Redaktionstest: Set aus Kork-Yogamatte und Fitnessbändern von BEfabelim®

Die Yogamatte ist für uns Yogi*nis die treueste Begleiterin. Doch um unsere Praxis bestmöglich zu unterstützen, sollte sie einige Grundvoraussetzungen erfüllen: allen voran soll sie rutschfest sein – sowohl für Hände und Füße, als auch auf dem Boden selbst. Wenn sie noch dazu hübsch aussieht, aus nachhaltigem Material besteht und keinen chemischen Geruch ausströmt, ist das der Jackpot. All das und obendrauf ein unglaubliches Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Kork-Yogamatte von BEfabelim®. Diese kommt im Set mit fünf Fitnessbändern samt Aufbewahrungsbeutel, einem Tragegurt und einem E-Book. Ich durfte die Produkte in den letzten Wochen testen – meinen Erfahrungsbericht liest du hier. //anzeige

BEfabelim® ist ein junges Startup, das von Yogaliebhaber*innen gegründet wurde. Ihr größtes Augenmerk gilt der Qualität und der Nachhaltigkeit ihrer Produkte. Und genau das ist letztendlich uns Yogapraktizierenden auch am Allerwichtigsten, oder? In meinen mehr als zehn Jahren Yogapraxis hatte ich schon allerlei Yogamatten aus den unterschiedlichsten Materialien unter mir, doch tatsächlich noch nie eine eigene Korkmatte. Ich durfte mir lediglich einmal die Korkmatte meines Lehrers in Indien kurz ausleihen, doch die war schon dermaßen „heruntergerockt“, sodass man nicht einmal mehr die Herstellerfirma erkennen konnte.

„Sthira Sukham“ mit der Kork-Yogamatte von BEfabelim

Ich hatte diese Erinnerung beinahe schon wieder vergessen, bis ich die Korkmatte von BEfabelim® wieder unter meinen Händen gespürt habe. Ich mag, wie weich und irgendwie „erdig“ sich das Korkmaterial anfühlt, ähnlich wie bei Kork-Blöcken. Da wir uns im Yoga schließlich immer wieder über unsere Unterlage mit dem Element Erde verbinden, finde ich das extrem passend. Unter der wärmedämmenden Korkschicht befindet sich eine dicke Schicht aus pflaumenfarbenem recycelbarem TPE, die die Matte rutschfest macht und abdämpft. Trotzdem sinkt man durch die stabile Korkoberfläche nicht in der 6 mm hohen Matte ein. Die Matte verkörpert im wahrsten Sinne das bekannte Prinzip „Sthira Sukham Asanam“ von Patanjali: sie ist stabil – aber dennoch bequem. Also wenn das nicht die perfekte Grundlage ist…

Was mir außerdem an der Matte gefällt, sind die verschiedenen Hilfslinien und Kreise, die das Alignment unterstützen sollen. Gerade für Yoganeulinge oder ausrichtungsfokussierte Stile wie zum Beispiel Hatha oder Iyengar Yoga eignet sich das wunderbar. Mit im Lieferumfang ist ein Tragegurt aus 100 % Baumwolle, der mit seiner Länge von 1,60 m auch hervorragend als Yogagurt eingesetzt werden kann. Da hat jemand mitgedacht!

Für mich das Wichtigste an einer Yogamatte ist, dass ich darauf nicht abrutsche. Es gibt für mich nichts Nervigeres als im herabschauenden Hund ständig meine Hände und Füße wieder einzusammeln, wenn sie auf einer rutschigen Matte wegschlittern. Auf der Verpackung der BEfabelim® Korkmatte lese ich den Tipp, man solle die Hände anfeuchten, um ein Abrutschen zu vermeiden. Etwas skeptisch gehe ich also direkt und mit trockenen Händen in meinen ersten Hund und: Sie halten. Ich fühle mich stabil – genauso wie es sein soll. Großer Pluspunkt!

Fitnessbänder von BEfabelim®

In dem kleinen Aufbewahrungsbeutel mit Gummizug befinden sich fünf Loop-Bänder in unterschiedlichen Stärken. Sie sind 5 cm breit und haben einen Umfang von 60 cm. Auf den ersten Blick ist es vielleicht etwas ungewöhnlich, diese in einem Yogaset zu finden, aber nach zweiter Überlegung macht das absolut Sinn:

In den Yoga Asanas arbeiten wir ausschließlich mit unserem Eigengewicht. Es ist beeindruckend, was man damit alles anstellen kann und ich trainiere auch abseits vom Yoga gerne mit dem eigenen Körpergewicht (Bodyweight Training). Doch wer an einem noch intensiveren Kraftaufbau interessiert ist, sollte Geräte und Fitness Equipment wie die Fitnessbänder in Betracht ziehen. Am besten beginnt man mit der niedrigsten Stufe, das ist das grüne Band im BEfabelim®-Set und tastet sich von hier Stück für Stück an die stärkeren Widerstandsstufen heran. Inspiration, wie die Loops verwendet werden können, findest du in dem im Set enthaltenen E-Book von BEfabelim®.

Auch wichtig anzumerken an der Stelle: Wenn du hypermobile Gelenke hast, solltest du auf jeden Fall deine Asana-Praxis mit klassischen Workouts ergänzen und ausreichend Stabilität aufbauen, um deine flexiblen Gelenke langfristig zu schonen. Denn wenn du hypermobil bist und dein einzige Bewegungspraxis Yoga ist, schadest du deinem Körper mehr als du ihm Gutes tust. Wie wir wissen, gibt es durchaus kräftigende Yogahaltungen, doch diese reichen leider nicht aus, um eine Hypermobilität auszugleichen – da spreche ich aus eigener Erfahrung.

Die Loop-Bänder von BEfabelim® fühlen sich sehr robust und langlebig an und liegen angenehm auf der Haut. Sie bestehen aus 100 % Naturlatex, dennoch verströmen sie nicht den typisch-beißenden Latex-Geruch. Das empfinde ich als sehr angenehm. Übrigens: auch die Yogamatte hat nach dem ersten Auslüften keinerlei künstlichen Geruch mehr.

In puncto Nachhaltigkeit

Bei dem gesamten Set von BEfabelim® liegt ein Augenmerk auf Nachhaltigkeit. Kork sowie Naturlatex sind wiederverwertbare und nachwachsende Naturprodukte. Das TPE (‎Thermoplastische Elastomere) an der Mattenunterseite lässt sich erstklassig recyceln. Alle Produkte haben das REACH-Zertifikat nach der EU-Chemikalienverordnung und wurden auf Schadstoffe geprüft. Die Verpackung ist komplett plastikfrei, weder die Matte noch die einzelnen Fitnessbänder wurden in Plastik verpackt. Daumen hoch!

BEfabelim® E-Book mit Yogaübungen

Das E-Book „Mit Yoga zum neuen Körpergefühl“ gibt es gratis zum Set dazu. Es enthält sowohl Yogahaltungen, als auch Übungen mit den Fitnessbändern, die sich für Anfänger*innen als auch Fortgeschrittene eignen. Das Team von BEfabelim® plant, noch mehr Produkte einzuführen und wird das E-Book mit jedem neuen Produkt entsprechend erweitern.

Mein Fazit

Ich bin wirklich positiv von den Produkten überrascht und kann gar nicht fassen, wie günstig und trotzdem qualitativ hochwertig das Set von BEfabelim® ist. Vor allem für Yoganeulinge eignet sich das Set super, die rutschfeste Matte mit den Hilfslinien bietet alles, was man braucht, einen 2-in-1 Yoga- und Tragegurt gibt es gleich mit dazu und das E-Book erleichtert den Einstieg. Doch auch für alle Profis eignet sich das Set wunderbar. Nicht essentiell, aber ein großes Plus: Mit der pflaumenfarbenen Unterseite und dem hübschen Mond-Design finde ich die Matte optisch sehr ansprechend!


Das BEfabelim®-Yogaset ist momentan ausschließlich über Amazon zu erwerben. Mehr über das Startup BEfabelim® findest du auf Instagram unter @befabelim_sports

#48 Yoga Nidra: Der Yoga-Schlaf? – mit Marc Fenner

Deshalb ist der Alpha-Zustand so wertvoll für unser Leben

In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ geht es um Yoga Nidra. Das ist eine Meditationstechnik aus der tantrischen Tradition. Durch eine tiefe Entspannung und eine Art bewussten Schlaf soll Zugang zu verschiedenen Bewusstseinsschichten ermöglicht werden. Deshalb wird Yoga Nidra auch oft „Yoga-Schlaf“ genannt. Warum diese Bezeichnung der Sache aber nicht ganz gerecht wird, erklärt Yogalehrer und Yoga Nidra-Experte Marc Fenner im Gespräch mit Susanne.

Marc spricht zunächst über die Wortbedeutung von Yoga Nidra und erzählt, wie er zum Yoga und dann auch zum Yoga Nidra kam. Er beschreibt den Aufbau einer Yoga Nidra-Einheit und verrät, warum es sich wirklich lohnt regelmäßig Yoga Nidra zu üben. Dann geht er auf den sogenannten Alpha-Zustand, der beim Yoga Nidra erreicht werden soll, ein und erläutert, warum dieser Zustand so wertvoll für uns ist. Außerdem erklärt Marc, was das Sankalpa ist, wie du es findest und weshalb du davon profitieren kannst. Zuletzt teilt Marc noch die Geschichte, wie er in Indien Maha Samadhi, den Tod von Swami Satyananda, dem Entwickler des Yoga Nidra, hautnah miterlebte.

Vastu – das indische Feng Shui

Vastu, das indische Feng-Shui, kann helfen, aus deinem Zuhause eine heilsame Zuflucht zu machen, in der die Energien harmonisch fließen.

Text: Amanda Tust, Titelbild: Mart Productions via Pexels

Bestimmt kennst du dieses befreiende Gefühl, wenn du in einen sauberen, schön geordneten Raum kommst. Die Möbel erfüllen ihren Zweck, aber es gibt auch genügend freien Platz. Vielleicht zieht ein schönes Bild oder eine üppige Pflanze deinen Blick an, während sanftes Sonnenlicht durch ein Fenster hineinströmt. Wenn sich alles einfach „richtig“ anfühlt, dann entspricht dieser Raum vermutlich den Prinzipien eines alten indischen Systems für Architektur und Design: Vastu. Genauso wie die Yogapraxis Prana (Lebenskraft) in unserem Inneren, also in Körper und Geist, kultiviert, kann Vastu einen guten Energiefluss im Außen bewirken.

Dahinter stecken Richtlinien, anhand derer man in Indien seit jeher Tempel, Geschäfts- und Wohnhäuser errichtet, aber auch Möbel und dekorative Objekte entwirft und sie im Raum arrangiert – immer mit dem Ziel einer möglichst positiv schwingenden Energie. Der Grundgedanke dabei: Alle Strukturen sollten sich möglichst harmonisch in die Natur einfügen. Dazu ist es wichtig, dass man sowohl die vier Himmelsrichtungen als auch die fünf Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther) in ihrer jeweiligen Charakteristik und ihrem Zusammenspiel berücksichtigt. Die Idee, auf diese Weise Energien im Raum zu lenken und positiv zu beeinflussen, ähnelt sehr dem, was du vielleicht aus dem chinesischen Feng Shui kennst. Auch da geht es darum, Qi (universelle Energie) so zu kultivieren, dass mehr Harmonie zwischen Menschen und ihrer Umgebung entstehen kann. Manchen Schätzungen zufolge könnte Vastu als Schwester von Yoga, Ayurveda und der vedischen Astrologie Jyoti aber noch etliche Tausend Jahre älter sein als Feng Shui. Spuren davon finden sich schon in den über 3000 Jahre alten Texten der Veden. Natürlich liest man dort keine praktischen Einrichtungstipps, aber man kann die grundlegenden Prinzipien des Vastu im Kleinen wie im Großen auf die konkreten Gegebenheiten übertragen.

Die Veränderungen, die das auf energetischer Ebene bewirken kann, sind oftmals sofort und ganz deutlich spürbar. Manchmal genügt es schon, das Bett umzustellen oder auf Bio-Reiniger umzustellen, um einem Raum eine andere Qualität zu geben, um erholsamer zu schlafen oder sich ganz einfach besser in ihm zu fühlen.

Was zählt, ist die Intention: Ein Design auf der Basis von Vastu versucht immer, eine heilsame, gesunde Umgebung zu schaffen, in der du zur Ruhe kommen und auftanken kannst. Also kein schicker Showroom und keine auf die Grundfunktionen reduzierte Wohneinheit, sondern ein Zuhause, das dir hilft, inneren Frieden und Erfüllung zu finden. Einen Raum, der durch seine positive Schwingung dein eigenes Energiefeld verbessert – und dich dabei unterstützt, in Harmonie mit der Natur, deiner Umgebung und dir selbst zu leben.


Gut aufgestellt

Vastu Purusha Mandala ist das traditionelle geometrische Grundraster der Vastu-Lehre. Es besteht aus drei mal drei Quadraten, die jeweils weiter unterteilt sind, und symbolisiert samt der ihm eingeschriebenen menschlichen Figur den Kosmos. Wichtigster Bezugspunkt sind dabei die Himmelsrichtungen und die Energien der Elemente, die in diesem Raster diagonal in den Ecken angeordnet sind:

Nordost – Wasser: beruhigende Qualität, gut für die Meditation
Südwest – Erde: stabilisierend, gut zum Ausruhen und Schlafen
Südost – Feuer: der traditionelle Platz für Küche und Essplatz
Nordwest – Luft: anregend, ideal für den Austausch von Ideen
Zentrum – Äther: der heilige Raum in der Mitte, in dem alle Energien zusammenfließen

Egal wie die Dimensionen und Proportionen aussehen: Ein Vastu-Design ordnet die Räume mitsamt ihrer Einrichtung immer nach diesem Bauplan an. Indem es so die Ordnung des Kosmos nachahmt, soll Vastu einen positiven Energiefluss fördern. Man könnte es auch so formulieren: Die Geometrie wirkt wie eine Stimmgabel, die ein Gebäude auf die Schwingungen von Erde und Kosmos einstimmt, damit sich die Kräfte der Elemente möglichst gut entfalten können.


„Ein Design auf der Basis von Vastu versucht immer, eine heilsame, gesunde Umgebung zu schaffen.“

Nach Vastu-Prinzipien erbaute Häuser öffnen sich nach Norden und Osten und lassen dadurch ein sanftes Sonnenlicht herein. Durchgehende Sichtachsen erlauben es dem Licht und der kosmischen Energie, frei zu fließen. Diesen Fluss kannst du noch erhöhen, indem du dich bei den dekorativen Elementen auf einige wenige, größere Stücke beschränkst, die gut in den Raum passen und seine Weite und Offenheit erhalten.


Damit es sich möglichst harmonisch ins natürliche Energieraster der Erde einfügt, zeigen die Außenwände eines Vastu-Hauses in die vier Himmelsrichtungen. Darauf hat man oft keinen Einfluss, doch auch bei der Inneneinrichtung kann man sich noch an den Himmelsrichtungen und den Elementen ausrichten und so ihre Schwingungseinflüsse positiv nutzen. So sollte zum Beispiel dein Betthaupt nach Osten (Bewusstsein) oder Süden (Heilung) zeigen, damit du erholsam schläfst. Zum Arbeiten und Lernen richtet man sich dagegen am besten nach Nordosten aus, das schärft und klärt angeblich den Geist und fördert Konzentration und Kreativität.


© Dmitry Zvolskiy via Pexels

Im Südosten dominiert das Feuerelement – der traditionelle Platz für die Küche. Dabei zeigen Herd und Arbeitsplatten in Vastu-Häusern nach Osten, das erhöht die feurige, nähren- de Qualität noch zusätzlich. Vorsicht ist dagegen bei den Farben geboten: Leuchtendes Rot und Orange können etwas zu viel Hitze erzeugen. Besser ist ein dunkles Weinrot.


Eine minimalistische skandinavische Einrichtung wie diese ist sicher nicht jedermanns Sache. Aber ganz egal, welcher Stil dir liegt: Achte beim Anordnen der Möbel auf deinen Instinkt, auf deine Atmung und deine intuitiven Reaktionen. Die meisten Menschen spüren genau, welche Einrichtung stimmig und harmonisch ist – und ihnen guttut.

Synthetische Materialien dampfen oft Giftstoffe aus. Dagegen schaffen Holzmöbel, Woll- oder Seidenteppiche und leichte Baumwoll-Stores eine harmonische Atmosphäre, Pflanzen reinigen zusätzlich die Luft. Auch Baumaterialien wie Ziegel, Backstein, Lehm oder ökologisches Linoleum helfen, dein Zuhause mit der Natur in Einklang zu bringen.


INSTANT-TIPPS

1. Die Mitte heiligen: Das geometrische Zentrum heißt im Vastu Brahmasthana („Ganzheit herstellen“). Dort laufen alle Energielinien zusammen und wieder auseinander. Deshalb sollte diese kraftvollste Zone möglichst offen bleiben. Stelle hier keine Möbel hin, entferne Kabel und lade bewusst den Fluss von Prana (Lebensenergie) ein.

2. Eine Ruhezone schaffen: Die Nordostecke der Wohnung steht unter dem Einfluss des Wasser-Elements. Hier ist der ideale Ort für deinen Yoga- und Meditationsplatz. Vielleicht stellst du dort einen kleinen Altar mit Bildern und Gegenständen auf, die dir heilig sind. Lass außerdem möglichst viel Tageslicht herein.

3. Ausmisten: Weniger ist mehr. Zu viele Dinge binden nicht nur Energie, sie können sogar einen negativen Sog entwickeln, Stress erzeugen oder auf die Stimmung drücken. Auf freien, sauberen Oberflächen dagegen kann die positive Energie fließen.

4. Sanfte Farben: Gedeckte, erdige Töne wirken beruhigend und unterstützen die Anbindung an die Natur. Weiche, matte Oberflächen kaschieren dabei nicht nur kleine Macken und Flecken, sie verbreiten auch eine sanfte Stimmung.


Über die Autorin

Ayurveda, Selfcare, Mutterschaft, Mitgefühl – AMANDA TUST die Expertin, wenn es um ein gutes Leben geht. Ihre Lieblingspraxis? Restorative Yoga – na klar!


#47 Schicksalsschlag Rollstuhl: Durch Yoga zurück ins Leben – mit Lisa und Martin Hoerz-Weber

So findest du trotz Bewegungseinschränkung zu einer erfüllten Yogapraxis

Mal wieder beschäftigt Susanne die Frage, ob der in der Yogaszene gern genutzte Ausdruck „Yoga für alle“ nur eine leere Floskel ist, oder ob wirklich jeder Yoga machen kann. Zur Ergründung dieser Frage sind Yogalehrerin Lisa Hoerz-Weber und Yogalehrer Martin Hoerz-Weber zu Gast im „Yogaworld Podcast“. Martin sitzt seit einem Motorradunglück 2020 im Rollstuhl. Seitdem beschäftigen sich die beiden mit Yoga für Menschen mit Einschränkungen des Bewegungsapparates und haben einen barrierefreien Yogahof aufgebaut.

Martin teilt seine berührende Geschichte, wie es nach sexuellem Missbrauch in jüngeren Jahren und daraus resultierenden Depressionen zu dem Unglück kam, das ihn in den Rollstuhl brachte. Dann erzählt er, wie er mit Yoga Stück für Stück ins Leben zurückgefunden hat und verrät, wie es ihm gelang, aus dem Widerstand zu kommen und den Rollstuhl als Chance für spirituelles Wachstum zu sehen. Martin gibt wertvolle Tipps, wie eine spezifische Asanapraxis aussehen kann und wie Yoga den Alltag bei Bewegungseinschränkungen erleichtern kann. Dabei betont er, dass es wichtig ist, sich zu trauen, neue Dinge auszuprobieren und erklärt, warum er empfiehlt, auch mit Rollstuhl offene Yogastunden zu besuchen.

Stets an seiner Seite ist Ehefrau Lisa, die Martins Ausführungen klug und wortgewandt ergänzt. So beschreibt sie zum Beispiel, was man unbedingt beachten sollte, wenn man Menschen mit eingeschränkter Bewegung unterrichten möchte. Außerdem betont Lisa, dass Martins Rollstuhl zwar sichtbar ist, jedoch jeder Mensch einen unsichtbaren Rollstuhl oder eine Form der Beschränkung in sich trägt, von der wir uns befreien dürfen, wenn wir Yoga üben.

In diesem ehrlichen, berührenden und inspirierenden Gespräch wird wieder einmal mehr klar, dass es beim Yoga nicht auf die Beweglichkeit einzelner Körperteile, sondern auf die innere Einstellung ankommt.

#46 Praxisreihe: Heilsame Mantra-Meditation

Befreie dich von negativen Gedanken und erweitere dein Bewusstsein – mit Tina Beitinger

Das Wort Mantra kommt aus der altindischen Sprache Sanskrit und bedeutet übersetzt Spruch, Lied oder Hymne. Das Wort setzt sich zusammen aus „Man“, was soviel wie „Geist“ bedeutet und „tra“, der „Schutz“. Ein Mantra soll also unseren Geist schützen. Seit Jahrtausenden findet das Rezitieren von Mantras im Hinduismus und im Buddhismus seinen Platz.

Auch im modernen Yoga sind Mantras oft Begleiter der Meditation. Wir benutzen Mantras als positive Affirmationen, die sich durch Wiederholung im Geist manifestieren sollen. Ein Mantra kann Vieles: es berührt, inspiriert, tröstet, heilt und gibt Kraft. Es kann Dich von negativen Gedanken befreien und dein Bewusstsein erweitern.

Die Yogalehrerin und Entspannungspädagogin Tina Beitinger lädt dich zu einer besonderen Mantra Meditation ein. Und vielleicht findest du hier dein ganz persönliches Mantra, das dich von nun an begleiten darf.

„Mit Power in den Frühling starten“ – Playlist von Alexandra Ehrhardt

Unsere Playlist des Monats April kommt Yogalehrerin Alexandra Ehrhardt, die diese Playlist gerne bei ihren dynamischeren Vinyasa-Yogastunden spielt. Sie liebt elektronische Beats und wenn so richtig Party-Stimmung aufkommt. Mit Alexandras Playlist starten wir mit Power in den Frühling!

Diese „laute“ Signature-Playlist ist perfekt für dynamische 75-Minuten Outdoor Vinyasa-Klassen. Ob bei Open-Air-Events oder am Strand, mit dem Sound von Alexandras Playlist kommt garantiert gute Stimmung auf.

Die Einleitung beginnt mit dem verträumten Piano von „Starry Hawk“ und einem sanften Warm-up zu Christian Löfflers „We the Living“. „Oriental Tales“ und „Radiant Reality“ sind zwei dynamische Songs, zu denen ich am liebsten durch Sonnengrüße und stehende Haltungen fließe, die garantiert jede*n mitreißen werden. Danach folgt eine kurze Atempause mit einer modernen Interpretation des Lakshmi Abundance Mantras.

Viele der Teilnehmenden freuen sich über Mobys „Porcelain“ besonders, da sie diesen Hit kennen und eine schöne Erinnerung damit verbinden. „I Believe in Being Ready“ benutze ich, um uns alle noch einmal anzuspornen, da es langsam in Richtung Höhepunkt der Klasse geht. Die dramatischen Elektro-Beats ohne Gesang von Ninze und Recondite bringen den notwendigen Fokus. Hier macht es mir am meisten Spaß, mich durch anspruchsvolle Asanas zu schlängeln und die Peak Pose der Session anzuleiten.

„Three Aums“ klingt für mich nach Hoffnung und Liebe und ist der einzige klassische Yogasong auf meiner Playlist. Die verträumten Electro-Beats von „Open“, „Never Be“ und meinem Favoriten „Always Home“ kreieren die notwendige Entspannung nach der Anspannung und läuten den ruhigeren Teil der Praxis ein.

Zum Schluss wird es noch einmal akustisch mit Sean Angus Youngs Gitarre und meinem persönlichen Freund, dem Pianisten Michael Geldreich. Micha hat mit seinem Album „IV“ übrigens das perfekte Shavasana-Album mit sanften Klavierstücken à la Ólafur Arnalds oder Jon Hopkins produziert. Make sure to check his work out.

Mein letzter Song ist „The Wave“ von Ava Waves, der uns im Shavasana auf eine
atemberaubende Klangreise schickt. Zum Nachspüren im Sitzen oder für eine kurze Meditation zum Abschluss gibt es die „Delta Waves“ von Binaural Beats.

Ich hoffe, diese Playlist inspiriert dich zu einzigartigen Yoga Flows. Viel Spaß mit meinen Yoga Beats. Love, Alexandra <3

Über Alexandra Ehrhardt

Alexandra Ehrhardt ist eine zertifizierte Yogalehrerin aus Berlin mit umfassender Erfahrung. Sie spezialisiert sich auf Vinyasa, Inside Flow, Yin Yoga und Meditation. Mit mehr als zehn Jahren eigener Praxis und seit 2017 als Lehrerin tätig, unterrichtet sie mit Hingabe, Professionalität und Leidenschaft, was ihre Schüler*innen immer wieder inspiriert und motiviert.

Alexandra arbeitet als Yoga-Coach in der Adidas Sportsbase Berlin und unterstützt Athletinnen und Athleten aller Leistungsniveaus dabei, ihre körperliche und mentale Gesundheit durch Yoga zu verbessern. Sie ist außerdem eine gefragte Yoga-Event-Expertin und leitet Themenwochen und Specials in aller Welt, wo sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit begeisterten Teilnehmer*innen teilt. Außerdem bietet Alexandra Personal Training und Business Yoga an und organisiert neuerdings auch Yoga-Retreats im schönen Berliner Umland zur Entspannung und Regeneration von Körper, Geist und Seele.

Mehr über Alexandra Ehrhardt unter www.kala-yoga.com und auf Insta @kalayoga_berlin

#45 Kraftvolles Duo: Yoga und Shiatsu

Nicoletta Wagenstetter kombiniert japanische Heilmassage mit Yin Yoga

Heute geht‘s im „YogaWorld Podcast“ um Shiatsu und darum, wie es in die Yogapraxis integriert werden kann. Shiatsu ist eine ganzheitliche Körpertherapie aus Japan. Dabei wird mit Finger, Ellbogen und Knie Druck entlang der Meridiane und auf Akupressurpunkte ausgeübt. So soll die Lebensenergie in Fluss gebracht und die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Nicoletta Wagenstetter ist Yogalehrerin und Shiatsu Praktikerin und kombiniert Shiatsu mit Yoga. Im Gespräch mit Susanne erläutert sie Vorzüge dieser kraftvollen Verbindung.

Zu Anfang erklärt Nicoletta, was Shiatsu eigentlich ist, seinen Ursprung und die zugrunde liegenden Hauptlehren. Dann beschreibt sie die besondere Wirkungsweise und deckt Zusammenhänge aus Yoga, Shiatsu und TCM auf. Dabei bezeichnet sie die Meridianqualitäten als Reflektionen unseres Lebens und verrät, wie das konkret in der Praxis erfahrbar ist. Außerdem teilt Nicoletta ihr wertvolles Wissen um die Macht der Berührung und um Akupressurpunkte, die auch in Bezug auf die Wirkungen der verschiedenen Asanas im Yoga eine große Rolle spielen.

#44 Integral Yoga: ganzheitlich und lebensnah

Heike Farkas über den Woodstock Guru und Yoga als Lebenseinstellung

Der Begriff „integraler Yoga“ geht auf die Lehren von Swami Sivananda und Sri Aurobindo zurück und wurde von Swami Sivanandas Schüler, Swami Satchidananda, im Westen, insbesondere in den USA, bekannt gemacht. Satchidananda wird oft als „Woodstock Guru“ bezeichnet, weil er damals die Eröffnungsrede des legendären Festivals hielt. Was „Integral Yoga“ ausmacht, weiß Yogalehrerin Heike Farkas, eine direkte Schülerin von Swami Satchidananda.

Im Gespräch mit Susanne beschreibt Heike die wichtigsten Grundsätze und Besonderheiten des Integral Yoga und erklärt, wie hier alle verschiedenen Yogawege integriert werden, um Yoga wirklich ganzheitlich leben zu können. Außerdem erzählt Heike, wie sie den großen Yogameister kennengelernt und erlebt hat. Dabei spricht sie auch offen und ehrlich über den Missbrauchsskandal um den Woodstock Guru und teilt unverblümt ihre persönliche Meinung dazu. Zum Schluss verrät sie, warum Swami Satchidanandas Motto „Es gibt nur eine Wahrheit – aber viele Wege“ so eine immense Bedeutung für unsere moderne Gesellschaft hat.