Wie der Yoga-Urlaub in den Bergen zum unvergesslichen Erlebnis wird

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Die vierte Auflage von „Yogafrühling Gastein – Atme die Berge“ lockt vom 24. Mai bis 5. Juni 2017 mit hochklassigen Yogakursen zahlreicher renommierter Lehrender aus Österreich und Deutschland. Sie sind das erste Mal dabei und fragen sich, was Sie erwartet? Mit diesen 5 Tipps sind Sie optimal für Ihren Yoga Urlaub in den Bergen vorbereitet – egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener.

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Seien Sie offen für Neues

Bei den Yogatagen in Gastein können Teilnehmer aus über 350 Yogaeinheiten ihr eigenes Programm zusammenstellen. Dabei reicht die Programmvielfalt vom klassischen Hatha-Yoga über Aerial Yoga (fliegendes Yoga), meditatives Wandern bis hin zu Atemübungen und Meditation, um nur ein paar Highlights zu nennen. Eine tolle Möglichkeit bisher unbekannte Stile und Yoga-Themen kennenzulernen, denn Yoga ist viel mehr als nur Asanas (die körperlichen Übungen).

„Yoga“ heißt übersetzt „Verbindung oder Vereinigung“. So ist es ein kontinuierlicher Prozess mit der Verbindung zu unserem Selbst. Dieses „Selbst“ wollen wir durch das Yoga erkennen, erleben und entfalten, um schließlich zu verstehen, dass alles Eins ist. Die Asanapraxis ist nur ein Element des Yogas, denn Atemübungen (Pranayama), Meditation (Dhyana), Entspannung und im weiteren Sinne auch die richtige Ernährung sowie eine positive Denkweise gehören genauso dazu. Seien Sie daher offen für Neues und erfahren Sie, wie heilsam eine Meditation sein kann, lassen Sie sich beim Chanten (Singen) emotional berühren oder entdecken Sie die ayurvedische Ernährung für sich.

Bleiben Sie bei sich und setzen Sie einen Fokus

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Im Yoga geht es unter anderem darum, wieder zur eigenen Körperwahrnehmung zurück zu finden und die eigenen Grenzen zu respektieren. Es hilft uns zu spüren, was gut für uns ist und was nicht. Das gilt für die Asanapraxis genauso wie für das Alltagsleben. Bleiben Sie daher ganz bei sich und lassen Sie sich nicht davon irritieren, was Ihr Mattennachbar macht. Es wird immer jemanden geben, der beweglicher und gelenkiger ist. Yoga machen Sie in erster Linie für sich selbst. Wer in Versuchung gerät, sich von anderen Übenden ablenken zu lassen, verliert seine Konzentration und seinen Fokus. Eine Asana wird nur dann richtig ausgeführt, wenn der Yogi die Asana seinen Fähigkeiten entsprechend ausübt. Der einzig wertvolle Vergleich ist daher ausschließlich der eigene Fortschritt.

Setzen Sie sich Ihre eigene Intention, indem Sie sich überlegen, warum Sie an den Gasteiner Yogatagen teilnehmen und Yoga üben. Nutzen Sie dies als Wegweiser für den Urlaub und Ihre Praxis. Vielleicht suchen Sie einfach nach innerer Ruhe und Entspannung, vielleicht möchten Sie mit Yoga aber auch körperliche Beschwerden überwinden. Egal in welche Richtung Ihr Fokus geht, definieren Sie ihn so genau wie möglich und machen Sie sich diesen in Ihrer täglichen Praxis bewusst.

Genießen Sie die ICH-Zeit

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Die Weite der Gasteiner Bergwelt, die Ruhe einer unberührten Naturlandschaft in Verbindung mit Yoga, Atemübungen und Meditation – gibt es eine bessere Gelegenheit, Zeit mit sich selbst zu verbringen? So ein Yoga Urlaub in den Bergen eignet sich hervorragend, um einfach mal alleine loszufahren. Auf diese Weise lassen Sie sich bewusst auf neue Menschen ein und treffen auf Gleichgesinnte, die Ihre Interessen teilen. Und das Beste: So lassen Sie den Alltag komplett hinter sich und können ganz in sich gehen. Schalten Sie das Handy am besten aus oder machen Sie es nur zu einem festen Zeitpunkt an, falls Sie nicht ganz darauf verzichten möchten. Das ist Entspannung pur und kann wahre Wunder bewirken.

 

Eine yogische Ernährung – Ernährungsworkshops in Gastein

Damit Sie genügend Energie für ihren Yoga-Urlaub in den Bergen haben und Körper und Geist sich kraftvoll und vital fühlen, nun noch eine kleine Anleitung für eine Yogi-freundliche Ernährung. Grundsätzlich gilt, viel zu trinken, am besten bis zu drei Liter Wasser oder Kräutertee (ungesüßt) am Tag. Wenn Sie eine Mahlzeit zu sich nehmen, essen Sie langsam und entspannt und kauen Sie richtig. Idealerweise empfiehlt es sich, Yoga auf leeren Magen zu üben, d.h. bis zu zwei Stunden vor dem Yoga-Unterricht nichts mehr zu essen, da im Yoga mit Druckveränderungen gearbeitet wird. Weil Sie aber weder hungrig noch unterzuckert in eine Yogastunde gehen sollten, eignet sich bei Bedarf leichte Kost wie etwa eine Banane oder ein Smoothie. Dies betrifft besonders die Yogastunde am Morgen.

Zu guter Letzt sollten Nahrungsmittel verspeist werden, die möglichst naturbelassen und frisch sind. Diese beinhalten wertvolle Nährstoffe für den Körper, geben Energie und lassen den Geist klar und friedvoll werden. In Gastein haben Sie die Möglichkeit, aus einer bunten Auswahl regionaler frischer Produkte wie Milch, Käse, Bauernbrote, Fleisch, Eier sowie verschiedener Bergkräuter zu wählen. Wer mehr zum Thema yogische Ernährung erfahren möchte, sollte nicht verpassen, an einem Workshop zum Thema ayurvedische Ernährung teilzunehmen oder bei einer Kräuterwanderung alles über Alpenkräuter zu erfahren.

Tipp: Die Packliste für den Yoga-Urlaub in Gastein

Besonders im Yoga Urlaub wollen wir den Ballast des Alltags hinter uns lassen und Raum für Neues schaffen. Deshalb ein letzter Rat für Ihre gelungene Yoga Reise: Beginnen Sie schon vor dem Urlaub mit dem Loslassen und fangen Sie bereits beim Packen mit der Leichtigkeit an. Hier ein paar Tipps, was Sie unbedingt dabei haben sollten:

  • Genügend Yogahosen, T-Shirts oder Tops sowie Sport BHs für Ihre Praxis
  • Einen bequemen Kapuzenpulli oder eine kuschelige Jacke zum Drüberziehen
  • Langärmelige und kurze bequeme Oberteile
  • Hosen/Shorts für die Abende
  • Badesachen für die Therme und den Gasteiner Heilstollen
  • Flip Flops
  • Eine Regenjacke
  • Turnschuhe für Wanderungen und Outdoor Yoga
  • Kleiner Rucksack für Ausflüge
  • Sonnenbrille
  • Sonnencreme
  • Die eigene Yogamatte (wenn vorhanden)
  • Ein Notizbuch (um Gedanken und Erinnerungen festzuhalten)
  • Eine Wasserflasche zum Auffüllen

Beim Yoga-Urlaub in den Bergen ist es generell wichtig, dass Sie ein paar warme Sachen, wie dicke Socken, Pullover usw. für die kalten Morgen- bzw. Abendstunden, sowie kurze Sachen für die Praxis am Tag dabei haben.

Montags-Mantra: Wende dein Gesicht zur Sonne

Die Sonnenblume macht es vor: sie weigert sich im Schatten zu verweilen und wandert mit ihrem Blütenkopf den ganzen Tag den Sonnenstrahlen entgegen. Sie sucht in jeder Situation nach dem Licht und kehrt der Dunkelheit den Rücken zu.

Am Wochenende konnten auch wir eine Menge Sonnenschein aufsaugen. Lassen wir uns die Sonne ins Gesicht scheinen, wenden wir unser Wesen dem Licht, der Energiequelle unseres Lebens, zu. Was hinter uns fällt, ist lediglich eine schwarzen Silhouette unserer Vergangenheit. Für einige sind diese Schattenseiten des Lebens beängstigend – und doch sind sie ein unvermeidlicher Teil von uns. Wollen wir Sonnenseiten im Leben, werden wir immer einen Schatten werfen. Anstatt diesen als Finsternis zu sehen und zu fürchten, sollten wir ihn als geschehen und unveränderbar hinnehmen. Denn richten wir uns immer dem Licht entgegen, werden uns die Schattenseiten nie im Weg stehen.

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

Grünes Gemüse: vier frühlingshafte Nährstoffbomben!

Schluss mit Gewächshaus- und Luftfracht-Ware: Endlich gibt es wieder eine üppige Auswahl an frischem grünen Gemüse. Wir präsentieren: Vier frühlingshafte Nährstoffbomben!

Im Mai und Juni ist grünes Gemüse besonders frisch und nährstoffreich – die perfekte Gelegenheit, sich mal wieder mit der umwerfenden Vielfalt an essbaren Blättern, Kräutern und Schoten vertraut zu machen. Unter den ersten Sorten, die so zeitig im Jahr geerntet werden, sind etliche vollgepackt mit wichtigen Nährstoffen: zum Beispiel mit Folsäure, Antioxidantien, dem für den Knochenaufbau nötigen Vitamin K und den Immun-Boostern Vitamin A und C. Es lohnt sich also, den gewohnten Speisezettel mal über Bord zu werfen und mit grünen Zutaten zu experimentieren, die man bisher vielleicht noch nicht unbedingt auf dem Schirm hatte. Wir stellen Ihnen vier gartenfrische Supergemüse vor, die Ihnen helfen, kraftvoll, schlank und gesund zu bleiben.

Bessere Verdauung: Grüner Spargel

Die zarten grünen Stangen sind reich an Inulin, einer einzigartigen Faser, die im oberen Teil des Verdauungstraktes nicht zersetzt wird. Im Dünndarm angekommen nährt Inulin dann die für die Darmgesundheit notwendigen Bakterien und fördert so die Aufnahme wichtiger Nährstoffe. Obendrein enthält grüner Spargel Vitamin A, Zeaxanthin und Lutein – alles Stoffe, die die Augen gesund erhalten.

Zubereitung: Grüner Spargel verdirbt schnell, daher sollte man die Stangen möglichst frisch kaufen, in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank aufbewahren und bald verwenden. Anders als bei weißem Spargel schält man ihn nicht und schneidet allenfalls holzigere

Enden ab. Man muss ihn auch nicht unbedingt kochen. Ganz einfach, lecker und gesund: Den Spargel mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer vermengen und 15 Minuten bei 200 Grad im Ofen backen. Danach mit Parmesan und Zitrone gewürzt servieren oder kleingeschnitten zu einer Frittata geben.

Mehr Power: Rucola

Rucola (deutsch: Rauke) enthält neben den antibakteriell wirkenden Senfölen, die für seinen pfeffrigen Geschmack verantwortlich sind, auch Jod, Folsäure und eine Reihe von B-Vitaminen. Er gilt als immunsteigernd, verdauungsfördernd und harntreibend. Ein zweischneidiges Schwert ist dagegen: Rucola nimmt mehr Nitrate aus dem Boden auf als alle anderen pflanzlichen Lebensmittel. Nitrate selbst gelten zwar als unbedenklich, sie werden aber leicht in Nitrite umgewandelt und die können auf Dauer und in größeren Mengen krebserregend sein. In letzter Zeit wurden diesen möglichen Risiken aber auch positive Effekte gegenübergestellt: Nitrate sollen die Blutgefäße erweitern, den Blutdruck senken und die Durchblutung fördern – und das kommt insbesondere dem erhöhtem Sauerstoffbedarf von Sportlermuskeln zugute.

Zubereitung: Rucola muss man nur gründlich waschen, dann ist er bereit für die Salatschüssel. Sehr lecker schmeckt er auch mit heißen Nudeln, Olivenöl und geriebener Zitronenschale vermengt oder als würziges Plus in einer frisch zubereiteten Tomatensauce. Dabei gilt allerdings: Wegen der Nitrat-Nitrit-Problematik nie aufwärmen!

Schutz gegen Diabetes: Mangold

Mit fast 4 Gramm Ballaststoffen pro Tasse gekochtem Gemüse verlangsamt Mangold die Aufnahme von Kohlenhydraten und schützt so vor starken Schwankungen im Blutzuckerspiegel. Zugleich ist die Pflanze ein Top-Lieferant von Magnesium: Schon in einer Tasse gekochtem Mangold steckt ein Drittel des Tagesbedarfs. Dieses Mineral unterstützt den Körper beim effektiven Einsatz des Hormons Insulin. Ein weiteres wichtiges Element bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels ist Syringasäure: Sie blockiert die Umwandlung von Stärke in Zucker und ist ebenfalls in Mangold enthalten. Spätestens wenn man bedenkt, dass die meisten Menschen nur halb so viele Ballaststoffe und weniger als zwei Drittel der empfohlenen Menge an Magnesium zu sich nehmen, sollte klar sein: Esst mehr Mangold!

Zubereitung: Ob im Smoothie, im Wok, als Suppe oder in einer Quiche: Bei der Zubereitung von Mangold sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Rezepttipp: Probieren Sie Mangold mal als gesundes Topping für Pizza und Fladenbrot. Dazu braten Sie die Blätter mit Olivenöl und Knoblauch leicht an. Gemeinsam mit gebratenen Zwiebeln und Ihrem Lieblingskäse belegen Sie damit den Teig und schieben das Ganze kurz in den Ofen.

Schlank bleiben: Erbsen

Ballaststoffe und Eiweiß – mit diesen beiden Pfunden können die kleinen grünen Hülsenfrüchte wahrlich wuchern. Und weil man sich dadurch schnell satt fühlt, ohne viel zu essen, helfen Erbsen einem obendrein, selbst nicht allzu viele Pfunde anzusammeln. Schon eine Tasse Erbsen enthält 7 Gramm Ballaststoffe, dazu kommt resistente Stärke, eine spezielle Form von Kohlenhydraten, die vom Körper nicht aufgespalten werden können. Folge: Erbsen machen lange satt. Außerdem enthält eine Tasse Erbsen 8 Gramm Eiweiß – das entspricht mehr als einem großen Ei. Wie alle grünen Gemüsesorten sind Erbsen auch eine wichtige Quelle für Antioxidantien und entzündungshemmende Wirkstoffe, die vor chronischen Erkrankungen schützen.

Zubereitung: Frisch oder tiefgekühlt sind die kleinen Hülsenfrüchte ein cleverer Trick, um Smoothies, Suppen oder Nudelgerichten einen extra Eiweißkick zu verleihen. Wenn Sie zum Beispiel eine Handvoll Erbsen mit Avocado, Banane und Mandelmilch zu einem Smoothie mixen, werden Sie die Erbsen noch nicht einmal herausschmecken.

Dies.Das.Asanas. – Der liegende Adler

Ein „Überraschungsei“ nennt Jelena Lieberberg diese Asana. Unsere Spezialistin für ungewöhnliche Yogahaltungen lässt einen Adler aus dem Ei schlüpfen, der auf ziemlich erstaunliche Art verschiedene Effekte miteinander kombiniert.

Manche Dinge brauchen Zeit. So kann es sein, dass eine knifflige Asana wie zum Beispiel der herabschauende Hund erst nach Jahren wirklich mit Körper, Geist und Seele richtig verstanden und gefühlt wird. Umgekehrt kann man sich aber auch immer wieder neue Welten erschließen, indem man Elemente bekannter Positionen anders kombiniert. So ist es auch bei dieser Variante der Adlerhaltung, bei der man die bekannte Arm- und Beinhaltung nicht im Stehen, sondern im Liegen ausführt. Der Name Supta Garudasana, also liegender Adler, suggeriert zwar, dass der Vogel müde ist, aber genau das Gegenteil trifft zu: Er ist ausgesprochen wach und kombiniert Rückbeuge, Hüft- und Schultermobilisierung mit einer aktiven Rumpfmuskulatur – ein Überraschungsei unter den modernen Yogahaltungen! Ein intensives Bauchmuskeltraining wird daraus, wenn Sie die Rückbeuge weglassen und dynamisch im Atemrhythmus üben: Ausatmend führen Sie Ellenbogen und Knie zusammen, einatmend senken Sie beides wieder.

Macht das Spaß?

Ja! Neues auszuprobieren, erweitert den Horizont, es bringt frischen Wind in die Praxis – oder es zeigt, dass die eigene Praxis genau die richtige ist.

Muss ich das können?

Nein. Der Trick liegt darin, kontrolliert Gewicht über den Kopf zu tragen. Für manche ist das ein No go – vor allem wenn der Nacken empfindlich ist. Dann bietet sich Supta Garudasana mit abgelegtem Rücken an – und die Kombination mit der Bauchmuskelübung.

Was muss ich dafür tun?

Zu einer sinnvollen Vorbereitung gehören Sonnengrüße, Garudasana im Stand, der Fisch in Rückenlage, Brücke und Rad.

Schritt für Schritt

1 Beginnen Sie in Rückenlage und kreuzen zunächst den rechten Oberschenkel über den linken. Wenn möglich, winden Sie zusätzlich den rechten Fuß hinter den linken Unterschenkel. Stellen Sie sich vor, dass sich Ihre Beine ineinander verschlingen wie die Wurzeln einer Eiche. Das hilft Ihnen, Mulabandha zu setzen, den Wurzelverschluss, bei dem die unterste Schicht des Beckenbodens aktiv wird.

2 Kreuzen Sie den linken Oberarm über den rechten. Auch hier verwinden Sie, wenn möglich, zusätzlich die Hände und legen die Handflächen aneinander, ansonsten sind es die Handrücken.

3 Lassen Sie zunächst den Rücken auf der Matte liegen. Atmen Sie ein und schieben Sie dabei die Arme über den Kopf und die Beine nach vorne. Mit der Ausatmung ziehen Sie Knie und Ellenbogen zueinander hin. Diese dynamische Folge wiederholen Sie zehn bis fünfzehn Atemzüge lang.

4 Um nun zusätzlich die abgebildete Rückbeuge zu üben, heben Sie mit einer Einatmung den Brustkorb vom Boden ab und ziehen den Kopf so weit wie möglich auf die Schädeldecke. Kopf, Becken und Zehenspitzen bieten nun den Halt. Atmen Sie gleichmäßig und aktivieren Sie die Bauchmuskeln, um möglichst viel Gewicht in der Körpermitte zu halten.

5 Nach einigen tiefen, gleichmäßigen Atemzügen legen Sie den Rücken wieder ab und „entknoten“ sich achtsam. Gönnen Sie Ihren Schultern eine kleine Pause und schütteln Sie die Beine aus, bevor Sie die Übung seitenverkehrt wiederholen.


Anregungen oder Fragen? Dann schauen Sie auf www.facebook.com/kickassyoga oder bei www.instagram.com/kickassyoga vorbei.

Wanderlust 108 – A Mindful Triathlon

It’s happening again: Nach dem großen Erfolg 2016 geht das „Wanderlust 108“-Yogafestival in die zweite Runde. Dieses Jahr findet die ungewöhnliche Mischung aus 5-km-Lauf, Yoga, Meditation und Live-Musik in sieben Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt.

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Auch beim zweiten, erneut vom legendären amerikanischen „Wanderlust“-Festivals inspirierten Event ist der Weg das Ziel, und zwar auf besonders lässige Weise. Statt Wettkampf und Performance steht beim „Triathlon der Achtsamkeit“ der Spaß im Vordergrund – das vermitteln unter anderem die Berliner Yogalehrerin Nina Heitmann (Ex-Deichkind), Rapper Curse, der einige Meditationssessions leitet, sowie YouTube-Yogastar Mady Morrison. Und wer nach dem Hauptprogramm noch genug Energie hat, erlebt beim Acro oder Aerial Yoga neue Höhen oder testet die Fitness beim Funktionellen Training. Für das kulinarische Angebot sorgt der„Kula Markt“: Hier kann der Tag bei einem leckeren Smoothie entspannt ausklingen.


Termine: Hamburg – 24.06.17/ München – 16.07.17/ Köln – 13.08.17/ Wien – 20.08.17/ Zürich – 27.08.17/ Berlin – 03.09.17/ Frankfurt – 10.09.17;  Early Bird Tickets: 29 Euro (39 CHF)

www.wanderlust.com/de/108s/


Foto: Diana Gerstacker

Mini Practice: Ruhe im Chaos

Gegen das Chaos im Außen hilft manchmal nur Balance im Inneren! Gerade wenn die Welt schon morgens Kopf steht, nehmen Sie sich etwas Zeit und üben Sie unsere kurze und einfache Mini Practice, um Ihre innere Mitte (wieder) zu finden.

Sicher kennen Sie das: Schon am Frühstückstisch herrscht Trubel, die Mitbewohner/Kinder besetzen das Bad, im Kalender stehen viel zu viele Termine, der Stadtverkehr kostet Nerven, Sie kommen zu spät zum Meeting, am Arbeitsplatz türmen sich Stapel, ständig klingelt das Telefon – die Liste ist endlos! Puh… Genau an einem solchen Tag empfehlen wir Ihnen dringend, sich ein paar Minuten für sich zu nehmen. Atmen Sie tief durch und üben Sie diese einfache Sequenz aus unseren Asanafinder gleich morgens oder zwischendurch – ommmmmm!

Sequenz:

1) Schneidersitz

Sitzen sie bequem und, wenn Sie mögen, auf einer gefalteten Decke oder einem Block. Schließen Sie die Augen und kommen Sie bei sich an. Lassen Sie Ihren Atem natürlich durch die Nase fließen und beobachten Sie ihn. Wie fühlt er sich an? Wie lang sind Ihre Atemzüge? Wohin fließt der Atem?
Versuchen sie nun, gleichmäßig lang ein- und auszuatmen: Sie können bis drei, fünf, acht zählen, während sie einatmen und dieselbe Zahl für die Ausatmung verwenden.

2) Katze / Kuh

Üben Sie dynamisch Katze und Kuh im Wechsel, um die Wirbelsäule zu mobilisieren und Stress zu lindern.
Atmen Sie ein und üben Sie die Kuh, atmen Sie aus und runden Sie den Rücken fließend Wirbel für Wirbel in die Katze.

3) Herabschauender Hund

Heben Sie aus dem Vierfüßlerstand die Knie, schieben Sie beide Händen gleichmäßig fest in die Matte, die Sitzknochen nach hinten und gleiten Sie in den herabschauenden Hund.

Der herabschauende Hund wirkt insgesamt beruhigend und bereitet den Körper auf die nachfolgenden Haltungen vor.

4) Hoher Ausfallschritt, Variation

Stellen Sie aus dem Hund ein Bein nach vorne zwischen die Hände, lassen Sie das Knie gebeugt und richten Sie den Rumpf auf. Strecken Sie die Arme lang neben den Ohren nach oben.

Diese Variation des hohen Ausfallschritts kräftigt nicht nur die Beine und den Rücken, durch die gehobenen Arme fordert sie zudem Ihr Gleichgewicht heraus.

5) Brett

Setzen Sie den vorderen Fuß zurück neben den hinteren und halten Sie den Körper in einer diagonalen Linie.

Das Brett kräftigt beinahe den gesamten Körper und lenkt die Aufmerksamkeit auf den Bereich, um den es in dieser Sequenz dreht: die Körpermitte.

Üben Sie anschließend den hohen Ausfallschritt auf der zweiten Seite und treten Sie dann wieder ins Brett zurück.

6) Brett auf den Unterarmen

Setzen Sie aus dem klassischen Brett die Unterarme auf den Boden, die Ellbogen befinden sich unterhalb der Schultern. Die Finger sind ineinander verschränkt.

Diese Variante des Bretts wirkt zusätzlich beruhigend und kann Ihren Stresslevel senken.

7) Seitliches Brett

Vom klassischen Brett aus folgen Sie der Anleitung für das seitliche Brett auf beiden Körperseiten. Versuchen Sie, beide Füße übereinander zu stapeln und die Hüften hoch zu halten.

Dadurch stärken Sie die tief liegende Rumpfmuskulatur und verbessern Ihr Gleichgewicht.

8) Balasana

Genießen Sie eine kurze Auszeit in Balasana, der Stellung des Kindes, und bringen Sie die Aufmerksamkeit zu Ihrem Atem zurück. Beobachten Sie, wie er ruhiger wird.

Die Kindeshaltung ist wie ein Rückzugsort – beruhigend und regenerierend.

9) Tadasana

Üben Sie die Berghaltung nach der Anleitung, um Ihre Haltung zu verbessern und Ihre Standfestigkeit zu schulen. Nehmen Sie wahr, ob Ihr Gewicht gleichmäßig auf den Fußsohlen verteilt ist und ob Sie sich in dieser Haltung zugleich stabil und leicht fühlen können.

Um sich ein wenig mehr zu fordern, schließen Sie die Augen. Diese Variation schult Ihre Balance zusätzlich.

10) Baum

Als letzte Haltung dieser Sequenz nehmen Sie den Baum auf beiden Seiten ein. Vrikshasana fördert nicht nur das Gleichgewicht, diese Asana ist auch wie ein Spiegel: Hier können Sie beobachten, wie es um Ihren Gleichmut steht, sollte es wackelig werden.
Wenn Sie wackeln und vielleicht sogar aus der Haltung kommen müssen, fragen Sie sich: Kann ich trotzdem innerlich ruhig bleiben? Eine wunderbare Übung für den Alltag!

 

Mein erstes Mal: Sonnengruß auf 2000 Metern in Gastein

Ausgestattet mit Bergschuhen, Sonnencreme, Yogamatte und einer Fließjacke spaziere ich mit einem leicht nervösen Kribbeln im Bauch zu meiner ersten Yoga-Stunde auf 2000 Metern Höhe. Dieses besondere Erlebnis, mitten in der Natur und in der frischen Bergluft Yoga zu machen, wird im Rahmen des Yogafrühlings in Gastein angeboten.

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Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und habe mich gleich dazu angemeldet. Noch etwas fröstelnd komme ich schließlich um kurz vor 9 Uhr am vereinbarten Treffpunkt – der Talstation Schlossalmbahn – an. Dort erwarten mich noch etwas verschlafene, aber freundliche Gesichter.

Namasté auf der Schlossalm

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde fahren wir gemeinsam mit unserem Yoga-Lehrer Young-Ho Kim mit der Seilbahn auf die Bergstation „Kleine Scharte“. Auf 2000 Metern Höhe angekommen, küssen erste Sonnenstrahlen mein Gesicht und die frische Bergluft lässt meine Morgenmüdigkeit rasch vergehen. Umgeben von einer beeindruckenden Bergkulisse durchströmt mich ein Gefühl von Energie und zugleich Ruhe. Andere Teilnehmer atmen die Gasteiner Bergluft tief ein und strecken sich in der Sonne – bereit für unsere kleine Wanderung zum Schlossalmsee, wo unsere Yogaeinheit stattfinden wird.

Wanderung zum Schlossalmsee

Die Bergstation Schlossalmbahn, oder auch „Kleine Scharte“ genannt, ist ein beliebter Ausgangspunkt für viele Wanderungen, erklärt uns Young-Ho Kim. Ein straßenbreiter Wanderweg führt uns südwärts in Richtung Schlossalmsee. Der künstlich angelegte Speichersee ist eine Neuheit auf der Schlossalm und liefert im Winter Wasser für die Beschneiung der Skipisten. Im Sommer fügt er sich idyllisch in das Landschaftsbild ein und bietet ein herrliches Panorama über die Hohen Tauern mit dem Stubnerkogel, Zittrauertisch, Silberpfennig und dahinter das Schareck.

Ruheoase in den Gasteiner Bergen

Am Schlossalmsee angekommen, erwartet uns eine glitzernde Oase mitten in der schönen Gasteiner Bergwelt. Der Ort strahlt eine ganz besondere Kraft aus und berauscht alle meine Sinne. Frische Bergluft, duftende Bergkräuter und warme Sonnenstrahlen geben mir sofort Kraft und Energie. Erste Atemübungen lassen mich tief durchatmen und geben mir ein befreiendes Gefühl. Es wird Zeit, diesen magischen Ort mit dem Sonnengruß zu begrüßen.

Indische Tradition in Gastein

Ich habe mich im Vorhinein ein wenig schlau gemacht und konnte erfahren, dass der Sonnengruß oder auch Surya Namaskar, die Mutter aller Yoga Asanas ist. Surya ist der Name des Sonnengottes und der Sonnengruß war und ist noch immer ein Gebet an die Sonne. Früher wurde er in Indien morgens mit dem Blick in Richtung Sonne praktiziert. Der Sonnengruß eignet sich besonders als morgendliches Wake-up Programm, da er sich langsam beginnen lässt, allmählich steigert und den Körper sanft aus seiner morgendlichen Steifheit erweckt. Die haben wir inzwischen durch unsere kleine Morgenwanderung zwar schon abgelegt, wir können es jedoch kaum erwarten mit unserer Einheit unter freiem, strahlend blauen Himmel zu beginnen.

Einführung Sonnengruß

Bevor wir loslegen, erhalten wir eine kurze theoretische Einführung. Ich erfahre, dass der klassische Sonnengruß aus zwölf Yogastellungen (Asanas) besteht, deren Abfolge ineinander fließt. In der Regel wird das Ganze zwölf Mal wiederholt oder ein Vielfaches davon. Dabei ist es wichtig, dass die Abfolge der Positionen entweder im Fluss des eigenen Atmens erfolgt oder für fünf Atemzüge gehalten wird. Deshalb machen wir zu Beginn einige
Atemübungen. Das klingt zwar einfach, ist jedoch für Anfänger wie mich gar nicht so leicht. Denn seinen eigenen Atemrhythmus zu finden oder ihn zu halten und zugleich seinen Körper und Geist in Einklang zu bringen, bedarf einiges an Konzentration und bewusster Selbstwahrnehmung.

Wir begrüßen die Gasteiner Bergwelt

Nachdem wir die Atemübungen abgeschlossen haben, startet unser Yoga-Lehrer mit der ersten Position, dem aufrechten Stand oder auch Tadasana genannt. Mein Atem muss tief sein und ich muss dabei gerade und gespannt stehen. Darauf folgt die zweite Position, bei der meine Handflächen über den Kopf zueinander schauen und mein Blick gegen den blauen Himmel gerichtet ist. Dabei spüre ich, wie sich Brustkorb und Kehle öffnen und Energie durch meinen Körper fließt.

Danach folgen Pada Hastasana (die stehende Vorwärtsbeuge), die Sprinter-Stellung und der nach unten schauende Hund oder auch Adho Mukha Svanasana genannt. Schnell merke ich, wie sich meine Muskeln lockern und meine Bänder sanft gedehnt werden.

Die sechste Position, die Bretthaltung, fordert mich besonders heraus. Sie ist auch bekannt als schiefe Ebene, dabei liegt der Fokus vor allem auf der Körperspannung. Zugleich soll ich tief einatmen und den Atem anhalten. Die Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu finden, fällt mir gar nicht so leicht. Dafür kommt mein Herz-und Kreislaufsystem so langsam richtig in Schwung. Bei der siebten Position atme ich aus und lege meine Knie, Brust und Stirn sanft auf den Boden ab, bevor ich mich in die achte Position, die Kobra, begebe. Nun lege ich auch mein Becken ab, spanne mein Gesäß an und richte meinen Rumpf leicht auf. Dabei ist mein Blick auf den Schlossalmsee gerichtet, in dem sich die Berge Gasteins wunderschön spiegeln.

Innerliche Ruhe macht sich in mir breit. Anschließend folgen Position neun, zehn und elf, die identisch zu den Übungen fünf, vier und drei sind. Bei der zwölften und zugleich abschließenden Position kehre ich wieder in den geraden Stand zurück.

Meditation und Reflexion

Wir wiederholen das Ganze insgesamt zwölfmal. Eine Abfolge der Positionen, sprich ein Sonnengruß, dauert ca. drei Minuten. Nach der Zeit fällt es mir leichter, die Übungen im Fluss meines Atmens zu machen und die ständige Wiederholung des Sonnengrußes versetzt mich in einen angenehmen, meditativen Zustand. Mein Körper ist trotz der körperlichen Anstrengung entspannt. Nach der Yogaeinheit fühle ich mich ausgeglichen und zugleich voller Energie.

Harmonie in atemberaubender Kulisse

Es ist ein besonderes Gefühl, den Sonnengruß in den Gasteiner Bergen, wo man der Sonne wohl am nächsten ist, zu praktizieren. Yoga unter freiem Himmel, auf 2000 Metern zu machen, begeistert nicht nur Anfänger wie mich, sondern auch richtige Yogis. Es ist ein intensives und einzigartiges Erlebnis, das sich Besucher der Gasteiner Yogatage nicht entgehen lassen sollten.

Tipp: Wer danach noch einmal bewusst die bezaubernde Bergkulisse von Gastein bestaunen oder die frische Luft einatmen möchte, hat die Möglichkeit, im Bergrestaurant „Kleine Scharte“ eine große Tasse Tee oder Kaffee auf der herrlichen Sonnenterrasse, die einen traumhaften Panoramablick bietet, zu genießen.

SUPER(M)OM!

Egal, wie man zu diesem Feiertag steht: Der Muttertag erinnert uns an unsere Herkunft. Ob wir auf Kommando „Danke“ sagen und einen Strauß Blumen kaufen oder tatsächlich aus ganzem Herzen dankbar sind für die Frau, die uns zur Welt gebracht hat, sagt vor allem etwas über uns selbst und unsere Einstellung zum Leben aus. Liegt es nicht im Auge des Betrachters, was eine „gute“ Mutter ausmacht?

Erst kürzlich hat eine Freundin aus Yogakreisen ein Kind zur Welt gebracht und quält sich seither mit Selbstzweifeln. Denn entgegen aller Erwartungen und Ansprüche musste das Kind im letzten Moment per Kaiserschnitt geholt werden. Dabei hatte sich die frisch gebackene Mutter im Vorfeld ausführlich mit natürlicher Geburt beschäftigt und etwas anderes kam eigentlich gar nicht in Frage. Schließlich ist sie eine starke Frau und die haben schon seit Urzeiten ihre Kinder ganz ohne Hilfe in der Wildnis geboren! Jetzt, im Wochenbett, wiederholt sie das Mantra: Ich bin keine starke Frau. Ich habe versagt. Ich bin keine gute Mutter.

Gerade solche Mütter scheinen sich dann weiter unter Druck zu setzen: Langzeit-Stillen, das Kind nur im Tragetuch, selbstgekochte Biobreie, Waldorfpädagogik und unbedingt ein Platz im Waldkindergarten – die Maßstäbe sind hoch. Gütesiegel sind es keine.

Vielleicht ist es an der Zeit, sich gerade an diesem Tag die Mutter-„Rolle“ einmal genauer anzusehen. Zeit, zu hinterfragen, womit wir uns da eigentlich identifizieren. Und Zeit, zu erkennen, woher wir kommen und wofür wir stehen. Der große Erziehungs-Guru Jesper Juul hält Authentizität für eine der wichtigsten Eigenschaften im Umgang mit den eigenen Kindern. Erinnern wir uns also am Muttertag daran, was wirklich zählt:

ALS MUTTER MUSST DU NICHT PERFEKT SEIN. ALS MUTTER MUSST DU DA UND DU SEIN!