#54 Yoga für ein erfülltes Berufsleben – mit Antonia Reinhard

So erfährst du eine berufliche Transformation durch innere Arbeit

Wir wünschen es uns doch alle: Der Beruf, mit dem wir unser täglich Brot verdienen, soll uns erfüllen und sich am besten garnicht nach Arbeit anfühlen. Und wenn er sich doch nach Arbeit anfühlt, dann überlegen wir uns, ob das überhaupt das Richtige ist. Mag sein, dass ein Jobwechsel Erfüllung bringt. Genauso kann aber auch die innere Einstellung schon einiges bewirken, weiß Antonia Reinhard. Sie ist Yogalehrerin und Mentorin für Yoga-Business-Aufbau und verrät im Gespräch mit Susanne, wie du durch deine Yogapraxis zu einem erfüllten Berufsleben gelangen kannst.

Viele Yogameister lehren uns, dass die Yogapraxis, die auf der Matte kultiviert wird, ins Leben getragen werden soll. Diese werde jedoch nicht auch automatisch ins Berufsleben getragen, betont Antonia. Also mache es durchaus Sinn hier nochmal bewusst auf den Job zu blicken, so die Mentorin. Sie erklärt anhand konkreter Beispiele was innere Arbeit für unser Berufsleben tun kann und gibt wertvolle Praxistipps. Dabei bezieht sie sich auf alte Yogaschriften, wie die Bhagavad Gita oder die Yogasutras. Weiter erläutert Antonia Begriffe wie „New Work“ oder den Unterschied von „Work-Life-Balance“ und „Work-Life-Blending“. Außerdem plädiert sie dafür, stets auch die politische und gesellschaftliche Komponente des Yoga im Auge zu behalten.

#53 Yoga und Achtsamkeit in der Schule – mit Mona Bekteši

Gelassenere und glücklichere Kinder: Das unglaubliche Potential von Yoga im Klassenzimmer

Die positiven Wirkungen von Yoga auf Körper, Geist und Seele sind ja mittlerweile weithin bekannt. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass immer mehr Eltern ihre Kinder zum Kinderyoga schicken und Yoga auch in Kindergärten und Schulen Einzug gehalten hat. Denn eines steht fest: Mit dem gestiegenen Leistungsdruck auf Schüler*innen werden auch Momente der Ruhe und Erholung immer wichtiger. Wie wertvoll Yoga in der Schule wirklich sein kann, weiß Susannes heutige Gästin Mona Bekteši. Mona ist Yoga- und Kinderyogalehrerin, Lehrerin für Deutsch und Geschichte und Autorin des Buches „Achtsamkeit und Entspannung in der Schule“.

Im „YogaWorld Podcast“ verrät sie, warum eine regelmäßige Yogapraxis die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen fördern kann. Dabei steht im Zentrum, das eigene Stresserleben zu kanalisieren und durch Yoga zu reduzieren. Dadurch können die Schüler*innen zu resilienten Individuen heranwachsen. Mona gibt konkrete Beispiele, wo und wie Yoga im Schulalltag helfen kann. Außerdem plädiert sie dafür Yoga als festen Bestandteil ins Lehramtstudium zu integrieren. Neben den direkten positiven Auswirkungen auf das Kind hat Yoga im Klassenzimmer einen weiteren Vorteil: Schüler*in und Lehrer*in gewinnen eine kooperativere Lernbeziehung. Mona selbst baut Yoga täglich in ihren Schulunterricht ein und ermutigt auch Kolleg*innen, Atemübungen, Asanas und Entspannungstechniken in ihre Stunden zu integrieren. Dabei gibt sie zahlreiche Tipps, wie das gelingen kann und zeigt auf, wie einfach und ohne viel Zeitaufwand diese machtvollen Instrumente umsetzbar sind.

In dieser Podcastfolge wird einmal mehr klar, dass Yoga immer mehr gesellschaftliche Relevanz erhält und welches unglaubliche Potential für unsere Zukunft in dieser alten Lehre zur Persönlichkeitsentwicklung schlummert.

„Women’s Summer Festival“ – Sei dabei vom 29.6.–2.7.2023 in der Tiroler Zugspitz Arena

Mit Blick auf den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze, kannst du beim Sport-Event für Frauen nicht nur Canyoning, Stand-Up-Paddling und Trailrunning für dich entdecken, sondern auch viele Wow-Momente vor traumhafter Bergkulisse erleben. Das Women’s Summer Festival vom 29.6. bis 2.7. in der Tiroler Zugspitz Arena in Ehrwald wird mit über 20 Sportarten und einem action- und abwechslungsreichen Angebot an 60 Kursen zu einem unvergesslichen Ereignis. //anzeige

Das Summer Festival ist das ideale Sport-Event für Frauen, die Berge, Sport und besondere Erlebnis-Momente lieben! Innerhalb der vier Festival-Tage hast du die Möglichkeit, zahlreiche Erfahrungen zu sammeln. Wie wäre es mit Klettern? Durch vielfältige und komplexe Bewegungen wird unser Geist gefordert und volle Konzentration ist gefragt. Drei Kletter-Abenteuer sind im Angebot: für Einsteiger, Fortgeschrittene und all diejenigen, die hoch hinaus wollen.

Action pur und jede Menge Nervenkitzel und Spaß bietet Canyoning, wenn du die Schlucht von oben nach unten durch Springen, Rutschen, Abseilen, Schwimmen und Tauchen eroberst. Auf dem Programm stehen Einsteiger-Touren und für die Wagemutigen das Canyoning-Abenteuer.

WomensSummerFestival22 Canyoning © Lux Fotowerk

Wer sich lieber auf den Sattel schwingt und kräftig in die Pedale tritt, wird bei Enduro-Touren, E-Bike-Touren oder Gravel-Bike-Touren mit grandiosen Aussichten belohnt. Bist du lieber zu Fuß unterwegs, begleiten dich beim Wandern professionelle Bergführer, die über die Landschaft und die Pflanzen viel zu erzählen haben. Dich macht Laufen glücklich? Dann ist das Trailrunning genau richtig, denn hier geht es um Lauflust, Wohlbefinden und eine gehörige Portion Frauenpower. Probier aus, was dir gefällt!

Nutze auch die tolle Möglichkeit, Yoga während der Festivaltage zu vertiefen oder kennen zu lernen. Yoga wirkt auf vielen Ebenen und unterscheidet sich sehr stark von den anderen Outdoor-Sportarten. Das Suchtpotential ist hierbei nicht ausgeschlossen!


WomensSummerFestival22 © Anne Kaiser Fotografie

Women’s Summer Festival: Viele Outdoor-Sportarten stehen zur Auswahl

Mehr als 20 verschiedene Sportarten und ein action- und abwechslungsreiches Kursangebot hast du beim Women’s Summer Festival zur Auswahl. Mit oder ohne Erfahrung wählst du innerhalb der vier Festival-Tage vom 29.6. bis 2.7. zwischen verschiedenen Disziplinen, Touren, Kurse und Workshops:

  • Bike: Enduro, Downhill, E-Bike, Gravel, Bike’n Hike
  • Action: Canyoning, Stand-Up-Paddling, Golf, Trailrunning, Klettern/Klettersteig-Tour, Paragliding
  • Functional Fitness: Pilates, Kickboxen, Tabata-Training, Kraft-und Konditionstraining
  • Yoga: Morning Yoga, Nature Yoga, Power-Yoga, Rücken-Fit
  • Wandern: Sonnenaufgangswanderung, Sonnenuntergangswanderung
  • Workshops: Barista & Fotografie-Workshop mit Fokus auf Outdoor-/Sportfotografie
WomensSummerFestival22 Lux Fotowerk

Weitere Informationen zum Event unter www.sporting-women.de/womens-summer-festival/

Hier geht’s direkt zum vollständigen Programm Women’s Summer Festival 2023

Sonnenaufgangswanderung und Yoga Women‘ Summer Festival 2022 © Anne Kaiser Fotografie

Aktion und Sport am Fuße der Zugspitze

Neben dem gemeinsamen Sport, den Touren, Kursen und Workshops ist auch das Festivalgelände direkt in der Tiroler Zugspitz Arena in Ehrwald der „place to be“. In dieser traumhaften Bergkulisse sportelt es sich gleich viel besser!


Titelbild: Women‘ Summer Festival 2022. © Anne Kaiser Fotografie

Gartenkräuter- und Auberginen-Oliven-Aufstrich von Jana Eisert

Das klassische Abendbrot gibt es in der ayurvedischen Ernährung nicht, da Brot als schwer verdaulich, trocken und kalt gilt. Mit ein paar Tricks können wir aber auch eine leckere Brotzeit ayurvedisch genießen. Jana Eisert hat sich mit Ayurveda quasi gesundgegessen und ihr Wissen und ihre Erfahrung als Ayurveda-Ernährungs-Coachin und Gesundheitsberaterin in ein Kochbuch gepackt: „Ayurveda. Einfach & vegetarisch kochen für Körper, Geist und Seele“, aus dem auch diese Rezepte stammen.

Selbstgemachte Brotaufstriche sind gesünder und besser verdaulich als Käse, Wurst und gekaufte Brotaufstriche. Dazu könnt ihr Naan oder Chapatis essen, oder getoastetes/warmes Brot.

Tipp: Für Brotaufstriche braucht ihr am besten eine leistungsstarke Küchenmaschine, damit sie richtig cremig werden.

Jana Eisert © 2023 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Zutaten Auberginen-Oliven-Aufstrich

Mit diesem Rezept bekommt ihr je 1–2 Gläser à 250 g

1 Aubergine (ca. 200 g), Olivenöl oder Ghee zum Bestreichen
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
60 g Kalamata-Oliven (entsteint)
2 EL Tahini
1⁄2 Bund Petersilie
1⁄4 TL Chilipulver
1–2 EL Zitronensaft
1 TL Kreuzkümmel
Steinsalz und Pfeffer

Zubereitung Auberginen-Oliven-Aufstrich

Zubereitungszeit: 50 Minuten + ca. 30 Minuten Abkühlzeit

  1. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Aubergine waschen, halbieren und das Fruchtfleisch kreuzförmig einschneiden. Das Fruchtfleisch mit etwas Olivenöl oder Ghee bestreichen und die Aubergine auf einem Backblech mit Backpapier 35 Minuten im Ofen garen, bis das Fruchtfleisch gar ist. Dann abkühlen lassen.
  2. In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Eine kleine Pfanne mit etwas Olivenöl erhitzen und den Knoblauch darin weich garen.
  3. Wenn die Aubergine abgekühlt ist, das Fruchtfleisch mit einem Löffel auskratzen und mit allen anderen Zutaten zusammen in eine Küchenmaschine geben und so lange mixen, bis eine sämige Paste entstanden ist.
Jana Eisert (c) 2023 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Zutaten Gartenkräuter-Aufstrich

Mit diesem Rezept bekommt ihr je 1–2 Gläser à 250 g

100 g Cashewkerne
1 Bund frische Kräuter (z. B. Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Dill, Minze)
1 EL Apfelessig
1 TL Senf
1⁄2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1⁄2 TL gemahlener Koriander
1⁄2 TL gemahlener Ingwer
5 EL Olivenöl
1 EL Cashewmus oder Tahini
Steinsalz und Pfeffer

Zubereitung Gartenkräuter-Aufstrich

Zubereitungszeit: 10 Minuten + 2 Stunden Einweichzeit

  1. Die Cashewkerne mindestens 2 Stunden in Wasser einweichen, dann abgießen und abtropfen lassen.
  2. Die Kräuter waschen und grob zerkleinern.
  3. Alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben und so lange mixen, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist.

Über die Autorin Jana Eisert

Jana Eisert © 2023 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Jana Eisert lebt in Berlin, ist ganzheitliche Ayurveda-Ernährungs- und Gesundheitsberaterin, Ayurveda-Köchin und Foodstylistin. Auf ihrem Foodblog Apple and Ginger dreht sich alles um gesundes Wohlfühlessen und Ayurveda. Nachdem der Ayurveda in ihr Leben getreten ist, verbesserte sich ihre Gesundheit schlagartig und Jana hat am eigenen Körper erfahren, welche Auswirkung eine gesunde Ernährung auf das tägliche Wohlbefinden hat. Ihr Wissen gibt Jana nun auf ihrem Blog, in persönlichen Coachings sowie bei Kochkursen und Retreats weiter.

„Ayurveda. Einfach & vegetarisch kochen für Körper, Geist und Seele“ (Jan Thorbecke Verlag). Neben einer Einführung in die ayurvedische Ernährung, bietet dieses Kochbuch hilfreiche Tipps und einen Test, mit dem sich herausfinden lässt, welcher Verdauungstyp man ist. Danach heißt es: loskochen und genießen, denn Jana verrät viele leckere und alltagstaugliche vegetarische und vegane Rezepte.

Ihre einfachen vegetarischen Rezepte aus aller Welt – von Omas Spitzkohl-Linsen-Eintopf über ayurvedische Rote Grütze und Ingwer-Safran-Grießbrei bis hin zu Mungbohnen-Curry und Kürbis-Chili-Pasta – sind leicht im Alltag umsetzbar und sorgen für ein großes Plus an Gesundheit und Wohlbefinden.

Titelbild: Jana Eisert © 2023 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern


Mach den Dosha-Test

Pitta, Kapha oder Vata? Mach den Test und finde es heraus…

Dies.Das.Asanas mit Jelena Lieberberg: Die fallende Birne

Keine Sorge: Bei dieser Neuschöpfung unserer osteopathisch bewanderten Kolumnistin geht es nicht um spätreifes Fallobst: Sie fördert die Dehnung des birnenförmigen Muskels, Piriformis. In vieler Hinsicht köstlich.

Text: Jelena Lieberberg / Foto: Gordon Schirmer

Auch wenn der Name dieser Haltung so gar nicht nach Yoga klingt, ihre Urform erkennst du vermutlich: Es handelt sich um den Drehsitz Ardha Matsyendrasana. Wörtlich übersetzt bedeutet der: „halber Sitz des Matsyendra“, wobei Matsyendra der legendäre Begründer des Hatha-Yoga war. Wie ich von dort auf „fallende Birne“ komme? Ganz einfach: Diese besondere Variante hilft dir, die in deinem Körper versteckte Birne loszulassen, den Piriformis-Muskel. Und weil man sich dabei deutlich nach außen lehnt, entsteht ein Gefühl des Zur-Seite-Fallens.

Piriformis bedeutet „birnenförmig“ – und das trifft auf diesen kleinen Muskel auch zu. Er liegt ziemlich weit innen, verborgen unter dem großen Gesäßmuskel, Gluteus Maximus. Dort spielt er trotz seiner geringen Größe eine zentrale Rolle, denn er verbindet (gemeinsam mit ein paar anderen Außenrollern) das Kreuzbein, Os Sacrum, mit dem Femur, dem Oberschenkelknochen.

Sobald dieser Muskel „arretiert“ (als Osteopath*innen sprechen wir nicht mehr von verkürzten Muskeln, sondern von Muskeln, die in ihrer Verlängerbarkeit gestört sind), kann der Piriformis auf den darunter liegenden Ischiasnerv drücken. Das wiederum kann ähnliche Symptome wie bei einem Bandscheibenvorfall auslösen, zum Beispiel Gesäßschmerzen, die über das Bein bis in den Fuß ausstrahlen können und beim Gehen verstärkt werden. Regelmäßiges Bewegen und effektives Dehnen kann hier für Abhilfe sorgen.

Lesetipp: „Yoga bei Ischias-Schmerzen“

Macht das Spaß?

Auf jeden Fall. Diese fallende Birne birgt so gut wie keine Risiken, weshalb jede und jeder davon profitieren kann.

Muss ich das können?

Hier geht es weniger darum, etwas zu können, sondern darum, ein Feingefühl in der Unterscheidung zu entwickeln: „Spüre ich gerade einen Dehnungsreiz? Oder handelt es sich um einen Überdehnungsschmerz?“ Je mehr wir uns auf die eigene Praxis einlassen und ins Spüren kommen, desto besser können wir nicht nur mit intensiveren Yogahaltungen umgehen, sondern uns auch im Alltag geschmeidig bewegen.

Was muss ich dafür tun?

Vorbereitend fast nichts. Umgekehrt kann dich diese Haltung auf die intensive Drehung in Ardha Matsyendrasana vorbereiten, vor allem aber auf die typischen Hüftöffner-Übungen. Wenn du mit denen auf Kriegsfuß stehst, dann ist die fallende Birne ein Geschenk für dich!

Step by step in die fallende Birne

  1. Setze dich mit nach vorne ausgestreckten Beinen auf deine Matte. Ziehe deine linke Ferse zum rechten Gesäß und kreuze deinen rechten Fuß über den linken Oberschenkel – du kennst das vermutlich vom Drehsitz (Ardha Matsyendrasana).
  2. Da es hier nicht um die Drehung geht, sondern um die Dehnung der tiefen Hüftmuskulatur, darf sich dein rechter Sitzknochen vom Boden lösen (anders als bei der klassischen Form von Ardha Matsyendrasana).
  3. Umgreife dein rechtes Knie zuerst mit dem linken Arm und ziehe das Knie sanft noch etwas dichter nah zu dir heran. Wenn möglich, legst du deine rechte Hand um den linken Ellenbogen.
  4. Lass den Nacken lang und lehne dich nun mit der linken Schulter nach außen in Richtung Boden, bis du die Dehnung tief im rechten Gesäß spürst. Schließe gerne deine Augen, lausche auf deinen Atem und lass dich innerlich auf die Dehnung ein.
  5. Wenn du das Gefühl hast, die Dehnung noch etwas intensivieren zu wollen, kannst du das Knie des aufgestellten Beins etwas näher zu dir heranziehen oder dich weiter zur Seite lehnen. Aber Vorsicht: Die Dehnung sollte spürbar sein, aber nicht schmerzhaft – dosiere den Stretch also so, dass er stimmig ist. Bleibe 60 bis 90 Sekunden in der Haltung, dann löst du sie behutsam auf und wiederholst das Ganze noch einmal seitenverkehrt.

Jelenas eBooks und Events findest du unter: kickassyoga.com.

Kennst du auch schon das „verdrehte Boot“ aus Jelenas letzter Kolumne?

#52 Lu Jong – das tibetische Heilyoga – mit Ute Schaber

Entdecke die heilende Kraft der alten Bewegungen vom Dach der Welt

In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ will Susanne mehr über das tibetische Heilyoga – genannt Lu Jong – wissen. Lu Jong besteht aus Körperbewegungen, welche vor über 8000 Jahren in Tibet entstanden sind. Die Lu Jong Praxis stammt aus der Tantrayana- und Böntradition und basiert auf der tibetischen Medizin. Zu Gast ist Yogalehrerin Ute Schaber. Sie ist seit fast 20 Jahren Schülerin von Tulku Lobsang, einem tibetischen Meister, der Lu Jong in den Westen gebracht hat.

Ute erläutert die wörtliche Bedeutung von Lu Jong und wie dieses alte Bewegungssystem wirkt. Dann erzählt sie davon, wie sie den tibetischen Mönch Tulku Lobsang kennen und schätzen gelernt hat und verrät, warum er sich entschieden hat, das uralte tibetische Wissen für den Westen aufzubereiten. Sie erläutert die Grundprinzipien der tibetischen Medizin, die fünf Elemente und die sogenannten Lebenssäfte. Diese setzt sie in Beziehung zu den Übungen des Lu Jong. Dabei beschreibt sie auch das Verständnis von Krankheit in der tibetischen Medizin und macht dadurch deutlich, wieso die Lu Jong-Praxis zu heilen vermag.

Dr. Ronald Steiner: Alignment Cues für Bakasana

Der Kranich ist eine Armbalance auf gestreckten Armen: Die Beine sind kompakt gebeugt. Die Knie stützen in den Achselhöhlen ab, die Zehen berühren sich – voilà! Leider liest sich das einfacher, als es ist. Hier erklärt dir unser Alignment-Profi Dr. Ronald Steiner, worauf du achten musst, damit dein Vogel abheben kann.

Text: Dr. Ronald Steiner / Fotos: Richard Pilnick

Wirkung von Bakasana (Kranich)

Bakasana entwickelt die Schulterblattkontrolle und aktiviert die Körpermitte. Zusätzlich fördert die Haltung das Gleichgewicht.

So geht’s

Step 1: Beginne in einer hockenden Position und setze deine Hände mit etwas Abstand vor den Füßen auf dem Boden auf.

Step 2: Lehne deine Knie nach vorn, möglichst weit oben gegen die Oberarme und strecke langsam deine Beine. Am Endpunkt dieser Bewegung berühren nur noch die Zehenspitzen den Boden.

Step 3: Ziehe deine Oberschenkel fest an den Rumpf, während du deine Arme nach vorne bewegst und dein Gewicht verlagerst. Dabei heben sich die Füße mühelos vom Boden ab.

Step 4: Beuge deine Knie, bis die Zehen sich berühren und ziehe die Fersen dicht an die Oberschenkel.

Alignment-Tipps für Bakasana (Kranich)

Enge Hände: Die Hände bilden in dieser Haltung das Fundament. Platziere sie schon von Anfang an (Step 1) etwas enger als Schulterbreite. Der Grund: Beim aktiven Vorschieben der Schultern (Step 3) verringert sich die Schulterbreite. Der Handabstand sollte dieser dann entstehenden Breite entsprechen. So kann die Kraft am besten vom Rumpf auf den Boden übertragen werden.

Finger weit: Auch die Positionierung der Hände selbst ist entscheidend. Lasse zwischen den einzelnen Fingern genug Abstand, ohne sie allerdings allzu weit zu spreizen, denn das würde die Handwurzel ebenfalls verbreitern. Da diese zwischen den Stacheln von Elle und Speiche eingespannt ist, würde sich dadurch die Flexibilität im Handgelenk reduzieren. Am besten richtest du die Zeigefinger in gerader Linie vor dem zweiten Mittelhandknochen aus.

Lesetipp: „Handgelenk-Anatomie mit Dr. Ronald Steiner“

Hände ausgedreht: Die Hände sind so platziert, dass der zweite Mittelhandknochen und der Zeigefinger leicht nach außen weisen. Da die Innenrotation zwischen Elle und Speiche anatomisch bedingt limitiert ist, gibt diese Handposition den Schulterblättern Freiheit sich optimal zu positionieren.

Gewicht auf den Fingerwurzeln nach vorne: Als letzten Aspekt des Fundamentes verlagerst du dein Gewicht von der Handwurzel weg nach vorne. Fast so, als wolltest du den Handballen etwas abheben. Dadurch kannst du eine Überlastung im Handgelenk vermeiden.

Schultern aktiv: Schiebe die Arme mitsamt den Schultern aktiv in die Länge, als wolltest du die Achselhöhlen vor dem Körper zueinander schieben. Diese Rundung gibt dem Rücken, ähnlich wie einem gerollten Blatt Papier, mehr Stabilität. Ob dir das gelingt, kannst du an den oberen Flanken gut spüren. Dort setzt der vordere Sägezahnmuskel (M. Serratus Anterior) an den Rippen an. Er zieht die Schulterblätter nach vorn und trägt hier das gesamte Gewicht.

Gerade Arme von Anfang an: Auch wenn die Alternative mit gebeugten Ellenbogen (siehe unten) eine gute Vorübung ist: Bist du erst einmal so in der Haltung, wirst du die Arme kaum noch strecken können.

Rumpf einrollen: Anstatt nur die Knie an den Armen abzustützen, rollst du dich aktiv ein. Etwa so, als wolltest du mit dem Bauch einen Ball umfassen. Drücke dabei die Oberschenkel fest gegen die Rippen. So kommen die Knie relativ mühelos bis an die Achselhöhlen und berühren die Oberarme nur relativ sanft. Sogar ein Anheben des Rumpfes wird aus dieser Aktivität möglich.

Alternative Form: Kakkasana

Deutlich einfacher als Bakasana (der Kranich) ist Kakkasana (die Krähe). Anstatt der zuvor beschriebenen Aktivität von Rumpf und Schulterblatt reicht hier ein simpler Balance-Akt: Die Ausgangsposition ist ganz ähnlich wie bei Bakasana, lediglich die Handposition ist hier etwas breiter. Nun kannst du die Ellenbogen so beugen, dass die Unterarme senkrecht stehen. Platziere die Knie so an den Ellenbogen, dass sie einen sicheren Halt finden. Jetzt musst du nur noch dein Gewicht über die Knie auf die Ellenbogen verlagern. Deine Füße heben von alleine ab.

Schon gelesen? In Dr. Ronald Steiners letzter „Alignment Cues“-Kolumne ging es rund um die Ausrichtung von Utkatanasa (der Stuhl):


Mehr zu Dr. Ronald Steiner findest du auf ashtangayoga.info.

Dort findest du auch eine extra Seite zu Bakasana: de.ashtangayoga.info/bakasana-a-ronald/

Hör auch gerne mal rein bei uns im Podcast. Da gibt es ein spannendes Interview mit Dr. Ronald Steiner über Ashtanga Yoga:

So einfach stärkst du deine Resilienz und Selbstliebe

Stehst du ständig unter Strom oder bist immer in Sorge, ob ja alles gut geht? Vielleicht bist du Meister*in im Verdrängen und Aufschieben oder gegenüber anderen immer die/der Nette, außer zu dir selbst? Das mag daran liegen, dass dein Nervensystem einfach nicht reguliert ist. Mit welchen Methoden du eine Lösung für dich finden kannst, erklärt dir Coach und Therapeutin Sasja Metz in ihrem Ratgeber „Goodbye Drama“. *Anzeige

Autorin Sasja Metz kann auf einige Dramen in ihrem Leben zurückblicken. Sie lebte auf der Überholspur und war die gestresste Super-Woman, bis sie sich dazu entschließt, mit Somatic Experiencing (SE)® ihr Leben umzukrempeln und durch körperliches Empfinden und Spüren einen nachhaltigen AHA- Effekt erfährt.

Wie groß oder klein ist dein Resilienzbereich?

Damit du die Magie des Nervensystems verstehst und richtig einordnen kannst, führt dich Sasja Metz im Theorieteil ihres Buches in die Grundlagen des Nervensystems und der Traumadynamik ein. Ihre eigene Traumatisierung hat sie erkannt, weil sie ihren Resilienzbereich mit „Window of Tolerance (WoT)“, ein psychologisches Konzept des amerikanischen Psychiatrie-Professors Daniel Siegel, unter die Lupe genommen hat. WoT ist dein persönliches Toleranz-Fenster, das zeigt, was du an täglichen Anforderungen und Stress ertragen kannst und was nicht. Bist du nicht mit dir verbunden, vom Körper getrennt und in der „Über- oder Untererregung“, dann schaust du nur durch ein schmales Fenster und deine Resilienz ist nicht besonders ausgeprägt. Das Gute aber ist, du kannst dein Toleranz-Fenster selbst formen und erweitern.

Raus aus der Drama-Falle

Mit eigenen Geschichten und Beispielen aus ihrer Praxis stellt Sasja Metz dar, wie emotionale Verletzungen Spuren im Nervensystem hinterlassen können. Sind wir nicht in der Balance, ist unser Nervensystem nicht reguliert und schon der kleinste Konflikt bringt uns auf die Palme oder verunsichert uns. Wie aber stärke ich meine innere Resilienz? Wie finde ich zu mehr Selbstliebe? Warum spielt das innere Kind dabei eine Rolle? Diese und weitere Fragen werden beantwortet und die Lösung gleich mitgeliefert. Sie basiert auf unterschiedlichen Körperübungen, die dir helfen, einen Weg aus einem Leben voller Dramen zu finden. Die Übungen sind plausibel beschrieben und leicht nachzumachen.

Körperübung „Der Storch im Salat“

Wann die Übung hilft:

  • In der Über- als auch in der Untererregung
  • Im Hyperarousal
  • Im Hypoarousal

Was du lernst:

  • Erhöhung der Achtsamkeit
  • Erhöhung der Körperwahrnehmung, die dich zu einer besseren Verbindung mit dem Körper und dir selbst führt
  • Dauer der Übung: 8 bis 10 Minuten, Schwierigkeitsgrad der Übung: simpel, Benötigte Utensilien: eventuell ein Stuhl zum Festhalten

So geht’s:

  • Stell dich aufrecht hin, die Füße hüftbreit oder etwas weiter auseinander. Am besten trägst du nur Socken oder bist barfuß, damit du deine Füße gut spüren kannst. Deine Augen sind geöffnet.
  • Du hebst einen Fuß deiner Wahl konzentriert an. Stell dir vor, dass sich unter dem Fuß sehr zäher Klebstoff befindet. Dadurch kannst du den Fuß nur extrem langsam vom Boden entfernen. Wenn jemand anderes ein Video von der Bewegung machen würde, dann müsste man das Video in Fast Forward schalten, damit man überhaupt eine Bewegung sehen kann. Mit anderen Worten: Bis dein Fuß komplett den Bodenkontakt verloren hat, kann es gut und gerne bis zu 60 Sekunden dauern.
  • Du stehst auf einem Bein, der andere Fuß hängt in der Luft. Wenn du magst, dann stütze dich gerne an einem Stuhl ab, um dein Gleichgewicht zu halten. Spüre, wie dein Standbein die Balance halten muss. Verharre für einige Augenblicke in dieser Position. Nun setzt du den „luftigen“ Fuß wieder ab. Auch das wieder im langsamsten Zeitlupentempo.
  • Stell dir vor, dass die Luft zwischen deinem Fuß und dem Boden eine zähe, dichte Masse ist. Es braucht Kraft und Anstrengung, um dort hindurchzukommen. Bis du wieder auf deinen beiden Füßen stehst, darf es bis zu 60 Sekunden dauern.
  • Mit beiden Füßen stehst du nun fest auf dem Boden. Spüre nach. Gibt es eine Veränderung im bewegten Fuß? Hat sich etwas im Körper verändert? Horche in dich hinein.
  • Dasselbe Spiel folgt mit dem anderen Fuß. Nimm dir auch hier ausreichend Zeit.
  • Zum Abschluss spürst du intensiv nach: Fühlen sich deine Füße anders an als zu Beginn der Übung? Wie fühlt sich dein Körper insgesamt an? Diese Übung ist eine gute Möglichkeit für dich, den Zauber der Langsamkeit lieben zu lernen.
    (Diese Übung ist ein Auszug aus dem Buch “Goodbye Drama”)

© Saja Metz
© Sasja Metz

Über die Autorin

Sasja Metz, Autorin, Coach und Traumatherapeutin ist eine der bekanntesten Nervensystem-Expertinnen im deutschen Raum. Seit Jahren übersetzt sie die Nervensystemsprache verständlich und humorvoll für Frauen. Die Vision von Sasja Metz ist, dass die Regulation des Nervensystems bereits in der Schule unterrichtet wird. Mit der Entwicklung der InnerParents-Methode revolutioniert sie den Markt der Persönlichkeitsentwicklung. Tiefsitzende Glaubenssätze und Herausforderungen, die ihren Ursprung im Unterbewusstsein haben, können so endlich transformiert werden. Sie ist die Erfinderin der kölschen Comedy-Figur „Annemie“, die den Kampf mit ihrer Psyche auf die Schippe nimmt. https://sasjametz.com und https://elopage.com/s/sasjametz



Sasja Metz
Goodbye DRAMA


Selbstliebe, Resilienz und Ausgeglichenheit fördern
Mit zahlreichen Körperübungen aus dem Somatic Experiencing® und anschaulichen Beispielen aus der Praxis der Therapeutin. Zum Buch Goodbye Drama



272 Seiten, Paperback, Klappenbroschüre, erschienen im Irisiana Verlag, Penguin Random House Verlagsgruppe