Valeria war schon immer von der Schönheit von harmonischen Bewegungen fasziniert. So lebte sie Ihre Freude daran schon von Kindesbeinen an beim klassischen Ballett aus.
Da Valeria als Halbinderin Zeit ihres Lebens immer wieder mit Yoga in Berührung kam, fand sie nach der Geburt ihrer Tochter den Weg ins Vinyasa-Yoga-Studio Vishnu´s Vibes in Düsseldorf. Zunächst war ihr Interesse an Yoga hauptsächlich an die physischen Aspekte geknüpft, nach der Schwangerschaft wieder etwas für den Körper zu tun. Schnell entdeckte sie die parallelen zum Tanz. Denn Yoga und Tanz haben einige Gemeinsamkeiten: Man taucht ein und wird eins mit der Bewegung. Das absolute Verschmelzen im Moment des Hier und Jetzt, wodurch ein Gefühl von Freiheit und Stärke entsteht.
So wuchs das Interesse an der Wirkung von Yoga und der damit verbundenen Philosophie, die so viele parallelen zu ihrer Lebenseinstellung aufweisen. Sie entdeckte Yoga als eine Kunst, die subtil, menschlich und sehr intelligent den Körper trainiert, die Emotionen harmonisiert und den Geist erweckt. Dieses Wissen zu erlernen um es weiterzugeben schien ihr sehr wertvoll. Daher war es nur konsequent, dass sie Anfang 2010 die Yogalehrausbildung bei Vishnu´s Vibes machte, um ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen und weiterzugeben.
Valerias Yogastunden sind geprägt von einem dynamisch-kraftvollen Stil, der von Harmonie und Freude begleitet wird. Der Stundenaufbau verbindet meist die Asanas sinnvoll zu einem Thema, um über Atem und Bewegung eins mit dem Geist zu werden. Dabei legt sie besonders viel Wert auf korrekte und gesunde Körperhaltungen und Bewegungsausrichtungen.
Valeria Lortz
Kontrolle, Balance und Vereinigung: Sequenzierung
Bewusste Sequenzierung durch Energielenkung hat im Universal Yoga das Ziel der vollkommenen Ausbalancierung auf allen Ebenen. Im YOGA JOURNAL-Interview beschreiben die Lehrer Andrey Lappa und Henning Scheel Ziele und Wege dieser kreativen Methode.
Interview: Eva Maria Moog
YOGA JOURNAL: Andrey, dein Name steht in Verbindung mit “Universal Yoga (UY)”. Was ist UY? Ein neuer Stil oder eher eine spezifische Methode?
Andrey Lappa: UY versteht sich selbst als Wissenschaft von Yoga und sucht nach Gesetzmässigkeiten, die stilübergreifend Gültigkeit haben. Um etwa eine Balance von Körper, Energie (Prana) und Bewustsein (Citta) zu erreichen, ist ein stimmiges Verhältnis von Asana, Pranayama und Meditation erforderlich. Yogapraktiken werden nach ihrer Wirkung auf die Körperschichten (Koshas) eingeteilt und im Klassenaufbau so ausgewählt, dass sie in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen. Auch eine Balance innerhalb jeder einzelnen Körperschicht ist Ziel der Praxis, zum Beispiel durch eine gleichmäßige Beanspruchung aller Muskeln und Gelenke.
Was wird den Übenden dadurch ermöglicht?
Andrey Lappa: UY gibt dem Praktizierenden die Möglichkeit einer ausbalancierten Praxis, ohne Benachteiligung von Körperbereichen, die zu wichtigen Energiezonen gehören. Diese Herangehensweise führt zu einer bewusstsen Entwicklung neuer Asanas, Pranayamas oder anderer Praktiken. Die Methode ist ein Kreativwerkzeug.
Henning Scheel: Im Yoga ist die Verwurzelung in der Tradition wichtig. Die kritische Hinterfragung, warum wir genau eine Übung so an dieser Stelle ausführen, kann aber zu einer Weiterentwicklung führen. Yoga ist ein sich Bewusstmachen von Selbstverständlichkeiten und Überlieferungen. UY ist ein gutes Beispiel für das Lernen aus der Tradition und die Anwendung von Aspekten des neuzeitigen Geistes, wie zum Beispiel Vernunft oder kritische Hinterfragung. Yoga selbst steht in der Evolution des Bewusstseins.
In deinem Teacher Training hast du ein ein allgemeines System für das Bilden von Übungssequenzen entwickelt. Du nennst es “Conscious Sequencing”. Was sind die Prinzipien?
Andrey Lappa: Durch die Anordnung der Asanas können wir gezielt die Energie im Körper lenken. Wenn wir beispielsweise in einer Klasse die Energie von unten nach oben bewegen, von den Beinen hinauf zum Kopf, ist dies ein ”Upward Flow”. Erst werden alle Asanas für die Peripherie praktiziert, also Fussgelenke, Knie, Hüften. Dann folgen die Handgelenke, Ellenbogen und Schultern, anschließend das Zentrum, erst untere Wirbelsäule, mittlere Wirbelsäule und Halswirbelsäule.
Die umgekehrte Reihenfolge entspricht einem “Downward Flow”. Energielenkung von aussen nach innen nennen wir “Centrepetal Stars”, von innen nach aussen “Centrefugal Stars”. Neben der Energielenkung können wir im Sequencing aber auch andere Parameter mit Wirkung auf das Bewußtsein wie zum Beispiel den Rythmus oder die räumliche Ausrichtung ändern. Eine Berücksichtigung aller bekannten Parameter führt zur Mandala-Methode.
Was ist darunter zu verstehen?
Andrey Lappa: Im Mandala Yoga wird die gesamte Sequenz in vier Mini-Sets unterteilt, in denen der Praktizierende seine Position im Raum gemäß der Himmelsrichtungen ändert. Das erste Mini-Set wird in Richtung Osten ausgeführt, das zweite Richtung Süden, das dritte Westen und schließlich das vierte Norden. In der Spiegelung wiederholen sich diese vier Sets in entgegengesetzter Richtung. Wir verwenden Asanas, Vinyasas, Pranayamas, Mantras und Visualisation, um alle Koshas auszubalancieren.
Henning Scheel: Jeder Schritt im Grossen wie im Kleinen hat eine bewusste Absicht und entspricht den universalen Regeln. Jede Aktion hat ihren Platz wie die Steinchen in einem Mosaik. Yoga ist Kontrolle, Balance und Vereinigung – eine Perfektion, die wir als Schönheit erfahren.
Andrey, in deinen Sequenzen arbeitest du insbesondere mit der rechten/linken Körperhälfte und der rechten/linken Gehirnhälfte. Worin besteht die Absicht dieser Technik?
Andrey Lappa: Eine zentrale Absicht der Yogapraxis ist es, einen nachhaltigen Zustand der Balance im Körper, der Energiestruktur und im Bewusstsein des Praktizierenden herzustellen. Die Kunst des UY besteht in einem tiefen Verständnis davon, wie mit den rechten und linken Körperteilen in bestimmter Anordnung sowie mit asymmetrischen Übungen gearbeitet werden muss, um den balancierten Zustand am Ende der Praxis zu erreichen.

Es ist bekannt, dass einige eurer Schüler Kundalini-Erweckungen erlebt haben. Warum findet die Arbeit mit Kundalini in den meisten populären Yogastilen keine Erwähnung?
Andrey Lappa: Kundalini ist die Energie der Transformation, die zeigt, ob wirkliche Veränderungen im Bewusstsein stattfinden. Eine Antwort für die populären Yogastile zu geben ist schwer für mich, auch, wieso sie nicht Kundalini Methoden nutzen. In Indien setzen die meisten Yogaschulen diese Methoden ein.
Henning Scheel: Ashtanga Yoga und Iyengar Yoga sind jeweils ein Experiment des 20. Jahrhunderts, durch Focus auf die Sequenzen und die Asanas allein den Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Aus meiner Sicht wird das Wissen über die Kundalini und damit wichtiger Zwischenschritte übersprungen. Die Folgestile haben an dieser inneren Struktur nichts geändert. Im Prozess des Aufstiegs der Kundalini-Energie werden tiefsitzende Muster im Alltagsleben gelöst. Meiner Erfahrung nach ist die Beachtung dieser Energie gerade bei einem westlichen Lebensstil besonders wertvoll für eine ständige Verbindung zum Göttlichen. Mit der Erfahrung der Kundalini Energie entsteht Gewissheit.
Wie unterstützt VyanaYama die Erweckung der Kundalini?
Andrey Lappa: VyanaYama ist eine Methode der Energiekontrolle, Energieakkumulation und zur Reinigung der Nadis. Damit fördert sie die Entwicklung notwendiger Voraussetzungen zur Kundalinierweckung. Die Vyanayma Methode ist der Pranayama Methode sehr ähnlich, nur dass eine andere Energie – Vyana Vayu – genutzt wird. Für die Kundalinierweckung sind die Reinigung der Energiekanäle, Energieakkumulation sowie das Ausbalancieren von Energie absolut erforderlich.
Henning Scheel: Der Atem ist ein Schlüssel zur Erfahrung von höheren Bewusstseinszuständen. Vyanayama ist eine handfeste Praktik zur Erfahrung der Energie im Körper. Eine yogische Ernährung und das Abschöpfen der sexuellen Energie durch Mudras komplettieren die energetische Ebene. An der Yoga Shala Berlin unterrichten wir im Matsyodara Yoga Schritt für Schritt Techniken zur Energielenkung und zum vollen Erleben des Pranakörpers. Wenn Apana Vayu durch den mittleren Kanal aufsteigt, verschwinden die emotionalen Schwankungen (Citta Vrttis). Das führt schließlich zur Vereinigung von Sakti und Siva.
Titelbild via unsplash.com // Aral Tasher
Andrey Lappa stammt aus Kiew/Ukraine und unterrichtet seit 1987 Yoga. Er studierte mit zahlreichen rennomierten Yogapersönlichkeiten und entwickelte schließlich sein eigenes System. Er lebte in der Mongolei und in China, reiste durch zahlreiche Bergregionen der Ex-Sowietunion und studierte an spirituellen Orten in asiatischen Ländern. Seit Jahren verbringt er regelmäßig Studienzeiten in Nepal. Weltweit bildet er Yogalehrer nach dem Universal Yoga System aus.
Henning Scheel ist Gründer und Leiter der Yoga Shala Berlin und hat unter anderem die Yogalehrer-Ausbildung bei Andrey Lappa durchlaufen. Heute unterrichtet er Matsyodara an der Yoga Shala, einen Vinyasastil, in dem die universalen Regeln des bewussten Sequenzing Anwendung finden. Er entwickelte und leitet die Yogalehrerausbildung an der Yoga Shala Berlin. Eine neue 200 Stunden-Ausbildung beginnt im April 2011 im Shala Retreat Italien/Piemont.
Birgit Damisch
Gründerin und Studioleitung vom Yogaloft Düsseldorf.
Ausbilderin Vinyasa Yoga
Im Laufe der Jahre haben mich verschiedene Yoga Ausbildungen und Unterrichtsstile geprägt. Ich möchte mich und die Art wie ich unterrichte nicht durch nur eine Yogarichtung reduzieren lassen, denn aus allem was ich gelernt habe nehme ich mir das Beste für meinen Weg mit, daraus habe ich meinen ganz eigenen Yogastil entwickelt.
Ich lehre nur das, was ich selbst erfahren habe und möchte so Yoga möglichst vielen Menschen authentisch weiter geben. Sich immer wieder neu entdecken, Yoga in all seinen Dimensionen zu erleben und die Erfahrung mit in den Alltag nehmen macht uns einfach zu glücklicheren Menschen.
Meine Stunden vermitteln Achtsamkeit und Bewusstsein aber auch eine Menge Fröhlichkeit und Freude. Mir geht es vor allem auch darum den Geist zu stärken und die Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele aufzuzeigen.
Das Fundament meines Unterrichts bilden Ausbildungen in verschiedenen Yogatraditionen: Dynamisches Vinyasa Yoga, erdendes Sivananda Yoga, musikalisches Jivamukti Yoga, forderndes Ashtanga Yoga, öffnendes Anusara Yoga, präzisem Iyenger Yoga und Hormon Yoga. Zertifiziert nach BYV, IYV, EYA, Yoga Aliiance.
Yoga ist für mich weder Sport noch esoterische Therapie, sondern eine umfassende und nachhaltige Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt. Ein besseres Körpergefühl und ein ruhiger Geist schaffen es schnell, Abstand zum täglichen Stress zu gewinnen, das möchte ich jedem mit geben. Und mit Abstand lassen sich plötzlich ganz neue Perspektiven und Chancen erkennen.
Welcome to happiness. Enjoy your stay.
Webseite: www.yogaloft-dus.de
Birgit Damisch auf Facebook.
Sabine Steffen
Experimental Essentials
mit Sabine Steffen / Gründerin von Vishnus Vibes Düsseldorf
Wie wir das Bewusstsein für unseren Energiekörper stärken? Mit YOGA. In all seinen Facetten. Kontemporär. Energievoll. Herzerwärmend. Dabei werden wir uns durch alle Chakras arbeiten und uns alle Tools des Yoga zu nutze machen.
Dive Deep!
Yoga und Klettern: Zum Gipfel der Erleuchtung
Wer kennt sie noch: die Haudegen in Kniebundhosen und Tweed-Sakko? Ausgerüstet mit einem Hanfseil und ein paar Schlaghaken. Oder die Flower-Power Pilger, die sich im Räucherstäbchendunst indischer Ashrams zur Erleuchtung verrenkten? Yoga und Klettern passt eigentlich ziemlich gut zusammen. Probiere auch unbedingt unseren Yoga für Kletterer.
Gemeinsame Überwindung der Klischees
Alte Klischees, an deren Schwelle zur Überwindung der Klettersport ebenso wie Yoga inzwischen stehen. Was früher wenige Aussteiger waren, sind heute breitenwirksame Bewegungen. Unter Kletterern ist Tweed zum Tweet geworden, die Ausrüstung hat hoch technische Sphären erlangt und in der Trinkpause gibt es nun Bio-Limonaden. Und Yoga hat es bis in die Manager-Etagen großer Konzerne geschafft. Die Kleidung ist hipp anstatt Hippie-Vibes. Schließlich muss man auch nicht mehr nach Indien reisen, denn Yogaschulen sprießen überall wie Pilze aus dem Boden.
Sowohl Kletter- als auch Yoga- Community haben sich aus der Nische heraus zum Trend entwickelt. Vielleicht hat diese Ähnlichkeit dazu geführt, dass sich inzwischen Menschen sich für eine Kombination aus beiden Bewegungsformen interessieren. Darüber hinaus Yoga und Klettern haben erstaunlich viele Gemeinsamkeiten, allen voran natürlich das Körpergefühl und die Beweglichkeit.
Ähnliche körperliche Schulung
Klettern erfordert gute Körperspannung und Dehnbarkeit der Muskulatur. Asanas wie der herabschauender Hund (Adho Mukha Svanasana) oder die Standwaage sind dafür geeignet, denn durch die intensive Streckung verleihen sie dem Körper Länge und Gleichgewicht. Zudem entspannen Rückbeugen wie der Held (Virabhadrasana) und die Kobra (Bhunjangasana) die beim Klettern starken beanspruchte Schultermuskulatur. Andersherum kann für Yogaübende das Klettern durch die ganzheitliche Muskelbeanspruchung eine wunderbare Körpererfahrung sein.
Auch auf mentaler Ebene liegen Yoga und Klettern nah beieinander. Konzentration und geistige Klarheit erleichtern sowohl die innere Einkehr bei einfachen Meditationsübungen, als auch beim Klettern in schwindelerregenden Höhen. Durch Regulierung und Vertiefung des Atems kehrt innere Ruhe nicht nur in den Muskeln, sondern auch im Geist ein. Dann kann Klettern zur Meditation werden und uns im Moment befreien. Frei von ablenkenden Gedanken, neues Selbstvertrauen und die Intensität der Situation spüren.
Kommerzielle Verbindungen von Yoga und Klettern
Die kletternden Yogis und yogischen Kletterer dieser Welt werden immer mehr. Werbeaushänge in Kletterhallen berichten von hauseigenen „Yogakursen für Kletterer“. Berghütten dienen als Orte für Retreats. Es gibt auch kombinierte Yoga- und Kletterurlaube mit Sonne, Strand und Fels. Geschätzt dürfte es in Deutschland bisher mehrere zehntausend Menschen geben, die regelmäßig sowohl Yoga praktizieren, als auch klettern. Die Zahl derer, die diese Kombination ausprobiert oder zumindest Interesse daran hat, ist vermutlich noch um ein Vielfaches höher.
Heute sind Yoga und Klettern also leichter zugänglich, besser in den Alltag integrierbar und für den Lebensstil von deutlich mehr Menschen passend. Klar ist Klettern nicht gleich Klettern und Yoga nicht gleich Yoga. Darum lohnt es sich, Yoga und Klettern jeweils in den unterschiedlichen Nuancen zu erleben und damit die ideale Verbindung aus beidem für den eigenen Weg zum Gipfel der Erleuchtung zu finden. Checke hier den Style Giude für die wichtigsten Yogarichtungen.
Andreas Pfanzelt ist Vini-Yogalehrer in Bonn. Sein Anliegen ist es, Yoga alltagsnah zu gestalten und an die Voraussetzungen der Übenden anzupassen. Andreas ist Gründer von HOW IS THE COW, dem Reiseveranstalter für Genussreisen mit Themenbezug zum Yoga, Klettern und Kulinarik. Weitere Infos zum Thema Yoga und Klettern unter: www.howisthecow.de
Titelbild via unsplash.com // Samantha Sophia
Akasha Susanne Hermanns
Akasha Susanne Hermanns, ist Yogalehrerin und Heilpraktikerin. Ihre eigene Yoga- und Meditationspraxis begann sie im Alter von 16 Jahren. Seit 2009 unterrichtet sie Hatha-Yoga, Meditation und Ayurveda in Kursen, Seminaren und Einzelbegleitungen. Sie hat mehrjährige Erfahrung in der Leitung von Management-Workshops und Coachings mit den Schwerpunkten Selbstmanagement, Führung und Motivation und begleitet als Ausbildungsleiterin die Ausbildungen zum Yogalehrer 200h und 500 h sowie Yoga-Ayurveda-Therapie an der Europäischen Akademie für Ayurveda.
Akasha Hermanns auf der Yoga World in München:
Freitag, 20.01.2017 // 15:30 – 16:15 Uhr // Yoga-Ayurveda-Therapie für den Bewegungsapparat // Ganesha Yoga
Guten Morgen, liebe Sorgen
Manchmal fängt der Tag schon so richtig blöd an und man hat keine Ahnung, wieso eigentlich. Wenn Sie leicht versucht sind, die Schuld bei sich oder anderen zu suchen, dann sollten Sie wissen: Möglicherweise liegt es allein an den Sternen.
Schon beim Frühstück ist die Laune im Keller. Schwung will gar nicht erst aufkommen, zu allem Überfluss noch am heißen Yogi-Tee den Mund verbrannt und allein die Vorstellung des bevorstehenden Arbeitstags führt zu mittleren Aggressionen. Schon mal etwas in dieser Art erlebt? Gute Chancen, dass es ein Tag war, an dem zusammen mit der Sonne gerade Mars und Mond am östlichen Horizont aufgingen. Der Sonne zu nahe gilt Mars als verbrannt und geschwächt. Der Mond in Begleitung der Sonne ist ein Neumond, er glänzt durch Abwesenheit und gilt ebenfalls als schwach. Wenn jetzt noch zusätzlich Mars oder Mond auch im Geburtshoroskop eines Menschen extrem platziert sind, dann reicht das dafür aus, dass die Motivation (Mars) im Keller steckt, die Laune (Mond) herausgefordert ist und ein heißes (Mars) Getränk (Mond) die Lippen (Mond) verbrennt (Mars). Provokationen (Mars) können in diesem Fall schnell mal Aggressionen (Mars) und emotionale Entgleisungen (Mond) zur Folge haben.
Unser Geburtshoroskop ist die Momentaufnahme des Tierkreises zum Zeitpunkt unserer Geburt. In Bezug zu diesem persönlichen Horoskop steht die tägliche Dynamik der Planeten. Da jeder Mensch ein ganz individuelles Horoskop hat, wird das beschriebene Morgenspektakel nur von denen erlebt, die im Geburtshoroskop die entsprechenden „Anlagen“ mitbringen (schwacher Mond und schwacher Mars). So richtig konfliktreich wird die morgendliche Situation, wenn die Lebensgefährtin bzw. der Lebensgefährte im eigenen Geburtshoroskop mit einem prachtvollen Mond und einem starkem Mars ausgestattet ist. Denn daraus ergeben sich dann am selben Morgen große Ambitionen und Tatendrang (Mars), um voller Leidenschaft (Mars und Mond) neue Pläne zu schmieden (Mars) und am besten gleich das gesamte Leben neu zu strukturieren (Sonne). Die klaren Vorstellungen (Mond) davon, wie sich die Laune des Gegenübers beleben könnte, treffen – wen erstaunt’s – auf wenig Gegenliebe.
Von Bernd Rößler
Titelbild via unsplash.com // Benjamin Combs
Véronique Verlomme-Fried
Véronique ist Yogalehrerin im In- und Ausland BDY/ EYU sowie Yoga Referentin und Reisebegleiterin für NEUE WEGE Reisen.
2002 absolvierte sie eine 2-jährige Fortbildung als Tanzpädagogin. Anschließend folgte eine 4-jährige Ausbildung, die sowohl philosophische, psychologische, anatomische und didaktische Aspekte und Methoden verschiedenen Yogatraditionen beinhaltet, bei denen immer der Mensch im Mittelpunkt steht.
In der Probe-Yoga-Stunde auf der YogaWorld steht das Thema „Hatha-Yoga Praxis mit präziser Anleitung“ im Vordergrund. Wir lernen den eigene Körper sanft zu dehnen und zu kräftigen. Im Fluss des Atems uns auf das Verinnerlichtes zu konzentrieren um die eigene Potential-kraft besser zu entfalten. Eine Möglichkeit für Menschen mit und ohne Yoga Erfahrung, Entspannung, Freude und Klarheit zu schaffen.
Mehr zu Véronique Verlomme-Fried erfahrt ihr hier.
Auf der YogaWorld könnt Ihr Véronique live erleben: Freitag, 16:30-17:00 im Ganesha Yoga Raum. Zum gesamten Programm geht es hier.



