Die Redaktion testet: Das Naturhotel Chesa Valisa

Naturhotel Chesa Valisa

Ihr seid reif für die Insel und sehnt euch nach Yoga, Ayurveda und Entspannung, möchtet aber der Umwelt und eurem Stresslevel zuliebe keine lange Flugreise antreten? Dann ist das Naturhotel Chesa Valisa im österreichischen Kleinwalsertal, direkt hinter der Grenze, genau das Richtige für euch. Unsere Kollegin Jenny hat das Hotel auf Herz und Nieren geprüft und schon mal vorgekostet … //anzeige

“In den Bergen ist Freiheit”

WANDA RUTKIEWICZ

Seit Wochen freue ich mich auf die Auszeit im Chesa Valisa, endlich ein Tapetenwechsel! Bereits die Fahrt ins Kleinwalsertal ist atemberaubend und lässt mich einen Gang zurückschalten, denn der Weg führt durchs wunderschöne Allgäu. Dieses Gefühl, wenn die Bergkette immer näher auf einen zukommt, lässt mich tief durchatmen. Da ich in der Nähe von München wohne, erreiche ich bereits nach ca. zweieinhalb Stunden das Hotel im österreichischen Hirschegg und fühle mich sofort entspannt, ganz ohne Reisestrapazen. Mich erwarten drei Tage Yoga, gutes Essen und Wellness – aber lest selbst, was ich dort erlebt habe …

Holz vermittelt Wärme und Geborgenheit

Als allererstes schalte ich mein Handy aus, denn ich möchte jeden Moment ganz intensiv erleben, ohne von irgendwelchen, meist banalen News abgelenkt zu werden. Auf dem Weg zur Lobby fällt mir auf Anhieb die geradlinige Architektur mit vielen Holzelementen des Hotels auf, was mir sehr gut gefällt. Ich liebe Holz, ob in Form von Häusern, schicken Möbeln oder im Urzustand der Bäume. Für mich vermittelt es ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit und der Verbindung zur Natur.

Das Chesa Valisa Hotel besteht aus mehreren Gebäuden, die neuen Komplexe sind komplett mit einer Holzfassade versehen, das alte Haupthaus, das bereits im Jahr 1507 erbaut wurde, ist im für die Region typischen Alpenstil gestaltet. Sofort fühle ich mich hier wohl, spüre eine besondere Energie der Erde und kann den Alltag vor der Tür lassen. Im Zimmer angekommen, fällt mir die puristische Ausstattung ins Auge: Lehmwände und cleane Möbel, gepaart mit grau-weißen Stoffen. Keine Bilder oder sonstiger Schnickschnack, der ablenken könnte vom Wesentlichen. I like!

Changemaker Hotel: achtsames Reisen

Mein erster Tag beginnt bei einer Tasse Tee und einem sehr inspirierenden Gespräch mit Natalie aus dem Marketing-Team. Durch sie erfahre ich z.B. dass Nachhaltigkeit hier wirklich gelebt wird, denn das Hotel gehört zu den sogenannten klimaneutralen Hotels und ist darüber hinaus Mitglied im Verbund der Changemaker Hotels, der sich für umweltbewusstes und achtsames Reisen einsetzt. Bezogen auf das Konzept im Chesa Valisa bedeutet es, dass z.B. Heizung und Warmwasseraufbereitung auf Basis erneuerbarer Energiequellen wie Sonne, Pellets und Wärmerückgewinnung aufgebaut sind. Darüber hinaus regulieren die Lehmwände auf ganz natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Der Pool, der mit eigenem Quellwasser gefüllt ist, wird mit ionisiertem Salz gereinigt. Das Besondere: Sogar die Putzmittel basieren auf Basis von reinigungs-effektiven Mikroorganismen. Dazu sorgen Vollholzmöbel und Netzfreischaltung sowie reduzierter Elektrosmog für ein gesundes Raumklima. Unglaublich, aber wahr: Das gesamte Hotel wurde aus nur vier Rohstoffen gebaut (Holz, Glas, Stein und Lehm), die sich perfekt in die umgebende Natur einfügen

Interessant ist auch, dass das Hotel in Anlehnung an die vier Elemente Feuer, Luft, Wasser und Erde konzipiert ist, und so befinden sich an verschiedenen Orten immer wieder entsprechende Skulpturen, Wasserquellen o.ä. 

Zur Ruhe kommen im Spa des Chesa Valisa

Am Nachmittag erkundige ich dann den Spa-Bereich. Zwischen den Saunagängen und meinen Bahnen durch den Outdoor-Pool genieße ich in einer der Schwebeliegen den herrlichen Blick auf die Berge und lasse meine Gedanken davonziehen. Runterkommen, zur Ruhe kommen und eins werden mit der Natur gelingt hier auf jeden Fall. Zurück im Zimmer, spüre ich eine angenehme Schwere und verschwinde erst einmal im Land der Träume. 

Die VErnunft beginnt bereits in der Küche

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Essen bedeutet für mich Genuss und Lebensfreude. Ganz wichtig: Bevor ich ein Hotel buche, schaue ich mir mittlerweile ganz genau das Speiseangebot an, denn ich lebe seit vielen Jahren vegan, aus Mitgefühl zu den Tieren. Vor allem in Bayern habe ich hier leider schon oft enttäuschende Erfahrungen gemacht, mit fleischlastigen Speisekarten aus dem Mittelalter. Im Chesa Valisa ist das anders, denn es gibt jeden Tag ein veganes Menü zur Auswahl, und donnerstags ist sogar „Grüner Tag“, d.h. es landen weder Fisch noch Fleisch auf den Tellern.

Im Naturhotel gibt es vegane, ayurvedische und omnivore Speisen – eine Küche, die auf saisonale, naturbelassene, regionale und biologische Lebensmittel setzt. Alles wird frisch zubereitet, Mehl selbst gemahlen, um damit fast täglich frisches Brot zu backen. Und wer Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten hat, stößt im Naturhotel nicht auf verständnislose Blicke. Küchenchef Andreas Ziep kümmert sich persönlich um die Zusammenstellung eines entsprechenden Speiseplans. Blumen und Kräuter kommen aus dem hoteleigenen Bauerngarten – angebaut im Biodynamischen Stil, mit eigenem Dünger und Wiederverwertung der Reste.

Besonders beeindruckend finde ich das wirklich große Angebot am Salat-Buffet, an dem sich die Gäste sich übrigens auch mittags bedienen können. Ob Quinoa-, Karotten- oder Rucola-Salat mit Kürbiskernöl – mein Teller schaut aus wie ein buntes Vitamin-Potpourri. Yummi! 

Yoga, Ayurveda und Panchakarma 

Der zweite Tag steht – nach einem ausgiebigen Frühstück und einer Wanderung – ganz im Zeichen des Yoga und so entscheide ich mich für die Prana Vinyasa Flow-Yoga-Einheit am Nachmittag mit Chamal aus Sri Lanka. Mir gefällt seine ruhige Art zu unterrichten, und die Pranayama-Übungen zum Schluss bringen mich nochmal so richtig runter. 

Klar, dass wir bei YogaWorld vor allem einen Blick auf die Yoga-Angebote werfen, und da muss ich sagen, punktet das Chesa Valisa gleich doppelt. Zum einen mit Yoga: mindestens 2-mal pro Tag stehen Yoga-Einheiten auf dem Plan. Dabei können Hotelgäste mit 5 verschiedenen Lehrer*innen üben und für jeden ist etwas dabei: Prana Vinyasa Flow Yoga, klassisches Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Elemental Yoga & Gravity Yoga oder sportliche Hatha Yoga Einheiten mit physiotherapeutischem Hintergrund. Daneben gibt es speziell buchbareYoga- Retreats wie “Yoga & Stille” oder eine Intensiv-Yogawoche mit externen Lehrern, die z.B. Yoga-Sessions mit Wanderungen in der Natur verbinden. Mein Tipp vor der Yoga-Einheit: Eine Wanderung in die Kleinwalsertaler Berge und zu den Bienen – denn das Naturhotel beherbergt 20 eigene Bienenvölker.

Love your Body: Das AlpinSPA

Falls ihr tiefer in die Ayurveda-Lehre eintauchen möchtet, kommt ihr auch hier voll auf eure Kosten, denn der hoteleigene Ayurveda-Arzt Dr. Dinu stimmt nach Konstitutionsgesprächen und Pulsdiagnosen die jeweils passenden Behandlungen und Ganzkörpermassagen auf Yogi*nis ab und gibt hilfreiche Empfehlungen für Ernährung und Co. Mein Favorit: Die Kundalini-Massage, also eine 60-minütige ayurvedische Rücken-Spezialmassage, durch die häufig blockierte Energie gelöst werden kann. Ziel ist es, die Lebenskraft zu wecken, die im Becken ruht.

Neu sind die Panchakarma-Kuren, die seit Kurzem im Chesa Valisa angeboten werden. Hier könnt ihr euch 14 Tage lang mit Ölen aus Indien und ganz ohne Jetlag behandeln und so Körper und Geist entschleunigen. An meinem dritten und letzten Tag im Naturhotel entscheide ich mich erneut für die Yoga-Session mit Chamal, aber zuvor lasse ich mich im Spa-Bereich verwöhnen.

Der Duft nach Holz, ätherischen Ölen und Gewürzen und ausgesuchten Kräutern … Klar, dass zu so einem Hotel auch ein gutes Spa gehört: Panorama-Sauna und beheizter Quellwasser-Pool mit Blick auf die umliegenden Zweitausender wie Widderstein, Kanzelwand usw., Sonnenbalkon mit Schwebeliegen, Soledampfbad, In-& Outdoor-Kneippbecken sowie Infrarotkabinen – ich würde sagen, so lässt es sich aushalten.

Übrigens: Auch im Wellnessbereich setzt das Naturhotel Chesa Valisa auf 100% Bio: für Gesichtsbehandlungen verwenden die Kosmetikerinnen rein die veganen Kosmetikmarken Pharmos Natur (aus Bayern) und MARÌAS (aus Salzburg). Unser Tipp: Das “Love your Age Power Treatment”. Kollagenpower-Lieferanten wie Avellana, Cranberry, Moringa und afrikanische Schwarzbohne verbessern die Dichte der Haut und polstern kleine (oder auch größere) Fältchen auf. 

Fazit: 

Ich fühle mich tatsächlich nach „nur“ drei Tagen im Chesa Valisa erholter als nach meinem einwöchigen Urlaub Anfang des Jahres auf Fuerteventura und habe ein besseres Gewissen in Bezug auf meinen CO2-foodprint. Besonders gut hat mir die Mischung aus Ruhe und Bewegung gefallen. Es gibt übrigens auch manchmal Live-Musik am Abend sowie eine Tischtennisplatte, einen Billard-Raum und ein Klavier, sodass man nach dem Essen ein bisschen Entertainment erleben kann. Für mich die perfekte Kombi – oder wie es mit den Worten von Pink Panther zu sagen: „Ich komme wieder, keine Frage.“


Mehr Info: naturhotel.at

Mit Human Design deine Energie verstehen lernen

Wie der Begriff schon verrät, geht es im Human Design darum, wie ein Mensch gestaltet ist. Doch es zeigt nicht auf, wie ein Mensch aussieht, ob er eine große oder kleine Nase, ein rundes Gesicht hat oder welche er Kleidung trägt. Human Design nimmt eine andere Ebene ins Visier, und zwar die energetische. Unsere Gast-Autorin Stephanie Löber gibt dir eine Einführung in das komplexe System der Differenzierung.

Text & Fotos: Stephanie Löber

Human Design ist eine Synthese aus den vier alten Weisheiten – nämlich der westlichen Astrologie, dem chinesischen I’Ging, der jüdischen Lehre der Kabbala und der Chakrenlehre, die ebenfalls aus dem Yoga bekannt ist. Dazu kombiniert es Wissen aus modernsten Wissenschaften wie der Quantenphysik und Epigenetik. Daraus entstanden ist eines der komplexesten Systeme, um den Fluss der Energien von Menschen zu verstehen.

Es ist eine Art innovatives und neuartiges Tool zur Einschätzung der Persönlichkeit und ein Weg, der die Selbstwahrnehmung stärkt, sowie ein besseres Verständnis und eine Bewusstheit für sich selbst und seine Umwelt schafft. Einerseits kann es unglaublich spirituell genutzt werden und unsere Seelenebene aufzeigen, andererseits beinhaltet es praktische und lebensnahe Tipps, um in die eigene Kraft zu kommen. Na, bist du nun neugierig?


Podcast-Folge zu Human Design: So lebst du dein kosmisches Potential

Stephanie Löber erklärt, wie du dein kosmisches Potential entfaltest. Als Holistic Human Design Coach Stephanie Löber gibt sie in dieser Folge vom YogaWorld Podcast eine zeitgemäße, leicht verständliche Einführung in Human Design.


Die Lebenschart – eine Abbildung deiner Energie

Das Human Design-System wurde 1987 von Robert Alan Krakower, der sich später zu Ra Uru Hu umbenannte, gechannelt und somit von ihm auf diese Welt gebracht. Aus den Kombinationen der oben genannten Weisheiten entstand eine Lebenschart, eine Art Körpergrafik, die die uns innewohnenden komplexen Energien in übersichtlicher und vereinfachter Form darstellt. Diese Lebenschart macht es uns möglich, die unsichtbaren Energien, Stärken und Potenziale, die in uns allen schlummern, sichtbar zu machen. 

Um deine Lebenschart zu erstellen, benötigst du dein Geburtsdatum, deine exakte Geburtszeit und deinen Geburtsort.


Hier eine Beispiel-Chart für den Typ „Manifestierender Generator“

In der Lebenschart befinden sich verschiedene Elemente, wie die neun Center (abgeleitet aus den sieben Chakren), die 64 Tore (aus den 64 Hexagrammen des I’Gings) und 36 Kanäle, die den Energiefluss zwischen den Ebenen aufzeigen und durch den Stand der 13 bewussten und unbewussten Planeten(punkte) bestimmt werden. Zu den Centern zählen Wurzel, Sakral, Milz, das emotionale Solarplexus, Ego/Herz, Selbst, Verstand und Krone. All diese Center sind Energieknotenpunkte, mit körperlichem Bezug und energetischer Wechselwirkung, ähnlich wie in der Chakrenlehre, die auch im Yoga einen wesentlichen Einfluss hat. 

Im Human Design können diese Center nun entweder definiert sein (das heißt farbig in deiner Lebenschart dargestellt werden) oder undefiniert sein (und somit keine Farbe in sich tragen). Diese Information schenkt uns bereits erste Hinweise über die dir innewohnende Kraft und Energie. Im Zusammenspiel mit anderen Menschen schenkt sie uns außerdem Verständnis für Triggerpunkte und Gemeinsamkeiten. 

So steht das Sakral im Human Design beispielsweise für Lebensfreude, Schöpferkraft, Kreation und Ausdauer. Ist dein Sakral definiert, so hast du einen dauerhaften Zugang zu diesen Energien, vorausgesetzt du nutzt sie im höchsten und besten Sinne, indem du aus Freude kreierst und erschaffst. Ist das Sakral nicht definiert, kann es sein, dass du permanent das Gefühl hast, dass du eigentlich mehr schaffen müsstest und keine Ausdauer hast. Diese wird nur im Zusammenspiel mit anderen freigesetzt, ist aber keine konstante Kraft in deinem Leben.

All dies ist weder gut noch schlecht, sondern zeigt uns einfach nur, wie wir energetisch dafür gemacht sind, unser Leben zu gestalten. Zudem können wir aus der Human Design Chart, wie sie auch genannt wird, bestimmte Informationen ablesen, was unsere Potenziale und Stärken, Bedürfnisse in Partnerschaft und Zusammensein sind, was unser Kraftort und Inkarnationsthema ist, wie uns andere Menschen sehen und welche Persönlichkeitsanteile wir in uns erkennen. Des Weiteren kann uns die Chart Hinweise für unsere Ernährung, unsere innere Motivation und noch so viel mehr liefern.

Dies.Das.Asanas mit Jelena Lieberberg: Das verdrehte Boot

Im Sommerurlaub hat sich Jelena Lieberberg nicht nur an Sonne und Meer gefreut, sie ist auch Boot gefahren. Natürlich hat sie sich nicht mit einem ganz normalen Navasana begnügt, sondern eine neue Variante ausgedacht. Auch wenn der Sommer etwas zurückliegt – ist das Boot in der Yogapraxis eine kraftvolle Ergänzung.

Text: Jelena Lieberberg / Foto: Sofia Gomez Fonzo

Sommer, Sonne, Kaktus. Beziehungsweise in meinem Fall: Sommer, Sonne, Boot fahren! Die klassische Bootshaltung heißt auf Sanskrit Navasana. Du kennst sie sicher: Auf dem knöchernen Dreieck von Sitzknochen und Steiß balancierend streckst du Beine und Arme in der Luft nach vorn – und arbeitest dabei ziemlich kräftig mit deinen Rumpfmuskeln. In dieser Variante setzen wir Segel zu einem etwas komplizierteren Manöver: Also fertig zur Wende – wir stabilisieren weiterhin den Rumpf, nehmen aber eine Drehung dazu und halten dabei das Gleichgewicht. Das wird ziemlich wackelig, aber wie überall wird es mit etwas Übung auch immer leichter …

Macht das Spaß?

Auf jeden Fall. Denn wacklig wird es allemal (allerdings zum Glück ohne Seekrankheit) – und wer schon die Erfahrung gemacht hat, dass manche Dinge mehr Übung brauchen, wird auch hier nicht verzagen, sondern ein Spiel daraus machen. Ein Warm-up mit aktiven Dehnungen hilft dabei, sich leichter in diese Position hinein zu drehen.

Muss ich das können?

Nein, wie immer gilt: Wer gerne probiert und spielt, ist herzlich dazu eingeladen, Balancefähigkeiten, Beweglichkeit und Fingerspitzengefühl zu testen. Da ich für euch immer auf der Suche nach Hybridpositionen bin, bei denen das Verletzungsrisiko gegen 0 geht, dürft ihr auch hier nach Herzenslust herumrollen, falls es mit der Balance noch nicht so ganz klappt. Wer allerdings mit Verletzungen am Gesäß, Steißbein oder am Ursprung der ischio-cruralen Muskulatur zu kämpfen hat (die sitzt in der Tiefe der Sitzfläche, ganz oben an der Rückseite des Oberschenkels), lässt diese Variante lieber aus.

Was muss ich dafür tun?

Jegliche Dehnungen der rückwärtigen Faszienlinien sind hilfreich: Dazu gehören Vorwärtsbeugen, herabschauender Hund und Flows. Außerdem solltest du die Wirbelsäule mit Drehungen im Sitzen geschmeidig machen. Auch der Kompass, bei dem im einfachen Schneidersitz ein Bein mit der jeweils gegenüberliegenden Hand gehalten wird, ist eine gute Vorbereitung. Und last but not least die Gedrehte Vorbeuge. Du findest sie auch auf unserer Website:

Step by step in das verdrehte Boot

jelena lieberberg verdrehte boot
  1. Beginne im Sitzen auf deiner Matte (oder auch im Sand am Meer). Greif zunächst für das einfache Boot mit beiden Händen in deine Kniekehlen und zieh deinen Rücken gerade, indem du das Brustbein Richtung Himmel reckst.
  2. Lehne dich nun langsam zurück (ohne dabei rund im Rücken zu werden), bis zuerst deine Fußspitzen zu schweben beginnen. Kleiner Hinweis: Falls Du dabei nach hinten rollen solltest, dann versuche, einfach wieder ins Boot zurück zu rollen. Hebe deine Unterschenkel bis parallel zum Boden und strecke die Füße. Bleibe etwa 5 Atemzüge lang in dieser Haltung. Löse dabei, wenn möglich, deine Hände und strecke sie außen neben den Beinen nach vorn. Danach setzt du die Beine kurz ab, entspannst dich und beginnst dann von vorn.
  3. Strecke nun aus dem Boot den rechten Arm zwischen den Beinen nach vorn. Ziehe dein rechtes Knie mit der Kraft der Bauchmuskeln zu dir heran und greife den rechten Fuß mit deiner linken Hand. Strecke langsam dein rechtes Bein nach oben. Halte die Balance aus deiner Körpermitte und rotiere dich dabei zur linken Seite.
  4. Denke mit jeder Einatmung an Länge im Rücken und vertiefe den Twist ganz sanft mit den Ausatmungen. Bleib etwa 5 Atemzüge lang in der Haltung. Nach einer kurzen Pause wiederholst du die Übung auf der anderen Seite.

Schau dir auch Jelenas neuestes eBook „Handstand Guide für Beginner“ an. Du findest es unter: kickassyoga.com

Kennst du auch schon die „strahlende Göttin“ aus Jelenas letzter Kolumne?

#34 Was ist Human Design?

Stephanie Löber erklärt, wie du dein kosmisches Potential entfaltest

Human Design – das klingt doch im ersten Moment irgendwie nach Robotern und künstlicher Intelligenz. Aber weit gefehlt: Human Design ist ein Tool zur Persönlichkeitsentwicklung, eine Erfahrungswissenschaft. Es ist ein komplexes System, das moderne Wissenschaften und alte spirituelle Weisheiten miteinander vereint. Und vor allem ist es gar nicht so einfach, es in wenigen Sätzen zu erklären. Holistic Human Design Coach Stephanie Löber nimmt in dieser Folge vom YogaWorld Podcast die Herausforderung an. Im Gespräch mit Susanne gibt sie eine zeitgemäße, leicht verständliche Einführung in das umfangreiche Human Design.

Stephie erklärt zunächst, was es mit dem wichtigsten Werkzeug im Human Design, der sogenannten Chart, auf sich hat. Sie beschreibt die Bedeutung des kosmischen Fingerabdruckes und der Neutrino-Theorie. Neben der Erläuterung weiterer Schlüsselbegriffe teilt Stephanie, wie Human Design ihr eigenes Leben durch ein tieferes Verständnis ihrer Eigen- und Fremdwahrnehmung verändert hat. Sie verrät dir, wie Human Design dir hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Übrigens: Stephanie Löber hat für uns auch einen Artikel zum Thema Human Design geschrieben. Hier kannst du dir unter anderem ansehen, wie eine Lebenschart genau aussieht und dir auch selbst deine individuelle Human Design-Lebenschart erstellen lassen.

Hier geht’s zu Stephanie Löbers Artikel zum Thema Human Design…

Playlist „Presence“ von Lena Jungmann

Unsere Playlist des Monats kommt von der Frohnatur und Yogalehrerin Lena Jungmann. Gerade gegen Anfang jedes neuen Jahres denkt man viel zu viel über Vergangenes oder Ungewisses in der Zukunft nach. Die Playlist ist ein Reminder, innezuhalten und den Moment mit dir selbst zu genießen und zu feiern. Die stimmigen Songs begleiten dich in einer kraftvollen Vinyasa-Praxis oder in einer restorativen Yogastunde und erinnern dich daran, präsent zu sein und im Hier und Jetzt anzukommen.

Playlist „Presence“ von Lena Jungmann

Inspirierend, anregend und belebend wirken die ersten drei Tracks, mit denen du dich gut auf deine Praxis einstimmen kannst. Komm an, verbinde dich mit deinem Atem und finde genau die Bewegungen, die dein Körper in diesem Moment braucht. Lass dich von den sanften Klängen treiben und in einen vollends ruhigen Zustand versetzen. Schwung bringt der vierte Song „Apparently“, den Lena auch gerne hört, um sich auf ihre Stunden vorzubereiten.

„I’ll be letting go now“ ist gegen Ende des Warm-Ups ein tolles Mantra, das in Erinnerung ruft, Anspannungen, Ängste und alle Gedanken, die im Moment nicht nützlich sind, loszulassen. Die Trommeln und Streicher in Pete Kuzma’s „Celeste“ unterstreichen die Freude an der Bewegung, ohne zu sehr von ihr abzulenken. Im Song „Calm Flow“ verbirgt sich Neugierde, die du in deinen Flows unterbringen kannst. Erkunde spielerisch neue und alte Asanas sowie Übergänge und lass dich von den Klängen in ihren Bann ziehen. Die meisten Tracks leben von ihrem Klang alleine, bis dann die rauchig-wohlige Stimme von Trevor Hall in „the old story“ an dich appelliert: „You just gotta let that old story go, you just gotta let that good river flow into your heart.“

Spiele den Song laut während Shavasana, beobachte, was er mit dir macht oder nutzte die Zeit noch für weitere Feel-Good-Stretches und finde dann allmählich deinen Weg auf deinen Rücken für die Endentspannung. Besonders ruhig und stimmungsvoll wird es mit den letzten beiden Tracks, die die Playlist abrunden.

Über Lena Jungmann

Lena Jungmann ist gebürtige Österreicherin und inmitten der Pandemie nach Berlin gezogen, um ein Stück weit mehr zu sich selbst zu finden. „Meine ganze Kindheit habe ich getanzt. Als ich fürs Studium dann umgezogen bin, habe ich Yoga kennen und lieben gelernt.“

Mit 21 Jahren hat sie ihre Yogalehrerinnen-Ausbildung gemacht. Ihre Stunden erinnern an die Kraft, Wärme und Herzlichkeit, die in jedem/jeder von uns stecken. On top gibt es eine Extraportion Achtsamkeit, ein bisschen Humor und aufregende Übergänge.

Mehr über Lena auf Insta @happylenayoga


Eine Yogastunde mit Lena erleben

Mach mit beim „Feel Good Flow“ mit Lena bei der Aktion Kleine Helden am Samstag, 11. Februar 2023 von 10.30 – 11.30 Uhr via Zoom. Gemeinsam mit YogaforCancer erlebst du zwei Tage, die besten Yogalehrer*innen und ein gemeinsames Ziel: so viele Menschen auf die Matte zu bringen wie möglich – für die Kinder. Alle Einnahmen gehen dieses Jahr an die Münchner Kinderpalliativeinrichtung „Kleine Riesen“.

Mehr Infos und Anmeldung über yogaforcancer.de/aktionkleinehelden2023/

Das komplette Line-up und Infos zur Anmeldung…

Fitte Faszien mit Amiena Zylla: Das tanzende Dreieck

Hier bewegt sich das Dreieck ein bisschen wie der tanzende Gott Shiva, den du vielleicht von Skulpturen kennst. Aber anders als er tanzen wir nicht „die Welt in Stücke“: Wir mobilisieren die tiefe Frontallinie der Faszien und finden dabei zu mehr Stabilität im Alltag.

Text: Amiena Zylla / Foto: Susanne Schramke

Wie und wann sollte man im Leben Haltung bewahren? Ich glaube, wir alle kennen Momente, die uns aus dem Gleichgewicht zu bringen drohen. Und manchmal ist es da schon eine große Herausforderung, genau hinzuspüren, ob man in dieser Situation seinen Gefühlen freien Lauf lassen oder lieber die Klappe halten sollte. Gefühlt sind dann das Tragen des Herzens auf der Zunge und der vernünftige Verstand meilenweit voneinander entfernt. Aber zum Glück ist ja noch der Körper da, auf den man zurückgreifen kann. Und tatsächlich ist in diesem Fall eine ganz besondere Faszienbahn eine große Hilfe, die ich dir bisher noch nicht vorgestellt habe: die tiefe Frontallinie, auch Zentralbahn genannt. Mir hilft sie sehr, mich in so mancher Situation auf meine innere Stabilität zu fokussieren und dabei zu wissen, dass es ein Organ gibt, das diese Stabilität wirklich herstellen kann.

Genau wie das Thema „Haltung bewahren“ ist auch der Verlauf dieser Bahn sehr komplex: Sie bildet den Kernbereich des Fasziennetzwerks. Grob gesagt verläuft sie von der Innenseite der Füße aus durch die Mittellinie des Körpers bis zum Kopf. Die Armlinien verbinden die Hände mit dem Rumpf und die Fingerspitzen mit der Wirbelsäule. Der zentrale Kern wird von einem dreidimensionalen „Schlauch“ gebildet, der sich um die Bauch- und Brustorgane schlingt und somit eine Verbindung zu allen äußeren Faszienbahnen bildet. Er durchquert dabei einige entscheidende Strukturen im Körper, unter anderem Hals, Rachen und die Schlundmuskulatur, Zwerchfell, Lungenfell, Herzbeutel und die weiter unten gelegenen Bauchorgane, aber auch Wirbelsäule, Beckenboden, Knie und eben die Füße. Mit anderen Worten: Die tiefe Frontalfaszie ist nicht nur für unsere Statik, sondern auch für eine gut funktionierende Atmung, einen stabilen Beckenboden und einen gesunden Kiefer wichtig.

Indem wir uns auf die tiefe Frontallinie konzentrieren, können wir uns zentrieren, sammeln, zu uns finden, uns auf das Wesentliche besinnen – und somit besser Haltung bewahren, wenn das Leben uns dazu auffordert. Besonders gut gelingt das in der Übung „Das tanzende Dreieck“: Sie stärkt die Anteile der Zentrallinie und durch das Dehnen werden sie stimuliert. Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.

Übung: Das tanzende Dreieck

amiena zylla tanzendes dreieck
  1. Stell dich in eine breite Grätsche. Dreh deine Beine in den Hüftgelenken nach außen, sodass auch die Füße schräg nach außen weisen. Spüre den Kontakt der Füße nach unten und richte dich locker nach oben auf.
  2. Verlagere dein Gewicht nach links und beuge das linke Bein. Hebe die Zehen des rechten Fußes. Das rechte Bein bleibt gestreckt.
  3. Neige deinen Oberkörper etwas nach rechts. Hebe den linken Arm über den Kopf und strecke den rechten parallel zum Bein nach unten aus.
  4. Bleib etwa 30 Sekunden lang in der Haltung und spiele dabei mit ihr (siehe Tipps). Dann kehrst du zurück in den neutralen Stand (Tadasana), spürst etwas nach und wiederholst die Übung auf der linken Seite.

Tipps: Spielerisch Gewicht verlagern

Auch die tiefe Frontallinie liebt das Spielen. Spiele mit der Gewichtsverlagerung nach rechts und links, beweg dein Becken mal nach vorne und hinten, spiele mit verschiedenen Richtungen deines Oberkörpers. Spüre, wo du Dehnung wahrnimmst und spiele auch damit, dich im Ungleichgewicht zu stabilisieren. Beziehe verschiedene Bewegungen deines Kiefers mit ein.

Wirkungen des tanzenden Dreiecks

• Stabilisiert den gesamten Körper

• Sorgt für eine gute Haltung

• Verbessert die Atmung

• Sorgt für einen stabilen Beckenboden

• Kräftigt die Kaumuskukatur

• Harmonisiert den Kiefer


Mehr Tipps und Anregungen von Amiena gibt es hier: youtube.com/amienazylla & auf Instagram @amienazylla

Amiena war auch im „YogaWorld Podcast“ zu Gast und hat dort über ihr Lieblingsthema gesprochen:

#33 Praxisreihe: Pranayama II.

Gitta Kistenmacher führt durch eine Atempraxis mit Bandhas

„Ein Gramm Praxis ist besser als Tonnen von Theorie“ lautet ein bekannter Ausspruch des großen Yogameisters Swami Sivananda. Nur falls du dich gerade gefragt hast, was das hier soll mit der Praxisreihe… Eigentlich willst du dich gerade auf die Couch kuscheln und Susanne und ihrem Gast beim Quatschen zuhören. Netter Versuch, aber heute heißt es abyasa – Yogapraxis.

Also mach dich bereit und praktiziere jeden zweiten Sonntag im Monat mit ausgewählten Yogalehrenden. Es gibt Meditation, Pranayama, Asanas und vieles mehr! Gerne kannst du die Praxis auch mehrfach wiederholen. Dann ist sie besonders wirksam. Wir freuen uns, wenn du von deinen Erfahrungen erzählst. Schreib an Podcast@yogaworld.de oder kommentiere auf Instagram.

In dieser Folge führt dich Gitta Kistenmacher, erfahrene Yogalehrerin und Autorin des Buches „Pranayama“, durch vier Sequenzen:

1. Übung zur Ausatemverlängerung

2. Vorbereitung zweier Bandhas in antara kumbhaka

3. Viloma-Anuloma – Wechselatmung mit jalandhara- und mulabandha in antara kumbhaka

4. Abschluss: ekagrata – die Einpünktigkeit

Dabei lässt sie immer wieder Hintergrundwissen zum tieferen Verständnis der Pranayama-Praxis einfließen.

Jetzt aber wünschen wir dir viel Spaß und inspirierende Erlebnisse!

Jupiter-Power – so wirkt der Planet noch bis zum 20. März 2023

Spürt ihr ihn schon – den Jupiter? Seit dem 21.3.2022 wandert er durch die Sternzeichen. Auf zu neuen Ufern! Habt ihr euch das auch am Jahresanfang gedacht? Es könnte das Motto für das Jahr 2022 gewesen sein, denn Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, übernimmt noch bis zum Frühling 2023 das Ruder und versorgt uns mit Power, Zuversicht und einem glücklichen Händchen für positive Veränderungen. Das hat der Jupiter astrologisch mit uns vor …

Alles wird besser – oder? Jupiter sei Dank!

Ein eher „ernster“ Planet, der 2021 prägende Saturn, stand letztes Jahr an dieser Stelle. Gerne hätten wir damals etwas anderes geschrieben – das erste Corona-Jahr lag hinter uns, überall hoffte man auf mehr Leichtigkeit, doch die Sterne sagten leider: Freut euch nicht zu früh! Erst mal geht’s drum, Verantwortung zu übernehmen und Dinge diszipliniert anzugehen… Das lassen wir jetzt einfach mal so stehen und gucken nach vorn: Was erwartet uns astrologisch gesehen mit der Kraft des Jupiter 2022? Und yessss – da ist es endlich: das Licht am Ende des Tunnels!

Der Saturn mischt zwar noch mit, doch beherrscht wird das Jahr in erster Linie von Jupiter, der als wahrer „Glücksplanet“ gilt. Sozusagen der Herzöffner unter den Gestirnen! Noch bis zum Frühlingsanfang am 21. März 2023 übernimmt er die Regentschaft und sorgt für positive Überraschungen, die Erfüllung heimlicher Wünsche und insgesamt eine große Portion Optimismus und Lebensfreude. Dazu stärkt er das Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Jetzt stehen die Chancen gut, große Pläne und Ideen in die Tat umzusetzen, denn Jupiter öffnet einige Türen, auch ohne dass wir uns allzu sehr anstrengen müssen – und mitunter gelingt uns sogar mehr, als wir je für möglich gehalten haben!

Komplettes Zurücklehnen und Abwarten ist allerdings dennoch nicht angesagt: Gehen müssen wir die Wege, die vor uns liegen, schon selbst. Auch bedeuten die neuen Chancen mitunter den Abschied von alten Gewohnheiten, Orten oder Menschen, und das kann durchaus schmerzhaft sein. Wem es aber gelingt, sich auf Neues einzulassen und für seine Träume zu kämpfen, dem ist der nötige Rückenwind in der Regel gewiss. Kurz: Mut und Transformation spielen 2022/23 eine sehr große Rolle!

Jupiterjahr 2022 Widder (21.3.-20.4.)

Für Widder startet das Jupiterjahr zunächst vergleichsweise ruhig, um im Frühling dann ordentlich Fahrt aufzunehmen. In einer von Natur aus schon feurigen Persönlichkeit wie dir regt sich nun erst recht die Abenteuerlust und mitunter geht die Begeisterung für Neues etwas mit dir durch. Gelingt es dir, trotz allem einen kühlen Kopf zu bewahren – etwa durch regelmäßige Meditation –, kann 2022 ein großes Jahr für dich werden, in dem du viele Menschen für dich und deine Projekte begeistern kannst!

Mutprobe: Übe dich im Fallenlassen und Schwäche zeigen – es gibt Menschen, die sich geradezu danach sehnen, dich einmal auffangen zu dürfen!

Jupiterjahr 2022/23 Stier (21.4.-21.5.)

Stiergeborenen bietet das Jupiterjahr viele tolle Chancen. Als etwas träges Zeichen läufst du allerdings Gefahr, diese verstreichen zu lassen. Nicht dass das immer so schlimm wäre – schließlich bist du mit deinem Leben alles in allem zufrieden – manchmal aber solltest du ruhig einen zweiten Blick riskieren, sei es in Bezug auf bestimmte Menschen, einen möglichen Traumjob oder einen Yogastil, der dir zunächst zu anstrengend erscheint, aber eigentlich genau das bietet, was dir guttut.

Mutprobe: Tu etwas, was du noch nie getan hast – ob es nun Karaoke singen, Aerial Yoga oder vielleicht sogar ein Tantrakurs ist!

Jupiterjahr 2022/23 Zwillinge (22.5.-21.6.)

In der ersten Jahreshälfte geht es bei Zwillingen recht turbulent zu und sie neigen dazu, andere mit ihrem Tatendrang zu überrollen. Nimm dir Zeit, die Dinge in Ruhe abzuwägen, bevor du handelst, und brich nichts übers Knie! Fällt dir das schwer, sind kleine Achtsamkeitsrituale im Alltag hilfreich, etwa das ganz bewusste Kauen des Essens oder das konzentrierte Belauschen des Vogelgezwitschers am Morgen. Ab Sommer sind dann viele Projekte fast schon Selbstläufer.

Mutprobe: Du weißt von einer interessanten Veranstaltung, bist aber eigentlich zu erschöpft? Trau dich, daheim zu bleiben und halte aus, dass du gerade etwas verpasst!

Jupiterjahr 2022/23 Krebs (22.6.-22.7.)

Dieses Jahr steht für Krebse ganz im Zeichen des Miteinanders: Du lernst interessante Leute kennen, von denen einige das Potenzial haben, deinem Leben eine erstaunliche Wende zu geben. Vorsicht allerdings, wenn du allzu schnell euphorisch wirst, denn dann ist Ernüchterung vorprogrammiert! Neue Menschen in dein Leben zu lassen, bedeutet zudem auch, sich von anderen zu lösen, um dein seelisches Gleichgewicht nicht zu gefährden.

Mutprobe: Trenn dich von einem bestimmten Menschen, der dir nicht guttut und dir immer wieder Energien raubt! Danach wirst du dich befreit fühlen.

Jupiterjahr 2022/23 Löwe (23.7.-23.8.)

Wie bei vielen herrscht auch bei Löwegeborenen im Jupiterjahr eine Aufbruchstimmung. Der Unterschied: Ausnahmsweise hast du diesmal die Ruhe weg! Denn tief innen bist du dir ein- fach sicher: Mit der Zeit wird sich schon alles fügen. Und du hast recht! Zwar gibt es auch in diesem grundsätzlich positiven Jahr ein paar Durststrecken, doch die sind schneller vorbei, als es zunächst den Anschein hat. Beobachten statt übereilt handeln ist in diesem Jahr deine Devise.

Mutprobe: Normalerweise reißt du gerne mal das Ruder an dich. Lass einfach mal andere ran, und – jetzt kommt das Schwierige! – halte aus, wenn sie es anders machen als du!

Jupiterjahr 2022/23 Jungfrau (24.8.-23.9)

Als Jungfrau weißt du, was es heißt, sich durchzubeißen und hart zu arbeiten – auch an dir selbst. Das kommt dir auch im Jupiterjahr zugute, denn zunächst gibt es noch einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Das Gute: Jupiter lässt dich die Dinge etwas gelassener angehen. Deine wichtigste Lektion in diesem Jahr: Scheitern ist keine Schande, sondern die Chance für einen Perspektivenwechsel. Ganz wie im Yoga – „funktioniert“ eine Übung nicht, probier es mit einer Variation davon!

Mutprobe: Trau dich, spontanen Impulsen zu folgen, ohne erst mal einen Plan zu erstellen. Das Chaos hat auch seine spannenden Seiten …

Jupiterjahr 2022/23 Waage (24.9.-23.10.)

Du spürst intuitiv, dass sich in diesem Jahr einiges für dich ändern kann und dass du auch bereit dafür bist. Dennoch sind da auch die Sorgen: Was, wenn ich mich falsch entscheide? Zum Glück hilft Jupiter dir, nicht allzu sehr in Grübeleien zu verfallen, sondern den Dingen auch mal ihren Lauf zu lassen. Dass du dabei manchmal etwas aus dem Gleichgewicht gerätst, macht dich letztlich nur stärker! Sozusagen Training für deine seelische „Tiefenmuskulatur“!

Mutprobe: Sag einfach mal spontan Ja zu einem Vorschlag, den du normalerweise erst mal länger überdenken würdest – und beobachte, was (mit dir) passiert!

Jupiterjahr 2022/23 Skorpion (24.10.-22.11.)

Das Jupiterjahr beginnt etwas chaotisch und du hast Sorge, dabei Wichtiges zu verlieren. Tatsächlich wirst du manches loslassen müssen, aber keine Angst: Damit machst du nur Platz für Neues, Großartiges! Und manchmal geht es auch nur um ein Loslassen auf Zeit, denn aus der Entfernung sieht man viele Dinge klarer. Ob im Zwischenmenschliche oder Beruflichen: 2022/23 ist Zeit für eine Generaliventur! Spätestens im Herbst erntest du die Früchte deiner Mühen.

Mutprobe: Als eher misstrauisches Sternzeichen fällt es dir schwer, die Kontrolle abzugeben. Wie wär‘s mit einem Acro-Yoga-Kurs, um genau das zu lernen?

Jupiterjahr 2022/23 Schütze (23.11.-21.12.)

Jupiter, der Herrscherplanet 2022/23, ist dem Schützen zugeteilt – daher gehören Menschen mit diesem Sternzeichen zu den größten Glückskindern des Jahres! Du sprühst vor Ideen, kannst andere dafür begeistern und hast ein gutes Händchen bei der Umsetzung. Neben Plänen, die du im Außen verwirklichst, kommst du im neuen Jahr auch dir selbst ein ganzes Stückchen näher und wirst dir klar darüber, wer du bist und wohin es dich wirklich zieht.

Mutprobe: Lass dich auf Yogatechniken oder -stile ein, vor denen du bislang etwas Scheu hattest – ob sie dir nun zu dynamisch, zu ruhig oder zu „esoterisch“ schienen!

Jupiterjahr 2022/23 Steinbock (22.12.-20.1.)

Steinböcke sind Kämpfernaturen – nicht im vorpreschenden, wilden Sinne, sondern eher, was zähes Dranbleiben und Beharrlichkeit angeht. Damit fährst du oft gut, neigst aber bisweilen zur Überforderung. Jupiter schenkt dir 2022/23 mehr Weichheit und die Gelassenheit, die Dinge auch mal auf dich zukommen zu lassen. Auch erkennst du, dass weniger Anstrengung manchmal mehr sein kann. Denn im Grunde liegt vieles, worauf du hinarbeitest, längst vor dir.

Mutprobe: Tu etwas, von dem du weißt, dass du es nicht perfekt kannst – du wirst sehen: Es bringt dich dennoch weiter!

Jupiterjahr 2022/23 Wassermann (21.1.-19.2.)

Anstrengende Zeiten liegen hinter dir. Nun aber ist Zeit zum Durchschnaufen, Innehalten und Genießen. Das Jupiterjahr wird nicht komplett ruhig – dazu warten zu viele spannende Projekte auf dich! –, aber vieles geht dir jetzt leichter von der Hand als früher, weil du mehr bei dir angekommen bist und das auch ausstrahlst. Man setzt großes Vertrauen in dich. Jupiter hilft dir, dich davon nicht unter Druck setzen zu lassen, sondern deine Aufgaben ruhig und gekonnt umzusetzen.

Mutprobe: Dich festzulegen ist nicht unbedingt deine größte Stärke. Setz gerade jetzt mehr auf Verbindlichkeit und lass dich ganz auf jemanden und/oder etwas ein!

Jupiterjahr 2022/23 Fische (20.2.-20.3.)

Das Jupiterjahr wird für dich eine Art Jahr der Heilung. Alte Wunden beginnen sich zu schließen, du spürst mehr innere Ruhe, Gelassenheit und Zuversicht. Manches wird anders kommen, als du es dir vorgestellt hast, aber das wirft dich nicht (mehr) aus der Bahn, sondern macht dich neugierig auf die Erfahrungen, die vor dir liegen. Gut so! Wenn du bereit bist loszulassen und dich dem Strom des Lebens hinzugeben, kannst du im neuen Jahr nur gewinnen!

Mutprobe: Zeit für Albernheiten! Ob eine Verkleidungs-Session oder nächtliche Spazierfahrt im Einkaufswagen – tu etwas „Kindisches“ und spüre die Energie, die dir das gibt!

Text: Carmen Schnitzer / Illustrationen: Vanessa Schöne / Titelbild: Luca Paul Droß via Canva