Konrnwestheim - Christine Fischer hatte Krebs und bietet jetzt ein spezielles Yoga für krebskranke an
Christine Fischer ist leidenschaftliche Kundalini-Yogalehrerin & Therapeutin (3HO), Yoga und Krebs-Trainerin sowie Heilpraktikerin für Psychotherapie und psychoonkologische Beraterin (DKG zertifiziert).
Titelbild: Simon Granville
Sie lebt in Ludwigsburg und unterrichtet im Großraum Stuttgart. Mit ihrem ganzheitlichen Konzept möchte sie Yogi*nis dazu ermutigen, den Glauben an ihre eigene Kraft und Stärke nicht zu verlieren und mit Yoga ihren eigenen Weg zu finden. Zudem bietet Christine Yoga & Segeln auf dem Ijseelmeer in Holland an, Yoga im Weinberg in den Sommermonaten sowie Mala-Workshops. Und: Sie liebt den Wahlspruch: „Yoga is not going to make you great. Yoga is going to make you YOU“ von Yogi Bhajan.
Workshop: „Es wird bunt – eine Reise durch deine Chakren“
Lass dich von den Wundern der Chakren, deinen Hauptenergie- und Bewusstseinszentren, verzaubern. In der 1,5-stündigen Kundalini-Yogaeinheit werden dir die Chakren, ihre Bedeutung und Erscheinungsformen erklärt und anhand von praktischen Übungen (Asanas/ Meditation/Pranayama) erfahrbar gemacht! Die Chakren decken von der Wurzel bis zur Krone das Farbspektrum des Regenbogens ab – dunkelrot bis lila. Vergleichbar ist dein Chakren-System mit der Gangschaltung deines Wagens. Nur im 1. Gang zu fahren bringt dich bedingt voran – im 6. Gang anzufahren ist auch nicht optimal! Alle Gänge dürfen ineinander spielen – ja harmonieren. Ähnlich ist es mit deinen Chakren. Komm mit auf die bunte Reise durch deinen Körper. Ich freue mich auf dich!
Christine Fischer auf der YogaWorld 2025 in Stuttgart:
Freitag, 25. April // 16:30 – 18:00 Uhr // Es wird bunt – eine Reise durch deine Chakren // Vishnu Yogaspace
Möchtest du deinem Körper etwas Gutes tun und deinen Fettstoffwechsel ankurbeln? Das Stoffwechselduo GaLeTib/HepaTib von PADMA, Nahrungsergänzungsmittel mit Zink und Cholin nach Tibetischer Konstitutionslehre, verspricht genau das. Aber stimmt es auch? Wir haben es ausprobiert … //anzeige
Die Idee, die Leber und Galle bei ihrer Arbeit zu unterstützen, hat mich neugierig gemacht. Die zwei Organe sind das Duo in Sachen Fettstoffwechsel im Körper. Das Stoffwechselsystem folgt einem Tag- und Nachtrhythmus, bei dem jeweils Leber oder Galle in ihrer aktiven Zeit den Fettstoffwechsel unterstützen. Die Einnahme von PADMA GaLeTib mit Zink und HepaTib mit Cholin soll diesen Prozess gezielt unterstützen. Seit über 50 Jahren produziert PADMA Tibetische Kräuterrezepturen in der Schweiz und achtet bei den ausgewählten Rohstoffen auf Qualität und Reinheit.
Die Tibetische Konstitutionslehre strebt eine ausgewogene Lebensweise an, das betrifft insbesondere Ernährung, Verhalten und Bewegung. In unserem hektischen Alltag fehlt oft das Bewusstsein für Ausgleich. Die Lehre empfiehlt eine gute Balance zwischen Gegensätzen wie warm/kalt oder Ruhe/Aktivität. Der Geschmack spielt dabei eine zentrale Rolle; natürliche, frische Nahrungsmittel, Kräuter und Gewürze werden betont und als natürliche Begleiter empfohlen – und genau hier setzt PADMA an.
Was ist das Besondere an PADMA GaLeTib und PADMA HepaTib?
Enthält zwölf Kräuter und Mineralien, insbesondere Löwenzahnwurzel, Artischocke und Zink.
Zink spielt in vielen Enzymen eine wichtige Rolle und unterstützt dadurch den Stoffwechsel aller Makronährstoffe sowie den Fettsäurestoffwechsel.
Bitterstoffe beeinflussen die Gallenbildung und -ausschüttung. Diese Stoffe tragen nicht nur dazu bei, die Nahrung effizienter zu verarbeiten, sondern fördern auch ein schnelleres Sättigungsgefühl, was wiederum dazu führen kann, dass weniger gegessen wird. Die Bitterstoffe binden an Darmzellen, die ein Hormon namens GLP-1 produzieren. Dieses körpereigene Hormon löst im Gehirn ein Gefühl der Sättigung aus.
Die Galle und Gallensalze spielen eine entscheidende Rolle bei der Fettverdauung im Verlauf des Tages.
Enthält drei Myrobalanen-Früchte und Cholin, einen Mikronährstoff, der unserem Körper dabei hilft, Fett zu verarbeiten und die Leber in gutem Zustand zu halten. Obwohl der Körper in der Lage ist, Cholin selbst zu produzieren, bedarf es manchmal zusätzlicher Unterstützung durch die Einnahme von hochwertigen Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln. Cholin fördert das Enzymsystem der Leber, was wiederum die Entgiftung des Körpers unterstützt. Dies ist besonders wichtig, um Toxine, die durch Medikamente, Alkohol, Pestizide, Schwermetalle oder Lebensmittelzusatzstoffe in den Körper gelangen, effektiv abzubauen und auszuscheiden. Zudem spielt Cholin eine Schlüsselrolle im Fettstoffwechsel, was dazu beiträgt, ein gesundes Körpergewicht zu erhalten.
Besonders hilfreich in Lebensphasen, in denen die Leber aufgrund unseres Lebensstils zusätzliche Arbeit leisten muss.
Insgesamt sollen also beide Produkte dazu beitragen, die Funktionen von Leber und Galle zu unterstützen und den Fettstoffwechsel sowie die körpereigene Reinigungsfunktion zu fördern. Klappt das?
Ich habe das PADMA Stoffwechsel Duo für 8 Wochen ausprobiert
Morgens nehme ich zwei Kapseln PADMA GaLeTib mit einem Glas warmem Wasser ein – das enthaltene Zink soll den Stoffwechsel von Makronährstoffen, Fettsäuren und den Säure-Basen-Haushalt unterstützen. Abends gibt es dann zwei Kapseln PADMA HepaTib mit Cholin für die Leber und deren Funktion in der Nacht. Und was soll ich sagen, es fühlte sich bei mir an, als ob ein kleiner Leber- und Galle-Turbo gezündet wurde.
Die Kapseln in meine tägliche Routine zu integrieren, war wirklich einfach. Und nach acht Wochen spüre ich tatsächlich eine positive Veränderung. Ich habe deutlich weniger Heißhunger und das Gefühl, tja, wie soll ich es sagen, „von innen zu strahlen“, meine Haut wirkt frischer. Klingt irgendwie nicht greifbar, aber so ist mein Empfinden. Und meine Verdauung ist auch im Gleichgewicht.
Übrigens: Das PADMA Stoffwechsel Duo passt auch gut zu Intervallfasten oder einer Saftwoche und dein Körper freut sich besonders, wenn du gleichzeitig auf Alkohol verzichtest. Wenn du noch einen draufsetzen willst, um dein Stoffwechselprogramm zu boosten: Warm frühstücken, viel warmes Wasser trinken, Sport machen, Koffein und Zucker reduzieren. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir ja, was uns guttut, oder?
Stichwort Alkohol: In den zwei Monaten, in denen ich das Stoffwechsel-Duo eingenommen habe, wollte ich der Anweisung brav folgen und habe den Plan gefasst, weitgehend auf Alkohol zu verzichten.
Mach den PADMA Typentest
Auf der Webseite von PADMA bin ich auf den Typentest gestoßen. Hier kann man herausfinden, welchem Typ aus der Tibetischen Konstitutionslehre man entspricht. So etwas finde ich immer super spannend! Nach unter zehn Minuten weiß ich: Ich bin ein „Glückskind“, also ein ausgewogener Mix aus allen drei Konstitutionstypen Lung (Luft), Tripa (Feuer) und Beken (Wasser & Erde). Im Anschluss wird mir sogar empfohlen, zweimal im Jahr das GaLeTib/HepaTib-Duo zu nehmen, um meinen Fettstoffwechsel, meine Leberfunktion und meine Balance aus allen Elementen weiterhin zu erhalten. Also alles richtig gemacht!
Lisa Kauff ist Yogalehrerin seit 2016 (Yoga Alliance RYT 500 Std.), Gründerin von Monkey Yoga und Mutter von drei Kindern. Mit ihrem besonderen Fokus auf Vinyasa Yoga, Beckenbodentraining und Prä- und Postnatal Yoga versteht sie es, kraftvolle Flows mit viel Verständnis und Einfühlsamkeit für die Kraft des Körpers zu verbinden.
Ihre Stunden sind geprägt von Wärme, Leichtigkeit und einer klaren Anleitung, die Anfängerinnen wie erfahrene Yogis gleichermaßen inspiriert. Sie liebt es, bei ihren Yogakursen, Yoga Retreats und in Onlinekursen Menschen auf ihrer Reise zu mehr Stärke, Balance und Gelassenheit zu begleiten – immer mit einem Lächeln und einem offenen Herzen.
Workshop: „Inneres Feuer entfachen: Vinyasa Flow für deine Körpermitte“
In dieser energiegeladenen Vinyasa Session liegt der Fokus auf deiner Körpermitte – der Quelle von Kraft, Stabilität und Energie. Durch dynamische Flows und Aktivierung der Bandhas wecken wir die Tiefenmuskulatur und bringen unsere innere Stärke zum Leuchten. Diese Stunde ist für alle geeignet, die tiefer in ihre Mitte eintauchen und ihren Körper mit bewusster Bewegung und Atemführung neu entdecken möchten. Let’s flow!
Lisa Kauff auf der YogaWorld 2025 in Stuttgart:
Freitag, 25. April // 11:15 – 12:00 Uhr // Inneres Feuer entfachen: Vinyasa Flow für deine Körpermitte // Ganesha Yogaspace
Entdecke die transformative Kraft von Yoga als therapeutische Praxis
Yoga ist längst nicht mehr nur in religiösen und spirituellen Traditionen zu finden oder hat sich nur als körperliche Übungsmethode etabliert. Yoga findet mehr und mehr Anwendung als ganzheitliche Therapieform. In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ spricht Gastgeberin Susanne Mors mit Sportmediziner und Yogalehrer Dr. Ronald Steiner über Yoga als Therapie, um einen tieferen Einblick in die Philosophie, die Anwendungsbereiche und die individuelle Anpassung der Praxis zu erhalten. Ronald hat nicht nur umfassende Erfahrung in der Anwendung von Yoga als Therapie, sondern kann auch Einblicke in die diversen Hintergründe geben. So führt Ronald dich in die Tiefe der Yogatherapie ein, wo wir nicht nur die körperlichen Übungen betrachten, sondern auch deren ganzheitlichen Ansatz verstehen.
Ronald spricht zunächst über die historischen Hintergrunde von Yogatherapie und erklärt, warum die Verflechtung von Tradition auf der einen Seite und moderner wissenschaftlicher Erkenntnis auf der anderen Seite für die Yogatherapie so essentiell ist. Denn wie auch die Schulmedizin, müsse sich Yoga als Therapieform stetig weiterentwickeln. Ronald beschreibt unter anderem die Bedeutung von Alignment, die korrekte Ausrichtung des Körpers, für die Yogatherapie und betont aber zugleich, dass die Ausrichtung tatsächlich hinter bedeutenderen Faktoren zurück steht. Meditation spielt dabei eine entscheidende Rolle und auch der therapeutische Effekt von Pranayama sollte nicht unterschätzt werden. Dieses Gespräch verschafft in Teil 1 einen ersten Einblick in die transformative Kraft von Yoga als therapeutische Praxis und bietet die Grundlage für die Vertiefung in der nächsten Folge #92.
mein Name ist Tina Kurz, ich komme aus Heilbronn und bin unter anderem Yogalehrerin, Coachin, Shiatsu-Praktikerin und Lomi Lomi-Masseurin. In meiner Praxis „Raum für deine Entwicklung und Entfaltung“ begleite ich dich ganz individuell auf deinem Lebens-Weg. Auf meinen Retreats in Süddeutschland, Österreich und Marokko tauchen wir gemeinsam mit Yoga, Meditation und Achtsamkeit in die Ruhe und Stille abseits des Alltags ein.
Gerne verbinde ich all meine Tools. Zum Beispiel unterstützt Shiatsu sehr schön ein Coaching und Yoga lässt sich wunderbar mit Schamanismus ergänzen. Hier im Speziellen mit Traumreisen.
Workshop: „Yogaeinheit für das Herzchakra + schamanische Traumreise zu deinen Herzenswünschen“
Komm mit auf die „Reise zu deinen Herzenswünschen“ und erfahre die magische Verbindung von Yoga und Schamanismus:
Um im Moment anzukommen und in unseren Körper Präsenz zu bringen, starten wir mit sanften und dynamischen Übungen aus dem Kundalini Yoga ~ einer Kriya für unser Herz Chakra. Gemeinsam begeben wir uns dann auf die schamanische Traumreise „Der Weg zu deinen Herzenswünschen“ in deinen inneren Garten. Der Kreis schließt mit einem schamanischen Council. ~ Erwecke dein Erinner-Wissen und deine ganz natürliche Spiritualität.
Ich freue mich auf dich! Sat Nam – Aho – Aloha Tina
Yoga ist viel mehr ist als die körperlichen Übungen. Traditionell gesehen ist das Ziel Moksha. Die Erlösung vom Kreis der Wiedergeburten. Dieses Ziel vereint die klassischen vier Wege des Yoga. Hier stellen wir dir Bhakti Yoga, Karma Yoga, Raja Yoga und Jnana Yoga genauer vor.
Titelbild: Ketut Subiyanto via Pexels
Yoga als spirituelle Praxis zur Vereinigung von Körper, Geist und Seele mit dem Göttlichen ist so alt wie die Upanishaden. Diese wurden ungefähr ab 700 Jahre v. Chr. geschrieben. Auch im bekanntesten Teil davon, der Bhagavad Gita (ca. 400 v. Chr.) gilt es als Methode zur Befreiung vom Kreis der Wiedergeburten. Auch das Yogasutra von Patanjali zählt zu den zentralen Texten (ungefähr 2000 Jahre alt). Darin steht: „Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.“ Die individuelle Seele (Atman) soll eines mit der universellen Seele (Brahman) werden. Die vier Wege des Yoga wollen diesen Zustand erreichen. Zuerst entstanden Bhakti Yoga, Karma Yoga, Raja Yoga und Jnana Yoga. Erst später folgte das in der westlichen Welt weit verbreitete körperliche Hatha Yoga.
Karma Yoga – Der Weg der Taten
Unter Karma stellen sich viele ein kosmisches Gesetz vor. Gutes wie Schlechtes kommt verstärkt zurück. Tatsächlich bedeutet Karma, dass jedes Wirken oder jede Tat eine Wirkung hat. Entweder in diesem oder im nächsten Leben. Karma Yoga bezeichnet deswegen den Weg des Handelns, der Taten. In der Bhagavad Gita sagt Krishna:
„Du [musst] jede Tat vollziehen als eine Darbringung an Gott und frei sein von aller Bindung an die Ergebnisse.“
Die Idee des selbstlosen Handelns, Karma Yoga, ist in vielen Religionen vertreten. Ein Karma Yogi haftet nicht an den Erfolgen oder Misserfolgen seiner Handlungen an. Seine Handlungen sind Opfer für Gott. So kann er aus dem Kreislauf der Wiedergeburten aussteigen. Diese Idee macht Yoga auch modern. Denn man muss eben gerade nicht Eremit werden und nichts mehr tun. Sondern kann mitten im Leben Yoga praktizieren. Auch beim Straßen fegen oder Gemüse anbauen. Man kann Karma Yogis nicht von Außen erkennen. Sondern man muss die persönlichen Beweggründe für die Handlungen kennen. Karma Yoga ist also alles, was wir tun.
Bhakti Yoga bedeutet den Weg der Liebe für das Göttliche zu gehen. Der Pfad der Hingabe kommt bereits in der Bhagavad Gita vor, fand aber im mittelalterliche Indien seinen Höhepunkt. Zu dieser Zeit war er eng mit dem Sufismus verwandt. Diese mystische Strömung des Islam wurde unter anderem von Kabir praktiziert. Der indische Mystiker des 15. Jahrhunderts ist bis heute weit über seine Heimatstadt Varanasi sowohl als Bhakti- als auch als Sufi-Heiliger gefeiert. Demnach sind Sufismus und Bhakti zwei Ströme, die ins selbe Meer führen. Das Meer ist Gott, der Strom die Liebe.
Meistens wird unter Bhakti-Yoga Kirtan verstanden. Das Singen von heiligen Mantren in einer Gruppe. Dabei singt ein Sänger vor. Die Gläubigen singen nach. Mantra kann aber auch mit einer Gebetskette praktiziert werden. Das heißt Japa. Teil von Bhakti Yoga ist aber auch Puja. Die Hingabe an die Götter findet am Hausaltar oder in öffentlichen Tempeln statt. Hierbei werden in Indien Bildern oder Statuen von Göttern Blumen und Kerzen dargebracht. Ram Dass, der kürzlich verstorbene US-amerikanische spiritueller Lehrer, fasste Bhakti mit folgenden Worten zusammen:
„Du liebst so lange, bis du und der Geliebte Eins werden.“
Bhakti Yoga ist also die Vereinigung mit Gott auf dem Weg der persönlichen Hingabe zu Gott.
Jnana Yoga – Der Weg der Wissens
Einer der zentralen Lehrsätze des Jnana Yoga ist: Tat Tvam Asi. Du bist Das. Mit anderen Worten: Du bist Brahman, Atman ist Brahman. Wer dies weiß und (er)lebt erlangt den Ausstieg aus dem Kreislauf der Wiedergeburten. Jnana wird als der schwierigste Weg angesehen. Aber natürlich haben alle vier Wege des Yoga ihre Daseinsberechtigung. Dafür gibt Jnana seinen Schülern mehrere spirituelle Werkzeuge.
Dabei gilt das Lernen vom einen Guru als unerlässlich. Danach kommt Manana. Das innere Aufnehmen des erworbenen Wissens. Die dritte Stufe ist Meditation. Damit soll der Schüler Tat Tvam Asi am eigenen Körper und Gesit erfahren. Es gibt zusätzlich Hilfsmittel oder Anweisungen für Jnana Yoga. Vairagya ist die Loslösung von allen weltlichen, materiellen Dingen. Dies dient der Unterscheidung von Brahman (unveränderliche Realität) und Maya (Illusion). Als Shad-Sampad gelten die sechs Tugenden, die ein Jnana-Praktizierender einhalten sollte. Dazu gehören unter anderem Glaube und innere Sammlung.
Raja Yoga – der königliche Weg
Raja bedeutet übersetzt königlich. Es gilt als höchste Form des Yoga, weil es alle drei bereits genannten Aspekte vereint. Das Ziel ist nichts Geringeres als Herrschaft über den Geist. Dieser Weg hat acht Stufen und ist auch als achtgliedriger Pfad des Patanjali bekannt. Dazu zählen Verhaltensregeln, die Yamas und Niyamas. Atemkontrolle, Meditation und Hatha Yoga sind bereits fortgeschrittene Stufen.
Exkurs: Hatha Yoga – Der Wegdes Körpers
Das davon abgeleitete Hatha Yoga ist keiner der vier Wege des Yoga. Deshalb handeln die klassischen Schriften nicht davon. Hatha bedeutet ungefähr „Anstrengung“ oder „Kraft“. Das bezieht sich nicht nur auf den Körper, sondern auch auf den Geist. Die Arbeit am Geist geschieht parallel zu der am Körper. So wird der Körper ein Tempel. Eine angenehme Wohnstätte für Geist und Seele. So widersprechen sich Körperlichkeit und Spiritualität nicht, sondern unterstützen sich gegenseitig. Mit Hatha Yoga kann man sich mit Gott über den Körper verbinden. Inzwischen haben sich zahllose Yogastile entwickelt, die vom Hatha Yoga abstammen. Im Westen ist das Verständnis von Yoga sehr körperlich geworden. Es feiert individuelle Erfolge in Geist und Seele. So viele Yogis konnten ihr Wohlbefinden dadurch verbessern. Ob man nun die Philosophie dahinter kennt oder nicht.
Yoga Klassiker
Inzwischen braucht man fast zwei Namen für Yoga. Das westliche und das traditionell indische haben sich weit auseinander entwickelt. Beide sind auf ihre Art und Weise valide. Denn auch Menschen, die über die körperlichen Aspekte zum Yoga kommen, entdecken, dass es mehr gibt. Auch das Yoga in Indien ist ständigem Wandel unterworfen. Es hat Kriege, Jahrhunderte und Invasionen überstanden. Yoga bleibt. Denn immer wenn Menschen nach der Verbindung mit dem Göttlichen streben, ist es Yoga.
Obwohl man Yoga am Besten am eigenen Leib erfährt, lohnt sich auch der Blick in die folgenden klassischen und modernen Bücher. So erfährst du noch mehr über die vier Wege des Yoga.
Licht auf Yoga: Die beste der neueren Schriften über Yoga und Yoga-Philosophie, geschrieben vom großem Hatha-Yogameister B. K. S. Iyengar.
Bhagavad Gita: Eine der wichtigsten Schriften des Hinduismus. Die zentrale Quelle des antiken Wissens über Yoga.
Die Upanischaden: Älter sogar als die Bhagavad Gita. Das Kronjuwel der indischen Philosophie und Spiritualität. Aus diesen Schriften stammt auch der Satz: Tat Tvam Asi.
Autor: Lucas Pietrapiana bloggt auf seinem Kanal Orientexpress über die Wurzeln von Yoga und seinen Erfahrungen auf Reisen nach Indien. | Instagram
In jeder Frau steckt – mindestens – eine Göttin. Welche der weiblichen indischen Gottheiten ist dir am nächsten und welche Kräfte gilt es für dich noch zu entdecken? Im Göttinnen-Quiz von Sahara Rose erfährst du es.
Die hinduistischen Göttinnen sind Archetypen – also Urbilder – von Eigenschaften, die wir in unterschiedlichen Nuancen alle kennen und in uns tragen. Sich mit ihnen zu beschäftigen, kann uns helfen, unsere weibliche Vielschichtigkeit zu erkennen und zu würdigen: Wir können stark und urwüchsig sein, sinnlich und anmutig, klug und temperamentvoll. Mir persönlich hat die Kraft der Göttinnen vor allem klargemacht, wo ich lange Zeit blockiert gewesen war. Ich hatte mich schüchtern vor meinen Durga- und Kali-Energien verschlossen, weil man mir beigebracht hatte, ein „liebes Mädchen“ zu sein. Erst als ich mich traute, auch in diese beiden wilden, starken Archetypen einzutauchen, kam ich in meine eigentliche Kraft und konnte die kreative Saraswati, die unter all dem verborgen lag, wirklich zum Ausdruck bringen.
Heute fühle ich mich gerade diesen beiden Göttinnen, Durga und Kali, sehr verbunden, denn ich bin mir sicher, dass sie wichtige Wegweiserinnen für uns Frauen sind: Ihre Energien können uns helfen, die sozialen Normen zu durchbrechen, die uns viel zu lange geprägt haben. So machen sie den Weg frei für den Paradigmenwechsel, den wir so dringend brauchen. Das folgende Quiz habe ich entwickelt, damit du die indischen Göttinnen kennenlernen und ihre Kraft in deinem Inneren aufspüren können: Mit welcher Göttin verbindet sich deine Energie im Moment am ehesten? Das ist ein guter Ausgangspunkt, um mit Mantras, Mudras, Yoga und Meditation auf die Reise zu gehen – und deine göttlichen Kräfte voll zu entfalten.
So geht’s: Zähle zusammen, bei welchem Buchstaben du am häufigsten mit „JA“ geantwortet hast: Diese Göttin ist dir im Moment am nächsten. Freue dich an ihrer Kraft, entdecken und genieße die Energien, die da fließen. Scheue dich nicht länger, diese weibliche Kraft auch in die Welt zu tragen. Gleichzeitig kannst du das Testergebnis auch nutzen, um etwas mehr zu jenen Qualitäten hin zu spüren, die dir bisher verborgen oder gar fremd sind – hier schlummern vielleicht noch ungeahnte Kräfte in dir.
Meine größte Kraft ist:
A – meine Kreativität
C – meine Wandlungsfähigkeit
F – meine Sinnlichkeit
D – mein Geschäftssinn
B – mein Mut
E – meine Liebe und Hingabe
Am ehesten kann ich Menschen dabei helfen:
E – gesunde, stabile Beziehungen zu führen
B – sich zuzutrauen, die Führung zu übernehmen
F – zu ihrer Sinnlichkeit zurückzufinden
C – Trauma und Verletzung zu überwinden
A – ihrer Intuition zu folgen und ihren einzigartigen Ausdruck zu finden
D – Fülle zu verwirklichen
Menschen zählen auf mich, wenn es darum geht:
B – zu erreichen, was sie sich wünschen
A – kreative Ideen zu entwickeln
E – Beziehungsprobleme zu lösen
C – gut durch eine schwierige Zeit zu kommen
D – ihr Business flott zu machen
F – mehr Spaß am Sex zu finden
Wenn ich kritisiert werde, nennt man mich:
E – überemotional, obsessiv, unsicher
D – materialistisch, geldgierig
A – seltsam, verschroben
B – aggressiv, anstrengend
F – sexgesteuert
C – nervig, laut, verrückt
Mein Lieblings-Yoga ist:
C – mein eigener wilder Yoga Flow, am liebsten draußen in der Natur
B – Power- oder Hot Yoga mit Haltungen, die Kraft aufbauen
A – kreatives, fließendes Vinyasa mit viel Raum für Spielereien
F – Tantra
E – Bhakti
D – Yin- oder Restorative Yoga
Mein größtes Problem besteht darin:
A – mich komplett in meiner kreativen Arbeit zu verlieren
D – dass ich nicht genug Freizeit habe, weil ich damit beschäftigt bin, Geld zu verdienen
F – eine stabile Beziehung zu führen, in der ich mich verstanden fühle
E – dass ich zu sehr auf meinen Partner eingehe und selbst zu kurz komme
B – mich zu sehr in Dinge hineinzusteigern
C – dass mein Leben immer wieder auf den Kopf gestellt wird
Mein Traumberuf wäre:
D – Anlagenberaterin, Business Coach, Investorin – eine Arbeit, die Wohlstand generiert
A – Schriftstellerin, spirituelle Lehrerin, Musikerin, Künstlerin – auf jeden Fall etwas Kreatives
F – Masseurin, Tantra-Coach, Sexualtherapeutin – es sollte um Sinnlichkeit gehen
C – Tänzerin, Künstlerin, Nomadin: Hauptsache, ein freies Leben
E – Beziehungsberaterin, Familientherapeutin, Autorin von Schnulzenromanen – die Liebe zählt!
B – Unternehmerin, Anwältin, Vorstandsvorsitzende – ein Job, in dem ich etwas bewegen kann
Auflösung: Die Kraft der indischen Göttinnen
A: Saraswati
Kreativität und Weisheit, Kunst, Musik und Literatur – für all das steht diese Göttin. Als Saraswati bist du dazu geboren, deinen einzigartigen schöpferischen Ausdruck zu finden. Du bist verbunden mit einem unablässigen Strom von kreativen Gedanken und intuitiver Weisheit. Er fließt durch dich hindurch und kommt durch dich in die Welt. Du musst nur aufhören, dir selbst im Weg zu stehen, und ihn auch durchlassen. Zweifele nie an deiner Fähigkeit, aus dieser Quelle zu schöpfen und deine Ideen Früchte tragen zu lassen: Saraswati ist bei dir und lenkt deine Schritte.
B: Durga
Diese Göttin symbolisiert Stärke, Mut und Schutz. Als Durga bist du mit einer unglaublichen Kraft geboren. Sie befähigt dich dazu, anderen zu dienen, indem du sie führst und mit deiner Entschlossenheit und deinem Durchhaltevermögen inspirierst. Deine Willenskraft erlaubt es dir, auch große Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Es kommt nur darauf an, dass du weise wählst, welchen Kampf du eingehst, und deine Energie auf das verwendest, was wirklich zählt. Durga weist dir dabei den Weg.
C: Kali
Kali steht für umfassende Transformation und eine geradezu kühne Verwegenheit. Soziale Ketten zu sprengen, Illusionen beiseite zu fegen, deine Wahrheit zutage zu bringen und auch zu leben, das ist dein Lebensprogramm als Kali. Andere mögen dich anstrengend finden und das Universum sendet dir vielleicht immer wieder schwierige Lektionen, aber all das kann dich nicht stoppen: Deine wilde, weibliche Energie trägt dich immer weiter – und Kali steht dir auch dann zur Seite, wenn du mal wieder das Gefühl hast, dass die Welt um dich herum zusammenbricht.
D: Lakshmi
Lakshmi, die Göttin der Fülle, des Wohlstands und der glücklichen Fügungen hat dir vor allem eines in die Wiege gelegt: die Gewissheit, dass du es verdient hast, angenehm, in Schönheit und Luxus zu leben. Du weißt: Geld stinkt nicht, es ermöglicht es dir vielmehr, dein volles Potenzial auszuschöpfen. Deswegen macht es dir auch nichts aus, hart zu arbeiten, um gut zu verdienen. Anderen Menschen gegenüber bist du großzügig und setzt deinen Wohlstand auch bereitwillig ein, um Gutes zu tun. Achte nur darauf, dass dir trotz deiner Arbeit genug Zeit für die Menschen und Dinge bleibt, die du liebst. Lakshmi kann dir helfen, so spürbar in Fülle zu leben, das du dich auch mal entspannt zurücklehnen kannst
E: Radha
Die Göttin der hingebungsvollen Liebe steht für das Überwinden von Getrenntsein, für die Vereinigung mit der eigenen Zwillingsflamme und überhaupt für liebevolle Gemeinschaft mit Seelenverwandten. Als Radha wirst du mit der tiefen Sehnsucht geboren, deine verlorene Hälfte zu finden, dein Leben steht unter dem Leitstern der Liebe. Leider wird deine Hingabe manchmal ausgenutzt und du riskierst, dich allzu sehr aufzugeben. Doch die Göttin ist auch eine gute Wegweiserin durch alle Beziehungsprobleme und kann dir helfen, in Liebe zu dir selbst zu stehen.
F: Lalita Tripura Sundari
Diese tantrische Göttin verkörpert die spirituellen Aspekte der Sinnlichkeit. Als Lalita lebst du in der Gewissheit, dass dein Körper ein Tempel ist und dass Sexualität dir helfen kann, eine mystische Vereinigung mit den kosmischen Energien zu erfahren. Ganz egal, was andere Menschen dazu sagen: Für dich ist Sex kein Tabu, er ist auch sehr viel mehr als Triebbefriedigung und körperlicher Genuss – geleitet von der Göttin erlebst du ihn als eine zutiefst spirituelle Praxis.
Vielleicht ist der Bogen die erste Haltung, die uns als Rückbeuge in den Sinn kommt. Auf jeden Fall ist sie eine der wenigen Asanas, die im klassischen Quellentext Hatha Yoga Pradipika erläutert werden. Ronald Steiner zeigt dir die Details der bekannten und der traditionellen Version.
Text: Dr. Ronald Steiner / Fotos: Richard Pilnick
Wirkung von Dhanurasana
Dhanurasana entwickelt die Flexibilität im Rücken und im Schultergürtel. Zusätzlich kräftigt die Haltung die Beinvorderseiten. Auf dem Weg in die Haltung erfährst du eine Kräftigung auch für die Rückseiten der Beine und für den gesamten Rücken.
So geht’s
Step 1: Du beginnst in der Bauchlage mit den Armen längs des Körpers. Dabei weisen die Daumen nach unten.
Step 2: Baue nun Spannung im gesamten Körper auf und hebe gleichzeitig die gestreckten Beine und den Oberkörper an.
Step 3: Beuge beide Beine symmetrisch, strecke die Arme nach hinten aus und fasse mit den Händen von außen um die Schienbeine.
Alignment-Tipps für den Bogen (Dhanurasana)
Gutes Alignment schützt in dieser Haltung den Rücken und ermöglicht es dir, die gesundheitliche Wirkung für Rücken und Schultergürtel optimal zu entfalten. Dabei helfen dir folgende Tipps:
Becken-Innenrotation: Um dem Iliosacralgelenk (Darmbein-Kreuzbeingelenk) Raum zu geben, baust du vom Becken ausgehend eine innenrotierende Spannung auf. Ziehe dafür die Leisten zueinander hin und weite aktiv den Raum zwischen den Sitzhöckern. Die dabei entstehende Weite macht es dir leichter, dich in die Rückbeuge zu öffnen.
Gegenläufige Aufrichtung: Um zugleich Länge in der Wirbelsäule zu schaffen, verwurzelst du dein Kreuzbein zwischen den weit bleibenden Beckenhälften, ziehst mit einer Einatmung von unten Richtung Bauchnabel zur Wirbelsäule und bewegst dann ausatmend deine Rippenbögen von oben Richtung Bauchnabel zur Wirbelsäule. Dies aktiviert atemsynchron die inneren und äußeren schrägen Bauchmuskeln. So entsteht eine dynamische Stabilisierung rund um die Körpermitte, die deine Wirbelsäule streckt und schützt.
Arme lang: Lass deine Arme von den Schulterblättern ausgehend in die Länge wachsen. Gib also dem Zug, den die Beine auf deine Arme ausführen, bewusst mit dem Schultergürtel nach. Weite dabei deinen Herzraum. Wenn die Rückbeuge in dieser Form zu intensiv ist, kannst du deine Arme verlängern, indem du einen Gurt um die Fußgelenke legst und mit jeder Hand ein Gurtende fasst.
Lenke den Atem: Atme kraftvoll in den Oberbauch und den Herzraum ein und ziehe bei der Ausatmung deinen Rücken zwischen den Schulterblättern aktiv zusammen. Durch diese Atemlenkung vertieft sich deine Rückbeuge mit jedem Atemzug ein wenig. Zugleich erfährt die gesamte Wirbelsäule durch das Atemvolumen und die Kraft, die du der Atmung gibst, eine Stütze.
Aktive Beine: Strecke deine Knie gegen den Griff deiner Hände und spüre, wie sich die gesamte vordere Muskel-Faszien-Kette aktiviert. Die Dehnung verteilt sich so harmonischer über die Wirbelsäule.
So geht die traditionelle Form von Dhanurasana
In der Hatha Yoga Pradipika ist Dhanurasana so beschrieben: „Die großen Zehen mit den Händen zu den Ohren ziehen, |[dabei] einen Bogen ausführen, [das] wird Dhanurasana genannt.“ (|HYP1.27) Diese heute weniger gebräuchliche und deutlich anspruchsvollere Ausführung von Dhanurasana setzt eine hohe Flexibilität voraus.
Step 1: Starte ebenfalls in der Bauchlage, spreize aber die Beine und rotiere die Arme nach außen, bis die Daumen nach oben weisen.
Step 2: Hebe nun Arme und Beine. Gleichzeitig rotierst du die Arme weiter nach außen, bis die Daumen nach unten weisen und du die Außenkanten deiner Füße greifen kannst.
Step 3: Beuge nun Knie und Ellenbogen. Dabei bleiben die Ellenbogen dicht am Körper und weisen nach unten. Ziehe so deine Füße zu den Schultern.
Step 4: Aus dieser Haltung kannst du nun deine Ellenbogen von den Seiten her nach vorne zusammenklappen. Die Hände rutschen von den Außenkanten der Füße zu den großen Zehen.