Labité Agnitèvi

Der Referent Labité Agnitèvi aus Togo wurde durch seine Familien geschult, die Natur mit ihren Schätzen an Heilpflanzen als eine Gabe für die Menschheit einzusetzen. Ihm wurde bewusst, dass Umweltgifte nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen belasten.

Mehr unter labiteagnitevi.eu und auf Facebook

Vortrag: „Entgiftung in der afrikanischen Naturheilkunde“

Im Vortrag wird erklärt, wie die Entgiftung in der afrikanischen Naturheilkunde eingesetzt wird, um die Darmflora, das Immunsystem bzw. die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.


Labité Agnitèvi auf der YogaWorld 2025 in Stuttgart:

Sonntag, 27. April // 13:45 – 14:15 Uhr // Entgiftung in der afrikanischen Naturheilkunde // Vortragsbühne

Dr. Hedwig Gupta – vidya sagar

Dr. med. Hedwig Gupta arbeitet seit über 25 Jahren auf dem Gebiet Ayurveda und Yogatherapie. Ihre Ausbildungen in diesem Bereich hat sie sowohl im klassischen individuellen Lehrer-Schüler-System bei Dr. OP Tiwari als auch im universitären System an der Banaras Hindu University, Varanasi, Indien, absolviert.

Sie ist Fachärztin für Orthopädie mit Schwerpunkt Rheumatologie und führt die Zusatzbezeichnungen Akupunktur und Manueller Medizin. Sie ist Mitbegründerin und Vorstandsmitglied der Fachgesellschaften DÄGAM, DeGYT und ADAVED. Heute praktiziert sie in ihrem Gesundheitszentrum mit Praxis und pancakarma-Zentrum in Asperg. Sie gibt ihr Wissen in Büchern, Fachartikeln und Vorträgen weiter und leitet die vidya sagar Akademie für Ayurveda und Yogatherapie in Asperg, eines der führenden Ausbildungsinstitute auf diesem Gebiet in Deutschland.

Mehr unter www.dr-gupta.dewww.vidya-sagar.de und www.verlag-vedische-wissenschaften.com

Vortrag: „Yogatherapie bei Diabetes mellitus“

Diabetes ist eine der großen Volkskrankheiten in der industrialisierten Welt. Er hängt mit vielen gefährlichen Folgeerkrankungen zusammen. Yoga kann gezielt bei Diabetes zur Therapie eingesetzt werden. Wie man in der Yogatherapie vorgeht und wie sie wirkt, wird in diesem Vortrag besprochen.


Dr. Hedwig Gupta auf der YogaWorld 2024 in Stuttgart:

Samstag, 6. April // 13:15 – 13:45 Uhr // Yogatherapie bei Diabetes mellitus // Yamuna Vortragsraum



„Neuer Mond – neuer Mut“: Herzöffnende Yogapraxis für den Neumond von Julia Pross

Neumond ist der beste Moment, um Wünsche zu formulieren, Pläne zu schmieden und etwas Neues in dein Leben zu bringen. Was es damit auf sich hat und wie du dein Neumond-Wünschen mit einer herzöffnenden, Vertrauen stärkenden Übungssequenz unterstützen kannst, erfährst du hier.

Text & Sequenz: Julia Pross, Fotos: Olivia Henningson

Sicher hast du dir schon einmal sehnlich etwas gewünscht – und dann sind Tage, Wochen und Monate vergangen, aber nichts ist passiert. Am Ende ist der Wunsch nicht wahr geworden und du hast dich gefragt: Warum werden meine Träume so selten Realität? Vor einigen Jahren habe ich begonnen, mich intensiv mit dem Mond zu beschäftigen, vor allem mit dem Neumond. Und von da an konnte ich beobachten, dass sich langsam immer mehr meiner Träume und Wünsche erfüllten. Wie? Das verrate ich dir gleich, aber erst mal von Anfang an …

Julia Pross Olivia Henningson Neumond

Leben im Einklang mit dem Mond

Wir alle wissen: Die Erde bewegt sich um die Sonne, der Mond bewegt sich um die Erde. Sein Licht ist lediglich ein Widerschein der Sonne, aber dennoch hat der Mond eine unglaubliche Kraft: Er ist für die Gezeiten verantwortlich, stabilisiert die Erdachse und beeinflusst die Abfolge der Jahreszeiten. Vielen früheren Kulturen galt der Mond als Richtungsweiser. Unsere Vorfahr*innen haben Antworten bei ihm gesucht, Rituale für ihn praktiziert und im Einklang mit seinen Phasen gelebt. In der heutigen Welt haben wir uns davon distanziert – wie wir überhaupt in vieler Hinsicht die Verbindung zur Natur und uns selbst verloren haben. Wir haben Rituale gegen Routinen getauscht und vergessen, dass es eine Zeit zu wachsen und eine Zeit zu ruhen gibt.

Höre dir passend dazu unsere Folge des „YogaWorld Podcast“ über ein Leben im Einklang mit dem Mond an…

Wenn man aber bedenkt, dass die Kraft des Mondes die Ozeane in Ebbe und Flut versetzt und wir selbst zu über 70 Prozent aus Wasser bestehen, dann ist es eigentlich kein Wunder, wie stark sein Einfluss auch auf unseren Organismus ist: Er beeinflusst unser Energielevel, unsere Emotionen und unsere Träume. Auf einer übertragenen Ebene steht er für unsere innere Welt, unsere Bedürfnisse und Wünsche, das Unterbewusstsein, die Intuition und noch so viel mehr. Ein Leben im Einklang mit dem Mond ist deshalb Selfcare für die Seele. Es kann dir helfen, den Glauben an eine höhere Kraft und das Vertrauen in dich selbst wieder wachsen zu lassen – und deine Wünsche wahr werden zu lassen.

Das Neumondwünschen

Zu Neumond ist praktisch nichts vom Mond zu sehen: Sonne, Mond und Erde stehen in einer Linie und wir sehen nur die dunkle Seite des Mondes. Jetzt beginnt ein neuer Mondzyklus, der ungefähr 28 Tage dauert. In diesem Moment ist das Leben voller Chancen und Möglichkeiten. Es ist die Zeit, nach innen zu gehen und sich zu überlegen, was man wirklich will. Es ist die Zeit, um Klarheit zu bekommen, Wünsche, Ziele, Träume und Hoffnungen zu formulieren und zu visualisieren. Der Neumond ist keine „Machen“-Phase, sondern eine, um Pläne zu schmieden, Samen zu säen und Intentionen zu setzen. Man muss sich noch keine Gedanken über das „Wie“ machen, nur über das „Was“.

Julia Pross Olivia Henningson Neumond

Das sind die Dinge die du zum Neumond tun kannst:

  • ein Visionboard machen
  • Intentionen und Affirmationen formulieren
  • dich fragen, was deine Träume und Wünsche im nächsten Mondzyklus sind, woran du arbeiten und was du in die Tat umsetzen willst
  • deine Träume und Ideale in einer Meditation visualisieren

Und dann?

Mit dem Wünschen allein ist es noch nicht getan. Nach meiner Erfahrung ist es eine Kombination aus mehreren Kräften, die dir helfen, dass Wünsche wahr werden: wünschen, fest daran glauben und auch selbst alles dafür tun, dass die Wünsche wahr werden. Ein Beispiel: Ich betreibe in Wien das Yogastudio The Wyld Thing. Wir haben im Januar 2020, zwei Monate vor Pandemiebeginn eröffnet. Ein denkbar schlechter Moment. Ich war oft verzweifelt, wollte aufgeben und war nahe dran, das Studio zuzumachen. Aber jeden Monat zu Neumond habe ich in mein Journal geschrieben, dass ich mir so sehr wünsche, dass wir das alles überstehen. Ich bin sicher: Dieser Wunsch, gepaart mit dem Vertrauen in das Leben, in mich selbst und meine Arbeit haben am Ende dazu geführt, dass wir alles gut überstanden haben.

Was das mit Yoga zu tun hat?

Die Asanapraxis kann uns dabei helfen, uns auf Neues vorzubereiten, das Vertrauen in uns selbst und das Leben zu stärken. Herzöffnende Übungen sind dafür ideal. Deshalb mache ich jedes Mal vor meinem Neumondritual als Vorbereitung einen herzöffnenden Yoga Flow, den ich dir hier zeigen möchte.

Herzöffnende Neumond-Übungssequenz

1. Puppy

Julia Pross Olivia Henningson Neumond Puppy

Der erste Herzöffner dieser Sequenz ist eine sanfte Puppy Pose. Du beginnst im Vierfüßler und wanderst langsam mit den Händen nach vorne, bis du Stirn, Kinn oder sogar deinen Brustkorb auf der Matte ablegen kannst – je nachdem, welche Intensität sich für dich gut anfühlt. Natürlich kannst du auch ein Bolster oder ein Kissen unterlegen. Achte darauf, dass Knie, Oberschenkel und Po in etwa eine Linie bilden. Bleibe einige Atemzüge lang in der Haltung und atme in dein Herz. Schaffe mit jeder Einatmung Länge in der Wirbelsäule und lasse dich mit jeder Ausatmung sanft in die Haltung hineinsinken.

2. Sphinx

Julia Pross Olivia Henningson Neumond Sphinx

Finde aus der Puppy Pose langsam in die Sphinx. Dazu hebst du Brust und Becken zunächst wieder an bewegst sie nach hinten, dann streckst du beide Beine am Boden nach hinten aus,
legst das Becken ab und stützt dich auf die Unterarme. Wähle den Abstand der Ellenbogen zum Becken und zueinander dabei so, dass dein unterer Rücken in der Haltung friedlich sein kann. (Im Zweifelsfall lässt du die Rippenbögen am Boden.) Schiebe das Becken gegen den
Boden, auch die Beine sind aktiv und die Fußrücken drücken fest nach unten. Fächere deine Finger auf und stelle dir vor, du würdest die Matte mit deinen Händen sanft zu dir hinziehen. Dabei bewegst du die Schulterblätter etwas zueinander und nach vorne und weitest deinen Herzraum.

3. Herabschauender Hund

Julia Pross Olivia Henningson Neumond Herabschauender Hund

Stelle in der Sphinx die Zehen auf, hebe Becken und Knie und schiebe dich in den herabschauenden Hund. Drücke die gespreizten Hände fest gegen die Matte, aktiviere deine Schultern und ziehe deine Wirbelsäule lang. Die Knie dürfen gerne gebeugt bleiben, strecke
sie nur, wenn deine Fersen dabei den Boden berühren. Auch in dieser Haltung kannst du in den Herzraum atmen: Spüre dabei einige Atemzüge lang die Vorderseite und dann die Rückseite zwischen den Schulterblättern. Nimm wahr, wie du in dieser Haltung gleichzeitig Kraft und Weite erzeugst.

4. Flow aus ab- und aufschauendem Hund

Mit einer Einatmung kommst du aus dem herabschauenden Hund mit rundem Rücken nach vorne, als würdest du in eine Bretthaltung rollen. Dann senkst du dein Becken, schiebst gleichzeitig den Oberkörper nach vorne und hebst die Brust in den aufschauenden Hund. Dabei bleiben deine Zehen aber anders als in der klassischen Haltung aufgestellt, du rollst also nicht auf die Fußrücken. Mit der Ausatmung, hebst du wieder das Becken und schiebst dich zurück in den herabschauenden Hund. Dieser flüssige Ablauf ist am Anfang etwas kniffelig. Lass dir Zeit und beginne, indem du Bewegung und Atem verbindest. Die Bewegung folgt deinem Atem. Du endest wieder im herabschauenden Hund.

5. Tiefer Ausfallschritt mit Rückbeuge

Julia Pross Olivia Henningson Neumond Anjaneyasana tiefer Ausfallschritt

Hebe aus dem herabschauenden Hund dein linkes Bein und ziehe es nach vorne zwischen die Hände. Lege das hintere Knie und den Fußrücken auf der Matte ab. Das vordere Knie und das Sprunggelenk stehen maximal senkrecht übereinander. Richte mit einer Einatmung deinen Oberkörper auf, ziehe die Arme nach oben Richtung Decke und finde Länge und Stabilität in der Wirbelsäule (tiefer Ausfallschritt). Mit der Ausatmung ziehst du die Arme in eine rechtwinklige Kaktus-Position und kommst in eine sanfte Rückbeuge. Atme einige Male langsam und bewusst in dieser Haltung. Dabei weitest du dein Herz mit jeder Einatmung für den neuen Mondzyklus, der vor dir liegt.

6. Hoher Ausfallschritt mit Rückbeuge

Julia Pross Olivia Henningson Neumond high lunge hoher Ausfallschritt

Setze deine Hände wieder beidseits des vorderen Fußes auf die Matte und stelle die hinteren Zehen auf. Dann löst du das hintere Knie vom Boden, streckst das Bein und richtest dich mit einer Einatmung auf zum hohen Ausfallschritt. Richte das vordere Knie auch hier senkrecht über dem Sprunggelenk aus. Indem du den vorderen Oberschenkel etwas ins Hüftgelenk saugst, wird es leichter, dich zu stabilisieren. Strecke beide Arme nach oben, hebe deine Brust und dehne die Körpervorderseite in eine sanfte Rückbeuge, in der sich dein Herzraum öffnet.

7. Tänzer

Julia Pross Olivia Henningson Neumond Tänzer Natarajasana

Verlagere das Gewicht aus dem Ausfallschritt ganz auf den vorderen Fuß, löse den hinteren von der Matte und richte dich zunächst zum aufrechten Stehen auf. Dabei versuchst du, das Knie des hinteren Beins ohne abzusetzen nach vorn und zur Brust zu ziehen und es mit beiden Händen zu umfassen. Stabilisiere dich einen Moment lang in diesem einbeinigen Stand. Dabei kann dir ein fester Blickpunkt helfen. Dann bewegst du den gehobenen Fuß über unten nach hinten Richtung Po und greifst ihn mit der Hand der gleichen Seite. In der einfachen Variante des Tänzers bleiben die Knie nebeneinander, du schiebst mit dem gehobenen Fuß gegen die Hand, stabilisierst dein Becken und hebst den freien Arm in die Senkrechte (ohne Foto). Wenn du darin schon geübt und stabil bist, fasst du den hinteren Fuß mit nach oben zeigender Handfläche an der Innenkante und beginnst von diesem Kontakt aus, dich langsam aufzuspannen. Dabei lehnst du den Oberkörper nach vorne. Egal welche Variante zu wählst: Bleibe einige Atemzüge lang in der Haltung, spüre deine Kraft und Stabilität und atme auch hier in den Herzraum.

8. Wild Thing

Aus dem Tänzer bewegst du dich nun möglichst kontrolliert zurück in den hohen Ausfallschritt: Beuge das Standbein etwas, lass den hinteren Fuß los und setze ihn behutsam wieder am hinteren Mattenende auf. Lege die Hände beidseits des vorderen Fußes auf die Matte und hebe nun das vordere, linke Bein nach hinten in den dreibeinigen Hund. Dann drehst du die Hüfte zur Seite auf und beugst dabei das gehobene Bein. Bleib gerne in dieser Haltung und spiele
mit ihr.

Julia Pross Olivia Henningson Neumond Wild Thing

Wenn du sicher bist, dass du zum Wild Thing weitergehen möchtest, löst du die linke Hand vom Boden und lässt den linken Fuß zu Boden sinken. Dabei dreht der rechte Fuß auf die Seite und lastet hauptsächlich auf der Außenkante. Die rechte Hand schiebt gegen die Matte, das rechte Bein ist gestreckt und aktiv. Hebe dein Becken und lass den gehobenen linken Arm in einem weichen Bogen nach hinten ziehen, der deinen Herzraum öffnet.

Julia Pross Olivia Henningson Neumond Wild Thing dynamisch

Um daraus jetzt eine dynamische Übung zu machen, senkst du mit einer Ausatmung die Hüfte Richtung Boden und ziehst den linken Arm zum rechten Bein. Bevor du den Boden berührst, drückst du dich mit einer Einatmung wieder ab nach oben in dein Wild Thing. Wenn du magst, wiederholst du diese Bewegung mehrmals im Atemrhythmus.

9. Bogen

Julia Pross Olivia Henningson Neumond Bogen Dhanurasana

Kehre aus dem dreibeinigen Hund oder dem Wild Thing zurück in den herabschauenden Hund. Von dort gelangst du über Vierfüßler oder Brett in die Bauchlage. Stabilisiere zunächst deine Lendenwirbelsäule mit Bauch- und Beckenbodenmuskeln, bevor du mit beiden Händen um die Fußgelenke greifst (nutze gerne auch einen Gurt). Schiebe Hände und Füße gegeneinander, um dich aufzuspannen in den Bogen. Bleibe einige Atemzüge lang in der Haltung. Schicke die Atmung auch hier tief in deinen Herzraum. Dann lässt du Arme und Beine wieder sinken. Bleib ein paar Momente lang flach auf dem Bauch liegen, lass die Fersen nach außen sinken und schaukle dein Becken entspannt hin und her. Alternativ kannst du dich zur Entlastung auch nach hinten schieben in die Stellung des Kindes.

10. Schulterbrücke

Julia Pross Olivia Henningson Neumond
Julia Pross Olivia Henningson Neumond variation Schulterbrücke

Rolle dich nun auf den Rücken, stelle deine Füße an und ziehe das Kinn nur so sanft zur Brust, dass der Hinterkopf noch mittig auf der Matte liegt. Mit einer Einatmung schiebst du die Füße fest gegen die Matte und hebst dein Becken. Gleichzeitig bewegst du die Arme über oben nach hinten, sodass die Handrücken hinter dem Kopf auf dem Boden liegen (Variation der Schulterbrücke). Mit der Ausatmung senkst du dein Becken wieder ab und bringst auch die Arme zurück in die Ausgangsposition. Wiederhole diese Abfolge einige Male in deinem Atemrhythmus.

→ Im Anschluss wiederholst du Übung 5 bis 10 noch einmal seitenverkehrt: Im Ausfallschritt ist nun das rechte Bein vorne usw.

→ Wenn du magst und noch Zeit hast, kannst du das Ganze auch noch ein- oder mehrmals als dynamischer geübten Flow anschließen.

→ Zum Abschluss entspannst du dich einige Minuten lang in Shavasana.

11. Neumondwünschen

Julia Pross Olivia Henningson Neumond Meditation

Nachdem du deinen Herzraum mit der Asana-Praxis geweitet und dich energetisch auf den neuen Mondzyklus vorbereitet hast, wird es Zeit für deine Wünsche und Intentionen.

• Schließe deine Augen und gehe eine Weile in dich: Was ist dir jetzt wichtig? Vielleicht sind das Dinge, über die du schon eine Weile nachdenkst, aber vielleicht hat die bewusste Herzöffnung auch ganz andere Dinge zum Vorschein gebracht, die eigentlich viel bedeutsamer sind.

Schnapp dir dein Journal und schreibe deine Wünsche auf. Wichtig ist, dass du sie im Präsens formulierst, also so, als wären sie bereits real. Du kannst dir Gefühle und Zustände wünschen, aber auch konkrete Situationen, Ereignisse oder Dinge. Kein Wunsch ist zu groß und keiner zu klein.

• Wenn du mit dem Schreiben fertig bist, nimmst du eine für dich bequeme, mühelose Meditationshaltung ein und machst dich auf eine kleine Reise: Begib dich in deiner Vorstellung dorthin, wo alle deine Wünsche bereits wahr geworden sind. Male es dir möglichst genau vor deinem inneren Auge aus. Verbinde dich aber vor allem mit dem Gefühl, das du dann hast.

• Bleib so lange du willst bei dieser Visualisierungsmeditation, koste diese Momente wirklich aus. Wenn es gut ist, öffnest du sanft deine Augen und kehrst zurück ins Hier und Jetzt.


Für JULIA PROSS begann eine echte Liebesgeschichte, als sie auf Bali ihre Yogalehrerausbildung absolviert hat. Kein Wunder also, dass sie ihrer Website in Anlehnung an Shakespeares Liebespaar den Namen yogaandjuliet.com gegeben hat – doch in ihrem Fall mit Happy End! Mehr zu Julia und ihrer Arbeit findest du auf Insta @yogaandjuliet. Unter dem Hashtag #moonyogaguide findet du auch unsere schöne Insta-Mondkolumne mit Julia.

Alle Fotos: Olivia Henningson


Wann ist der nächste Neumond? Hier geht’s zu unserem Neumondkalender 2023:

Alina Listopad

Alina Listopad ist Heilerin, Transformationstrainerin, Führerin durch den multidimensionalen Raum der göttlichen Realität, Aktivatorin und Leiterin des Lichtcodes.

Alina über sich: „Viele Schulen wurden studiert, Wege wurden passiert und Meister wurden getroffen – diese Suche war aus dem Wissensdurst nach dem, was jenseits des Bekannten ist… Verbindung mit den höheren Aspekten von Geist und Seele, Öffnung von neuen Welten und Räumen, Verbindung mit dem mehrdimensionalen Raum. Und das Schönste ist, dass dieser Pfad kein Ende hat, die Bewegung ist endlos, wie das Universum selbst. Meine Neugier führt mich durchs Leben, ich liebe es, Neues zu lernen und neue Facetten an mir zu entdecken durch Reisen, Seminare, Live-Kommunikation und Bekanntschaften.

Mein Weg ist der Weg der bedingungslosen Liebe, der Weg der Erkenntnis und Akzeptanz. Ich erweitere meine Grenzen durch die offene Wahrnehmung von allem, was ist, wie es ist, meine Urteile darüber, wie es sein sollte, aussehen und was sein soll, loszulassen. Das hilft mir, meine Vorlieben und Erwartungen loszulassen, bewusst hier und jetzt im gegenwärtigen Moment zu sein und mich mit dem Göttlichen zu verbinden. Meine Mission ist es Licht und Liebe in die Welt zu tragen.“

Mehr Infos unter www.soul-healer.eu oder auf Insta @soul_healer.eu

Vortrag: „Meditation & Aktivation mit Lichtsprache“

Das erwartet dich in Alinas Vortrag: Soul Healer – Eröffnung des göttlichen Raumes und Leitung der höchsten Frequenz, die gerade zu erden ist an alle, die sich im Raum befinden. Kommunikation mit eurer Seele durch die Lichtsprache. Erweiterung mit neuen Licht-Code das Bewusstsein.


Alina Listopad auf der YogaWorld 2024 in Stuttgart:

Freitag, 5. April // 11:00 – 11:30 Uhr // Meditation & Aktivation mit Lichtsprache // Yamuna Vortragsraum



Sabina Aliyeva

„Als ehemalige IT-Unternehmensberaterin kenne ich den Modus des Funktionierens. Ich weiß, wie es ist ständig etwas machen zu müssen, unter Dauerstrom zu sein, in einer Routine gefangen zu sein und nie wirklich richtig auszuatmen und mit sich selbst klar zu werden.“ Diese Erkenntnis hat Sabina Aliyeva dazu motiviert, SPACE zu gründen, ein Meditationshaus, das weit mehr als nur ein Ort der Entspannung ist.

Als Gründerin von SPACE hat Sabina einen Raum geschaffen, der für viele Menschen bedeutend geworden ist – einen Ort, an dem man einfach SEIN kann und bei sich selbst ankommen darf. Sie hat erkannt, dass das wahre Zuhause tief in uns liegt und es Zeit ist, diesen inneren Raum zu erkunden.

Durch eine Vielzahl von Kursen, Workshops und Events bietet sie den Besucher*innen die Möglichkeit, sich selbst zu begegnen und ihre innere Welt zu erforschen. Von geführten Meditationen bis hin zu Breathwork, Tantra Sessions, Ekstatischem Tanz und Kakaozeremonien – Sabina hat ein ganzheitliches Konzept entwickelt, das die Herzen der Menschen berührt.

Ihre Vision für SPACE geht über bloße Entspannung hinaus. Sie strebt danach, Menschen zu helfen, innere Ruhe zu finden und durch Selbsterkenntnis und innere Entwicklung ihre unterdrückten Emotionen zu entfalten. Sabina Aliyeva ist eine inspirierende Führungspersönlichkeit, die mit ihrer Leidenschaft und ihrem Engagement dafür sorgt, dass SPACE nicht nur ein Ort der Meditation, sondern ein Ort der inneren Transformation und des persönlichen Wachstums ist.

Mehr Infos unter welcome-space.studio und auf Insta: @welcome.space.studio und @sabina.aliyeva.space

Workshop: „Breathwork – Verbinde dich mit dir“

In dieser Session laden wir euch ein, wieder bewusst in euren Körper zu kommen. Durch geführte Atmung (Breathwork) wird der Atem als kraftvolles Werkzeug genutzt, um das Nervensystem zu regulieren, Spannungen zu lösen und den Zugang zu den eigenen Gefühlen zu vertiefen.

Im tantrischen Kontext bedeutet das: präsent sein im Hier und Jetzt, den Körper bewusst wahrnehmen und die eigene Lebensenergie spüren. Es geht nicht um Performance, sondern um Achtsamkeit, Selbstwahrnehmung und innere Verbindung.

Die Teilnehmenden werden sanft durch den Prozess begleitet, kommen ins Fühlen und können dabei festgehaltene Emotionen oder innere Themen erkennen und lösen.

Eine Session für mehr Körperbewusstsein, emotionale Klarheit und echte Verbindung mit sich selbst.


Sabina Aliyeva auf der YogaWorld 2026 in Stuttgart:

Freitag, 10. April // 13:30 – 14:15 Uhr // Breathwork – Verbinde dich mit dir // Vishnu Yogaspace

Srinandini

Srinandini ist Schülerin von Swami Vishnudevananda Giri, einem erleuchteten Meister in der Advaita-Tradition. Sie ist Nonne und Yogalehrerin für Hatha- und Kundalini-Yoga. Srinandini unterrichtet Meditation, Philosophie und grundlegende Praktiken der Siddha-Advaita-Tradition der weltweiten Gemeinschaft des Sanatana Dharma. Sie praktiziert seit neun Jahren in der Tradition und lebte mehrere Jahre im Ashram ihres Meisters in der Ukraine. Seit Ende Februar 2022 engagiert sie sich aktiv in der Yogis-for-Peace-Bewegung, die auf Initiative von Swami Vishnudevananda Giri gegründet wurde.

Erfahre mehr unter https://de.advayta.org, auf Facebook oder Instagram @swami_vishnudevananda_giri_de

Vortrag: „Der Pfad der spontanen Erleuchtung in der Siddha-Tradition“

In diesem Vortrag geht es um das höchste Ziel aller Yogi*nis und spirituellen Menschen – um die Erleuchtung. Es gibt viele Wege des spirituellen Erwachens. Dieser Vortrag erläutert den Weg der spontanen Erleuchtung in der Siddha-Tradition bzw. im Laya-Yoga. Laya bedeutet Auflösung. Im Kontext von Yoga ist dabei die Auflösung von Unwissenheit und Leid gemeint sowie die Befreiung des Bewusstseins aus dem Kreislauf von Geburt und Tod. Das bedeutet:

  • gewohnte Wahrnehmungsmuster der Realität aufzulösen
  • die Realität, so wie sie ist, mitsamt ihrer Göttlichkeit und Transzendenz zu entdecken
  • sich selbst als untrennbar von diesem Mysterium wahrzunehmen und
  • sich mit der unaussprechlichen, leeren Glückseligkeit des Bewusstseins zu verbinden.

Mehr zu diesem Thema im Buch „Der Pfad der spontanen Erleuchtung“ von Swami Vishnudevananda Giri.

Der Vortag wird ins Deutsche übersetzt.

Workshop: „Kundalini- und Chakra-Yoga“

Die Kundalini Shakti ist die Kraft, die alles im Universum regiert. Im indischen Kulturkreis wird sie durch eine Göttin symbolisiert, die alldurchdringend ist und innerhalb unseres Körpers ihren Sitz in der Wirbelsäule hat. Steigt diese Kraft nach oben zum Kopf, verändert sich die Wahrnehmung der Welt. Man beginnt zu verstehen: Davor war eine Art von Schlaf. Dann gab es das Erwachen daraus. Und nun ist wirkliche Glückseligkeit tatsächlich möglich.

In dieser Stunde wird mit dem Energiekörper gearbeitet, damit unser kreatives Potential durch die Praktiken mit den Chakren freigesetzt werden kann.

Srinandini erzählt über Kundalini- und Chakra-Yoga und stellt Praktiken vor, die in dem Buch „Kundalini Yoga: Das Leuchten der kostbaren Geheimnisse“ ihres Meisters, Swami Vishnudevananda Giri, ausführlich erklärt werden.

Der Workshop wird ins Deutsche übersetzt.


Srinandini auf der Yoga- und VeganWorld 2024 in Stuttgart:

Freitag, 5. April // 17:00 – 17:30 Uhr // Vortrag: Der Pfad der spontanen Erleuchtung in der Siddha-Tradition // Yamuna Vortragsraum

Sonntag, 7. April // 11:45 – 12:30 Uhr // Workshop: Kundalini- und Chakra-Yoga // Ganesha Yogaspace



Der „Stressmuskel“ Psoas in der Ayur Yogatherapie

Der Musculus Psoas major, auch Lenden-Darmbeinmuskel genannt, liegt tief versteckt und genau deshalb solltest du genauer hinsehen – am besten bevor er sich selbst bemerkbar macht. In diesem Artikel erklärt dir Christina Kiehas, mehrfach zertifizierte Yogalehrerin und spezialisiert auf Gesundheitsyoga und Ayur Yogatherapie, was es mit dem Psoas genau auf sich hat.

Text: Christina Kiehas, Fotos: Katrin Schönthaler

Lage und Funktion

Vordergründig ist der Psoas der stärkste Hüftbeuger des menschlichen Körpers und die einzige muskuläre Verbindung zwischen Oberkörper (Wirbelsäule) und den unteren Extremitäten. Er entspringt mit seiner oberflächlichen Schicht am 12. Brustwirbelkörper und den 1. bis 4. Lendenwirbelkörpern mit den zugehörigen Bandscheiben. Seine tiefe Schicht findet den Ursprung an den Querfortsätzen der 1. bis 5. Lendenwirbelkörper. Durch das Becken hindurch setzt der Psoas schließlich am Trochanter minor (kleiner Rollhügel) des Femurs (Oberschenkelknochens) an.

Spannenderweise bildet der Psoas eine funktionelle Einheit mit dem Musculus Iliacus – sie kontrahieren bei der Hüftbeugung gemeinsam. Der Iliacus zieht großflächig von der Fossa iliaca (Knochenmulde an der Innenseite des Hüftbeins) des Iliums ebenfalls zum Trochanter minor. Durch seine Lage im Körper sorgt der Psoas dafür, dass du dich aufrecht halten, stabil stehen und vorwärtsbewegen kannst. Er ist es, der deine Lordose, die Krümmung deiner Lendenwirbelsäule, stabilisiert. Ist er verspannt, kann er dich allerdings ins Hohlkreuz ziehen, was für deine gesamte Körperstatik nicht ideal ist. Zudem ist sein Verspannen auch verantwortlich bei Problemen mit den Bandscheiben.

Ein Tipp also gleich vorab: Wenn du zum Beispiel viel sitzt, solltest du deinen Psoas gleich mal ansteuern, denn Sitzen ist nicht sein Ding, hier wird er stark „verkürzt“ und nicht beansprucht. Was der Psoas aber mag, ist, wenn du ihn kräftig und elastisch hältst, sodass er über ein zentriertes Becken seine vielfältigen Funktionen bestmöglich ausführen kann. Richte dich also gleich mal auf und komme in den Ausfallschritt – spürst du den leichten Zug in der Leistengegend? Das ist dein Psoas.

Hinter dem Psoas steckt aber noch mehr:

  • Er spielt eine Schlüsselrolle für deine korrekte Körperhaltung und die Gewichtsverlagerung in Bewegung und Stand.
  • Er hilft dir dabei, deine Wirbelsäule, dein Becken und deine Oberschenkel korrekt zu positionieren.
  • Der Psoas unterstützt im geringen Maß auch die Seitneigung und Drehung deiner Wirbelsäule.
  • Durch seine Nähe zu Organen wie Niere, Harnleiter und Nebenniere werden diese über Bewegung stimuliert.
  • Der Psoasmuskel beeinflusst auch deinen Darm.
  • Er spielt eine zentrale Rolle für dein Nervensystem.
  • Und der Psoas arbeitet nicht nur mit dem Iliacus zusammen, sondern auch mit dem Beckenboden und dem Zwerchfell.

Fasziale Verbindungen

Über bindegewebige Verbindungen zur Lenden-, Darmbein-Schambein-Faszie und dem Zwerchfell wie auch über das lumbale und sakrale Nervennetz ergeben sich weitere interessante Zusammenhänge. Zusammen mit dem Becken wie auch dem Beckenboden bildet der Psoas eine wichtige Organstütze: Neben den Reproduktions-Organen und Hohlorganen wie der Blase sprechen wir hier auch von Darm, Bauchspeicheldrüse, Milz und Leber. Darüber findet der Psoas Betrachtung in der Psychosomatik. Spannungsmuster können nicht nur zu Beeinträchtigungen von Becken, Hüften, Knien und Füßen führen, sondern sprichwörtlich auch das „Bauchgefühl“ beeinflussen. Des weiteren beeinflusst er durch diese unmittelbare Nähe die Verdauung, Ausscheidung, Entgiftung und Fortpflanzungsprozesse.

„Was der Psoas mag, ist, wenn du ihn kräftig und elastisch hältst, sodass er über ein zentriertes Becken seine vielfältigen Funktionen bestmöglich ausführen kann.“

Interessant ist auch der Umstand, dass die Aorta einen ähnlichen Verlauf wie der Psoas nimmt, sodass ein Zusammenspiel zwischen Kreislauf und Psoas nahe liegt: Der Psoas unterstützt deine Durchblutung. Auch mit dem Zwerchfell ist der Psoas verbunden: Man spricht hier zum einen vom Solarplexuszentrum, was aus der Sicht der Chakren sehr interessant ist, und zum anderen von der Psoas-Arkade, womit wir wieder auf die faszialen Strukturen zurückkommen: Die Faszie des Psoas bildet die sogenannte Psoasarkade (Arcus lumbocostalis medialis) und damit eine Ursprungsfläche für den Pars lumbalis des Zwerchfells. Ist der Psoas verspannt, führt dies zu einer Beeinträchtigung deines Zwerchfells und somit deiner Atmung. Dieser Umstand kann wiederum dazu beitragen, dass dein Rücken schmerzt.

Der Psoas reagiert sensibel auf Stress

Der Psoas hat viele Beinamen, einer davon ist „Stressmuskel“, denn er ist unmittelbar mit dem Reptiliengehirn, dem ältesten Teil des Hirnstamms und des Rückenmarks, gekoppelt. Dieser Teil des Gehirns ist unter anderem für deinen Überlebensinstinkt verantwortlich – er und die damit einhergehende Reaktion mit Kampf, Flucht oder Einfrieren, werden hier gesteuert. Als Stressmuskel wird der Psoas mittels Cortisol und Adrenalin in die Aktion gerufen – um wegzulaufen oder sich zu verteidigen, sich zu schützen. Aus der archaischen Entwicklung heraus, hat der Psoas (gemeinsam mit anderen Muskeln) die Aufgabe, unsere empfindliche Vorderseite und Körpermitte zu schützen. Er kontrahiert, um den Körper fötal zusammenzuziehen oder eben die Flucht zu ergreifen. Er steht unter Spannung und holt auch gleich das Zwerchfell und den Beckenboden mit ins Boot. Jetzt kann es helfen, mal tief durchzuatmen, durch die Nase in den Bauch ein und lange aus. Anspannung kannst du beim Ausatmen bewusst abgeben.

„Als Stressmuskel wird der Psoas mittels Cortisol und Adrenalin in die Aktion gerufen – um wegzulaufen oder sich zu verteidigen, sich zu schützen.“

Würde deine Stress-Reaktion über längere Zeit anhalten und würdest du Anspannung nicht mit Entspannung begegnen, würde dein Psoas in einem verhärteten Dauerzustand verharren und Körper wie auch Geist dauerhafte Gefahr suggerieren. Hier kannst du die Auswirkungen von chronischem Stress erkennen. Dieser kann zu unerklärlichen Rückenschmerzen, Ischias-Beschwerden, Verdauungsproblemen, erhöhter Atemfrequenz und hormonellen Beschwerden führen. Letztlich werden Nebennieren und Immunsystem in die Erschöpfung getrieben. Also: tief durch die Nase einatmen und lange und bewusst ausatmen.

Lesetipp: „Stress als Vata-Störung“ von Christina Kiehas

Der Psoas als „Seelenmuskel“

Auch in der Trauma-Arbeit ist der Psoas wegen seines Zusammenhangs mit Nervensystem und Emotionen relevant. Die Aktivierung und Kontraktion des Psoas geschieht unbewusst bei allen Traumata, unabhängig von der Ursache. Traumatisierung macht sich oftmals durch ein nachfolgendes Zittern bemerkbar, wird allerdings vielfach durch ein Nichtzulassen überlagert. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Prozess, der insbesondere im Tierreich zu beobachten ist: Entkommt das Tier einer Gefahr, beginnt das Zittern. Wird es unterdrückt, fehlt die Rückmeldung ans Gehirn, dass die Gefahr vorüber ist. Die Ausschüttung der Stresshormone Cortisol und Adrenalin wird nicht gestoppt. Der Kampf-Flucht-Starre-Modus läuft weiter, mit allen Auswirkungen auf das Nerven- und Hormonsystem, die Muskeln und Faszien. Im Rahmen der Emotional-Release-Therapie kann es zum Muskelzittern kommen, der Körper zeigt damit die Bereitschaft, das Trauma auf Körperebene abzuarbeiten. Das Zittern kann allerdings auch bewusst ausgelöst werden – es wird neurogenes Zittern genannt. Damit gibst du dem Körper die Gelegenheit, die in den Muskeln sitzenden Traumata zu befreien und die Stressreaktion zu beenden.

Der Shakti Shake

Kennst du den Shakti Shake? Ich spreche hier von einer Schüttelmethode, die
ich gerne in meinen Unterricht einbaue:

  • Komme in eine aufrechte Körperhaltung.
  • Deine Füße stehen mit sattem Bodenkontakt schulterbreit.
  • Deine Knie sind leicht gebeugt.
  • Lass jetzt all deine Gelenke ganz locker und leicht gebeugt.
  • Öffne deinen Mund ganz leicht.
  • Lass auch deine Schultern und Arme entspannt hängen.
  • Schließe deine Augen.
  • Schüttel dich.
  • Jegliche Form der Anspannung kannst du jetzt von dir abschütteln.
  • Das Loslassen kannst du mit einem befreiendem Haaaa begleiten.
  • Erlaube dir, zur Ruhe zu kommen und spüre nach.
  • Kannst du wahrnehmen, dass du Körper wie auch Geist dabei unterstützt hast, zu entspannen?

Auf diese Weise wird aus dem „Stressmuskel“ ein „Mutmuskel“

In der Ayur Yogatherapie leiten wir unsere Klient*innen dazu an, zu erkennen, zu verstehen und zu verändern. Über diesen Ansatz wird Selbstwirksamkeit gepaart mit dem Bewusstsein, dass ich mir selbst helfen kann, erfahrbar. Das ist einer der Grundpfeiler der Ayur Yogatherapie – zu erkennen, dass du Schöpfer*in bist. Darüber, dass du deinem Psoasmuskel die gebührende Aufmerksamkeit schenkst, ihn trainierst, Spannungen löst, trägst du zu einer ausgewogenen Körperstatik bei, kannst dein Nervensystem ausbalancieren und deine Atmung positiv beeinflussen. Dies wirkt sich wunderbar auf Körper und Geist aus: Im besten Fall erfährst du ein Gefühl von Schutz, Stabilität, Vertrauen und Wohlbefinden. Der Psoas bringt uns Vitalität und hält uns sowohl körperlich als auch seelisch im Gleichgewicht. Er verleiht uns Mut und Tatkraft. Ich freue mich, wenn du diesen Qualitäten in dir Raum gibst!

Video: Entspannungs-Übung für den Psoas


Über Christina Kiehas

Mag. CHRISTINA KIEHAS alias YogenaYoga leitet die Ayur Yogatherapie Ausbildung in Österreich und ist Kooperations-Partnerin der Yoga Akademie Austria. Mehr Infos unter www.yogena.at oder du folgst Christina auf Instagram. Noch mehr Videos zum Psoas findest du auf Christinas Youtube-Kanal.

Fotos: © Katrin Schönthaler


Auch hier findest du eine schöne Praxisstrecke mit myofaszialer Selbstmassage, um Spannung im Psoas abzubauen:

Jasmin Bühler – COYA®

„Tiefe Verbindung zu dir selbst und anderen, sind dein Schlüssel für Transformation, Wachstum und Erfüllung.“ Jasmin Bühler ist Yoga- & Tantralehrerin, Relationship-Coach und die Begründerin von COYA. In ihren Workshops, Seminaren und Ausbildungen lehrt sie COYA®, ihre neuartige Kombination aus Coaching, Yoga und tantrischen Elementen. Sie ist Autorin der „COYA Cards“ und des „COYA Begegnungsguides“.

„Als ich mit Anfang 30 nicht mehr leben wollte, war Yoga mein Retter. Erst halfen mir die wöchentlichen Yoagstunden, meinen Alltag als Oberstudienrätin, Mutter und Ehefrau zu bewältigen. Nach dem plötzlichen Tod meines Vaters wurde mir die Endlichkeit des Lebens sehr bewusst. Ich wollte tiefer gehen und absolvierte mehrere Yogalehrerausbildungen. Als ich dann meinen Coachingmentor aus den USA traf, erkannte ich: „Yoga bringt dich zu dir und Coaching bringt dich in die Umsetzung“. Gemeinsam sind Coaching & Yoga mächtig. Sie gehören für mich seitdem zusammen. So ist COYA entstanden.

COYA hat einen radikalen Transformationsprozess ausgelöst. Umzug, Scheidung und Entlassung aus dem Beamtenverhältnis waren die Folge. Als meine Tochter im Alter von acht Jahren mit ihrem Vater in die USA zog, machte ich mich selbstständig. Von der Oberstudienrätin zur Yogalehrerin, Tantramasseurin, Mentorin & Unternehmerin.

In ihrem Unterricht gibt Jasmin all ihre Erfahrungen mit viel Herz und Humor weiter. Ihre Teilnehmer*innen schätzen ihre Offenheit, Toleranz und ihre bodenständige Sinnlichkeit. Bei ihr fühlen sie sich gesehen, angenommen und sicher. Transformation ist mit Jasmin garantiert.

Mehr über Jasmin erfährst du hier: www.jasmin-buehler.com und www.coya.company

Workshop: „The Power of COYA – Ich sein genügt.“

Dein Kopf weiß es längst. Ich bin genug. Doch fühlst du es auch? Jasmin nimmt dich in ihrer Stunde mit auf einer Reise zu dir selbst. Begegne dir liebevoll und übe pure Selbstannahme. Auf allen Ebenen. Körperlich. Emotional. Mental. Energetisch. Und begreife auf Zellebene. „Ich war noch nie falsch. Ich war immer genug. Ich bin genug. Ich werde immer genug sein.“

Jasmin ist Yoga- & Tantralehrerin, Relationship-Coach und die Begründerin von COYA. Seit über 20 Jahren bildet sie Menschen aus und ermutigt sie wahrhaftig sie selbst zu sein. In Liebe, Sex & Business. 

Workshop: „Love & Touch – ganzheitlich tief berühren“

Eine wahrhaftige Berührung geht tief, reicht weit, verbindet und ist heilsam. Berührung nährt. Berührung ist Balsam für Körper, Geist und Seele. Mit Jasmin erlebst du im Rahmen einer Yogastunde, tiefe Berührung & Verbindung.

Jasmin ist Yoga- & Tantralehrerin, Relationship-Coach und die Begründerin von COYA. Seit über 20 Jahren bildet sie Menschen aus und ermutigt sie wahrhaftig sie selbst zu sein. In Liebe, Sex & Business. 

Vortrag: „Endlich entspannt vom Yoga leben können. Vom Yogalehrer zum Coach.“

Jasmin zeigt dir anhand ihrer eigenen Geschichte, wie du vom Yogalehrer zum Coach wirst, deine Yogaschüler noch erfolgreicher unterstützt und einen noch größeren Beitrag in der Welt bist. Auf deine ganz eigene Art und Weise. Lebe deine Berufung, bewirke mehr und verdiene besser. 

Jasmin ist Yoga- & Tantralehrerin, Relationship-Coach und die Begründerin von COYA. Seit über 20 Jahren bildet sie Menschen aus und ermutigt sie wahrhaftig sie selbst zu sein. In Liebe, Sex & Business. 

Workshop: „WWF Yoga für Artenvielfalt“

Verpasse auch nicht Jasmins Workshop in Kooperation mit dem WWF. Alle Infos hier:


Jasmin Bühler auf der Yoga- und VeganWorld Stuttgart 2024:

Freitag, 5. April // 12:45 – 13:30 Uhr // The Power of COYA – Ich sein genügt. // Ganesha Yogaspace

Samstag, 6. April // 10:45 – 11:30 Uhr // WWF Yoga für Artenvielfalt // Ganesha Yogaspace

Sonntag, 7. April // 13:45 – 14:30 Uhr // Love & Touch – ganzheitlich tief berühren // Ganesha Yogaspace

Sonntag, 7. April // 16:15 – 16:45 Uhr // Endlich entspannt vom Yoga leben können. Vom Yogalehrer zum Coach. // Yamuna Vortragsraum