Blüten-Eiswürfel zum Sommeranfang

Am 21. Juni ist offizieller Sommeranfang, da passen die wunderschönen Ehrenpreis-Eiswürfel perfekt zum Sommer-Feeling. Das Rezept stammt aus dem Buch „Dahlienchips und Berberitzenreis“, in dem sich Judith Gmür-Stalder, Kathrin Fritz und Maurice K. Grünig raffinierte Rezepte zum Thema „Köstliches aus Wiese, Wald und Garten“ ausgedacht haben.

Was ist eigentlich Ehrenpreis?

Gamander-Ehrenpreis, Katzenäuglein und Veronica chamaedrys, so die Bezeichnung für Ehrenpreis. Die anderen Namen der Pflanze – Augentrost und Männertreu – zeugen von der Bedeutung, die man ihr früher zuschrieb. Und weil man glaubte, dass das Pflücken des Blümchens Blitz und Donner hervorriefe, wurde es vielerorts auch Gewitterblümchen genannt. Neben dem Gamander-Ehrenpreis gibt es noch viele andere Sorten des Ehrenpreises. Alle europäischen Sorten sind essbar. Essbare Pflanzenteile sind die Pflanze und deren Blüten. Die frühlingszarte Pflanze schmeckt im Salat, im Frischkäse oder als herber Kräutertee. Kandierte Blüten machen Kuchen und Torten zu Kunstwerken. Standorte der Pflanze sind Wiesen, Weg- und Waldränder sowie Gärten. Sammelzeit für die ganze Pflanze ist im Frühling. Ihre Blüten könnt ihr von April bis Juni sammeln.


Foto: Maurice K. Grünig

Zutaten und Zubereitung für 1–2 Eiswürfelschalen

Ein bis zwei Handvoll Ehrenpreis- (Katzenaugen), Veilchen- oder Vergissmeinnichtblüten. Außerdem Wasser oder Zitronenlimonade, unbehandelte Limetten- oder Zitronenspalten zum Servieren.

Die Blüten in die Eiswürfelschalen verteilen, mit Wasser oder Limonade auffüllen und zum Gefrieren ca. 6 Stunden oder über Nacht ins Eisfach.

Tipp: Die Eiswürfel nach Belieben in Sirup, Limonade, Bowlen, Champagner, Weiß- oder Roséwein servieren, mit Limetten- oder Zitronenspalten ergänzen. Oder die Eiswürfel als Garnitur in kalte Suppen geben. Eiswürfel können mit allen essbaren Blüten zubereitet werden. Auch eine Blütenmischung ergibt schöne Eisgebilde.


Essen, was die Natur uns gibt. Von diesem uralten Prinzip haben die Autorinnen sich leiten lassen. Sie sind raus in die Natur und haben ihre Sinne geöffnet für alles, was wächst, duftet und blüht. Sie haben gesammelt und geerntet – Blüten, Kräuter, Wurzeln, Harz – und schließlich in der Küche experimentiert und verfeinert.

Dieses Buch inspiriert dazu, sich auf einzigartige Weise mit der Natur zu verbinden. Beim Sammeln und Zubereiten – und schon vorher: Bereits die stimmungsvollen Fotos lassen uns staunen über das, was die Natur uns gibt.

Das Buch „Dahlienchips und Berberitzenreis – Köstliches aus Wiese, Wald und Garten“ mit 90 raffinierte Rezepte und 30 Pflanzenporträts ist im at Verlag erschienen (352 Seiten, 40 Euro).


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