5 Dinge, die du über Kinesiologie wissen solltest

Lydia Bose beschäftigt sich seit 15 Jahren mit Kinesiologie und hat uns 5 spannende Fragen zu dieser alternativen Heilmethode beantwortet.

1. Woher kommt die Kinesiologie?
Diese Methode wurde in den 1960er- Jahren von dem Chiropraktiker George Goodheart entwickelt. Das griechische Wort „kinesis“ bedeutet Bewegung – und die Kinesiologie ist die Lehre von der Bewegung. Goodheart stellte fest, dass unter Stress jeglicher Art die Muskelfunktion kurzzeitig eingeschränkt ist. Dieses Wissen macht sich die Kinesiologie mit Hilfe des Muskeltests zunutze: Dazu wird auf einen Muskel, meistens am Arm, Druck ausgeübt. Der Arm hält diesem Test entweder Stand oder nicht – ein direkter Indikator für Stress. Mit dem Muskeltest kann sich der Kinesiologe auch auf das Unterbewusste beziehen und er versucht gemeinsam mit dem Klienten in Begleitgesprächen herauszufinden, was sich hinter einer Krankheit oder seiner Lebensherausforderung verbirgt.

2. Wie wirkt die Kinesiologie?
Sie wirkt auf den gesamten Menschen und geht davon aus, dass man Symptom und Psyche nicht voneinander trennen kann. Als Therapeut beleuchte ich ein Problem gemeinsam mit meinem Klienten und erkunde dann per Muskeltest, worin die eigentliche Ursache liegt, welche kinesiologische Methode zur Regulation angewandt wird, was das geeignete Heilmittel ist und was der Klient daheim zur eigenen Unterstützung tun kann. Dabei kann ich über die körperliche Ebene die psychische und die biochemische Ebene erreichen.

3. Worin liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Kinesiologie?
Therapeuten, Heilpraktiker und Coaches wenden die Kinesiologie unterschiedlich an: Begleitende Kinesiologen im Coaching greifen nicht in den therapeutischen Bereich ein, sondern begleiten den Klienten durch kinesiologische Methoden. Das Ziel ist, Eigenverantwortung und Selbstregulationskräfte in Gang zu setzen und das persönlich gesetzte Ziel zu unterstützen.

4. Für wen eignet sich die Kinesiologie?
Für jeden, der Stress hat – ob emotional oder körperlich – und wer hat heutzutage bitte keinen Stress? Die Methode bietet auch die Möglichkeit, präventiv und für sich alleine zu arbeiten.

5. In welchem Zusammenhang steht die Kinesiologie mit der Yogapraxis?
In beiden Fällen kommt man bei sich selbst an. In der Kinesiologie wie im Yoga wird mit energetischen Methoden und mit Aufmerksamkeit gearbeitet: Dort, wo wir unsere Aufmerksamkeit hinlenken, passiert auch eine Veränderung.


Heute arbeitet Lydia Bose in ihrer eigenen Praxis in Düsseldorf, doziert zu dieser Methode und ist erste Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinesiologen DGAK (Deutsche Gesellschaft für Angewandte Kinesiologie e.V.). Mehr Infos: www.dgak.de

Fotoquelle: Pexels.com

YogaWorld Journal 5/26
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