In der neuen Folge unseres YogaWorld-Podcast hat Susanne sich den Yogastil Yin Yoga vorgenommen. Dazu spricht sie mit Yogalehrerin Ranja Weis, die genau erklärt wie sich die besonderen Wirkungen dieses ruhigen Yogastiles entfalten. Im Fokus stehen Dehnung und Entspannung von Körper und Geist. Bezeichnend für Yin Yoga ist, dass die Asanas länger gehalten werden, um auch das tiefe Bindegewebe zu erreichen. Ranja verrät warum Yin Yoga auf energetischer Ebene so machtvoll ist und warum es in ihren Stunden öfter mal Tränen gibt. In einer persönlichen Geschichte, erfährst du mehr über die Kraft der Visualisierung.
Viel mehr als nur Deko: Essbare Blüten und Wildkräuter sind vitaminreiche Powerpakete. Egal ob im Salat, in Hauptgerichten, Desserts oder in Getränken setzen sie sinnliche kulinarische Akzente. Das Rezept stammt aus dem Buch „Dahlienchips und Berberitzenreis“, in dem sich Judith Gmür-Stalder, Kathrin Fritz und Maurice K. Grünig raffinierte Rezepte zum Thema „Köstliches aus Wiese, Wald und Garten“ ausgedacht haben.
Winter-Linde (Tilia cordata)
Ihr Duft und das Gesumme der Bienen, die ihre Blüten umschwärmen, verraten die Linde bereits von Weitem. Sie ist deshalb einer der Lieblingsbäume von Imkern. Bildhauerinnen und Skulpteure schnitzen aus dem weichen Holz ihre Kunstwerke. Aus den Fasern der Rinde, dem Bast, wurden früher Seile, Matten, Taschen und Kleider hergestellt.
Sammelzeit und essbare Pflanzenteile
Sammelzeit für Blätter sind April und Mai, für Blüten Juni und Juli. Die jungen Blätter passen roh in einen Salat, aufs Butterbrot oder munden kombiniert mit Ziegenfrischkäse. Lindenblätter enthalten reichlich Pflanzenschleim und eignen sich deshalb auch zum Eindicken von Suppen und Saucen. Die zarten Knospen kann man ebenfalls frisch genießen. Lindenblüten als Tee lindern Erkältungskrankheiten. Sie aromatisieren aber auch Süß- oder Eierspeisen. Wer die Blüten aufbewahren will, legt sie nach dem Sammeln in einem warmen Raum auf einem Papier zum Trocknen aus. Sobald sie beim Wenden rascheln, sind sie genug getrocknet.
Lindenblüten-Blumenkohl / Foto: Maurice K. Grünig
Zutaten für 4 Personen
Für den Sud
Ca. 1 L Wasser
2–3 Handvoll Lindenblüten
1 EL Salz
einige Tropfen Zitronensaft
Lindenblüten-Butter
150 g Butter oder pflanzliche Alternative, in Stücken
1 Handvoll Lindenblüten
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Zitronensaft
Lindenblüten zum Garnieren
Fleur de Sel
Außerdem:
1 Blumenkohl, mit Grün
Zubereitung
Den Blumenkohl wenn nötig putzen, das Grün daran lassen.
Für den Sud alle Zutaten aufkochen. Den Blumenkohl hineinlegen und knapp weich kochen.
Für die Lindenblüten-Butter die Butter mit den Lindenblüten in einem Topf heiß werden lassen, unter häufigem Rühren weiterköcheln, bis die Butter hellbraun wird und nussig riecht. Mit wenig Salz sowie Pfeffer würzen, mit einigen Tropfen Zitronensaft abschmecken.
Den Blumenkohl aus dem Sud nehmen, gut abtropfen lassen, auf eine Platte legen und mit der heißen Lindenblüten-Butter übergießen. Mit den Lindenblüten und wenig Fleur de Sel garnieren, heiß servieren.
Tipp: Nach Belieben den Blumenkohl in Röschen teilen und mit der Butter servieren – eine harmonische und trotzdem überraschende Duftkomposition! Sie erinnert an einen Sommernachtsspaziergang im Juli, wenn alle Lindenbäume blühen und ihren betörenden Duft verströmen.
Essen, was die Natur uns gibt. Von diesem uralten Prinzip haben die Autorinnen sich leiten lassen. Sie sind raus in die Natur und haben ihre Sinne geöffnet für alles, was wächst, duftet und blüht. Sie haben gesammelt und geerntet – Blüten, Kräuter, Wurzeln, Harz – und schließlich in der Küche experimentiert und verfeinert.
Dieses Buch inspiriert dazu, sich auf einzigartige Weise mit der Natur zu verbinden. Beim Sammeln und Zubereiten – und schon vorher: Bereits die stimmungsvollen Fotos lassen uns staunen über das, was die Natur uns gibt.
Das Buch „Dahlienchips und Berberitzenreis – Köstliches aus Wiese, Wald und Garten“ mit 90 raffinierte Rezepte und 30 Pflanzenporträts ist im at Verlag erschienen (352 Seiten, 40 Euro).
Der Name dieser Haltung, Tittibhasana, geht angeblich auf ein „ti, ti, ti“ zirpendes Vögelchen zurück. Das sieht zwar nicht so aus, als würde es bald losflattern, aber dafür eröffnet es uns neue Perspektiven auf die Welt. YOGA JOURNAL-Kolumnistin Jelena Lieberberg zu Haltung des kleinen Vogels.
Nicht wundern: Tittibhasana wird oft auch als Leuchtkäfer oder Feuerfliege übersetzt, die Version mit dem Vogel findet man seltener – aber mir gefällt sie besser. Im Ashtanga-Yoga werden drei Varianten von Tittibhasana unterrichtet. Bei der bekanntesten, Tittibhasana A, balanciert man auf den Händen und streckt die Beine über die Arme hinweg nach vorn und oben. Turner kennen das unter dem Namen „Schweizer“ – und genau wie im Yoga gilt diese Haltung als der kniffligste Übergang zum Handstand.
Hier siehst du meine Variante zu Tittibhasana B. In der klassischen Version dieser Vorwärtsbeuge aus dem Stand werden die Hände hinter dem Rücken verschränkt und dann geht man, auf diese Weise mit sich selbst verknotet, fünf Schritte nach vorn und wieder zurück. Aber wo ist in dieser Position eigentlich vorne und wo hinten? Die Füße zeigen jedenfalls in eine andere Richtung als das Gesicht. Das ist auch in unserer Variante der Fall, allerdings verzichten wir dabei auf die verschränkten Hände und legen sie stattdessen vor dem Herzen in Anjali-Mudra aneinander. Das ist etwas einfacher und es hilft dir, dich auch kopfüber zu zentrieren und zu orientieren.
Macht das Spaß?
Auf jeden Fall! Vor allem wenn dir Vorwärtsbeugen leicht fallen, wirst du mit diesem seltsamen Vogel deine Freude haben. Aber wie immer gilt: Alles kann, nichts muss. Taste dich behutsam heran – Beinrückseiten und Hüften sollten auch für diese einfachere Variante schon sehr mobil sein.
Muss ich das können?
Natürlich nicht. Übe diese Asana nur, wenn du dabei Kontakt zwischen Oberkörper und Oberschenkeln halten kannst. Das ist meistens dann der Fall, wenn du in der Schildkröte (Kurmasana) deine Beine annähernd strecken kannst.
Was muss ich dafür tun?
Intensive Vorwärtsbeugen wie diese brauchen eine gute Vorbereitung, damit der Körper gründlich aufgewärmt und seine Rückseite schön geschmeidig ist. Dazu gehören Sonnengrüße und natürlich Vorwärtsbeugen wie die stehende Grätsche (Prasarita Padottanasana), die sitzende Grätsche (Upavishta Konasana) und die Schildkröte (Kurmasana).
Mein Tipp: Nutze auch die PNF-Stretching-Methode, um dir aktiv mehr Beweglichkeit zu erarbeiten.
Foto: Sofia Gomez Fonzo
Step by step Anleitung
Beginne in der stehenden Vorbeuge (Uttanasana), lege die Arme um die Beine und greif um die Ellenbogen. Bleibe eine Weile in dieser Haltung und spüre den Kontakt zwischen Oberkörper und Oberschenkeln. Entspanne den Nacken und lass den Kopf frei baumeln. Außerdem beugst und streckst du abwechselnd deine Knie, um die Dehnung noch etwas zu intensivieren.
Vergrößere den Abstand zwischen deinen Füßen, ohne dich aufzurichten. Das klappt, indem du abwechselnd die Zehen und die Fersen etwas nach außen schiebst, bis du eine bequeme Distanz gefunden hast.
Umgreife deine Füße von hinten an den Fersen, beuge die Knie leicht und schiebe deine Schultern etwas mehr an den Oberschenkeln vorbei. Dazu kannst du den Abstand zwischen den Füßen je nach Bedarf noch mal vergrößern oder verkleinern.
Leg deine Handflächen vor der Brust aneinander und strecke langsam deine Beine. Dann schiebst du nach und nach deine Brust über die Ellenbogen weiter an den Beinen vorbei.
Für die klassische, gebundene Variante beugst du die Knie etwas und verschränkst die Finger hinter dem Rücken. Dann streckst du die Beine wieder. Falls du besonders abenteuerlustig bist, versuchst du nun ein paar Schritte vor und zurück zu gehen.
Unsere Playlist des Monats hat Yogalehrerin Maren Cremer zusammengestellt. „Gefühle-fühlen“ ist das Spezialgebiet von Maren und das Thema der Playlist. Als Achtsamkeitstrainerin schafft sie in ihren Yogastunden mit ihrer sanften, frischen Art Raum fürs Fühlen – lasst euch von ihrer Playlist inspirieren.
Playlist des Monats Juli
Eine Playlist zum Gefühle-fühlen, das Spezialgebiet von Maren Cremer. In ihren Yoga- und Meditations-Sessions könnt ihr euch ganz leicht fallen lassen. Im gehaltenen Raum von Maren leitet die richtige Musik mit passenden Texten, Melodien und unterschiedlichen Rhythmen auf angenehme Weise in eine innere, tiefe Verbindung.
Ob in dynamischen Vinyasa-Stunden oder ruhigen Meditations-Sessions – Maren zeigt, dass in Feinfühligkeit enorme Power steckt. Lass euch von ihrer Playlist auf sanfte Weise in die Wahrnehmung eurer Gefühle und damit in eure Kraft leiten. Ach – einfach schön.
Über Maren Cremer
Maren Cremer hat sich als Yogalehrerin und Achtsamkeitstrainerin zur Aufgabe gemacht, mehr Raum und Zeit für Gefühle zu schaffen und damit mehr Bewusstheit und Verbundenheit ins Leben einzelner Menschen und in die Welt zu bringen. Das ist ihr Weg, die Jahrtausendealte Yogaphilosophie täglich für sich selbst und dienend für Andere im heutigen Alltag umzusetzen.
Diese Woche will Susanne im „How to Yoga – Podcast“ mehr über Ayurveda erfahren, denn er gilt als „Schwesterwissenschaft“ des Yoga. Häufig wird der Begriff irgendwo in der Wellnessecke verortet. Aber: Ayurveda ist viel mehr als nur Wellness und gehört zu den ältesten Gesundheitssystemen der Welt, weiß Dr. Annette Müller-Leisgang vom Ayurveda Institut München. Sie gibt spannende Einblicke in die Geschichte der traditionellen indischen Heilkunst und erklärt das Grundprinzip der drei Doshas. Natürlich hat Annette auch nützliche Tipps auf Lager, wie du schon mit ganz wenig Aufwand ein bisschen Ayurveda in deinen Alltag integrieren kannst. Außerdem erzählt sie von einem Schlüsselerlebnis, dass sie restlos von der Wirkung des Ayurveda überzeugt hat.
Mit Ashwagandha, Weihrauch und Brahmi zu mehr Gelassenheit. Wir zeigen euch, mit welchen Kräutern der indischen Heilkunst ihr zu mehr Ruhe kommen könnt. // anzeige
Die letzten zwei Jahre haben uns sehr viel abverlangt – Pandemie, Homeoffice, Kurzarbeit, Homeschooling und nicht zuletzt die politische Lage. Turbulente Zeiten. Wir sind viel im Außen. Aber nicht nur die letzten zwei Jahre waren sehr unruhig, auch unser modernes Leben fordert viel von uns. Hektik, Stress und Druck sind Faktoren mit denen fast jeder täglich zu tun hat. Umso wichtiger ist es, sich im Alltag selbst zuzuwenden. Die indische jahrtausendalte Heilkunst Ayurveda kann dabei ein wertvoller Helfer und Wegbegleiter sein.
Ayurveda ist die Wissenschaft vom Leben und hat seinen Ursprung in Indien. Man nennt sie auch gerne die Mutter der Medizin. Das „Wissen vom Leben“ ist ein ganzheitliches Gesundheitssystem das Körper, Geist und Seele als Einheit betrachtet. Ayurveda möchte den Menschen wieder in sein persönliches Gleichgewicht bringen, um sich so wieder verbunden mit sich selbst zu fühlen.
Rein und natürlich
Das Mainzer Start-Up Nature Basics stellt 100% natürliche Nahrungsergänzungsmittel her und hat die erste umfangreiche Ayurvedische Nahrungsergänzungsmittel Reihe nach deutschen Standards entwickelt. Das Ziel ist es, einen wertvollen Ausgleich zu schaffen. Ausgangspunkt der Entwicklung war die Zusammenarbeit mit einer Expertin auf dem Feld: Prabha Burkhard, einer promovierten Ärztin auf dem Fachgebiet der ayurvedischen Medizin. Frau Burkhard besitzt in München ihre eigene Praxis für Coaching und Ayurveda, wobei die Ernährung und speziell Nahrungsergänzungsmittel eine wichtige Rolle spielen.
Prabha Burkhard
Frau Prabha Burkhard empfiehlt die Nature Basics Produkte und berichtet über Ayurveda: „Die Ayurveda Pflanzenheilkunde ist ein wichtiger Teil innerhalb der ayurvedischen Medizin. Pflanzliche Nahrungsergänzung und bestimmte Gewürze werden aufgrund verschiedener sogenannter Dosha-Typen empfohlen. Auch (heilende) Pflanzen und Kräuter sind immer noch von großer Bedeutung und nehmen nicht nur in der Ayurveda-Sichtweise, sondern in der gesamten alternativen Medizin eine wichtige Rolle ein. Die Grundprinzipien von Ayurveda, die Doshas und das natürliche Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele, überzeugen heute noch. So wird die jahrtausendealte Heilkunde gerne auch im hier und heute unterstützend eingesetzt – zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten sowie als allgemein gesunde Lebensweise.“
Entspannen mit Ashwaghanda
Zu den von Frau Burkhard empfohlenen Produkten gehört vor allem Ashwagandha – sie hat über dieses Produkt gesagt: „Ashwagandha wörtlich bedeutet ‚die nach Pferd riecht‘. Es ist Hirn- und Nerventonisch. Verstärkt die geistigen Kräfte, Verstand, Auffassungsgabe, Ausdrucksfähigkeit und Gedächtnis. Die Wirkung ist nährend, Vitalität vermehrend und abwehrsteigern. Es ist blutreinigend, entzündungshemmend und im Atemweg schleim reduzierend.“ Ashwagandha könnte daher als ein natürliches Adaptogen betrachtet werden – das bedeutet, dass sie sich in ihrer Wirkungsweise individuell an die Bedürfnisse des Konsumenten anpassen kann. Besonders soll sie uns helfen, mit Stresssituationen besser umzugehen.
Zu guter Letzt rät Frau Burkhard zu Brahmi: „Der Name „Brahmi“ bezeichnet die personifizierte Energie des Gottes Brahma. In der ayurvedischen Medizin wird die Brahmi Pflanze vor allem zur Stärkung des Gehirns und der Nerven eingesetzt. Brahmi wird auch gerne bei Nervosität, Konzentrationsschwäche, Stress und Anspannung eingenommen.“ Darüber hinaus sind in Brahmi viele wertvolle Nährstoffe enthalten. Es ist reich an den Vitaminen A, B, E und K. Außerdem an Magnesium, Natrium, Kalium, Mangan, Kupfer und Zink. Somit ist auch Brahmi eine sehr wertvolle Heilpflanze, die unterstützend wirken kann.
Im Alltag gelingt es uns nicht immer auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten und uns von dem Trubel im Außen abzugrenzen. Die wohltuenden ayurvedischen Kräuter und Pflanzen können hier eine Hilfe sein und unsere Resilienz stärken.
Einige Produkte sind auch als Nachfüllbeutel mit doppelter Kapselmenge erhältlich, die zu 100 Prozent aus kompostierbaren Materialien bestehen und die Wiederverwendung von Dosen ermöglichen.
hergestellt und labortechnisch geprüft in Deutschland
beinhalten nur natürliche Quellen
keine komplexen Inhaltsstoffe, Trennmittel oder Füllstoffe
Pro verkauftem Produkt wird ein Baum in Madagaskar gepflanzt
plastikminimiert verpackt
zusätzliche CO2 Kompensation durch Climate Partners
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Der Neumond ist die perfekte Zeit, um zu reflektieren und um neue Intentionen zu setzen, auch Neumondwünschen genannt. Die Phase des Neumondes, der leere Mond funktioniert wie eine leere Seite im Buch deines Lebens. Es ist ein wunderbarer Zeitpunkt, um neue Projekte, Ziele und Ideen einzuladen.
Neumondwünschen – so geht’s
Intention setzen
Was möchtest du im kommenden Monat erreichen? Nimm dir einen Moment Zeit, um dir darüber klar zu werden, was deine Intention sein kann. Was sind deine Ziele für die nächsten 29 Tage? Hier gibt es keine falschen Antworten – es könnte sein, dass du mitfühlender sein willst oder dich mehr bewegen möchtest. Was auch immer es ist, es sollte bei deiner Intention nur um deine persönlichen Ziele gehen und niemanden außer dich betreffen. Sobald du dir deiner Absichten im Klaren bist, schreibe sie auf.
Visualisieren
Frage dich beim Lesen deiner Intention: Wen oder was willst du in dein Leben bringen oder willkommen heißen? Öffne dich deinem Herzenswunsch und spüre in deinen Körper. Du weißt, ob es für dich richtig ist, wenn du vom Denken ins Spüren kommst: Schmetterlinge im Bauch, Herzklopfen, Entspannung oder Erleichterung sind klar im Körper wahrzunehmen.
Manifestieren
Bleibe bei deiner Vision: nun geht es darum sich alles konkret vorzustellen und auszumalen, wie du in diese neue Zukunftsvision hineinpasst. Manifestiere die Gefühle und setze dich bewusst in eine Situation hinein, die Realität wäre, wenn du deine Intention ins Leben bringst. Wie fühlt sich das Ganze an?
Räuchern
Sobald du mit deinen Intentionen fertig bist, ist es wichtig, dich selbst und deinen Raum zu reinigen, indem du ein Räucherstäbchen oder klärendes Räucherwerk anzündest. Ich bevorzuge Palo Santo oder weißen Salbei. Der Raum sollte danach gelüftet werden. Ich räuchere auch meinen Körper – vom Kopf bis zu den Füßen. Während du dich reinigst, kannst du das folgende Gebet zum Räuchern sprechen:
Meditation
Schließe die Augen und konzentriere dich auf deinen Atem. Gleiche die Länge der Ein- der Länge der Ausatmung an. Wiederhole deine Intentionen im Geiste.
Nimm wahr, wie es sich in deinem Körper anfühlt. Stelle dir vor, wie es sich anfühlen wird, wenn das, was du in die Welt hinausgeschickt hast, zu dir zurückkommt. Nach ein paar Minuten öffne langsam die Augen.
Werde dir bewusst, dass der einfache Akt, Klarheit über deine Absichten zu erlangen, Raum zu schaffen, um sie zu ehren und sie ins Universum zu senden, ausreicht und löse dich vom Ergebnis.
Nachspüren
In der kommenden Zeit kannst du dir täglich deine Intentionen ansehen, um dich daran zu erinnern, worauf du hinarbeitest. Wenn Dinge auftauchen, die diese Absicht nicht unterstützen, erkennen sie an, und konzentriere dich wieder auf deine Ziele. Der Fokus auf deine Absicht reicht, um deine Wünsche in dein Leben zu holen. Die Energie des Neumondes ist dabei ein großartiger Verstärker.
Nimm dir jeden Monat die Zeit, den Neumond zu ehren, indem du deine Absichten notierst und beobachtest, wie sich die Dinge entwickeln. Bald wird es zur Gewohnheit werden und mit der Zeit wirst du eine Veränderung in deinem Körper bemerken, da du immer mehr mit den Zyklen der Natur in Einklang kommst.
Kraftvoll und leicht zugleich: So soll nicht nur ein schnelles Boot sein, sondern auch die gleichnamige Yogahaltung. Bei dieser Balanceposition auf dem spitz gestellten Becken bilden Beine und Oberkörper gemeinsam die Form eines Bootskiels nach – und du kräftigst dabei deinen Rumpf.
Wirkung
Richtig ausgeführt schafft die Bootshaltung Stabilität im gesamten Rumpf: Der Hüftbeuger (M. Iliopsoas) hebt die Beine, während die diagonalen Bauchmuskeln (M. Obliquus Abdominis Internus et Externus) den Rumpf umhüllen und ihm Festigkeit und Länge verleihen. So erfährt das Zwerchfell eine Stütze von unten und kann bei der Atmung die Flanken seitlich anheben. Auch der Beckenboden ist beteiligt und hält die inneren Organe von unten.
So geht’s
Step 1: Du beginnst im Sitzen und stellst deine Füße vor dir auf, während du dich hinter dem Körper auf deine Hände stützt. Verwurzle die Sitzknochen am Boden und richte die Wirbelsäule lang auf.
Step 2: Hebe nun einatmend zuerst die Arme und strecke sie parallel zum Boden nach vorne aus. Dann hebst du erst einen, dann den anderen Fuß langsam vom Boden ab. Zum Schluss streckst du beide Beine kraftvoll nach oben.
Alignment-Tipps
Becken innenrotiert! Kippe bereits in der Ausgangshaltung (Step 1) dein Becken. Stell dir dabei vor, du wolltest die Beine vom Becken beginnend etwas nach innen drehen. So kommst du auf den Sitzhöckern zur Balance.
Aktive Helix! Bevor du die Beine anhebst, aktivierst du bewusst die helikalen Muskel-Faszienzüge des Rumpfes (siehe Kasten unten). Dafür baust du zum einen unterhalb des Bauchnabels von den Leisten her schräg nach innen und oben Zug auf. In der gegenläufigen Richtung ziehst du mit den Rippenbögen schräg nach unten und innen.
Beine dicht am Rumpf, aktive Adduktoren! Während du in Step 2 dein Füße hebst, ziehst du die Oberschenkel zunächst dicht zum Rumpf. Baue von hier zwischen deinen Oberschenkeln eine Spannung nach innen auf. Das aktiviert die Adduktoren. Erst danach streckst du langsam die Beine. Dabei achtest du darauf, dass sich die Oberschenkel nicht vom Oberkörper entfernen. Voraussetzung dafür ist eine gewisse Flexibilität, aber das Heben der Beine wird dir auf diese Weise überraschend leicht fallen.
Schultern lang, Herz weit! Nimm deine Schulterblätter mit in die Streckung der Arme nach vorne. So stellt sich die Gelenkpfanne am Schulterblatt hinter den Oberarm. Gleichzeitig schiebst du aber deinen Herzraum nach vorne und oben. Das erzeugt eine gegenläufige Spannung zwischen Brustwirbelsäule und Schulterblättern und dein Schultergürtel erfährt Stabilität.
Alternative Formen
Entscheidend bei dieser Haltung ist die durch die helikalen Muskel-Faszienzüge aufgebaute Spannung rund um den Rumpf. Geht sie verloren, so zieht der Hüftbeuger (M. Iliopsoas) die Lendenwirbelsäule nach vorne. Das kann zu Überlastung führen und nimmt dir in jedem Fall die innere Stabilität.
* Halte daher die Oberschenkel im Zweifelsfall noch etwas dichter am Körper. Je näher die Beine am Rumpf sind, desto geringer ist ihre Hebelkraft. So kannst du die gegenläufig helikale Spannung leichter etablieren.
* Dann streckst du die Beine nur so weit, wie es dir in dieser Ausrichtung möglich ist. Beispielsweise bis die Unterschenkel wie auf dem Bild waagerecht stehen.
Exkurs – helikale Faszienzüge
Deine innere fasziale Körperumhüllung ist wie der Rüssel eines Elefanten aufgebaut: Gegenläufige spiralförmige (helikale) Muskel-Faszienzüge wickeln sich um den gesamten Rumpf. Auch Beine und Arme sind auf diese Weise umhüllt. Sind diese Faszienzüge auf Spannung, dann bekommt dein Körper, ähnlich wie der Elefantenrüssel, von innen heraus Stabilität und wird lang. Aus dieser Stabilität entwickelst du nicht nur Kraft für verschiedene, auch fordernde Körperhaltungen, sie ist auch für deine Gesundheit wichtig: Durch sie entsteht Länge in der Wirbelsäule, Bandscheiben und Gelenke werden entlastet.
Dr. Ronald Steiner ist Arzt für Sportmedizin und zählt zu den bekanntesten Praktikern des Ashtanga Yoga. Die von ihm begründete AYInnovation®-Methode baut eine Brücke zwischen der Tradition und progressiver Wissenschaft, zwischen präziser Technik und praktischer Erfahrung. www.AshtangaYoga.info