Kochen mit: Angelika Fischer

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Leinsamen-Pizzabrot (raw)

ZUTATEN

Wrap
250 g Karotten
1 Zucchini (ca. 15 cmlang)
90 g getrocknete Tomaten
100 g heller (gold-) Leinsamen
5 g getrocknete Steinpilze
1/4 rote Zwiebel
1 TL Salz (alternativ Spaghetti-Algen)
1 TL Oregano 1 Prise Muskat 1 Zehe Knoblauch

Füllung
1/2 knackiger grüner Salat
2 Salattomaten
3 Radieschen
2 Minigurken
1 Schuss natives Olivenöl
1 Schuss Essig (evtl. roh hergestellt)
weiche Rohmilchkäsewürfel

ZUBEREITUNG
Karotten in der Küchenmaschine breiig zerkleinern. Zucchini mit der Julienne in Streifen schneiden, restliche Zutaten wie die Karotten breiig zerkleinern. Leinsamen mind. fünf bis acht Stunden einweichen, evtl. mit den zerkleinerten Steinpilzen gemeinsam. Wenn der Leinsamen essbar ist, extra in der Küchenmaschine zerkleinern, sodass ein Teil fein wird und ein Teil ganz bleibt. Zwiebel in Stiftchen schneiden. Würzen nach Wunsch, alles vermischen. Nicht zu salzig abschmecken, da der Geschmack später noch intensiver wird. Auf ein Backblech oder Trocknungsgitter auf Backpapier aufstreichen und unter 40 °C ein bis zwei Tage trocknen lassen. Sobald möglich, den Teig umdrehen und das Backpapier abziehen, sodass die zweite Seite antrocknet – oder gleich zu Wraps in Quadrate schneiden, befüllen und in Rollen gelegt auf dem Teller servieren. Die Wraps können auch gut auf 40 °C angewärmt serviert werden. Sind die Wraps schon etwas zu trocken, können sie, kurz angefeuchtet, wieder biegsam gemacht werden. Übrige flache Fladen und Reststücke können weitergetrocknet und später als Brot verwendet werden.

5 KURZE TIPPS FÜR DIE ROHKOST-ERNÄHRUNG

  1. Rohkost ist nicht einfach Karotten knabbern: Die wahren Genüsse sind Wildpflanzen und reife bzw. für den rohen Verzehr geeignete Lebensmittel.
  2. Bei Zubereitungen nichts mitmischen, das man in derselben Menge nicht auch pur und getrennt essen wollen würde. Kein Gemüse mit Früchten mischen.
  3. Anfangs sehr offen sein, Dogmen links liegen lassen: Selbst beobachten und in den Körper hören, was gut tut. Locker bleiben und nicht zu streng mit sich sein: Schritt für Schritt!
  4. Auch wenn es „nur“ für eine 70% Rohkosternährung oder kurenweise für wenige Wochen stattfinden soll: gleichgewichte und deren Mundgefühl beachten, Blähungen vermeiden.
  5. Sich mit Gleichgesinnten treffen, Spaß haben, eine völlig neue Welt um sich entdecken: Rohkost ist ein Abenteuer.

INFO
Angelika Fischer hatte einen langen Leidensweg hinter sich, als sie vor zehn Jahren ihre Ernährung komplett auf Rohkost umstellte. Seit frühester Kindheit litt die Österreicherin an Neurodermitis, Asthma und verschiedenen Allergien. „Ich hatte schon so viel probiert und glaubte schon fast nicht mehr daran, dass es mir je besser gehen würde“, erzählt die 38-Jährige. Doch als sie sich zu einem zweiwöchigen Experiment entschloss, bei dem sie ausschließlich rohe Speisen zu sich nahm, veränderte sich ihr bisheriges Leben von Grund auf: „Bereits innerhalb dieser kurzen Zeit veränderte sich mein Körper von innen her und es ging mir so gut wie nie zuvor.“ Über die Jahre eignete sich die ausgebildete Ingenieurin ein großes Wissen über die rohe Ernährung an, das sie 2011 in einem umfassenden Buch bündelte. „Ich möchte niemandem eine rohe Ernährung aufdrängen, aber denen, die es interessiert, meine Erfahrungen und den neuesten Stand der Wissenschaft zu diesem Thema weitergeben. Die rohköstliche Ernährung ist ein starkes und mächtiges Werkzeug, verlangt aber unbedingt einen verantwortungsvollen Umgang mit sich und seinem Körper.“

www.allesroh.at