Das Atmabodha: Wer bin ich und wenn ja, nicht ich?

Identität: Wer bin ich?

Das Atmabodha von Shankara gehört sicher nicht zu den Top Five auf der Bücherliste des Yoga. Dabei widmet es sich in großer Tiefe der wahrscheinlich wichtigsten Frage der Yogaphilosophie: Wer bin ich – wirklich?

Text: Sybille Schlegel / Titelbild: Monkey von Business Images via Canva

Die Älteren unter euch kennen sie vielleicht noch: die legendäre und für heutige Verhältnisse unfassbar langsam gedrehte ARD-Quizsendung „Was bin ich?“ Bei diesem „heiteren Beruferaten“ musste ein Rateteam aus Prominenten die Berufe der Kandidat*innen herausfinden. Die kamen herein und kreuzten auf einer Tafel an, ob sie selbstständig oder angestellt sind. Dann stellte Showmaster Robert Lemke die berühmte Frage, auf die ich als Kind immer hingefiebert habe: „Welches Schweinderl hätten’S denn gern?“

Man wählte ein Sparschwein aus, machte eine für den Beruf typische Handbewegung und einer aus dem Rateteam begann mit dem Interview. Für jede Antwort „Nein“ kam ein Fünf-Mark-Stück ins Sparschwein und der nächste Rater beziehungsweise die nächste Raterin an die Reihe. So ging es weiter, bis entweder der Beruf erraten war, zehn Fragen mit Nein beantwortet worden waren oder ich ins Bett geschickt wurde.

Wer bin ich – für Anfänger…

Wer bin ich?
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Im Yoga ist die grundlegende Frage nicht „Was bin ich?“, sondern „Wer bin ich?“. Eine Frage, die ich zunächst als völlig überflüssig angesehen habe. Schließlich weiß ich doch ganz genau, wer ich bin – und sollte ich es mal vergessen, genügt ein kurzer Blick in meinen Personalausweis: Ich bin eine Person mit Namen, Geschlecht, Geburtsdatum, Geburtsort und Adresse. Die Kurzversion meiner Biographie auf einer Plastikkarte im Format DIN A7.

Aber bin ich nicht viel mehr als das? Ich betrete also die Bühne einer 80er-Jahre-Show namens „Wer bin ich?“ (die sagenhafte 34 Jahre lang lief, von 1955 bis 1989). Das Publikum klatscht wohlerzogen. Auf einer Tafel kreuze ich „weiblich“ an und mache eine für mich typische Handbewegung: Ich lege Daumen und Zeigefinger zusammen und spreize die anderen drei Finger ab. Dann setze ich mich, wähle das rosa Schweinderl und überhöre die erste Frage des Rateteams, weil ich noch darüber nachdenke, ob diese Handbewegung eigentlich noch typisch für mich ist oder nicht? Schließlich unterrichte ich kein Yoga mehr, sondern arbeite in einem Büro.

Ich muss an ein Gespräch mit einer Schülerin denken, die mich nach einer meiner letzten Stunden gefragt hatte: „Wer bist du denn, wenn du nicht mehr unterrichtest?“. Die Fragerin aus der Raterunde wiederholt leicht pikiert: „Haben Sie Kinder?“ „Ja, eins.“ „Dann sind Sie Mutter?“ „Äh, ja.“ Bingo: Ich habe mit Ja geantwortet. Das Rateteam hat gewonnen. „Aber doch nicht nur!“, protestiere ich. Lemke gratuliert der ehemals bekannten Schauspielerin aus seinem Team zur schnellen Auflösung und verabschiedet mich. Ein kurzer Spaß. Ich sitze backstage und bin verwirrt: Ich bin das, was ich beruflich tue.

Ich bin Mutter, aber auch Tochter, Schwester, Gattin, Freundin, Nachbarin, Unbekannte. Je nachdem, neben wem ich stehe, bin ich groß oder klein, dick oder dünn. Ich bin meine Vorlieben, Abneigungen und Ängste. Ich bin die, die ich mit drei Jahren war und die heute mit 48. Ich bin lieb, nett, wild, laut und leise. Ich bin alle Adjektive, die ich nach den Satzanfang „Ich bin“ setzen würde. Aber bin das wirklich ich? Ich seufze leicht, denn ich bin offensichtlich so viel – nur eines nicht: beständig eins.

… und für Fortgeschrittene

Wer bin ich?
Foto: ttatty von Getty Images via Canva

Nach mir tritt ein weiterer Kandidat ins Scheinwerferlicht. Sein Name ist Shankara und er sieht ziemlich alt aus. Er schaut milde lächelnd auf die Tafel, ohne etwas anzukreuzen, steht gelassen vor dem jetzt verhaltener klatschenden Publikum, dann setzt er sich. Lemke versucht die Situation mit seinem flotten Spruch zum Schweinderl zu retten. Shankara bittet den Quizmaster, selbst ein Schwein auszusuchen – ihm sei es gleich, welche Farbe oder ob er überhaupt eins bekommt. Das Publikum wird unruhig, denn jeder hat doch ein Schwein zu wollen!

Der Oberstaatsanwalt in der Raterunde beginnt mit dem Fragen, was allerdings angesichts der aktuellen Stimmung im beschaulichen ARD-Studio eher wie ein Verhör wirkt: „Da Sie uns das Kreuz verweigert haben, sind Sie männlich?“ Shankara schüttelt den Kopf. Fünf Mark klirren ins Sparschwein. Die Schauspielerin ist dran: „Dann sind Sie weiblich?“ Negativ. „Sind Sie divers?“ „Nein,“ sagt Shankara lächelnd. Lemke rutscht unruhig auf seinem Stuhl hin und her. Die nächste Frage: „Ihr Name wirkt indisch, sind Sie Inder?“ „Nein, ich habe keine Staatsangehörigkeit.“ Fünf Mark ins Schwein. „Sind Sie ein Philosoph?“ „Nein.“ Klirr. „Ein Anarchist?“ „Nein.“ Klirr. „Haben Sie im Mai Geburtstag?“ „Ich wurde nicht geboren.“

Es gibt Tumult im Publikum und fünf Mark ins Schweinderl. „Aber Sie sitzen doch hier vor uns. Ich kann Ihren Körper genau sehen.“ „Ich bin nicht mein Körper.“ „Sie denken wohl, Sie können uns veräppeln“, knurrt der Oberstaatsanwalt. „Nein,“ lächelt Shankara. „Ich bin nicht meine Gedanken.“ Es klirrt lauter als zuvor: Lemke hat wild gestikulierend das Sparschwein vom Tisch geschmissen. Er ringt um Fassung: „Aber wer sind Sie denn?“ „Ich bin das,“ erklärt Shankara lächelnd. Die ARD bricht die Übertragung ab…

Die Antwort auf die logische Frage

Zu Hause angekommen, greife ich ins Bücherregal. Mit ist eingefallen, dass ich vor Jahren mal ein Buch dieses mysteriösen Spielshow-Kandidaten Shankara gekauft habe: „Atmabodha. Das Erkennen von Atman.“ Ich habe die Übersetzung von einem gewissen Raphael, aber die Fassung enthält zum Glück auch die Sanskrit-Verse, wenngleich ohne Devanagari-Schrift. Beim großen Onlinehändler gibt es noch drei weitere Übersetzungen, eine davon ein gratis Kindle.

Dennoch: das Atmabodha gehört bisher ganz sicher nicht unter die Top-Five-Must-Reads der Yogaszene. Ich hatte meine Fassung vor ein paar Jahren erstanden, weil es Workshopthema meiner Lehrerin auf einem Jivamukti-Retreat nahe des Chiemsees sein sollte. Am Ende haben wir doch ein anderes Thema behandelt und das schöne grüne Buch wanderte ins Regal.

Aber wie es so schön heißt: Die Dinge kommen zu einem, wenn man bereit ist. Und die Frage „Wer bin ich?“ wurde für mich in den letzten Jahren und Monaten immer wichtiger. Ich wusste natürlich, dass dieses „Wer bin ich?“ die Frage im Yoga ist, in meinem Lieblingsbuch „I am that“ von Sri Nisargadatta Maharaj geht es Seite für Seite darum. Doch erst jetzt fühlt sich die Frage authentisch an: Sie kommt ehrlich aus mir selbst heraus.

Also powerlese ich das Atmabodha an einem Samstagnachmittag, so wie ich es gelernt habe: Vers für Vers auf Sanskrit chanten, kontemplieren, die Übersetzung lesen, selbst übersetzen, kontemplieren, notieren. Es sind 68 Verse. Schlicht, in einfacher Sprache formuliert. Keine blumige Poesie. Aber, oh Mann, was für eine Klarheit darin liegt! Was für eine Liebe. Shankara hat es echt drauf, denke ich. Er weiß, wovon er schreibt, weil er es ist. Anders ist diese Klarheit nicht möglich.

Die Essenz des Seins

Atmabodha auf einen Blick

Verfasser: Shankara (788-820 n. Chr.)
Umfang: 68 Verse
Philosophierichtung: Advaita Vedanta
Atman: das wahre Selbst, identisch mit Brahman
Jiva: das persönliche Selbst 
Ziel: Befreiung durch Erkenntnis des Atman
Mittel: Meditation, Hingabe, Neti Neti

Verwendete Version: Raphael, Shankara:
Atmabodha. Die Erkenntnis des Atman, Rom, 1991.

Wie der Titel schon sagt, geht es um Atman. Davon hat man sicher in der Yogawelt, im Teacher Training oder sonstwo schon mal gehört: Atman ist die individuelle Seele, Atman, das bist du. Aber wer ist das eigentlich? Schon oft habe ich in meinen Artikeln die Chandogya Upanishad zitiert, in der es ebenfalls um diese Frage geht und die Antwort der Weisen lautet dort: „Das Reale ist Brahman. Und Brahman ist Atman. Und das bist du: Tat twam asi.“ Atman ist also das, was ich wirklich bin, das was identisch ist mit Brahman. Nur das ist für die philosophische Richtung Advaita Vedanta real oder wirklich, denn es ist beständig und ewig, unwandelbar und einzigartig. (Schau dich mal um, was in deiner Umgebung so darunter fällt. Genau: nichts.) 

Brahman ist der Urgrund, die Ursache und die Essenz des Seins. Diese Wirklichkeit jenseits von Zeit und Raum, jenseits von Sinneseindrücken und Kenntnis durch den Geist, kann durch uns Menschen erkannt werden. Da sie gekennzeichnet ist von Glückseligkeit und tiefem Frieden, können wir uns mit ihr sogar mehr identifizieren als mit unseren persönlichen Merkmalen, unserem vergänglichen Körper, dem flüchtigen und unsteten Geist. Das behauptet jedenfalls Shankara im Atmabodha.

Wege der Erkenntnis

Verbunden mit Allem
Foto: Gorchittza2012 von Getty Images via Canva

Zum Glück erwähnt er gleich eingangs die Zielgruppe für diesen Lehrtext:“ „Alle, die nach Befreiung streben, von Irrtum (Avidya) gereinigt, in Frieden und frei von Begehren sind“ (AB 1). Da gehöre ich noch nicht so ganz dazu. Aber immerhin mit dem Streben kann ich mich anfreunden und da ich gerne frühzeitig über meine Destinationen informiere, lese ich weiter und lerne: Atman kann ausschließlich durch Erkenntnis erfahren werden. Das Atmabodha auswendig lernen reicht also nicht. Die Erkenntnis – und damit das automatische Verschwinden von Avidya (Irrtum) – wird von Shankara in mehreren Bildern beschrieben: Wie die Sonne, die Dunkelheit vertreibt, wie Feuer, das seinen Brennstoff auffrisst. Atman ist überall und, da identisch mit Brahman, Urgrund, Ursache und Essenz von allem, das existiert.

Das Problem: Atman kann nicht über die Sinne und den Geist – das Dreamteam für die Wahrnehmung der Außenwelt – erkannt werden, da er „wie ein Kristall die Farbe seiner Umgebung annimmt“ (AB 15). Oder „wie der Mond sich scheinbar bewegt, wenn er sich in den Wellen von Wasser spiegelt“ (AB 22). Atman in der Außenwelt zu finden, ist daher unmöglich, sagt Shankara, denn unser Geist fällt immer wieder auf die stärkeren, verdeckenden Sinnesreize rein. Abgesehen davon, ist es Atman, der sowohl die Sinne als auch den Geist mit Bewusstsein erleuchtet (AB 28), denn seine Natur ist die Erkenntnis, dadurch braucht er nur sich selbst zu dieser und nichts sonst. So wie eine Lampe keine andere Lampe braucht, um zu leuchten (AB 29).

Im Intellekt, den wir als Mahat oder Buddhi kennen, kann sich das Erkennen widerspiegeln (AB 17) – wir merken es also. Das ist der Moment, sagt Shankara, in dem sich die verdunkelnden Wolken von der Sonne wegziehen und sie frei geben (AB 43). Wie bei den Simpsons im Vorspann. Atman ist wie die Sonne des Herzens, die die Dunkelheit zerstreut, strahlend auf ewige Weise, alles erleuchten lassend.“ (AB 67) Das Problem ist, dass wir meistens den Geist oder das Ego für Atman halten (AB 27).

Alles ist eins

Schmetterling
Foto: fcscafeine von Getty Images via Canva

Shankara nennt es Jiva: Unser Verständnis für uns selbst als Person, basierend auf der Identifikation mit Körper, Geist und Geschichte. Das, was „ich“ und „mein“ sagt. Diese Identifikation nennt er Unwissenheit (Avidya), welche durch die Erkenntnis des Atman zerstört wird. Klingt rabiat. „Ersetzt“ oder „ausgetauscht“ wäre ebenso richtig. Wichtig ist nur zu verstehen, dass es ein entweder oder ist. Man kann sich nicht gleichzeitig für Sybille Schlegel, 48, etc. pp und Atman halten.

Ach so, denke ich. Deshalb waren die Antworten von Shankara in der Quizsendung so komisch: Jede einzelne war eine Jiva-Frage. Die er – ganz im Atman aufgegangen – natürlich nicht beantworten konnte. Shankara sagt, dass mit dem Atman-Erkennen alles eins wird: das Universum in sich und alles in Atman sehend. (An dieser Stelle ist es Zeit für einen kleinen Ego-Test: Ja. Meins ist aktiv: Hoho, das Universum bin ich. Alles meins, meins, meins…).

Wie andere Yogatexte erklärt auch Shankara, dass zur Erkenntnis die Bereitschaft zur aktiven Aufgabe der Ego-Person gehört. Es ist aber eine Befreiung des Jiva, eine Befreiung von Leid basierend auf Körper und Geist (AB 32-34). Er vergleicht es mit einer Larve in einem beengten Kokon, die zum frei flatternden Schmetterling wird. Zur Befreiung gehört also das Ablegen der Fesseln, die wir aus Gewohnheit und Unkenntnis gar nicht bemerken.

1) „Meditiere auf Atman“, rät Shankara. Stetig und hingebungsvoll. Ein bisschen komplex, wenn man auf ein Objekt meditiert, das eigentlich keines ist. Beginne daher mit einer Kontemplation auf die Frage: Wer bin ich?

2) Neti Neti, die Praxis des Verneinens (Sanskrit: na iti, nicht jenes). Da Atman ungeboren und unvergänglich ist, ungebunden von Zeit und Raum, schaue dich um und frage dich: Ist das Atman? Neti Neti …


Autorenfoto Sybille Schlegel

Unsere Philosophie-Expertin Sybille Schlegel stieß vor Jahren auf diesen Text, hat ihn aber erst kürzlich gelesen. „Zum Glück“, sagt sie, „denn damals hätte ich nicht ein Wort verstanden.“ Heute spürt sie großen Respekt vor einem Yogameister, der in einfachen Worten das Unbeschreibliche nahezu begreifbar macht. Mehr über Sybille erfährst du auf ihrem Instagram Account.


Lese noch mehr von Sybille Schlegel und lerne von der Yogaphilosophie:

#128 Tabuthema Menstruation: Mit Zyklusbewusstsein die Kraft der Periode verstehen und nutzen – mit Barbara Dopfer

Wie Zyklusbewusstsein das Leben verändern kann: Praktische Tipps für mehr Energie und Balance in jeder Zyklusphase

In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ widmet sich Gastgeberin Susanne Mors einem Thema, das oft unter den Teppich gekehrt wird, aber jeden Monat Millionen Menschen betrifft: dem Menstruationszyklus und der Kraft des Zyklusbewusstseins.  Zusammen mit ihrer heutigen Gästin, der Zyklus-Coachin und Yogalehrerin Barbara Dopfer, taucht Susanne tief in die verschiedenen Phasen des Zyklus ein und zeigt auf, wie ein bewusster Umgang mit diesen Phasen den Alltag und das eigene Wohlbefinden revolutionieren kann.

Barbara erklärt, wie jede Phase des Zyklus – von der Menstruation bis zum Eisprung – nicht nur körperliche Veränderungen, sondern auch unterschiedliche Energielevels und emotionale Schwingungen mit sich bringt. Sie zeigt, wie Yoga, Achtsamkeit und Selbstfürsorge helfen können, diese Schwankungen als Stärke zu nutzen. 

Dann sprechen die beiden Frauen darüber, warum das Menstruationszyklus-Bewusstsein auch im Yoga wichtig ist und wie Frauen ihre Praxis gezielt an die Bedürfnisse ihres Körpers anpassen können, um mehr Balance und Selbstbewusstsein zu finden. Eine inspirierende Folge für alle, die neugierig auf das Potenzial des Zyklusbewusstseins sind und die Kraft der Menstruation für sich entdecken möchten.

Das neue Heft ist da! Titelthema „Heimat“

Das neue YOGAWORLD JOURNAL ist ab sofort im Handel und in unserem Online Shop erhältlichDiese Themen erwarten dich im neuen Heft:

Titelthema „Heimat“

Heimat finden wir im Grunde nur in uns selbst. Oder braucht sie vielleicht doch einen festen Ort? Was muss zusammenkommen, damit wir uns wirklich „zu Hause“ fühlen? Und wie kann uns Yoga dabei helfen? In dieser Ausgabe begeben wir uns auf eine Erkundungstour …

Foto: Iryna Khabliuk via Canva

Wenn es draußen ungemütlich wird und wir es genießen, es uns zu Hause gemütlich zu machen, dann ist ein guter Moment, um mal darüber nachzudenken, wo wir uns eigentlich auch über die eigenen vier Wände hinaus so richtig zu Hause fühlen. Geborgen. Daheim. Beheimatet. Dabei ist Heimat natürlich sehr viel mehr ist als ein Land oder eine regionale Identität … Wir bewohnen ja im besten Fall auch unseren Körper, fühlen uns heimisch bei lieben Menschen oder in unserer Yogapraxis und finden Geborgenheit im eigenen Herzraum. Tauche im neuen Heft mit uns tiefer in das Thema „Heimat“ ein!

Außerdem in dieser Ausgabe:

  • Selbstbewusstsein – das bedeutet im Yoga auch, sich seiner selbst bewusst zu sein. Wir haben mit Lena Jungmann darüber gesprochen.
  • Somatic Strength Training: Lizzie Lasater und Mary Richards erklären, warum Kraftaufbau im Yoga oft zu kurz kommt und zeigen, wie du mit yogischer Körperwahrnehmung und effektiven Übungen Stabilität gewinnst.
Cover-Model Lizzie Lasater zeigt dir eine kräftigende Sequenz, die deinen unteren Rücken stabilisiert und dir mehr Halt und Leichtigkeit schenkt. Foto: Dani Gruber
  • Beckenboden: Wege zu mehr Präsenz, Kraft und Balance an der Basis deines Körpers
  • Jnana Yoga: Das Jahresende ist eine schöne Gelegenheit, sich auf den philosophischen Übungsweg des Yoga zu begeben
  • Wintersonnwende: eine Home Practice von Daniela Mühlbauer, die dich einlädt, Licht im Dunkeln – und in dir selbst – zu finden

… und vieles mehr.

Die YOGAWORLD JOURNAL Online Ausgabe

Das neue YOGAWORLD JOURNAL gibt es auch als Online-Ausgabe. Ganz einfach, ohne Papier, ohne langes Warten und ohne Versandkosten, direkt in unserem Online Shop. Lade dir einfach und bequem deine Wunsch-Ausgabe herunter – egal ob alt oder neu:

„Mein Leben ist mein Yoga“ – Interview mit Marica Bodrožić über Yoga & Heimat

Marica Bodrozic: Heimat

Geboren 1973 im Hinterland von Split und aufgewachsen in Hessen, lebt die Schriftstellerin Marica Bodrožić inzwischen in Berlin. Wir sprachen mit ihr über Yoga, Heimat und ihren kürzlich erschienenen Roman „Das Herzflorett“.

„Heimat“ ist auch das Titelthema unseres neuen YOGAWORLD JOURNALS 06/2024. (Jetzt hier und am Kiosk erhältlich!)

Text: Andrea Goffart / Titelbild: Silke Mondovits

Liebe Marica, als wir dieses Gespräch vereinbart haben, schriebst du mir, dass Yoga dich durch die herausforderndsten Zeiten getragen hat.

Ja, ich sehe Yoga als Möglichkeit, immer wieder zu mir zurückzukehren, still zu sein. Als ich meine Tochter zur Welt brachte, dachte ich, ich müsse wie bisher meine Übungen machen. Irgendwann habe ich verstanden, dass mein Leben mein Yoga ist. Ja, natürlich, die Asanas sind wichtig und erfüllen mich mit tiefer Ruhe und Freude. Und über das Yoga-Üben lerne ich immer wieder ins Üben allgemein zu kommen: Wenn ich im Alltag einer Grenze begegne, dann kann sie zu meiner Übung werden, zu meinem Yoga. 

Eine Haltung, die wir im Yoga annehmen und die auf unser Leben strahlt?

Yoga: Der Baum - Heimat
Foto: Lolostock via Cnava

Ja, eine Haltung, ohne die mein Leben undenkbar wäre, gerade in wackeligen Zeiten. Wenn ich den Baum übe, sehe ich, wie es mir wirklich geht, weil der Körper es zum Ausdruck bringt. Und dadurch lerne ich, auch im Alltag milde mit mir umzugehen. Ich zittere – na und? Auch eine Zitterpappel zittert. Trotzdem bin ich ein Baum, ein Baum, der in seinem Leben steht.

Diese Baumerfahrung findet sich auch in „Herzflorett“ …

Während ihre Mutter ihr immer wieder zusetzt, verbindet sich meine Romanfigur, Pepsi, mit einem Baum in ihrer Straße. Wenn sie ihn lange genug anschaut, wird er zu einer Art zweitem Rücken. So nehme ich die Dinge wahr und so schreibe ich auch darüber, es ist ein großes Lebensgespräch. Meine Yoga-Praxis ist eine tiefe Kraftquelle.

„Das Herzflorett“

Maricas autofiktionaler Roman „Das Herzflorett“ ist bei Luchterhand erschienen.
Er erzählt von einem Dorf im Taunus. Einer Familie aus Dalmatien.
Einer zerrissenen Kindheit und rebellischen Jugend:
Von einer jungen Frau und ihrem Weg in die Freiheit.

Tipp: Marica Bodrožić ist mit ihrem Roman auf Lesereise,
unter anderem in Berlin, Dornach, Chemnitz, Wien und Oldenburg.

Weil sie dich berührbar macht?

Jeder Mensch, der seine Seele lebt, wird auf eine ganz natürliche Weise berührbar. Wer als Mensch echt ist, geht einen herausfordernden Weg. Es ist sehr fordernd, in einer Welt der Äußerlichkeiten und des Wettbewerbs in die Zärtlichkeit mit sich selbst zu gehen. Das Leben hat mir immer wieder Situationen geschenkt, die schwer zu meistern waren. Dann war es unumgänglich, mich etwas zu trauen, Vertrauen zu üben und diese Situationen zu überwinden. Nicht im Sinne einer Gegnerschaft, eines Kampfes, sondern im Sinne eines Weges.

Das will ich in meinen Büchern zeigen: Es ist wichtig, den Weg zu gehen und nicht den Weg zu bekämpfen. Das ist im Leben so, im Yoga, im Schreiben. Es geht um einen Frieden, der die Stürme des Lebens aufnimmt. Sie sind im Körper empfunden und integriert.

Beheimatet? 

Marica Bodrozic: Heimat

Ja, im Körper beheimatet. Innen. Heimat ist nicht im Außen, dort habe ich sie nie gesucht. Sie ist innerlich und Yoga verbindet uns. Für mich ist Heimat nur zu finden, wenn ich das aufgebe, was mir als Heimat aufgezwungen wurde. Die neue Heimat zu suchen, ist immer mit dem eigenen Menschsein verbunden. Und das ist nur in der Verbindung mit anderen Menschen zu spüren.

Vielleicht ist auch deine Erfahrung, zwischen zwei Orten zu stehen, zwischen Dalmatien und Hessen, eine Einladung für diese Art von neuen Verbindungen?

Ich denke, gerade das Dazwischen schenkt einen Blick auf die verbindenden Momente. Im Roman erlebt Pepsi, wie der Süden und der Norden in ihr in Einklang kommen.

So wie deine Protagonistin hast auch du eine Heimat in der Sprache gefunden.

Ja, in meiner Arbeit bin ich zuhause, ich gehe nirgendwohin arbeiten, immer nur zu mir. Die Sprache ist für mich eine Art Erde.

Und auf dieser Erde gibt es auch Stürme, die wir nicht beiseite schieben dürfen …

Genau, deswegen heißt mein Buch „Das Herzflorett„: Es geht um geistiges Fechten, als innere Kunst, sodass man sich selbst nicht zerstört. Und auch anderen nicht wehtut. Pepsi spricht im Roman davon, dass einen niemand so berühren kann wie ein Mensch. Niemand kann einen so verändern, niemand kann einen so herausfordern. Und das ist das Schöne an der menschlichen Existenz, nicht wahr? Es fällt dann auch jedes Muß weg. Und das Leben wird zum kostbaren Geschenk.


Autorin Andrea Goffart

Andrea Goffart ist Biografin, Ghostwriterin und Schreibcoach. Mehr über die Autorin findest du auf ihrer Website.

Hier kannst du noch mehr von Andrea Goffart lesen:

Playlist „Blooming into yourself“ von Lena Jungmann

Kann man im Yoga zu mehr Selbstbewusstsein finden? Lena Jungmann meint: auf jeden Fall! Sie vergleicht diesen Weg mit dem Aufblühen einer Blume, denn auch wir Menschen streben nach Licht und nach Entfaltung und können dank Praxis und Geduld zu starken Individuen heranwachsen.

Fotos: Mustafa Ali Abdullah

Im YOGAWORLD JOURNAL 06/24 haben wir ein Interview mit der Berliner Yogalehrerin geführt. Darin erzählt sie unter anderem, wie Yoga ihr eigenes Selbstbewusstsein beeinflusst hat und zeigt ihre liebsten Yogahaltungen, die dich dabei unterstützen, fest und selbstbewusst im Leben zu stehen. Hole dir hier das Heft im Online-Shop!

Passend zum Thema hat Lena diese wundervolle Yoga-Playlist erstellt:

Yoga-Playlist „Blooming into yourself“

Über Lena Jungmann

@happylenayoga heißt Lena Jungmanns Instagram-Account – und mit dieser fröhlichen Energie unterrichtet die aus Österreich stammende Wahl-Berlinerin auch ihre Hatha-, Vinyasa- und Yin-Yoga-Klassen und -Retreats. Lenas Mission: Yoga für alle!

„Meine ganze Kindheit habe ich getanzt. Als ich fürs Studium dann umgezogen bin, habe ich Yoga kennen und lieben gelernt.“ Mit 21 Jahren hat sie ihre Yogalehrerinnen-Ausbildung gemacht. Ihre Stunden erinnern an die Kraft, Wärme und Herzlichkeit, die in jedem/jeder von uns stecken. On top gibt es eine Extraportion Achtsamkeit, ein bisschen Humor und aufregende Übergänge.

Mehr über Lena erfährst du auch auf ihrer Webseite Happy Lena Yoga.


Höre gerne auch diese schöne Playlist, die Lena vor einiger Zeit für uns erstellt hat:

Samhain – das heutige Halloween

Der Vorabend von Allerheiligen ist Halloween – oder für uns kulturell etwas näher – das keltische „Samhain“, das Fest des Sommerendes. Wir erklären euch, wie das Fest in die Yoga-Tradition passt und geben Tipps für Affirmationen und eine stille Praxis.

Die Bedeutung von Samhain

Samhain ist das Fest vom 31. Oktober auf den 1. November. Das Wort „Samhain“ bedeutet Vereinigung und symbolisiert den Raum zwischen Vergangenheit und Zukunft. Früher war es das Fest des Jahresendes und des Neuanfangs. Auch die alten Kelten glaubten, dass die Grenze zwischen den Welten geöffnet ist und die Seelen der Toten heimkehren, um ihre Familien wiederzusehen.

„Die Herausforderung der Jahreszeit, die durch diese Nacht eingeleitet wird, besteht darin, sich einfach an einen Ort der Stille zu begeben und einfach da zu sein, wo man ist: sich nicht vorwärts oder rückwärts zu bewegen, sondern einfach ganz und gar präsent zu sein, im Raum zwischen Vergangenheit und Zukunft.“ (Aus „Frauenrituale, Frauenmysterien“ von Ruth Barrett.)

Unsere Herausforderung in der Herbst-Winter-Periode besteht darin, einerseits die Dunkelheit anzunehmen und andererseits Licht in die Dunkelheit zu bringen. Wir erkennen, wie die Dunkelheit uns in den Herbst- und Wintermonaten Ruhe, Regeneration und Erneuerung bietet. Gleichzeitig ist es wichtig, die dunklen Tage zu erhellen, indem wir heilsame Bilder des Lichts visualisieren.

Yoga-Tradition und Samhain-Rituale

Im klassischen Yoga wird der göttliche Funke im Inneren als Atman bezeichnet, der wie eine Flamme oder eine ständig brennende Kerze ist, die im Herzraum entzündet wurde. Wenn die Natur (Prakriti) in die Phase des Verfalls und Rückzugs eintritt, können wir die dunkle, schwere (Tamas) Qualität der Jahreszeit ausgleichen, indem wir sattvische Bilder von Licht und Leuchtkraft visualisieren. Wir zünden eine Kerze in der Dunkelheit an und lenken unser Bewusstsein nach innen, um das zu betrachten, was ewig und unveränderlich ist.

Wir können uns auch von Diwali, dem hinduistischen Lichterfest, inspirieren lassen, das dieses Jahr am 20. Oktober gefeiert wird. Diwali bedeutet „eine Reihe von Lichtern“ und steht für den Neubeginn. Die hinduistische Göttin Lakshmi besucht nur Häuser, die sauber und gut beleuchtet sind. Deshalb werden zu Diwali die Häuser der Hindus mit Dutzenden von flackernden, handbemalten Terrakotta-Lampen beleuchtet.

Altes loslassen und Platz für Neues schaffen

Wenn der Herbst in den Winter übergeht, treten wir in die dunkelste Phase des Jahres ein, bis die Sonne zur Wintersonnenwende im Dezember wiedergeboren wird. Jedes Ende ist ein neuer Anfang. Samhain oder Halloween ist die perfekte Zeit, um zu planen und neue Ideen ins Leben zu bringen. Denn so wie eine Blumenzwiebel über den Winter in der Erde ruht, ist sie im nächsten Frühjahr bereit, neue grüne Triebe sprießen zu lassen.

Verbringe jetzt einige Zeit damit, dir vorzustellen, was du in der nächsten Wachstumsperiode in die Welt bringen willst und was du gerne wachsen sehen willst, wenn der Frühling wiederkommt.

Bild: Elina Fairytale via Pexels

Affirmationen für Samhain

  • „Tiefer Frieden“
  • „Liebe und Licht“
  • „Liebe vertreibt Furcht“
  • „Innehalten, Beruhigen, Ruhen, Heilen“
  • „Nur dieser Moment“
  • „Jedes Einatmen, ein neuer Anfang“
  • „Jedes Ausatmen, ein vollständiges Loslassen“
  • „Ich weiß, dass ich alles erreiche“
  • „Ich habe alle Zeit der Welt“

Candlelight Yoga und Intention

Ob du dich für einen dynamischen Flow entscheidest oder eine entspannte Yin Yogastunde zu Samhain kannst du abends bei Kerzenschein üben. Die veränderte Lichtqualität, die mit Kerzenlicht einhergeht, gibt deinem Nervensystem sanfte Impulse, die dein Unterbewusstsein ansprechen.

In deiner Praxis können diese vier Aspekte von Samhain im Fokus sein:

Heilung: Vergangene Traumata und Verletzungen loslassen, um im Hier und Jetzt unser volles Potenzial zu leben.

Annehmen: Wenn wir das annehmen können was ist, kann Veränderung geschehen.

Vergeben: Eine der schwierigsten Aufgaben ist das Loslassen von Menschen, Taten und Erfahrungen, die uns verletzt haben.

Verbindung: Erinnere dich an deine Vorfahren und Lehrer in Liebe und Licht. Lass dich von ihrer Kraft erfüllen und erkenne die Veränderungen, die dir schon vorangegangen sind. Verbinde dich mit der Energie der Transformation.

Hier erfährst du mehr zur Licht-Meditation…


Titelbild: Elina Fairytale via Pexels

#127 Vom Überlebenskampf zur Yoga-Studio-Gründerin: Ein persönliches Yogi-Portrait – mit Ute Albrecht-Mayr

Eine Reise durch persönliche Höhen und Tiefen: Ute Albrecht-Mayr über Yoga, Heilung und neue Wege

In dieser Folge „YogaWorld Podcast“ erwartet euch eine ganz besondere Premiere: Das neue Format „Yogi-Portraits“ geht an den Start! Gastgeberin Susanne Mors hat dafür eine inspirierende Persönlichkeit eingeladen – Ute Albrecht-Mayr, Gründerin des Salon de Shakti in München. Utes Weg ist ebenso vielfältig wie beeindruckend. Aufgewachsen in einer Familie, die alles andere als gewöhnlich war, erzählt sie von ihrer Kindheit mit einem Vater, der nach zwei Weltkriegen eine bunte Geschäftswelt aufgebaut hat und wie sie sich später durch eigene berufliche und persönliche Herausforderungen kämpfte.

Eine Nahtoderfahrung bei der Geburt ihrer Tochter, der Aufbau ihres gemeinnützigen Vereins Azurkind und ihre Leidenschaft für alternative Heilmethoden und Hormonyoga haben Ute geprägt und zu der starken Frau gemacht, die sie heute ist. In dieser Folge teilt sie ihre berührende Geschichte, spricht über die heilende Kraft des Yoga, ihre Visionen für die Zukunft und was es bedeutet, im Leben trotz aller Rückschläge immer wieder aufzustehen.

Erlebe in diesem offenen und ehrlichen Gespräch, wie Yoga Ute in den schwierigsten Momenten begleitet hat, welche spirituellen Einsichten sie gewonnen hat und wie sie all das in ihre Arbeit einfließen lässt. Freue dich auf spannende Einblicke in die Welt einer Yogini, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, anderen Frauen mit ihrer Arbeit zu helfen – ob durch Hormonyoga, alternative Frauenheilkunde oder Buddhistische Psychotherapie.

Hör gleich rein und lass dich inspirieren. Und vergiss nicht: Deine Unterstützung – ob durch eine Bewertung, einen Kommentar oder das Teilen des Podcasts – hilft uns, noch mehr Menschen zu erreichen. Danke dir von Herzen und viel Freude beim Hören.

Erlebe tiefgehende Transformation im Breathwork Retreat

Husma Retreats - Yoga und Breathwork

Auf der Suche nach einem etwas anderen Retreat? Etwas, das mehr bietet als der klassische Yoga-Urlaub? Dann sind die Breathwork Retreats von Husma genau das Richtige für dich. Hier erwartet dich eine kraftvolle Mischung aus Atemarbeit, Yoga und Meditation, die dich in eine tiefe innere Transformation führt – sei es im Paradies von Sri Lanka oder auch in Deutschland. Bei Husma Retreats findest du diesen ganz besonderen Mix aus intensiver Selbstarbeit und Entspannung an traumhaften Orten. //anzeige

Was macht Husma Retreats so besonders?

Husma Retreats - Yoga und Breathwork

Hinter Husma Retreats stehen Alexander Keil und Martina Drechsel, die seit mehr als sieben Jahren das beliebte Green Peace Inn direkt am Strand von Sri Lanka leiten. Mit Husma Retreats bringen sie ihre umfassende Expertise in Atemarbeit, Meditation und Yoga nun auf ein internationales Level und weiten ihr Angebot auf Deutschland aus. „Die Season in Sri Lanka im Süden ist nur 5-6 Monate von November bis April im Süden und dann wechselt sie an die Ostküste. Nochmals einen zweiten Standort in Sri Lanka aufmachen, war für uns keine Option. Und der Wunsch war, die gleiche Arbeit auch im Sommer in Europa zu machen und auch es den Menschen zu ermöglichen, die nicht extra nach Sri Lanka fliegen wollen,“ erklärt Alex. So entstand die Idee, ab 2023 Breathwork Retreats in Deutschland anzubieten.

Diese Retreats bieten weit mehr als nur einen typischen Yoga-Urlaub. Du hast hier die Möglichkeit, tiefer in die Atemarbeit einzutauchen – mit täglich 6 Stunden Praxis und Theorie, wie man sie sonst nur in Teacher-Trainings erlebt. „In unseren Retreats kommt alles zusammen, was wir auf unserem eigenen Weg gelernt haben,“ beschreibt Alex die ganzheitliche Herangehensweise von Husma. „Als ich mit der Meditation angefangen hatte, wusste ich noch gar nicht, wie sehr sie mir in vielen Bereichen meines Lebens helfen würde. Erst später, nachdem ich mehrere Jahre selbst praktiziert hatte, verstand ich auch die Vorteile und den Nutzen der Meditation. Da wuchs auch der Wunsch in mir, das mit anderen zu teilen.“

Breathwork Retreat plus Yoga – eine tiefe Erfahrung

Husma Retreats - Yoga und Breathwork

Yoga stärkt den Körper, beruhigt den Geist und schafft Raum für Entspannung. Breathwork geht einen Schritt weiter. „Atemarbeit ist heute ein aufstrebender Trend, wie Yoga es einmal war,“ so Alex. Während des Retreats lernst du verschiedene Atemtechniken, die dir helfen, emotionale und körperliche Blockaden zu lösen und deinen Körper auf einer tiefgreifenden Ebene neu zu erleben. „Und genau das ist die Magie dieser Arbeit. Aus unserer Sicht ist es die Präsenz mit uns selbst, unserem Körper und unserer Atmung, was uns hilft, uns von gespeicherten Erfahrungen zu befreien.“  

Besonders wirkungsvoll ist dabei die Kombination aus Breathwork und Yoga, wie Martina erläutert: „Yoga ist ein wunderbares Werkzeug, um auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene zu arbeiten. Es hilft, das im Breathwork Erlebte zu verarbeiten und zu integrieren.“ Morgens gibt es aktive Yoga-Sessions, die den Körper auf die Atemarbeit vorbereiten, während am Abend Yin Yoga Raum bietet, um die Erfahrungen des Tages zu reflektieren und zu vertiefen: „Hier haben die Teilnehmenden Zeit in den Yogapositionen 3-6 Minuten zu verweilen und dem Körper, dem Geist und den Emotionen Zeit zu geben, zu fühlen, wahrzunehmen, loszulassen und Raum für Neues zu entwickeln.“

Dein Tagesablauf bei Husma Retreats

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  • Husma Retreats - Yoga und Breathwork
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Ein Tag bei Husma Retreats verbindet intensive Arbeit und Erholung auf ausgewogene Weise. Die Retreats sind so strukturiert, dass du sowohl praktische als auch theoretische Einblicke in die Welt der Atemarbeit erhältst. „Wir unterrichten sowohl östliche als auch westliche Traditionen der Atemarbeit, weil wir glauben, dass beide viel zu bieten haben,“ erklärt Alex. Diese ganzheitliche Herangehensweise macht die Retreats zu einem tiefgehenden Erlebnis.

Ein typischer Tagesablauf bei Husma sieht so aus:

Jeden Tag gibt es ein Thema, auf das wir uns in den Sessions konzentrieren,“ erklärt Alex. Diese Themen geben den Retreats Struktur und machen es leichter, die Inhalte nachhaltig in den Alltag zu integrieren.

7.00 – 8.15 Uhr: Wake-Up Yoga – eine morgendliche Yoga-Praxis, die dich auf den Tag vorbereitet.

8.30 – 11.15 Uhr: Breathwork-Session – Atemarbeit in der Gruppe, die dir hilft, tief in dein Inneres zu blicken.

11.15 Uhr: Gesundes, pflanzenbasiertes Brunch – perfekt, um Energie zu tanken.

12.00 Uhr: Zeit für Integration, Workshops, Talks oder Journaling – um das Erlebte zu reflektieren.

17.00 – 18.30 Uhr: Yin Yoga – eine sanfte Yoga-Einheit, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

20.30 Uhr: Meditation – eine abendliche Praxis, die den Tag harmonisch abschließt.

Retreats in Sri Lanka und in Deutschland

Die Ursprünge von Husma Retreats liegen im tropischen Sri Lanka, wo das Green Peace Inn, direkt am Strand gelegen, den perfekten Rahmen für intensive Atemarbeit bietet. „In Sri Lanka haben wir die Möglichkeit, viele Retreats nacheinander zu halten – das hat uns erlaubt, unser Konzept zu verfeinern,“ berichtet Martina. Seit 2023 ist das erfolgreiche Konzept auch in Deutschland verfügbar – eine ideale Option für alle, die ohne lange Reisen an einem Retreat teilnehmen möchten.

Was erwartet dich bei einem Husma Retreat?

Intensive Atemarbeit: Du lernst verschiedene Atemtechniken, die dir helfen, Stress abzubauen und emotionale Blockaden zu lösen. „Es geht darum, dass die Teilnehmenden Atemtechniken am eigenen Körper erfahren und spüren, wie sie wirken,“ erklärt Martina. „Der verbundene Atem liegt bei uns im Mittelpunkt unserer Retreats. Dazu unterrichten wir dann auch traditionelles Pranayama aus dem Yoga (Atemkontrolle) und verbinden beides dann mit verschiedenen Meditationstechniken. Wir versuchen den Gästen ein ganzheitliches Bild, also wie alle diese Themen zusammenhängen, mitzugeben.“

Kombination aus Theorie und Praxis: Du erhältst nicht nur praktische Anleitung, sondern auch theoretische Grundlagen, um die Atemarbeit in deinem Alltag zu nutzen.

Natur und Entspannung: Arbeit und Erholung gehen Hand in Hand – egal, ob in Sri Lanka oder in Deutschland.

Ganzheitlicher Ansatz: Atemarbeit, Yoga, Meditation und pflanzenbasierte Ernährung – alles zusammen für eine rundum erholsame und transformative Erfahrung.

Bereit für ein etwas anderes Retreat?

Husma Retreats - Yoga und Breathwork

Alex und Martina legen großen Wert darauf, dass die Yogi*nis ihre Erfahrungen nachhaltig in ihr Leben integrieren. „Es ist uns wichtig, dass die Teilnehmenden lernen, eine individuelle Yogapraxis in ihren Alltag einzubauen, die sie aktiviert, entspannt und in Körper und Geist präsent hält,“ erklärt Martina. Wenn du also spürst, dass Yoga allein nicht mehr ausreicht, könnte ein Breathwork Retreat von Husma genau das Richtige für dich sein.

„Es ist fast unmöglich in Worte zu fassen, was das Husma Retreat für mich bedeutet und wie wundervoll der Ort ist, den Alex und Martina geschaffen haben.
Ich habe mich sicher gefühlt, mein wahres Ich zu zeigen, wurde ermutigt, meine Wahrheit auszusprechen und habe so viele Werkzeuge und Techniken gelernt, die ich zu Hause anwenden kann.
Das Essen ist unglaublich lecker, die Unterkunft ist wunderschön und liegt direkt am Strand und das Team ist sehr freundlich und einladend.
Ich kann diesen Ort nicht genug empfehlen!“

Good to know

Für die Retreats brauchst du keine Vorbereitungen, Alex und Martina starten bei jedem Retreat und Workshop von Anfang an, so dass jede*r teilnehmen kann. Du brauchst keine Erfahrung, weder von Meditation, Yoga oder Atemarbeit.

Während der Retreats wird pflanzlich, glutenfrei und ohne raffinierten Zucker gekocht. „Uns geht es hier darum, dass die Menschen selbst erleben, ob es für sie einen Unterschied macht, gewisse Lebensmittel wegzulassen. Wir haben für uns festgestellt, dass es uns so viel besser geht.“

Ob in Sri Lanka oder Deutschland – bei Husma Retreats findest du einen Ort, an dem du dich selbst auf einer neuen Ebene entdecken kannst.

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