Berghaltung

    Tadasana , Samasthiti
    0
    2136
    Asana Infos

    Level:

    Typen:

    vorbereitende Haltungen:

    Zurück
    Tada = Berg; Asana = Haltung

    Die Bezeichnung Samasthiti (Sama = aufrecht, gerade, Sthiti = stehen, bleiben) kann je nach Schule gleichbedeutend sein mit Tadasana oder eine Variante der Haltung mit aktiv nach unten gestreckten Armen und Händen bezeichnen.

    Schritt für Schritt

    1. Richten Sie im Stehen die Füße so aus, dass die zweiten Zehen (die neben den großen Zehen liegenden) parallel sind. In der klassischen Variante berühren sich die Großzehen, Sie können aber auch einen etwa hüftbreiten Abstand der Füße wählen. Heben Sie die Zehen nochmals an, spreizen Sie sie etwas und legen Sie sie dann wieder weich ab. Rollen Sie eine Weile auf den Fußsohlen vor und zurück und nach rechts und links. Dann lassen Sie diese Bewegungen immer kleiner werden, bis Sie still stehen und Ihr Gewicht gleichmäßig auf den Füßen verteilt ist.
    2. Aktivieren Sie die Oberschenkel und heben Sie die Kniescheiben. Ziehen Sie die inneren Fußgelenke nach oben, um die Fußgewölbe zu kräftigen. Stellen Sie sich eine Energielinie vor, die von diesen Gewölben aus aufsteigt, an den Innenseiten der Beine entlang bis in die Leisten und von dort durch die Mitte des Rumpfes, durch die Brust, den Hals und den Kopf bis zur Schädeldecke.
    3. Drehen Sie die Oberschenkel leicht auswärts, ziehen Sie das Steißbein sanft Richtung Boden und heben Sie das Schambein. Schieben Sie die Schulterblätter zuerst gegen den Rücken, dann breiten Sie sie zu den Seiten aus und lassen sie sinken. Heben Sie das Brustbein, ohne die Rippen nach vorn zu drücken, und bringen Sie Weite zwischen die Schlüsselbeine. Die Arme hängen entspannt am Körper herab.
    4. Lassen Sie die Schädeldecke mittig über dem Becken schweben. Die Unterseite des Kinns steht waagerecht, die Kehle ist weich, die Zunge vom Gaumen gelöst und der Blick entspannt.
    5. Tadasana wird zwar zumeist als Ausgangsposition für andere Stehhaltungen genützt, es lohnt sich aber diese Haltung auch einzeln zu üben und ein Gespür für die vielen Details und Feinheiten zu entwickeln. Bleiben Sie zunächst 30 Sekunden bis 1 Minute lang in der Haltung und steigern Sie sich nach Belieben.

    Tipps

    Variationen: Man kann die Haltung durch eine Vielzahl verschiedener Armhaltungen abwandeln, zum Beispiel Urdhva Hastasana (nach oben gestreckte Arme), waagrecht nach vorn oder auf Schulterhöhe zu den Seiten gestreckt. Dabei können die Handflächen je nach Variante einander zugewandt, nach oben oder unten gerichtet sein, außerdem kann man die Hände um 90 Grad nach oben oder unten abwinkeln. Beobachten Sie bei allen Variationen, welche Auswirkungen sie auf die Statik und die feinen Details von Tadasana haben, insbesondere auf die Aufrichtung des Beckens.

    Eine weitere Variation ist das Schließen der Augen, das eine Herausforderung an das Gleichgewicht darstellen kann.

    Prägen Sie sich das mit Tadasana verbundene Gefühl von Stabilität und Mühelosigkeit ein und versuchen Sie, diese Empfindung auch in anspruchsvolleren Stehhaltungen wiederzufinden.

    Wirkungen

    • verbessert die Haltung
    • kräftigt die Beine
    • kann bei Ischialgie lindernd wirken

    Gegenanzeigen