Diwali – Fest der Lichter

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Am 24. Oktober feiern Gläubige in Indien, Sri Lanka, Nepal und anderen hinduistisch geprägten Ländern das Diwali-Lichterfest – auch Deepavali genannt. Für viele Hindus ist es – wie für uns Christen Weihnachten – das höchste Fest, das je nach Region zwischen einem und fünf Tagen dauert.

Das Lichterfest findet jedes Jahr am 15. Tag des Hindumonats Kartik, der von Mitte Oktober bis Mitte November dauert, statt und fällt dabei auf die Phase des Neumonds.

Die Kernbotschaft des Festes ist der Sieg des Guten über das Böse, der Wahrheit über die Lüge, des Lichts über den Schatten sowie des Lebens über den Tod. Lampen sollen den Seelen der Verstorbenen den Weg ins Nirwana leuchten.

Prashant Gupta Light Ceremony
Bild: Prashant Gupta via Unsplash

Diwali in der hinduistischen Mythologie

In der hinduistischen Mythologie markiert Diwali die Rückkehr des Lord Rama und seiner Frau Sita (die den Geist symbolisiert) in ihr Königreich Ayodhya, nachdem sie 14 Jahre im Exil verbracht hatten. Ihre Geschichte wird in der alten indischen Sage Ramayana erzählt, die eines der größten Epen der Weltliteratur ist, das rund 24 000 Verse umfasst.

Sie erzählt vom Leben Ramas und von seinem Kampf, in dem er seine Frau vor dem zehnköpfigen Dämonenkönig Ravana (der das Ego repräsentiert) rettet. Dieser hatte Sita entführt und nach Lanka verschleppt. Mit Hilfe seines treuen Freundes, des Affengottes Hanuman, der Prana symbolisiert, rettet Rama Sita nach einem schrecklichen Kampf.

Um die Rückkehr ihres Königs und ihrer Königin zu feiern, zündeten die Bewohner von Ayodhya Reihen von Lehmlampen an, um den Weg in einer dunklen Neumondnacht zu beleuchten, während Blumen und Girlanden vom Himmel herabregneten.

Eine weitere wichtige Gottheit, die im Zuge von Diwali gefeiert wird, ist Lakshmi. Die Menschen beten die Göttin an, indem sie die verheißungsvolle Lakshmi Puja in ihren Häusern und Büros durchführen und sie bitten, sie mit Wohlstand, Glück, Frieden und Reichtum zu segnen.

Regionale Unterschiede bei den Diwali-Feierlichkeiten

Da der indische Subkontinent so riesig ist, gibt es große regionale Unterschiede, was die Feierlichkeiten betrifft. In den meisten Staaten erstrecken sich die Feste rund um Diwali über fünf Tage. Im Staat Maharashtra, zum Beispiel, beginnt Diwali schon am 21. Oktober mit Govatsa Dwadashi, auch bekannt unter Nandini Vrat. An diesem Tag werden Kühe und Kälber verehrt und mit Weizenprodukten gefüttert. Der Verzehr von Rindfleisch und Weizenprodukten ist den Menschen verboten.

Am 22. Oktober – ab hier sind die Feierlichkeiten fast überall ähnlich – ist Dhanteras, oder Dhantrayodashi. Hier wird auch schon die Göttin Lakshmi verehrt sowie mancherorts der Lord Kubera, ebenso Gott des Wohlstands, und Lord Dhanvantari, der mit dem Ayurveda assoziiert wird.

Am 23. Oktober findet Narak Chaturdashi, beziehungsweise Kali Chaudas statt. In beiden Fällen wird der Sieg über den bösen Dämonen Narakasura gefeiert, der Tausende Frauen in Gefangenschaft gehalten hatte. Im Fall von Narak Chaturdashi war es Krishna, der ihn besiegt hat und im Fall von Kali Chaudas, war es die Göttin Kali. Vor allem in Bengalen (Ostindien) wird Diwali grundsätzlich noch mehr mit Kali in Zusammenhang gebracht.

Der 24. Oktober ist der Tag der Hauptfeierlichkeiten von Diwali. Wie weiter oben beschrieben, stehen hier die Göttin Lakshmi und Ramas Rückkehr aus dem Exil im Vordergrund.

Weiter geht es mit Govardhan Puja am 24. Oktober. In Maharashtra ist dies schon der letzte Tag von Diwali. Es wird Krishnas Sieg über Indra, den Gott des Donners und Regens, zelebriert. Krishna hat in diesem Zuge den Berg Govardhan versetzt, um die Menschen der Stadt Gokul vor starken Regenfällen zu beschützen.

Spätestens am 25. Oktober enden überall die Feierlichkeiten. Es ist Bhai Dhooj. An diesem Tag feiert man das starke Band der Liebe zwischen Bruder und Schwester, nach dem Vorbild von Yama und seiner Zwillingsschwester Yami. Die Brüder versprechen, ihre Schwestern zu beschützen und die Schwestern beten für ein langes Leben ihrer Brüder.

Bräuche zu Diwali

Wesentliche Merkmale von Diwali sind neben den Lichtern auch geschmückte und herausgeputzte Häuser, Festtagskleidung, ein reichhaltiges vegetarisches Essen, viele Süßigkeiten und natürlich Geschenke für die Kinder.

In der Vergangenheit zündeten die Menschen kleine Öl-Lampen an, die sie in Reihen an Fenster oder Eingänge stellten. Mittlerweile benutzen die Gläubigen jedoch eher elektrische Lichterketten, die die Wohnhäuser, Geschäfte und Straßen im ganzen Land erleuchten.

Diwali und Yoga

Diwali oder Deepavali, setzt sich aus den Worten “Deepa” (Licht, Lampe) und “Avali” (Reihe) zusammen und bedeutet eine “Reihe von Lichtern”. Das Fest hat eine reiche spirituelle Bedeutung. Die Lichterreihen stehen nicht nur für das Wesen des Lichts in unserem Leben, sondern sollen daran erinnern, über all das Gute im Leben nachzudenken.

Die mythischen Geschichten, die erzählt werden, weisen alle auf die Bedeutung von Wissen, Selbsterforschung und der Suche nach dem richtigen Weg im Leben hin. In den spirituellen Traditionen ist es eine Zeit, in der man sein inneres Licht entzündet – das Licht des Wissens, des Mitgefühls und der Freude. Eine Zeit, um eine Reihe von Lichtern in unserem Leben zu entzünden.

Namaste

Diwali und die Bedeutung von Namasté

Im Kontext des Yoga steht Licht als Symbol, um unser Bewusstsein zu beschreiben. Je wacher und erhabener wir im Bewusstsein sind, desto heller leuchtet die Flamme des Bewusstseins. Als Yogi*nis ist es unser Ziel, den Körper durch Asana, Pranayama und andere Praktiken zu reinigen und zu “erhellen”. Wenn sich der Schleier der Unwissenheit hebt, sehen wir das helle Licht in uns – das wahre Selbst oder Atman. Dies ist das Licht, das wir anerkennen, wenn wir einander mit “Namasté” grüßen.

Licht gibt uns Klarheit. Unsere innere Vision besitzt dann genügend Entschlossenheit, um zwischen dem zu unterscheiden, was unserem Wachstum dient, und dem, was uns nicht dient. In diesem Sinne “Happy Diwali” und “Namasté”!

Erfahre hier mehr über die Bedeutung von Namasté.


Titelbild: Udayaditva Barua via Unsplash

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