Film-Tipp: Good Food, Bad Food

Beispiel Golden Delicious: Diese Sorte benötigt weitaus mehr Pestizide als andere Äpfel – also ist sie heute eine der verbreitetsten. Wie die industrielle Standardisierung der Landwirtschaft die Erde vereinnahmt, und zwar in höchst physischem Sinn, zeigt der neue Dokumentarfilm „Good Food Bad Food“. Im Kontrast von ausgelaugten, toten Böden und lockerer, mit vielen Kleinlebewesen angereicherter Erde wird das Ausmaß deutlich, in dem die Menschen in den vergangenen 100 Jahren ihre Lebensgrundlage beeinträchtigt haben. Bereits in der Anfangsszene stellt die französische Regisseurin Coline Serrau („Saint Jaques – Pilgern auf Französisch“) einen Bezug zwischen Krieg und Landwirtschaft her: So sind moderne Traktoren und Pflanzungstechniken Weiterentwicklungen von Panzern und Waffen aus dem ersten Weltkrieg. Global agierende Konzerne vereinheitlichen und kontrollieren das Saatgut und diktieren den Bauern, was sie in ihren Betrieben anbauen. „Statt ‚guten Appetit!‘ sollte man heute bei den meisten Mahlzeiten eher ‚Viel Glück!‘ wünschen“, so ein resignierter Landwirt im Film.

Der Umgang mit der Natur und unsere Ernährung sind also Politik, das macht der Film erneut deutlich. „Der Einsatz von nicht reproduzierfähigem Saatgut, ein Übermaß an chemischer Düngung und die Verminderung der Artenvielfalt durch eine profitgierige Industrie ersetzen auf lebensbedrohliche Weise, womit uns die Erde und die Tiere bis dahin freigiebig beschenkt haben“, so die engagierte Regisseurin. Ihr Film ist inhaltlich wichtig und gibt unseren stehenden Yogahaltungen eine neue Dimension. Allerdings sollte der Zuschauer etwas Geduld mitbringen: „Good Food Bad Food“ lebt von der Kraft der Argumentation, nicht von den Bildern. Trotzdem entwirft er keine Horrorszenarien, sondern setzt auf universellen Ideenreichtum und lokale Initiativen, deren Überzeugungskraft in ihrer Einfachheit liegt.

 Jetzt den Trailer von „Good Food Bad Food“ anschauen:

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