziell für dieses Erlebnis ausgewähltem Kundalini-Yogaset erwartet dich ein tiefgreifender, entspannender und vitalisierender Prozess, in dem du dich den Schwingungen des Gongs hingibst. Lass dich von den Klängen des Gongs umhüllen und gleite in einen meditativen Zustand. Erlebe, wie der Klang des Gongs und die Gruppenenergie ein eigenes, vibrierendes und elektromagnetisches Feld erzeugen, in dem du dich vollständig entspannen und neu definieren kannst. Der Gong hat das Potential, dein Leben zu verändern!

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Sonntag, 15. Oktober // 10:30 – 12:00 Uhr // Lotus Yogaspace


Michael Forbes: Der Weg zum Glück

Michael Forbes

Michael Forbes ist einer der „Gründerväter“ des Iyengar Yoga in Deutschland, seit 1986 Lehrer und Ausbilder in seinem Yogastudio in München und internationaler Gastlehrer. Gemeinsam mit dir geht er in dieser Yogastunde den „Weg zum Glück! Wie ich als organisches Wesen im Körper die Entstehung vom nachhaltigen Glück anstellen kann“. Erlebe eine ganz besondere Iyengar-Yogastunde.

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Sonntag, 15. Oktober// 12:30 – 14:00 Uhr // Lotus Yogaspace


Franzi Wagner: Contemporary Dance Meets Yoga

CONTEMP YOGA – Contemporary Dance Meets Yoga: In dem Workshop erwartet dich ein spielerischer Zugang zu dem Besten aus beiden Welten. Wir verabschieden uns von festen “Formen und Haltungen”, verbinden die Atmung mit der Bewegung und lassen mit den Prinzipien “ground, release & rise” leichte Flows entstehen, die wir nach und nach zu einem kreativen, tänzerischen Flow zusammenbringen. Das Ganze verbinden wir mit Musik, die uns durch den Flow trägt und für Dynamik & Abwechslung sorgt! Es ist eine besondere Kombination, die dich den Kopf ausschalten und tiefer in die Bewegung eintauchen und lässt. Sei neugierig, probiere es aus: “move your body to free your mind”!

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Sonntag, 15. Oktober  // 14:30 – 16:00 Uhr // Lotus Yogaspace


Dr. Ronald Steiner: The Tantric Way to Guide Energy

The Tantric Way to Guide Energy: In diesem Workshop spürst du die subtilen Energieströmungen in dir auf. Mit den gezielten uralten Techniken beginnst du diese zu lenken. Die polaren Kräfte vereinigen sich und du kannst in eine kosmische Einheitserfahrung eintauchen. Neben der Praxis wirst du in diesem Workshop auch von den philosophischen Hintergründen erfahren und auch einige Textpassagen aus Quelltexten kennenlernen.

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Sonntag, 15. Oktober// 16:30 – 18:00 Uhr // Lotus Yogaspace

#68 Praxisreihe: Metta-Meditation – mit Timo Wahl

Timo Wahl Metta Meditation Cover YogaWorld Podcast
Foto: Xenia Bluhm

Übe dich in liebender Güte gegenüber anderen und dir selbst

Bestimmt hast du schon mal von Metta, dem buddhistischen Konzept der liebenden Güte, gehört. Doch was genau ist damit gemeint? Der Begriff Metta stammt aus dem Pali, der Sprache Buddhas. Liebende Güte ist die uns innewohnende Qualität, alle Lebewesen mit Liebe anzunehmen und auf eine fürsorgliche Weise zu betrachten. Die Metta-Meditation lebt von Visualisierung, wobei bewusst nach den gütigen Anteilen eines Menschen geschaut wird. Das Ziel ist, unsere Fähigkeit, andere wohlwollend zu betrachten und damit anzunehmen, zu erhöhen. Je öfter wir die Meditation der liebenden Güte üben, desto leichter fällt es uns, diese in unser Leben zu übertragen und die Art und Weise zu verändern, wie wir auf andere reagieren.

In dieser Folge der Praxisreihe leitet dich Timo Wahl durch eine kurze Metta-Meditation. Timo war bereits bei uns im „YogaWorld Podcast“ zu Gast und hat uns eine zweiteilige Einführung in das Thema Buddhismus gegeben. Höre dir dazu gerne nochmal die Folgen #65 und #66 an. Hier hat Timo bereits über die Metta gesprochen – und heute darfst du gemeinsam mit ihm üben.

Traditionell geschieht die Metta-Meditation in vier Schritten: Zunächst fokussiert man sich dabei auf sich selbst, dann auf eine nahestehende Person, auf eine neutrale Person und schließlich auf einen Menschen, zu dem man ein eher schwieriges Verhältnis hat. Timo hat jedoch im Westen die Erfahrung gemacht, zunächst mit der liebenden Güte gegenüber einer nahestehenden Person zu beginnen und dann erst zu sich selbst vorzudringen.

Wir wünschen dir viel Freude damit!

Wegweisend im Leben – die vier Purusharthas

Lehre der Purushitas als Wegweiser

Zwischen Pflicht und Lust, Erfolg und persönlicher Entwicklung kommt es nicht selten zu Konflikten. Die altindische Lehre der Purusharthas hilft, die vier wichtigsten Aspekte für ein erfülltes Leben besser ins Gleichgewicht zu bringen. Ein yogischer Ratgeber für Selbsterkenntnis und eine clevere Lebensführung.

Führe ich ein erfülltes, ausgeglichenes Leben? Eine wichtige Frage, die sich nicht einfach mit „ja“ oder „nein“ beantworten lässt. In diesen hektischen, mit Aktivitäten und Verpflichtungen vollgepackten Zeiten verliert man schnell den Blick fürs Wesentliche. Aber lässt man Traumfigur, Kontostand oder den Kampf mit lieben Gewohnheiten mal beiseite, dann kann Raum für einen Ansatz entstehen, der dem Leben eine neue, positive Ausrichtung gibt.

Die Yogaphilosophie hat dafür ein Modell für eine grundlegende Selbstreflexion, die Purusharthas. Unter diesem Begriff sind vier als Lebensziele verstandene Punkte zusammengefasst. Dharma (Pflicht, Ethik), Artha (Wohlstand, Fülle), Kama (Freude, Sinnesbefriedigung) und Moksha (Streben nach Befreiung). Die ausgewogene Kombination dieser vier Punkte ist so etwas wie die Blaupause für menschliche Erfüllung. Daran zu arbeiten, hilft das Leben auf tiefe und ganzheitliche Weise ins Gleichgewicht zu bringen. Beispielsweise Rod Stryker, der 2011 mit „The Four Desires“ ein Buch zum Thema veröffentlicht hat, meint: „Die Purusharthas sind eine Art yogischer Ratgeber für eine clevere Lebensführung.“

Was genau sind die Purusharthas?

Die Purusharthas werden ausführlich im Epos Mahabharata behandelt, das auch die Bhagavad Gita enthält. Ursprünglich gehen sie jedoch auf den Rigveda zurück, die älteste und wichtigste Schrift des Hinduismus. „Im Rigveda werden die Purusharthas als dem Universum innewohnende Werte betrachtet“, erklärt Douglas Brooks, Tantralehrer und Professor für Religionswissenschaften. „Der Kosmos gilt als lebendiges Wesen. Die Aspekte Ethik, Wohlstand, Vergnügen und Freiheit sind Teil dieses Kosmos. Also keine psychologischen Konzepte, die nur den Menschen betreffen. Setzt man sich als Mensch mit diesen Aspekten auseinander, dann kann man dazu beitragen, Mikro- und Makrokosmos besser in Einklang zu bringen.“

Um die Purusharthas zu begreifen, rät Stryker, den Sanskrit-Begriff in seine Bestandteile zu zerlegen. Purusha bedeutet so viel wie Seele: das wahre unsterbliche Selbst, das Teil des Universums ist. Artha kann außerdem mit Fähigkeit, Ziel oder Erfüllung übersetzt werden. Zusammengenommen bedeutet Purushartha also in etwa Ziel der Seele. Der Begriff lädt deswegen ein, das Leben in einem größeren Zusammenhang zu betrachten. Inwiefern dient mein alltägliches Tun meinen innersten Zielen? Und wie fördert es auch das kosmische Gleichgewicht?

„Die Purusharthas verhelfen auf intelligente Weise zu einem ausgeglichenen Leben“, sagt unsere Expertin für Yogaphilosophie, Sally Kempton. „Doch das erfordert Reflexion. Man muss sich stetig selbst fragen: Welche Aspekte erhalten zu viel Gewicht? Kurz gesagt: Die Purusharthas können helfen, das Leben auf Stimmigkeit zu prüfen, kluge Entscheidungen zu treffen und praktische Probleme zu lösen. Sally Kempton weiß: „Am Lebensende wird man sich fragen: Habe ich richtig gelebt? Meiner Meinung nach hängt das davon ab, wie gut ausgeglichen die Purusharthas waren.“

Dharma – die Pflicht

Des Weiteren ist Dharma ein komplexer Begriff. Denn er kann mit Pflicht, Ethik, Rechtschaffenheit, Arbeit, Gesetz, Wahrheit oder Verantwortung übersetzt werden, genauso aber auch die buddhistische oder hinduistische Lehre bezeichnen, die sich mit diesen Punkten befasst. Dharma ist deshalb gleichbedeutend mit der eigenen Aufgabe im Leben, mit dem, was uns antreibt, jeden Tag erneut aufzustehen und das zu tun, was getan werden muss. „Um Dharma zu begreifen, hilft ein Blick auf den Wortstamm. Er bedeutet im Wesentlichen stärken, begründen oder Struktur schaffen“, erläutert Douglas Brooks. „Es geht also um das, was dem Leben Struktur gibt: sich seinen Aufgaben zu stellen und im Rahmen dieser Struktur so zu handeln, dass man sich selbst und der Gesellschaft dient.“

Der Hintergrund: Die Yogaphilosophie geht von einer kosmischen Ordnung aus, Sanatana-Dharma. Sie bildet die Grundlage jeglicher Lebensstruktur. Neben dieser kosmischen Ordnung unterliegt jeder Mensch aber auch seinem individuellen Dharma, dem so genannten Svadharma. Dieses ist wiederum das Resultat von Geburtsumständen, Karma, Talenten und Entscheidungen, die ein Mensch im Lauf seines Lebens trifft. „Dharma bezieht sich auf die Taten in diesem Leben. Das kann viele Formen annehmen“, erklärt Gary Kraftsow, der Autor des Viniyoga-Buches „Kraftquelle Yoga“. „Als Vater ist mein Dharma, mein Kind großzuziehen. Weil ich Yogalehrer bin, beinhaltet mein Dharma, zum Unterricht zu erscheinen und die Lehre weiterzugeben. Als Staatsbürger bedeutet mein Dharma auch, dass ich Steuern zahlen muss. Was auch immer ansteht. Mein Dharma verlangt deshalb, dass ich mein Bestes gebe, um dem Leben und mir selbst im Hier und Jetzt zu dienen.“

Für manche zeigt sich Dharma als eindeutige Berufung: Landwirt, Lehrerin, Mutter, Dichter oder Präsidentin. Für andere spielt so etwas keine so große Rolle. Dharma bedeutet dann, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, familiären Pflichten nachzukommen, Teil der Gesellschaft zu sein. All das lässt sich allerdings auch mithilfe eines mäßig interessanten Jobs bewerkstelligen. „Ein verhasster Job, der das Leben zur Hölle macht, ist vielleicht nicht dharmisch“, räumt Kraftsow ein. „Aber manchmal bedeutet die Erfüllung des Dharma auch, das anzunehmen, was gerade ist.“

Für Menschen in der westlichen Welt, wo idea­lerweise Familie, Geschlecht und Hautfarbe keine Rolle spielen, ist der Begriff Dharma manchmal schwer fassbar. John Friend, der Begründer des Anusara Yoga, meint dazu: „Ich verstehe es so: Welche der möglichen Optionen dient einem selbst und der Welt am besten?“ Das bedeutet auch, den eigenen Werten treu zu bleiben und sich selbst, seine Familie, sein Umfeld und die Welt entsprechend respektvoll zu behandeln. „Dharma bezeichnet die ethischen Grundsätze, an denen man sein Leben ausrichtet“, erläutert Sally Kempton, „die persönliche Quintessenz. Ich übersetze es gern als ‚Weg des Guten’.“ Dieses Dharma sollte jede Handlung und Entscheidung im Leben bestimmen, meint Kempton.

Artha – der Wohlstand

In gewisser Weise sollten alle anderen Purusharthas aus dem Blickwinkel von Dharma betrachtet werden. Das gilt ganz besonders für Artha, das mit Wohlstand, Reichtum, Fülle oder Erfolg übersetzt werden kann. Artha ist zunächst der materielle Wohlstand, der das Leben erleichtert. Es sind aber auch all jene Dinge gemeint, die man zum Leben und zur Erfüllung seiner Aufgaben einfach benötigt. Auch Yoga und Reichtum passen zusammen. Viele Lehrende nennen Artha als erstes der Purusharthas, weil ohne Nahrung, Obdach oder Schutz vor Gefahren alle anderen Purusharthas unwichtig werden. Artha deckt die grundlegenden materiellen Bedürfnisse ab und ermöglicht so erst das Verfolgen anderer Ziele. Ob Wohnung, Auto oder Küchenutensilien. Artha bezieht sich zunächst auf Dinge. Für eine*n Schriftsteller*in sind das vielleicht Stift und Papier, für eine*n Yogi*ni ein Raum für eine ungestörte Praxis. Es kann aber auch für Wissen oder Bildung stehen. Eine Voraussetzung, die zum Beispiel ein Arzt oder eine Ärztin zur Erfüllung des Dharma braucht.

Genau wie Dharma ist Artha ein wandelbarer Begriff. „Als ich begann, die Purusharthas zu lehren, stand Artha für Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf“, scherzt der Yogalehrer Gary Kraftsow. „Inzwischen gehören auch Handy und Internetzugang dazu.“ Was man braucht, hängt immer davon ab, welche Rolle man innehat. Dabei sind materieller Besitz und sogar Reichtum an sich nichts Schlechtes. Wichtig ist nur, Artha nicht überzubewerten. Das fällt besonders in unserem Kulturkreis schwer, in dem Erfolg und Wohlstand einen Selbstwert darstellen. Brooks zufolge kann ein Perspektivwechsel helfen, besser mit Artha umzugehen: „Artha fordert den Menschen auf, sich geschickt in einer Welt voller Objekte zu bewegen, die zu seinem Nutzen existieren. Es geht nicht darum, sich der Welt zu verschließen, sondern zufrieden mit dem zu sein, was man besitzt, leiht oder verwaltet. Und es geht um Selbstreflexion: Was ist in meinen Augen wirklich wertvoll?“

Sally Kempton ist der Meinung: „Artha steht für die Fähigkeiten, die man entwickelt, um ein erfolgreiches weltliches Leben zu führen. Nach meiner Erfahrung sind Menschen, die mit Artha auf die eine oder andere Art nicht umgehen können, unzufrieden. Genug Geld zum Leben und für den Familienunterhalt zu haben, ist Teil der grundlegenden menschlichen Würde.“

Kama – das Vergnügen

Kama oder der Wunsch nach Vergnügen treibt laut Rod Stryker die Menschheit an. „Hinter allem menschlichen Handeln steckt der Wunsch nach Vergnügen“, sagt er. „Kama kann sinnliche Befriedigung meinen. Es umfasst aber auch Kunst, Schönheit, Intimität, Freundschaft und Güte: Was immer das Leben schöner macht. Auch Verzicht kann Freude bedeuten.“

Dass Kama bei vielen ein schlechtes Image hat, hängt sicher damit zusammen, dass es dazu verleiten kann, über die Stränge zu schlagen. Exzessives Kama kann zu Maßlosigkeit, Abhängigkeit, Faulheit, Neid und anderen „Todsünden“ führen. Wenn es jedoch zur Erfüllung des Dharma dient, hat es durchaus seine guten Seiten. „Im Kontext des Dharma gesehen repräsentiert Kama die Fülle des Lebens“, erklärt Stryker. „Alles Handeln ist durch Wunschbefriedigung motiviert. Das Leben dient einem höheren Zweck, aber auf dem Weg dorthin erfreut man sich an Familie, Freunden, Kunst, Liebe und Harmonie.“

Wenn man sich die eigenen Wünsche bewusst macht, kann man sich besser auf diejenigen konzentrieren, die wirklich wesentlich sind. „Das bewusste Streben nach Kama ist eine tiefe yogische Praxis“, meint Sally Kempton. „Kama auf yogische Weise zu praktizieren, bedeutet, im Hier und Jetzt zu leben. Ob ein Stück Pizza oder eine herzöffnende Meditation. Freude kann viele Formen annehmen. Als Yogi*ni lernt man zu unterscheiden, welche Freuden göttlich sind und der Seele gut tun und welche ein leeres Gefühl hinterlassen und über die eigentlichen Themen hinwegtäuschen.“ Laut Brooks kann achtsam gewähltes Vergnügen helfen, das Dharma mit Leidenschaft zu erfüllen. „Leidenschaft ist nicht das Problem, sie ist die Lösung.“

Moksha – die Freiheit

Moksha oder Befreiung gilt als das höchste aller Purusharthas. „Im Grunde genommen geht es immer um Freiheit“, erläutert John Friend: „Man will frei sein von bestimmten Dingen und frei, um etwas Bestimmtes zu tun. Frei von Leid und von allen Blockaden, die einen daran hindern, die eigene Stärke und Lebendigkeit zu spüren.“ Im allerweitesten, höchsten Sinn ist Moksha gleichbedeutend mit Nirvana, der endgültigen Befreiung aus dem ewigen, Leid stiftenden Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt. „Moksha steht für den Ausstieg aus diesem leidvollen Kreislauf“, so Kempton. „Auch wenn man ein dharmisches Leben führt, gut für sich und seine Familie sorgt, sein Berufs- und Familienleben genießt, wird all das letztlich unbefriedigend bleiben ohne die Praktiken, die zu Moksha führen.“

Dennoch darf man Moksha nicht als einen abgehobenen Zustand verstehen, den es ultimativ und unter Ausschluss der menschlichen Erfahrung zu erreichen gilt. „Hier stellt sich die Frage: Ist Moksha Ziel oder Wesen des Menschen?“, sagt Brooks. „Das heißt, muss man erst frei werden oder wird man frei geboren? Die einen sehen Moksha als etwas Jenseitiges, das Gegenteil von Dharma. Andere argumentieren, dass jeder Mensch vom Wesen her frei ist, hier und jetzt.“ Anders gesagt: Die bloße Rückbesinnung auf die uns innewohnende Freiheit verleiht Dharma und allem, was man im Leben tut, Sinn. Es geht um die innere Freiheit. Yoga ist ein ganz praktischer Weg, Moksha zu üben. „Man ist so frei, wie man sich fühlt“, so Brooks. „Wie wäre es mit einem kleinen Perspektivwechsel: Man ist so unendlich frei, dass man Bindung braucht. Woran bindet man sich?“ Und hier kommt wieder Dharma ins Spiel.

Zu viel Hamsterrad? Zu viel Freizeit? Auf die Ausgewogenheit kommt es an

Um das Purusharthas-Modell auf das eigene Leben anzuwenden, ist es nicht nur wesentlich, immer wieder die einzelnen Aspekte und ihre Bedeutung zu betrachten, sondern vor allem auch ihr Gleichgewicht. Arbeitest du so viel, um deinen Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen, dass dein Leben zum Hamsterrad wird? (Zu viel Dharma, zu wenig Kama.) Sind Privatvergnügen für dich so wichtig, dass Familie und Freunde zu kurz kommen? (Zu viel Kama, zu wenig Dharma.) Ist der Gelderwerb so vordergründig, dass keine Zeit zum Meditieren bleibt? (Zu viel Artha, zu wenig Moksha.) Verbringst so viel Zeit mit Yoga, dass du die Miete nicht zahlen kannst? (Zu viel Moksha, zu wenig Artha.)

Die Gewichtung der einzelnen Purusharthas wird immer verschieden sein. Der Schwerpunkt einer jungen Mutter liegt in erster Linie auf dem Dharma der Kindererziehung und dem dafür benötigten Artha. Ein älterer Mann am Ende seines Lebens ist dagegen bereit, Dharma und Artha weitgehend hinter sich zu lassen und wird sich Moksha zuwenden. Ein*e Unternehmer*in in Vertragsverhandlungen wird sich auf Artha und Dharma konzentrieren. Ein*e Student*in in den Semesterferien hingegen gibt sich in den Semesterferien eher Kama hin. Das hat alles seine Richtigkeit. Das Gleichgewicht der Kräfte ist nicht wörtlich zu nehmen. Es geht um den Versuch, ein bewusstes Leben zu führen, das alle Anteile integriert und dem eigenen Wesen entspricht.

Diese Aufgabe beginnt, wie so oft, auf der Matte. „Yoga ist die Kunst, Mensch zu sein“, schließt Brooks. „Die Purusharthas fordern auf, über seine Aufgabe in dieser Welt, seine Werte, Beziehungen und Leidenschaften zu meditieren. Es gilt nicht, diese Aspekte zu heilen, auszulöschen oder zu transzendieren. Sie sind einfach Teil des Lebens. Deshalb bedeutet sie zu integrieren, das Leben zu lieben.“

Mache hier den Purushartha-Check und finde raus, wo du persönlich noch Wachstumspotential hast.

Hilari Dowdle - Lehre der Purushitas

Hillari Dowdle, ehemalige Redakteurin für das amerikanische YOGA JOURNAL, lebt und schreibt in Knoxville, Tennessee.


Foto: Jordan Ladikos/ www.unsplash.com