Die vier Wege des Yoga: Karma, Jnana, Bhakti und Raja

Yoga ist viel mehr ist als die körperlichen Übungen. Traditionell gesehen ist das Ziel Moksha. Die Erlösung vom Kreis der Wiedergeburten. Dieses Ziel vereint die klassischen vier Wege des Yoga. Hier stellen wir dir Bhakti Yoga, Karma Yoga, Raja Yoga und Jnana Yoga genauer vor.

Text: Lucas Pietrapiana / Titelbild: Ketut Subiyanto via Pexels

Yoga als spirituelle Praxis zur Vereinigung von Körper, Geist und Seele mit dem Göttlichen ist so alt wie die Upanishaden. Diese wurden ungefähr ab 700 Jahre v. Chr. geschrieben. Auch im bekanntesten Teil davon, der Bhagavad Gita (ca. 400 v. Chr.) gilt es als Methode zur Befreiung vom Kreis der Wiedergeburten. Auch das Yogasutra von Patanjali zählt zu den zentralen Texten (ungefähr 2000 Jahre alt). Darin steht: „Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.“ Die individuelle Seele (Atman) soll eines mit der universellen Seele (Brahman) werden. Die vier Wege des Yoga wollen diesen Zustand erreichen. Zuerst entstanden Bhakti Yoga, Karma Yoga, Raja Yoga und Jnana Yoga. Erst später folgte das in der westlichen Welt weit verbreitete körperliche Hatha Yoga.

Karma Yoga – Der Weg der Taten

Unter Karma stellen sich viele ein kosmisches Gesetz vor. Gutes wie Schlechtes kommt verstärkt zurück. Tatsächlich bedeutet Karma, dass jedes Wirken oder jede Tat eine Wirkung hat. Entweder in diesem oder im nächsten Leben. Karma Yoga bezeichnet deswegen den Weg des Handelns, der Taten. In der Bhagavad Gita sagt Krishna:

„Du [musst] jede Tat vollziehen als eine Darbringung an Gott und frei sein von aller Bindung an die Ergebnisse.“

Die Idee des selbstlosen Handelns, Karma Yoga, ist in vielen Religionen vertreten. Ein Karma Yogi haftet nicht an den Erfolgen oder Misserfolgen seiner Handlungen an. Seine Handlungen sind Opfer für Gott. So kann er aus dem Kreislauf der Wiedergeburten aussteigen. Diese Idee macht Yoga auch modern. Denn man muss eben gerade nicht Eremit werden und nichts mehr tun. Sondern kann mitten im Leben Yoga praktizieren. Auch beim Straßen fegen oder Gemüse anbauen. Man kann Karma Yogis nicht von Außen erkennen. Sondern man muss die persönlichen Beweggründe für die Handlungen kennen. Karma Yoga ist also alles, was wir tun.

Bhakti Yoga – Der Weg der Hingabe

Bhakti Yoga bedeutet den Weg der Liebe für das Göttliche zu gehen. Der Pfad der Hingabe kommt bereits in der Bhagavad Gita vor, fand aber im mittelalterliche Indien seinen Höhepunkt. Zu dieser Zeit war er eng mit dem Sufismus verwandt. Diese mystische Strömung des Islam wurde unter anderem von Kabir praktiziert. Der indische Mystiker des 15. Jahrhunderts ist bis heute weit über seine Heimatstadt Varanasi sowohl als Bhakti- als auch als Sufi-Heiliger gefeiert. Demnach sind Sufismus und Bhakti zwei Ströme, die ins selbe Meer führen. Das Meer ist Gott, der Strom die Liebe.

Meistens wird unter Bhakti-Yoga Kirtan verstanden. Das Singen von heiligen Mantren in einer Gruppe. Dabei singt ein Sänger vor. Die Gläubigen singen nach. Mantra kann aber auch mit einer Gebetskette praktiziert werden. Das heißt Japa. Teil von Bhakti Yoga ist aber auch Puja. Die Hingabe an die Götter findet am Hausaltar oder in öffentlichen Tempeln statt. Hierbei werden in Indien Bildern oder Statuen von Göttern Blumen und Kerzen dargebracht. Ram Dass, der kürzlich verstorbene US-amerikanische spiritueller Lehrer, fasste Bhakti mit folgenden Worten zusammen:

„Du liebst so lange, bis du und der Geliebte Eins werden.“

Bhakti Yoga ist also die Vereinigung mit Gott auf dem Weg der persönlichen Hingabe zu Gott.

Jnana Yoga – Der Weg der Wissens

Einer der zentralen Lehrsätze des Jnana Yoga ist: Tat Tvam Asi. Du bist Das. Mit anderen Worten: Du bist Brahman, Atman ist Brahman. Wer dies weiß und (er)lebt erlangt den Ausstieg aus dem Kreislauf der Wiedergeburten. Jnana wird als der schwierigste Weg angesehen. Aber natürlich haben alle vier Wege des Yoga ihre Daseinsberechtigung. Dafür gibt Jnana seinen Schülern mehrere spirituelle Werkzeuge.

Dabei gilt das Lernen vom einen Guru als unerlässlich. Danach kommt Manana. Das innere Aufnehmen des erworbenen Wissens. Die dritte Stufe ist Meditation. Damit soll der Schüler Tat Tvam Asi am eigenen Körper und Gesit erfahren. Es gibt zusätzlich Hilfsmittel oder Anweisungen für Jnana Yoga. Vairagya ist die Loslösung von allen weltlichen, materiellen Dingen. Dies dient der Unterscheidung von Brahman (unveränderliche Realität) und Maya (Illusion). Als Shad-Sampad gelten die sechs Tugenden, die ein Jnana-Praktizierender einhalten sollte. Dazu gehören unter anderem Glaube und innere Sammlung.

Raja Yoga – der königliche Weg

Raja bedeutet übersetzt königlich. Es gilt als höchste Form des Yoga, weil es alle drei bereits genannten Aspekte vereint. Das Ziel ist nichts Geringeres als Herrschaft über den Geist. Dieser Weg hat acht Stufen und ist auch als achtgliedriger Pfad des Patanjali bekannt. Dazu zählen Verhaltensregeln, die Yamas und Niyamas. Atemkontrolle, Meditation und Hatha Yoga sind bereits fortgeschrittene Stufen.

Exkurs: Hatha Yoga – Der Weg des Körpers

Das davon abgeleitete Hatha Yoga ist keiner der vier Wege des Yoga. Deshalb handeln die klassischen Schriften nicht davon. Hatha bedeutet ungefähr „Anstrengung“ oder „Kraft“. Das bezieht sich nicht nur auf den Körper, sondern auch auf den Geist. Die Arbeit am Geist geschieht parallel zu der am Körper. So wird der Körper ein Tempel. Eine angenehme Wohnstätte für Geist und Seele. So widersprechen sich Körperlichkeit und Spiritualität nicht, sondern unterstützen sich gegenseitig. Mit Hatha Yoga kann man sich mit Gott über den Körper verbinden. Inzwischen haben sich zahllose Yogastile entwickelt, die vom Hatha Yoga abstammen. Im Westen ist das Verständnis von Yoga sehr körperlich geworden. Es feiert individuelle Erfolge in Geist und Seele. So viele Yogis konnten ihr Wohlbefinden dadurch verbessern. Ob man nun die Philosophie dahinter kennt oder nicht.

Yoga Klassiker

Inzwischen braucht man fast zwei Namen für Yoga. Das westliche und das traditionell indische haben sich weit auseinander entwickelt. Beide sind auf ihre Art und Weise valide. Denn auch Menschen, die über die körperlichen Aspekte zum Yoga kommen, entdecken, dass es mehr gibt. Auch das Yoga in Indien ist ständigem Wandel unterworfen. Es hat Kriege, Jahrhunderte und Invasionen überstanden. Yoga bleibt. Denn immer wenn Menschen nach der Verbindung mit dem Göttlichen streben, ist es Yoga.

Obwohl man Yoga am Besten am eigenen Leib erfährt, lohnt sich auch der Blick in die folgenden klassischen und modernen Bücher. So erfährst du noch mehr über die vier Wege des Yoga.

  • Licht auf Yoga: Die beste der neueren Schriften über Yoga und Yoga-Philosophie, geschrieben vom großem Hatha-Yogameister B. K. S. Iyengar.
  • Bhagavad Gita: Eine der wichtigsten Schriften des Hinduismus. Die zentrale Quelle des antiken Wissens über Yoga.
  • The Gospel of Ramakrishna: Lehren des berühmten Mystikers und Bhakti Yogi aus dem 19. Jahrhundert.
  • Meine Experimente mit der Wahrheit: Autobiografie des Mahatma (der „großen Seele“) Ghandi. Er gilt als einer der vollkommensten Karma Yogis.
  • Yoga: Die 108 wichtigsten Übungen und ihre ganzheitliche Wirkung: Eine anschauliche Aufzählung verschiedener Hatha-Yoga-Übungen. Perfekt für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen!
  • Die Upanischaden: Älter sogar als die Bhagavad Gita. Das Kronjuwel der indischen Philosophie und Spiritualität. Aus diesen Schriften stammt auch der Satz: Tat Tvam Asi.

Quiz: Welche Göttin steckt in dir?

Göttinnen Quiz

In jeder Frau steckt – mindestens – eine Göttin. Welche der weiblichen indischen Gottheiten ist dir am nächsten und welche Kräfte gilt es für dich noch zu entdecken? Im Göttinnen-Quiz von Sahara Rose erfährst du es.

Die hinduistischen Göttinnen sind Archetypen – also Urbilder – von Eigenschaften, die wir in unterschiedlichen Nuancen alle kennen und in uns tragen. Sich mit ihnen zu beschäftigen, kann uns helfen, unsere weibliche Vielschichtigkeit zu erkennen und zu würdigen: Wir können stark und urwüchsig sein, sinnlich und anmutig, klug und temperamentvoll. Mir persönlich hat die Kraft der Göttinnen vor allem klargemacht, wo ich lange Zeit blockiert gewesen war. Ich hatte mich schüchtern vor meinen Durga- und Kali-Energien verschlossen, weil man mir beigebracht hatte, ein „liebes Mädchen“ zu sein. Erst als ich mich traute, auch in diese beiden wilden, starken Archetypen einzutauchen, kam ich in meine eigentliche Kraft und konnte die kreative Saraswati, die unter all dem verborgen lag, wirklich zum Ausdruck bringen.

Auch spannend: Wie frei will sich sein? Lernen von den Göttern

Heute fühle ich mich gerade diesen beiden Göttinnen, Durga und Kali, sehr verbunden, denn ich bin mir sicher, dass sie wichtige Wegweiserinnen für uns Frauen sind: Ihre Energien können uns helfen, die sozialen Normen zu durchbrechen, die uns viel zu lange geprägt haben. So machen sie den Weg frei für den Paradigmenwechsel, den wir so dringend brauchen. Das folgende Quiz habe ich entwickelt, damit du die indischen Göttinnen kennenlernen und ihre Kraft in deinem Inneren aufspüren können: Mit welcher Göttin verbindet sich deine Energie im Moment am ehesten? Das ist ein guter Ausgangspunkt, um mit Mantras, Mudras, Yoga und Meditation auf die Reise zu gehen – und deine göttlichen Kräfte voll zu entfalten.

Lies auch: Aus yogischer Sicht – was ist überhaupt Energie?

Welche Göttin steckt in dir?

Göttinnen Quiz

So geht’s: Zähle zusammen, bei welchem Buchstaben du am häufigsten mit „JA“ geantwortet hast: Diese Göttin ist dir im Moment am nächsten. Freue dich an ihrer Kraft, entdecken und genieße die Energien, die da fließen. Scheue dich nicht länger, diese weibliche Kraft auch in die Welt zu tragen. Gleichzeitig kannst du das Testergebnis auch nutzen, um etwas mehr zu jenen Qualitäten hin zu spüren, die dir bisher verborgen oder gar fremd sind – hier schlummern vielleicht noch ungeahnte Kräfte in dir.

Meine größte Kraft ist:

  • A – meine Kreativität
  • C – meine Wandlungsfähigkeit
  • F – meine Sinnlichkeit
  • D – mein Geschäftssinn
  • B – mein Mut
  • E – meine Liebe und Hingabe

Am ehesten kann ich Menschen dabei helfen:

  • E – gesunde, stabile Beziehungen zu führen
  • B – sich zuzutrauen, die Führung zu übernehmen
  • F – zu ihrer Sinnlichkeit zurückzufinden
  • C – Trauma und Verletzung zu überwinden
  • A – ihrer Intuition zu folgen und ihren einzigartigen Ausdruck zu finden
  • D – Fülle zu verwirklichen

Menschen zählen auf mich, wenn es darum geht:

  • B – zu erreichen, was sie sich wünschen
  • A – kreative Ideen zu entwickeln
  • E – Beziehungsprobleme zu lösen
  • C – gut durch eine schwierige Zeit zu kommen
  • D – ihr Business flott zu machen
  • F – mehr Spaß am Sex zu finden

Wenn ich kritisiert werde, nennt man mich:

  • E – überemotional, obsessiv, unsicher
  • D – materialistisch, geldgierig
  • A – seltsam, verschroben
  • B – aggressiv, anstrengend
  • F – sexgesteuert
  • C – nervig, laut, verrückt

Mein Lieblings-Yoga ist:

  • C – mein eigener wilder Yoga Flow, am liebsten draußen in der Natur
  • B – Power- oder Hot Yoga mit Haltungen, die Kraft aufbauen
  • A – kreatives, fließendes Vinyasa mit viel Raum für Spielereien
  • F – Tantra
  • E – Bhakti
  • D – Yin- oder Restorative Yoga

Mein größtes Problem besteht darin:

  • A – mich komplett in meiner kreativen Arbeit zu verlieren
  • D – dass ich nicht genug Freizeit habe, weil ich damit beschäftigt bin, Geld zu verdienen
  • F – eine stabile Beziehung zu führen, in der ich mich verstanden fühle
  • E – dass ich zu sehr auf meinen Partner eingehe und selbst zu kurz komme
  • B – mich zu sehr in Dinge hineinzusteigern
  • C – dass mein Leben immer wieder auf den Kopf gestellt wird

Mein Traumberuf wäre:

  • D – Anlagenberaterin, Business Coach, Investorin – eine Arbeit, die Wohlstand generiert
  • A – Schriftstellerin, spirituelle Lehrerin, Musikerin, Künstlerin – auf jeden Fall etwas Kreatives
  • F – Masseurin, Tantra-Coach, Sexualtherapeutin – es sollte um Sinnlichkeit gehen
  • C – Tänzerin, Künstlerin, Nomadin: Hauptsache, ein freies Leben
  • E – Beziehungsberaterin, Familientherapeutin, Autorin von Schnulzenromanen – die Liebe zählt!
  • B – Unternehmerin, Anwältin, Vorstandsvorsitzende – ein Job, in dem ich etwas bewegen kann

Auflösung: Die Kraft der indischen Göttinnen

A: Saraswati

Kreativität und Weisheit, Kunst, Musik und Literatur – für all das steht diese Göttin. Als Saraswati bist du dazu geboren, deinen einzigartigen schöpferischen Ausdruck zu finden. Du bist verbunden mit einem unablässigen Strom von kreativen Gedanken und intuitiver Weisheit. Er fließt durch dich hindurch und kommt durch dich in die Welt. Du musst nur aufhören, dir selbst im Weg zu stehen, und ihn auch durchlassen. Zweifele nie an deiner Fähigkeit, aus dieser Quelle zu schöpfen und deine Ideen Früchte tragen zu lassen: Saraswati ist bei dir und lenkt deine Schritte.

B: Durga

Diese Göttin symbolisiert Stärke, Mut und Schutz. Als Durga bist du mit einer unglaublichen Kraft geboren. Sie befähigt dich dazu, anderen zu dienen, indem du sie führst und mit deiner Entschlossenheit und deinem Durchhaltevermögen inspirierst. Deine Willenskraft erlaubt es dir, auch große Hindernisse aus dem Weg zu räumen.
Es kommt nur darauf an, dass du weise wählst, welchen Kampf du eingehst, und deine Energie auf das verwendest, was wirklich zählt. Durga weist dir dabei den Weg.

C: Kali

Kali steht für umfassende Transformation und eine geradezu kühne Verwegenheit. Soziale Ketten zu sprengen, Illusionen beiseite zu fegen, deine Wahrheit zutage zu bringen und auch zu leben, das ist dein Lebensprogramm als Kali. Andere mögen dich anstrengend finden und das Universum sendet dir vielleicht immer wieder schwierige
Lektionen, aber all das kann dich nicht stoppen: Deine wilde, weibliche Energie trägt dich immer weiter – und Kali steht dir auch dann zur Seite, wenn du mal wieder das Gefühl hast, dass die Welt um dich herum zusammenbricht.

D: Lakshmi

Lakshmi, die Göttin der Fülle, des Wohlstands und der glücklichen Fügungen hat dir vor allem eines in die Wiege gelegt: die Gewissheit, dass du es verdient hast, angenehm, in Schönheit und Luxus zu leben. Du weißt: Geld stinkt nicht, es ermöglicht es dir vielmehr, dein volles Potenzial auszuschöpfen. Deswegen macht es dir auch nichts aus, hart zu arbeiten, um gut zu verdienen. Anderen Menschen gegenüber bist du großzügig und setzt deinen Wohlstand auch bereitwillig ein, um Gutes zu tun. Achte nur darauf, dass dir trotz deiner Arbeit genug Zeit für die Menschen und Dinge bleibt, die du liebst. Lakshmi kann dir helfen, so spürbar in Fülle zu leben, das du dich auch mal entspannt zurücklehnen kannst

E: Radha

Die Göttin der hingebungsvollen Liebe steht für das Überwinden von Getrenntsein, für die Vereinigung mit der eigenen Zwillingsflamme und überhaupt für liebevolle Gemeinschaft mit Seelenverwandten. Als Radha wirst du mit der tiefen Sehnsucht geboren, deine verlorene Hälfte zu finden, dein Leben steht unter dem Leitstern der Liebe. Leider wird deine Hingabe manchmal ausgenutzt und du riskierst, dich allzu sehr aufzugeben. Doch die Göttin ist auch eine gute Wegweiserin durch alle Beziehungsprobleme und kann dir helfen, in Liebe zu dir selbst zu stehen.

F: Lalita Tripura Sundari

Diese tantrische Göttin verkörpert die spirituellen Aspekte der Sinnlichkeit. Als Lalita lebst du in der Gewissheit, dass dein Körper ein Tempel ist und dass Sexualität dir helfen kann, eine mystische Vereinigung mit den kosmischen Energien zu erfahren. Ganz egal, was andere Menschen dazu sagen: Für dich ist Sex kein Tabu, er ist auch sehr viel mehr als Triebbefriedigung und körperlicher Genuss – geleitet von der Göttin erlebst du ihn als eine zutiefst spirituelle Praxis.


Sahara Rose Ketabi
Sahara Rose Ketabi

Als Botschafterin für eine moderne, aber dennoch sehr spirituelle Weiblichkeit begeistert Sahara Rose Ketabi immer mehr Frauen. In unserem Portrait erfährst du, wie Sahara Rose Frauen auf ihrem spirituellen Weg inspiriert. Mehr Info: iamsahararose.com

Dr. Ronald Steiner: Alignment Cues für Dhanurasana

Vielleicht ist der Bogen die erste Haltung, die uns als Rückbeuge in den Sinn kommt. Auf jeden Fall ist sie eine der wenigen Asanas, die im klassischen Quellentext Hatha Yoga Pradipika erläutert werden. Ronald Steiner zeigt dir die Details der bekannten und der traditionellen Version.

Text: Dr. Ronald Steiner / Fotos: Richard Pilnick

Wirkung von Dhanurasana

Dhanurasana entwickelt die Flexibilität im Rücken und im Schultergürtel. Zusätzlich kräftigt die Haltung die Beinvorderseiten. Auf dem Weg in die Haltung erfährst du eine Kräftigung auch für die Rückseiten der Beine und für den gesamten Rücken.

So geht’s

Step 1: Du beginnst in der Bauchlage mit den Armen längs des Körpers. Dabei weisen die Daumen nach unten.

Step 2: Baue nun Spannung im gesamten Körper auf und hebe gleichzeitig die gestreckten Beine und den Oberkörper an.

Step 3: Beuge beide Beine symmetrisch, strecke die Arme nach hinten aus und fasse mit den Händen von außen um die Schienbeine.

Alignment-Tipps für den Bogen (Dhanurasana)

Gutes Alignment schützt in dieser Haltung den Rücken und ermöglicht es dir, die gesundheitliche Wirkung für Rücken und Schultergürtel optimal zu entfalten. Dabei helfen dir folgende Tipps:

Becken-Innenrotation: Um dem Iliosacralgelenk (Darmbein-Kreuzbeingelenk) Raum zu geben, baust du vom Becken ausgehend eine innenrotierende Spannung auf. Ziehe dafür die Leisten zueinander hin und weite aktiv den Raum zwischen den Sitzhöckern. Die dabei entstehende Weite macht es dir leichter, dich in die Rückbeuge zu öffnen.

Gegenläufige Aufrichtung: Um zugleich Länge in der Wirbelsäule zu schaffen, verwurzelst du dein Kreuzbein zwischen den weit bleibenden Beckenhälften, ziehst mit einer Einatmung von unten Richtung Bauchnabel zur Wirbelsäule und bewegst dann ausatmend deine Rippenbögen von oben Richtung Bauchnabel zur Wirbelsäule. Dies aktiviert atemsynchron die inneren und äußeren schrägen Bauchmuskeln. So entsteht eine dynamische Stabilisierung rund um die Körpermitte, die deine Wirbelsäule streckt und schützt.

Arme lang: Lass deine Arme von den Schulterblättern ausgehend in die Länge wachsen. Gib also dem Zug, den die Beine auf deine Arme ausführen, bewusst mit dem Schultergürtel nach. Weite dabei deinen Herzraum. Wenn die Rückbeuge in dieser Form zu intensiv ist, kannst du deine Arme verlängern, indem du einen Gurt um die Fußgelenke legst und mit jeder Hand ein Gurtende fasst.

Lenke den Atem: Atme kraftvoll in den Oberbauch und den Herzraum ein und ziehe bei der Ausatmung deinen Rücken zwischen den Schulterblättern aktiv zusammen. Durch diese Atemlenkung vertieft sich deine Rückbeuge mit jedem Atemzug ein wenig. Zugleich erfährt die gesamte Wirbelsäule durch das Atemvolumen und die Kraft, die du der Atmung gibst, eine Stütze.

Aktive Beine: Strecke deine Knie gegen den Griff deiner Hände und spüre, wie sich die gesamte vordere Muskel-Faszien-Kette aktiviert. Die Dehnung verteilt sich so harmonischer über die Wirbelsäule.

So geht die traditionelle Form von Dhanurasana

In der Hatha Yoga Pradipika ist Dhanurasana so beschrieben: „Die großen Zehen mit den Händen zu den Ohren ziehen, |[dabei] einen Bogen ausführen, [das] wird Dhanurasana genannt.“ (|HYP1.27) Diese heute weniger gebräuchliche und deutlich anspruchsvollere Ausführung von Dhanurasana setzt eine hohe Flexibilität voraus.

Step 1: Starte ebenfalls in der Bauchlage, spreize aber die Beine und rotiere die Arme nach außen, bis die Daumen nach oben weisen.

Step 2: Hebe nun Arme und Beine. Gleichzeitig rotierst du die Arme weiter nach außen, bis die Daumen nach unten weisen und du die Außenkanten deiner Füße greifen kannst.

Step 3: Beuge nun Knie und Ellenbogen. Dabei bleiben die Ellenbogen dicht am Körper und weisen nach unten. Ziehe so deine Füße zu den Schultern.

Step 4: Aus dieser Haltung kannst du nun deine Ellenbogen von den Seiten her nach vorne zusammenklappen. Die Hände rutschen von den Außenkanten der Füße zu den großen Zehen.

Schon gelesen? In Dr. Ronald Steiners letzter „Alignment Cues“-Kolumne ging es um die Ausrichtung von Supta Kurmasana (der schlafenden Schildkröte):


DR. RONALD STEINER ist Arzt, Wissenschaftler und Sportmediziner sowie einer der bekanntesten Praktiker des Ashtanga Yoga. Mehr zu Ronald findest du auf ashtangayoga.info. Dort findest du auch eine extra Seite zu Dhanurasana und zur Hatha Yoga Pradipika.

Auch im „YogaWorld Podcast“ war Dr. Ronald Steiner bereits zu Gast. In Folge 4 haben wir ein spannendes Interview über Ashtanga Yoga geführt:

#90 Yogapraxis mit Kindern: Entdeckt gemeinsam die Zauberinsel der Tiere – mit Leila Oostendorp

Spielerische Bewegung, Achtsamkeit und Entspannung

Yoga bietet nicht nur erwachsenen Yogi*nis einen wichtigen Ausgleich, sondern auch Kinder und Jugendliche können in Bezug auf ihre körperliche und seelische Entwicklung davon profitieren. Dabei werden Lernfähigkeit, Konzentration, Kreativität und das Selbstbewusstsein gestärkt und die Kinder erfahren, wie wohltuend es sein kann, sich zu entspannen, bewusst zu atmen und ihre Gedanken zu beruhigen. Das geschieht im Kinderyoga auf eine sehr lockere und spielerische Art und Weise.

In dieser Folge der „YogaWorld Podcast“-Praxisreihe führt Leila Oostendorp die Kinder durch eine liebevoll gestaltete Sequenz, in der Bewegung, Achtsamkeit und Entspannung im Fokus stehen. Sie ist dafür ausgelegt, mit einem Partner oder einer Partnerin zu praktizieren: Das kann ein Elternteil oder ein anderes Familienmitglied sein, oder eine Freundin oder ein Freund des Kindes. Die Praxis ist für Kinder jeden Alters geeignet. Gemeinsam begebt ihr euch auf eine aufregende Reise zur Zauberinsel, wo ihr vielen freundlichen Tieren begegnet. Am Ende könnt ihr euch, wenn ihr wollt, gegenseitig mit einer wohltuenden Partnermassage beschenken.

Wir wünschen euch viel Spaß und schöne gemeinsame Momente!

Zur Veranschaulichung haben wir euch hier die einzelnen Tier-Asanas in Bildern zusammengestellt: https://yogaworld.de/yogasequenz-zum-podcast-90-kinderyoga/

Marc Fenner

Marc Fenner ist Gründer von YogiCoach, der Yoga Nidra Academy & YogiCompany. Er begleitet seit über 20 Jahren Menschen auf ihrem Weg zu innerer Ruhe, Selbstwahrnehmung und persönlicher Entwicklung.

Marc ist Gründer von YogiCoach, der Plattform für moderne Selbstregulation und innere Klarheit, sowie der Yoga Nidra Academy, einem Ausbildungszentrum für tiefgehende Entspannungs- und Bewusstseinsarbeit.

Seine Arbeit verbindet:

Nervensystem-Regulation
Psychosomatisches Verständnis (Körper–Geist-Zusammenhang)
Yoga Nidra & Sankalpa
Coaching und Selbstführungsprozesse

Marc unterstützt Menschen, die viel leisten, viel tragen und sich selbst nicht verlieren wollen. Seine RESET-Methode hilft dabei, innere Ruhe, Energie und Ausrichtung im Alltag wiederzufinden.

Er arbeitet mit:

  • Einzelpersonen
  • Gruppen
  • Führungskräften
  • Teams & Organisationen

in Form von Coachings, Programmen, Workshops, Vorträgen und Retreats.

Neben seiner Coaching- und Ausbildungstätigkeit gründete er auch die YogiCompany, ein nachhaltiges Yoga-Lifestyle-Label.

Seine Arbeit ist klar, bodenständig und tiefgehend. Sein Ziel ist es, Menschen dabei zu helfen, wieder in einen gesunden inneren Dialog mit sich selbst zu kommen.

Kontakt:

www.YogiCoach.de
www.YogaNidraAusbildung.de
www.YogaNidraAcademy.de
www.YogiCompany.de


Marc Fenner auf der YogaWorld 2026 in Stuttgart:

Freitag, 10. April // 14:30 – 15:15 Uhr // RESET mit Yoga Nidra & Sankalpa: Ruhe und Entspannung für dein Nervensystem // Vishnu Yogaspace

Samstag, 12. April // 15:30 – 16:15 Uhr // RESET mit Yoga Nidra & Sankalpa: Selbstwahrnehmung, Energie & innere Ausrichtung // Vishnu Yogaspace


Auch in unserem Podcast war Marc bereits zu Gast:

Ayurveda to Go: Chai-Latte selber machen

Chai Tee Latte mit Gewürzen

Draußen ist es kalt und du willst dich mit etwas Leckerem aufs Sofa kuscheln, das aber auch gesund sein soll? Dann haben wir einen super Tipp für dich: Chai selber machen. Und dieser hier passt auch noch wunderbar in die Ayurveda-Lebensweise.

Titelbild: Mizina (Getty Images) via Canva

Tee mit Milch hört sich nur für Menschen seltsam an, die noch nie Chai-Tee probiert haben. Er ist längst kein Geheim-Tipp unter Indien-Reisenden mehr. Kein Wunder, denn der süß-würzige, sahnige und leicht scharfe Geschmack macht süchtig.

Chai Rezept für 2 Tassen

  • 6 Stücke frischer Ingwer
  • 10 Kardamomkapseln
  • 2 Zimtstangen
  • 5 Sternanis
  • 1 TL Pfefferkörner
  • 2 EL Rohrzucker
  • 2 Beutel schwarzer Tee
  • 300 ml Wasser
  • 400 ml pflanzliche Milch, wie z.B. Hafer- Mandel- oder Sojamilch

Zubereitung des indischen Tees

Alle Gewürze im Mörser zerstoßen, in einen Topf geben und bis auf den Ingwer kurz anrösten. Wasser zugießen, Ingwer zugeben und alles 10 Minuten einkochen lassen. Pflanzliche Milch und Tee zugeben, nochmal kurz aufkochen. Den Herd auf die kleinste Stufe stellen und den Chai für 10 Minuten ziehen lassen. Durch einen Filter gießen und nach Geschmack nachsüßen.

Das leckere Rezept stammt übrigens von Volker Mehl. Der Ayurveda-Koch hat uns übrigens auch tolle Ernährungstipps für die Kleinen gegeben: Ayurveda für Kinder.

Wie gelingt ein lebendiges Leben? – Kolumne von Carmen Schnitzer

Frau steht vor Taj Mahal in iIndien

Es ist Anfang Februar. Quasi mitten im deutschen Winter blicken wir aus dem Fenster auf eine eher gräuliche Welt hinaus. Bis die Tage kommen, an denen wir bei 25 Grad mit unseren Freund*innen in T-Shirt und kurzer Hose und mit einem leckeren Eis in der Hand über die Straßen flanieren, ist es wohl noch ein bisschen hin. Da erinnern wir uns gerne an unsere YOGAWORLD JOURNAL Sommer-Ausgabe 04/2023 zurück, dem wir das Titelthema „Lebendigkeit“ gewidmet haben. Denn so richtig lebendig fühlen wir uns gerade … geht so. Wie gelingt ein lebendiges Leben, was müssen wir dafür tun? In ihrer damaligen Kolumne hat sich Redakteurin Carmen Schnitzer dazu Gedanken gemacht – und zwar auf ihrer ersten Indienreise.

Text: Carmen Schnitzer / Foto: Jyotirmoy Gupta via Unsplash

„Where is your breath? If you are not breathing, you are not doing yoga.“ In fast jeder seiner Yin-Yogastunden sagte das Hariji, der Gründer der Yogaschule im indischen Dharamsala, in der ich mich gerade befinde. Wo unser Atem sei. „Wenn ihr nicht atmet, praktiziert ihr kein Yoga.“ Wenn wir nicht atmen, leben wir nicht, denke ich, und vielleicht ist das letztlich dasselbe. Yoga und Leben, Leben und Yoga. Wir sind uns wahrscheinlich alle einig, dass im Thema „Lebendigkeit“ mehr steckt als lebendig sein im Sinne eines stumpfen Existierens. Nur – was?

„Du lebst nicht, du wirst gelebt“, hatte ich mal zu einem Ex-Partner gesagt. Wir sind nach wie vor gut befreundet, daher weiß ich, dass dieser Satz in ihm gearbeitet hat, und tatsächlich würde ich ihn mittlerweile so nicht mehr unterschreiben. Was ich meinte war: M., der aufgrund seines Charismas Leute schnell für sich einnehmen kann, zog in die Wohnungen, die man ihm quasi auf dem Silbertablett servierte, blieb in dem Job, der sich für ihn so ergeben hatte, und bei den Frauen, die sich am hartnäckigsten um ihn bemühten. Selten traf er selbst eine klare Entscheidung, zumindest keine, der eigene Bemühungen folgen mussten, um sie durchzuziehen. Stattdessen ließ er sich treiben.

Klingt im Grunde gar nicht so schlecht, nicht wahr? Sich treiben lassen, dem Strom des Lebens hingeben, vertrauen, dass das, was zu einem soll, auch zu einem kommt … Allein: M. war mit all dem nicht glücklich oder zufrieden. Oft fühlte er sich innerlich leer, und das nicht im guten Sinne. Ganz ohne eigenes Zutun wird es eben doch nix mit der Erfüllung. Es ist wahrscheinlich wie beim Yoga: Du musst deine Matte ausrollen, du musst aktiv mit deinem Körper, deinem Geist, deiner Seele arbeiten – und dich gleichzeitig bewusst dem Moment hingeben. Ein ewiges Zusammenspiel von Halten und Loslassen, von vertrauensvollem Abgeben und gleichzeitigem Behalten der Kontrolle, von Sein und Werden.

Ich glaube, was Lebendigkeit vom bloßen Da-Sein unterscheidet (und gleichzeitig genau dieses Da-Sein ausmacht), ist die Intensität. Und zwar eine Intensität, gegen die man sich nicht wehrt, in die man hineintaucht, um sie mit allen Sinnen zu er-leben. Auch dann, wenn es sich gerade nicht „gut“ anfühlt, denn das Leben besteht eben nicht nur aus sonnig-süßen Glücksmomenten.

Dazu noch ein Beispiel aus dem Ort, an dem ich mich gerade befinde (Shree Hari Yoga heißt die Schule übrigens): Eines Morgens stand dort ein verärgerter Engländer, der den Berg zu uns hochgestiegen war, um eine Ashtanga-Stunde zu besuchen. Er hatte sich extra per Mail erkundigt, ob sie wirklich stattfinden würde, was ihm bestätigt wurde – nun allerdings doch nicht der Fall war. Eine (in meinen Augen ehrlich gesagt etwas „verspulte“) Italienerin wollte ihm einreden, dass das doch eben Yoga sei: die Dinge zu akzeptieren, wie sie sind. Er solle sich nicht ärgern. Stattdessen säuselte sie: „Be happy!“

Sie meinte es sicher gut, machte aber letztlich alles noch schlimmer: Manchmal sei es eben nicht möglich, happy zu sein, antwortete der Engländer, und dass es auch wichtig sei, seinem aktuellen Gefühl des „Pissed“-Seins Raum zu geben. Meiner Meinung nach hatte er damit absolut recht – zumal er sich nicht von seinem Ärger auffressen ließ, sondern ihm Luft machte und anschließend einfach die stattfindende Yin-Yogastunde besuchte, also so ziemlich das Gegenteil von dem Yoga, auf das er sich gefreut hatte. Er gab sich der Praxis hin, und am Ende war sein Ärger verflogen, vermutlich auch, weil er ihn angenommen hatte.

„Der Schmerz kommt, aber er geht auch wieder“, noch so ein Satz aus Harijis Kursen. Wenn es wehtut, heiße es: weiter atmen! „Inhale deeeeeeply – exhale compleeeeeetely“, klingt seine Stimme in mir nach, jetzt, da ich zurück in Deutschland bin und hier die letzten Zeilen dieser Kolumne schreibe. Vielleicht passt zum Thema Lebendigkeit noch eine Wasser-Metapher: Lebendig fühlt sich, wer sich von den Wellen des Lebens mitreißen lässt, ohne von ihnen verschlungen zu werden. Damit das gelingt, gilt es, schwimmen zu lernen und regelmäßig zu üben. Manchmal brauchen wir starke Arme und Beine, um nicht unterzugehen im Ozean – und manchmal können wir uns auf den Rücken legen, uns vom Salzwasser tragen lassen und entspannt in die Sonne blinzeln …


Jean-Marc Turmes Photography

Ob der Inder, der ihr auf ihrer Reise am zufriedensten erschien, Yoga übte, weiß CARMEN SCHNITZER nicht. Er ruderte sie und ihre Freundin in Varanasi frühmorgens über den Ganges und sinnierte darüber, dass Glück und Traurigkeit sich im Leben immer abwechselten: „Selbst ein König muss manchmal weinen.“

Wenn du mehr über Carmens Indien-Reise erfahren möchtest, dann lies unbedingt ihren Reisebericht im YOGAWORLD JOURNAL 01/2024. Hier gibt’s das Heft im Shop.


Noch mehr Impulse rund ums Thema Lebendigkeit im YOGAWORLD JOURNAL 04/2023:

https://yogaworld.de/produkt/yoga-journal-nr-88-04-23-print-ausgabe/

#89 Thaiyoga für Kinder: Glücklich aufwachsen mit der heilsamen Kraft achtsamer Berührung – mit Sandra Walkenhorst

So schenkst du Kindern eine Auszeit von Stress und Leistungsdruck

Thaiyoga oder Nuad Thai Yoga Massage wird oft passives Yoga genannt und ist eine Form der ganzheitlichen energetischen Körperarbeit mit einer gebenden Person und einer empfangenden Person. Ein zentraler Aspekt dieser Praxis ist die Bedeutung der Berührung als kraftvolles Mittel zur Entspannung, Heilung und für emotionale Ausgeglichenheit. Es ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen, dass Berührung die Freisetzung von Oxytocin, dem sogenannten Bindungshormon, fördert. Oxytocin steht mit sozialer Bindung und positiven Emotionen in Verbindung. Weiter haben Studien gezeigt, dass Berührung den Spiegel des Stresshormons Cortisol reduzieren kann. Von diesen und vielen weiteren positiven Aspekten des Thaiyogas können auch Kinder in besonderem Maße profitieren, erklärt Yogalehrerin und Sozialpädagogin Sandra Walkenhorst im „YogaWorld Podcast“.

Im Gespräch mit Gastgeberin Susanne Mors gibt Sandra einen Einblick in ihre Arbeit mit den Kindern. Von einer allgemeinen Einführung, über die historischen Wurzeln, bis hin zur Praxis – Sandra spickt ihre Ausführungen mit interessanten Fakten und Hintergründen rund um Thaiyoga. So erfährst du zum Beispiel, wie Thai Kinderyoga, die Eltern-Kind-Beziehung nachhaltig stärken kann. Sandra stellt die wesentlichen Unterschiede, Dos und Don’ts bei der Arbeit mit großen und kleinen Teilnehmer*innen dar. Dann teilt sie ihre Lieblingsübungen und zum Schluss noch einen Gänsehautmoment, der einmal mehr zeigt, was für ein machtvolles Instrument auf allen Ebenen Yoga sein kann.

Der Sponsor der heutigen Folge ist der BDYoga (www.yoga.de). Auf unserer Instagramseite @yogaworld108, unter dem Reel zur Folge, kannst du Tickets für den Kongress „Yoga bewegt – Mit Yoga bewegen“ vom 20. bis 22. September 2024 in Hohenroda gewinnen.