Anja und Katharina von Ashtanga Connection sind keine knallharten, mega dogmatischen Ashtangis. Aber sie haben eine Mission: Sie wollen Yoga für Alle erlebbar und begreifbar machen, in dem sie offen bleiben für Neues und auch mal abseits der ausgetretenen Yoga-Wege gehen. In ihrem Fokus steht die Einzigartigkeit jedes Menschen und jedes Augenblicks – und die absolute Liebe für ihren Beruf, die man sofort erkennt, wenn man sich mit den beiden über Yoga, ihre Inspiration und ihre Ausbildungen unterhält. //anzeige
Euer Herz schlägt für Ashtanga Yoga …
Oh jaa, wir lieben Ashtanga Yoga! Es bereichert unser Leben mit allen Höhen und Tiefen nun schon seit über zwei Jahrzehnten! Wir sind nach wie vor begeistert und fasziniert von der Komplexität, der Tiefe und auch Schönheit der Ashtanga Yoga-Tradition. Die Verbindung von Atem und Bewegung nimmt uns mit auf eine spannende Reise, auf der wir unseren Körper und Geist immer besser kennenlernen können. Für uns ist es auch immer wieder so interessant zu erleben, wie unterschiedlich die Lehrer*innen, von denen wir gelernt haben und immer noch lernen, die Ashtanga-Tradition interpretieren und mit Leben füllen. „Same same, but different“, das ist Leben: die Einheit in der Vielfalt.
Anja Titsch und Katharina Kraaibeek sind schon seit über 20 Jahren ein Team.
Auch ihr habt euren ganz eigenen Weg gefunden, richtig?
Wir hatten das große Glück, bereits ganz zu Beginn unserer Unterrichtstätigkeit Yin Yoga kennenzulernen. Unsere erste Yin Yoga-Erfahrung haben wir bei Jenny Vanneufville gemacht, einer erfahrenen Ashtangi aus Lyon, die mit Yin Yoga ihre hartnäckigen Knieschmerzen in den Griff bekommen hat. Der Funke ist sofort übergesprungen und wir haben uns auch im Yin Yoga weitergebildet und weiter geforscht. Es ist wunderbar, dass dieser ruhige sanfte Yogastil inzwischen so viel Verbreitung gefunden hat.
In eurer Praxis kombiniert ihr Ashtanga und Yin, kraftvolle Bewegung und lange sanfte Dehnung, richtig?
Für uns ist das Yin Yoga eine wunderbare Ergänzung zum dynamisch kraftvollen Ashtanga Yoga. Unsere Yin Yoga-Erfahrungen hatten und haben sicherlich auch großen Anteil an der Vertiefung und Verfeinerung unserer persönlichen Ashtanga Yoga-Praxis im Laufe der Jahre. Die Kombination von aktiver, kraft- und schwungvoller Bewegung sowie langanhaltenden Dehn- und Druckreizen ist auch hinsichtlich der neuesten Erkenntnisse der Faszienforschung ein ideales Doppelpack.
Im Ashtanga Yoga spüren wir die Stille in der Bewegung, und beim Yin Yoga spüren wir die Bewegung in der Stille.
Liegt der Reiz im Spiel mit den sich ergänzenden Polen?
Wir Menschen brauchen sowohl Bewegung als auch Ruhe, um gesund zu sein. Die Kombination von Ashtanga und Yin Yoga hilft uns, immer wieder die Balance zwischen diesen beiden Polen zu finden und letztlich die Einheit zu fühlen. Das ist doch genial: Im Ashtanga Yoga spüren wir die Stille in der Bewegung, und beim Yin Yoga spüren wir die Bewegung in der Stille.
Und genau diesen Ansatz wollt ihr mit euren Ausbildungen weitergeben. Two in One: ZWEI Yogastile in EINER Ausbildung.
Aufgrund unserer Erfahrung lag es nahe, eine Ausbildung anzubieten, die diese beiden einander ergänzenden Yogastile umfasst. So wie wir die Verbindung von Yin und Yang lieben, lieben wir es auch, Theorie und Praxis auf vielfältige und anschauliche Weise immer wieder miteinander zu verbinden, um komplexe theoretische Zusammenhänge in der Praxis begreif- und anwendbar zu machen. Außerdem gefällt es uns, die verschiedenen Themenbereiche, wie zum Beispiel funktionelle und energetische Anatomie, Philosophie und Hirnforschung, nicht isoliert voneinander zu betrachten, sondern immer den Gesamtzusammenhang im Blick zu haben. So können wir der Komplexität der einzelnen Themen etwas gerechter werden. Das macht uns große Freude und wir investieren seit mittlerweile acht Jahren nach wie vor viel Zeit und Herzblut in die Fortentwicklung unseres Ausbildungskonzeptes.
Eure große Ausbildung umfasst 500 Stunden. Worauf dürfen sich eure Schüler freuen?
Uns liegt es am Herzen umfassende bzw. tiefgründige Inhalte gut zu durchdringen und miteinander zu verknüpfen – daher brauchen wir für die große Ashtanga und Yin Yoga-Ausbildung auch 500 Stunden. Jedes einzelne Wochenende bzw. Modul bietet einen ausgewogenen Mix von Asana-Atem-Meditations-Praxis und Theorie mit vielen Informationen aus den verschiedenen Wissensgebieten. Wir vermitteln die einzelnen Themen nicht blockweise, sondern haben beispielsweise die großen Themenfelder Anatomie und Philosophie über die gesamte Ausbildungszeit aufgeteilt. Die Asana-Praxis, das Aligment und die Hilfestellungen sind natürlich auf den jeweiligen spezifischen Anatomie-Fokus abgestimmt – auch in die Philosophie tauchen wir von Mal zu Mal tiefer ein. Insgesamt gibt es viel Wissens-Input, das in umfangreichen Schulungsunterlagen zusammen gefasst ist – letztlich geht’s aber um Erfahrung und damit um das Leben an sich. Yoga ist eine Erfahrungswissenschaft, die praktisch erlebt und gelebt werden will – nicht nur auf der Yogamatte, sondern im Alltag! Nur wenn sich die Theorie in eine eigene Praxis verwandelt, können wir tiefer ins Yoga eintauchen. Es mit all seinen Facetten und vielfältigen Zusammenhängen erfassen und die tiefgreifende Wirkung auf Körper und Geist erfahren.
„May all beings be happy and free!“
Und das braucht einfach Zeit …
Richtig, das wissen wir aus eigener Erfahrung. Es braucht Zeit und viel Wiederholung, um das komplexe Yoga-Wissen und die vielfältigen Zusammenhänge zu verstehen und zu verinnerlichen. Und by the way: Der BDY sowie die gesetzlichen Krankenkassen fordern 500 Ausbildungsstunden innerhalb von mindestens zwei Jahren als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft bzw. für die Bezuschussung.
Ihr bietet aber auch eine reine Yin Yoga-Ausbildung an, die 75 Stunden umfasst.
Ja. Das hatten wir ursprünglich gar nicht so geplant, aber nachdem uns einige Yogalehrer*innen verschiedener dynamischer Yogastile gezielt darauf angesprochen hatten, haben wir auf diesen Wunsch gerne reagiert. Nun starten wir schon den 7. Durchlauf – es ist und bleibt spannend!
Die Yin-Ausbildung erstreckt sich über einen Jahreszeitenzyklus. Was hat das für einen Vorteil für eure Schüler*innen?
Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die Ausbildung nicht am Stück zu unterrichten, damit genug Raum da ist, um alle Theorie sacken zu lassen und in die Praxis zu bringen. Damit wollen wir eine gute Basis schaffen, sowohl für die berufliche als auch für die persönliche Weiterentwicklung. Die fünf Ausbildungswochenenden, die jeweils unter dem Motto eines der fünf Elemente der Traditionellen Chinesischen Medizin stehen, finden jeweils in der zugeordneten Jahreszeit statt – so können wir uns besser mit dem Rhythmus der Natur verbinden und die Kraft der Elemente für uns nutzen. Das tut einfach gut!
Welche Voraussetzungen sollten die Teilnehmer*innen mitbringen, wenn sie sich bei euch zur Ausbildung anmelden?
Wir unterstützen Jede*n darin, die Praxis auf die eigene körperliche Kondition und aktuelle Befindlichkeit abzustimmen – weg von Leistungsdruck und Perfektionsstreben, zu dem das Ashtanga Yoga manchmal gerne verführt. Es geht um eine gesundheitsfördernde und -erhaltende Praxis, die Wohlbefinden und Freude verschafft. Die Voraussetzung für die Teilnahme ist daher vor allem ein echtes Interesse und der tiefe Wunsch, mehr über den Yogaweg zu erfahren. Alle, die die Offenheit mitbringen, sich auf Neues einzulassen und bereit sind, den individuellen Voraussetzungen entsprechend regelmäßig Yoga zu üben, sind uns herzlich willkommen!
In der Ruhe liegt die Kraft.
Einer eurer Leitsätze stammt von Bernie Clark: „We don’t use the body to get into a pose – we use the pose to get into the body.“
Was die Asana-Praxis angeht richten wir uns sowohl beim Ashtanga Yoga als auch beim Yin Yoga nach diesen geflügelten Worten und schöpfen gerne alle Variationsmöglichkeiten aus, um der Einzigartigkeit des Individuums gerecht zu werden. Yoga ist für Alle da! Ob in unseren Ausbildungen, Workshops oder Kursen: Wir möchten unsere Teilnehmer*innen darin unterstützen, in Ruhe die für sie passenden Wege zu finden und zu gehen. Wir ermutigen zu einer inneren Haltung, die von wohlwollender Akzeptanz geprägt ist unabhängig davon, welche äußere Form der Körper in diesem Moment auch finden mag. Mit Yoga begeben wir uns auf eine Reise zu uns selbst – wir erkennen, was wir brauchen, um in unserer Welt gut leben zu können. Jeden Tag aufs Neue. „Same same, but different“ eben.
Ausbildung Yogalehrer*in für Ashtanga Yoga und Yin Yoga 500 Unterrichtsstunden / 25 Wochenenden Start: 22./23. Oktober 2022 Infotreffen zur Ausbildung mit Yoga-Session „Ashtanga meets Yin“, auch hybrid 24. September 2022, 11 bis 14 Uhr
Durch unser Modulsystem ist auch ein Quereinstieg möglich. Beide Ausbildungen enden mit einer praktischen und schriftlichen Prüfung sowie dem entsprechenden Zertifikat. Mehr Info auf: ashtangaconnection.de
Melody Moore ist Ärztin, klinische Psychologin und Yogalehrerin und ihr besonderes Anliegen ist die bedingungslose Liebe zum eigenen Körper. Weg mit engen Vorgaben, Perfektionismus und Härte gegen dich selbst – diese Sequenz lädt dich ein zu mehr Fehlertoleranz und Kreativität. Sie bildet einen sinnvollen Rahmen, anhand dessen du deine eigene Sequenz entwickeln und in deiner eigenen Kraft stehen kannst.
Sequenz: Dr. Melody Moore, Fotos: Ian Spanier
Bevor du beginnst
Ganz wichtig: Versuche nicht, die gezeigten Haltungen perfekt auszuführen, stattdessen willst du sie erforschen und in deinem Körper erfahren. Füge eigene Übergänge ein, lass weg, was dich nicht nährt, und trau dich zu improvisieren. Beobachte dich selbst: An welcher Stelle wirst du beim Üben noch vom Bedürfnis nach Anerkennung angetrieben? Erinnere dich immer wieder an deine eigentliche Intention: dich für die Erfahrung zu öffnen und Freude daran zu finden, in deinem Körper zu sein.
1. Marjaryasana und Bitilasana – Katze und Kuh
Richte im Vierfüßler deine Handgelenke etwa unter den Schultern aus und die Knie unter den Hüftgelenken. Dann beginnst du im Atemrhythmus die Wirbelsäule zu bewegen: Einatmend rundest du sie nach unten und hebst Kopf und Steißbein, ausatmend rundest du sie nach oben und ziehst das Kinn Richtung Brust. (4–8 Wiederholungen)
2. Adho Mukha Shavasana – herabschauender Hund
Drücke deine aufgefächerten Hände fest gegen die Matte und hebe Knie und Becken. Schiebe im Hund die Oberschenkel nach hinten und achte darauf, die Schultern aktiv und weit zu halten. Die Beine können leicht gebeugt bleiben, wichtiger ist, dass du dich genüsslich in die Länge streckst. (5 Atemzüge)
3. Hoher Ausfallschritt mit Drehung
Ziehe aus dem Hund den rechten Fuß nach vorn zwischen die Hände. Beuge das vordere Knie und richte das Becken möglichst gerade nach vorne aus, indem du den rechten Oberschenkel etwas tiefer ins Hüftgelenk ziehst. Lege dabei gerne 2 Blöcke unter die Hände, das macht es leichter, den Rumpf lang zu strecken (5 Atemzüge). Nun drehst du den Oberkörper behutsam nach rechts, dabei kannst du den rechten Arm nach oben strecken oder die Hand ans Kreuzbein legen. (5 Atemzüge)
4. Virabhadrasana 1 – Heldenhaltung 1
Löse die Drehung wieder und richte den Oberkörper auf. Verwurzle den hinteren Fuß gut am Boden, vielleicht möchtest du dazu den Schritt etwas kürzer machen. Arbeite kraftvoll mit beiden Beinen und stabilisiere das Becken, bevor du den Oberkörper noch etwas deutlicher aufrichtest und locker die Arme hebst. (5 Atemzüge)
5. Parshvottanasana – intensive Flankenstreckung
Strecke das vordere Bein und ziehe erneut den Oberschenkel etwas tiefer ins Hüftgelenk, um das Becken gerade nach vorn auszurichten. Aktiviere kraftvoll beide Füße und Beine. Dann lege die Fäuste hinter dem Rücken aneinander, strecke die Taille lang und hebe das Brustbein, bevor du dich behutsam nach vorne beugst. Dabei streckst du den Scheitel weg vom Steißbein. Wenn du magst, kannst du die Hände erneut auf Blöcke am Boden absetzen. (5 Atemzüge)
6. Parivritta Trikonasana – gedrehtes Dreieck
Nutze dein kraftvoll arbeitendes hinteres Bein als Anker, um dein Becken in neutraler Position zu halten, wenn du nun in eine behutsame Drehung gehst. Welche Intensität ist heute die richtige? Du kannst die linke Hand ans rechte Bein legen, auf einen Block oder auf den Boden. Den rechten Arm kannst du wie gezeigt nach oben strecken oder sanft ans Kreuzbein legen. (5 Atemzüge)
7. Tadasana – Berghaltung
Löse die Drehung, richte dich zum aufrechten Stand auf und setze die Füße nebeneinander. Spüre deine Füße am Boden, richte die Fußgewölbe auf und ziehe die Kniescheiben sanft nach oben. Lass deine Wirbelsäule aus dem neutral stehenden Becken bis durch die Schädeldecke nach oben wachsen. Aktiviere auch deine Arme etwas: Drehe die Handflächen nach vorn und weite den Raum zwischen den Schlüsselbeinen. (5 Atemzüge)
8. Utthita Hasta Padangushthasana – gestreckte Hand-Zeh-Haltung
Aus diesem stabilen Stand verlagere dein Gewicht auf den linken Fuß und hebe den rechten. Verwende einen Gurt oder greife mit der rechten Hand nach dem großen Zeh. Die linke Hand legst du an die Hüfte, das hilft dir, das Becken stabil in seiner neutralen Ausrichtung zu halten, wenn du das Bein jetzt nach vorne ausstreckst. (5 Atemzüge)
9. Parivritta Utthita Hasta Padangushthasana – gedrehte Hand-Zeh-Haltung
Greife um, so dass du Fuß oder Gurt mit der linken Hand hältst. Nun kannst du den Brustkorb sanft nach rechts drehen, dabei streckst du die Wirbelsäule weiterhin in die Länge. Der rechte Arm folgt der Linie von Brust und Schultern und hilft dir, das Gleichgewicht zu halten. Dein Blick folgt der rechten Hand. (5 Atemzüge)
Im Anschluss übst du die Asanas 1 bis 9 noch einmal seitenverkehrt.
10. Pashchimottanasana – Vorwärtsbeuge aus dem Langsitz
Setz dich mit nach vorne ausgestreckten Beinen auf den Boden. Wenn du Mühe hast, in dieser Position das Becken aufzurichten und gerade zu sitzen, dann lege eine gefaltete Decke unter. Ziehe die Zehen Richtung Kopf und aktiviere deine Beine. Das hilft dir, die Wirbelsäule lang zu machen. Du kannst auch einen Gurt um die Füße legen, den du mit beiden Händen hältst. Aus dieser Haltung beginnst du nun, das Brustbein behutsam Richtung Schienbeine zu bewegen. (10 Atemzüge)
Lege dich auf den Rücken und stelle die Füße mit hüftbreitem Abstand an. Platziere einen Block, ein Bolster oder ein dickes Kissen unter deinem Kreuzbein und ziehe die Schulterblätter unter dem Körper dichter zueinander, sodass du eine angenehme Öffnung im Herzraum spürst. Der Nacken sollte ganz weich bleiben. (10 Atemzüge)
12. Makarasana – Krokodil, Drehung in der Rückenlage
Entferne die Unterlage unter dem Kreuzbein und versetze das Becken etwas nach rechts. Strecke das linke Bein am Boden aus und ziehe das rechte Knie einen Moment zur Brust, bevor du es über die Körpermitte hinweg nach links sinken lässt. Dabei kannst du die linke Hand zu Hilfe nehmen. Breite den rechten Arm zu Seite aus, lass den Kopf sanft nach rechts drehen und spüre, wie der Herzraum weit wird. Danach löst du die Drehung behutsam und wechselst zur anderen Seite. (je 5 -10 Atemzüge)
13. Viparita Karani – Füße an die Wand
Lege dich so vor eine Wand, dass du die Beine lang gestreckt an ihr ablegen kannst. Wenn du magst, lagerst du dabei das Becken wieder wie in Übung 11 etwas erhöht. Lass bewusst alle Spannung los: in den Beinen, in den Schultern, im Gesicht. Spüre den sanften Fluss deines Atems. Nimm wahr, wie sich dein Geist klärt und dein Herz aufgeht. Wenn es genug ist, löst du die Beine behutsam von der Wand und legst dich für 5-10 Minuten in Shavasana (ohne Abbildung).
MELODY MOORE ist Ärztin, klinische Psychologin und Yogalehrerin. Ihr besonderes Anliegen ist die bedingungslose Liebe zum eigenen Körper. Sie bezeichnet sich selbst als eine „Aktivistin für körperliche Befreiung“, in der sie die Grundlage sieht für eine liebevollere Welt.
Philipp Stegmüller über die Wirkung von Mantras und die Magie des Kreises
Was unterscheidet ein Mantra eigentlich von anderen Musikstücken? Mantra ist ein Sanskritbegriff und kann etwa übersetzt werden mit „den Geist beschützen“ oder die „Gedanken befreien“. Darüber spricht Susanne in dieser Folge vom „YogaWorld Podcast“ mit Philipp Stegmüller.
Philipp ist Musiker und leitet seit über 13 Jahren Singkreise mit Jung und Alt in München und Umgebung. Er ist überzeugt, dass Singen im Kreis eine ganz besondere Wirkung hat, sogar eine wichtige Medizin sein kann. Er teilt inspirierende Geschichten aus seinem Leben und erklärt, warum Humor bei der persönlichen und spirituellen Entwicklung so wichtig ist. Außerdem verrät Philipp, wie du Mantras gezielt einsetzen kannst, um von ihrer Wirkung unmittelbar in deinem Alltag zu profitieren. Wusstest du schon, warum ein Mantra immer mindestens dreimal rezitiert wird?
Unsere Playlist des Monats hat Yogalehrerin Sophia Thora zusammengestellt. Der Titel “Flow Like a River” beschreibt perfekt, wie der Fluss der Musik Sophia sanft durch ihre Praxis trägt – lasst euch von ihrer Playlist inspirieren.
Playlist des Monats September
„Manchmal freue ich mich vor meinen Yogastunden am meisten darauf, die Musik zu hören und gemeinsam mit meinen Yogis in offenen Klassen oder mit mir selbst in meiner eigenen Praxis, darin abzutauchen“ – genau dazu lädt dich diese Playlist ein. Musik beim Yoga fühlt sich für Sophia an wie ein Fluss, der sie sanft durch ihre Praxis trägt. Angefangen mit sanfter Klaviermusik über rhythmische Beats zu ruhigen Songs, die sie in ihre Entspannung und Savasana fließen lassen. Zu ihren absoluten Lieblingen gehören ganz sanfte Songs von Peter Sandberg und Max Richter und etwas rhythmischere Kompositionen von Ram Dass und Danit, von denen du auch einige in der Playlist finden wirst.
Über Sophia Thora
Für Sophia ist Yoga wie ein Kompass fürs Leben, der ihr immer wieder dabei hilft, sich auszurichten. Hin zu Selbstverantwortung, Liebe, Annahme, Achtsamkeit und Mitgefühl für sich selbst und andere auf dieser wundervollen Achterbahn des Lebens. Die Leidenschaft der gebürtigen Münchnerin ist es, ihre Erfahrungen, die sie auf ihrem eigenen Weg sammelt, mit anderen zu teilen. Ihr beruflicher Weg führte sie über ein Psychologie Studium, Fortbildungen im Bereich Stressmanagement, NLP und Life Coaching hin zum Yoga.
Seit 2015 arbeitet sie Hauptberuflich als Coachin, Yogalehrerin und Unternehmerin in München. 2018 hat sie mit ihrer Partnerin Sinah Diepold ihre BodyMindTherapy Firma „Kale&Cake“ gegründet, wo sie neben ihren Coachings und regulären Yogastunden vor Ort und online, Retreats, Workshops und Yogalehrerausbildungen leitet.
Achtsam sein, mit uns, unseren Mitmenschen und Mutter Natur. Nachhaltig leben und dabei die eigenen Bedürfnisse und die der anderen nicht vergessen. Simone Geyer hat genau das zum festen Bestandteil ihres Lebens gemacht und eine eigene Marke auf den Markt gebracht, die im Einklang mit Mensch, Tier und unserem Planeten steht: YogiLiebe – und die steht nicht nur für wunderschöne Yogaklamotten, sondern auch für DEINE Retreat-Auszeit. //anzeige
Seit 2018 ist Yoga, ganzheitliches und nachhaltiges Denken und Leben ein fester Bestandteil in Simones Lebens geworden und genau diesen möchte die sympathische Baden-Württembergerin mit ihren Mitmenschen teilen. Ihre eigene Reise begann damals mit einer Ausbildungen, Workshops und Retreats in Indonesien und Thailand, die ihr Denken, Handeln und ihre Werte grundlegend verändert haben. Plötzlich lag der Fokus komplett auf Nachhaltigkeit und einem fairen und ganzheitlichen Miteinander: egal ob in Sachen Ernährung, Verpackungen oder dem Thema Fashion. Als Yogini war sie ständig auf der Suche nach gut sitzender und nachhaltig produzierter Yogakleidung, die gleichzeitig auch bezahlbar sein sollte. Irgendwann kam ihr die Idee, ein eigenes Label zu gründen, denn sie hatte keine Lust mehr bei Passform, Qualität oder Design Abstriche zu machen. „Wir machten uns auf die Suche und informierten uns über Firmen, die selbst fair und nachhaltig produzieren und ökologische Zertifizierungen besitzen. Dabei sind tolle Kooperationen mit Produkten aus Belgien, Indien und der Türkei entstanden,“ erzählt Simone. 2019 gründete sie dann YogiLiebe: Nachhaltig produziert und zertifizierte Kleidung für verantwortungsbewusste und nachhaltig denkende und lebende Menschen.
Yogakleidung für Frauen, Männer und Kinder
Die Rahmen- und Produktionsbedingungen passen also, aber allein das macht ja noch keine gute Yogahose aus. Auch Passform, Sitz und das Gefühl auf der Haut müssen passen. Die umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Materialien wie zum Beispiel Bambusviskose und gekämmte Bio-Baumwolle sorgen bei YogiLiebe für hoheAtmungsaktivität, erhöhte Flüssigkeitsaufnahme, einen gutenTemperaturausgleich und vor allem für ein richtig angenehmes Tragegefühl. Besonders schön finden wir, dass im YogiLiebe Shop auch Männer und Kinder nicht zur kurz kommen: Lässige Shirts und Hoodies passen genauso gut ins Yoga- oder Fitnessstudio, wie zum Outdoor-Abenteuer. Unsere Favoriten sind die super kuscheligen „Moonchild“-Hoodies, die weich fließenden Langarm-Shirts mit Aufdrucken wie „I am Love“ und die locker sitzenden Yoga Tank Tops in wunderbar leuchtenden Farben …
Auch wenn uns ein neues Yoga-Outfit wirklich richtig glücklich machen kann (und darf) – neben den schönen materiellen Dingen im Leben brauchen wir manchmal einfach nur eine Auszeit: Ankommen, runterkommen, loslassen. Weg von Allem, was uns und unseren Geist vom Wesentlichen ablenkt. Genau hier setzt Yogini Simone mit ihrem zweiten Angebot an: Sie bietet Yoga & Meditations Retreats an, bei denen du vor allem Zeit für dich findest. Yoga, Pranayama, Meditation und ausgewogenen Mahlzeiten helfen dir, dich wieder an deine Mitte im hektischen Alltag zu erinnern. Genau deswegen sind die Gruppen bewusst klein gehalten und keine Massenveranstaltung. Du bekommst genügend Raum für dich, deine Bedürfnisse und deinen Rückzug.
Das nächste Retreat findet übrigens vom 01. bis 04.12.2022 am Bodensee statt:
„Eine wunderschöne, besinnliche aber auch magische Zeit. Wir tauchen ein in die Welt von Yoga und Meditation und bringen das Licht in uns zum Scheinen. Ich freue mich jetzt schon den Sonnenuntergang und die wechselnde Stimmung des Sees auf der Terrasse zu genießen,“ schwärmt Simone – und ja, wer schon einmal am Bodensee war und diese besondere Landschaft und Lichtstimmung erlebt hat, der weiß wovon sie spricht.
Mehr Info zu Simone, ihrem Label und den Partnern mit denen YogiLiebe zusammen arbeitet aufyogiliebe.de und @yogiliebe
Mit dem Code „yogastyle22“ bekommen yogaworld.de-Leser bis zum 30. Oktober 2022 jetzt 10 % Rabatt auf die nächste Bestellung. Übrigens: Auch immer mehr Shops nehmen Yogiliebe mit in ihr Sortiment auf, was Simone besonders freut: „So können wir das Shop-Local-System noch besser unterstützen.“
Das Wichtigste zuerst: Jeder Körper ist schön und zwar genau so, wie er von Natur aus ist! Diese Schönheit nicht nur zu würdigen, sondern auch zu pflegen und zu erhalten, ist da nur naheliegend. Für ein straffes Gewebe zum Beispiel kann man im Faszienyoga einiges tun.
Wir alle kennen das: Der Sommer klopft so langsam an die Tür und wir stellen fest, dass die Figur leider ein wenig in der kalten Jahreszeit hängengeblieben ist. Ein zentrales Thema dabei ist die Cellulite. Um die damit verbundene Frustration gleich vorneweg etwas zu dämpfen: Die umgangssprachliche „Orangenhaut“ hat verschiedene Ursachen. Eine liegt in der oberflächlichen Faszienschicht, der Fascia Superficialis. Sie hat häufig wenig Spannkraft und lagert dann Fett ein. Je nach Genetik bilden sich dabei mehr oder weniger sichtbare Fettdepots und Wasseransammlungen. Frauen sind häufiger davon betroffen als Männer, da das Östrogen dabei eine Rolle spielt. Man spricht auch von schwachem Bindegewebe, was bedeutet, dass die kollagenen Fasern zu weich sind und nicht die Stütze geben, die sie geben sollten.
Eine Erklärung für Cellulite
Kollagene Fasern sind prinzipiell fest und dennoch flexibel. Sie bilden das berühmte scherengitterartige innere Netz, für das unsere Faszie bekannt ist. Bei Frauen ist diese Gitterstruktur weniger ausgeprägt, die Fasern sind nicht so stark in unterschiedliche Richtungen vernetzt wie bei Männern. Außerdem sind die Abstände zwischen den einzelnen Fasern größer, deshalb finden die Fettzellen mehr Platz, um sich an vielen Stellen einzunisten. Eine Erklärung für Cellulite gerade an den Oberschenkelaußenseiten ist, dass das IT-Band (Iliotibilales Band) zu weich ist. Dieses Band verläuft seitlich am Oberschenkel entlang und wird beim Menschen erst durch das Gehen gebildet. Sind die Kollagenfasern hier nicht straff genug, entstehen Beulen, die sich durch Dellen an den Oberschenkeln äußern.
Die Faszie braucht eine Regenerationspause
Wenn wir Cellulite reduzieren möchten, hieße das im Umkehrschluss: Fettgewebe zu reduzieren und durch Faszien-Yoga die Elastizität zurückzugewinnen. Klingt gut? Leider ist es nicht ganz so einfach. Unsere kollagene Grundstruktur ist zum Teil genetisch bedingt. Ob unser Bindegewebe also von Natur aus eher flexibel und nachgiebig ist oder stabil und fest, ist ein Stück weit einfach Typsache. Ständiges Yogaüben oder tägliches Ausrollen mit der Faszienrolle kann daran nichts ändern, im Gegenteil: Es könnte sogar erst recht zu Cellulite führen, denn die Faszie braucht eine Regenerationspause von mindestens 24 bis sogar 72 Stunden. Nur in diesen Pausen beginnt sie, Giftstoffe aus dem System zu schleusen. Optimal für deine Wohlfühlfigur sind zwei bis drei Übungseinheiten pro Woche, jeweils 20 Minuten mit zwei Tagen Pause dazwischen.
Amiena Zylla zeigt wie die Übung geht – Foto: Susanne Schramke
1 Lege dich seitlich auf die Matte, stütze dich zunächst nur mit der rechten Hand ab und platziere die Rolle knapp unter dem rechten Hüftknochen an der Oberschenkelaußenseite.
2 Drehe deinen Oberkörper etwas zur Matte hin und stütze dich auch mit der linken Hand ab. Justiere beide Arme so, dass sie möglichst parallel ausgerichtet sind.
3 Hebe die beiden übereinander liegenden Beine an und ziehe die Zehen Richtung Knie. Dadurch bringst du etwas Aktivität in die Beine und hältst sie geschlossen.
4 Rolle dich nun mithilfe der Hände über der Rolle vor und zurück. Dabei massierst du die komplette Oberschenkelaußenseite zwischen Hüfte und Knie. Nach mehreren langsamen Wiederholungen rollst du einige Male schnell vor und zurück. Dann wechselst du zum linken Bein.
Richtiges Ausrollen, um das Gewebe zu straffen
• Verwende tendenziell eine härtere Rolle. • Rolle mit einem schnellen Tempo hin- und her. • Spare die Gelenke aus. • Rolle maximal drei Mal in der Woche aus. • Gönne dir dazwischen eine Pause von mindestens 48 Stunden. • Rolle maximal 20 Minuten lang aus.
TIPPS • Variiere das Rollen, indem du dich etwas mehr drehst und auch die Oberschenkelvorderseite ausrollst.
WIRKUNGEN • Strafft die Oberschenkel. • Unterstützt die Kollagenfasern dabei, fest und stabil zu werden oder zu bleiben. • Kräftigt Arme und Schultern. • Erhöht die Elastizität.
Schuldgefühle können auf vielfache Weise in Erscheinung treten. Allerdings sollten wir uns von keiner einzigen Version vereinnahmen lassen. Die Yoga-Philosophie hält einige Vorschläge für die Befreiung von Schuldgefühlen bereit.
Seit Jahren hatte Heather keinen Kontakt mehr zu einer ihrer Freundinnen aus Kindheitstagen – das Ergebnis eines Streits, aus dem beide wütend auseinander gegangen waren und nicht wieder zueinander gefunden hatten. Als sie jedoch hörte, dass ihre Freundin an Krebs erkrankt war, wusste sie, dass sie sich versöhnen musste. Bevor ihre Freundin starb. Dennoch spürte sie immer noch einen Rest Unversöhnlichkeit in sich, der es ihr schwer machte, zum Hörer zu greifen und die Freundin anzurufen. Monate vergingen, in denen Heather den Anruf immer wieder hinaus schob. Als sie es endlich tat, lag ihre Freundin im Koma und konnte nicht mehr sprechen. Schuldgefühle überwältigten Heather. „Wie konnte ich meine Freundin nur sterben lassen, ohne mich zu verabschieden?“, fragte sie sich. „Das werde ich mir nie vergeben können.“
Schuld ist ein urmenschliches Gefühl
Ich glaube, dass viele von uns wie Heather schon zahllose Stunden damit verbracht haben, uns wieder und wieder einen Vorfall vor Augen zu rufen, der Schuldgefühle erzeugt. Schuld – sich schlecht fühlen, weil wir etwas getan haben, was nicht unseren Werten entspricht – ist ein urmenschliches Gefühl. Jeder fühlt sich hin und wieder schuldig. Doch bei einigen von uns sind Schuldgefühle stärker ausgeprägt als bei anderen – allerdings nicht unbedingt, weil ihre Taten gravierend schlimmer waren als bei anderen. Daher ist es wichtig, herauszufinden, was die Ursache unserer Schuldgefühle ist und welche Art von Schuld wir empfinden. Wenn wir den Grund unserer Schuldgefühle nachvollziehen können, ist es einfacher, nach Wegen zu suchen, um sie wieder loszuwerden. Das kann bedeuteten, dass wir etwas gutzumachen haben, uns durch die Schuld hindurch arbeiten sollten oder sie schlicht und ergreifend loslassen müssen.
Drei Arten von Schuldgefühlen
Ich unterscheide drei Arten von Schuldgefühlen:
natürliche Schuldgefühle oder das Bedauern, etwas unterlassen zu haben;
frei schwebende oder „toxische“ Schuldgefühle – Betroffene haben das Gefühl, keine guten Menschen zu sein;
existenzielle Schuldgefühle – das negative Gefühl, dass sich einstellt, wenn wir die Ungerechtigkeit in der Welt und unsere eigenen unerfüllten Verpflichtungen gegenüber dem Leben selbst erkennen.
Natürliche Schuldgefühle
Dass du an natürlichen Schuldgefühlen leidest, erkennst du daran, dass es unmittelbar passiert.
Nehmen wir einmal an, dass du dich unmittelbar und spezifisch schuldig fühlst. Beispielsweise, weil du eine Schramme in den geliehenen Wagen eines Freundes gefahren hast, oder deinem Lebensgefährten nicht die Wahrheit darüber erzählst, wo du die letzte Nacht verbracht hast. So etwas nenne ich „natürliche“ Schuldgefühle. Dass du an natürlichen Schuldgefühlen leidest, erkennst du daran, dass es unmittelbar passiert: Diese Gefühle stehen in Verbindung mit unserem aktuellen Handeln. Natürliche Schuldgefühle können schrecklich schmerzhaft sein, besonders dann, wenn dabei ernsthafter Schaden entstanden ist.
Aber auch wenn das, was wir getan haben, wirklich schlimm gewesen ist, sind die unmittelbaren Schuldgefühle reparabel. Es gibt die Möglichkeit der Wiedergutmachung. Du kannst um Vergebung bitten, deine Schuld begleichen und beschließen, dein Verhalten zu ändern. Wer die Dinge wieder in Ordnung bringt, hat die Chance, das Schuldgefühl aufzulösen. Sollte das nicht der Fall sein, wird der Abschnitt über die so genannte „toxische“ Schuld wichtig.
Die innere Alarmglocke
Die natürliche Schuld hat eine zweckmäßige Funktion und scheint fest verdrahtet mit unserem Nervensystem zu sein. Sie ist wie eine innere Alarmglocke, die uns hilft, unethisches Verhalten zu erkennen und den Kurs zu ändern. Es sind die natürlichen Schuldgefühle, die uns vernachlässigte Freunde anrufen lassen oder unsere Telefonnummer an die Windschutzscheibe des Wagen zu klemmen, dessen Kotflügel wir gerammt haben. Einige Sozialwissenschaftler sind der Meinung, dass die natürlichen Schuldgefühle unsere Fähigkeit widerspiegeln, Empathie für leidende Wesen zu empfinden. Diese Gefühle sind ein Grund dafür, warum wir soziale Sicherheitsnetze haben und sich Menschen für soziale Gerechtigkeit einsetzen.
Signale unser Verhalten zu ändern
Wenn wir eine gesunde Beziehung zu unserer persönlichen Schuld haben, müssen wir uns nicht den Kopf über Schuldgefühle zerbrechen. Stattdessen nutzen wir sie als Signale, um unser Verhalten zu ändern. Dein schlechtes Gewissen darüber, deine Freundin nicht angerufen zu haben, bewältigst du dadurch, dass du sie anrufst. Du hast Schuldgefühle, weil du zu viel Geld ausgibst? Dann hältst du dich einfach mit Ausgaben zurück. Rührt dein Schuldgefühl daher, dass du deine Rolle im kollektiven Fehlverhalten erkennst – beispielsweise Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder anderen Formen von Unterdrückung – so suchst du nach Möglichkeiten für Veränderungen. Und basieren deine Schuldgefühle auf einem Umstand, an dem du nichts weiter ändern kannst – beispielsweise als berufstätige Mutter, die ihr Kind nicht jeden Tag von der Schule abholen kann – übst du dich in Nachsicht gegenüber sich selbst.
Fehlgeleitetes natürliches Schuldgefühl
Trotzdem hat die natürliche Schuld ihre Schattenseiten. Oft wird sie nämlich als Kontrollinstanz oder Manipulationsmittel missbraucht, sei es von Eltern, in der Partnerschaft oder der Gesellschaft, in Religionen, spirituellen Gemeinschaften und jeder anderen Community inklusive Yoga-Kreisen. Warst du jemals peinlich berührt, als du von deinem veganen Freund beim Lachsessen „erwischt“ wurdest? Tatsächlich kann sich ein fehlgeleitetes natürliches Schuldgefühl – etwa wenn die Reaktion darauf zu streng ausgefallen ist oder es als Kontrollwaffe benutzt wurde – schnell zu einem toxischen Schuldgefühl entwickeln. Tritt dieser Fall ein, so findet man sich in einem andauernden Zustand minderwertigen Leidens wieder. Genau das würde ich als „giftig“ bezeichnen: das durchdringende Gefühl, „nicht richtig“ oder voller Fehler und Makel zu sein.
Toxische Schuldgefühle
Toxische Schuldgefühle: Als wäre dein ganzes Leben irgendwie falsch.
„Toxische“ Schuldgefühle setzen ein, wenn sich die natürlichen Empfindungen nicht lösen, sondern festsetzen. Sie manifestieren sich als nagendes Gefühl einer durchdringenden, aber nicht weiter greifbaren Schlechtigkeit, als wäre unser ganzes Leben irgendwie falsch. Diese unbestimmten Schuldgefühle sind am schwersten greifbar, da sie auf verborgenen Verhaltensmustern oder Samskaras [Anm. d. Red.: Überreste von Verhaltensweisen und Neigungen aus früheren Leben] beruhen, die sich in unserem Unterbewusstsein eingenistet haben. Wie können wir uns selbst vergeben, wenn wir gar nicht wissen, was wir eigentlich verbrochen haben – oder wenn wir glauben, dass das, was wir getan haben, nicht wieder gutzumachen ist?
In gewisser Weise ist diese Art von Schuld ein unbeabsichtigtes Nebenprodukt der jüdisch-christlichen Kultur, ein Überbleibsel der Lehre von der Erbsünde. Yogische Schriften wie die Bhagavad Gita oder die Yoga-Sutren kennen keine nichtspezifische Schuld, doch sie erzählen uns einiges über Sünde, Karma und wie man Übertretungen vermeidet oder mit diesen umgeht. Auch wenn die meisten traditionellen Schriften toxische Schuld nicht zu den Hindernissen auf dem Yogaweg zählen, bietet die yogische Lehre dennoch Orientierung in dieser Frage.
Unverhältnismäßig negatives Selbstbild
Nicht nur wegen des Schmerzes, den die toxischen Schuldgefühle verursachen, müssen wir diese angehen. Auch, weil sich angestaute Schuldgefühle auftürmen und sich an die Fersen jedes noch so unbedeutenden Fehlers heften. Nehmen wir diesen Prozess nicht in Angriff, ist die Konsequenz eine negative Selbstbetrachtung, die nicht im Verhältnis zu dem steht, was wir getan haben. Die meisten erleben toxische Schuldgefühle auf zweierlei Weise. Einmal können diese einfach da sein, wie ein Beigeschmack unserer Persönlichkeit, ein unangenehmes Gefühl, dass sich in bestimmten Augenblicken bemerkbar macht und bewirkt, dass wir uns schlecht oder wertlos fühlen. Weiterhin können diese Schuldgefühle von außerhalb ausgelöst werden, beispielsweise durch einen Fehler, den wir gemacht haben, oder Misstrauen, dass uns entgegengebracht wurde. Bei denjenigen, die toxische Schuldgefühle mit sich schleppen, reicht der kleinste Anlass, um sie zu aktivieren: ein Fehltritt im Büro, ein Streit mit dem Partner oder ein Anruf der Mutter. Im Extremfall fühlen sich diese Menschen, als würden sie auf Eierschalen gehen, ständig in der Sorge, etwas zu tun, was ihre innere Schlechtigkeit ans Tageslicht bringt. Daher ist es wichtig, dass wir lernen, toxische Schuldgefühle zu erkennen, damit wir uns nicht mehr von ihnen steuern lassen.
Die Wurzeln der Schuldgefühle
Toxische Schuldgefühle haben ihre Wurzeln oft in der frühen Kindheit: ein Fehlverhalten beispielsweise, das von Eltern oder Lehrern unnötig negativ überhöht wurde. Auch unsere religiöse Sozialisation (besonders, wenn die Erbsünde darin ein wichtiger Bestandteil war) kann uns mit Schuldgefühlen belegen, die keine wirkliche Basis haben. Wer an Wiedergeburt glaubt – also die Vorstellung, dass unsere augenblickliche Situation das Ergebnis unserer früheren Leben ist – betrachtet toxische Schuldgefühle als einen karmischen Überrest seines Handelns in seinen Vorleben. Ein alter Text aus dem tibetischen Yoga, das „Rad der scharfen Waffen“, geht beispielsweise auf vergangene Verfehlungen ein, aus denen die heutigen Probleme entstanden sind, und zeigt Wege auf, diese Probleme anzugehen.
Wie der spirituelle Weg auf toxische Schuldgefühle wirkt
Chanten, das Rezitieren von Mantren, selbstloses Dienen und die Spende, werden als Heilmittel für diese Schuldgefühle betrachtet.
Viele der reinigenden Yogapraktiken, besonders tägliches Chanten und das Rezitieren von Mantren, selbstloses Dienen (Karma Yoga) und die Spende, werden als Heilmittel für diese Schuldgefühle betrachtet. Es steht außer Frage, dass toxische Schuldgefühle auch aus einer wachsenden Ansammlung eines spezifischen, ungelösten Schmerzes entstehen können, den wir in diesem Leben verursacht haben. Wenn sich schmerzliche Augenblicke des Selbstbetrugs häufen, wir einen oder zwei unserer Partner betrogen haben, sogar wenn wir regelmäßige Anrufe bei unseren Eltern vernachlässigen oder nicht auf ausreichend Bewegung achten, können sich schon diffuse Schuldgefühle bilden. Hierfür entwickeln alle, die sich ernsthaft mit Yoga beschäftigen, ein besonders sensibles Bewusstsein. Wenn wir einmal damit begonnen haben, uns den ethischen Standards des spirituellen Wegs verpflichtet zu fühlen, wird es schwieriger, unsensibel oder verletzend zu reagieren.
Gleichzeitig gibt es vielleicht noch alte Verhaltensmuster, die uns rücksichtslos und unbewusst handeln lassen. Trotz der guten Absichten tun wir daher manchmal Dinge, von denen wir genau wissen, dass sie uns oder anderen Menschen nicht gut tun – und fühlen uns schuldig. Wenn wir aber gewillt sind, genau hinzusehen, werden wir vermutlich feststellen, dass unsere toxischen Schuldgefühle kaum auf konkrete Handlungen zurückzuführen sind. Paradoxerweise macht genau dies die Gefühle toxisch. Wer an diesen Empfindungen leidet, für den wird jede aktuelle Verfehlung durch das Gewicht der angestauten Schuldgefühle so beängstigend erdrückend, dass sich angesichts dieser Masse an negativen Emotionen eine regelrechte Lähmung einstellt.
Existenzielle Schuldgefühle
Es ist nicht möglich, auf diesem Planeten zu leben, ohne dass wir dabei nicht einen negativen Einfluss auf das Leben anderer nehmen.
Unsere Schuldgefühle können auch sozialer oder politischer Natur sein. Das ist das Schuldgefühl, das wir spüren, wenn wir Bilder von eingesperrten Tieren sehen, über Hungerkatastrophen lesen oder erkennen, wie privilegiert unser Leben im Vergleich zu anderen ist. Ich nenne dies „existenzielle“ Schuld. Diese fühlt sich sehr real an und macht sogar Sinn. Warum? Weil es tatsächlich nicht möglich ist, auf diesem Planeten zu leben, ohne dass wir dabei nicht einen negativen Einfluss auf das Leben anderer nehmen. Oft bedeutet es, dass uns zwar Ressourcen für unseren Lebensstil selbstverständlich zur Verfügung stehen, andere aber keinen Zugang zu den gleichen Ressourcen haben.
Vor Jahren gestand eine attraktive, wohlhabende Frau einem meiner Lehrer, dass sie unter extremen Schuldgefühlen und Depressionen litt. Mein Lehrer ging darauf ein, indem er fragte: „Was haben Sie für dieses Leben getan? Haben Sie jemals einen Bagel an einen Baum gehängt und sind davongegangen?“ Diese zunächst kryptische, dann sehr einleuchtende Bemerkung meines Lehrers ist mir jahrelang im Gedächtnis geblieben. Der Schuldkomplex dieser Frau war teilweise existenziell – und existentielle Schuldgefühle können nur durch bedingungslose Angebote an das Leben geheilt werden. Wie diese Frau leben die meisten Menschen, die diese Webseite lesen in privilegierten Verhältnissen und nutzen Ressourcen, die 95 Prozent der Menschen auf diesem Planeten nicht zur Verfügung stehen. Es ist daher einfach nachzuvollziehen, warum jemand eventuell die Last der existenziellen Schuld spürt.
Fehlender Respekt gegenüber dem Leben
Die vedischen Gelehrten, deren Weisheit die Wurzel aller yogischen Traditionen bildet, formulierten, dass wir bestimmte Grundschulden haben – unseren Vorfahren gegenüber, der Erde, unseren Lehrern, Gott und jedem, der uns geholfen hat. Wenn wir diese „Schulden“ nicht zurückzahlen, dann leiden wir an existenziellen Schuldgefühlen. Die moderne liberale Gesellschaft mit ihrem intensiven Individualismus, zerbrochenen Familienstrukturen und einer konsumorientierten Haltung bezüglich Spiritualität lädt solche existenziellen Schuldgefühle geradezu ein. Der einfache Grund dafür ist, dass viele von uns keine respektvolle Grundhaltung gegenüber dem Leben und den Bedürfnissen aller Lebewesen mit auf den Weg bekommen haben. Darunter fallen nicht nur Umweltschutz und positiver Aktivismus, sondern auch „Herzenspraktiken“ wie das Teilen unserer Zeit und unserer Ressourcen. Jede Geste des Respekts für jene, die uns geholfen haben und die unsere Hilfe benötigen, lindert unsere existenzielle Schuld. Das war es, was meine Lehrerin gemeint hat, als sie der Frau antwortete. Sie fragte: „Hast du jemals etwas gegeben, ohne dabei eine Gegenleistung zu erwarten?“
Toxische plus existenzielle Schuldgefühle
Achtung: Es wird noch komplizierter. Wenn unsere toxischen Schuldgefühle sich mit unseren existenziellen mischen, leiden wir oft an einem Gefühl, für jedermanns Leid verantwortlich zu sein. Meine Freundin Ellen ist solch ein Beispiel. Ihre Mutter war eine jähzornige Frau, die ihren Ärger immer an Ellens Schwester ausließ. Ellen hatte tiefes Mitgefühl für ihre Schwester, doch fühlte sie sich machtlos, ihre Mutter davon abzuhalten, die Schwester zum Sündenbock zu machen. Ihre Hilflosigkeit und ihr Frust wandelten sich in ein überwältigendes Gefühl, für jeglichen Schmerz in der Welt verantwortlich zu sein – vergleichbar mit den Schuldgefühlen eines Überlebenden.
Ellen hatte ein Ohr für Freunde in Problemsituationen und überforderte sich an ihrer selbst gestellten Aufgabe, jeden, der ihr über den Weg lief, zu retten. Um den Unterschied zwischen ehrlichem Mitgefühl und unnützer Selbstaufopferung zu lernen, musste Ellen anfangen, sich ihre Schuldgefühle genau anzusehen. Sie musste sich fragen, ob es eine aktuell motivierte Empfindung war, ihr Schmerz aus der Vergangenheit resultierte oder auf Umständen basierte, die sie nicht weiter beeinflussen konnte. Im Zuge dieses Prozesses wurde ihr Einsatz, anderen zu helfen, ein ganzes Stück effektiver. Wie Ellen sind wir oft verwirrt darüber, welche Art von Schuldgefühlen wir gerade empfinden. Sind wir in der Lage, ein schmerzhaftes Gefühl als Schuldgefühl zu identifizieren und den Typ zu klassifizieren, so wird es einfacher, damit zu arbeiten. Einige Schuldgefühle benötigen keine wiedergutmachenden Maßnahmen, sie weisen uns einfach auf das Versäumnis hin, nicht das Beste aus unserem Leben machen. Andere Schuldgefühle hingegen lässt man einfach ziehen.
Die radikale Lösung
Und genau hier greift die Yoga-Philosophie und bietet uns eines ihrer wertvollsten Geschenke. Sie hält viele Wege für die Heilung von Schuldgefühlen bereit, darunter als wunderbarstes Mittel die kompromisslose Akzeptanz, dass wir in unserer Essenz gut sind. Besonders die tantrischen Traditionen sind dafür bekannt, die Welt aus einer Perspektive zu sehen, die alles Leben als fundamental göttlich betrachtet. Unsere Einstellung zur Schuld wird sich entscheidend ändern, wenn wir in diesem Sinne den Blick von unseren Fehlern abwenden und uns unserer tiefer liegenden Perfektion nähern – statt davon auszugehen, dass das menschliche Wesen mangelhaft ist.
Die negative Spirale der Schuldgefühle
Mein Lehrerin Swami Muktananda pflegte eine Geschichte zu erzählen, die meiner Meinung nach klar den Unterschied zwischen diesen beiden Betrachtungsweisen aufzeigt. Einst gab es zwei Klöster, jedes nah an einer großen Stadt gelegen. In dem einen Kloster erzählte man den Schülern, dass die Menschen Sünder seien und dass nur äußerste Wachsamkeit und Buße die Schüler von sündigen Taten abhalten könnten. In dem anderen Kloster wurden die Schüler dazu ermutigt, daran zu glauben, dass sie von Natur aus gut waren, und ihrem Herz zu vertrauen. Eines Tages entschied sich in beiden Klöstern jeweils ein junger Mann dafür, dass Klosterleben für eine Weile aufzugeben. Heimlich entwischten die beiden Jungen aus dem Fenster des Schlafsaals, fuhren per Anhalter in die nächste Stadt, fanden eine Party und verbrachten die Nacht mit einer Prostituierten.
Am nächsten Morgen überkamen den Jungen aus dem Kloster, in dem die Sünde gepredigt wurde, schreckliche Schuldgefühle. Er dachte: „Ich bin unwiederbringlich vom Weg abgekommen. Es macht keinen Sinn, zurückzugehen.“ So ging er nicht zurück in sein Kloster und schloss sich bald darauf einer Straßengang an. Der zweite wachte ebenfalls mit einem Kater auf. Doch seine Reaktion auf die Vorfälle der letzten Nacht war anders. „Das war nicht so befriedigend, wie ich es mir ausgemalt hatte“, dachte er. „Ich glaube nicht, dass ich das irgendwann einmal wieder tun werde.“ Dann machte er sich auf den Weg zurück in sein Kloster, stieg wieder durch das Fenster ein und wurde dafür ermahnt, sich in besagter Nacht herausgeschlichen zu haben.
Die Wirkung der Vergebung
Wenn wir glauben, Sünder zu sein, so kann uns nur ein einziger unbedeutender Fehltritt in eine Spirale selbstzerstörerischen Verhaltens katapultieren, so die Meinung meiner Lehrerin. Wenn wir aber – wie es die Yoga-Gelehrten unterrichten – wissen, dass wir von unserem Wesen her göttlich sind, allesamt Buddhas, wird es wesentlich leichter, uns unsere schlechten und ungeschickten Taten zu vergeben und sie loslassen zu können. Der wichtigste Effekt jedoch ist, dass es uns leichter fällt, unser Verhalten zu ändern.
Sally Kempton ist eine international renommierte Meditations- und Philosophie-Lehrerin, Autorin („The Heart of Meditation“) sowie regelmäßige Kolumnistin des amerikanischen YOGA JOURNAL. www.sallykempton.com
Nach Covid kam der Krieg – und vielen von uns geht diese dauerhafte Krisenstimmung ganz schön an die Substanz. Wie können wir damit umgehen? Wie gelingt es, heil zu bleiben?Anna Trökes ist vermutlich Deutschlands renommierteste Yogalehrerin, das sagt sie zur Krisenstimmung:
Laut der indischen Kosmologie leben wir in einer dunklen Ära, dem Kali Yuga. Vielleicht ist das der Kreislauf der Dinge, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich in diesem Rad einerseits mittendrin bin, andererseits aber durch Yoga gelernt habe, dass es einen Standpunkt gibt, und zwar die Nabe dieses Rades, von wo ich das alles betrachte und versuche, mich nicht so sehr mitreißen zu lassen.
Denn ein Sich-mitreißen-Lassen von Emotionen hat noch nie zu etwas geführt! Yoga bietet uns an, Emotionen nicht zu kontrollieren, sie aber zu regulieren und zu modifizieren. Ich finde diesen Begriff bei Patanjali so hilfreich: Citta Prasadanam – den Geist so stabilisieren, dass er ein angenehmer Ort wird, wo ich mit meinem Problem hingehen kann. Dann muss ich mich nicht mehr von all seinen Gedanken und Befürchtungen überrennen lassen, sondern kann seine Mittel tatsächlich nutzen: nachdenken, analysieren, abwägen.
5 Tipps für inneren Halt
1 – Bleibe bei dir:
Du kannst nur heil bleiben und anderen helfen, wenn du gut in dir selbst gründest: Was fühlst du jetzt? Was brauchst du? Was kannst du schaffen – und was nicht?
2 – Suche Zuflucht:
Nimm dir extra viel Raum und Zeit für all das, was dich stärkt – deine Praxis, dein Zuhause, Rituale und Rhythmus, Gemeinschaft, Schönheit, Natur, die Ausrichtung auf Menschlichkeit und Frieden – und spüre deine Dankbarkeit dafür.
3 – Verbinde dich mit deiner Praxis:
Übe möglichst regelmäßig und lege dabei den Fokus auf Halt (Basis, Mittenkraft, Körperrückseite), zentrierenden Atem und Herzöffnung!
4 – Kontrolliere den Input:
Lass nicht zu, dass die Schrecken der Newsticker den Takt deines Denkens vorgeben. Einmal täglich informieren ist genug.
5 – Übe Akzeptanz:
„Man muss doch etwas tun!“ ist ein natürlicher Impuls, aber oft verleitet er auch zu aufreibendem und wenig hilfreichem Aktionismus. Frage dich lieber: Was kann ich konkret tun – und was müssen wir vielleicht einfach hinnehmen?
Podcast mit Anna Trökes zum Thema „Tantra“
Anna Trökes erklärt im Podcast „Was ist eigentlich Tantra?“
Ab Sonntag, den 28. August in der Podcast-Mediathek zu hören.
ANNA TRÖKES gilt nicht umsonst als die einflussreichste deutsche Yogalehrerin: Sie hat seit 1974 unzählige Menschen unterrichtet und über Jahrzehnte die Yogalehrerausbildung des BDY geprägt.
Ihre über 30 Bücher und CDs wurden in 13 Sprachen übersetzt und haben viel zur heutigen Beliebtheit und Verbreitung von Yoga beigetragen. prana-yogaschule.de