Das kann man doch nicht machen!

Kopf Fenster Frau Gedanken
Foto von Dương Nhân von Pexels

Wie viel sind wir bereit, uns gefallen zu lassen? Und warum tun wir manchmal so wenig, wenn wir bemerken, dass andere uns schaden?

Die Frage der Moral

Wir alle kennen Menschen, denen übel mitgespielt wurde. Oft ist man erstaunt, wenn man hört, wie offensichtlich jemand bereit ist, einem anderen zu schaden. Manchmal fragt man sich aber auch: Warum lassen sich Menschen das so lange gefallen? Viele wissen genau, was sie tun könnten, um dem Zustand ein Ende zu setzen. Doch sie gehen den letzten Schritt nicht – und ihre Begründung lautet häufig: „Das kann man doch nicht machen. Dann bin ich doch nicht besser als der.“ Aber wieso ziehen Menschen es vor, moralisch überlegen zu sein, wenn sie im Gegenzug oftmals drastische Einbußen ihrer persönlichen Freiheit hinnehmen müssen?

Im Konflikt zwischen Moral und Verteidigung

Vielleicht kennen Sie die Geschichte von König Rama und seinem treuen Diener Hanuman. Rama galt nicht nur als besonders rechtschaffener König, er war auch eine Inkarnation Vishnus. Ein Gott in Menschengestalt also. In den meisten Geschichten ist er fast quälend pflichtbewusst. Er kann aber auch anders. Auf der Suche nach seiner entführten Gemahlin Sita trafen Rama und sein Bruder Lakshmana im Wald von Kishkindha auf Sugriva, den Anführer der Armee der Affen. Er war aufgrund eines Missverständnisses von seinem Bruder Vali vom Thron verstoßen und seiner Frau beraubt worden. Doch konnte Sugriva sich nicht wehren, weil sein Bruder die von den Göttern gegebene Fähigkeit besaß, in jedem Zweikampf seinem Gegner die Hälfte seiner Kraft zu rauben. Der betrogene Affe versprach Rama zu helfen, wenn dieser ihn gegen Vali unterstützen würde. Rama willigte ein. Sugriva forderte Vali auf einer Lichtung zum Zweikampf heraus. Rama versteckte sich mit seinem Bogen hinter den Büschen. Nach wenigen Augenblicken war Sugriva bereits besiegt und floh zu Rama. „Warum hast du mir nicht geholfen?“, fragte er. „Ich konnte euch beide nicht unterscheiden“, antwortete Rama. „Beim nächsten Mal hänge dir eine Blumengirlande um. Dann weiß ich, wen mein Pfeil zu treffen hat.“ Sugriva suchte erneut den Kampf mit Vali, und weil dessen Kraft um ein Vielfaches größer war, packte dieser den kleinen Bruder, um ihn nun endgültig zu töten. Doch im gleichen Moment traf Ramas Pfeil Vali in den Rücken. „Warum hast du das getan?“, fragte er Rama und sagte sterbend: „Es war nicht fair, auf solche Weise in den Kampf einzugreifen.“ „Du hast nach den Gesetzen der Natur gelebt“, antwortete Rama. „Dort gilt das Gesetz des Stärkeren. Und das einzige, was Stärke besiegen kann, ist List.“

Mehrere Wege führen zum Frieden

Man könnte Sugriva und Rama moralische Vorwürfe machen. Aber wie oft nutzen wir selber nicht unsere Möglichkeiten, um unser Recht durchzusetzen? Ahimsa– das Fehlen von Gewalt – ist unter den Regeln für den Umgang mit anderen das oberste Prinzip in Patanjalis Yoga Sutra. Aber Gewaltfreiheit bedeutet nicht, Gewalt von anderen in jedem Fall hinzunehmen. Es kann auch bedeuten, dass man aufstehen muss. Es darf manchmal ein bisschen mehr Chuzpe, ein bisschen mehr Frechheit sein, wenn wir uns grazil durch das Drama des Alltags bewegen wollen. Nirgendwo anzuecken, ist manchmal keine Tugend, sondern schlicht und ergreifend ein Ausdruck von Angst. So lange wir hinnehmen, dass andere uns Gewalt – in welcher Form auch immer – antun, ist unsere Welt noch voll davon. Gerade wenn man mit Leuten spricht, die betonen, wie sie in allen Punkten gewaltfrei leben, spürt man manchmal einen quälenden Vulkan unter der Oberfläche: Da möchte jemand explodieren, darf es aber nicht. Manchmal ist es einfach Zeit, aufzustehen und unhaltbare Zustände zu beenden, bevor wir uns zurück aufs Meditationskissen setzen. Erst dann können wir wirklich Frieden finden.

Thomas Kendall

Born in California, Thomas Kendall trained in both classical and contemporary dance before continuing his education in pilates and yoga. He has had the opportunity to dance professionally with Ballett Zürich and Scottish Ballet, where he performed in a wide number of productions and worked with numerous choreographers.

Thomas’ passion for helping people attain controlled and graceful movement has inspired him to move into the discipline of yoga and pilates. He is currently undergoing his certified teachers training and instruction through PILATESwiss in Zürich.

With over twenty years of dance, he has gained both experience and knowledge in the joy and art of movement.

Sabine Völk-Rombach

Anusara®Yoga Grundlagen Workshop mit Sabine Völk-Rombach – Pureyoga Ludwigsburg Anusara®Yoga Inspired Teacher, aktuell im Zertifizierungsprozess.

Dieser Workshop ist eine Einführung in die Grundlagen des Anusara® Yoga. Wir widmen uns den feinen Anusara® Yoga Prinzipen der Ausrichtung und üben, neben einigen theoretischen Erklärungen, vor allem praktisch und nehmen uns viel Zeit fürs Detail. Geeignet für alle Level

 

Mudra: Herzblume

Lotos_Mudra

Mudras, die kraftvollen Handgesten aus dem alten Indien, stehen als Symbol für bestimmte Eigenschaften oder Gottheiten und können auch in der heutigen Zeit ein bedeutender Aspekt unserer Yogapraxis sein.

Mudra: Die Herzblume

Die ersten Blüten setzen bereits Farbtupfer auf die Wiese – der Frühling ist da! Das ist eine schöne Gelegenheit, sich an das Lotos-Mudra zu erinnern: Wie eine Blüte soll es das eigene Herz öffnen. Im indischen Tanz gilt das Lotos-Mudra auch als Symbol für die Liebe, wie Anjali Sriram im Gespräch mit YOGA JOURNAL verriet.

Legen Sie die Außenseite Ihrer kleinen Finger, Handkanten, Handgelenke und Daumen zusammen. Öffnen Sie Zeige-, Mittel- und Rinfinger weit nach außen. Legen Sie die Daumen auf das Brustbein vor das Herz und bleiben Sie für fünf tiefe Atemzüge in dieser Haltung.


Foto: Stefanie Kissner

Dr. Vignesh

Dr. Vignesh stammt aus einer der alteingesessenen Ayurveda-Familien Keralas. Er vertritt die vierte Generation der Familie Devraj und hat schon früh von seinem Vater gelernt, der eine ayurvedische Klinik und eine Manufaktur ayurvedischer Heilmittel leitet. Als Direktor des Sitaram Beach Retreat – gelegen an einem der schönsten Strände in Kerala– nimmt Dr. Vignesh sein Erbe sehr ernst, ist aber zugleich ein Kind seiner Zeit. Viel gereist, weltgewandt und tief davon überzeugt, dass Ayurveda gerade für uns Menschen der westlichen Welt von unschätzbarem Wert sein kann.

In unserer heutigen Welt sind immer mehr Menschen von modernen Zivilisationskrankheiten betroffen. Damit muss man sich nicht abfinden, sondern kann sich aktiv für einen neuen Weg entscheiden. Eine Möglichkeit, die bereits großartige Erfolge erzielt hat, sind Ayurveda-Kuren. Dr. Vignesh erklärt Ihnen, wie Sie mit Hilfe von Ayurveda sowohl Ihre Energie als auch Ihren Enthusiasmus stärken können.

Panchakarma – activate your true inner healing powers

Sie fragen sich, was eine Panchakarma-Kur ist und wo man diese machen kann? Dann seien Sie dabei, wenn der Dr. Vignesh Sie in seine Welt der heilenden Kunst des Ayurveda mitnimmt und Ihnen wertvolle Tipps und Tricks für den Alltag mit auf den Weg gibt.

Wir laden Sie ein, Dr. Vignesh bei seinem englischsprachigen Vortrag kennenzulernen und mehr über die belebende Wirkung von Panchakarma im Alltag zu erfahren.

9. Yoga Vidya Kinderyoga-Kongress

Vielfältige Workshops, Meet and Greet mit erfahrenen Yogalehrern und eine große Portion Spielen, Spaß und Toben: Vom 24. bis 26. März steht der 9. Kinderyoga-Kongress des Yoga Vidya e.V. in Horn-Bad Meinberg an.

Yoga für Kinder erfordert andere Herangehensweisen als Yoga für Erwachsene. Auf dem Kinderyoga-Kongress erlernen und erfahren Teilnehmer unterschiedliche Strategien, wie Yogalehrer auf die Bedürfnisse von Kindern im Yogaunterricht eingehen und sie spielerisch fördern und fordern können, sagt die Organisatorin von Yoga Vidya, Amari Tober. In Workshops, Übungsstunden, Diskussionsrunden und Vorträgen widmen sich die Teilnehmer vielfältigen Themen rund um Yoga, Yogaunterricht und Meditation mit Kindern. Der Kongress richtet sich an Eltern, Kinder, Yogalehrer, Pädagogen und alle, die mit Kindern arbeiten. Das Programm bietet großen wie kleinen Teilnehmern spannende Möglichkeiten, sich auszuprobieren und Neues zu entdecken.

Was können Erwachsene von Kindern lernen? Dieser Frage widmen sich Experten und Teilnehmer bei der zweiteiligen Podiumsdiskussion während des Kinderyoga-Kongresses. Die Lehrer für Kinderyoga geben in ihren Stunden Wissen und Erfahrungen an Yogalehrer und Eltern weiter. In didaktisch aufbereiteten Workshops erfahren die Teilnehmer Hintergründe und Wissenswertes zu den Unterrichtskonzepten.

Unter www.yoga-vidya.de finden Sie mehr Infos und die Anmeldung zum 9. Yoga Vidya Kinderyoga-Kongress.


Bild: Yoga Vidya e.V.

Ivonne Wiedmann

Ivonne Wiedmann ist 800 Std. Advanced Certified Jivamukti™ Yoga Teacher und Inhaberin und Leiterin des Yogawerk Reutlingen.

Anders als bei vielen anderen Yogabegeisterten führte mich der Weg zum Yoga nicht aus einer Lebenskrise ins Studio. Bis ich Yoga kennen lernen durfte, war Tanz meine Welt. Eher zufällig landete ich 2009 in einem Jivamukti Center in München. Was ich dort fand, war eine Menge Inspiration, gepaart mit Kreativität und körperlicher Dynamik und Mut zur geistigen Entwicklung. Es entstand ein tiefes Gefühl, etwas gefunden zu haben, das ich lange gesucht habe, aber bis dahin nicht wusste, was es ist. Kritisch beobachtete ich mich selbst in weiteren Klassen. Das Gefühl blieb und so entstand erstmals auch der Wunsch, diese Methode anderen Menschen weiterzugeben.

Inzwischen sind 13 Jahre vergangen und nach wie vor bleibt der Yoga mit all seinen Facetten bunt und spannend. Durch ihn darf ich täglich erfahren, wie wichtig es ist, Menschen Mut, Bestärkung und Verständnis für ihre Praxis entgegen zu bringen.

Heute fühle ich mich irgendwie „yogaerwachsen“. Egal ob Himmel oder Hölle – Yoga hilft mir aus Erfahrung und Beobachtung zu lernen. Mal wächst man, mal fällt man – wie eben mit allem, was das Leben zu bieten hat. Er ist Begleiter und nicht Führer des eigenen Lebens. Diesen Weg zu gehen, wo immer er hinführt, war einer der besten Entscheidungen meines Lebens!

Seit 2010: Inhaberin und Leitung Yogawerk Reutlingen.

Seit 2020: Ausbildungsstätte für angehende Yogalehrer*innen.

Mehr Infos zu Ivonne unter yogawerk-rt.de

Ivonne bietet auf der YogaWorld einen Jivamukti-Workshop mit unterstützenden Assists an. Mit dabei sind 300+ Hatha Vinyasa Yogalehrerin Carina Schneider und 300+ Hatha Yogalehrerin Nadine Knecht aus ihrem Team.


Ivonne Wiedmann, Carina Schneider und Nadine Knecht auf der Yoga- und VeganWorld Stuttgart 2023:

Samstag, 15. April // 16:45 – 17:30 Uhr // Jivamukti Yoga mit unterstützenden Assists // Ganesha Yogaspace

Jetzt Ticket für die Yoga- und VeganWorld 2023 in Stuttgart sichern!

Kanhaiya Lal Das

Kanhaiya Lal Das (Thomas Winkler) ist ein Priester und Lehrer der indischen Vaishnava-Bhakti-Tradition. Er studiert die Veden und praktiziert Bhakti-Yoga unter seinem spirituellen Meister, Sri Srimad Bhaktivedanta Narayana Gosvami Maharajas, einem der großen Botschafter spirituellen Wissens und Vedischer Kultur unserer Zeit. 

Kanhaiya Lal Das begann seine spirituelle Laufbahn 1992 als Mönch im Tempel und verbrachte lange Zeit in Indien auf Studien- und Pilgerreisen. Er übersetzte mehrere der traditionellen Bhakti-Schriften ins Deutsche. Seit 2010 leitet er den Radha-Syamasundara-Tempel in Bad Cannstadt und steht dem Vedischen Kulturverein vor. 
 

Es war Hermann Hesse, der über die Bhagavad-Gita sagte: “ Das Wunderbare an der Bhagavad Gita ist, dass in ihr eine ungelehrte, erlebte Weisheit sich als helfende Güte offenbart. Diese Schöne Offenbarung, diese Lebensweisheit, diese zu Religion erblühte Philosophie ist es, die wir suchen und brauchen.“ 

In seinem Vortrag zur Bhagavad-Gita beleuchtet Kanhaiya Lal Das die praktische Anwendung dieses einzigartige Buches. Die Bhagavad-Gita, richtig verstanden, ist ein unersetzlicher Ratgeber für den spirituell Suchenden wie auch Praktizierenden. Sie gibt wie kein anderes Buch auf der Welt essentielles Wissen über die Seele, die Natur der materiellen Bindung, das Gesetz des Karmas und vieles mehr. Die Bhagavad-Gita beschreibt, wie man in der Materie leben und zugleich spirituell Fortschritt machen kann und wie man die Stufen des Karma-Yogas, Jnana-Yogas, Dhyana-Yogas und Bhakti-Yogas durchläuft und sich verwirklicht.
Kanhaiya Lal Das versteht es, einen Zugang zu diesem großartigen Buch zu geben, einen Schlüssel zur Bhagavad-Gita, der das weitere Verständnis für den spirituellen Weg öffnet. Sein Vortrag inspiriert und beantwortet wichtige Fragen.