Selbstliebe üben: Innere Leere in Freude verwandeln

Einsamkeit ist eine niedere Schwingung, Freude ist eine hohe Schwingung. Mit diesen beiden einfachen Übungen können wir unsere Frequenz selbst erhöhen und somit mehr Selbstliebe und Lebensfreude in unserem Leben etablieren.

Text: Tanja Seehofer / Titelbild: KoolShooters via Pexels.com

Das Thema Einsamkeit steht oft mit dem Gefühl von „innerer Leere“ in Verbindung. Gerade in Zeiten von Corona rückte dieses Gefühl in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Eine Studie belegt jedoch, dass Einsamkeit viele Menschen schon zuvor beschäftigt hat.

Einsamkeit vs. Alleinsein

Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen Einsamkeit und Alleinsein, den man nicht verwechseln sollte. Es handelt sich um zwei komplett verschiedene Energiefrequenzen. Wenn du mit dir selbst nicht verbunden bist, kannst du dich einsam fühlen, obwohl du viele Freunde und Bekannte hast. Auch im Alleinsein kannst du viele Freunde und Bekannte haben. Mit dem Unterschied, dass du das Alleinsein genießen kannst, um dich ganz mit dir SELBST zu verbinden und zum Kern deines Wesens zu gelangen. Ja, das Alleinsein ist sogar wichtig! Doch im Alleinsein kann ebenso Einsamkeit entstehen, wenn wir uns SELBST und die Verbindung zu unserem Herzen verlieren.

Das Alleinsein ist eine wunderbare Möglichkeit, sein eigener Verbündeter zu werden. Selbstliebe, Herzensliebe, Achtsamkeit, Dankbarkeit und Vertrauen – all diese Qualitäten musst du nicht im Außen suchen, du kannst sie alleine nähren und stärken.

Innen wie Außen – Außen wie Innen

Dieses Lebensprinzip lässt sich in jeder Situation anwenden. Wenn du in deinem Inneren wieder Freude findest, wirst du dich nicht mehr einsam fühlen. Es gibt eine Skala mit verschiedenen Energieebenen. Bei dieser Skala verändern sich die Schwingungen diverser Bewusstseinszustände von niedrigen Frequenzen im unteren Bereich der Skala bis zu hohen Frequenzen im oberen Bereich. Je weiter unten sich unser aktueller Bewusstseinszustand auf dieser Skala befindet, desto verfälschter sind unsere Eindrücke.

Im Yoga nennt man dies auch „Maya“. Dies steht für „Illusion, Schein, Trug“ und bedeutet, dass die Welt, wie wir sie wahrnehmen, nicht die Realität ist. Je höher wir jedoch auf der Skala nach oben wandern, desto klarer wird unsere Wirklichkeit. Einsamkeit ist eine niedere Schwingung und Freude/Dankbarkeit ist eine hohe Schwingung. Mit einigen Übungen können wir unsere Frequenz selbst erhöhen und somit mehr Selbstliebe und Lebensfreude erreichen, ganz unabhängig von äußeren Einflüssen und anderen Menschen.

Foto: KoolShooters via Pexels.com

ÜBUNG 1: Öffne dein Herz für dich und die Selbstliebe!

Setze dich bequem hin und schließe deine Augen. Nimm deinen Atem wahr und lass alle Anspannung mit der Ausatmung gehen. Verbinde dich mit deinem Herzensraum. Lass dein Herz mit der Einatmung ganz groß werden und mit der Ausatmung wieder bis in die tiefste Mitte deines Herzens zurücksinken, dorthin, wo du dich mit der Energie der Liebe verbinden kannst. Wiederhole dies einige Male.

Stelle dir dann die folgenden Fragen:

Wofür bin ich in meinem Leben dankbar?

Für wen oder was in meinem Leben empfinde ich tiefe oder sogar bedingungslose Liebe?

Erlaube dir nun das Bild hierzu vor deinem geistigen Auge entstehen zu lassen und bleibe mit dem Gefühl in deinem Herzen verbunden. Verweile einen Augenblick in diesem Gefühl tiefer Liebesschwingung und erlaube dir, es in jeder Zelle deines Körpers aufzunehmen. Genieße diesen warmen Gefühlszustand in jeder einzelnen Zelle. Wie fühlt es sich an? Was empfindest du? Bleibe nun bei deiner Empfindung, schiebe das Bild nach links und lasse ein neues Bild entstehen. Das Bild deiner selbst. Verbinde dich auch hier mit dem Spiegelbild deiner selbst und versuche in derselben Schwingung von Wertschätzung und Liebe zu bleiben. Betrachte dich mit diesem warmen Gefühl. Erlaube dir, erneut einen Moment im Gefühlszustand der Liebe zu verweilen. Bemerke nun die Veränderungen. Ist das Gefühl noch genauso stark wie am Anfang oder hat es sich verändert?

Je weniger du die Anerkennung und Liebe im Außen suchst, desto näher kommst du dir selbst. Du erkennst eigenverantwortlich und aus tiefstem Herzen heraus, was dich wirklich glücklich macht. Wirkliches Glück und wahre Liebe sind nur unabhängig von anderen möglich. Wenn du dir Zeit für dich selbst nimmst und das Alleinsein auch genießen kannst, hast du die Möglichkeit den Zugang zur SELBST-Liebe zu finden. Kümmere dich um dich selbst – und um die Liebe zu dir selbst. Sei dir dein BESTER Freund! Gehe von Zeit zu Zeit in Dialog mit deinem Herzen. Selbsterkenntnis bringt Selbstliebe! Ich bin mir meiner SELBST BEWUSST.

Beantworte dir ehrlich die folgenden Fragen, die dir dabei helfen herauszufinden, was du wirklich brauchst:

Was bringt meinem Herzen Freude?

Welche Sehnsüchte liegen in meinem Herzen?

Ich kann mir selbst vertrauen, weil… (Beende den Satz für dich!)

Welches Gefühl liegt im Verborgenen, welches ich im Außen erhoffe und mir innerlich nicht geben kann? 

Wieso bin ich mir selbst soviel wert? 

ÜBUNG 2: Die Schwingung der FREUDE erfahren

Setze dich bequem hin und schließe deine Augen. Entspanne deinen ganzen Körper. Nimm deinen Atem wahr und beobachte, wie er ein- und ausströmt. Bleibe ganz entspannt dabei. Dieser Moment gehört dir ganz alleine. Verweile für einen Augenblick in dieser Energie. Erlaube dir nun eine Situation in deinem Leben zu finden, in der du vollkommen glücklich warst. Voller Gesundheit, Glück, Zufriedenheit, Geborgenheit. Lasse dir ein wenig Zeit bis sich die Situation vor deinem geistigen Auge zeigt.

Wo warst du? Welche Menschen waren bei dir?
Welche Farben und Gerüche nimmst du wahr?
Wie zeigt sich dieses Gefühl in deinem Körper? Wie genau fühlt es sich an?
Spürst du es in deinen Zellen? Macht sich ein Lächeln breit in deinem Gesicht?
Wo nimmst du dieses wohlige Gefühl am stärksten wahr?

Lege nun deine Hände in einer Geste an diese Stelle. Damit setzt du einen Anker. Immer dann, wenn du dich mit dem Gefühl verbinden möchtest, berührst du dich an dieser Stelle und verweilst einen kurzen Moment in dem freudigen Gefühl.

Zum Weiterlesen:

Im aktuellen YOGAWORLD JOURNAL 03/2026 haben wir uns ausführlich dem Thema „Liebe“ gewidmet und unter anderem erforscht, wie Liebe und Selbstliebe sich bedingen. In dieser Ausgabe findest du auch eine schöne neue Praxisstrecke mit Tanja Seehofer zum Thema „Yin Yoga bei Krebs“. Hol‘ dir das Heft in unserem Online Shop!


Tanja Seehofer

Die beiden Übungen in diesem Artikel stammen von Tanja Seehofer. Sie ist Bewusstseinsforscherin, Dipl. Mentalcoach und Humanenergetikerin. Sie unterrichtet Yogaklassen, Retreats, Workshops sowie Weiterbildungen im In- und Ausland. Mehr Info auf tanjaseehofer.de


Einsamkeit und Depression gehen oft Hand in Hand. In dieser Podcastfolge haben wir mit Tanja Seehofer darüber gesprochen, wie Yoga dabei helfen kann:

Mehr Selbstliebe gefällig? Hier haben wir eine passende Playlist sowie 4 Tipps:

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