Lernen von den Göttern – In Gottes Namen

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Foto von Elly Fairytale von Pexels

Wenn fragwürdige Menschen meinen, Gott an ihrer Seite zu haben, müssen wir uns dann ganz von dem Glauben an etwas Göttliches verabschieden? Eigentlich traue ich mich gar nicht, solche Texte zu schreiben. Über Gott. Deshalb schreibe ich meistens über Götter und Dämonen, und werde dabei nicht müde zu betonen, dass das lediglich Bilder der Seele sind. Dass es Anteile von uns selbst sind und dass die Geschichten uns dabei helfen sollen, zu entscheiden, welche Teile unserer Persönlichkeit wir im Konflikt mit uns selbst gewinnen lassen wollen.

Dass ich Angst habe, wirklich von Gott zu reden, liegt an meiner Erziehung in den 1980er-Jahren. Damals wurden mir als Teenager im Sachkunde-Unterricht Aufklärungsfilme gezeigt, in denen betont wurde, dass Bhagwan ein gefährlicher Verführer und die Hare-Krishna-Bewegung eine fragwürdige Sekte sei. Das hat mich bis heute geprägt. Egal, wo ich auf der Welt bin: Wenn in einem Tempel das Hare-Krishna-Mantra gesungen wird, ob in Delhi, New York oder Köln, dann denkt dieser Junge in mir kurz: „Schnell weg hier“. Nur wenn ich Glück habe, gewinnt schließlich doch mein Herz und ich beginne mitzusingen.

Mein kritischer Verstand erlaubt vielleicht, mir Gott als eine universelle Kraft vorzustellen, die jenseits aller Beschreibung liegt. Es fällt mir persönlich aber immer noch schwer, an einen Gott mit irgendwelchen Eigenschaften zu glauben, selbst wenn sie noch so gut sind. Schwierig wurde es kürzlich, als meine fünfjährige Tochter fragte: „Papa, wie sieht Gott aus?“

Eine der größten Geschichten, die in Indien erzählt werden, ist die Ramayana: Die Reisen oder der Weg Ramas. Sie erzählt von der Inkarnation des Gottes als junger, rechtschaffener Prinz. Sein treuer Diener in der Geschichte ist Hanuman, der Sohn des Windgottes und einer Äffin. Ein Gott in Affengestalt sozusagen, der es aber wirklich „in sich“ hat. Nämlich die Liebe zu Gott – als Prinz Rama. Hanumans Hingabe zu Gott ist so groß, dass er stellvertretend für die Kraft steht, das Unmögliche möglich zu machen. Rama hätte die alles entscheidende Schlacht gegen den bösen Ravana gar nicht führen können, wäre Hanuman nicht gewesen. Denn wie hätte er mit seinem Heer das Meer überqueren sollen, um zur Insel des Dämonen zu gelangen? Hanuman hatte eine simple Idee: „Wir können doch Steine ins Wasser werfen und darüber laufen.“ Da mussten selbst Ramas Soldaten lachen: „Blöder Affe. Wie soll das denn gehen?“ Hanuman ließ sich nicht beirren, warf einige Steine in die Wellen und hüpfte darüber. „Wie hat er das bloß gemacht?“, fragten sich die Soldaten. Denn sobald sie Steine ins Wasser warfen, gingen die natürlich unter. Hanuman lachte und erklärte: „Ich habe einfach den Namen Ramas darauf geschrieben.“ Die Steine, die er mit dem Namen seines Gottes beschrieben hatte, blieben oben. So groß war die Kraft seiner Liebe zu Rama.

In unserem Alltag benutzen wir die Redewendung „in Gottes Namen“ meist nur zynisch: „Lassen Sie mich in Gottes Namen in Ruhe.“ Und ich will hier nicht über die Leute sprechen, die „in Gottes Namen“ anderen Leid zufügen. Je suis Charlie! Aber vielleicht können wir diesen Worten doch etwas abgewinnen, wenn wir unseren Geist in die Stille führen wollen. Patanjali spricht von
Ishvara Pranidhana (was oft mit „Hingabe an Gott“ übersetzt wird) als einem der fünf Niyamas, einer der Grundvoraussetzungen, bevor man überhaupt mit den Asanas beginnt.

Probieren Sie es aus. Wenn Sie das nächste Mal auf die Yogamatte gehen, dann tun sie das doch mal im Namen Gottes oder der Göttin. Und lassen sie sich im Sonnen- oder Mondgruß in seine oder ihre Arme fallen. Das kann sich sehr schön anfühlen. Wir können manchmal viel tiefer entspannen, wenn wir uns an ihn oder sie abgeben. Und vielleicht erscheint Ihnen Ihre Praxis an diesem Morgen oder Abend dann etwas leichter oder anmutiger als sonst. Dann können auch Sie mit George Harrison singen: „My Sweet Lord“. Die Beatles fand ich als Teenager schon toll. Und hätte ich gewusst, dass Harrison so schön über Krishna gesungen hat  – vielleicht wäre es mir dann schon früher viel leichter gefallen mitzusingen. //


Ralf Sturm widmet sich unter dem Motto „Divine Life“ auch auf seiner Website verstärkt dem Weg zu einem Leben, in dem man Gott einen Platz einräumt. Zusammen mit Katharina Middendorf hat er bei GU das Buch „Götter-Yoga“ veröffentlicht. (www.ralfsturm.de)

6. Türchen

Zu Nikolaus verlosen wir eine Auszeit für zwei Personen im BIOLANDHAUS ARCHE. Der heutige Gewinn umfasst zwei Übernachtungen inklusive Frühstück in einem Veggiehotel in den Bergen. Wenn das mal nicht gute Aussichten sind: Das mehrfach zertifizierte Biolandhaus Arche bietet auf knapp 1000 Metern Höhe in St. Oswald einen Ort zum Abschalten. Seit über 30 Jahren bewirtschaftet die Familie Tessmann in ihrer Herberge die Gäste. Nachtrodeln, Schneemannbauwettbewerb, Führungen zu Orten der Kraft, Rezeptstunde – das Angebot stammt von Herzen.

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Auf den Tisch kommt ausschließlich biologische Vollwertküche, die vegetarisch und auf Wunsch auch vegan ausgerichtet wird. Auch glutenfrei ist hier kein Problem. Das Bergpanorama genießen und es sich in der Sauna, in der Bibliothek oder bei einer Massage gutgehen lassen oder wintersportlichen Aktivitäten nachgehen. Langweilig wird es an diesem Wochenende sicherlich nicht.


Senden Sie heute eine E-Mail an verlosung@yogajournal.de mit dem Betreff „Biolandhaus Arche“.

Viel Glück wünscht Ihre YOGA JOURNAL-Redaktion!

 

Sacinandana Swami

Sacinandana Swami ist seit 46 Jahren Mönch der bhakti-Tradition. Er ist
bekannt für seine Beiträge zur Praxis der Meditation und Kontemplation
moderner bhakti-Praktizierender. Sacinandana Swami hat sieben Bücher und
zwei CDs herausgebracht, und bietet eine große Anzahl an Retreats, Seminaren
und Workshops an. Tausende enthusiastische MitsängerInnen und TänzerInnen
besuchen seine weltweiten kirtan-Konzerte. Sacinandana Swami gründete 2009
das Yoga Is Music Projekt und lehrt regelmäßig am Institut für höhere
Bildung in Vrindavan (VIHE), Indien. Er ist Gastdozent am Bhaktivedanta
College in Belgien und der spirituelle Mentor der Veden Akademie, welche in
acht Ländern aktiv ist. Jährlich sucht er die heiligen Pilgerstätten Indiens
auf und findet dort Inspiration für sein persönliches Leben. Seine
Pilgerreisen haben ihn durch ganz Indien geführt, insbesondere schätzt er
das heilige Land Vrindavan, der Geburtstort von Shri Krishnna.

Vortrag Samstag 23.1.16, 12:45
„Spirituelle Kraft im Alltag“

In fünf Schritten zum ganzheitlichen Wohlbefinden.

Kurze Beschreibung:
Sacinandana Swami, Mönch der Bhakti-yoga Tradition, stellt die Weisheit des
Vedischen Erkenntnisweges in fünf einfach nachvollziehbaren Schritten dar.
Sein Anliegen ist es zu zeigen wie man den Alltag mit mehr Spiritualität
füllen kann. Wer voller spiritueller Kraft ist, gerät niemals, nicht einmal
in mitten der größten Schwierigkeiten ins Wanken, sondern erfährt eine
grenzenlose innere Freiheit, die ihn überall hin begleitet.

www.sacinandanaswami.com
www.spirit-netzwerk.de

Montags-Mantra: Den Weg finden

Für alle, die sich fragen, ob sie auf dem richtigen Weg sind und wo es eigentlich lang geht, was das Ziel ist und ob es überhaupt erreichbar ist. Mit diesem Montags-Mantra wollen wir Euch mehr Gelassenheit mit auf den Weg geben. Für das Mantra des Tages, das euch ein Wegweiser für eine Woche voller Glück und Leichtigkeit sein soll, zitieren wir Buddha himself (laut Übermittlung):


„Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklich-sein ist der Weg.“
Buddha


Wir sind nicht erst glücklich, wenn wir Dies und Jenes erreicht haben. Schaut euch die Natur an, sie ist immer genau so richtig, wie sie gerade ist und es gibt jederzeit unglaublich Spannendes zu entdecken.


Fotoquelle: unsplash.com

Buch-Tipp: Mudras – Yoga für die Hände

Fingeryoga

Mudras, die kraftvollen Handgesten aus dem alten Indien, sind Symbole für bestimmte Eigenschaften oder Gottheiten und können auch in der heutigen Zeit ein bedeutender Aspekt unserer Yogapraxis sein. Auch im Alltag benutzen wir sie – unwillkürlich und oft unwissend, was ihre Bedeutung angeht. Denken wir dabei an Frau Merkel, die ihre Hände bei Ansprachen zu einer Raute formt. Diese „Raute der Macht“, wie sie in den Medien beschrieben wurde, wird Hakini-Mudra genannt und soll bei flacher Atmung und Konzentrationsschwäche helfen (Zufall oder Absicht, Frau Merkel?).

Mudras - Yoga fuer die Haende von Andrea ChristiansenMudras, die yogischen Handhaltungen, sind wirksame Helfer, wenn es darum geht, mehr Achtsamkeit und Heilung zu generieren. Als zuverlässige Unterstützung beim Erlernen erweist sich das Mudra-Karten-Set: Neben 45 Karten mit übersichtlichen Illustrationen, Übungsanleitungen und der Auflistung von Wirkungen gibt es auch ein Handbüchlein, in dem die Mudras noch ausführlicher erklärt werden.

Fazit: Einfaches und praktisches Fingeryoga für Körper, Geist und Seele.


Mudras – Yoga für die Hände // Von Andrea Christiansen // Irisiana // ca. 15 Euro

Foto von Luis Quintero von Pexels

Asana im Fokus: Balasana

Balasana, die Kindeshaltung oder Embryostellung, ist neben Shavasana (Totenstellung) eine wichtige Asana, um Körper und Geist zur Ruhe zu bringen. Gerade in dynamischen Yogastunden bildet sie oft einen willkommenen Rückzugsort, um zum eigenen Atem zurückzufinden. Sie kann aber auch als eigenständige Übung gesehen und mehrere Minuten lang gehalten werden – beispielsweise in Yin- oder Restorative-Yogaklassen.

Ausführung
Die Knie sind gebeugt und der Oberkörper ruht entspannt auf den Oberschenkeln. In dieser Position werden Rücken, Schultern, Halsmuskulatur und Teile des Gesäßes gedehnt. Wenn es schwerfällt, den Po bis auf die Fersen zurückzuziehen und die Stirn entspannt am Boden abzulegen, kann eine zusammengerollte Decke zwischen Fersen und Gesäß oder ein Bolster unter der Stirn Abhilfe schaffen. Bei Schmerzen in den Knien und während der Schwangerschaft bietet es sich an, die Knie sanft nach außen zu grätschen.

Variation: Für viele Übende ist es auch angenehm, die Hände übereinander auf dem Boden abzulegen und die Stirn auf dem oberen Handrücken ruhen zu lassen. So sind die Hände und Unterarme am Boden abgelegt, Nacken und Schultern können dennoch ruhen.

Während der Übung können Sie sich auch mental mit dem Thema „Geborgenheit“ auseinandersetzen. Die Kindeshaltung wirkt wie eine Selbst-Umarmung. Wenn Sie bei der Ausführung daran denken, unterstützen Sie auch die positiven Effekte, die diese Haltung durchaus auch auf geistiger Ebene haben kann.

Wirkung

  • dehnt die Rückenmuskulatur und entlastet Hüftgelenke und Nacken
  • entlastet den unteren Rücken, besonders nach Rückbeugen
  • wirkt lindernd bei Verdauungsproblemen und Menstruationsbeschwerden
  • senkt den Blutdruck und wirkt beruhigend

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An unserem Stand erfährst du mehr über unsere AKADEMIE und unser Studio. Wir bilden Yogalehrer und Ayurvedatherapeuten aus. Unsere Hauptdozenten in den Ausbildungen sind Richard Hackenberg (YOGA) und Dr. Jeevan Ellil Parambath (AYURVEDA). Unsere AKADEMIE ist zertifiziert von der American Yoga Alliance mit 200 und 300 Stunden. Wir stellen dir unser Aus- und Fortbildungsprogramm für 2016/17 vor mit namhaften Dozenten wie z.B. Dr. Ralph Skuban, Vaso Januzovic, Hans Figueroa, Meret Hackenberg… Wir freuen uns, wenn du auf ein Gespräch vorbei kommst.
Vielleicht möchtest du dir auch eine unserer schönen selbstgeknüpften Malas kaufen.

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Bei My Sportlady finden Yoga-Fans täglich Klassen, sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene.

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