Cremesuppen schmecken mit einem kreativen Topping gleich doppelt so gut. Ein Topping bietet überraschende Kontraste – in Geschmack und Konsistenz. Das Rezept für diese frische und intensive Gremolata zu der sanften Blumenkohlsuppe von den Profiköchinnen Jessica Wolf und Kristina Mohr stammt aus ihrem Kochbuch „Gemüse feiern! Genial zubereitet – grandios serviert.“
Zutaten für die herzhafte Suppe mit spannenden Aromen
Für 4 Personen | Zubereitungszeit: 40 Minuten
Für die Gremolata:
1 rote Zwiebel 1 geh. EL eingelegte Kapern ½ Bio-Zitrone 2 EL neutrales Öl 2 geh. EL Semmelbrösel 1 TL Ahornsirup Salz, Pfeffer
Für die Blumenkohlsuppe:
20 g Knollensellerie 1 Zwiebel 1 mehligkochende Kartoffel ½ Blumenkohl 2 EL neutrales Öl ca. 850 ml Gemüsebrühe 1 TL Zitronensaft 3 TL Ahornsirup 1 Msp. frisch gemahlene Muskatnuss Salz, Pfeffer
Zubereitung der Blumenkohlsuppe mit Topping
Gräfe und Unzer / Lars Walther
Gremolata – Die Zwiebel schälen und fein würfeln. – Die Kapern fein hacken. – Die Zitrone heiß waschen, trocken tupfen und die Schale abreiben. – Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin goldbraun anrösten. – Die Kapern und danach die Semmelbrösel unterrühren, alles etwas anrösten. – Mit Zitronenschale, Ahornsirup, Salz und Pfeffer abschmecken.
Blumenkohlsuppe – Sellerie und Zwiebel schälen, die Kartoffel waschen. Alles separat in Würfel schneiden und beiseitestellen. – Den Blumenkohl putzen, waschen und in Röschen teilen. – Das Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel darin anschwitzen, Sellerie und Blumenkohl ein paar Minuten anbraten. – Die Kartoffel untermischen und mit Brühe ablöschen. Das Gemüse in 15–20 Min. weich köcheln. – Zitronensaft und Ahornsirup untermischen. – Das Gemüse im Topf mit dem Stabmixer oder im Hochleistungsmixer cremig pürieren. – Die Suppe mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.
Anrichten Die Suppe in tiefe Teller verteilen und mit der Gremolata toppen.
TIPP: Die Suppe lässt sich hervorragend für später vorbereiten und auch tiefkühlen. Sollte sie nach dem Aufwärmen zu sämig sein, einfach etwas Wasser oder Gemüsebrühe angießen und noch einmal abschmecken.
Über die Autorinnen
Gräfe und Unzer / Lars Walther
Jessica Wolf, vegane Unternehmerin und leidenschaftliche Köchin, gründete 2019 mit Kristina Mohr das vegane Restaurantkonzept „die FETTE BEETE“, das 2020 zu den Gewinnern des deutschen Gastro-Gründerpreises zählte. Kristina Mohr lebt vegan und ist leidenschaftliche Köchin. Gemeinsam mit Jessica Wolf beweist sie in ihrem Restaurant „die FETTE BEETE“ jeden Tag, wie kreativ pflanzliche Küche sein kann. In der angeschlossenen Kochschule geben die beiden Gastronominnen ihr Wissen weiter.
Vegane Rezepte aus der kreativen Profiküche, die auch Nicht-Veganer*innen überzeugen und begeistern – das und vieles mehr gibt es im aktuellen Kochbuch „Gemüse feiern!“, mit dem die Profiköchinnen mit geschmacklichen Highlights durch das ganze Jahr begleiten. Ob Gourmet-Abend mit Freunden, After-Work- oder Candlelight-Dinner: In „Gemüse feiern!“ werfen sich die Zutaten in Schale und treten in den aufregendsten Kombis auf, ob Süßkartoffel-Bruschetta mit Grünkohltopping oder Frittierter Rosenkohl mit Whiskeykaramell.
„Gemüse feiern!“ (240 Seiten), erschienen im GU Verlag
Probiere auch dieses leckere Rezept aus Kristinas und Jessicas Buch „Gemüse feiern!“:
Das Meer ist ein großer Lehrer, findet der Yogi, Surfer und Fotograf Thomas Zielinski. Hier erzählt er von seiner ganz persönlichen Beziehung zum Ozean, er erklärt, was er von ihm gelernt hat und was das mit Yoga zu tun hat.
Text & Fotos: Thomas Zielinski
Als wir vor circa 20 Jahren zu dritt zusammengepfercht im vollgepackten Opel Corsa auf der Autobahn in Richtung Frankreich fuhren, war mir nicht im geringsten bewusst, welch prägenden Einfluss dieser eine Trip an den Atlantik auf all die darauffolgenden Reisen in meinem Leben haben würde. Nicht nur war ich auf dem Rücksitz noch eine gefühlte Ewigkeit vom Meer entfernt, ich war auch noch Jahre entfernt von einem Mindset, das sich mit dem Hier und Jetzt zufrieden zu geben weiß. Und so wuchs die Ungeduld mit jedem Kilometerschild, das wir passierten, und mit jedem Kreisverkehr, der uns in den kleinen Ortschaften des Südens ausbremste. Nach erschöpfenden 1600 Kilometern schien die Küste endlich in spürbarer Reichweite und je mehr wir uns ihr näherten, desto dunkler wurde der Himmel an diesem Nachmittag.
Vor dem Pinienwald angekommen, hasteten wir sofort Richtung Düne, begleitet von einem immer lauter werdenden Donnergrollen. Etliche Touristen eilten uns entgegen und warfen uns skeptische Blicke zu. Oben auf der Düne lag es dann endlich vor uns, das Ziel unserer Reise, dessen Anziehungskraft uns schon aus 1600 Kilometern Entfernung in den Bann gezogen hatte: das Meer. Geradezu nahtlos ging sein dunkles Blau in den Horizont über. Durch den warmen Sand rannten wir zum Ufer, von oben prasselten dicke Regentropfen auf uns herab. Wir rissen uns die T-Shirts vom Leib, schmissen sie auf den leergefegten Strand und sprangen in die Brandung. Wild warfen uns die Wellen hin und her – und wir, nur ein kleiner Teil von etwas Großem, gaben uns dem Meer hin und waren einfach nur glücklich und beseelt. Mir war sofort klar: Es würde keine Reise mehr ohne Meer geben.
Etliche Surf- und Yogareisen später ist diese Faszination ungebrochen. Und ich bin damit gewiss nicht alleine. So wie das Licht Insekten anzieht, so zieht das Meer den Menschen an und lässt ihn immer wieder strapaziöse Irrfahrten in Kauf nehmen, nur um ein paar Tage in der Nähe dieser Kraftquelle zu verbringen. Schneller noch als jeder Tempel oder jede Kathedrale schafft es das Meer, uns unmittelbar ins Hier und Jetzt zu holen.
Man könnte auch sagen: Das Meer ist Pratyahara für alle. Die fünfte Stufe des Ashtanga-Weges, der Rückzug der Sinne, wird hier ganz simpel erlebbar gemacht – auch für Menschen, die mit Yoga noch nie in Kontakt gekommen sind. Hier tun sie es, ohne es zu wissen. Der Blick auf die Weite der See spült, ob man will oder nicht, die Reizüberflutungen des Alltages einfach weg. Bereits wenige Tage am Meer reichen aus, um sich wieder bewusst zu werden, wie wenig es eigentlich braucht, um zufrieden zu sein, zu wissen, dass der Moment, so wie er gerade ist, perfekt ist. Santosha kann so einfach sein!
Das Meer ist wie eine große, tiefe Meditation: Wir beobachten, wie es sich durch äußere Umstände wie Ebbe, Flut und Winde ständig verändert, so wie auch unser Bewusstsein sich stets verändert. Wellen kommen und Wellen gehen. Mal ist es stürmisch und mal entspannt. Wir lernen, dass kein Zustand im Sein eingemeißelt ist, sondern alles stets im Fluss, in Bewegung. Und uns wird deutlich, dass wir so viel mehr Zufriedenheit in unser Leben bringen, wenn wir uns dessen bewusst sind.
Von der Zeit am Meer können wir aber noch weitere Lehren für unsere eigene „innere“ Reise mitnehmen und weitergeben. Ganz egal, ob man an Gott oder an etwas „Höheres“ glaubt oder nicht – das Meer ist zweifelsfrei eine höhere Macht. Es erlaubt uns einen Perspektiv-Wechsel, den wir ruhig öfter in unserem Leben einnehmen könnten: Auf imposante Art und Weise zeigt es uns, wie klein und unbedeutend wir doch im Vergleich zum „Großen und Ganzen“ sind. Und das, indem es einfach nur da ist. Im Kontakt mit dem Ozean lassen wir schneller von unserem Ego ab als in jeder Asana-Praxis. Dafür müssen wir nicht erst von einer gefährlichen Strömung mitgerissen werden. Wir spüren ganz intuitiv, wieviel größer und stärker die Kraft dieser Natur ist. Gibt es eine schönere Art Demut zu praktizieren?
Sich dieser höheren Macht hinzugeben, lehrt uns das fünfte der Niyamas, Ishvara Pranidhana. So groß unsere Vorfreude auf die lang erwartete Zeit am Ozean auch sein mag, so sehr wir uns bestes Wetter und perfekte Wellen erträumen – am Ende zeigen uns auch hier höhere Mächte, dass kein Tag so sein wird wie der andere. War heute noch alles perfekt und voller Sonnenschein, so können wir uns schon morgen inmitten wilder, stürmischer Bedingungen wiederfinden.
Wir begreifen, dass wir keine Kontrolle darüber haben, was uns widerfährt. Was wir aber kontrollieren können – hier wie auch in den Wirren unseres Alltags – ist, wie wir mit der jeweiligen Situation umgehen: Versuchen wir dagegen anzukämpfen und werden frustriert oder versuchen wir loszulassen, lernen zu akzeptieren, was ist, und machen das Beste aus den Umständen? Selbst wenn der Himmel heute grau und der Wind kalt ist: Ich kann selbst wählen, den Tag nun frustriert zu verbringen oder ihn alternativ zu gestalten, mit Dingen, die mir und meiner Umgebung Freude bereiten.
Wir sind alle gleich
Im sechsten Kapitel der Bhagavad Gita lehrt Krishna seinen Schützling Arjuna: „Als sehr fortgeschritten gilt der Yogi, der aufrichtige Gönner, zugeneigte Wohltäter, Neutralgesinnte, Vermittler und Neider, Freunde und Feinde sowie die Frommen und die Sünder alle mit gleicher Geisteshaltung sieht.“ Equal Vision lautet die Devise – und auch hier können wir das Meer als Lehrmeister sehen, denn egal ob arm oder reich, dick oder dünn, groß oder klein, schwarz oder weiß: Der Ozean macht keine Unterschiede zwischen denen, die sich in und an ihm tummeln. Er birgt für alle die gleichen Gefahren und die gleiche Freude.
In seinem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Buch „Barbarian Days“ beschreibt der Surfer und New-Yorker-Redakteur William Finnegan den Ozean als einen gleichgültigen Gott, gefährlich und übermächtig und zugleich der Ursprung von allem. Auch im Yoga kennen wir so etwas: Wir alle sind spirituelle Wesen, Teil von etwas Größerem, aber wir haben diesen wahren Ursprung im Laufe der Zeit einfach vergessen. So wie ein isolierter Tropfen aus dem Meer scheinen wir die Verbindung zu unserer wahren Essenz verloren zu haben – zu der wir durch unsere Yogapraxis nach und nach zurückfinden wollen.
Unsere Zeit ist begrenzt
Das ist vielleicht ist die größte Lehre, die ich von all meinen Reisen ans Meer mitnehme: Mir ist bewusst, dass ich nur eine gewisse Anzahl an Tagen zur Verfügung haben werde. Also versuche ich, jeden Tag in den Wellen voll auszukosten, egal wie gut oder schlecht sie sind. So oft es geht. Ich beginne jeden Tag mit einem positiven Mindset und bleibe enthusiastisch. Diese Zufriedenheit, Santosha, egal ob am Meer oder im gewöhnlichen Alltag, die Fähigkeit, unsere oft selbstgemachten Probleme entspannter zu sehen, dazu müssen wir nicht erst die Erleuchtung finden.
Dem Meer ist es übrigens ohnehin egal, wie wir uns entscheiden. Unser Sein oder Nicht-Sein wird nichts daran ändern, dass sich Ebbe und Flut auch in den nächsten tausend Jahren alle sechs Stunden abwechseln. Die Gezeiten werden die Energie regelmäßig von einer Küste zur anderen transportieren und das Wasser in Bewegung halten, ganz egal welches Unwetter über ihm tobt, völlig egal, wie groß ein Unterwasserbeben sein mag. Das Meer wird ganz einfach so weitermachen wie seit 200 Millionen Jahren.
THOMAS ZIELINSKI ist Coach, Texter, Fotograf, Jivamukti-Yogalehrer und Surfer. Er veranstaltet regelmäßig Yoga- und Surf-Retreats (das nächste findet im Oktober 2023 in Ericeira/Portugal statt), hält Yoga-Workshops und möchte Menschen inspirieren, sich selbst neu zu entdecken und Potentiale zu entfalten. Auch in seinem Podcast „Get Wet Soon“ dreht sich alles rund um Yoga, Kreativität und Surfen.
Unsere Playlist des Monats kommt im Juli von Felizitas Blosat und steht ganz unter dem Motto „Get out of your own way“. Vielleicht kennst du Felizitas schon von unseren YogaWorld-Messen. Auch auf der letzten YogaWorld in Stuttgart hat sie einen ganz besonderen Workshop angeboten: eine „Shake the Dust“-Session.
Das Konzept hierfür wurde von Satu Tuomela entwickelt und hat nun auch seinen Weg hierher nach Deutschland gefunden. Die Musik spielt bei „Shake the Dust“ eine zentrale Rolle. Felizitas erklärt dir in diesem Artikel, worum es bei dieser besonderen Art der Praxis geht und führt dich Schritt für Schritt durch ihre Playlist. Stell dich ein auf Schwitzen, Burpees, die ein oder andere Emotion, „wirble den Staub auf“, befreie dich von Limitierungen und komme voll und ganz bei dir an.
Playlist „Shake the Dust – get out of your own way“
Über „Shake the Dust“
Schon in den ersten Yogastunden, die ich nach meiner Vinyasa-Ausbildung gegeben habe, waren Elemente aus anderen Bewegungspraktiken sowie freie Bewegung und Tanz oft ein wichtiger Bestandteil. Irgendwie hat sich das für mich intuitiv richtig angefühlt und ich verbinde gerne scheinbare Gegensätze miteinander. Irgendwann habe ich dann die von Satu Tuomela entwickelte „Shake the Dust“-Session entdeckt und fand es von Anfang an großartig. Vor einem halben Jahr habe ich dann an einer ihrer Ausbildungen teilgenommen und seitdem schon viele Menschen durch diese besondere Praxis begleitet.
„Shake the Dust“ ist kein Yoga im klassischen Sinne und dennoch sehr yogisch – es bringt dich ins Hier und Jetzt. Mit Hilfe deines wunderbaren Körpers begegnest du dir selbst, mit allem, was dazu gehört, jeder Emotion, jedem Gedanken, deinen Mustern, deinen Widerständen, deiner Freude. Ein tiefes Gefühl von Lebendigkeit entsteht.
Die Praxis besteht aus verschiedenenElementen aus den Bereichen Yoga, HIIT, Pilates, Somatics, freier Bewegung und sogar Aerobic. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und die Playlist ist quasi die Basis und ein Hauptbestandteil. Begrüße jeden Song als einen neuen Container, in dem du dich auf eine Bewegung mit vollem Herzen einlässt. Bleib dabei, auch wenn es dir endlos vorkommt, du schwitzt, dein Herz schneller schlägt oder du dich langweilst.
Auch im Leben abseits deiner Matte bist du manchmal mit Situationen konfrontiert, die dir eng oder endlos erscheinen. Vielleicht gelingt es dir, auch in den Containern Freiheit zu finden. Tempo und Intensität bestimmst du selbst. Lass dich von der Musik tragen, atme groß und laut, gerne immer wieder durch den Mund aus. Erlaube dir Geräusche – das kann so befreiend sein. Lachen, weinen, schreien – alles ist erlaubt.
So könnte deine „Shake the Dust“-Praxis aussehen
„Residue“ und „What If This Was Your Last Breath“: Ankommen
Der erste Song in dieser Praxis ist für dich zum Ankommen. Du bist hier ganz frei. Vielleicht liegst du auf der Matte, spürst deinen Körper, deinen Atem oder den Raum. Wenn Bewegung da ist, lass sie da sein – wenn nicht, dann nicht. Von wo auch immer du gerade bist, findest du für den zweiten Song eine Position, in der du einfach lauschen kannst. Rückenlage, ein aufrechter Sitz oder auch Stehen – alles ist erlaubt. Wie fühlst du dich mit dieser Freiheit?
„Hula Hoop“: Heel Tapping
Ein neuer Song begleitet dich dann auf deine ganz eigene Weise und in deinem Tempo in einen aufrechten Stand. Du hast viel Zeit dahinzukommen. Vielleicht nutzt du Bewegungen, die dir vertraut sind, vielleicht eine dynamische Schulterbrücke, Katze-Kuh, ein paar Bewegungen im Herabschauenden Hund. Erkunde was entstehen will, bevor ein Gedanke darüber da ist. Du hörst den einsetzenden Beat, der den Container „Heel Tapping“ ankündigt. Lass deine Fersen sich gleichzeitig immer wieder auf und ab bewegen. Vielleicht wird im Laufe der Zeit daraus ein nach unten Springen, ein Landen, ein Ankommen.
Zwischen den Containern
Zwischen den Container-Songs kommen kürzere, meist ruhigere Songs, in denen du dich einfach bewegen kannst wie du möchtest, ganz frei. Oder du bleibst für ein paar Momente zum Nachspüren stehen. Öffnest dich für alles, was in diesem Moment da ist, vielleicht mit den Handflächen nach oben gerichtet.
„Chemirocha“: Goddess Squats
Song Nummer sechs könnte dich zum Beispiel in eine dynamische Goddess Pose oder auch durch einfache Squats führen. Beuge und strecke die Beine im Rhythmus der Musik, deine Arme sind frei. Vielleicht bleibst du ein paar Momente mit gebeugten Knien stehen und federst nur dein Gesäß leicht. Jaaa, das brennt in den Oberschenkeln. Aber ich verspreche dir: auch das geht vorbei. Und wie befreiend fühlt es sich an, wenn dann neue Klänge dein Ohr erreichen?
Von „Prelude“ bis „Lion“
Du bist während Joe Löhrmanns „Prelude“ wieder ganz frei. Es folgt der Song „Scarecrow“, der sich später wiederholen wird. Das heißt, du kannst hier eine einseitige Übung machen, vielleicht aus dem Vierfüßlerstand oder auch der Seitlage heraus ein Bein heben und senken. Wofür auch immer du dich entscheidest, wechsele nach einer kurzen Verschnaufpause (Song 9) die Seite. Der Song „Dreamriver“ lässt dir Zeit, deinen Atem wieder zu finden, oder von Seite zu Seite zu schwingen, zu tanzen.
Und dann ist es Zeit, beim Song „Lion“ die Löwin oder den Löwen rauszulassen. Das kannst du zum Beispiel in einer fließenden Bewegung vom Down Dog in die Planke tun oder auch von der Child’s Pose in einen halben Liegestütz mit Knien auf dem Boden. Wie will sich deine innere Löwin hier ausdrücken?
Burpees!
Der „Elephant Waltz“ bringt dich dann wieder zum Stehen und bereitet dich auf meinen wahrscheinlich liebsten Container während dem Song „Baiana“ vor: BURPEES! Egal ob schnell oder langsam, ob ein Bein nach dem anderen oder in einem Sprung in den Liegestütz – du wirst zu der Bewegung. Du bist in diesem Moment der Burpee und nichts anderes. Lass dich ein! Begegne möglicherweise hier deinen Widerständen und erfahre, wie stark dein Körper sein kann, wenn du den Verstand mal beiseitelässt.
Nach diesen vier Minuten in dem recht engen Container, hast du nun viel Zeit, deine Freiheit zu genießen (Song „Dance Away“). Oder vielleicht auch festzustellen, dass genau dieser Teil der Praxis dich herausfordert. Bevor es Richtung Shavasana geht, wird es nochmal richtig verrückt. Du hörst es an der Musik. Bewege dich gerne kreuz und quer durch den Raum, lasse Chaos zu und baue zwischendurch ein paar Hampelmänner ein. Die sorgen in der Regel immer für Freude.
„The Whole Universe…“ bis „Moment“: Cooldown und Shavasana
Danach ist es Zeit, wieder ruhiger zu werden, zurück auf deine Matte zu kommen und vielleicht mit einer vertrauten Bewegung, den Weg zum Sitzen zu finden. Hier kommt nochmal ein Song („Grace“ von Kae Tempest) zum ganz bewussten Zuhören. Auch wenn der Text auf Englisch ist, vertraue, dass du das verstehst, was für dich in diesem Moment wichtig ist. Und dann finde den Weg in dein Shavasana, wie auch immer das aussehen mag. Und lass dich hier ganz hineinsinken. Spüre die Energie, die sich wahrscheinlich durch ein Kribbeln oder Pulsieren in deinem Körper ausdrückt. Spüre alles, was gespürt werden will.
Über Felizitas Blosat
Die ersten 30 Jahre meines Lebens hatte ich mit Yoga gar nichts zu tun. Bis mich das Leben dann nach Indien geführt und mich und alles, was ich bis dahin über mich, andere Menschen und die Welt gedacht habe, ziemlich durcheinander gewirbelt hat. Eine Reise, die sich ganz anders entwickelt hat, als ich mir jemals hätte vorstellen können und die damals eigentlich nur den Beginn eines Weges markiert hat, auf dem ich mich nun befinde. Bis 2021 war ich in verschiedensten Bereichen als Sozialarbeiterin unterwegs. Dann bin ich in den Yoga Vidya Ashram in Bad Meinberg gezogen, wo ich unter anderem Yoga unterrichtet und auch Wochenendseminare gegeben habe, bis mich das Fernweh wieder gepackt hat. Aktuell bin ich in Thailand, um traditionelle Thai Massage und Breathwork zu lernen.
Besonders kraftvoll ist „Shake the Dust“ in der Gruppe. Wenn du diese Praxis gerne live mit mir erleben möchtest, komm zum Xperience Festival oder melde dich zu einem meiner Seminare bei Yoga Vidya an. Oder, falls du in Hamburg oder Umgebung wohnst, lege ich dir Agnes und ihren „Being Space“ ans Herz. Hier gibt es regelmäßige „Shake the Dust“-Sessions.
Wie die Praxis durch die schwere Zeit einer Krebserkrankung tragen kann
Die Ursachen für die Entstehung von Krebs sind sehr vielfältig und reichen von ungesundem Lebensstil über genetische Vorbelastung bis hin zum reinen Zufall. Und nicht nur die Ursachen sind vielfältig, sondern auch die verschiedenen Ausprägungen von Krebs. Vielleicht hast du auch schon Berührungspunkte mit der Krankheit Krebs gehabt – sei es in der Familie, im Bekanntenkreis oder als selbst Erkrankte*r. Sicher ist: Die Zahl der Krebserkrankungen steigt stetig an und hat sich beispielsweise seit 1970 verdoppelt. So bekommt Krebs eine immer größere gesellschaftliche Relevanz. Und weil die positiven Wirkungen von Yoga auf unsere Gesundheit mittlerweile als erwiesen gelten, fragt sich Susanne, ob und inwiefern Yoga auch bei Krebs helfen kann.
Die Antwort darauf liefert Yogalehrerin Gaby Nele Kammler in dieser Folge „YogaWorld Podcast“. Sie ist spezialisiert auf Yoga mit Krebspatient*innen und hat ein eigenes Konzept entwickelt, um typische Nebenwirkungen der Krebstherapien zu lindern.
Anfangs erklärt Gaby, was bei einer Krebserkrankung im Körper passiert und welche Auswirkungen eine Krebserkrankung auf den Geist haben kann. Dann geht sie auf die Wirkweise von Yoga bei Krebs ein und erläutert, wie eine gut ausgewählte Yogapraxis durch die verschiedenen Stadien einer Krankheitsgeschichte tragen kann. Dabei geht Gaby, die selbst ursprünglich aus der Schulmedizin kommt, auch auf die wissenschaftliche Studienlage zum Thema ein. So berichtet sie von einem wahren Durchbruch: Yoga wurde in die Leitlinien für therapiebegleitende Maßnahmen in der Behandlung onkologischer Patient*innen aufgenommen. Nicht zuletzt, weil Yoga nachweislich die Chancen auf eine erfolgreiche Therapie erhöht.
Natürlich teilt Gaby auch Persönliches und erzählt, wie ihre eigene Krankheit sie zur Spezialisierung auf Yoga bei Krebs brachte und was sie an ihrer Arbeit besonders berührt. Am Ende sprechen Gaby und Susanne noch über den Seelenweg und darüber, wie man spirituell auf eine Krebserkrankung blicken kann. Nicht selten verhelfen Lebenskrisen zu wahrer Transformation.
Als „Wissenschaft vom langen Leben“ sollte Ayurveda eigentlich wissen, wie das geht mit dem guten Altwerden. Und tatsächlich kennt die traditionelle Gesundheitslehre Indiens viele gute Tipps, um bis ins hohe Alter vital, gesund und leistungsfähig zu bleiben.
Morgens warmes Wasser trinken, regelmäßige Ölmassagen, eine ausgewogene, antioxidantien-reiche Ernährung und wirkungsvolle Nahrungsergänzungen (sogenannte Rasayanas): Wer den ayurvedischen Empfehlungen für eine gesunde Tagesroutine folgt, macht eigentlich fortlaufend eine Verjüngungskur. Ohne viel Tamtam oder teure Zusatzprodukte optimieren die Regeln der Ayurveda-Ernährung nachhaltig den Zellstoffwechsel und damit eine jugendliche Ausstrahlung und Körperkraft. Ganz zentral dabei ist die Ernährung: Mit frischen, regionalen Nahrungsmitteln, ausgewogener Geschmacksvielfalt und verdauungsfördernden Gewürzen wird der Stoffwechsel auf nachhaltige Weise gestärkt. Auch die Kombination der Nahrungsmittel und die Mengen spielen eine wichtige Rolle, um toxische Verdauungsrückstände (sogenanntes Ama) und Blockaden in den Zirkulationskanälen (Srotas) zu vermeiden.
3 verjüngende Ayurveda-Ernährungsregeln
1. Wähle Nahrungsmittel, die einen regenerativen Zellstoffwechsel stärken. Dazu gehören alle grünen Blattgemüse, Sprossen, Mungbohnen, Trauben, Mangos, Avocados sowie Mandeln, Walnüsse, Sesamöl und Ghee.
2. Verwöhne deinen Körper mit hochwertigen Ölen, sei es innerlich beim Essen oder äußerlich mit regelmäßigen Ölmassagen. Je nach Jahreszeit und Konstitution empfehlen sich naturbelassenes Sesam- und Kokosöl, kaltgepresstes Olivenöl und Ghee aus Sauerrahmbutter.
60 sei das neue 40, wird immer häufiger propagiert, Schönheits-OPs und Botox haben Hochkonjunktur und Greise nennen sich lieber „Best-Ager“. Warum fällt es uns heutzutage so schwer, das natürliche Altern zuzulassen und zu akzeptieren? Es ist sicherlich nicht leicht, dabei zuschauen zu müssen, wie der eigene Körper Spannkraft, Kontur und jugendliche Schönheit verliert. Vielmehr noch ist es aber eine spirituelle Herausforderung, im Alter den richtigen Platz in der Gesellschaft einzunehmen. Bis zur Mitte unseres Lebens – also bis in die Vierziger hinein – sind wir energetisch mit allem ausgestattet, was uns ein Leben auf der Überholspur erlaubt: Karriere, Familie, soziales Engagement und erfolgreiche Selbstständigkeit – alles und noch mehr ist gleichzeitig möglich!
Das Erklärungsmodell aus Yoga und Ayurveda dazu lautet, dass die menschlichen Lebensphasen Kindheit, Lebensmitte und Alter von den drei universellen Grundkräften Tamas, Rajas und Sattva bestimmt werden. Rajas, die mentale Aktivität, Tatkraft und Produktivität ist von Mitte 30 bis Ende 40 besonders stark ausgeprägt. Das heißt, wir strotzen in dieser Phase des Lebens vor Kraft und dem Willen, unsere Ideen und Wünsche erfolgreich umzusetzen. Viele von uns tragen große Verantwortung, nehmen berufliche Führungspositionen ein oder gehen mutig ihren ganz eigenen Weg.
Ab Anfang 50, wenn die Meno- und Andropause beginnt, nehmen die rajasischen Kräfte ab. Damit scheint der persönliche Erfolgsstern zu verblassen. Wir werden sanftmütiger, aber auch weniger effizienzorientiert und produktiv. Mit dem ansteigenden Alter sehen wir die „Jungen“ an uns vorbeiziehen und dabei Positionen besetzen, Aufgaben meistern und Erfolge feiern, die wir in den letzten Jahren selbst für uns beansprucht haben. Eine echte Herausforderung für das Ego!
Nun heißt es, in Würde zu altern und die Techniken von Yoga und Ayurveda nicht nur für den körperlichen Anti-Aging-Effekt zu nutzen, sondern auch zur inneren Gelassenheit und Transformation. Pranayama, Meditation und die regelmäßige Einnahme von Brahmi (Bacopa monnieri, siehe unten) sind der Schlüssel zur Balancierung von Körper, Geist und Seele. Jetzt geht es darum, innerlich zu reifen und den Zustand zu erlangen, der in den indischen Schriften umschrieben wird als: „wenn sich Liebe und Weisheit umarmen“: Sattva.
Ayurveda-Tipp: Brahmi als Nahrungsergänzung
Das nach Gott Brahman benannte Brahmi (Bacopa monnieri) ist die optimale Heilpflanze für den ganzheitlichen Alterungsprozess. Sie wird traditionell zur mentalen Stärkung der spirituellen Entwicklung eingesetzt, wirkt positiv auf alle neurologischen Funktionen, verbessert das Gedächtnis und aktiviert den regenerativen Zellstoffwechsel. Die optimale Pflanze also, um auf gesunde, strahlende und gelassene Weise zu altern.
KERSTIN ROSENBERG ist eine international bekannte Ayurveda-Expertin, Seminarleiterin und Buchautorin. Gemeinsam mit ihrem Mann Mark leitet sie das Ayurveda Gesundheits- und Kurzentrum in Birstein. Mehr Infos unter www.rosenberg-ayurveda.de
Hier erklärt dir Kerstin Rosenberg die drei Gunas im Detail und gibt dir sattvische Rezept-Tipps mit auf den Weg:
So lenkst du durch gezieltes Setzen von Energieverschlüssen dein Prana
In dieser Folge “YogaWorld Podcast” geht es um einen sehr wichtigen Aspekt im Yoga: Energiearbeit. Diese basiert auf dem Verständnis von Prana, der Lebensenergie, die wir in allen Yogatraditionen als fundamentale Kraft betrachten. Durch das Lenken und Klären von Prana können physische, emotionale und auch geistige Ungleichgewichte ausgeglichen werden. Bandhas, die sogenannten Energieverschlüsse, können bei der Lenkung der Lebensenergie durch den Körper helfen. Wie das funktioniert und was das überhaupt bringt, erklärt Yogalehrerin und Coach Nicole Bongartz im Gespräch mit Susanne.
Zum Einstieg beschreibt Nicole den feinstofflichen Körper in der Yogalehre und erklärt, wie wir die Existenz von Energie im Körper und um uns herum wahrnehmen können. Dann geht sie darauf ein, wie Energiearbeit im Alltag helfen kann. Sie beschreibt konkret die verschiedenen Arten von Bandhas in ihrer Anwendung und Funktion und geht dabei auch auf die Verbindung von feinstofflich und grobstofflich ein. Zudem erläutert Nicole den Unterschied bei der Anwendung der Energieverschlüsse in Pranayama oder Asana. So kann ein Bandha beispielsweise auch die Stabilität und Ausrichtung einer Körperstellung verbessern. Außerdem zeigt Nicole den Zusammenhang mit den Mudras, den sogenannten Siegeln, auf. Zum Schluss teilt sie noch eine persönliche Geschichte und beschert Susanne einen richtigen Aha-Moment.
Wir lieben kleine Tricks, die aus einem einfachen Gericht ein Highlight machen. Hier färben die Profiköchinnen Jessica Wolf und Kristina Mohr die Pasta mit einer Heidelbeerreduktion blaubeerviolett – für einen echten Hingucker. Dieses Rezept stammt aus ihrem Kochbuch „Gemüse feiern! Genial zubereitet – grandios serviert“.
Heidelbeer liebt Pilz
Für 4 Personen / Zubereitungszeit: 1 Stunde
Für die Heidelbeerreduktion:
300 g TK-Heidelbeeren 600 ml Heidelbeersaft 4 EL Aceto Balsamico 3 EL Ahornsirup 2 TL Zitronensaft Salz, Pfeffer
Für den Pfefferrahm:
1 Zwiebel 30 g Knollensellerie 80 g Möhren 50 g mehligkochende Kartoffel 5 Egerlinge (Champignons) 1–2 EL Olivenöl 1 TL Tomatenmark 1 TL Ahornsirup 400 ml Gemüsebrühe 1 Lorbeerblatt 1 TL eingelegte grüne Pfefferkörner 1 EL Gurkenaufguss, Salz
Für die Pfannen-Egerlinge:
300 g Egerlinge (Champignons), 2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer
Pasta:
500 g Hartweizen-Pasta, Salz, 1–2 EL Olivenöl
Außerdem:
150 g Heidelbeeren, 1 Handvoll Rucola
Zubereitung der Heidelbeer-Pasta mit Pfannenpilzen und Pfefferrahm
Gräfe und Unzer / Lars Walther
Heidelbeerreduktion Alle Zutaten in einem Topf aufkochen und auf die Hälfte einköcheln lassen. Die Reduktion mit dem Stabmixer fein pürieren und durch ein Sieb streichen (alternativ in einem Hochleistungsmixer pürieren). Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Pfefferrahm 1. Zwiebel, Sellerie und Möhren schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Kartoffel waschen und ungeschält würfeln. Die Pilze putzen und vierteln. 2. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen. Sellerie und Möhre 1–2 Min. mitdünsten. Die Temperatur erhöhen, die Pilze dazugeben und alles anrösten. Das Tomatenmark unterrühren und ein paar Minuten mitrösten. Den Ahornsirup untermischen und karamellisieren lassen. 3. Mit 100 ml Brühe ablöschen, dabei die Röststoffe vom Topfboden mit einem Kochlöffel lösen. Die übrige Brühe angießen und alles ca. 5 Min köcheln lassen. Kartoffel, Lorbeerblatt, Pfefferkörner und Gurkenaufguss dazugeben. Alles weitere 10 Min. köcheln lassen, bis die Kartoffel weich ist. 4. Das Lorbeerblatt entfernen und das Gemüse mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz abschmecken.
Pfannen-Egerlinge Während der Pfefferrahm köchelt, die Egerlinge putzen und – je nach Größe – vierteln oder sechsteln. Eine große Pfanne heiß werden lassen und die Pilze darin ohne Fett kräftig braun braten. Olivenöl und Salz dazugeben und die Pilze durchschwenken. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Pasta Die Pasta in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung gar kochen und in ein Sieb abgießen. Das Olivenöl mit der Pasta in den Topf geben und bei mittlerer Hitze kurz durchschwenken. Die Heidelbeerreduktion gut untermischen. Falls sie zu dickflüssig ist, noch etwas Wasser hinzufügen.
Anrichten Heidelbeeren und Rucola waschen und trocken tupfen. Den Pfefferrahm erhitzen. Die Pasta spiralförmig auf Tellern anrichten, den Pfefferrahm und die Egerlinge darauf und daneben verteilen. Mit Rucola und Heidelbeeren dekorieren.
Über die Autorinnen
Gräfe und Unzer / Lars Walther
Jessica Wolf, vegane Unternehmerin und leidenschaftliche Köchin, gründete 2019 mit Kristina Mohr das vegane Restaurantkonzept „die FETTE BEETE“, das 2020 zu den Gewinnern des deutschen Gastro-Gründerpreises zählte. Kristina Mohr lebt vegan und ist leidenschaftliche Köchin. Gemeinsam mit Jessica Wolf beweist sie in ihrem Restaurant „die FETTE BEETE“ jeden Tag, wie kreativ pflanzliche Küche sein kann. In der angeschlossenen Kochschule geben die beiden Gastronominnen ihr Wissen weiter.
Vegane Rezepte aus der kreativen Profiküche, die auch Nicht-Veganer*innen überzeugen und begeistern – das und vieles mehr gibt es im aktuellen Kochbuch „Gemüse feiern!“, mit dem die Profiköchinnen mit geschmacklichen Highlights durch das ganze Jahr begleiten. Ob Gourmet-Abend mit Freunden, After-Work- oder Candlelight-Dinner: In „Gemüse feiern!“ werfen sich die Zutaten in Schale und treten in den aufregendsten Kombis auf, ob Süßkartoffel-Bruschetta mit Grünkohltopping oder Frittierter Rosenkohl mit Whiskeykaramell.
„Gemüse feiern!“ (240 Seiten), erschienen im GU Verlag
Finde heraus, ob die alten Rishis auch für dich eine Botschaft aus der Vergangenheit haben
In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ geht’s um die indischen Palmblattbibliotheken. Auf den besagten Palmblättern sind Inschriften aus Indien abgebildet, die persönliche Lebensläufe und konkrete Prognosen für das eigene Leben enthalten sollen. Die Palmblätter sind vermutlich 4000-6000 vor Christus entstanden. Sie sollen von den sogenannten Rishis angefertigt worden sein und auf die Suchenden in indischen Tempelbibliotheken warten. Der vedische Astrologe Marcello Michelutti begleitet Menschen bei der Suche und Lesung ihres Palmblattes und steht im Gespräch mit Susanne Rede und Antwort zu diesem spannenden, mystischen Thema.
Zunächst erzählt Marcello, was es mit den sagenumwobenen Palmblattbibliotheken auf sich hat und skizziert die Entstehungsgeschichte der Palmblätter. Er beschreibt, wer die alten Rishis waren und woher das Wissen auf den Palmblättern kam. Außerdem erläutert Marcello, welche Lebensthemen auf den Palmblättern festgehalten wurden und erklärt anhand konkreter Beispiele, wie wir dieses Jahrtausende alte Wissen für die Gestaltung unseres Lebens anwenden können. Zudem verrät er, was man unbedingt beachten sollte, um eine authentische Palmblattlesung zu erhalten und sich vor Nachahmern zu schützen. Möchtest du wissen, ob auch auf dich ein Palmblatt in Indien wartet?