6 Tipps für mehr Organisation im Alltag

Ordnung und Organisation sind das A & O einer gelassenen Seele und können unseren Alltag in vielerlei Hinsicht erleichtern. Wenn Sie Klarheit in Geist und Herz erreichen wollen, müssen Sie Ihren Alltag organisieren und Struktur hinein bringen. Diese praktischen Tipps sollen Ihnen dabei helfen, mehr Organisation in Ihr Leben zu bekommen.

  1. Selbstbeobachtung

    Stellen Sie sich vor, Sie seien ein Besucher von einem anderen Planeten, der einen Menschen (Sie) dabei beobachtet, wie er sich in einem bestimmten Raum oder Bereich mehr Ordnung wünscht. Als außerirdischer Beobachter sind Sie nicht voreingenommen und haben keine Vorstellung davon, wie die Dinge auszusehen oder zu sein haben. Deshalb urteilen Sie auch nicht kritisch. Sie sind lediglich neugierig und interessiert. Was sehen Sie? Welche Verhaltensmuster fallen Ihnen auf? Während Sie sich selbst auf diese Weise beobachten, sehen Sie dabei etwas, das nicht funktioniert? Gibt es Dinge, die Sie ganz offensichtlich ändern können?
  2. Die Uhr stellen

    Aufmerksamkeit können Sie jederzeit und an jedem Ort üben. Sich einer Aufgabe anzunehmen, der Sie sich oft verweigern – sagen wir, die Spülmaschine einzuräumen – und diese fünf Minuten lang auszuführen, ist eine hervorragende spirituelle Übung. Auch wenn Sie es vielleicht nicht glauben wollen, aber Sie können fast alles fünf Minuten lang machen. Stellen Sie sich einen Wecker und widmen Sie in diesen fünf Minuten all Ihre Aufmerksamkeit der Aufgabe, die Sie bewältigen wollen. Nehmen Sie die Farbe und die Oberflächenstruktur der Teller wahr und lauschen Sie dem Geräusch des Wassers, wenn es über das Geschirr fließt. Atmen Sie ruhig und gleichmäßig. Wenn Ihre Gedanken beginnen, sich zu entfernen, kehren Sie zu Ihrem Atem und zu der Tätigkeit zurück, mit der Ihre Hände gerade beschäftigt sind.

  3. Schätzen Sie Ihren Besitz

    Bereiten Sie drei Kisten vor, um einen Raum zu entrümpeln. Beschriften Sie die Schachteln mit den Begriffen „Behalten“, „Wegwerfen“ und „Spenden“. Behalten Sie nur diejenigen Dinge, die Sie regelmäßig benutzen, oder die eine tiefere Bedeutung für Sie haben. Überlegen Sie anschließend, wie viele Behälter oder Fächer im Regal nötig sind, um die Dinge, die Sie behalten wollen, zu verstauen. Verschenken Sie das, was andere vielleicht noch brauchen können.

  4. Helfende Hände

    Bestimmen Sie einen Bereich, dem Sie Ihre Aufmerksamkeit widmen wollen – etwas, das sich in etwa einer Stunde ordnen lässt. Geben Sie sich einen Tag Zeit, um diese Aufgabe zu erledigen. Bitten Sie einen Freund oder eine Freundin zu Hilfe, wenn Sie sich danach fühlen, oder rufen Sie jemanden an, wenn Sie fertig sind, um sich mit demjenigen gemeinsam über Ihren Erfolg zu freuen. Wenn Sie sich alleine an die Arbeit machen, wird es Ihnen leichter fallen, Ausflüchte zu finden und das Aufräumen auf später zu verschieben. Ein Freund, der Ihnen Mut macht, kann Sie jedoch unterstützen, wenn sich Widerstand in Ihnen regt. Wichtig ist jedoch, dass Ihr Freund oder Ihre Freundin versteht, wie wichtig diese Übung für Sie ist und Ihren Fortschritt auch würdigt, anstatt Sie zu belächeln oder gar zu verurteilen.

  5. Los geht’s!

    Nachdem Sie die Unordnung beseitigt haben, müssen Sie sich Schritte überlegen, die Ihnen dabei helfen, die neu gewonnene Ordnung auch beizubehalten und in Ihren Alltag einzubinden. Ein guter Ausgangspunkt sind 15 Minuten, die Sie sich jeden Abend Zeit nehmen, um ein bisschen aufzuräumen. Sie können auch am Abend die Dinge bereit legen, die Sie am nächsten morgen brauchen (Autoschlüssel, Handy, Wasserflasche und Unterlagen), eine Erledigungsliste für den nächsten Tag schreiben oder die Aufgaben für den nächsten Tag durchgehen. Fragen Sie sich selbst: Habe ich die wichtigsten Aufgaben aufgeschrieben? Bin ich auf meine Verabredungen vorbereitet? Gibt es etwas, dem ich aus dem Weg gehe? Brauche ich Unterstützung, um morgen meine Ziele zu erreichen?

  6. Belohnen Sie sich selbst

    Bei der Aufgabe, das eigene Leben zu organisieren, geht es nicht um Perfektion. Es ist vollkommen in Ordnung, immer wieder auch Rückschritte zu machen. Gehen Sie nachsichtig mit sich um, sobald das geschieht. Erleben Sie jedoch einen Moment des Triumphs über das Chaos, vergessen Sie nicht, sich dafür zu belohnen. Denkbar sind ein Massagetermin, ein Treffen mit einer guten Freundin oder eine Vase mit frischen Blumen. Ein wenig Bestärkung kann uns weit bringen.

Nutzen Sie die oben stehende Übungen (beginnend mit der Selbstbeobachtung) als einen Weg, sich selbst zu erforschen. Die Ratschläge beziehen sich hauptsächlich darauf, einen Ort aufzuräumen. Sie lassen sich jedoch auch auf andere Bereiche Ihres Lebens anwenden, die außer Kontrolle geraten sind, zum Beispiel persönliche Zeitpläne, Erledigungslisten und finanzielle Angelegenheiten. Sie können dabei hilfreich sein, die Ursachen Ihrer Unordnung herauszufinden, ein großes Projekt in leicht zu handhabende Einzelaufgaben zu zerlegen, einfache, sogar beruhigende Wege zu entdecken, sich einen Weg durch das Chaos zu bahnen und die Motivation zu finden, die Sie brauchen, um Ihre selbst gesetzten Ziele zu erreichen.

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